@LillyVanilly vielen Dank für diese persönlichen Einblicke. Das ist sicher auch nicht leicht zu teilen in einem Forum!
Ich kann vieles was du beschreibst total nachempfinden und unterschreiben!
Uns geht es oftmals auch ganz genau so!
Es wird leider oft von Beistehenden immer sehr beäugelt - der Gemeinschaftssinn fehlt total.
Helfen, Fehlanzeige. Es wird auch nie mal hinterfragt "wie" ein kind ist.
Es wird immer gleich die Erziehung bemängelt oder - was ich fast noch schlimmer finde - nur richtig blöd geguckt die ganze Zeit.
Wir haben es ähnlich - mein kind ist einfach so. Das sind seine wesenszüge, das ist seine Art- mit allen Stärken und Schwächen.
@blackcherry1991 du beschreibt es selbst. Dass du da kritisch wärst am Spielplatz. Und für Eltern, die größtenteils ruhige und gelassene Kinder haben, ist es total unverständlich, wie kinder auch anders !sein! können und du schreibst dann so dinge wie "dem kind beibringen, dass man leise ist." Ja ach ne 😄
Ist eigentlich genau das, was ich ja hier beschreibe. Diese unterschwellige Verurteilung, dass es ja an der Erziehung liegen muss und ich meinen Kindern das nicht beibringe.
Keine Sorge- meine Kinder lernen auch rutschen nicht zu blockieren, steine nicht zu werfen, sich leise zu verhalten.
Und sind 70% der zeit die vorbildlichsten Kinder. Freundlich, aufgeschlossen usw.
Aber wenn der Große dann mal überreizt ist, ist es eben kein "unerzogen" sein. Dann ist es ein kind, das nicht mit dem Gefühlerausch umgehen kann.
Reize wie Kleidung, viele Menschen, Lautstärke, extreme Freude jemanden zu sehen, viele Streitigkeiten mit dem kleineren Geschwister... die überfordern manche kinder mehr als andere.
Aber ganz gleich aus welchem Grund - kinder sind unterschiedlich. Manche sind laut, manche sind leise, manche haben einen guten, manche einen schlechten tag.
Und das sollte niemanden in dieser Gesellschaft auf die erhabene position zu stellen, über das kind und dessen eltern zu urteilen.
Dein Post hat mich sehr getroffen, weil er genau das verdeutlicht, diese Verurteilung, statt das Verständnis dafür das Kinder nicht jeden Moment nach unseren Regeln funktionieren.
Und wenn man kindern abspricht kinder zu sein, sondern von ihnen verlangt, dass sie jeden tag funktionieren, jeden moment artig sind und so wie die Gesellschaft sie will (leise, ruhig, unauffällig, höflich, zuvorkommend usw....) dann ist man meiner Meinung nach kinderfeindlich. Weil dann will man nicht kinder, sondern nur kleine Erwachsene.
Sei das jetzt der Nachbar, der meint ein 4 jähriger hat zu verstehen, dass Sonntag ist und 24h keine gefuhlsausbrüche zu haben, weil ja Ruhetag ist... oder der Vater, der herumschreit und die Polizei ruft, weil ein kind etwas tut, was ihm nicht gefällt.
Bis hin zu den Eltern auf dem Spielplatz, die von einer Momentaufnahme auf die ganze Persönlichkeit eines kindes schließen.
ICh danke euch schon mal allen für eure Einblicke.
Ich habe zwei Jungs und kann hier einige Meinungen nur unterstreichen, dass es für die Jungs wohl etwas schwieriger ist, gerade wenn sie noch jünger sind und sich nicht "kontrollieren" können.
Mein Älterer ist sogenannt "Gefühlsstark" - er reagiert extrem auf Reize, wird NErvös und "verrückt" von Kleidung, die sich nicht gut anfühlt, von zu vielen Menschen, von Räumlicher Enge usw.
Wir hatten nun zwei Situationen - einmal wurde wegen meinem jüngeren (2,5) die Polizei gerufen, weil er angeblich ein 8 jähriges Mädchen gehauen hatte. ich sag "angeblich", weil ich die Situation leider aufgrund des aufgebrachten Vaters nicht mehr sachgemäß aufklären konnte. Sonst ist meine Devise immer, die Kinder in Konflikten unterstützen und eine "Versöhnung" unter den Kindern zu begleiten. Der Vater wollte dann, dass ich mit meinem Kind schimpfe und wurde laut, woraufhin mein Sohn Angst bekommen hat. Der Vater wurde noch aufgebrachter und rief dann die Polizei.
Dann habe ich Nachbarn, die sehr Ruhebedürftig sind (ich verstehe es, sie sind Krank und schon sehr alt). Und sie stören sich an lautem Spielen, gelegentlichem Geschwisterstreit usw.
So weit, dass sie im Stiegenhaus herumschreien, wenn es bei uns in der Wohnung kurz mal laut ist. Und sich jetzt auch offiziell bei der Hausverwaltung beschwert haben.
Ähnlcih wie du @puffin merke ich aber vor allem, wie es mich stresst. Ich bin ein typischer "people pleaser" und versuch immer unauffällig sein. Meine Kinder haben generell tolle Begegnungen mti Fremden. Sie utnerhalten sich gut, sind lieb, freundlich und gehen offen auf jeden zu, dem sie begegnen.
Aber sobald sie mal typisch Kinder sind (z.B. am Spielplatz mal energischer, lauter) beschäftigen mich direkt die Blicke der umstehenden Eltern und Menschen und ich gerate richtig in Alarmzustand.
So, dass ich dann natürlich auch leider öfter mal nicht mehr so ruhig und einfühlsam reagiere, was eigentlich mein Ziel ist.
ich versuche mir immer wieder zu sagen, dass es ja egal ist, was andere denken. Dass ich den richtigen Weg für uns mache (mit meinem Sohn kann man z.B. in der gestressten Situation nicht so gut reden, wie dann zuhause, wenn die Reize stark reduziert sind und wir spielen dann oft "Falsch" gelaufene Dinge in Rollenspielen nach und üben miteinander.
Aber leider ist dieses "ist doch egal was die denken" leichter gesagt als getan.
ich merke immer wieder wie ich versuche meine Kinder zu diesen "ruhigen, braven, leisen" Kindern zu motivieren, sobald wir um Leute herum sind, weil ich Sorge um Konflikte oder Verurteilung habe. Was sich durch diese zwei extremen Situationen nur noch mehr verstärkt hat.
Hello, darf mich hier in der Gruppe dazu gesellen, auch wenn ich schon weiß, dass ich sicherlich nicht mehr so viel Zeit in diesem Forum verbringen kann, wie noch früher
Bin schwanger mit dem 3. Kind. ET 10.06.2026
Ich Liebe das Datum, aber mein 2. war schon ein ET Kind, wird es wohl nicht nochmal geben
Habe zwei Söhne - bald 4 und 2,5 Jahre.
Wir träumen von einer Großfamilie und freuen uns, dass dieses Baby so schnell zu uns gefunden hat.
Hat gleich beim ersten Zyklus geklappt, obwohl wir es diesmal ganz ohne Druck angehen wollten
Wir leben in Wien und hoffen auf einen Umzug in Q1 26.
Darüber hinaus leben wir Kigafrei und freuen uns immer über neue Freunde und andere (Groß)Familien <br>
Beim 3. bin ich nun echt etwas schusseliger als bisher. KH zwar schon angemeldet, aber Hebamme noch nicht mal gesucht...diesmal möchte ich aber auch ein paar Tage im KH bleiben und nciht mehr Ambulant nach Hause, wie bisher.
Da er einen großen Bruder hat, lebe ich eigentlich vieles davon bereits.
Klar - hier und da gelingt es mir mal nicht, ich denke gerade nicht dran o.ä.
aber ich bin sonst sehr konsequent was das angeht: die Grenze ziehe ich und das Kind muss dafür nichts machen. Ankündigen, wenn ich sie hochnehme oder festhalte, oder immer nur 2 Optionen zu geben.
Beim Großen (3) funktioniert das auch gut.
Klar ist es beim Kleinen eine Übungssache und wird hoffentlich auch mit der Zeit kommen.
beide sind halt sehr verspielt - man kriegt sie also oft dazu mitzumachen, wenn man ein Spiel draus macht.
Hin und her rennen beim Anziehen, Wettrennen auf dem weg nach Hause usw.
Doch nehmen wir mal das Beispiel Straße...
Wir kommen langsam auf die Ampel zu, ich warne ihn vor. Meist gehe ich auf Augenhöhe und sage sowas: Hier ist die Straße, da geben wir uns die Hand oder ich trage dich rüber.
Selten geht er drauf ein...meist geht er einfach weiter auf die Straße zu. Ich halte ihn dann am Arm (da kann ich das selten ankündigen, muss ja schnell reagieren). Sage dann: Ich halte dich jetzt fest, weil hier die Straße ist und wir da nur gemeinsam rüber gehen können. Aber da hört er schon gar nicht mehr zu: er schmeißt sich dann Richtung Boden, so richtig in meinen Arm rein und lässt dann gar nichts mehr zu. Meist nehm ich ihn dann exorzismusmäßig (er biegt sich dann meist extrem durch, Streckt die Arme in die Höhe, so dass es für ihn auch schon echt unangenehm sein muss, dass ich ihn halte) über die Straße. Sobald ich ihn dort wieder runter lasse, passt alles wieder für ihn. ich wiederhole dann meist nochmal, dass wir nur gemeinsam gehen können und ich ihn hoch nehmen muss, wenn er mir nicht die Hand gibt.
Aber wenn man diese Szene in unterschiedlichen Situationen am Tag 10 mal macht - man das zehrt
Windel warten - habe ich auch schon versucht. bringt aber nichts, er könnte es Stundenlang verweigern.
Es ist auch oft so, dass er "freiwillig" anfängt - also er sucht sich einen Platz auf dem Boden, nimmt sich was mit wenn er mag, wir ziehen ihn aus, und kaum geht es an die Windel oder gar an die neue Windel will er plötzlich nicht mehr liegen bleiben und nicht mehr mitmachen.
Er interessiert sich für den Topf - aber er ist noch nicht so weit was weg zu lassen. Er war früher Windelfrei ist dann aber mit 10 Monaten in einen Streik getreten und seither hat er normal Windel an. Wenn er mal in den Topf macht, dann groß - er macht zuerst in die Windel und geht dann den "rest" in den Topf machen.
Ich habe dann also ein Baby da liegen, dass freiwillig eine Aktivität angefangen aber nicht freiwillig zu ende bringen will.
Auch so andere Situationen sind eher mal aus dem "nichts" heraus - also wir spielen, kuscheln oder stillen - und plötzlich gibt er mir eine Ohrfeige, die sich gewaschen hat. Sobald ich das Abblocke - fängt er ein Hände-Gerangel an als wollte er mich uuuuunbedingt nochmal schlagen, obwohl er eigentlich eh die Nähe und Aufmerksamkeit intensiv hat.
in einem gebe ich euch Recht: ich denke neben dem Austausch hier, werde ich nun auch eine Beratung ansuchen - und hoffe, dass wir da vielleicht herausfinden können wie ich ihm helfen kann.
@Kaffeelöffel
Bisher ging es eigentlich immer gut. Ich versuche es eigentlich nicht allen recht zu machen, klar würde man es sich wünschen aber es geht eben nicht. Wie du selbst sagst. Ich habe auch kein Problem, wenn er seine Gefühlen ausdruck verleiht in der Situation.
Es ist nur sehr anstrengend, da eben der große (ganz plötzlich) gar nicht mehr zur Seite rückt. im Gegenteil. Sie sind sogar deutlich weniger zusammen in letzter Zeit. Eifersucht kann schon sein, gehört ja dazu.
Aber eigentlich wollte ich mit meinem anfangs Beitrag ja gar nicht gezielt auf die Geschwisterbeziehung eingehen, sondern erfragen, ob auch andere eine plötzliche Veränderung nach dem 3. Geburtstag bemerken.
Mir ist schon klar, dass ich mich selbst von den Hörspielen abgrenzen kann, ändert aber nichts daran, dass er selbst diese dauerbeschallung gerade hat und ich mich frage, ob das wirklich so gut ist - so limitless.
Es ist ganz lieb, dass du jetzt so viele Vorschläge gemacht hast, was ich in einzelnen Situationen tun kann. Wie aber beschrieben gibt es dann eben auch kein durchdringen. Und klar bin ich dann auch Konsequent, muss ich auch sein, denn natürlich gibt es auch bei uns oft Zeitdruck und Bedürfnisse von anderen...
Ich wollte mich wirklich nur austauschen was andere so für Veränderungen erleben und suche nicht nach konkreten Tipps für meine Situationen 🙂🥰
@mydreamcametrue wie lieb, dass du fragst.
Es ging heute schon deutlich besser.
Ich habe mir folgende Strategie zurecht gelegt (für den Fall, dass das in ein paar Jahren mal jemand lies, Teil ich die Details 🤣)
1. Immer mal wieder kiga angesprochen, aber ohne Druck
2. Erklärt, dass es normal ist, dass man sich vermisst, dass es heißt dass man sich liebt usw usw.
3. Mehr Zeit am Morgen
4. Früher am kindergarten ankommen, und ein 2. Frühstück vor der Tür zusammen genießen. Wir zählen dann immer die Hunde, weil dort so viele Gassi gehen. Kuscheln, hausen, erzählen und sehen andere Kinder in den kiga kommen.
5. Nach ca. 10-15 Minuten hören wir noch ein Lied und tanzen (manchmal ein affirmations Lied oder was anderes) dann gehen wir rein.
6. Ich mach ihn bereit. Dann spielen wir mama tank. "Wo ist heute der tank?" Dort halt ich ihn, bis er sagt, der tank ist voll.
7. Er überlegt sich, was er als erstes machen möchte (z.B. aufs Sofa lesen, oder zug spielen ...) dann verabschiede ich mich schön, bring ihn zu dieser Aktivität hin und gehe sofort.
Dort übernimmt eine pädagogin
Er redet zwar davon, dass er nicht hinwill, wenn wir zuhause sind. Er ist dort aber voll zufrieden. Keine Tränen beim Abschied, konzentriert gespielt, als ich ihn abholen kam.
@KFP
Der Sinn ist, dass das Baby keine Windel anhat.
Bei uns - vor allem beim 2. War es genau wie @Johanna_Moritz beschreibt.
Er hat einfach geschrien, geschrien, geschrien, bis man ihm die windel ausgezogen hat. Dann hat er gemacht und alles war gut.
Und zwar wirklich von Anfang an!
Ich bin mir daher nicht sicher, ob es wirklich so ist, dass sie gar nichts davon spüren. Habe bei beiden Kindern anderes erlebt. Und mich auch an eine 8 Fach Mama gewandt, die bei 8 Kindern niemals eine Windel brauchte.
Wenn die Babys zeigen, dass sie müssen, muss das ja folglich bedeuten, dass sie das auch spüren.
Sicher nicht wie ein erwachsener, aber sie spüren es.