@quadrifoglio Das kommt drauf an, wie groß die Baustellen sind. Wenn jemand pro Satz drei Adverbien verwendet, die unnötig sind, fällt das schon bei Satz Nummer zwei auf. Wenn jemand Figuren einführt, ohne ihnen eine wirkliche Rolle zu geben, dann fällt das erst später auf, weil man ja nicht weiß, was noch kommt. Der Kontext ist für größere Projekte natürlich wichtig, aber in meiner Schreibwerkstatt geht es zu einem großen Teil um das Schreibhandwerk und die Texttechnik. Dafür reicht auch ein kleiner Ausschnitt. Man kann auch zu 1-2 Seiten Text wirklich viel sagen (sofern man dem Inhalt folgen kann).
Die Erzählstimme, der Satzrhythmus, Stil und die Satzstruktur - das sind Themen, die sich sehr schnell zeigen.
Der rote Faden ist etwas schwieriger, weil er sich ja durch die ganze Geschichte ziehen sollte, aber auch da kann man an einer Szene oft gut ablesen, wenn Handlung fehlt, die Figuren zu passiv sind etc.
Persönlich hat es mich immer weitergebracht, wenn ich mir Feedback von anderen Schreibenden geholt habe. Manchmal auch, wenn es "nur" Lesende waren. Nicht immer hat mir das Feedback im ersten Moment gefallen und ich habe es auch nicht immer umgesetzt, aber allein für die genauere Auseinandersetzung mit dem Text war es wertvoll.
Hast du denn schon mal jemandem etwas von dir zu lesen gegeben?
@Callaise Kann man natürlich machen. Die Frage ist, wie viel man auf das Feedback geben kann, wenn der Verlag sein Geld damit verdient, dass Autor*innen für die Veröffentlichung ihres Textes selbst bezahlen. Würde ich damit mein Geld verdienen, würde ich wohl meistens sagen, der Text passt.
@quadrifoglio Am 16.4. haben wir abends wieder das online-Schreibtreffen, das ich leite. Da liest jede:r einen Text vor und die anderen geben Feedback. Falls du Interesse hast, schreib mir einfach eine PN. Ein Rundumschlag ist sowieso selten die beste Idee, meist geht es Schritt für Schritt besser - so ist jedenfalls meine Erfahrung.
Und ich glaube, jeder, der schreibt, kennt es, wenn der Text im Kopf funktioniert und dann am Papier/am Bildschirm nicht mehr wil. Damit bist du nicht allein. Mit Übung wird es besser, eh klar, aber (gut) Schreiben ist halt auch einfach Arbeit. In erster Linie Kopfarbeit.
@orangebutterfly
Wir haben, weil sie geschenkt wurden, mehrere Sets Magnetbausteine von verschiedenen Marken. Am beliebtesten sind die von Connetix und Desire Deluxe. Zu beiden haben wir auch das Kugelbahn-Set. (Da haben sich die Schenkenden bezüglich Marken nicht abgesprochen. ;-) ) Es war auch ein Teil mit vier Rädern dabei, das wird sehr viel bespielt und bebaut. Wir haben quadratische und drei verschiedene Dreiecke, die dabei waren. Von den Dreiecken könnten wir mehr haben, die sind sehr beliebt.
Die von Connetix waren deutlich teurer, ich könnt aber nicht sagen, dass sie um so vieles besser wären als die von Desire Deluxe. Die Qualität ist vielleicht anders, aber dem Spieltrieb tut das nichts ab.
Die Kugelbahnen sind grandios ab ca. 4 Jahren, die kann ich echt empfehlen! Da haben wir schon richtig cool gebaut. Anfangs muss man beim Zusammenstecken immer helfen, aber sie lernen es dann schon selbst. Mein Jüngerer konnte es mit ca. 3 Jahren, wobei die von Connetix schwerer zusammenzustecken sind als die von Desire Deluxe.
Bei Desire Deluxe sind Plastikkugeln dabei, die beim Rollen leuchten - sehr cool. Die von Connetix sind bunte Holzkugeln. Die Mischung macht's bei uns eigentlich aus, aber die zwei Marken sind ja auch kompatibel miteinander.
Ich würde da vor allem drauf schauen, dass ihr bei einer Marke bleibt. Wir haben nämlich auch noch ein Set wie von Magformers mit Riesenrad, da weiß ich die Marke leider nicht mehr. Und mit diesem Set spielen meine Kinder ab und zu, aber wirklich interessant ist es nicht, weil es zu wenige Teile sind und null kompatibel mit den anderen.
Hoffe, das war jetzt nicht zu verwirrend mit den vielen Marken. Anfangs dachte ich, die Magnetbausteine sind sündteuer und können so cool ja nicht sein. Mittlerweile weiß ich, dass der Spielspaß stundenlang dauern kann und man auch als Erwachsene Spaß beim Mitbauen hat. Der Aufforderungscharakter bei den Magnetbausteinen ist einfach riesig.
@zilly Noch zum Schultaschenthema: Die Arbeiterkammer hat letztes Jahr 14 Schultaschen getestet, die Ergebnisse kann man sich online ansehen: "Schultaschen im AK-Check: Hilfreiche Tipps für Eltern" - da gibt's ein PDF mit den genauen Ergebnissen in einer Tabelle. Die habe ich mir genau angeschaut, sodass ich zumindest einiges ausschließen konnte.
Besonders interessant fand ich, dass sie nachgewogen haben und echt einige Marken-Schultaschen deutlich schwerer waren als in der Werbung angegeben. Finde ich sehr unverschämt, immerhin trägt das Kind die Schultasche nicht nur im leeren Zustand. Da sollte echt alles wahrheitsgemäß angegeben sein.
Es ging aber auch um verstellbare Gurte, mitwachsende Schultaschen etc.
Bei uns steht heuer auch der Schultaschenkauf an und ich denke, wir werden um ein Anprobieren nicht herumkommen.
@juille Noch eine Stimme für die Mepal-Bentoboxen, ich liebe die. Hatte auch schon zwei oder drei andere und nehme nur noch die von Mepal. Sie halten dicht, die Kinder können sie selbst öffnen und schließen (keine Selbstverständlichkeit!), ich habe sie echt schon oft gewaschen und sie sehen noch immer super aus. Die Unterteilungen verwende ich aber selten, da nehme ich immer solche kleineren Boxen von Tschibo, da kommt dann das Obst/Gemüse rein.
Ich hab mir beim Lesen deines Textes gedacht, deine Tochter wäre älter, weil du von ihr erwartest, dass sie sich diese Dinge merkt. Mein Jüngerer ist 3,5 und wenn er so gefährlich unterwegs ist - was selbst beim Großen mit 5 noch passiert -, lasse ich ihn nicht allein. Als er ca. eins war und der Große 3, hab ich den Großen auch ständig bei mir gehabt. Also ich wundere mich eher, dass du überhaupt daneben zu irgendwas in einem anderen Zimmer kommst. Mein Großer wär zum Teil mit dem Bobbycar über den Kleinen gefahren, wenn ich nicht aufgepasst hätte.
Ich will noch sagen, dass wir solche wilden Phasen immer wieder haben, und sie gehen bei uns immer vorbei. (Und rauben uns die Nerven, eh klar.)
In ruhigen Momenten die Themen noch mal ansprechen, wär sicher gut. (Und sagen, dass du dich sorgst und dass "Stopp" wirklich stopp heißt).
Aber für mich klingt es, als wär's einfach gerade sehr viel, das bei ihr los ist. Lauter neue Situationen, und ein so kleines Geschwisterchen daneben ist ja auch nicht so easy, da muss deine Tochter sich bestimmt oft anpassen, ohne dass es großartig auffällt. Sie wird es schon lernen, aber ich glaube, mit Geduld kommst du hier weiter als mit Erziehung. Heißt nicht, dass du ihr nicht klare Grenzen setzen solltest - vor allem, wenn es gefährlich wird - aber zuguterletzt bist ja du für die Aufsicht und die Sicherheit beider Kinder zuständig und nicht sie. Im Zweifel würd ich die Küche Küche sein lassen oder sie bei mir haben. (Weil Zeiten kommen werden, wo sie in Ruhe was tun wird und du leichter Haushalt machen wirst können) Kann auch sein, dass sie sich von dir mehr Aufmerksamkeit wünscht und deshalb so rumturnt.
Ich wünsche dir und glaube aber auch, dass es bald wieder besser werden wird.
Zur Bewegung kann ich sagen: Wir haben seit Kurzem Hüpfpölster zum Austoben und sie sind GENIAL. Aber ich würd sie nie ohne Aufsicht hüpfen lassen, meine Kids sind sehr wild. Wir räumen die Hüpfpölster immer extra her und auch zusammen wieder weg. Aber zum Auspowern sind sie, vor allem in Kombi mit unseren Matratzen vom Spielsofa, echt super.
Alles Gute euch!
@rblume Kennst du den Grolltroll? Da wird viel getobt und gewütet. ;-) Allerdings bemüht sich der Grolltroll immer, nicht auszuflippen (gelingt ihm nur nicht immer) und witzig gezeichnet ist es auch. Die Freunde stehen dennoch an seiner Seite und es geht immer gut aus. Mein Sohn will auch lieber harmonische Geschichten hören, ich kenn das. Vielleicht fällt mir noch was ein, ich werde nachdenken.
Dr. Brumm, falls du den meinst, finde ich auch eher bescheuert. Meine Söhne haben das eine Buch, das wir mal ausgeborgt hatten, recht witzig gefunden. Aber wertvoll ist was anderes. Es ist halt eher, wie du sagst, wie ein Slapstick-Film.
Mein Großer (5) baut Kunstwerke aus Schachfiguren, die er aufeinander stapelt. Der Jüngere, 3, baut etwas entfernt mit Bausteinen.
5: "Mama, schau. Ich mach eine Ausstellung! Ich bin fast fertig und dann dürft ihr kommen. Aber da darf man NUR ANSCHAUEN und NICHTS ANGREIFEN." Und mit einem Blick zu seinem Bruder sagt er noch zu mir: "Sag das deinem Sohn!"