@dreamypanda es geht dabei nicht um Schuldzuweisungen an die Eltern, sondern um Ursachenforschung. Wenn du versuchst Probleme u Themen zu lösen, ohne die Kindheit zu berücksichtigen, wo denkst du, dass die Ursache dann zu finden sei?
Wenn du glaubst, dass man es sich damit „einfach“ macht, dann hast du das Prinzip der Psychotherapie nicht verstanden. Kann man aber nachlesen 👍
@Nasty das ist wirklich toll, dass du für dich diesen Weg gefunden hast! Sich mit Themen bewusst auseinander zu setzen, hilft sicher in vielen Bereichen. Die großen Probleme liegen aber leider oft im Unterbewusstsein und das ist nicht so leicht zugänglich.
Solange die eigenen Themen keine Belastung darstellen, bin ich absolut deiner Meinung, dass man sich da ganz gut selbst drum kümmern kann.
Die Eltern gehören zur Therapie nur hinzugezogen, wenn es sich um ein Kind handelt. Ist man selber Erwachsen, löst man die Themen selber, dafür braucht man keine Eltern mehr.
Doch was ist, wenn sich Themen zu Probleme entwickeln und weiter zu Krankheiten? Süchte, Burn-out, Depressionen, Frust-Rauchen, Selbstverletzung, Essstörungen, Suizidgedanken,...da allein rauszukommen halt ich für sehr sehr schwierig.
Als ich in meiner ersten Therapiesitzung gefragt wurde, wie meine Kindheit war, sagte ich „Die war super, ich war ein glückliches Kind!“.
Doch nach und nach bröckelte die Fassade und meine großen Themen kamen zum Vorschein.
Für mich gab es zu diesem Zeitpunkt sowieso keinen anderen Ausweg mehr, ich wär daran sonst kaputt gegangen.
Nach 1 Jahr Therapie und weiteren 2 Jahren mühsames Auseinandersetzen mit meinem Innersten, fühl ich mich mittlerweile wie neu geboren. Für mich war es die beste Entscheidung.
Dennoch ist eine Therapie kein Erfolgsgarant. Meine Mutter zb konnte trotz Therapie ihre Themen nie lösen.
Ich seh das so: beim Säugling gibt es zum einen die Bedürfnisse und zum andere die Gewohnheiten.
Die Bedürfnisse lässt dich das Baby wissen, bis du ausreichend reagierst. Womit du reagierst, ist ganz dir überlassen.
Will das Baby schlafen, kannst du tragen, schunkeln, singen, autofahren, Kinderwagen schieben, usw
Was du machst, entscheidest du nach deinen Möglichkeiten. Eine Mutter mit Gehbehinderung wird nicht verzweifeln, weil sie das Baby nicht spazierentragen kann. Sie findet was anderes u das Baby gewöhnt sich dran.
Will das Baby Nähe (wie bei dir offensichtlich), hast du ebenso die Wahl: auf dir schlafen lassen, in der Trage spazieren tragen, mit ihn tanzen, seitlich Bauch an Bauch still-kuscheln, usw.
Aber zu glauben, du kannst das Nähebedürftnis mit Weglegen stillen, dann wirst du deinem Baby etwas vorenthalten, was es dringend braucht. Gib ihm die Nähe so, wie du es ihm geben kannst und ich wünsch dir, dass du eine Methode findest, die euch beide zufrieden macht! Du wirst das glücklickste Baby haben, wenn es für euch beide passt ❤️
Ich glaube, dass sehr viel an der Erwartungshaltung liegt.
Ich selber kenn nur 1 Mama, die mal gesagt hat, dass sie sich wahrscheinlich kein Kind so intensiv gewünscht hätte, hätte sie gewusst, wie es dann wirklich ist. Sie liebt es aber trotzdem, es zerrt halt an den Nerven. Sie dachte, ein Kind gibt Liebe und ist einfach nur süß u herzig. Jetzt muss sie mit ihm basteln u spielen und sie hasst es 🤷♀️
Ich dachte immer, Kinder haben ist schrecklich - kein Schlaf, volle Verantwortung für laaaange Zeit, Babysprache, Windelnwechseln, usw.
Dann wurde ich unerwartet schwanger und ich war echt geschockt anfangs, ebenso mein Partner. Jetzt ist sie 12 Wochen und wie genießen jeden Moment mit ihr, niemals hätt ich es mir so schön vorgestellt.
Wenn mich jemand fragt, wie die Nächte sind - ich sage super, bin sehr zufrieden! Sie enden zwar um 5 Uhr und sie trinkt momentan 1-3 Mal nachts, aber das ist das beste Gefühl, für sie da zu sein. Wahrscheinlich ist es ua deswegen so toll, weil ich mir alles viel schlimmer vorgestellt habe.
@Lavazza1984 bei einer künstlichen Befruchtung, wo es „nur“ darum geht, dass der GV nicht vollzogen werden kann, macht man eine Insemination (im Prinzip wie bei der Befruchtung von Kühen) und dafür braucht man nur den Eisprung, sonst ist da meist nichts notwendig.
@Ohana
Meine Arbeitskollegin hats gemacht, mit 30 ohne Partner und sie war dafür in Dänemark. Sie musste zweimal hin, da es beim ersten Mal nix wurde. Ist recht unkompliziert, man bezahlt einen gewissen Betrag (glaub 1000 Euro waren das bei ihr), sucht sich einen aus dem Katalog aus und kriegt den Samen eingesetzt. SS u Geburt ganz einfach wieder in Österreich.
Prinzipiell steh ich so einer Lösung sehr offen gegenüber, mittlerweile merk ich bei der erwähnten Kollegin jedoch, dass sie sehr viele alte Familiengeschichten mitschleppt, die sie mMn lösen hätte sollen, bevor sie ein Kind kriegt in der Annahme „alles würde besser werden“ - was im Endeffekt nicht so ist. Ein Kind sollte nie mit einer Erwartungshaltung belastet werden. Aber das ist jetzt ganz und gar nur ihre Geschichte, hat nix mit dir zu tun natürlich.
Das ist ja mal echt extrem mühsam, was du da durchmachst @schneehase187
Was ich mich frage, warum manche Frauen in meiner Umgebung so einfach und ohne Diagnose in Frühkarenz gehen können. Da steht doch auch für den Arzt einiges am Spiel, wenn er da trickst. Vor allem wirds ja weiter erzählt und man weiß dann, welcher Arzt das ganze so locker sieht, das kann ja auch jemand erfahren, ders nicht wissen soll.
Und 2 kenn ich fix, von denen ich weiß, dass sie ohne „echte“ Diagnose in Frühkarenz gingen.
Vorab: Gegen die Angst hilft, meiner Meinung nach am besten, sich zu informieren, wer vorbereitet ist, muss keine Angst haben. Denn mit der Geburt können natürlich auch Situationen auftreten, die man sich nicht wünscht, die dann aber so sind und je besser man informiert ist, desto besser kann man eine Entscheidung treffen. Mitten unter der Geburt ist die Möglichkeit sich zu informieren nur sehr begrenzt.
Mein Geburtsbericht in Kürze:
Die erste Geburt war 2019 und mittelmäßig positiv 😅 die zweite war vor einem halben Jahr und sehr positiv.
Samstagnachmittag Schleimpfropf gesichtet, es begannen bereits ganz leichte menstruationsartige Empfindungen (weit weg von Krämpfen). Ab 18 Uhr wie Menstruation.
Um 19 Uhr regelmäßig wiederkehrend ca. alle 5 Minuten.
Ab da hab ich mich auf Atmung konzentriert und dass ich eine bequeme Position finde. Das war bei mir Stehen an der Kücheninsel. Um 21 Uhr sind wir ins KH, da waren die Abstände 2 Minuten. Ich hab immer versucht mich der Wehe hinzugeben und hab die Wehenpause bewusst als Pause verbracht.
So stiegen die Wehen von 0/10 auf 10/10 in 5 Stunden, die Wehenpause war aber durchgehend eine 10/10 (riesen Vorteil, dadurch keine Erschöpfung).
Um Mitternacht hat mir die Hebamme die Fruchtblase geöffnet und ab da gings ab 😂
Hab versucht die Presswehen langsam und nicht zu schnell zu nehmen. Man ist sehr versucht das Baby in einem Ruck rauszupressen, aber das Gewebe dankt es dir, wenn du langsam machst.
Immer noch stehend (beste Position für mich) hab ich dann um 00:30 Uhr meine Tochter geboren 💖
Die Hebamme war super, sie hat uns machen lassen und war einverstanden das Baby zu fangen 😅
Während der Geburt empfand ich die Wehen schon als sehr schmerzhaft, aber trotzdem positiv, schwer zu beschreiben. Das Atmen und Schreien brachte viel Erleichterung 🙏 nie dagegen ankämpfen, sondern immer den Weg hin zum Baby vor Augen haben 👌🏻
Erstmal tuts mir sehr leid für euch, dass ihr diese Erfahrungen machen musstet.
Ich selber bin nicht Betroffene und ehrlich gesagt, ich hab lange nicht gewusst, wie wichtig es jemanden sein kann, darüber zu sprechen. Aus meiner Sicht ist es oft immer noch schwer, was ich dazu sagen oder fragen soll. Oder ob ich mir den Tag merken sollte, wo jemand ET gehabt hätte oder der Tag wo es zu den Sternen reiste. Will man drauf angesprochen werden an diesem Tag?
Für mich ist es ein medizinisches/biologisches Thema und daher tuts mir immer sehr leid, wenn Frauen das Gefühl haben, sie hätten versagt oder Schuld an dem Verlauf. Das schwingt wohl unbewusst immer noch mit, auch in unserer aufgeklärten Generation.
Ich weiß aber mittlerweile, dass das nicht-vergessen-werden Bedürfnis groß sein kann. Sogar meine Schwiegermutter zählt ihre zwei Sternenkinder auf, wenn sie von den vier lebenden Kindern erzählt und das ist mind. 45 Jahre her.
Sie war eine der Ersten in ihrem Umfeld, die aufgestanden ist und nicht still schweigend die Schuld auf sich geladen hat. Sie hat am Friedhof eine Gedenkstätte errichtet, die sie nach wie vor pflegt, hier kann jede Familie ihre Sterne verewigen lassen.
@Mama_Hase ich hab auch mal was Traumatisches im Zusammenhang mit meinem Kind erlebt.
Trigger Warnung!!
Sie wär mal fast an ihrem Erbrochenen erstickt. Sie machte dabei einen Huster und dann kam nichts mehr, bis ich bemerkte, dass sie nicht mehr atmete.
Ich bin der Meinung so ein Erlebnis kann einen erschrecken u das wars. Es kann aber auch so tief verankert sein, dass mans nicht mehr los wird. Ich kann bis heute, 5 Jahre danach nicht schlafen, wenn mein Kind (6) alleine im Bett schläft. Und sobald sie hustet, sitz ich mit 180 Puls im Bett. Sollte das Thema auch mal angehen.
Ich weiß von anderen traumatischen Erfahrungen, dass man sie mit Hilfe einer Therapeutin in den Griff kriegen kann. Das bedarf oft gar nicht so vielen Stunden.
Wenn du Zugang hast, nutz das unbedingt sofort und wenn du dir erst wen suchen musst, tu es!
Ich konnte sogar einen traumatischen Tod innerhalb von 1 Therapiestunde aufarbeiten. Ein Tod, der 16 Jahre zurück lag und mich lange belastet hatte.
@TamaraN damit haben wir auch begonnen! Bin auch keine Bastlerin 😬
Foto Kollage aus Werbung machen, kann ganz witzig werden!
Für später mit 5 Jahren hab ich ein Buch gekauft und daraus basteln wir immer mal was. Das Gute bei Kindern ist, sie haben ein richtig gutes Gedächtnis. Wenn sie was in dem Buch sehen und dann zufällig auf was stoßen, zB leere Klopapierrolle, dann fällt ihnen das gleich ein. Dann kann mans basteln und muss nicht selber Zeug heranschaffen und überlegen, was man macht.