Ich glaube, die Kündigungen wegen einer Impfpflicht sind unser geringstes Problem. Weitaus schlimmer sind die Arbeitsbedingungen für das Gesundheitspersonal und die Kündigungswelle, die uns womöglich nach der jetzigen Coronaüberflutung treffen könnte. Irgendwann können auch die Ärzt:innen und Schwestern und Pfleger nicht mehr. Es gibt jetzt schon viele krankheitsbedingte Ausfälle, weil die Überlastung einfach zu groß ist.
Jeder hält sich für ersetzbar? Unser Gesundheitspersonal IST derzeit unersetzlich und vor allem unentbehrlich! Völlig unabhängig von einer Impfpflicht.
Die wäre meines Erachtens eine gute Idee, aber mir fehlt hier trotzdem der Respekt vor all den Leuten, die sich seit mittlerweile fast 2 Jahren um Kopf und Kragen arbeiten, demonstrieren gehen, ohne dass sich was ändert, und die auch einfach - so wie jeder andere auch - kündigen könnten. Wir sollten froh sein, dass so viele nach wie vor arbeiten gehen wollen, denn ich könnte sie nicht ersetzen. Und die meisten hier vermutlich auch nicht.
Ich kann mich gar nicht erinnern, pauschalisiert zu haben? Wo denn? Ich habe ein Beispiel von Bekannten gebracht, die sich nicht impfen lassen wollen, obwohl es Schwerkranke in der Familie gibt, und genau diese Bekannten haben sich, ohne irgendwas zu hinterfragen, mehrfach impfen lassen, um zB nach Thailand zu fliegen.
Wenn du es aber schon so ansprichst:
Sie sind vermutlich nicht die Einzigen!
Bzw. Ich glaube, das tun eh viele: auf einen zu 100% wirksamen und zu 100% ungefährlichen Impfstoff warten. Aber leider ist eine Impfung immer eine Belastung für den Körper und man kann vorher nie garantieren, dass man komplett ohne Nebenwirkungen bleibt.
Das Bittere ist ja, dass dieselben Leute, denen der Impfstoff zu unsicher ist, sich 5 verschiedene Spritzen holen, um nach Thailand, Südamerika oder Afrika auf Urlaub zu fliegen. Da hinterfragt das niemand so genau ...
@Ravenna
Ich glaube, man kann von einem Impfstoff, der erst seit einem Jahr verwendet wird, einfach nicht erwarten, dass er "absolut sicher" ist. So wie er nicht absolut wirksam ist.
Natürlich wäre es besser, wir hätten einen komplett nebenwirkungsfreien und zu 100% wirksamen Impfstoff für alle Altersgruppen, aber es war einfach keine Zeit bisher, den zu entwickeln. Mitten in einer Pandemie kann auch die Wissenschaft nur so viel tun, wie eben geht, und wir hätten wahrscheinlich noch deutlich mehr Probleme, wenn wir eine Entwicklung eines besseren Impfstoffes abgewartet hätten.
Korrektur, ich meinte eigentlich Leugner*innen der Wissenschaft.
Ich kenne auch Leute, die ungeimpft sind, weil sie vor mehr als 6 Monaten Corona hatten und noch Antikörper haben.
Da sagte mir einer, er würde sich ja auch nicht gegen Zecken impfen lassen, wenn er ohnehin Antikörper habe, nur weil die Regierung die Antikörpertests nicht mehr gelten lässt. Irgendwie nachvollziehbar. Gleichzeitig hat seine Mutter ein Aneurysma im Kopf und braucht eine Kopf-OP, die wegen Corona jetzt verschoben wird. Also ich glaube, ich würde mich lieber doppelt gegen Zecken impfen lassen, auch mit Antikörpern, wenn meine Mutter dadurch eine Chance auf eine dringend notwendige OP hätte. Und das würde sie ja, wenn alle so handeln würden.
Aber so sieht er das anscheinend nicht, er ärgert sich nur, dass die OP verschoben wurde.
@kea Ist es dann nicht eigentlich ein Austausch-Thread für tatsächliche Impfgegner*innen? 🤔
Denn Ungeimpfte, die an sachlichem und persönlichem (und höflichem) Austausch interessiert sind, können sich ja hier auch austauschen. Vielleicht seh ich das auch falsch, ich lese hier noch nicht so lang mit.
@Larielle
So hab ich's noch nicht gesehen, mit den stillen Mitlesern hast du absolut recht.
Ich versteh deinen Grant. Und ich finde es heftig, dass die Politik das Land komplett abhängig von den Leuten macht, die im Gesundheitsbereich arbeiten. Die MÜSSEN das ja nicht tun, die können alle jederzeit kündigen, und die Arbeitssituation in dem Spitälern ist schon lang nicht mehr lustig. Im Grunde sind wir wir davon abhängig, dass die Ärzt*innen und das Pflegepersonal sich so verantwortlich fühlen, dass sie weitermachen, obwohl die Belastung ein Wahnsinn ist. Hat die Regierung einen Plan, wenn es bei uns eine Kündigungswelle wie in Bayern gibt? Ich bezweifle es.
@Larielle
Hab aber oft nicht das Gefühl, dass Kommentare, die nicht exakt die eigene Meinung widerspiegeln, überhaupt gelesen werden.
Ein Austausch wäre schön, aber ich glaube, dass das Forum dafür nicht tief genug gehen kann. Es ist ja schon im persönlichen Gespräch schwierig, und da kann ich Zwischenfragen stellen und sehe auch die Mimik der anderen Person etc.
Das unkommentiert-Stehenlassen finde ich auch ganz schlimm, aber Kommentieren ist anscheinend auch keine Lösung. Vielleicht eher einfach nicht mehr lesen.
Ich finde es auch ganz schrecklich. Und ich frage mich, ob Leute, die mir sagen, sie hätten Angst vor der Impfung - was ich durchaus verstehen kann - schon vorgestellt haben, wie es wäre, selbst unter diesen Umständen im Spital zu sein, oder seinen Partner, seine Eltern, sein Kind dort liegen zu haben.
@BeLa
Danke für deinen Beitrag.
Bei mir wars ähnlich, hab mich auch mit Bauchweh impfen lassen und davor eine Zeitlang abgewartet. Habe zum Glück mit der Impfung keine schlechten Erfahrungen gemacht und da ich jetzt wieder schwanger bin, erleichtert es mich. Aber in Bereichen, in denen ich mich nicht ausreichend auskenne, um mir selbst eine fundierte Meinung zu bilden - ich bin keine Medizinerin oder Wissenschaftlerin und weiß auf dem Gebiet auch wenig - fühle ich mich meistens nicht so wohl. Lieber weiß ich selbst Bescheid, anstatt mich auf andere Menschen verlassen zu müssen, aber in dem Fall ging es leider nicht anders.
Finde es auch wichtig zu sehen, dass nicht alle Ungeimpften Corona-Leugner sind und gleichzeitig nicht alle Geimpften freudestrahlend zur Impfung aufgebrochen sind.