Hallo,
mein Kind ist 15 Monate alt und zeigt schon mehrere Monate (ich weiß leider nicht genau, wie alt er war, als es losging, vielleicht 10 Monate?) eine starke Ekelreaktion(?) auf rumliegende Äste/Zweige/Baumrinde UND - jetzt wird’s kurios - die Illustrationen von Kathrin Schärer.
Das mit den Ästen behindert ihn auf dem Spielplatz und im Garten leider schon, er bleibt dann davor stehen und fuchtelt abwehrend rum und flüstert Bäh, bäh. Manchmal räume ich ihm den Weg frei, aber ich habe auch schon versucht, ihm zu zeigen, dass ich mich davor nicht ekle/fürchte, indem ich den Stock dann anfasse und ihm vorsichtig zeige - also nicht einfach zu ihm hin, sondern ihm die Möglichkeit bieten, ihn sich anzusehen und zu berühren etc. In seinem Tempo. Manchmal macht er das dann auch skeptisch, aber er generalisiert das dann nicht.
Ich wusste, ehrlich gesagt, nicht, dass so kleine Kinder überhaupt schon Ekel haben. Ist das dann was Evolutionäres? ZB, dass die Äste aussehen wie potentiell gefährliche Insektenbeine oder Schlangen? Oder ist es vielleicht doch kein Ekel, sondern nur Angst? Wenn man ihm mit einem Zweig zu nahe kommt, schlägt es schon in Panik um (das haben wir versehentlich rausgefunden). Ich fürchte auch etwas, dass er das „bäh“ bei mir beobachtet hat, aber halt in anderen Zusammenhängen (wenn ich das Abflusssieb in der Küche reinige oder so 😅).
Außerdem ist er generell ein vorsichtiger bis ängstlicher Typ. Da wir einen Garten haben, hätte er aber viel Gelegenheit gehabt, sich an Äste zu gewöhnen…
Da es ihn schon einschränkt, zweifle ich, ob es sich verwächst. Kennt jemand so was?
