Ich hab während meiner Ausbildung bei einem premium Autohersteller definitiv gelernt, dass Kleider keine Leute machen.
Das hat sich im Laufe der Jahre auch später bestätigt. Wir kennen mittlerweile hochangesehen Professoren und auch Nobel Preisträger aber würde man denen auf der Straße oder beim Billa über den Weg laufen, ist’s eher wahrscheinlich so das der ein oder andere von uns denen noch 5€ für ein neues Paar Socken etc. Geben wollen würde.
Ich habe eher festgestellt je mehr finanzielle Mittel da sind, desto weniger achten diese Menschen darauf was andere von ihnen halten.
Unsere Tochter zb hat seit dem sie 7 ist immer mal wieder bunte Haare (ohne Chemie) und hat auch Ohrringe - sie trägt Rammstein Shirts und mag die Farbe „schwarz“ - wer sie aufgrund dessen vorverurteilen möchte, darf das gerne tun.
Ich weiß dass sie absolut sozial in sämtlichen Belangen ist und absolut vorurteilsfrei ist.
Wir haben einige dunkelhäutige Menschen in unserem Freundeskreis und allein diese Tatsache lässt manche echt schräge gedanken los lassen.
Ebenso hat mal eine unserer dunkelhäutigen Puppen bei einer Freundin für Aufsehen gesorgt, dass sie „sowas“ ja nie haben wollen würde und sofort verschwinden lassen würde, bevor auch nur das Kind „das“ in die Hände bekommt. Hab ich ganz schön verstört schauen müssen, nach dieser Aussage.
Ich bin gerne Gast in anderen Ländern und Kontinenten und ich mag nichts mehr als die „wirklichen“ Menschen dort kennenzulernen und ich muss sagen, seitdem wir dass auch so leben, bin ich was Vorurteile angeht echt ziemlich befreit.
Unsere Kinder waren beide fremdbetreut - die große ab 11 Monaten in einer Krabbelstube - sie fand es toll und hat dort viel gelernt. Sie hat dort wirklich alle geliebt und freut sich nach wie vor wenn sie mal wen von dort trifft.
Unsere kleine war ab 18 Monaten bei einer Tagesmutter - auch stets zufrieden und sie mag ihre Tagesmutter auch sehr. Ab Sommer wechselt sie dann in den
Kindergarten.
Ich denke es ist auch eine Sache, wie man als Eltern an die Sache heran geht. Strahlt man seine eigene Nervosität oder Unsicherheit aus, überträgt sich sowas schnell aufs Kind.
Wenn ein Kind natürlich wochenlang brüllt in welcher Einrichtung auch immer, ist das natürlich nicht optimal - aber man kann auch nicht erwarten das jedes Kind mit so einer Umstellung sofort klar kommt.
Bei uns Erwachsenen braucht der ein oder andere auch länger wenn es zb im Job oder ähnliches eine Veränderung gibt.
Es muss halt im Großen und Ganzen noch passen. Pauschalisieren lässt es sich schlecht.
Wir wohnen im Bezirk Baden - uns gefällt es weil es trotz allem noch genügend Wald und Wiese bzw Weinbauregionen gibt.
Für uns ist’s optimal weil wir schnell auf der Autobahn sind, sowohl in Richtung Wien, als auch Linz bzw Graz.
Die Schulen hier sind allesamt bis auf wenige Ausnahmen (aber wo gibts die nicht) recht gut.
Die Betreuung könnte besser sein, aber wenn eine Tagesmutter für euch kein Problem ist, ist das machbar. Unsere kleine wird durch eine Tagesmutter betreut und die große besucht 3x wöchentlich die Schulische Nachmittagsbetreuung.