Könnte auch gut eine Phase sein.
Unserer hatte gerade auch eine extreme Phase zwischen 2 und 2,5 wo er zahneputzen (ganz plotzlich) doof fand und viel geweint hat. Obwohl er davor liebend gerne Zähne geputzt hat.
Wir haben an 95% der Fälle darauf bestanden, aber nicht mit Gewalt oder festhalten.
Trotzdem hat er manchmal während dessen geweint- es aber "mitgemacht"
Hier ein paar unserer Tipps, die es langsam besser machten:
1. Montessori Station. Ein eigenes kleines Bad quasi - auf seiner Höhe zum Selbstbedienen (selbstbestimmtheit)
2. Zahneputzen im Liegen. Ich sitze im Schneidereien und er mit dem Kopf auf meinem schoß
3. wenn er sich mama oder papa gewunscht hat, hat er diesen wunsch immer erfüllt bekommen
Unser Sohn ist ein totales spielkind- mit lustigen Spielen haben wir ihn immer in Verbindung gehalten
1. Wie wir heute ins Bad gehen. Z.B. Wettrennen, wie ein Krebs, wie ein Känguru etc.
2. Beim fremd-zähneputzen laut Buchstaben rufen. Z.B. bei Iiiiiii die Schneidezähne, bei Aaaaaaa die Backenzähne, bei Lllllll kommt die Zunge raus, mein Mmmmmm geht der Mund nicht auf (und das halt ganz lustig gestalten und mitspielen, bzw. Wieder etwas Kontrolle geben)
3. In der ganz schlimmen Zeit haben wir "Herr Krokodil" erfunden. Die Hand zum krokodil Formen. Den ruft er sich immer, wenn er eigentlich niemand von uns Eltern haben will. Herr krokodil darf dann alles. Er darf zahneputzen, popo abwischen. Und er ist so ein ganz lustiger Typ, dem er alles gerne erzählt. Er erzählt ihm dann, was er an dem Tag gemacht hat o.ä. und Herr krokodil freut sich dann total mit ihm und darf während dessen halt putzen
Was uns noch zusätzlich geholfen hat:
1. Zähne putzen, pipi machen von wieso weshalb warum inkl. Hörspiel auf Youtube. Das mit dem Schaum und den Monstern hat ihn total abgeholt und hat er gut verstanden
2. Wenn es ein Tag war oder ist, wo er wirklich einfach nicht mehr mit uns zusammen arbeiten kann, total müde ist usw. Dann darf er es auslassen.
3. An den anderen Tagen (wo er nicht will, aber es kein riesen Theater ist) da darf er weinen. Und entweder ist es so, dass wir uns die Zeit nehmen, bis er kooperieren kann. Siehe Ideen oben und dann passiert alles in seinem Tempo oooooder wir merken, dass einfach nichts durchdringt, er aber auch nicht mega Wiederstand gibt. Also z.B. dann einfach durchgehend weint oder sagt er will nicht. Aber trotzdem nicht wegrennt oder sich wehrt. Dann sage ich liebevoll:
Ich merke, dass dich das gerade überfordert. Ich übernehme jetzt und entscheide dass ich dir die Zähne putze. Du hast es gleich geschafft und kannst ins Bett gehen. Du machst das toll.
(An diesen Tagen halte ich mich aber sehr kurz. Schnell schnell kurz drüber reicht da aus).
Aber vor allem musst du eins wissen: sein Wiederstand heißt nicht, dass ihr was falsch gemacht habt.
Es ist eine harte Phase, die vorüber geht!
Einfach weiter auf dem weg bleiben, es legt sich von selbst.
@orangebutterfly
Ich bin grundsätzlich deiner Meinung. Ein richtiger Umgang ist wichtiger, als ein hinauszögern des starts.
Genauso finde ich eben ein sanfter Einstieg in die medienwelt gut.
Gleichzeitig (und da kann ich dich jetzt durchaus auch falsch verstanden haben) klingt es so, als könnte dein Kind gucken, wenn du eine Pause brauchst.
Und per se finde ich nichts verkehrt daran, nur darf das halt nicht immer der Ausweg sein (für mich nicht).
Also ein Kind muss doch auch lernen die Grenzen der anderen zu respektieren, ohne dafür "bestochen" zu werden.
Mama braucht jetzt eine Pause. 10 Minuten. Die sind um, wenn diese Uhr läutet, was möchtest du bis dahin machen? Danach können wir xy.
Genauso verstehe ich nicht, wieso manche Mütter das Kleinkind vor dem Bildschirm parken, wenn das Baby ins bett gebracht wird. ist vielleicht auch Kind abhängig, allerdings stand das bei uns nie zur Debatte und von Anfang an kam das Kleinkind mit oder hat sich selbst beschäftigt. Wenn er die Lautstärke regeln missachtet hat, wurde das besprochen.
Gab es da mal blöde Situationen? Ja, er hat schon mal das Baby wachgeschrien und es konnte nicht wieder einschlafen. Ja, ich war schon mal mit kurzem geduldsfaden da und hab dann impulsiv reagiert.
Aber das ist doch das Leben und das dürfen sie erleben.
Also, mir ist es einfach ein Dorn im Auge, wenn das Fernsehen zu einem Instrument wurde. Was nicht heißt, dass du das tust (erzählst ja nur von einer Situation) oder, dass ich das nicht auch Mal mache (eben kürzlich wach gehalten damit im auto).
Nur, muss man bei solchen Situationen halt irgendwie aufpassen, dass sie nicht zur Gewohnheit werden.
Zu dem anderen Thema mit der Fassung verlieren.
Ich finde Halt, das beides gleichzeitig existieren kann.
Wir können wissen, wie es richtig ist und wie wir es am besten machen.
Und wir dürfen trotzdem dabei Fehler machen.
Es heißt doch nur: Ich beschäftige mich damit. Ich lerne.
Damit sind wir doch unglaubliche Vorbilder für unsere Kinder.
Wenn ich das Vergleiche mit meinen eltern, die sich für unverbesserlich halten was Kindererziehung angeht, es aber gleichzeitig wirklich ganz anders machen als ich... denk ich mir: naja, ich reflektiere wenigstens meine fehler
Ich denke das kommt bei uns aber auch viel daher, dass wir das selbst nicht kannten. Dieses ständig und andauernd.
Wir hatten unsere lieblingssendung und die lief halt einmal am Tag oder am Wochenende. Smartphones gab es erst in meiner Jugend und das Internet musste ich mir noch mit dem Telefon teilen ' wenn Mama telefoniert hat, musste ich mich anders beschäftigen.
Wir haben kein "angelerntes" Verhalten damit umzugehen, dass ein Kind nun immer und überall, genau das und so viel gucken kann wie es will. Verstehst du was ich meine?
Also, das ist einfach was, womit ich mir schwer tue. Mit den fragen: wie wird es bei uns sein, wenn sie größer sind.
Gleichzeitig auch dieser gruppenzeang. Für mich kommt ein Handy in der Volksschule nicht in Frage. Doch mach ich mein Kind damit vielleicht zum aussenseiter ?
Auf vielen Ebenen ist das alles in eine Richtung gegangen, die ich mir nicht immer so wünsche für meine Kinder, wo man aber vor schwierigen Dilemma steht.
Auf der anderen Seite bin ich natürlich auch froh, dass wir entscheiden können was sie gucken und es aktiv aussuchen. Dass sie nixht alle 10 min. Mit Werbung geballert werden usw. Also es hat auch Vorteile die heutige Zeit.
Nur wenn ich heutige Teenies angucke- die meisten haben halt überhaupt keine Kontrolle mehr darüber. Vor allem seit den short Videos.
Es ist also schwierig, wie man seine Kinder dazu bringt, verantwortungsvolle Teenies zz werden, die eben auch noch andere Interessen verfolgen.
Also in dem Alter würde ich noch Urlaub machen, wie die Eltern das wollen.
Klar, kann man gucken, dass es kinderfreundlich ist, macht restaurant Besuche und Co leichter.
Aber in dem Alter brauchen die Kinder noch kein Programm.
Das kommt dann erst mit 2.
Ich würde nach meinen eigenen Interessen auf Wanderungen, in Thermen und Museen gehen
Ein wickelrucksack, gefüllt mit Gutscheinen. Jausenbox o.ä.
Muss sagen, die Gutscheine sind Blödsinn- kaum as davon braucht man wirklich.
Aber toll sind die windelgutscheine für stoffwindeln und Co. Da sammelt man die Rechnungen und kriegt dann bei erreichtem Betrag einen teil zurück.
Habe 2 im abstand von 1,5 Jahren.
Ja, es ist heftig.
Das vom "thron" stoßen hat echt lange gedauert (mehrere monate) und ist für meinen ersten Sohn echt hart gewesen.
Das Baby ist grundsätzlich pflegeleicht, spielt auch oft mal alleine und ein wahrer Sonnenschein.
Aber er hat auch echt Temperament. Dadurch gibt es Situationen in denen er einfach schreit. Er will oft die brust (ich stille fast nur nocj in der trage um ihn zu beruhigen. Andauernd...)
Beim raus gehen in der trage (während ich dem kleinkind die Schuhe anziehe) eahrend des einkaufens usw. Mittlerweile ist er über gegangen zu extremen Wut Ausrastern usw.
Das ist für meinen 1. Natürlich hart. Er sitzt dann plötzlich allein am esstisch.
Oder ich hab meine nervenverloren weil mich das weinen so gestresst hat wir aber auch nicht vorran gekommen sind, weil das Kleinkind halt auch nicht immer schnell und super kooperativ sein kann.
Solche Momente werden weniger aber es gibt sie noch immer, wo ich dann gestresst werde von dem Gebrüll und nixht Die sanfte, geduldige Mama bin die ich sein wil.
Unterschätzt habe ich wie viel Hilfe ich brauchen werde mit zwei Kindern (v.a. wochenbett( und wie wenig die Leute im Umfeld aber beim 2. Helfen - ist halt nicht mehr so aufregend wie das 1.
Und die Schuldgefühle uffff...
Aaaaber, was toll ist.
Das stillen war easy going.
Die Freude beim großen zu sehen.
Die Liebe wachsen zu sehen.
Schlafen gehen abends - sie beruhigen sich oft gegenseitig mit kuscheln - ich muss nicht mehr ständig und dauernd hinein (musste ich beim 1. Noch)
Man wird lockerer. Beim ersten war ich noch so: essen muss 100% passen, Spielsachen, immer vorsichtig usw. Beim 2. Bin ich nun viel lockerer und mache einfach nach Gefühl statt nach "experten".
Zum Thema Exklusivzeit würde mir einfallen, vielleicht so "besondere Zeit" am Abend anzufangen.
Also z.B. Darf das eine Kind mo & mi und das andere di &do 15 Minuten länger aufbleiben und Zeit mir dir alleine genießen.
Mir stellt sich die Frage, wie Ihre Umgebung zuhause so ist. Wenn es draußen geht - was passt dann nicht am Zimmer? Ist es vielleicht zu vollgeräumt und es uberreizt sie - dann würde eine Routier-System Sinn machen. Das führt auch oft zu Langeweile, weil sie nicht wissen was sie machen sollen. Da würde ich reduzieren und vereinfachen.
Kommen ihre lieblingsspielsachen in die quere (bei uns z.B. steht der große total auf Holzzüge und schienen - sehr platz raubendes spiel im gemeinsamen zimmer). Dann solche Spielsachen vllt raumlixh trennen (jeder kriegt einen Teppich für seine Sachen)
Oooooder fehlt die körperliche Komponente indoor. Brauchen Sie mehr körperliche Bewegung, klettern, schaukeln etc.
Ich würde auch gucken, dass jedes Kind auch sein eigenes Ding hat. Ein Hobby außerhalb.
Auch so "bestimmungs" Tage können einige Streitereien auffangen. Z.B. Wer eo sitzt, welche Farbe becher wer kriegt usw. Da darf 1. Kind mo & mi entscheiden s.o.
Ergänzen würde ich das noch mit tollen gemeinsamen Sachen.
Etwas für einander machen (z.B. mal mit einem der Kinder ein Geschenk für das andere kaufen gehen) oder Ausflüge. Sensorikkisten....
Bezüglich des Umgangs mit den Streitereien. Empfehle ich GFK und spezifischer kathy weber. Sie hat mich sehr darin bestärkt Empathie zu zeigen und mich von dieser treiben zu lassen, in Konflikt Situationen.
Es ist halt dieser Irrglaube ein Kind würde immer 4 Packungen Gummibärchen einer Mahlzeit vorziehen.
Tun Sie aber eben nicht. Sie merken doch selber wenn sie Hunger haben und dann haben sie oft auch keine Lust auf was anderes als das richtig sättigende.
Mir missfällt halt auch dieses Konzept von : erst satt essen, dann Süßigkeiten.
Ich befürchte da falsche Prozesse:
1. Sättigungsgefühl wird vllt ignoriert - das Kind ist schon satt, das wird aber ignoriert, um noch an die leckere susigkeit zu kommen, auf die man die ganze Zeit wartet. Noch schlimmer, Kind muss vllt sogar "aufessen" und da auch sein sättigungsgefühl übergehen
2. Kein berücksichtigen von Hungergefühl - auch ich habe Tage an denen habe ich abends keinen Hunger mehr und möchte einfach keine Mahlzeit mehr (oder ich Skippe mal das Frühstück) und esse dann Trotzdem noch ein Stück Schokolade. Das Kind wird da vielleicht unbewusst gezwungen zu essen, obwohl der Körper gar kein Bedürfnis nach Nahrung hat. Weil es für das Kind der einzige Weg ist an die Süßigkeiten auf die es Lust hat ran zu kommen.
3. Es erfolgt eine Konditionierung auf "ich brauch nach jeder Mahlzeit etwas süßes", wenn man immer nur nach dem essen naschen darf.
4. Süßigkeiten stehen auf einem Podest. Es ist der heilige Gral, den man am Ende erreichen will.
@kea ich finde deine Gegenüberstellung ganz schön übertrieben und zeigt eigentlich auch deutlich, dass du dich nixht wirklich in das Thema eingelesen hast.
Es geht eben *nicht* darum, das Kind bequem einfach immer essen zu lassen wann es will und wie viel und was.
All die Dinge die du aufgezählt hast, tun wir noch mehr. Nur gibt es halt kein "gesund und ungesund", es sind alle Lebensmittel gleichwertig. Alle sind nun mal Teil der Ernährung. Ich denke jedoch behaupten zu können, dass ich mehr Zeit investiere mein Kind bei der intuitiven Ernährung zu begleiten, als jemand der 5 mini-Gummibärchen sackerl in eine Schüssel legt und sagt: das darfst du heute essen. Dann ist Schluss.
Denn hier werden Aspekte wie "Langeweile essen" "frustessen", "Gummibärchen als schneller energielieferant weil man Heißhunger hat" nicht begleitet. Beim confidimus hingegen schon.
Ich empfehle nochmal meine Fotos von den original Seiten zu lesen man sagt eben nicht bequem zu allem ja und amen.
Das ist eben auch das, was wir dann selbst als Erwachsene reflektieren müssen. Wir haben ja diese angelernten mechanismen und essen eben nicht intuitiv. Wir rennen zur Schokolade, wenn wir gestresst sind. Aber man kann durchaus auch vor dem Kind stehen und sagen: oh mein Körper hat mir gesagt: iss schnell die Schokolade. Du bist gerade gestresst. Stress ist kein richtiger Grund was zu essen. Lieber gehe ich jetzt ein paar Minuten auf das Sofa liegen.
Also es ist per se ja nichts schlechtes, dass uns die Situationen auch passieren. Wir müssen sie dann nur richtig umsetzen.
Bezüglich der Mama, wo das Kind gerne 3 Stücke Kuchen hätte... es ist sicher nicht schlecht das buch zu lesen und zu reflektieren ob eben das auf sie zutrifft (dass sie danach giert, weil es Verknappt bzw. Auf ein Podest gestellt wird) oder andere mechanismen.
So oder so würde es aber sicher zu einer großen"fresserei" kommen. Wenn man diese verknappung erst mal aufhört haben die Kinder erstmal si eine Art Panik Reaktion. Und sie testen natürlich auch extrem - darf ich jetzt wirklich?
Da ist es denk ich ganz besonders wichtig sich was zu recht zu legen, rin mantra quasi. Eine Deadline zu setzen wie lange man da sitzt. Und vor allem sehr aufmerksam ist nach eben diesen "falschen Gründen zu essen", damit man - da wo es Grenzen braucht - trotzdem welche setzt.