@Kaffeelöffel Also Krimis sind soo unterschiedlich! Ich les selbst sehr gern welche, aber bei weitem sind alle. Kennst du zumindest eine Autorin oder eine Reihe/ein Buch, die sie mag? Dann könnte man da anschließen...
@why War bei uns (13 Monate) dasselbe, wir haben auf Pants gewechselt und ich wickle möglichst im Stehen. Also bei nasser Windel immer. Das klappt besser.
@Nasty Wie gesagt, lies bitte genau. Ich HABE nämlich auch nicht gesagt, dass man Kindern die Möglichkeit wegnimmt, wenn man ihnen mit 6 oder 7 Jahren nachts eine Windel erlaubt. Etwa jedes 10. Kind nässt bis ins VS-Alter nachts ein (Enuresis nocturna). Das heißt, dass 9 von 10 Kindern vorher tagsüber und nachts trocken werden, das können wir vermutlich alle bestätigen. Und dass du die Formulierung "vor 30 Jahren" mit Negativhbehaftung verstehst, ist dein Thema, nicht meins. Du bist aber ein gutes Beispiel für jene Eltern, die offenbar denken, man würde seinen Kindern etwas aufzwingen, bloß weil man sie dabei unterstützt, etwas zu lernen. Wenn mein Kind beim Gehenlernen hinfällt und weint, dann tröste ich es. Und danach wird es einfach weiter probieren, da werde ich wohl kaum sagen "Ah, jetzt willst du nicht mehr, ich werde dich einfach tragen, bis du 7 bist, naja, du bist ja noch sehr klein, du musst noch nicht gehen lernen."
Und bevor das jetzt umgedreht wird: Ja, die Kinder haben beim Gehenlernen unterschiedliches Tempo und manche lernen es nie. Aber WENN ein Kind dann seine ersten Schritte macht, ob mit 11 oder mit 20 Monaten, dann ist es sinnvoll, mit ihm diesen Weg zu begehen, auch wenn es mal hinfällt und frustriert ist, stimmst du mir da zu?
Nichts Anderes meine ich beim Trockenwerden. Wenn ein Kind motiviert ist, aufs Töpfchen oder Klo zu gehen, finde ich es gut, es darin zu bestärken und ihm zu zeigen, dass es, auch wenn es manchmal kurz frustrierend sein kann, auch ohne Windel auskommt. Und nicht als Erwachsener die Nerven zu schmeißen, wenn mal was danebengeht und die Verantwortung dann dem Kind zu übertragen, indem es sich dann schon selbst melden muss, wenn es wieder probieren will. Wir haben unsere Kinder nämlich auch nicht gefragt, ob sie Windeln tragen wollen! Wir haben es einfach für sie entschieden, die meisten jedenfalls (Manche halten schon ihre Babys erfolgreich ab und da geht's dann plötzlich nicht nehr um fehlende Gehirnreife).
Ich bin sicher, auch deine Kinder wollten nicht immer gern gewickelt werden. Und du hast es vermutlich trotzdem gemacht, oder? Wie jede Mama. Weil es eben nicht die Verantwortung des Kindes ist, solche (weitreichenden) Entscheidungen zu treffen, sondern unsere. Weil WIR wissen, dass irgendwann Übernachtungspartys stattfinden. Da kann man als Nichtbetroffene leicht sagen, das wäre ja gar kein Problem.
Ich bin schon ein bisschen frustriert davon, dass hier das verstanden wird, das verstanden werden will, daher die klaren Worte. 😄 Ich meine nichts davon böse, ich möchte nur auch gern verstanden werden.
@Nasty Ich hab auch nie was Anderes behauptet. Aber es ist eben nicht "richtig", wenn was länger braucht, genauso wenig wie es falsch ist. Es ist einfach bei jedem Kind so, wie es ist. Und um herauszufinden, wie es ist, sollte man ihm ermöglichen, sich auszuprobieren. Und ich finde diesen Kanon "Lasst euren Kindern Zeit! Es reicht, wenn sie im Schulalter trocken werden!" eben nicht sehr sinnvoll, wenn dieselben Eltern und Kinder mit etwas Bestärkung nicht mehr auf Windeln angewiesen wären. Lies meine Beiträge bitte genau. Ich bin dafür, Kinder, die sich dafür selbst interessieren, zu bestärken und ihnen zu ermöglichen, sauber zu werden, wann immer sie das versuchen wollen. Und dazu gehört es auch, dass ich meinem Kind sage, wir schaffen das, wenn mal ein Rückschritt passiert, weil das einfach dazugehört, wenn was etwas Neues probiert und lernt.
Ich stimme auch @Pusteblume82 zu, dass manche Eltern Sachen von ihren Kindern erwarten, weil sie eben gern hätten, dass sie bereit sind, ohne dass dem so ist. Aber umgekehrt werden Kinder heute nachweislich um 1-2 Jahre später trocken als vor 30 Jahren. Und ich glaube, das liegt schon daran, dass Eltern zum Teil denken, ihre Kinder wären ja noch viel zu jung dafür und sie wollen ihnen nichts überstülpen. Ich bin ein Fan davon, Kinder in ihren Möglichkeiten ohne Druck Sachen ausprobieren zu lassen und dann, wenn es doch noch zu früh ist, eben zu sagen: "Macht ja nichts, wir können es ja einfach wann anders wieder probieren."
Dann weiß man es nämlich zumindest!
@Anne_ Ja, das hab ich eh so verstanden. Und ich bin anderer Meinung. Mir ist es egal, wofür die BK "vorgesehen ist", weil ich es nicht gerechtfertigt finde, denn es ist auch mein Steuergeld und ich profitiere von ausgeglicheren Familien mehr als von Vertriebsarbeitern, die jetzt auch auf Französisch verkaufen können. Ziel einer Gesellschaft langfristig glückliche und gesunde Menschen zum Ziel haben. Das schließt (Weiter-)Bildung nämlich nicht aus! Deshalb finde ich die Anbieter auch nicht schlimm, die zeigen ja nur auf, wo es Bedarf gibt. 🤷♀️ Dass das die Politik ignoriert, finde ich deutlich negativer.
Hier mal ein Lebenszeichen von uns. Also derzeit haben wir mehr bessere Nächte als schlechte, das ist schon mal gut! Letzte Nacht waren zwar wieder mal 2,5h Wachzeit, aber das hatten wir jetzt eine Woche nicht mehr.
Ich höre auch zu sprechen auf und mache nur "Schh" @Kaffeelöffel. Übrigens, seit ich ihm klar sage, was ich mir wünsche, klappt es zu Mittag mit dem Schlafen besser! Ich sage ihm auch immer, was nach dem Mittagsschlaf Schönes sein wird, das hilft ihm anscheinend auch und motiviert ihn, es zu probieren. Nachts kommt er jetzt manchmal zu meinem Mann und schläft dort aber gleich wieder. Abends ist es manchmal ein Kampf und manchmal sehr harmonisch.
Wir haben die Blutanalyse und das EEG mal verschoben, weil ich denke, dass wir es so auch hinkriegen. Beides ist für ein Kleinkind ja nicht lustig. Ich führe nach wie vor das Schlafprotokoll und das ist sehr hilfreich! Hätte sonst ein schlechteres Gefühl, so seh ich aber immer wieder, dass es eh sehr gute Nächte gibt.
Wir sind aber noch immer so erschöpft, schlafen zum Teil beide ein, bevor wir zum Abendessen gekommen sind. Das find ich aber nicht so schlimm, der Schlaf steht gerade an erster Stelle. 😁 @fraudachs Leider nimmt er auf den kleinen Bruder noch keine Rücksicht. Es ist noch nicht so viel Geschwisterliebe erkennbar. 😄 Im Kindergarten sind ja viele, die das vormachen, da könnte er sich das abschauen. Zuhause hat er leider die Ruhe nicht und da findet der Kleine auch nicht zur Ruhe. Der schläft eher neben dem Großen im Kinderwagen ein, oder wenn ich ihn allein hinlege, wenn jemand beim Großen sein kann.
So, wir hatten gestern und heute einige Termine und haben auch neue Eindrücke gewonnen. Gestern waren wir bei einer Neurologin, die sich wirklich Zeit genommen hat. Sie hat auch sehr erfahren gewirkt und gleich mal die nächsten Schritte zusammengestellt, damit wir der Schlafstörung auf den Grund gehen und möglichst viele Faktoren ausschließen können. Blutabnahme (Hormonstatus, Schilddrüse etc. werden angeschaut), Entwicklungsdiagnostik, EEG, Beratung zur Schlafhygiene. In zwei Wochen sind wir wieder dort. Es ist wahnsinnig langwierig alles und wir haben eigentlich das Gefühl, es immer kaum bis zum nächsten Morgen zu schaffen. Aber was sollen wir tun? Schneller geht's nicht, wir sind eh schon bei 1000 Stellen. Untertags ist leider derzeit kaum Hilfe zu erwarten. Auf Anraten des Spitals haben wir uns bei der Caritas gemeldet, die frühestens ab April Ressourcen für uns hat. Das ist ziemlich bitter, ich hatte mich die letzten 2 Wochen an diese Hoffnung geklammert.
Heute waren wir jedenfalls bei der Sensorischen Integration, da hat die Dame sich eine Stunde lang mit E beschäftigt. Sie war sehr nett udn engagiert und meinte, es passt alles, er sei "sehr gut integriert" (das sagt man dort wohl so ), aber eben sehr kopflastig. Und sie hat unser Gefühl bestätigt und dieselbe Vermutung wie mein Mann und ich:
Er nimmt über den Tag extrem viele Reize wahr und verarbeitet sie dann tagsüber nicht ausreichend, sodass sie den Nachtschlaf stören. Er braucht stärkere körperliche Reize, um die kognitiven Reize besser verarbeiten zu können. Wir machen intuitiv eh schon viel in die Richtung, aber er muss noch mehr Druck abbauen können. Beispiele für sinnvolle Übungen sind "Palatschinkenrollen" auf einer Matratze oder Matte, Pucken am Abend, "Karottenziehen", Tauziehen, Hüpfen (auch auf Hüpftieren), etwas fest ziehen oder schieben (z.B. einen gefüllten Kindereinkaufswagen). Also seine ganze Bewegung am Spielplatz, mit dem Laufrad etc. ist super, aber die Übungen helfen ihm hoffentlich beim besseren Schlafen. Stichworte waren Eigenwahrnehmung und Tiefensensibilität. Sie hat mir außerdem den Kontakt einer Bekannten gegeben, die ein Kurszentrum für hochbegabte Kinder leitet und auch Elternstammtische anbietet. Also @Blumenkind86 , du hast es schon richtig herausgelesen, er ist für sein Alter extrem weit entwickelt, sowohl motorisch als auch sprachlich und kognitiv, und wir werden mal unsere Fühler in die Richtung ausstrecken. Es kommt eh nicht von irgendwoher und wir haben es auch schon eine Weile vermutet. Es gibt Hochbegabung in der nächsten Verwandtschaft. Wir sind also zumindest in guter Gesellschaft, wenngleich wir keine Kinder kennen, denen es ähnlich geht. Außerdem ist er höchstwahrscheinlich hochsensibel, was auch nicht sehr überraschend ist, weil ich selbst hochsensibel bin. Mir sind sehr schnell Eindrücke zu laut oder zu viel, und E drückt so etwas auch oft aus. Er denkt auch schon extrem empathisch für sein Alter, was vermutlich mit der übermäßigen Empfindsamkeit zu tun hat. Die Hochsensibilität empfinde ich selbst als nicht einfach und hätte sie ihm nicht direkt gewünscht, da sie ihm aber bleiben wird, muss er sowieso damit umgehen lernen. Und ich auch mit meiner eigenen, denn ich sollte wohl mit gutem Beispiel vorangehen und ihm z.B. vorzeigen, dass es wichtig ist, sich zwischendurch Auszeiten zu nehmen oder Pausen zu machen. Das wird eine Herausforderung ...
@Kaffeelöffel Das ist ein wichtiger Input mit den Prioritäten. Wenn er älter wird, werden wir sicher mal in genau diese Situation kommen: dass ER wach sein möchte, aber WIR schlafen wollen. WIr werden nicht ewig ein Baby im Nebenzimmer haben, irgendwann müssen wir da nicht mehr so viel Rücksicht nehmen und können auch kreativer bei den Lösungsansätzen sein.
@kastanie91 Danke dir für den Beistand. So langsam sind wir leider wirklich am Ende mit den Schlafressourcen, gestern und heute hab ich mich wie ein Zombie gefühlt. Und dabei war ich heute sogar 2x nochmal im Bett und hab ein bisschen nachgeschlafen! Mein Mann ist auch fertig mit den Nerven, der will sich eigentlich gerade eine Selbstständigkeit aufbauen und stattdessen sind wir beide so dauererschöpft und die Kinder und ich so oft krank, dass er kaum zum Arbeiten kommt. Da leidet dann auch die Stimmung und damit werden die Tage noch mühsamer als sie eh schon sind, wenn man so müde ist. Hoffentlich schläft deine Tochter heute Nacht wieder besser!