Manchmal steh ich zu sehr auf der Leitung. Madame, 14 Monate, sitzt daneben während ich Wäsche aufhänge und plappert vor sich hin. Auf einmal kommt nur noch "Bäschubaba" und ich denk nur "was will sie vom Papa?". Dreh mich zu ihr, hält sie mir die "Bäschubaba" hin - Wäscheklammer! Dass ich nicht schneller geschalten hab
Generell kommt es immer auf die Gesamtsituation an. Was für den einen perfekt ist, wäre beim nächsten Kind unmöglich.
Als gelernte Kindergärtnerin möchte ich nur einen Einwurf bringen - spielen ist für Kinder "Arbeit", vor allem auch das Spielen mit anderen, gerade wenn sie es von Zuhause als erstes Kind ist Einzelkind nicht kennen. Ein Kind, das zB von 9 bis 17 bleibt hat eine 40 Stunden "Arbeitswoche". Das ist sehr anstrengend...
Wenn sie selber das möchte, darf mein Zwerg (aktueller Stand der Dinge - wenn finanziell nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt) mit 2 für 1 oder vielleicht auch 2 Vormittage alleine in die Spielgruppe. Dort kennt sie schon einige Kinder und die Betreuerin durch den offenen Treffpunkt, was ich sehr wichtig finde. Ich habe in meiner Ausbildung Dramen und resignierte ("angepasste") Kinder gesehen, das möchte ich meinem Zwerg ersparen.
@SDL611 Eine meiner Freundinnen hat mal gemeint, dass rauf bei ihr nicht das Problem war - sie hat aufgehört als sie fast nicht mehr runter gekommen ist
Kann die Horrorerzählungen über KS hier jetzt nicht ganz nachvollziehen - wieso muss man immer gleich mit dieser Angstmacherei kommen?
Es geht nicht um Angstmacherei sondern um die Realität, die leider vielen nicht bewusst ist. Gleich wie bei der spontanen Geburt kann es beim KS zu Problemen kommen. Auch wenn es ein Routineeingriff ist - es ist nunmal eine große Bauch-OP, bei der mehrere Schichten durchtrennt und wieder zusammengenäht werden. Ich bin normal absolut nicht wehleidig. Trotzdem hatte ich bei gewissen Bewegungen 3 Wochen nach dem Ks höllische Schmerzen, die mich darin behindert haben, für mein Kind so zu sorgen wie ich wollte. Auch hab ich jetzt - nach 8 Wochen - Probleme mit der Bauchmuskulatur. Ich kenn auch Mütter, deren Unterbauch dauerhaft taub geblieben ist.
Zum psychischen Aspekt: ich liebe mein Kind - aber mir fehlen durch den Ks einfach gewisse Bindungsdinge. Die Kleine scheint deutlich lieber beim Papa zu sein, der sie direkt nach der Geburt halten und kuscheln durfte - während ich zugenäht und aus der Narkose (Kreuzstich) geholt wurde. Ja, sie wurde mir gleich gezeigt und er war mit ihr bei mir bis die Op fertig war. Aber es ist eben nicht das gleiche...
Einige Ks-Kinder haben auch Anpassungsschwierigkeiten, da die Wehen anscheinend im Kind etwas auslösen, das sie realiseren lässt, dass sie jetzt auf die Welt kommen. Manche Ks-Kinder "verschlafen" sozusagen die Geburt und haben dadurch gesundheitliche Probleme.
Leider werden diese Aspekte einfach gerne unter den Teppich gekehrt, wenn sich jemand einen Ks wünscht. Darum sollte man auch die möglichen (!) Probleme eines Ks erwähnen, wenn schon die möglichen (!) Probleme einer Spontangeburt der Grund für einen Wunschks sind. Denn es kann auf beide Weisen eine schöne oder eine schreckliche Erfahrung werden. Zu sagen, dass eines schlimmer ist als das andere finde ich falsch. Oft sind die möglichen Folgen eines Ks aber schlicht nicht bekannt.
Entscheiden muss sich eh jeder selber. Und ich wünsche allen nur das Beste für Mutter und Kind.
@Kate_87 Mit Klopapier abdecken würde ich bleiben lassen. Studien haben gezeigt, dass sich die Keime am Klopapier viel länger halten als auf der Klobrille. Und das schlimme dran - dem Klopapier sieht man Verschmutzung nicht an...
Wobei es generell sehr unwahrscheinlich ist, dass man sich am Klo mit irgendetwas ansteckt (wenn man nicht sofort nach einem Erkrankten das gleiche Klo benutzt). Da ist die Ansteckungsgefahr bei Einkaufswägen und Handläufen größer