@juille Noch eine Stimme für die Mepal-Bentoboxen, ich liebe die. Hatte auch schon zwei oder drei andere und nehme nur noch die von Mepal. Sie halten dicht, die Kinder können sie selbst öffnen und schließen (keine Selbstverständlichkeit!), ich habe sie echt schon oft gewaschen und sie sehen noch immer super aus. Die Unterteilungen verwende ich aber selten, da nehme ich immer solche kleineren Boxen von Tschibo, da kommt dann das Obst/Gemüse rein.
Ich hab mir beim Lesen deines Textes gedacht, deine Tochter wäre älter, weil du von ihr erwartest, dass sie sich diese Dinge merkt. Mein Jüngerer ist 3,5 und wenn er so gefährlich unterwegs ist - was selbst beim Großen mit 5 noch passiert -, lasse ich ihn nicht allein. Als er ca. eins war und der Große 3, hab ich den Großen auch ständig bei mir gehabt. Also ich wundere mich eher, dass du überhaupt daneben zu irgendwas in einem anderen Zimmer kommst. Mein Großer wär zum Teil mit dem Bobbycar über den Kleinen gefahren, wenn ich nicht aufgepasst hätte.
Ich will noch sagen, dass wir solche wilden Phasen immer wieder haben, und sie gehen bei uns immer vorbei. (Und rauben uns die Nerven, eh klar.)
In ruhigen Momenten die Themen noch mal ansprechen, wär sicher gut. (Und sagen, dass du dich sorgst und dass "Stopp" wirklich stopp heißt).
Aber für mich klingt es, als wär's einfach gerade sehr viel, das bei ihr los ist. Lauter neue Situationen, und ein so kleines Geschwisterchen daneben ist ja auch nicht so easy, da muss deine Tochter sich bestimmt oft anpassen, ohne dass es großartig auffällt. Sie wird es schon lernen, aber ich glaube, mit Geduld kommst du hier weiter als mit Erziehung. Heißt nicht, dass du ihr nicht klare Grenzen setzen solltest - vor allem, wenn es gefährlich wird - aber zuguterletzt bist ja du für die Aufsicht und die Sicherheit beider Kinder zuständig und nicht sie. Im Zweifel würd ich die Küche Küche sein lassen oder sie bei mir haben. (Weil Zeiten kommen werden, wo sie in Ruhe was tun wird und du leichter Haushalt machen wirst können) Kann auch sein, dass sie sich von dir mehr Aufmerksamkeit wünscht und deshalb so rumturnt.
Ich wünsche dir und glaube aber auch, dass es bald wieder besser werden wird.
Zur Bewegung kann ich sagen: Wir haben seit Kurzem Hüpfpölster zum Austoben und sie sind GENIAL. Aber ich würd sie nie ohne Aufsicht hüpfen lassen, meine Kids sind sehr wild. Wir räumen die Hüpfpölster immer extra her und auch zusammen wieder weg. Aber zum Auspowern sind sie, vor allem in Kombi mit unseren Matratzen vom Spielsofa, echt super.
Alles Gute euch!
In der Früh war ich gerade am Hyper-Multitasken: gleichzeitig Frühstück und Jausenboxen herrichten. Gleichzeitig zwei dauerplappernde Kinder, die mir zeigen wollten, welches Playmobil GENAU in welcher Playmobil-Truhe GENAU drinnen ist. Ich hab recht einsilbig geantwortet und war am Hin- und herrennen in der Küche. Der Jüngere (3,5) fängt wieder an zu reden: "Mama, schau, da in dieser ist DAS da drin und ..." plapper, plapper.
Da hör ich, wie der 5-Jährige zu ihm sagt: "Warte, sei mal leise. Man muss das LANGSAMER sagen."
Und dann in meine Richtung in einem gaaaaanz langsamen Ton, als wär ich bescheuert: "Mama, SCHAAAUU. In DIIIEESER Truhe ist das GOOOLD und in dieser da ist das SIIILBEEER."
War nicht gestellt. Er hat mich offenbar wirklich für zu blöd gehalten, ihren Erklärungen zu folgen.
Heute haben wir 2h lang ein Quadro-Klettergerüst aufgebaut - also eher eine Mauer, Verzeihung, ein "Gefängnis", weil "sie sind jetzt wie der Krampus" und fangen die "bösen Kinder", um damit zu üben, wie man Diebe fängt. (???!!!! Habe mich bemüßigt gefühlt, meinen Erziehungsstil zu erläutern und dass man mit Liebe und Verständnis weiter kommt als mit Strafe ) Jedenfalls habe ich die Anleitung beiseite gelegt und einfach mitgebaut, was sie eben bauen wollten. Beide haben begeistert geschraubt und gesteckt und ich habe die richtigen Teile geliefert. Zwei Stunden lang. Am Ende ist dank unserer Bemühungen dann ein stabiles Ding gestanden.
Abends im Bett redet mein Großer mit mir über den Tag und was ihm gut gefallen hat.
Ich: "Und das Bauen heute war auch schön, das hat Spaß gemacht."
Er: "Dir??"
Ich: "Ja!"
Er: "Obwohl du gar nicht mitgebaut hast??"
Äh. Ja, doch, ich war durchaus dabei und habe gebaut, danke für die Blumen.
@rblume Kennst du den Grolltroll? Da wird viel getobt und gewütet. ;-) Allerdings bemüht sich der Grolltroll immer, nicht auszuflippen (gelingt ihm nur nicht immer) und witzig gezeichnet ist es auch. Die Freunde stehen dennoch an seiner Seite und es geht immer gut aus. Mein Sohn will auch lieber harmonische Geschichten hören, ich kenn das. Vielleicht fällt mir noch was ein, ich werde nachdenken.
Dr. Brumm, falls du den meinst, finde ich auch eher bescheuert. Meine Söhne haben das eine Buch, das wir mal ausgeborgt hatten, recht witzig gefunden. Aber wertvoll ist was anderes. Es ist halt eher, wie du sagst, wie ein Slapstick-Film.
Mein Großer (5) baut Kunstwerke aus Schachfiguren, die er aufeinander stapelt. Der Jüngere, 3, baut etwas entfernt mit Bausteinen.
5: "Mama, schau. Ich mach eine Ausstellung! Ich bin fast fertig und dann dürft ihr kommen. Aber da darf man NUR ANSCHAUEN und NICHTS ANGREIFEN." Und mit einem Blick zu seinem Bruder sagt er noch zu mir: "Sag das deinem Sohn!"
Hallo,
mein jüngerer Sohn war bzw. ist so, ein bisschen was ist noch übrig geblieben (jetzt ist er 3 und 4 Monate). Den Kopf knallt er nirgends mehr dagegen - also nicht gegen etwas Hartes - , aber die starken Reize sucht er noch ganz oft. Wir sind mal auf einer Warteliste für Ergotherapie, das wird hoffentlich im Herbst was. Hilfreich war eine einmalige Beratung für Sensorische Integration, da war ganz viel für ihn dabei. Ich finde, er hat schon tolle Fortschritte gemacht, z.B. ist er schon ein paar Mal mit einem "Ich bin BÖSE!" zum Sofa gerannt und hat den Kopf dort in den Polster gerammt, statt jemand anderem oder sich selbst weh zu tun. Fand ich super! Ein Zornbinkerl ist er trotzdem.
Es hat übrigens ca. mit 14 Monaten begonnen, also wie bei euch. Ich war dann 2-3x bei einer Familienpsychiaterin, die mir empfohlen worden war (auf Kasse), bei Kindern sind sie echt superfit, da kriegt man in wenigen Wochen einen Termin, jedenfalls war es bei uns so. Das selbstverletzende Verhalten wurde dort total ernst genommen und ich darin bestärkt, dass die Begleitung wahnsinnig anstrengend ist, aber auch wahnsinnig wichtig, und dass ich aufpassen muss, dass er sich nicht ernsthaft verletzt. Auch diese Beratung hat geholfen. Ich kann, wenn diese "Phase" länger andauert, echt empfehlen, euch um Beratung umzuschauen, manchmal sind wirklich gute Tipps dabei oder man fühlt sich zumindest gesehen.
@sulmtaler Ja, da hast du recht. Ich glaube, ich bin so sensibel, weil die Mutter neben mir gestanden ist, als ihr Sohn sie angerufen hat, und sie ihn nur angepflaumt hat, wieso er sie deswegen anruft (er hat offenbar etwas nicht gefunden). Das ist auch nicht die erste Geschichte mit dem Kind/der Mutter. Aber ich bin eh froh, wenn ich mich nicht einmischen muss.
Danke!
N., gerade 3 geworden, ärgert sich beim Spielen mit seinem Bruder (4,5) über irgendwas, das nicht gleich klappt.
N.: "Kaka Popo Seiß! ................ Dat darf man nit sagen: Seiß!"
Sein Bruder: "Aber N., das hast doch DU gesagt."
N. darauf völlig einsichtig: "Aguligung, dat wollt ich nit."
Ich liebe seine Aussprache. Und zumindest rügt er sich selbst.
@Fefi Mein Sohn hat ein kubike, 18 Zoll, aber die gibt's in mehreren Größen. Er hat es seit bald einem Jahr, wir sind sehr zufrieden. Haben es bei einem örtlichen Radhändler bestellt und dort lassen wir es auch richten, wenn was ist (z.B. mal die Kette rausspringt und wir können es nicht selber richten). Das von meinem Sohn hat 8 Gänge.
Mein Sohn, noch 4, vor zwei Tagen völlig unvermittelt, aber sehr überzeugt:
"Ich werd mal Vermieter. Weil, da kriegt man jeden Monat ur viel Geld. Das ist ein guter Job. Das ist eine gute Arbeit!"