Die Frisörin arbeitet direkt am Kunden und ist keine 10cm von ihm entfernt. Ich vermute, dass zwischen dem Kunden und der Trafikantin eine Plexiglas Scheibe existiert. Abgesehen davon, halten sich Kunden in einer Trafik kaum länger als 15min auf (eher weniger) und beim Frisör sitzt du Minimum 20-30min. Ich finde nicht, dass man das vergleichen kann 🤷
Was nicht heißt, dass ich Schwangere im Handel nicht auch lieber freigestellt hätte. Ich wollte damit nur sagen, dass hier Apfel mit Birnen verglichen werden.
Ich lehne mich jetzt Mal aus dem Fenster und behaupte @Kirschbaum " du bist als weiße, hetero Frau in Österreich aufgewachsen. Möglicherweise ohne Migrationshintergrund?!
Wenn dem so ist, kannst du nicht beurteilen ob das Thema übertrieben ist. Wenn du Rassismus selbst (auch positiv racism) nie ausgesetzt warst oder bist, kannst du nicht nachvollziehen wie sich PoC fühlen. Die zwei Personen die du persönlich kennst, denen es noch nie so ergangen ist (really?) sind wohl auch nicht repräsentativ für eine komplette ethnische Gruppe.
Und wie man sieht braucht es diese Debatte und diesen Konsens einfach weil wir noch lange nicht da sind, wo wir hin wollen.
Rassismus und Diskriminierung existieren ob du willst oder nicht. Ich habe, aus diesem sehr interessanten Thread (danke dafür übrigens!) für mich und meine Kinder mitgenommen, dass ich auf dem Gebiet noch mehr machen kann und meinen Kindern beibringen will, dass wir alle Menschen mit der gleichen Würde, aber eben nicht alle gleich sind. Das aber trotzdem jeder und jede Respekt verdient. Jetzt habe ich auch einen Zugang, wie ich darüber reden kann und dies bei uns einfließen lassen möchte. Da wir leider keinen so diversen Freundeskreis haben, kann und will ich das nun gezielt mit Büchern, Filmen etc. Positiv besetzen. Ich denke nicht, dass das übertrieben ist sondern sehr angebracht. Vor allem in einer Zeit, wo europaweit wieder eher rechts gewählt wird.
@cora_o1 doch! Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass Kinder kooperieren wollen. Allerdings sind auch Kinder nur Menschen die dies nur bis zu einem gewissen Grad können. Die Frage ist also warum will/kann sie nicht mehr kooperieren? Wenn du sagst, es passiert häufig wenn ihr nach Hause kommt ist sie vermutlich einfach müde. Wahrscheinlich war ihr Tag lang und ihre kurzen Beine sind müde. Wahrscheinlich musste die da, wo ihr gerade herkommt ebenso schon kooperieren und ihr Fass ist voll!
Versuche doch (anstatt deinem Kind zu unterstellen, dass es dich absichtlich ärgern will) Mal den Tag über darauf zu achten wie oft sie tatsächlich mit dir kooperiert und du es für gewöhnlich gar nicht wahrnimmst. Ich verspreche dir, es wird zig Situationen geben in denen das so ist!
Nur weil Kinder prinzipiell kooperieren wollen heißt das ja nicht, dass das immer sofort und ohne Überredung unsererseits klappt. Schließlich sind kleine Kinder ja eigene Individuen mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Aber sie tun das sicher nicht weil sie uns absichtlich provozieren wollen. Vor allem in dem Alter. Dazu sind sie kognitiv noch gar nicht in der Lage.
Kinder handeln nicht gehen uns sondern für sich selbst. Weil sie den Weitblick, dass andere Menschen ebenfalls Bedürfnisse haben, noch nicht besitzen. Wenn deine Tochter also das nächste Mal die Stiegen nicht hoch gehen will, lass doch den Tag Mal aus Sicht deines Kindes Revue passieren und überlege dann ob du sie jetzt wirklich "zwingen" willst.
Weil du geschrieben hast, sie sagt zu allem nein: je nachdem wie gut sie sich schon sprachlich ausdrücken kann muss nein in dem Fall nicht unbedingt "auf gar keinen Fall' bedeuten, sondern vielleicht auch einfach "jetzt nicht" oder "später". Gerade bei Situationen, wo das Kind mit etwas aufhören soll und du was anderes machen willst (z.B. Windel wechseln) ist es oft so, dass die Kinder einfach vom Spiel nicht weg wollen und dann sagen sie "nein" meinen aber eigentlich "ach Mama, ich spiele doch gerade so schön, hin mir noch ein paar Minuten". Da würde ich dann in ein paar Minuten nochmal fragen. Warten wirkt in dem Fall oft Wunder!
So, da hab ich jetzt etwas weit ausgehöhlt aber mir liegt dieses Thema einfach so am Herzen weil ich von Grund auf glaube, dass wir alle so viel harmonischer miteinander Leben würden wenn wir uns nur öfter in die Lage unserer Kinder hineinversetzen würden. Einfühlungsvermögen - so simpel es scheint - ist sehr oft der Schlüssel zu einem harmonischen miteinander.
Mir gelingt das auch nicht immer aber ich Versuche es.
@Vaju schwierig finde ich da aber, dass du es ein Mal erlaubst und das andere Mal nicht. Da kann er ja gar nicht wissen,dass er das allgemein nicht machen soll. Ich denke, da würde ich ganz klar entweder ja oder nein sagen aber dann halt "für immer".
Ich denke in meinem Beispiel von gestern wäre die einzige gute Lösung gewesen, sie das Zeug gar nicht erst auf dem Boden leeren zu lassen. Also gleich hin vornherein die Spielregeln festlegen und sagen was man erwartet. Das funktioniert bei uns im Normalfall recht gut.
@sasalu das man alles erreichen kann, wenn nur die Qualifikation stimmt, dem muss ich widersprechen. Es gibt noch genug Frauen, die ähnlich gut oder sogar gleich gut Qualifiziert sind wir Männer und trotzdem den Job nicht bekommen)nicht befördert werden etc. Das liegt, meiner Meinung nach, an zwei Dingen:
1. Wie der/die Vorgesetzte gegenüber Frauen eingestellt ist. Es ist kein Märchen, dass immernoch genug Männer gegenüber Frauen bevorzugt werden weil die nicht schwanger werden und seltener in Karenz gehen.
2. Hat das (gerade bei Vorstellungsgesprächen) auch viel mit Sympathie zu tun. Ich Stelle die Person ein, die mir (bei mehreren Bewerben mit ähnlicher Qualifikation) sympathischer ist oder von der ich glaube, dass sie besser ins Team passt.
Ich glaube, du hast gemeint, dass eine gute Ausbildung die Grundlage für einen gute Job ist und das man mit Fleiß und Ehrgeiz viel erreichen kann und dem stimme ich absolut zu.
ABER es gehört leider auch immer eine Portion Glück dazu.
Ich hab dazu Mal ein Zitat gelesen, dass es gut beschreibt: "ja, ich war in meinem Leben immer Erfolgreich aber ich habe auch darauf geachtet die Chancen zu nutzen, die sich mir boten."
Anders: du kannst so gut sein wie du willst, wenn niemand da ist der das so sieht wirst du trotzdem nicht aufsteigen können.
Mann und Tochter (2,5 Jahre) kochen gemeinsam. Mein Mann sagt: "du bekommst ein großes Brett, wie ein großer Koch." Meine Tochter darauf: "aber ich bin kein großer Koch, ich bin ein kleiner Koch. Ich will ein kleines Brett".
Zu der Frage, wie der restliche Impfstoff verteilt wird: mein Bruder ist Impfkoordinator beim Roten Kreuz und hat mir das wie folgt erklärt:
Der Impfstoff wird in Fläschchen geliefert wo 7 Dosen raus gehen. Heißt, ich brauche bei den zu impfenden Personen immer eine durch 7 teilbare Zahl. Kommt jetzt der letzte und ich muss für den ein neues Fläschchen aufmachen hab ich noch 6 Dosen über die dann verimpft werden können (oder am Ende des Tages verworfen werden müssen). Für die gibts dann "akut" listen von der terminvergabe die dann angerufen werden um leute nachzuholen die noch auf eine impfung warten und auch zur aktuellen gruppe gehören die grade geimpft wird (ü60 und risiko, bzw. hochrisiko auch jünger)!
Das es da dann möglicherweise Personal gibt, dass die eigene Familie anruft und nicht wen von der Liste kann ich mir durchaus vorstellen, wird aber sicher nicht gang und Gäbe sein.
@wölfin genau. Damit du da dran kommst musst du aber trotzdem zur aktuell laufenden "Gruppe" gehören (Ü60, Vorerkrankung, etc.)
Auch "lustig" finde ich (weil es oben um die hl. drei Könige ging), dass Jesus immer ein kleines, weißes Kind mit blonden Locken ist. Zumindest in den Kinderbüchern. Der Gute wurde im mittleren Osten geboren. Da sehen die Menschen eher nicht so aus.
Ganz simpel: an einem verregneten Sonntag den ganzen Tag vor der Glotze hängen und ungesundes Essen in mich rein futtern. Faulenzen gibt's mit Kindern auf diese Weise leider nicht mehr.