@avis
Ich kenn das und es klingt für mich nach Soor, auch weil die ganzen Kompressen etc. nicht helfen.
Du hast ja eh einen Termin bei deiner FÄ, die kann auch in den Mund deines Babys schauen (auch die Kinderärztin), denn wenn du es hast, habt ihr es beide und umgekehrt. Es gibt eine Salbe (Wir hatten Daktaringel), die hab ich auf vor dem Stillen auf die Brustwarzen geschmiert und das hat gegen den Pilz gut geholfen.
Du kannst auch bei deiner Ernährung darauf achten: lass "pilzfreundliche" Lebensmittel erst mal möglichst weg (Hefe, alkoholfreies Bier, Pilze, Zucker, Süßigkeiten) und das hilft hoffentlich auch bei der Eindämmung. Ich glaub aber, ohne ärztliches Zutun, also eine Salbe, plagst du dich vielleicht unnötig lang damit herum.
Und zum Thema Abstillen:
Ich hab bei meinem ersten Sohn acht Wochen lang Höllenschmerzen gehabt, es ging nicht ohne Schmerzmittel. Hab mich die ersten Wochen gegen das Zufüttern gewehrt und auch immer abgepumpt, das hat aber fast genauso weh getan (hatte noch einiges außer dem Soor, u.a. Vasospasmus).
Dann haben wir doch begonnen, zuzufüttern (da hatte ich mich schon fürs Abstillen entschieden) und siehe da: Es gibt nicht nur Stillen und Abstillen. Wie du dein Baby fütterst, ist ja flexibel und es soll euch beiden möglichst gut tun. Man kann ja auch zB 2x täglich eine Flasche mit Pre-Milch geben und die restliche Zeit abpumpen/stillen. Hauptsache, du hast einen Rhythmus, damit du keinen Milchstau bekommst, der tut nämlich auch weh. Also lieber nicht an einem Tag drei Flaschen geben und am nächsten gar keine und dann wieder andersrum, sonst hast du an einem Tag zu viel MIlch und am nächsten zu wenig, weil dein Körper sich nicht richtig darauf einstellen kann.
Ich habe mir damals gedacht: Jeder Tropfen Muttermilch ist wertvoll für mein Kind. So lange es für mich geht und aushaltbar ist, mache ich es. Ohne Zufüttern wäre es für mich nicht gegangen und es hätte die Beziehung zu meinem Kind eher beschädigt, weil ich es ständig mit Schmerz assoziiert hätte.
Nach den ersten zwei Monaten hatte ich die größten Schmerzbaustellen beseitigt, auch den Soor. Das Stillen ist bis zum Schluss nicht "angenehm" geworden, aber ich habe fast bis zum 1. Geburtstag gestillt. Jetzt, beim 2. Kind, ist es besser, aber auch immer wieder schmerzhaft und der Anfang war wieder sehr heftig. Ich weiß jetzt aber, dass ich nicht ausgeliefert bin, und das bist du auch nicht.
Vielleicht ist es schon eine Erleichterung, nur eine Packung Pre-Milch zuhause zu haben und zu wissen: Du könntest sie deinem Baby jederzeit geben, wenn das Stillen einfach nicht mehr aushaltbar ist oder du eine Pause brauchst.
Eventuell magst du hier ja Bescheid geben, was bei deiner FÄ rausgekommen ist, damit ist anderen in derselben Situation vielleicht geholfen.
Die besten Tipps hat mir damals übrigens meine Hebamme gegeben, mein FA konnte mir nicht wirklich weiterhelfen. Falls du also eine hast, sprich sie an! Ich war überrascht, wie hilfreich und praxisnah ihre Tipps waren.
Alles Gute!!
@FrauPatricia@Auryn
Ja, meinte die App. Wär überraschend gewesen, wenn die Funktion völlig an mir vorbeigegangen wäre. Gut zu wissen, dass es sie bei Android nicht gibt 😄
Meiner Meinung nach sind das Windpocken. Mein Sohn hatte sie vor 4 Wochen. Wir haben einen einzigen Tag abgewartet, eine absolute Horrornacht erlebt (er konnte vor lauter Jucken nicht schlafen) und sind am nächsten Tag im Spital gelandet, weil die Kinderärztin keine Zeit hatte.
Ich würde dir raten, sofort zum Arzt zu gehen und das anschauen zu lassen. Innerhalb von wenigen Stunden können aus den wenigen Stellen hundert werden, so wars bei meinem Sohn. Und dabei waren wir noch beim Hausarzt und haben gehört, es wären sicher keine Windpocken.
Außerdem: derzeit gibt es eine Gürtelrose- und Windpockenepidemie in Österreich. Das ist derselbe Erreger, mein Mann hat sich beim Kleinen mit Gürtelrose (eigentlich Kopfrose) angesteckt und das war echt nicht lustig.
Auch wenn es mühsam ist: lass es anschauen. Es schaut exakt aus wie die Windpocken bei meinem Sohn. Übrigens sieht man die Stellen jetzt, 3 Wochen nach der Abheilung, immer noch. Und je mehr Punkte es sind, desto mühseliger wird die Behandlung mit der Tinktur.
Ich bin hochsensibel. Habe jetzt aber nachschauen müssen, was eine Scanner-Persönlichkeit ausmacht und das trifft auf mich jedenfalls nicht zu.
Den Familienalltag erlebe ich als sehr intensiv mit den beiden Kindern (2 Jahre und 2 Monate), aber da ich davor als VS-Lehrerin gearbeitet habe, bin ich Lärm und Kinder gewöhnt. Allerdings bin ich sehr schnell an meiner Grenze, wenn mein Mann dann auch noch was beisteuert, zB laut Tischfußball spielt. Dabei liebe ich Tischfußball! Aber seit ich Mama bin, ertrage ich es kaum mehr, weil es mir viel zu laut ist. Echt schade, ich hab davor sogar ein Jahr im Verein gespielt. 😶
Zum Teil reicht es schon, wenn mein Mann reinkommt und irgendwas erzählen möchte, während ich mit unserem Sohn mitten in einer Aktivität bin. Da schwappen die Eindrücke nur so über mich drüber.
Die akustische Überreizung kriege ich zum Teil mit Gehörschutz in den Griff. Diese Stöpsel will ich schon seit Tagen suchen und komm nicht dazu. Werde ich gleich mal nachholen. 😁
Schnell Energie tanken find ich sehr schwierig. Am ehesten, wenn ich mich hinlege und mir was Meditatives anhöre. Das geht natürlich nicht, während ich die Kinder betreue.
Sehr schwierig finde ich es auch, über das oft herrschende Chaos in der Wohnung, Küche etc. hinwegzusehen. Seit noch ein Baby da ist, fällt es mir etwas leichter, weil da einfach nicht mehr so viel geht wie früher. Aber heute überwältigen mich die vielen Sachen, die herumliegen, wieder einmal sehr.
Wie ist es bei dir?
@Karin80 Das Entwicklungsambulatorium kann ich auch sehr empfehlen. Dort hatten wir mal Physio und es war wirklich super. Auch die Ärztin dort hat sich für die Kontrollen sehr viel Zeit genommen. Falls du in Wien bist, kann ich das Zentrum in der Graumanngasse sehr empfehlen. Vielleicht können sie euch ja auf Nachfrage in die Warteliste aufnehmen, die es vermutlich gibt.
Dein Kleiner ist ja genauso alt wie meiner. Da ist es wirklich unüblich, dass er kaum feste Nahrung ist, ganz unabhängig vom Stillen. Hoffentlich findest du jemanden, der euch gut beraten kann. Eine Diagnose, die im Raum steht, ist ja schon immer auch eine Chance, das Kind bestmöglich zu unterstützen. Die Ärztin in deinem Fall klingt jetzt nicht so toll, aber zu der musst du ja nicht mehr gehen. Wenn du dir weitere Meinungen einholst, werdet ihr hoffentlich einen guten Weg für euch finden. 🍀
@Ursa Du Arme, das klingt belastend.
Ich glaube, dass sich das nach 13 Wochen deutlich mehr Mamas denken als es dann wirklich betreuende Mütter gibt. Es ist so eine große Umstellung, deine Geburt muss sehr belastend gewesen sein, dazu kommt der Schlafmangel (der echt heftig sein kann!), Unsicherheiten, Babyblues, die Hormone, oft leidet auch die Beziehung erst mal unter all der Veränderung und den Herausforderungen. Aber das wird alles wieder leichter! 😘
Ich hab mir anfangs genauso gedacht: Wieso nur habe ich mich darauf eingelassen? Wie konnte ich es so falsch einschätzen? Und wieso bin ich SO FERTIG?
Aber es wurde besser. Je mehr dein Kind kann, desto mehr Routine bekommst du. Und du darfst auch hadern! Mama sein ist oft echt schwer und anstrengend und fordernd. Manchmal lässt es einen echt verzweifeln. Mit 13 Wochen kommt noch sehr wenig zurück. Aber bald wirst du merken, wie viel du deinem Kind gibst und was es alles durch dich und von dir lernt - auch wenn du manchmal haderst. Das stärkt extrem.
Und zum Stillen: oft hört man nur die rosigen Geschichten. Ich hab ein Jahr lang mit Schmerzen gestillt, weil ich es so sehr wollte. Die ersten Monate, vor der Beikost, hat es ganz sicher der Beziehung zu meinem Sohn nicht geholfen, es hat mich oft total fertig gemacht. Du "ersparst" dir vielleicht viele Schmerzen und Mühseligkeiten. Vielleicht hilft diese Sichtweise ein bisschen.
Ich halte dir die Daumen, dass es bald wieder besser wird!