Also letzte Nacht ist E um 4 Uhr ins Wohnzimmer zum Papa gegangen und hat dort einfach weitergeschlafen, es war unglaublich. Bis 7 in der Früh! Obwohl er gestern keinen Mittagsschlaf hatte! Das regt die Hoffnung an. Heute hab ich ihn mit viel Mühe (wir sind samt Baby durch halb Wien mit der U-Bahn gefahren) dazu bringen können, mittags einzuschlafen. Mal sehen, wie die Nacht wird. Das Einschlafen war echt mühsam, er hat Silben geklatscht, gesungen, die Wochentage aufgezählt und als er endlich ruhig war, ist über uns ein Nachbar durchs Zimmer gegangen und schon ging's wieder los. Ich lass euch mal teilhaben an diesem Irrsinn.
*Schritte von oben*
E: "Wer war das? Der Papa?"
Ich: "Ein Nachbar über uns."
E: "Warum über uns?"
Ich: "Weil über uns noch Nachbarn wohnen."
E: "Über unseren Fenstern?"
Ich: "Ja." Und, daran denkend, dass er abends Angst hat, dass jemand hereinkommen könnte: "Aber die Nachbarn können nicht zu uns herein."
E: "Warum nicht?"
Ich: "Weil die Tür zugesperrt ist."
E: "Hast du sie zugesperrt?"
Ich: "Ja."
E: "Warum hast du sie zugesperrt?"
Ich: "... weil ... ich sie immer zusperre."
Pause.
E: "Aber ... der Papa? Der sperrt sie auch manchmal zu. Warum sperrst du sie dann IMMER zu?"
Mal wieder wurde ich dabei ertappt, wie ich nicht die absolut exakt richtige Wortwahl getroffen habe.
@Angelika89 Danke für die Erzählung. Ich hatte heut ein Gespräch mit meiner Mama, die schon total geladen gekommen ist, weil sie den Sinn überhaupt nicht verstanden hat. Ich hab ihr alles erklärt und ich denke, sie versteht es jetzt mehr. Sie hat sich wohl gefürchtet, dass E dann "nie wieder" zu ihr kommen kann. Als wär's für mich nicht selbst leiwand, wenn er den Nachmittag über bei ihr ist. Ich würd den beiden das auch nie wegnehmen wollen, ich weiß gar nicht, wie sie auf die Idee kommt. Ich werde mal abwarten, wie die heutige Nacht läuft, heute waren wir gemeinsam am Spielplatz, also die Kinder, sie und ich. Am Abend hat E sich trotzdem nur sehr schwer beruhigt und ewig gebraucht, vielleicht liebt er sie so sehr, dass es ihn einfach aufregt, wenn er sie sieht. Er würde sie am liebsten jeden Tag sehen.
@Sarah6 Auf die Kinder und ihre Besonderheiten eingehen - das kann auch heißen, herauszufinden, ob sie eine Wahrnehmungsstörung haben. Ich stimm dir bei einigen Sachen bezüglich Homeschooling und Freilerner zu, nur: Das muss man sich auch leisten können! Sonst würde ich auch ernsthaft über Heimunterricht nachdenken. 😄
@Tweety85 Ich halte dir die Daumen, dass das Gespräch mit der Soki mehr Klarheit bringt. Du scheinst dir ja sicher zu sein, deinen Sohn nicht auf irgendetwas austesten lassen zu wollen. Sollte er tatsächlich Schwierigkeiten irgendwo haben, wird es dir sicher eher auffallen, weil du schon mal darauf angesprochen wurdest. Und sollte er wahrnehmungstechnisch keinerlei Probleme entwickeln, umso besser, dann war das Ganze sowieso nur heiße Luft. 🙂
@mirami Hafermilch trinkt er auch gern, aber im Müsli mag er sie leider nicht. Beim Eintopf hast du absolut recht. Es ist halt doch immer ein Glücksspiel, ob er ihn dann überhaupt isst. 😄
@Sarah123 Ich finde deine Sorge absolut berechtigt. Mein Sohn war 21 Monate, als der Kleine kam. Und er war alles andere als vorsichtig! Ich hab monatelang aufgepasst, dass das Baby nicht vom Bobbycar überfahren wird oder von irgendwas getroffen (zB om großen Bruder, der in der Kurve beim Laufen das Gleichgewicht verliert).
Ich hatte ein Gitterbett mit Rollen, das ist tagsüber in der Wohnküche gestanden. Da drin hab ich den Kleinen in Sicherheit gebracht, während ich zB gekocht habe. Und sonst hatte ich immer einen der beiden mit. Aufs Klo hab ich zB nicht das Baby mtgenommen, sondern den Großen, dann konnte der Kleine einfach auf seiner Decke am Boden liegenbleiben. Wir hatten auch eine Wippe, aber es hat dem Großen Spaß gemacht, seinen Babybruder anzuschaukeln und das war erst wieder gefährlich.
Also ich würde für die Nerven empfehlen, das große Kind in der Wohnung bei sich zu haben, dann muss man nicht ständig das Baby hochnehmen und wieder ablegen und es hat mehr Ruhe.
Mittlerweile ist der Kleine 9 Monate alt und seit etwa zwei Monaten passt der große Bruder auch mehr auf, wenn er daneben ist, und ich traue mich auch einen Schritt aus dem Zimmer machen, wenn die beiden zu zweit sind.
@Sunshine2020 Um die einzelnen Seiten geht es bei diesen Wimmelbüchern gar nicht, sondern um die Geschichten, die sich durchziehen. 😍 Viele kleine einzelne Geschichten, von der Katze bis zur Polizistin, die alle was erleben, also zB auf S.1 aus dem Haus gehen und auf S. 4 in der Stadt den Hut verlieren und den schnappt sich auf S. 5 ein Hund und auf S. 10 kriegt die Frau den Hut vom Hundebesitzer zurück. Es gibt noch 4 Bücher zu den Jahreszeiten und da sind dann wieder dieselben Figuren, die was erleben und gleichzeitig vergeht die Zeit. Also im Frühlingsbuch ist zB eine Baustelle zu sehen mit einem Schild, dass ein neuer Kindergarten gebaut wird, und im Winterbuch ist er dann fertig. Oder so ähnlich, ich hab es nicht ganz exakt im Kopf. Das jedenfalls ist das Tolle, man kennt die Figuren schon und jedes Buch kann man 20x durchblättern und immer mit jemand anderem mitgehen und eine neue Geschichte erleben. Außerdem sind sie im Großformat, sodass man auch die Details gut sieht.
Die von Anne Suess kenn ich nicht, die schau ich mir gleich an. 😊