Selina1234
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Nachbeben Wochenbettdepression
@mydreamcametrue
Wow ich bin wirklich gerührt von deiner nachricht.
Ich bin auch der Meinung, dass Eltern auch Fehler machen müssen, weil wir den Kindern dabei viel beibringen und ihnen ein gutes beispiel sein können.
Nur, ist es halt was anderes. Also in der Zeit war es mehr als "ein Fehler" gemacht. Deswegen eben diese negativen Gedanken, ob alles passt.
Und vor allem ob es passt, wenn ich heute mal "normal" wütend werde.
Ich muss halt sofort an diese Mutter denken, die ich da war. Und dann graust es mich vor mir.
Natürlich habe ich unglaublich viel dazu gelernt, durch diese Situation.
Es ist schon irgendwie auch schön zu lesen, dass es auch "ohne Depression nicht leicht" war und viele der Gedanken ähnlich sind.
Es is traurig, dass wir Mütter das erleben müssen. Merke da einfach, dass die Unterstützung fehlte. Da war einfach niemand, der mich und die Kinder aufgefangen hätte.
Du hast sicherlich recht, dass es vor allem etwas ist, womit ich selbst arbeiten muss.
Ich werde mal gucken, ob es da was gibt, was ich gezielt machen kann.
Ergänzend nur kurz noch zu dem beiden gerecht werden heißt nicht 50:50.
Mir fallen da halt besonders die Situationen ein, wo sie beide mich brauchen aber nur einer gerade kann. Nur einer kann getröstet werden, weil sie mich gerade Für sich wollen und nicht gemeinsam auf dem schoß sitzen o.ä.
Andernfalls passt es eigentlich ganz gut, dass ich es individuell betrachte, wer was möchte. Das ist janauch noch leicht mit 2,5 und 1. -
Nachbeben Wochenbettdepression
Ich denke seit ner ganzen Weile darüber nach, ob ich mich mit diesem Thema in das Forum wende.
Heute beschäftigt es mich mal wieder so, dass ich es wirklich wage. und hoffe hier Rat oder Gleichgesinnte zu finden.
gezögert habe ich, nicht nur weil einige hier mich persönlich kennen, sondern auch einfach, weil es so ein persönliches und emotionales Thema ist. Das schwer in der Öffentlichtkeit zu besprechen ist. Ich hoffe, dass damit respektlos umgegangen wird. Ein zusätzliches Rumdrücken in Wunden wäre hier wirklich besonders schmerzhaft.
Also... jetzt aber mal los.
Ich hatte nach meinem 2. Kind eine Wochenbettdepression.
Es kam für mich und meinen Mann extrem unerwartet. Wir hatten alles, was wir uns wünschten.
Ich kann äußerliche Auslöser erkennen bzw. Stressfaktoren außerhalb der Geburt, und Wochenbettzeit. Darum soll es aber nicht gehen.
Als ich es bemerkt habe, habe ich mit der Hebamme gesprochen, war auch in der Elternambulanz (wo ich eher abgewiesen wurde: "Sie kommen noch aus dem Bett. Antriebslos sind Sie also nicht. Es ist also nicht so schlimm!" war so ungefähr das Wording). Danach habe ich angefangen es mit mir selbst auszumachen.
Mittlerweile bin ich absolut Depressionsfrei, würde ich behaupten.
Doch jetzt..belastet mich der "Rückblick".
ich war zu dieser Zeit absolut nicht wieder zu erkennen und eine richtig ungeduldige, wutentbrannte Mutter. Vor allem zum Älteren.
Ich habe Schreianfälle gehabt, mir fallen Situationen ein, wo er einfach nicht die Treppe nach oben zur Wohnung gehen wollte, sich hingeschmissen hat, das Baby schon am Weinen war und ich ihn einfach wütend am Wollwalkoverall "gepackt" habe und ihn so im Fliegergriff (aber Bauch nach oben) nach oben getragen habe.
Es gab auch einen Schlüsselmoment nachdem ich ihn angeschrieen hatte, wo wir über die Straße gingen und ich uns im Spiegelbild gegenüber gesehen habe. Das hat sich noch heute so festgebrannt - und mir schießen jedesmal die Tränen. Es war dieser Moment: "Oh mein Gott, schau dir an wie klein er ist. und du bist SO zu ihm!"
(Zur Info, mein älterer Sohn war damals 1,5 Jahre alt) und gerade in den ersten Momenten der Trotzphase - verstärkt natürlich durch das kleine Geschwisterchen.
So, dass ist die eine Seite, des unangenehmen Rückblicks. Die Mutter, die ich in der Zeit war.
Die zweite Seite ist "die verlorene Zeit".
Ich sehe mir die Bilder an aus dieser Zeit und ich frage mich: Wieso? Wieso konnte ich meine Kinder in dieser Zeit nicht lieben. Was war nur mit mir? Wieso habe ich es so gehasst mit ihnen allein zu sein. wieso hatte ich keine Bindung zu ihnen? wieso fand ich mein 2. Kind nicht schön?
Wieso war ich nicht glücklich obwohl ich endlich mein ganzes Glück hatte?
Das sind GEdanken, die mich noch heute begleiten. Aber eben im Rückblick. Es fühlt sich an, als hätte diese Depression mir diese Zeit "gestohlen". Sie ist einfach weg und ich hab sie verpasst. Weil da einfach nichts war.
Es ist irgendwie schwer zu beschreiben, wie es sich genau anfühlt. Aber so könnte ich es ungefähr beschreiben.
Heute habe ich keine Depression mehr. Ich bin unendlich glücklich mit und bei meinen Kindern. Ich liebe meine Kinder über alles, ich gebe alles für sie. Sie sind bezaubernd schön, unglaublich großartig und bringen mir so viel Lebensfreude.
Und auch diese "mama Wut" ist natürlich weg, ebenso emfpinde ich jetzt ganz viel bei meinen Kindern. Es ist also eigentlich alles "wie es sein soll".
ABER
Es tut noch immer so unendlich weh.
Wann immer mein Sohn (bald 3) mal alterstypische "Durchdreher" hat, und ich nicht 100% zu meiner Zufriedenheit reagiere, bin ich so unendlich streng mit mir.
Ständig frage ich mich ob ich die beziehung zu einem meiner Kinder kaputt gemacht habe in dieser Zeit.
Das ganze geht aber auch andersrum (als wäre mein Kopf nie still), wenn er dann total vorbildlich und freundlich ist, dazu lernt und es richtig gut macht, dann frage ich mich: habe ich ihn psychisch eingeschüchtert, ihn so kaputt gemacht, dass er wie auf Eiern läuft. Jeden Moment erwartet, dass ich ausraste und deswegen so "mitmacht". Da verunsichert es mich dann z.B. wenn ich ihn bitte: wenn du etwas möchtest, sag bitte nicht: ICh will xy. Sondern: ich möchte xy..
Er macht das dann und lobt sich selbst, bzw. macht uns darauf aufmerksam, wie er das gemacht hat (selbst wenn wir ihm schon gezeigt haben, dass es uns aufgefallen ist). So als würde er mir sagen: Schau Mama, ich benehme mich eh so wie du es dir wünschst. Also, alles gut.
zum Beispiel lässt sich der 1 jährige von mir kaum trösten. Er geht lieber weinend weg, will nicht angefasst werden. Dinge, die er aber beim Papa eher zulässt, als bei mir.
Auch merke ich, dsas ich ganz anders zu ihm bin, als zum Großen, als der 1 war. Viel eher mal so: Ach was, so schlimm war das jetzt nicht! mäßig. Oder, als würde sein Weinen mich nicht so erschüttern, wie vom Großen.
Das sage ich natürlich nie direkt, nur suptil vermittelt man das ja trotzdem. Indem man nicht sofort hinrast und tröstet (wie ich das noch beim 1. Gemacht habe).
Bei solchen Situationen frage ich mich dann immer, ob da was zwischen uns kaputt ist.
Das selbe habe ich auch beim Großen. Frage mich direkt ob was nicht stimmt, wenn ich falsch reagiere. Habe plötzlich Angst ihn in den Kindergarten zu geben, weil ich Angst habe, jetzt schiebe ich ihn ab und die Beziehung geht so richtig kaputt.
Ich frage mich, woran ich erkenne, dass unsere Mama-Kind Bindung irgendwo kaputt ist?
Kurz gesagt:
ich habe sofort Schuldgefühle, wenn ich einen von ihnen mal hinten an stellen muss oder etwas nicht nach Lehrbuch läuft und beziehe alles immer auf diese Depressionszeit.
So, tut mir leid für diesen langen Text, der nichtmal ein richtiges Ende finden konnte.
Irgendwie musste ich all das mal erzählen, ich hoffe, dass ich es nicht bereue
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Schlechtes Mama-Gewissen
Diese Situation kenne ich so nicht, weil meine Kinder noch sehr klein sind.
Aber ich sehe das nicht ganz so, wie du es beschreibst.
Klar, die Kinder werden größer und sie verbringen weniger Zeit mit uns.
Ich würde das aber nicht daran messen wie viel Zeit es ist (dad wird mit zunehmendem alter immer weniger), sondern wie die Qualität des Zeit verbringens ist.
Die Situation mit deiner Familie...
Ich finde es nur fair, dass der Elternteil, dessen Familie es nicht direkt ist, das etwas kompensiert um Luft zu verschaffen. So machen wir es auch (so writ es halt geht mit kleinen). Auch wenn wir seine Mutter besuchen, schau uch, dass sie gut zum reden kommen und die wohnen nicht weit weg.
Ignorieren wäre für mich übrigens nur: das kind weint und will zu dir und du lässt es die ganze zeit beim papa, weil du dich unterhalten willst.
Aber wnen die Kinder zufrieden sind un der Partner mal etwas Luft verschafft indem er mehr carearbeit macht - da muss man sich nicht schlecht fühlen.
Also ich würde einfach nochmal auf dein Gefühl gucken, ob dir die Qualität der Zeit reicht bzw auch mit den Kindern reden, was sie sich wünschen würden zum mama-tank auffüllen. -
Wie schafft ihr es mit Erwartungen umzugehen?
@Fefi absolut, nicht mehr der lieber anderer nachzurennen befreit einen.
Es macht einen frei, weil man nicht mehr von anderen abhängig ist.
Sie haben keine Kontrolle mehr über einen und vor allem ist die eigene Wertschätzung nicht mehr davon abhängig wie viel man anderen gibt.
Man tankt, anstatt andere aufzufüllen.
Und das tut sehr gut.
Auch wenn es am Anfang schmerz bedeutet, weil man eben viele Menschen "verliert" oder sie einem den Rücken zuwenden.
Habe nicht nur den Kontakt zu meiner Mutter verloren. Auch zur Tante, als ich da mal ausgesprochen habe, was "mich eigentlich so verletzt" und als ich da nicht mehr bereit war 150% zu geben und ständig selbst hinzufahren oder von mir aus angetanzt zu kommen.
Auch mit meinem Vater und bonusmutter ist es aufgrund dessen immer wieder mal schwierig.
Ich komme oft ins zweifeln,ob es vielleicht doch an mir liegt. Gleichzeitig mache ich nichts arges- als einfach zu sagen: hey, du bist respektlos und ich lass dich die Grenze xy nicht überschreiten.
Sie entscheiden dann, die Situation nicht zu bereinigen, sondern kompliziert zu halten. Und das meine ich eben mit "unverarbeiteten wunden" - sie sind dazu nicht in der Lage etwas aufzuarbeiten. Aber das kann ich nicht mein Leben lang kompensieren.
Ich glaube oft, dass das das Laster unserer Generation ist. Wir wurden halt irgendwie so extrem zu people pleasern gemacht. Das wir total ignoriert werden, wenn wir diese Rolle nicht haben wollen. -
Wie schafft ihr es mit Erwartungen umzugehen?
@Fiffi das muss raus - also alles gut wegen der Länge.
Es tut mir echt leid, dass du es so schwer hast mit deiner Mutter.
Ich kenne dieses Gefühl, wenn man sich einfach nur eine liebevolle Zuwendung wünscht und Hilfe ohne zu fragen bzw. Ein Miteinander.
Ich habe erkannt, dass das bei meiner Mutter nie dazu kommen würde.
Sie ist ein Energie Sauger, der auch meinen Mann nie akzeptiert hat. Weil sie mich für sich haben wollte.
Als ich angefangen habe Grenzen zu schützen vor ihr, die sie bei mir immer wieder überschritten hatte (sie hat mich oft benutzt für ihre eigenen Zwecke) hat sie den kontakt abgebrochen.
Heute bin ich dankbar drum. Ich muss die schwere dieser Entscheidung nicht auf meinen Schultern tragen. Gleichzeitig finde ich es besser wenn sie nicht in unserem Leben ist.
Sie ist aber auch ein extrem Fall. Sehr narzisstisch unterwegs.
Ich würde aber meine eigenen Grenzen immer über die der Verwandtschaft stellen.
Es ist nixht meine Aufgabe ihre eigenen "wunden" zu heilen. Das müssen sie schon selber machen. Wenn sie nicht dazu bereit sind ist es nicht mein Problem, wenn sie die Grenzen anderer nixht akzeptieren können, nur weil sie sich gleich gekränkt fühlen. -
Wie schafft ihr es mit Erwartungen umzugehen?
@Fefi magst du erzählen, was das für Erwartungen sind, die sie an dich stellt?
Wie reagiert sie, wenn du nein sagst?
Ich habe keinen Kontakt zu meiner Mutter und in meinem Fall ist es das beste für alle. Vor allem für meine Kinder und mich. -
Wie schafft ihr es mit Erwartungen umzugehen?
In dem Moment wo man eine eigene Familie gründet, steht diese immer an erster Stelle.
Jeder Streit, jede überfüllte Erwartung, jedes Theater und jeder Kampf um Feiertage, Urlaube und Co. - immer kommen diese Menschen- mein Mann und meine Kinder zuerst.
Da fährt mittlerweile echt ein Laster drüber.
Bezüglich der Beziehung. Habe ich die Prämisse, dass alle Verwandten meiner Kinder für die Beziehung zu ihnen selbst verantwortlich sind.
Ich muss Ihnen weder hinterherlaufen, dass sie Zeit mit ihnen verbringen, noch wrrde ich terminlich meine Pläne ändern für sie. Klar ein entgegenkommen immer möglich- aber danach fragst du ja nicht.
Alle Großeltern und Co müssen selber von sich aus die Beziehung erfragen und gestalten. Ich unterstütze sie dabei, in dem ich das Sprachrohr meiner noch jungen Kinder bin. Wenn sie Freitag vormittags schwimmen gehen, haben sie keine Zeit- fakt.
Wenn wir erst um 3 eingeladen werden, dann bleiben wir nur 2 Stunden, weil sie nun mal ihre abendroutine brsuchen und schlafen gehen - fakt.
Ich habe tatsächlich auch mal einfach mitgemacht, und einen Tag meine Eltern planen lassen und es hat mir gezeigt, dass die Erziehung einfach völlig falsch läuft so.
Sie haben zwecks der "guten Planung des Tages" völlig auf die Bedürfnisse des Großen "gesch....". Als er dann nixht mehr kooperieren konnte wurden Drohungen ausgesprochen, mit dem Finger gedroht und mit ratlosem Blick die Mama gefragt, was denn mit dem Kind plötzlich los sei.
Das war mir ein Denkzettel.
Niemals würde ich das erneut zu lassen, von einer Generation, die "bedürfnisorientiert" noch nicht gehört hat 🤣
Denn was sie gelernt haben, dass Kinder sich für die Bedürfnisse der älteren zurück zu nehmen haben und das unterstütze ich halt nicht.
Und somit erfülle ich ja bereits bei der grundprämisse nixht ihre Erwartungen. -
Leben in einer polyamoren Beziehung
Für mich wäre es denk ich eher nichts. Ich bin doch eher der Monogame Typ, mein Mann auch 😅
Trotzdem finde ich es spannend. Und lese nun eine Weile mit.
Ich finde es faszinierend zu sehen, dass es "klappen kann". Die Frage ist nur: langfristig?
Da sind halt doch die Variablen echt groß- im Vergleich zu zwei leute, treu und zusammen.
Was ich mich frage ist, wo zieht man die Grenze bezüglich Offenheit, auch gegenüber dem Partner.
Erzählt ihr euren Partnern komplett was passiert, wann welche Person? würde euer Mann euch trösten, wenn ihr Liebeskummer wegen eines anderen habt?
Wie jemand von mir schon schrieb. Ich hätte halt die ganze Zeit Angst, dass sich die andere Person als die "Richtigere" heraus stellen würde. 🤣
Ist es da nicht auch ziemlich schwer Grenzen zu wahren? Nach dem motto: besser gar nicht erst ins flirten eintauchen, bevor man eine Grenze seines Ehepartners überschritten hat?
Und wie sehen solche Grenzen aus, wenn sogar eine zweite Beziehung kein Tabu ist?
Will dir nicht zu nahe treten @Klumpenstein aber für mich als Laie in dem Gebiet und Außenstehende... klingt es halt irgendwie befremdlich, wenn du sagst, der Ehemann darf andere Frauen haben, der Freund nicht.
Gar nicht per se wegen "fairness", sondern eher aus deren warte - als wäre dir das Teilen des Freundes schmerzhafter. -
Wunsch nach Nr 4
Sie wünscht sich "seelische und moralische Unterstützung" und was sie kriegt sind solche Kommentare.
Sorry, aber - reißt euch zusammen.
Wie @Klumpenstein sagte - man kann darüber denken was man will, aber man darf auch einfach mal folgendes walten lassen: WEnn du nichts nettest zu sagen hast, dann sag einfach gar nichts.
man muss ihr hier jetzt nicht den unerfüllten Kinderwunsch anderer vorschieben und ein extra schlehctes Gewissen einreden.
Natürlich muss ein Kind (genauso wie kein Kind) gut überlegt sein.
Sie sagt ja selbst, sie möchte nicht, dass ihr Mann nur ja sagt, weil er sie jetzt gerade leiden sieht.
Ich empfehle dir, eine Therapie zu machen. Ein Kind nicht zu gebären (Egal auf welche Art geschehen) ist ein Verlust. Und der muss verarbeitet und betrauert werden dürfen. In einem geschützten Raum.
CIh kann mir gut vorstellen, dass sich dann auch zeigen wird, ob du wirklich Sehnsucht nach einem weiteren Kind hast, oder es das Gefühl ist, dass da eine Leere wäre, die zu füllen wäre. -
Kein Selbstwertgefühl


























