weißröckchen

Über mich

weißröckchen
weißröckchen
User
Beigetreten
Besuche
5,362
Zuletzt aktiv
Punkte
16
Wohnbezirk
-
Interessen
Bildung und Weiterbildung, Kunst und Kreativität, mit Hund unterwegs sein, das Leben geniessen
Beiträge
737
Auszeichnungen
11
  • Erziehung ohne Strafen – Wer versucht es?

    dreamypanda schrieb: »
    Richtig, aber ich glaube dass es dem Kind wurscht ist wie man es nennt, wenn es etwas nicht bekommt (zB das Eis nach dem Mittagessen) wird es sich immer bestraft fühlen. Manche nennen es Konsequenz, manche eine Strafe, prinzipiell ist es dasselbe. Wobei es natürlich selbstverständlich sein sollte dass die Strafe zum Fehlverhalten passt und auch erklärt wird warum.
    Natürlich können sowohl Strafen, als auch Konsequenzen etwas sein, was sich in dem Moment für das Kind negativ anfühlt. Und ich bin, wie hier einige auch, der Meinung, dass es ganz ohne Frust und negative Emotionen nicht geht. Bei keinem, weder bei Kindern, noch bei Erwachsenen.

    Der Unterschied zwischen Strafe und Konsequenz ist für mich auch, dass Konsequenzen logisch mit der "Tat" zusammenhängen. Bei Strafen ist das nicht der Fall.

    Beispiele für Konsequenz:

    Wenn man sich weigert im Winter Schuhe anzuziehen und dann vor die Türe geht, bekommt man kalte Füße. Das Wetter macht die Füße aber nicht kalt, damit das Kind sich schlecht fühlt, sondern weil es nun mal einfach Winter ist. Kalte Füße sind also die Konsequenz dessen, dass man im Winter barfuß rausgeht.

    Oder wenn man eine Abendroutine hat, die daraus besteht, dass man zuerst gemeinsam isst. Anschließend räumt man auf, putzt die Zähne und bekommt im Bett noch etwas vorgelesen. Dafür hat man jeden Abend 1,5 Stunden Zeit. Trödelt das Kind beim Aufräumen ewig herum, fehlt hinterher die Zeit für's Vorlesen. Das ist dann schade, aber Zeit ist nun mal begrenzt. In dem Fall ist das Ausfallen oder nur eine kurze Gute-Nacht-Geschichte die logische Konsequenz vom vorherigen Trödeln.

    Beispiel für Strafe:

    Man kocht etwas zum Mittagessen und dem Kind fällt plötzlich ein, dass es ab sofort nichts Grünes mehr essen will. Gestern waren Erbsen noch in Ordnung, heute gehen sie gar nicht mehr. Weil sie Grün sind. Als Elternteil ärgert man sich und droht dem Kind an, dass es eine Woche nicht mehr Fernsehen darf, wenn es nicht aufisst. In dem Fall hat die Strafe rein gar nichts damit mit der eigentlichen "Tat" zu tun. Es ging rein darum, dass das die Eltern dem Kind ihren Willen aufzwingen, weil sie in der mächtigeren Position sind.

    Logischer und dennoch konsequent wäre es gewesen, wenn man das Kind daran erinnert, dass es gestern Erbsen noch mochte. Dabei würde ich auch darauf hinweisen, dass die Erbsen natürlich nicht gegessen werden müssen und man ja den restlichen Eintopf essen und nur die Erbsen auslassen könne. Ansonsten gibt es bald einen Apfel und einen Joghurt als nachmittäglichen Snack - aber kein alternatives Mittagessen.

    Wenn ein Kind wirklich etwas gar nicht essen mag, weil es den Geschmack oder die Konsistenz grausig findet, würde ich so übrigens keinesfalls vorgehen, sondern Alternativen anbieten!

    Meine Einstellung ist, so gut es geht auf Augenhöhe miteinander umzugehen und Kinder, sofern es möglich ist, mit einzubeziehen. Logische Konsequenzen ergeben sich aber nicht nur aus Sachverhalten wie Wetter etc, sondern auch dann, wenn Kinder die Grenzen anderer Personen überschreiten.

    Ich versuche Strafen zu vermeiden. Aber ich geb's zu, wenn ich wirklich krassen Schlafmangel habe und man meine Grenzen permanent übertrampelt, werde ich meinen Ansprüchen an mich auch nicht immer gerecht. Man kann Erziehung eben niemals perfekt machen, sondern immer nur so gut wie möglich. Und ich finde, wenn man immer versucht sein individuell gerade Bestes zu geben, kann man eh nicht mehr von sich verlangen. Perfektion wäre schön, ist aber im Zusammenleben mit anderen Menschen und gerade mit Kindern eine komplette Illusion.

    Genauso wie Eltern, die nicht laut oder unfair oder was auch immer werden. Ich finde es dann, wenn man selbst nicht gut gehandelt hat, aber auch wichtig sich bei Kindern aufrichtig zu entschuldigen und zu erklären, dass man gerade blöd war. Viele scheinen das als Schwäche zu sehen, aber ich glaube, dass Kinder durchaus davon profitieren, wenn sie mitkriegen, dass auch Eltern nicht unfehlbar sind und dass es in Ordnung ist Fehler zu machen, wenn man sie sich hinterher eingesteht und sich dafür, wenn nötig, entschuldigt.
    venividivonni7NastySzulaikaKaffeelöffelMartina_2019MelodyMaggiemelly210Mohnblume88und 5 andere.
  • Erziehung ohne Strafen – Wer versucht es?

    Wüste Beschimpfungen will ich auch nicht hören. Hat es bei mir, als ich und meine Geschwister klein waren, nicht gegeben. Und gibt's hier, außer testweise, auch nicht. Dass Arielle mit dem Wort dann weg war, finde ich in sich übrigens schon wieder irgendwie schlüssig.

    Und ich finde es nachvollziehbar und gut, dass ihr da für euch eine deutliche Grenze gezogen habt. Ich weiß noch, wie baff ich war, als ich mitbekommen habe, dass Mitschüler von mir ihre Eltern als blöde Bitch oder was auch immer bezeichnet haben. Mal sauer sein - von mir aus. Dampf ablassen ebenso. Aber respektlos braucht man dabei nicht werden und zwar weder Eltern, noch Kinder.

    Ich bin ja sehr dafür so sanft und freundlich wie möglich im Umgang miteinander zu sein. Und wenn, dann eher Konsequenzen, als Strafen. Wobei ich lügen müsste, wenn ich sagen würde, dass ich noch nie mehr oder weniger dämlich gestraft hätte.

    Kinder sich frei entfalten zu lassen, finde ich gut und wichtig. Aber man lebt nun mal nicht im luftleeren Raum, sondern in sozialen Gefügen in einer Welt, in der auch die äußeren Bedingungen eine Rolle spielen. Die eigenen Grenzen hören immer da auf, wo die Grenzen eines anderen verletzt werden.

    Kinder sollten wissen, dass ihre eigenen elementaren Grenzen gewahrt werden und sie sich auch selbst schützen dürfen. Aber was für sie gilt, gilt auch für andere.

    Sonst zieht man wirklich lauter narzisstische Egomanen heran. Und in so einer Gesellschaft will ich nicht leben. Und ich möchte auch nicht, dass meine Kinder in einer reinen egoistischen Ellebogengesellschaft leben, in der Rücksichtnahme und Empathie nichts zählen.
    KaffeelöffelMaggiericzmelly210vonni7LibellaStefanie868sojabohneNaomi_Hallöchen
  • Krippe, Meinungen, Unsicher

    Mittelfristig werdet ihr irgendwelche Lösungen für euer Mobilitäts-Problem finden müssen. Dass es immer und überall ein Auto sein muss, glaube ich nicht mal. Aber ein Fahrrad / eventuell E-Bike und ein Anhänger würde ich schon für nützlich halten. Geht ja nicht nur um Wege jetzt, sondern auch darum, wenn das größere Kind irgendwann mal Freunde besuchen möchte.

    Ein gebrauchtes Fahrrad kostet nicht die Welt, konnte ich mir sogar damals am Anfang meines Studiums leisten, als es bei mir finanziell echt eher eng war. Anhänger bekommt man auch gebraucht.

    Generell würde ich wohl schon schauen einen Führerschein zu machen, gerade wenn man in einer ländlichen Gegend wohnt. Ich lebe jetzt auch am Arsch der Welt und ohne Auto ginge hier praktisch gar nichts. Nach dem Führerschein bin ich beinahe 10 Jahre nicht gefahren und hatte dann dementsprechende Ängste. Die konnte ich aber einigermaßen überwinden. In fremden Gegenden fühle ich mich nicht immer wohl, aber bekannte Strecken bekomme ich gut hin. Hätte ich mir das nicht zugetraut, wäre ich wohl in der Stadt oder am Stadtrand geblieben - da geht es wirklich gut auch ohne Auto.

    Hier auf dem Land würde ich ohne Auto nicht mal zum nächsten (Kinder-) Arzt kommen. Von Einkäufen ganz zu schweigen...

    Wenn es bei euch finanziell so eng ist, dass ihr auf ein Rad + einen Anhänger monatelang sparen müsst, würde ich, denke ich, schon schauen, dass ich beruflich einigermaßen zügig (wieder) auf die Beine komme. Nicht weil Geld glücklich machen würde, sondern weil ich weiß, wie sehr es mich erleichtert hat, als ich mir einen finanziellen Polster für harte Zeiten angespart hatte. Einfach als Backup, um zu wissen, dass man auch schwierige Zeiten überbrücken kann, ohne direkt in eine existenzielle Krise zu geraten.

    winnieAlmaroviwölfinLisi87MamaLamaFilounimelly210
  • Zeigt her eure Adventkränze 2021 Edition 🌲

    Wir haben keinen klassischen Kranz und ich habe eine Lösung gebraucht, bei der weder die Katzen was runterschmeißen können, noch das Baby was verschlucken kann. Deshalb ist die Deko dieses Jahr größtenteils in Laternen drinnen.

    geqkqz8ch0zy.jpeg


    riczBaghira0601Ka48Leni220619schnoggeleAurynwuhselwuhKaffeelöffel
  • Wie früh Kontakt zu Hausgeburtshebammen aufnehmen?

    Joyce144 schrieb: »
    Ich persönlich würde eine Hausgeburt nur dann machen wenn ein KH in der Nähe ist. Falls es Komplikationen gibt wie Geburtsstillstand, Nabelschnurrvorfall, Blutungen oder sonstiges das du schnell im KH bist. Nur meine Meinung 😉 vieles was bei der Geburt passieren kann trotz problemloser Schwangerschaft
    Das Thema rund um den Kinderwunsch beschäftigt mich schon seit geraumer Zeit, ich habe sehr viele Studien und auch wissenschaftliche Literatur zu dem Thema gelesen. Bei einer komplikationslosen Schwangerschaft ist eine Hausgeburt nicht riskanter als eine Spitalsgeburt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Geburt interventionsfrei oder interventionsarm abläuft, ist zuhause deutlich höher.

    Falls es während der Geburt doch zu Komplikationen kommen sollte, hat man eine Hebamme, die das in den allermeisten Fällen durch die gute 1:1 Betreuung rechtzeitig erkennt. Verlegungen ins Krankenhaus finden in der Regel nicht in Eile statt.

    Passieren kann immer was, klar. Aber das gilt unabhängig vom Geburtsort. Vergleicht man Haus- und Krankenhausgeburten mit Frauen aus dem Niedrigrisikokollektiv, lässt sich erkennen, dass zuhause die kindliche Mortalität und Morbidität nicht höher ist, als im Spital. Für die Müttersterblichkeit gilt das gleiche.

    Dass gerade bei Erstgebärenden bis zu 30% der Hausgeburten abgebrochen und ins Spital verlegt werden, ist mir bewusst. Das nächstgelegene Krankenhaus ist zwar nicht ums Eck, aber über eine Bundesstraße gut erreichbar.

    Die Geburtsberichte und Schilderungen von Hausgeburtsmamas hier freuen mich übrigens. Das klingt so viel schöner und friedlicher als (zu) viele Geburtsberichte von Kindern, die im Spital zur Welt gekommen sind!
    123EmmaKaffeelöffel_Anna_lolleSorakisuminiLllisi17
  • Wenn Freunde ihre Kinder schlagen…

    Zu Tablet und Co würde ungefragt nichts sagen, das ist eine Frage der Einstellung.

    Zu körperlicher Züchtigung würde ich definitiv deutlich Stellung beziehen. Solche Machtdemonstrationen tun auch dann schon seelisch weh, bevor sie körperliche Schmerzen verursachen.

    Und wenn ihr sogar im Beisein von anderen, also euch, „die Hand ausrutscht“, würde ich fix davon ausgehen, dass das sich auch im Privaten häufiger passiert.

    Ob man Pädagogin oder sonst was ist, schützt nicht vor Überforderung bei den eigenen Kindern. Sie sollte sich dringend Hilfe suchen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke. Jeder stößt mal an seine Grenzen - aber dann muss man an sich arbeiten und es nicht an den Kindern auslassen.
    _sarah_wölfinfelicitas1980ReyhaniaElWi1Nananix
  • Dringende Frage bezüglich Revers

    Ja, man muss nicht alles gut finden, was andere machen.

    Dass das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper aber auch in der Schwangerschaft gilt, finde ich enorm wichtig. Schließlich ist man auch schwanger nicht nur Brutkasten.
    himbeerblütericzBabyloniawölfinLeni220619
  • Geburt mit Lungenentzündung

    @tweety85 Doch, Geburten in Beckenendlage werden auch heute noch - beziehungsweise wieder! - vaginal durchgeführt. Wenn das Geburtshilfe-Team erfahren ist, geht das auch nicht mit einem erhöhten Risiko einher. Es gab vor einiger Zeit Studien, die anderes nahegelegt hatten, deshalb ist das in den letzten Jahren viel Wissen und Können verloren gegangen. Es gibt aber in Österreich durchaus ein paar Kliniken, die darauf spezialisiert sind.

    @Chiefeve1985 Ich freue mich für dich, dass du nicht weiter um die elektive Sectio betteln musst. :)

    Lass dich bloß nicht darauf ein dich irgendwo, egal ob hier oder im echten Leben, für deine Entscheidung zu rechtfertigen. Man kann’s eh nicht allen recht machen und muss das in dem Fall auch nicht. Kaiserschnitte sind inzwischen sehr sicher.

    Ich hatte zwar mehr oder weniger das Gegenteil von einem geplanten Kaiserschnitt, nämlich eine Hausgeburt. Aber auch da gibt’s viele Gegner, auch wenn die Datenlage verrät, dass das im Niedrigrisikokollektiv nicht gefährlicher ist, als eine Geburt im Spital.

    Man SELBST muss sich mit dem geplanten Geburtsmodus wohl fühlen, alles andere ist nachrangig.
    mydreamcametrueLeni220619wölfinelementumChiefeve1985
  • Untersuchungen & Frauenarzt

    Ich unterschreibe voll und ganz bei @Kaffeelöffel . Selbst habe ich auch nur die normalen Mutter-Kind-Pass Untersuchungen mitgenommen. Ich hatte in der 12. Woche einen Termin zum Feststellen der Schwangerschaft, danach war ich nur noch 5 Mal beim Arzt - wobei mein Kassenarzt durchaus, wenn gewünscht, auch mehr Termine vergibt. Für mich fand ich das nicht notwendig.

    Urin wurde in der Schwangerschaft 5x angeschaut. Überweisung zum CTG habe ich bekommen, aber nicht wahrgenommen. Es gibt keine wissenschaftlich fundierten Beweise, dass CTGs vor der Geburt bei komplikationslosen Schwangerschaften einen Mehrwert bringen würden.

    Über Ultraschall kann man übrigens nie den Herzschlag wirklich hören. Soweit ich weiß „übersetzt“ das Gerät nur die visuellen Information zusätzlich in akustische Informationen. Ob man den Herzschlag nun „nur“ sieht oder auch hört, macht von der rein diagnostischen Seite her absolut keinen Unterschied.

    Ich bin sehr dafür, dass jede Schwangere die Unterstützung bekommt, die sie wünscht. Aber ich mag zu bedenken geben, dass Schwangerschaft ein normaler, natürlicher Zustand und keine Krankheit ist.

    Mein Tipp zusätzlich oder anstatt vermehrter ärztlicher Kontrollen, wäre es, auf eine eigene Hebamme zu setzen, die einen schon in der Schwangerschaft begleitet und auch bei der Geburt eine 1:1 Betreuung sicherstellt. Das geht nicht nur bei ausserklinischen Geburten, sondern auch bei Krankenhäusern mit Beleghebammen.
    KaffeelöffelAn22riczSelina1234Villacherin
  • Kristeller Handgriff

    Das Kristellern ist ein geburtshilflich umstrittener Eingriff. Die WHO empfiehlt die Anwendung nicht. In manchen Ländern ist er wohl auch verboten.

    Ich habe / hatte in meiner Patientenverfügung notiert, dass bei mir keinesfalls kristellert werden darf.

    Falls ihr irgendwo im Netz lesen solltet, dass man dieses oder jenes als Gebärende nicht ablehnen könne - das stimmt so vereinfacht gesagt nicht. An sich darf eigentlich nicht mal ein lebensrettender Kaiserschnitt durchgeführt werden, wenn man das trotz Aufklärung verweigert und laut Patientenrechten ist es eigentlich gar nicht erlaubt irgendeinen Eingriff an euch ohne vorherige Aufklärung und Zustimmung durch euch durchzuführen!

    Patientenrechte: https://www.gesundheit.gv.at/gesundheitsleistungen/patientenrechte/patientencharta


    kati1203Jacky92_sarah_mauza4Kaffeelöffel

Hey & Hallo im Forum!

Neu hier?
Tritt unserer Community bei um alle Bereiche zu sehen und (werdende) Eltern kennenzulernen!

Avatar

Auszeichnungen

Thema der Woche

Thema der Woche

Social Media & Apps


Registrieren im Forum