@Nicole14102022 es kommt immer darauf an…ich würde jetzt nicht sagen in einer Krippe ist es fix so und bei einer Tagesmutter fix so…
Du hast in Wien natürlich mehr Auswahl bei Krippen. Würde mir jene anschauen, die in Frage kommen und eruieren wie sie was handhaben…
Ich habe in Nö in meinem Wohnort eine Krippe und die hat meinen Sohn leider nicht gut betreut.
Es gab dort jedoch keinen extra Schlafraum und mein Sohn hat mit 1 Jahr in deren „Schlafkonzept“ noch nicht gepasst und man ließ ihn nicht schlafen, wenn er es gebraucht hätte… Im Endeffekt habe ich ihn raus genommen. War zum Glück wieder schwanger und somit zu Hause…
Wenn es in deiner Umgebung eine Krippe gibt, die für euch passt, dann würde ich dies an deiner Stelle bevorzugen - aber deshalb, weil - bessere Öffnungszeiten (Tagesmutter hast du max. 40-45 Stunden zu fixen Zeiten, die sich die Tagesmutter aussucht), weniger Schließtage, in der Regel kein Problem, wenn eine Pädagogin krank ist etc.
Die Tagesmutter kann natürlich krank werden, Termine haben und hat dementsprechend Anspruch auf ihre Urlaubstage und nutzt diese natürlich.
Jedoch sind die Guten auch bemüht nicht unvorhergesehen auszufallen etc….
Mein Sohn 2,5 war letzten Sommer bei 2 Wiener Tagesmüttern in Betreuung (je 1 Monat quasi Sommercamp) und seit September letztes Jahr bei seiner endgültigen Tagesmutter ebenfalls in Wien. Im September wechselt er in den Kindergarten. Ich hatte auch das große Glück, dass meine Tagesmutter seit Jänner auch meine Tochter betreut und sie wird noch bis nächsten August bei ihr bleiben.
Wie gesagt, für uns gab es leider keine geeignete Krippe als Alternative.
Zum Thema Tagesmutter:
1. lieber eine engagierte angelernte Kraft als eine demotivierte ausgebildete Pädagogin
2. Viele Tagesmütter haben jahrelange Erfahrung und viele waren auch einmal im Kindergarten tätig und haben eine entsprechende Ausbildung.
3. Sie haben max. bis zu 5 Kinder (weniger, wenn noch eigene Kinder als zu betreuungspflichtig gelten).
4. Auch Tagesmütter werden kontrolliert. Von ihrer Trägerorganisation und zusätzlich vom Jugendamt. Räumlichkeiten, wo Kinder betreut werden, unterliegen einer Genehmigungspflicht.
5. Du lernst die Tagesmutter, ihr Zuhause, ihre Familie, ihre Ansichten und Gewohnheiten kennen. Du holst die Kinder nicht vor der Haustür ab, sondern drinnen. Meine Tagesmutter hat mir ihr gesamtes Haus gezeigt.
6. Die Eingewöhnung erfolgt langsam und individuell. Sie hat dafür viel mehr Zeit & Möglichkeiten.
7. Eine gute Tagesmutter schaut, dass Kinder und Eltern auch zu ihr, der Gruppe „passen“.
8. Die Betreuung ist individueller und kann an die Bedürfnisse des schwächeren Kindes (je nach Tagesverfassung) angepasst werden.
9. Tagesmütter kochen teils im Voraus, manches frisch, bei „Fastfood“ wurde ich gefragt/informiert.
Unsere jetzige Tagesmutter passt perfekt und gewisse Dinge nehme ich gerne in Kauf, wenn ich mir dafür keine Sorgen machen muss, ob es meinen Kindern gut geht.
Ich glaube es ist wichtig, dass du einen Wunsch nach einem 2. Kind hast. Das dein 1. Kind ein Geschwisterchen bekommt sollte der Bonuspunkt sein, aber nicht der Hauptgrund.
Denn du wirst der zentrale Mittelpunkt deines Kindes sein - vor allem am Anfang. Du musst dich darum kümmern und an einem/nach einem anstrengenden Tag noch immer trotzdem einen Grund finden können, glücklich sein es bekommen zu haben. Ab und zu dann zu denken, es wäre vielleicht anders leichter ist aber trotzdem legitim & normal, wenn man es im Endeffekt aber eh nicht anders möchte 😉.
Was du schon bedenken solltest:
Eine Schwangerschaft mit bereits 1 Kind zum Betreuen ist anders. Es läuft mehr nebenbei und du bekommst nur Erholung, wenn Kind 1 es möglich macht. Es ist nicht mehr so gechillt…ich war zB dauernd verkühlt, weil mein Sohn es immer gleich an mich abgegeben hat und ich es kaum los wurde. Mit Schwangerschaftsschnupfen in Kombination nicht so lustig. Aber ich war trotzdem glücklich, meine Tochter zu erwarten.
Die Umstellung von 1 auf 2 ist auch heftig. Die Eltern können sich nicht mehr so einfach entlasten, nur wenn beide Kinder abgenommen werden. Meistens kümmert sich jeweils einer um eines. Alleine hat man ständig was zu tun und Zeit für sich ist wirklich Mangelware. Schlafen/Ausruhen geht nur noch wenn beide Kinder gerade nichts brauchen/schlafen, meistens ist aber gerade immer zumindest aber nur eines zufrieden. Es stellt auch die Beziehung viel mehr auf die Probe, da beide schon viel mehr belastet sind.
Meine Kinder sind nur 14 Monate auseinander - es hat meine Tochter entschieden quasi. Nach 3 erfolglosen Kiwu Klinik Versuchen, war mein Sohn als Versuch Nr. 4 schon die große Überraschung, somit hätte ich damit nicht mehr gerechnet einfach so nochmals schwanger zu werden. Kind 2 war aber noch wegen einem Eisbärchen als Thema noch nicht ganz abgeschlossen. Im Endeffekt wusste ich von Anfang an, es wird anstrengend, wir haben uns halt mit positivem Schwangerschaftstest aber auch bewusst für sie entschieden.
Ich komme oft an meine Grenzen, manchmal hofft man nur, dass bald alle am Abend schlafen. Man schafft es, weil man muss - im Endeffekt gibt es keinen Ausweg. Und genau dann braucht man es im extremsten Erschöpfungszustand, dass man sich für das Kind aus ganz eigenen egoistischen Gründen entschieden hat…
Bereut habe ich es am Ende des Tages noch nie, das ist mir einfach unmöglich und ich liebe sie beide.
Es wird besser und auch wieder schlechter…
Jeder Altersunterschied bringt Herausforderungen, egal ob kürzer oder länger…
@ricz es gibt für Varizellen auch eine 1fach Impfung. Die wäre bei einer NÖ Impfaktion gratis gewesen. Da wir aber sowieso eine private Versicherung haben, war es mir auch vom Kostenaspekt her egal..
Wir hatten auch den Kombi Impfstoff MMRV. Ist aber selbst zu zahlen, dafür erspare ich meinen Kindern einen zusätzlichen Pieks und eine Kinderkrankheit mehr…oder zumindest einen einfacheren Verlauf.
In meiner Jugend gab es auch noch keinen Impfstoff gegen Windpocken, hatte sie selbst nicht arg, aber angenehm war es auch nicht. Was sich vermeiden lässt, gerne…
@ricz & @almar - werde mir die mal mit meinem Sohn schauen. Er ist jetzt 21/2 und sehr aktiv. Letztes Jahr waren wir einfach viel weniger unterwegs/in der direkten Sonne wegen der kleinen Schwester und weil der Papa noch mit Studium beschäftigt war. Heuer wird das definitiv anders. Er versucht sich schon seit letztem Jahr immer wieder meine aufzusetzen und ich möchte es einmal probieren. Wird am Anfang sicher auch mal verloren gehen, daher will ich zuerst mit einem guten aber einfachen Produkt starten.
Also ich verdiene besser als mein Mann, war in Karenz, da er wegen Studium bei Kind 1 gar nicht konnte und bei Kind 2 nur kurz, da er davor noch Diplomarbeit geschrieben hat.
Individuell den Gender Pay Gap zu lösen, löst es ja nicht in Wahrheit, weil dann Mann ja auch weniger „verdient“, der sich ja schon über Jahre zuvor aufbaut. Löst es sich also nur über eine Beziehung???
Ich habe in meiner vorherigen Firma alle Gehälter gesehen (war Teil meines Jobs) und habe live erlebt, was bei Männern alles möglich war und was bei Frauen und mir alles argumentiert wurde, warum was wie NICHT möglich sei…. Auch bei mir im Vergleich zu männlichen Kollegen, wo ich sehr wohl Erfahrung etc. wusste und vergleichen konnte. Das ist das Grundproblem…
Gehaltserhöhung/Promotions bei Männern waren eindeutig besser..