Hallo,
ich hab das auch immer wieder. Kontrollverlust ist bei mir ein Trigger. Aber auch mit Spielsachen schmeißen, ignoriert werden...
Ich hab's noch nicht geschafft, meine Trigger aufzulösen. Das braucht noch Zeit und ich hab mich noch nicht durch alles durchgearbeitet (psychologisch). Aber was mir mittlerweile gut gelingt ist, meine eignen Trigger zu kennen (indem ich immer wieder die Situationen, in denen ich so ausraste hinterher reflektiere und bespreche) und meine Strategien habe wie ich ruhig(er) bleiben kann.
Da geht's viel um vorab Kommunikation z.B. den Kindern sagen, wenn mir was nicht passt und zwar klar und deutlich "ich fange an mich zu ärgern weil..." Oder "ich bin kurz davor richtig sauer zu werden. Ich möchte jetzt...".
Tatsächlich werden die Situationen in denen ich so austicke immer weniger.
Ich bin aber auch seit einer Weile in Betreuung bei einer Psychologin die auch Familienberatung macht und das hilft natürlich viel.
Hallo @anianom
Bei uns war das auch so bzw. teilweise auch noch heute. Lange Zeit hat meine Tochter innerhalb von 10min geschlafen, dann hat's 1,5 Stunden gedauert. Wobei wir da nicht davon reden, dass um 20 Uhr schon Feierabend ist sondern 21 Uhr oder 21:30 Uhr wo du dann echt nix mehr vom Abend hast.
Was ich dir definitiv sagen kann ist: wenn du daneben liegst und drauf wartest das er einschläft dauerts noch länger. Wirklich. Also wirklich irgendwas anhören (Podcasts haben sich da sehr bewährt bei uns) oder, wenn das möglich ist, am eBook reader was lesen oder (falls er das akzeptiert) vielleicht sogar das Zimmer verlassen und er soll dann rufen, wenn er wirklich schlafen will.
Du könntest auch nochmal schauen, ob ihr in der Tag- und Abendplanung was verändern könnt/wollt. Mittagsschlaf kürzen fiel eh schon öfter.
Eventuell vor dem Abendessen noch ordentlich toben oder sensorische Spiele machen (gibt's sicher genug Ideen im Internet. "Karotten ziehen" würd mir spontan einfallen), die Abendroutine ein wenig umgestalten,... Da werdet ihr euch ein bissl durchprobieren müssen. Dann geht's wieder eine Weile, bis dann halt die nächste Phase kommt 🤪
Gegen die Wut hilft nur das, was du eh schon machst nämlich mit dem Papa abwechseln. Aber vielleicht schaffst du es, das schon zu kommunizieren bevor dein Zeiger in den roten Bereich rutscht. Also wenn du merkst, jetzt beginnst du unruhig zu werden weil er immernoch quasselt, dann lieber früher was sagen und deinen Mann holen. Bei uns war es dann ganz häufig so, dass ich nach einer Stunde völlig genervt aus dem Zimmer bin, mein Mann dann übernommen hat und das Kind danach innerhalb von 10min eingeschlafen ist. 🤷
Hier Spanne ich jetzt den Bogen zu meinem zweiten Absatz: wenn du genervt oder unruhig bis können die Kinder sich auch nicht entspannen!
Es ist ok, wenn du genervt bist davon. Du bist ein Mensch! Du verbringst ohnehin (wahrscheinlich) einen großteil deiner Zeit mit deinem Kind (Kinder?) und willst irgendwann Feierabend haben. Das ist sehr nachvollziehbar. Das macht dich weder zu einer Egoistin noch zu einer schlechten Mutter. Das Kind hat ja zwei Elternteile also spann den Papa in solchen Situationen ruhig ein.
Was bei uns wirklich viel Druck raus genommen hat war auch, dass mein Mann und ich uns seit längerer Zeit schon tageweise abwechseln. Somit weiß ich, dass ich zumindest jeden zweiten Tag kein Kind niederlegen muss und ab 19:00 ihr verlässlich meine Ruhe hab und das hilft schon viel.
Kopf hoch. Wir sagen wieder das Mama-Mantra: *esistallssnureinePhase esistallesnureinePhase* ommmmmm 😉
@Farfalla06 dann bleibt euch eigentlich eh nur Italien bzw. die obere Adria über. Bibione, Lignano, Grado, Jesolo...
Müssts halt schauen, wo ihr jetzt noch was bekommt für August.
Das ist mit dem Auto von Wien aus das näheste. Triest ist wahrscheinlich noch näher aber ich glaub da hast keinen so schönen Strand.
@Butterfliege wenn du Zeit und Geduld hast würd ich es Mal wie folgt probieren: Kind aus der Situation nehmen (also wieder aus dem Auto holen) und auf Augenhöhe gehen. Mit ernsthaftem Interesse sagen "ich hör dich. Es ist nicht angenehm. Was genau ist nicht angenehm?" Je nachdem kann man versuchen das zu richten (manchmal drückt die Weste im Rücken oder es piekst was, dem kann man Abhilfe schaffen). Rein setzen, fragen ob es so oder so vielleicht besser ist. Zugewandt bleiben. Wenn's es zu fest ist oder sonst irgendwas, was du nicht ändern kannst "ich hör dich. Du magst den Gurt nicht und er ist wichtig. Es geht leider nicht ohne!" Erklären warum der Gurt wichtig ist (nicht in der Situation sondern spielerisch, außerhalb der Situation).
@Miriam0207 ja das hat gut geklappt. Wir haben aber danach keine wilden spiele mehr gemacht (eher Buch gelesen, was gesungen, nix was zu aufregend ist) und im Wohnzimmer das Licht gedimmt damit sie wissen, dass jetzt der Abend da ist. Das ganze haben wir nach dem Abendbrei begonnen. Also da wissen die Kinder dann schon auch, dass jetzt Abend ist.
@Katikat ich kann's dir nur von uns sagen: ich bin SO froh, dass wir Menschen in der Mähe haben die sich um die Kinder kümmern können. Wir wohnen so 45min von Wien entfernt und haben auch überlegt, ob wir in Wien bleiben. Letztendlich sind wir in den Heimatort meines Mannes gezogen. Es ist so viel einfacher. Ich hab einfach wen in der Nähe der die Kids Mal am vom KiGa abholen kann (letztens war ich krank und wollte/konnte nicht raus) oder Mal kurz auf die Kids schauen wenn sie krank sind und man was einkaufen muss. Ich weiß nicht, wie Leute das schaffen die wirklich nur zu zweit sind.
Ich muss aber dazu sagen, dass ich mich mit der Familie meines Mannes sehr gut verstehe und wir ein sehr gutes und enges Verhältnis haben. Wär die Schwiegermutter garstiger hätt ich wohl nicht in Erwägung gezogen in ihre Nähe zu ziehen 😬
@Farfalla06 meine Tochter hat auch nie ohne Körperkontakt geschlafen tagsüber. Sie hatte abends auch eine Zeit, in der sie länger geweint hat. Das hat sich mit der Zeit aber von selbst gegeben.
So wie ich das verstanden habe, seid ihr aktuell noch zu zweit (ist dein Mann im Papamonat?). Wenn ja, kann ich die nur den Tipp geben: gönnt euch gegenseitig Pausen. Ihr müsst nicht zu zweit 24/7 für das Kind da sein. Er kann es z.Bm in der Trage haben während du Mal ein paar Stunden schläfst und dann wechselt ihr. Auch beim begleiten am Abend, wenn sie so heftig weint, würd ich mich abwechseln. Einer gibt sich noise-cancelling Kopfhörer rein und wenn der andere nicht mehr kann wird abgewechselt. Sonst seit ihr nach kürzester Zeit komplett ausgebrannt (wie es jetzt eh schon anfängt). Schaut, wie ihr euch gegenseit entlasten könnt ohne das ihr beide ununterbrochen 100% für das Baby gebt.
Ich hab z.B. meinen Mann anfangs in der Nacht zum wickeln geweckt, ihn aber sonst schlafen lassen weil ich eh im liegen gestillt hab. Er war dafür tagsüber dann fitter als ich (und ich ja noch im Wochenbett) und hat mit Baby in der Trage den Haushalt gemacht während ich geschlafen hab. Dann hat er sie mir zum stillen gebracht und wir haben zu dritt eine Runde geschlafen oder so.