@Mohnblume88 ich seh das ganz simpel: Du willst keine weiteren Kinder also bekomm keine. Es sei denn, du kannst mit deinem Partner die Absprache Treffen, dass ER ein Jahr in Karenz geht und anschließend in ETZ und somit den Hauptpart der Betreuung der Kinder, des Haushalts und allem was sonst noch so anfällt übernimmt. Ansonsten ist das für mich eine relativ einfache Sache.
Das Kinder nicht darüber entscheiden können, ob noch ein weiteres Lebewesen (damit mein ich jetzt nicht nur ein Baby sondern auch ein Hundewelpe oder sogar eine Schildkröte oder ein Hamster) in eure Gemeinschaft aufgenommen werden ist wohl selbstversändlich. Wie schon jemand gesagt hat: Sie wird sich dann nicht um das Geschwisterchen kümmern. Die Verantwortung liegt bei euch als Eltern. Plus natürlich, dass DU die jenige bist die das Baby austragen und zur Welt bringen "muss". Ich bin mit der Familienplanung auch fertig. Ich weiß, dass ich ein weiteres Kind mental nicht nochmal schaffen würde. Das zweite hat mich schon sehr an meine Grenzen gebracht. Mein Mann ist da zum Glück der selben Meinung wie ich. Wie es wäre, wenn er sich sehnlich noch ein Kind wünschen würde weiß ich natürlich nicht.
Ich kann dir auch noch sagen, wie es bei mir war: ich bin als Einzelkind aufgewachsen und ich wollte immer Geschwister. Hab keine bekommen (ich hab einen Halbbruder aber wir sind eben nicht wie Geschwister aufgewachsen und stehen uns auch heute nicht besonders nah) und es geht mir gut. Ich hab vor langer Zeit damit abgeschlossen, dass ich keine Geschwister haben werde. Das ist ok. Ich hatte dafür viele, viele Dinge die alle meine Freunde mit Geschwisterkindern nicht hatten (z.B. 2x im Jahr ein schöner Urlaub).
Du könntest bei deiner Tochter nochmal genauer nachfrage: was genau stellst du dir denn daran schön vor, wenn man eine Schwester/einen Bruder hat? Was würdest du dann gerne machen? Wie bist du auf die Idee gekommen, dass wir noch ein Baby bekommen sollten?
Fakt ist: Kinder haben keine Ahnung davon wie es ist ein Neugeborenes im Haus zu haben. Wahrscheinlich stellt sie sich das schön vor, dass sie dann immer wen zum spielen hat aber die ersten paar Jahre wird das defintiv nicht der Fall sein.
Und insgeheim, denke ich, hast du mit diesem Thema abgeschlossen. Das du hier nach Rat und Validierung deiner Gefühle suchst ist nachvollziehbar. Aber hier mus definitiv ein letztes Wort mit deinem Partner gesprochen werden. Deine Tochter wird problemlos damit zurechtkommen, keine Geschwister zu haben. Wenn dein Partner aber noch einen Kinderwunsch hat, könnte es sein das das für ihn schwerer zu verdauen wird.
@Farfalla06 ich versteh dich. Ich hätte mich über die Aussage auf geärgert. Du kannst aber unbesorgt sein: mit deiner Tochter ist alles in Ordnung und mit dir auch! Man kann sie in dem Alter nicht verwöhnen und mit Nähe sowieso nicht. Mit zu viel Liebe kann man Kinder soweiso nicht verwöhnen. Verwöhnen im negativen Sinn kann man Kinder nur, wenn sie zu viel von dem bekommen was sie wollen und zu wenig von dem was sie wirklich brauchen! Aber das kommt erst viel später.
Meine Kinder wurden lang und intensiv getragen zum einschlafen und heute klappt das Einschlafen ganz ohne tragen! Sie ist noch sooo klein. Lass dich nicht abbringen von eurem Weg!
@Katikat ich kann's dir nur von uns sagen: ich bin SO froh, dass wir Menschen in der Mähe haben die sich um die Kinder kümmern können. Wir wohnen so 45min von Wien entfernt und haben auch überlegt, ob wir in Wien bleiben. Letztendlich sind wir in den Heimatort meines Mannes gezogen. Es ist so viel einfacher. Ich hab einfach wen in der Nähe der die Kids Mal am vom KiGa abholen kann (letztens war ich krank und wollte/konnte nicht raus) oder Mal kurz auf die Kids schauen wenn sie krank sind und man was einkaufen muss. Ich weiß nicht, wie Leute das schaffen die wirklich nur zu zweit sind.
Ich muss aber dazu sagen, dass ich mich mit der Familie meines Mannes sehr gut verstehe und wir ein sehr gutes und enges Verhältnis haben. Wär die Schwiegermutter garstiger hätt ich wohl nicht in Erwägung gezogen in ihre Nähe zu ziehen 😬
@Farfalla06 meine Tochter hat auch nie ohne Körperkontakt geschlafen tagsüber. Sie hatte abends auch eine Zeit, in der sie länger geweint hat. Das hat sich mit der Zeit aber von selbst gegeben.
So wie ich das verstanden habe, seid ihr aktuell noch zu zweit (ist dein Mann im Papamonat?). Wenn ja, kann ich die nur den Tipp geben: gönnt euch gegenseitig Pausen. Ihr müsst nicht zu zweit 24/7 für das Kind da sein. Er kann es z.Bm in der Trage haben während du Mal ein paar Stunden schläfst und dann wechselt ihr. Auch beim begleiten am Abend, wenn sie so heftig weint, würd ich mich abwechseln. Einer gibt sich noise-cancelling Kopfhörer rein und wenn der andere nicht mehr kann wird abgewechselt. Sonst seit ihr nach kürzester Zeit komplett ausgebrannt (wie es jetzt eh schon anfängt). Schaut, wie ihr euch gegenseit entlasten könnt ohne das ihr beide ununterbrochen 100% für das Baby gebt.
Ich hab z.B. meinen Mann anfangs in der Nacht zum wickeln geweckt, ihn aber sonst schlafen lassen weil ich eh im liegen gestillt hab. Er war dafür tagsüber dann fitter als ich (und ich ja noch im Wochenbett) und hat mit Baby in der Trage den Haushalt gemacht während ich geschlafen hab. Dann hat er sie mir zum stillen gebracht und wir haben zu dritt eine Runde geschlafen oder so.
@Katikat ich hab gearbeitet bis zum Mutterschutz 🤔
Und dann: aufräumen und ausmisten stand ganz oben im Programm. Hab jeden Tag Yoga gemacht, alle Netflix-Serien nach gescheut die ich mich offen hatte, hab fürs Baby einiges vorbereitet, viel gelesen oder mich mit Freundinnen getroffen, war spazieren,... Bei meiner Tochter war ich im Sommer hochschwanger, da war ich auch oft im Freibad.
Also fad war mir nicht 😉
Waren bei mir halt aber auch nur 9 Wochen (vom Anfang muschu bis meine Tochter da war). Davor hab ich ganz normal 40 Stunden gearbeitet. Wäre ich länger daheim gewesen wegen vorzeitigem Muschu, weiß ich nicht.
Papa versucht den Staubsauger wieder zum Laufen zu bringen. J. beobachtet ihn ganz interessiert und fragt nach einer Zeit "was machst du da, kleiner Mann?"