@Fefi absolut, nicht mehr der lieber anderer nachzurennen befreit einen.
Es macht einen frei, weil man nicht mehr von anderen abhängig ist.
Sie haben keine Kontrolle mehr über einen und vor allem ist die eigene Wertschätzung nicht mehr davon abhängig wie viel man anderen gibt.
Man tankt, anstatt andere aufzufüllen.
Und das tut sehr gut.
Auch wenn es am Anfang schmerz bedeutet, weil man eben viele Menschen "verliert" oder sie einem den Rücken zuwenden.
Habe nicht nur den Kontakt zu meiner Mutter verloren. Auch zur Tante, als ich da mal ausgesprochen habe, was "mich eigentlich so verletzt" und als ich da nicht mehr bereit war 150% zu geben und ständig selbst hinzufahren oder von mir aus angetanzt zu kommen.
Auch mit meinem Vater und bonusmutter ist es aufgrund dessen immer wieder mal schwierig.
Ich komme oft ins zweifeln,ob es vielleicht doch an mir liegt. Gleichzeitig mache ich nichts arges- als einfach zu sagen: hey, du bist respektlos und ich lass dich die Grenze xy nicht überschreiten.
Sie entscheiden dann, die Situation nicht zu bereinigen, sondern kompliziert zu halten. Und das meine ich eben mit "unverarbeiteten wunden" - sie sind dazu nicht in der Lage etwas aufzuarbeiten. Aber das kann ich nicht mein Leben lang kompensieren.
Ich glaube oft, dass das das Laster unserer Generation ist. Wir wurden halt irgendwie so extrem zu people pleasern gemacht. Das wir total ignoriert werden, wenn wir diese Rolle nicht haben wollen.
@Fiffi das muss raus - also alles gut wegen der Länge.
Es tut mir echt leid, dass du es so schwer hast mit deiner Mutter.
Ich kenne dieses Gefühl, wenn man sich einfach nur eine liebevolle Zuwendung wünscht und Hilfe ohne zu fragen bzw. Ein Miteinander.
Ich habe erkannt, dass das bei meiner Mutter nie dazu kommen würde.
Sie ist ein Energie Sauger, der auch meinen Mann nie akzeptiert hat. Weil sie mich für sich haben wollte.
Als ich angefangen habe Grenzen zu schützen vor ihr, die sie bei mir immer wieder überschritten hatte (sie hat mich oft benutzt für ihre eigenen Zwecke) hat sie den kontakt abgebrochen.
Heute bin ich dankbar drum. Ich muss die schwere dieser Entscheidung nicht auf meinen Schultern tragen. Gleichzeitig finde ich es besser wenn sie nicht in unserem Leben ist.
Sie ist aber auch ein extrem Fall. Sehr narzisstisch unterwegs.
Ich würde aber meine eigenen Grenzen immer über die der Verwandtschaft stellen.
Es ist nixht meine Aufgabe ihre eigenen "wunden" zu heilen. Das müssen sie schon selber machen. Wenn sie nicht dazu bereit sind ist es nicht mein Problem, wenn sie die Grenzen anderer nixht akzeptieren können, nur weil sie sich gleich gekränkt fühlen.
In dem Moment wo man eine eigene Familie gründet, steht diese immer an erster Stelle.
Jeder Streit, jede überfüllte Erwartung, jedes Theater und jeder Kampf um Feiertage, Urlaube und Co. - immer kommen diese Menschen- mein Mann und meine Kinder zuerst.
Da fährt mittlerweile echt ein Laster drüber.
Bezüglich der Beziehung. Habe ich die Prämisse, dass alle Verwandten meiner Kinder für die Beziehung zu ihnen selbst verantwortlich sind.
Ich muss Ihnen weder hinterherlaufen, dass sie Zeit mit ihnen verbringen, noch wrrde ich terminlich meine Pläne ändern für sie. Klar ein entgegenkommen immer möglich- aber danach fragst du ja nicht.
Alle Großeltern und Co müssen selber von sich aus die Beziehung erfragen und gestalten. Ich unterstütze sie dabei, in dem ich das Sprachrohr meiner noch jungen Kinder bin. Wenn sie Freitag vormittags schwimmen gehen, haben sie keine Zeit- fakt.
Wenn wir erst um 3 eingeladen werden, dann bleiben wir nur 2 Stunden, weil sie nun mal ihre abendroutine brsuchen und schlafen gehen - fakt.
Ich habe tatsächlich auch mal einfach mitgemacht, und einen Tag meine Eltern planen lassen und es hat mir gezeigt, dass die Erziehung einfach völlig falsch läuft so.
Sie haben zwecks der "guten Planung des Tages" völlig auf die Bedürfnisse des Großen "gesch....". Als er dann nixht mehr kooperieren konnte wurden Drohungen ausgesprochen, mit dem Finger gedroht und mit ratlosem Blick die Mama gefragt, was denn mit dem Kind plötzlich los sei.
Das war mir ein Denkzettel.
Niemals würde ich das erneut zu lassen, von einer Generation, die "bedürfnisorientiert" noch nicht gehört hat 🤣
Denn was sie gelernt haben, dass Kinder sich für die Bedürfnisse der älteren zurück zu nehmen haben und das unterstütze ich halt nicht.
Und somit erfülle ich ja bereits bei der grundprämisse nixht ihre Erwartungen.
Für mich wäre es denk ich eher nichts. Ich bin doch eher der Monogame Typ, mein Mann auch 😅
Trotzdem finde ich es spannend. Und lese nun eine Weile mit.
Ich finde es faszinierend zu sehen, dass es "klappen kann". Die Frage ist nur: langfristig?
Da sind halt doch die Variablen echt groß- im Vergleich zu zwei leute, treu und zusammen.
Was ich mich frage ist, wo zieht man die Grenze bezüglich Offenheit, auch gegenüber dem Partner.
Erzählt ihr euren Partnern komplett was passiert, wann welche Person? würde euer Mann euch trösten, wenn ihr Liebeskummer wegen eines anderen habt?
Wie jemand von mir schon schrieb. Ich hätte halt die ganze Zeit Angst, dass sich die andere Person als die "Richtigere" heraus stellen würde. 🤣
Ist es da nicht auch ziemlich schwer Grenzen zu wahren? Nach dem motto: besser gar nicht erst ins flirten eintauchen, bevor man eine Grenze seines Ehepartners überschritten hat?
Und wie sehen solche Grenzen aus, wenn sogar eine zweite Beziehung kein Tabu ist?
Will dir nicht zu nahe treten @Klumpenstein aber für mich als Laie in dem Gebiet und Außenstehende... klingt es halt irgendwie befremdlich, wenn du sagst, der Ehemann darf andere Frauen haben, der Freund nicht.
Gar nicht per se wegen "fairness", sondern eher aus deren warte - als wäre dir das Teilen des Freundes schmerzhafter.
Sie wünscht sich "seelische und moralische Unterstützung" und was sie kriegt sind solche Kommentare.
Sorry, aber - reißt euch zusammen.
Wie @Klumpenstein sagte - man kann darüber denken was man will, aber man darf auch einfach mal folgendes walten lassen: WEnn du nichts nettest zu sagen hast, dann sag einfach gar nichts.
man muss ihr hier jetzt nicht den unerfüllten Kinderwunsch anderer vorschieben und ein extra schlehctes Gewissen einreden.
Natürlich muss ein Kind (genauso wie kein Kind) gut überlegt sein.
Sie sagt ja selbst, sie möchte nicht, dass ihr Mann nur ja sagt, weil er sie jetzt gerade leiden sieht.
Ich empfehle dir, eine Therapie zu machen. Ein Kind nicht zu gebären (Egal auf welche Art geschehen) ist ein Verlust. Und der muss verarbeitet und betrauert werden dürfen. In einem geschützten Raum.
CIh kann mir gut vorstellen, dass sich dann auch zeigen wird, ob du wirklich Sehnsucht nach einem weiteren Kind hast, oder es das Gefühl ist, dass da eine Leere wäre, die zu füllen wäre.
Erstmal... wow für deinen Mut.
Du stehst zu dem was bei dir passiert.
Du gehst damit in die "Öffentlichkeit"
Und möchtest eine Veränderung.
Das finde ich toll und damit hast du schon einen wichtigen Schritt gemacht.
Ein paar Impulse habe ich dir zu mitzugeben.
Auch wenn ich nicht gleiches erlebt habe, kenne ich Züge davon.
Meine Kindheit war emotional sehr belastend. In den Jugend Jahren dann großer Verrat von besten Freundin, Betrug von Jugendliebe etc. Auch ich war ein Wrack in den 20ern.
Keinen Kontakt zur Mutter seit meiner 1. Schwangerschaft, weil sie so ein Oma-Leben nicht will uvm.
Na klar äußern sich solche Verletzungen dann in Eifersucht beim Partner, Neid gegenüber anderen Frauen, schlechtes Gefühl in der eigenen Haut, Depressionen etc.
Die Frage ist, was machen wir damit?
Wollen wir aus dieser schleife raus? Wie kommen wir da raus?
Mir hat es geholfen mich auf mich zu konzentrieren und daran zu arbeiten, dass ich mit mir zufrieden bin.
Dass es anderen gut geht, heißt nicht, dass für mich nichts mehr vom "guten" übrig ist. Ich arbeite zielgerichtet auf meine Visionen hin.
Das war ein hartes Stück Arbeit mich dorthin zu bringen, aber es ist möglich.
Eine Therapie über kurz oder lang aber sicher sinnvoll. Wenn du noch nicht so weit bist, dann suche dir Mentoren. Menschen, die dich in verschiedenen Bereichen inspirieren und von denen du lernen kannst!
Soweit ich weiß (durch zufall) spricht man das heute anders aus.
Lehrer(pause) Innen
Also als wären es zwei Wörter.
Ich sag es aber tatsächlich nicht. Ich finde wir sind darüber hinaus und dass es gravierende Probleme gibt, als ob man sich jetzt mit gemeint fühlt.
Ich finde es halt schwierig, weil - wo hören wir auf?
Ist wie mit der Regenbogen Flagge... wie Viel sollen wir noch verändern damit sich ja keiner vernachlässigt oder benachteiligt fühlt.
Wenn es eine Frau ist, sage ich Ärztin.
Wenn ich es bei meinen Kindern mal betonen möchte,sage ich : da sitzt ein Pilot oder eine Pilotin drinnen.
Aber dieses ganze verdrängen der ursprünglichen Sprache ist eher nicht so mein Fall.
Die Tatsache, daß beide Geschlechter möglich sind, erleben wir ja bereits in den Kinderbüchern.
Trotzdem ist es okay zu sagen: lkw Fahrer sind oft Männer. Nur wenige Frauen machen diesen Beruf.
Ruf notfalls jemanden an. Für die akute Situation.
Ängste nach der Geburt sind völlig normal. Auch ich hatte totale Angst um gewisse Dinge.
Du hast eine eingebaute Uhr in dir. Du wirst das Baby immer hören.
Macht dir einen schönen Abend mit ihr auf dem Sofa. Schau einen Film wenn sie schläft, lass sie dabei mit dir kuscheln etc. Bestell dir was feines zu essen.
Telefonier mit jemandem bevor du schlafen gehst, Lenk dich ab und dann geh ins bett.
Für die Zukunft- sollte das öfter vorkommen, such dir ruhig Hilfe. In welcher Form auch immer. Du bist mit sowas auf jeden Fall nicht alleine.
Du bist die beste Mama für dein Kind (um hier mal eine youtuberin zu zitieren) und machst das großartig!