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  • Autonomiephase - Rette sich wer kann!

    @Fuchsili bei dem Beispiel von dir mit dem Essen und der Semmel - da hat sich sicher einiges aufgestaut. Du hast deine freie Zeit geopfert, das ist doppeltes Opfer (nicht nur nichts für dich getan, sondern zusätzlich was für die anderen u damit steigt das Bedürfnis nach Freizeit nochmal an). Dann folgt fehlende Wertschätzung und dann erst kommt der Teller. Wer weiß was noch war - hattest du ausreichend getrunken, gegessen, geschlafen, Klo besucht?
    Ich raste da auch schon mal aus und finde das nicht schlimm. Hinterher sag ich meistens, dass die Art wie ich es gesagt/geschrien hab nicht ok war und ich aus Gründen ausgezuckt bin, der Inhalt jedoch so stimmt. Wir sind alle nur Menschen und es kann nunmal sein, dass sich da was aufstaut und man keine Gelegenheit hat, eine Pause einzufordern. Das geht ohne Kinder viel leichter.



    Ich erinnere mich grad wieder an die Autonomiephase meiner Tochter 🫣 bin gespannt wie die nächste wird 😅
    Ich finde, es gibt wechselnde Phasen, wo man sich bisschen anpassen kann, um Eskalation zu vermeiden.

    ZB Treffen ausmachen: es gab Phasen, da brauchte sie die Info am Vortag wie der nächste Tag ausschaut und wenn sich was geändert hat, dann war das ok. Dann gabs Zeiten, da war eine Änderung sofort ein Wutanfall und so hab ich Treffen mit anderen Kindern erst kurz vorher mitgeteilt, wenn es fix war.

    Entscheidungen: ein Kind strebt mMn ab Beginn der Autonomiephase immer nach Autonomie. Auch wir Erwachsene. Wir wollen auch nicht, dass über unseren Kopf hinweg entschieden wird. Das Kind muss also manchmal das Gefühl haben, selbst entschieden zu haben.
    ZB Händewaschen - da hab ich angefangen zu sagen „So, haben wir alles erledigt, was wir vorm Essen machen?“ Dann konnte sie selber drauf kommen.
    Mein LG sagt automatisch „So, Händewaschen!“ - auch zu mir! Und sogar mein inneres trotziges Kind springt an mit „Sicher nicht! Du sagst mir gar nix!“


    Bzgl. Aushalten: kennt jemand die Herrenstraße in Linz? Fußgängerzone. Ich und ein wütiges 3jähriges Kind mit Rad unterwegs. Niemand hat was gesagt, aber ich hab mich ziemlich geschämt. Nach 30 Minuten wars vorbei. Zuhause erzählt sie dem Papa wie schön der Ausflug war und ich denk mir nur „WTF, das war der Horror!!“
    Habs meiner Therapeutin erzählt und sie sagte „Das Kind hat 30 Minuten ihren Ärger kund getan und war danach wieder ruhig und zufrieden? Das ist doch eine solide Leistung für eine 3jährige. Überlegen Sie mal wie lang Sie schon Ihren Ärger herum schleppen - Tage, Monate, teilweise Jahre!“
    Diese Erkenntnis war so wichtig und ab diesem Tag konnte ich ihre Wut verstehen und aushalten (natürlich im passenden Umfeld, nicht in der Kirche oder so 😂). Ich hab mir das so vorgestellt, dass sie wie von einer Seifenblase umgeben ist und da drin alles stattfindet. Es hat nichts mit mir zu tun.

    Leni91Fuchsili
  • Autonomiephase - Rette sich wer kann!

    Meine Therapeutin kostete mich auch ein halbes Vermögen 🫣😂
    Ich hab 2015 damit gestartet, Gründe waren aber andere, ich sag mal sie waren triftig. Nach 5 Jahren war ich geheilt. Danach wurde ich schwanger und hab sie für einzelne Fragen zum Muttersein immer wieder mal kontaktiert. Das ist natürlich sehr praktisch - sie kennt meine Geschichte, sie kennt meine Themen, es brauchte oft nur 1 Satz von ihr und wir waren schon mittendrin.
    Finds direkt ein bissl schade, dass ich schon länger nicht mehr bei ihr war. Hab mal überlegt ihr mitzuteilen, dass wir noch ein Baby bekommen haben - etwas, dass dank ihr möglich wurde.
    Fuchsili
  • Autonomiephase - Rette sich wer kann!

    @Fuchsili Bin aus OÖ.
    Und ich erinnere mich auch nicht. Aus 18 Jahre Kindheit weiß ich vielleicht 10 Ereignisse. Gruselig ist das. Da sieht man mal, was verdrängt wurde.
    Mir fällt es alleine gar nicht so leicht dahinter zu kommen, was die Ursachen für mein aktuelles Verhalten ist. Aber meine Therapeutin stellt so gezielt Fragen, dass ich mir dann denk, da hätt ich selber auch drauf kommen können 😅


    Beispiel: Als meine Tochter 4 war, war ich morgens immer sehr ungeduldig und hatte ihre Trödelei so satt. Ewiges Anziehen, Wettlauf wer schneller ist, Zeit lassen beim Frühstück usw. Trotz Frühaufsteherin waren wir oft erst gegen 8:15 im Kiga. Ich war so genervt, hab morgens schon mit ihr geschrien. Hab mit Freundinnen drüber gesprochen und hab immer versucht beim Ablauf was zu verändern.
    Dann sitz ich einmal bei der Therapeutin und sie sagt „Was ich da raushöre, ist, dass zwei 4jährige um ihre Zeit kämpfen.“ …. „Was hätten Sie mit 4 gebraucht?“
    Ich wusste natürlich keine Antwort so ad hoc. Aber ich ließ mich auf eine Reise in mein Innerstes ein und da überkamen mich Tränen…da sagte ich „So gern hätt ich jemanden gehabt, der mich an die Hand nimmt und sagt -komm, gehen wir in den Garten und schauen was da alles wächst-.“
    Ich habe geweint, geweint, geweint und bin in Gedanken immer wieder mit mir als Kind an der Hand in den Garten gegangen, haben Karotten raus gezogen, Schnittlauch abgeschnitten, Erdbeeren gegessen.
    Das war alles. Danach war ich so erfüllt von Liebe, dass mich mein Kind nicht mehr aus der Ruhe bringen konnte. Kein Kampf mehr um Zeit.

    Man muss natürlich nicht wegen jedem Problem so einen Eiertanz aufführen. Ich hab nur gemerkt, dass meine defizitäre Kindheit mich so nachhaltig negativ geprägt hat, dass ich aktiv werden musste. Sonst hätt ich meinem Kind iwann eine Watsche gegeben, das hab ich schon gemerkt.
    yasrieFuchsiliBirteFLeni91Lynni87oliandrea_86MarleTinaXyxVivi_09
  • Autonomiephase - Rette sich wer kann!

    Fuchsili schrieb: »
    Mohnblume88 schrieb: »
    Was war denn bei dir als du 3 wurdest? Hat sich da etwas in deinem Leben verändert?

    Keine Ahnung. Hab an diese Altersphase so gut wie keine Erinnerung...

    Ich frag deshalb, weil ich als meine erste Tochter ca. 2 Jahren war, komplett am Ende war mit meiner Geduld und meinen Nerven. Hab es drauf geschoben, dass wir am Hausbauen waren, Corona sowieso (2021), Arbeit startete wieder usw.

    Aber in einem Therapiegespräch fand ich raus, dass als ich selber 2 Jahre war, meine Schwester zur Welt kam und ich schlagartig abgemeldet war. Da baute sich ein großes Defizit auf, das bis zu dem Zeitpunkt nachwirkte.
    Das gleiche hatten wir nochmal mit 4 Jahren. Ich war so entkräftet und wusste nicht mehr weiter.
    Wieder eine Therapiesitzung ausgemacht und schon in den ersten Minuten wurde mir klar, wo in mir eine Leere herrschte und weshalb ich meiner Tochter da nicht mit Verständnis und Geduld begegnen konnte.
    Ich hab wirklich eine tolle Therapeutin, sie half mir innerhalb einer Stunde mein Defizit von damals aufzufüllen. Mein LG war jedes Mal überrascht, dass das wirklich nachhaltig funktionierte.

    Inneres Kind Arbeit nennt sich das🙏 ich weiß, das klingt ein bissl schräg, aber mir hat das tatsächlich geholfen.
    Marle
  • Kurze Frage? Schnelle Antwort! #46 🧐

    Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, dass die Blutgruppe bestimmt werden muss, jedoch wird es von der Leitlinie der ÖGBT (Österreichische Gesellschaft für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin) empfohlen und wird meines Wissens nach in jedem KH gemacht, wo es eine Geburtenstation gibt.
    Die Blutgruppe aus dem Nabelschnurblut ist nur vorerst gültig, weil die korrekte Vorgehensweise für eine vollständige Blutgruppenbestimmung mit Nabelschnurblut nicht funktioniert. Davon abgesehen gibt es vereinzelt Patienten, bei denen die Blutgruppe noch nicht eindeutig ausgebildet ist. Blutgruppenserologie ist Teil meiner Arbeit im KH-Labor und mir ist in 15 Jahren noch kein Ergebnis unter gekommen, wo die Blutgruppe bei einem Baby nicht bestimmbar gewesen wäre. Kann aber durchaus mal gewesen sein, wenn ich nicht im Dienst war 😅

    Man braucht sie aber später nicht unbedingt bestimmen lassen, weil es bei Bedarf sowieso gemacht wird. Wenn man neugierig ist, ok, aber weiß nicht, ob der Kinderarzt aus diesem Grund eine Blutabnahme machen würde. Man braucht schon relativ viel Blut dafür.

    Und der Vollständigkeit halber: die Blutgruppe ist nicht nur von Mama oder Papa oder gemischt. Die ist immer gemischt. Manchmal ergibt sie zufällig eine Mischung, die wie Mama oder Papa aussieht.
    krümel05wölfinannam
  • Kurze Frage? Schnelle Antwort! #46 🧐

    annam schrieb: »
    Wisst ihr die Blutgruppe von eurem Kind?
    Mein Mann und ich haben gestern so gesprochen was der Kleine wohl hat, hab dann im MKP nachgeschaut und da wurde das nicht ausgefüllt
    Habt ihr das ausgefüllt bekommen?
    Glaube das war auf der Seite von der Geburt bzw Hörtest nach Geburt

    Nach der Geburt wird aus dem Nabelschnurblut die (voraussichtliche) Blutgruppe bestimmt. Wenn sie nicht eingetragen wurde, wurde das wohl vergessen, aber bestimmt wurde die Blutgruppe ziemlich sicher. Du kannst den Befund der Blutgruppenserologie anfordern!
    annam
  • Meine Geschichte: Vom Kinderwunsch zum Verlust – Missed Abortion

    Liebe @AmyTom

    Erstmal tuts mir sehr leid für euch, dass ihr diese Erfahrungen machen musstet.
    Ich selber bin nicht Betroffene und ehrlich gesagt, ich hab lange nicht gewusst, wie wichtig es jemanden sein kann, darüber zu sprechen. Aus meiner Sicht ist es oft immer noch schwer, was ich dazu sagen oder fragen soll. Oder ob ich mir den Tag merken sollte, wo jemand ET gehabt hätte oder der Tag wo es zu den Sternen reiste. Will man drauf angesprochen werden an diesem Tag?
    Für mich ist es ein medizinisches/biologisches Thema und daher tuts mir immer sehr leid, wenn Frauen das Gefühl haben, sie hätten versagt oder Schuld an dem Verlauf. Das schwingt wohl unbewusst immer noch mit, auch in unserer aufgeklärten Generation.

    Ich weiß aber mittlerweile, dass das nicht-vergessen-werden Bedürfnis groß sein kann. Sogar meine Schwiegermutter zählt ihre zwei Sternenkinder auf, wenn sie von den vier lebenden Kindern erzählt und das ist mind. 45 Jahre her.
    Sie war eine der Ersten in ihrem Umfeld, die aufgestanden ist und nicht still schweigend die Schuld auf sich geladen hat. Sie hat am Friedhof eine Gedenkstätte errichtet, die sie nach wie vor pflegt, hier kann jede Familie ihre Sterne verewigen lassen.


    Marleandrea_86AmyTomMinervaP
  • Thermenurlaub mit 6 Wochen altem Baby

    Mit 6 Wochen kann das eine gute Idee sein, du kennst dein Baby eh am besten. Manche weinen viel, aber so eins wirst du nicht haben, wenn du den Aufenthalt eh schon planst.
    Ich hätts auch gemacht, wenn mir thermen Spaß machen würd :)

    Viel Spaß und eigentlich brauchst nicht viel. Genug Wechselgewand und das Ok von der Gyn 👍🏻
    ka17O02
  • Zweite Geburt schneller ?

    @wassernixe beim Geburtsvorbereitungskurs haben sie noch gesagt, beim ersten Kind so lang wie möglich daheim aushalten, ab dem zweiten nicht mehr zu lang warten. Kanns bei mir genau so bestätigen 😬

    1. Kind: ET+10 und 24 Std. Geburtsdauer
    2. Kind: ET+8 und 5 Std. Geburtsdauer

    Beide Geburten mit Eipollösung bzw. Muttermundmassage angeregt.

    Beim 2. hab ich am Nm schon gedacht, ahh der Schleimpfropf - ich hol lieber mal die Oma für die Nacht, falls es da los geht.
    Um 19 Uhr waren dann Wehen spürbar, um 21 Uhr schon mehr als eindeutig, da bin ich ins KH. Geburt war um halb 1. Wenn mir daheim die Blase geplatzt wär, dann wär das direkt eine Hausgeburt geworden 😂
    wassernixe
  • Körperbild, Umgang mit Dick/Dünn von Kleinkindern

    trotzdem ist es das Erste nachdem man bewertet wird, wenn man angesehen wird - die Figur/das Aussehen 🫣

    Darum sind wir Eltern am Zug, dass wir unseren Kindern beibringen, Menschen nicht zu bewerten. Ich mach das, was ich kann, also in meiner eigenen Familie ein Bewusstsein dafür schaffen.

    Meine Tochter ist gsd schon viel offener, was Optik oder zB Behinderung angeht. Sie hat zwei Freundinnen mit Behinderung und das ist nie Thema bei ihr. Das war in meiner Kindheit noch viel schwieriger.
    olisulmtaler

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