@Nasty ich stimme dir voll zu und es ist bewundernswert, dass ihr das so toll schafft. Aber dennoch gibt es Menschen, die das nicht so gut können, und die empfinden vielleicht den Drang zu flüchten. Es ist soooo schwierig, dass man da etwas dazu sagt, denn man kennt niemals die Situation der anderen. Ich hoffe sehr, dass der Vater nicht tatsächlich flüchtet und lernt, damit umzugehen, aber auch das braucht Zeit. Ich denke, dass man da erst reinwachsen muss und es legitim ist, enttäuscht, angepisst oder sonst was vom Leben zu sein, denn wer erwartet sich das schon, wenn man sich seine Zukunft ausmalt?! Ja, es sind unsere Kinder, die wir lieben, aber diese besagten Extras machen das Leben nun mal extremst anstrengend und herausfordernd. Und es ist auch ok, dass man das nicht so einfach wuppen kann wie vielleicht andere. 😌
@nasty ich bewundere dich wirklich. Und ich wünschte, ich könnte so sein, wenn es mich betrifft.
Trotzdem bin ich froh, dass ich deinen Kommentar gelesen hab und nicht meine Freundin. Wenn ihr zum jetzigen Zeitpunkt wer sagen würd, dass es „nur ein Extra“ ist, dann weiß ich auch nicht…würd es in ihr mehr zerstören, als ihr helfen.
Ich bin ja nicht dabei wenns schwierig ist, aber ich erleb sie, wie es ihr geht, wenn sie mal Luft hat mir davon zu erzählen, zB wenn sie sich wegsperrt von ihrem Kind nach 10 Stunden Hauen, Beissen, Schreien - um mir Sprachnachrichten zu schicken, damit sie nicht durchdreht. Sie ist fast 40 Jahre und weint mir ins Telefon, sie steht nicht nur vorm Nervenzusammenbruch, sie hat regelmäßig welche.
Ihr Mann ist halt verhaltener im ersten Moment, aber explodiert auch regelmäßig. Er hat die Familie ja noch nicht verlassen, aber etwas in ihm schreit danach. Ich find das bemerkenswert, dass sie drüber reden können.
Ich kanns schon verstehen, wies sein muss. Wenn dich jemand fragt, wie war der Urlaub und du einfach nur heulen könntest, weil es nur beschissen war. Wenn du Nervenstörungen von den Bisswunden hast und es niemanden erzählen kannst, weil du dein Kind nicht bloßstellen willst. Ich glaub ich muss nicht mehr ausholen, viele wissen ja wies ist.
Ich denke, es wird Zeit brauchen, um den Weg zu finden, der für sie machbar ist. Und auch was zumutbar ist fürs Kind.
Vielleicht kann sie es in ein paar Jahren auch so sehen, dass es „nur das eine Extra“ ist. Wahrscheinlich sogar, aber jetzt erstmal gehts um die Gefühle, die aktuell da sind und der Prozess der Akzeptanz.
@Mohnblume88 ich verstehe das sehr gut. Es sollte wirklich Hilfe zur Selbsthilfe sein. Ich wollte das nicht als "einfach" darstellen. Und ja es ist auch Charakterabhängig wie leicht oder schwer das fällt.
Der erste Weg zur Akzeptanz ist das Kind als das zu betrachten was es ist. Das eigene Kind. Erst im 2. Schritt sind die Extras relevant. Und ja sowas braucht Zeit, aber wenn man sich bei jedem Tief ins Bewusstsein ruft, dass es ums Kind geht wird es irgendwann "besser". Man wächst mit seinen Aufgaben.
Meine Oma ist vor 30 Jahren gestorben, sie sagte immer : Man bekommt nur das im Leben was man auch verkraften kann. Jeder kann über sich hinaus wachsen.
Deine Freundin ist unglaublich stark, wurde "auserwählt" um dem Kind in seinem Sein Hilfe zu geben. klingt jetzt als ob ich verrückt wäre 😅 aber ich hoffe Du weißt was ich meine. Sucht Euch das "Gute" einen Grund der hilft es zu verstehen. Irgendeinen.
Der erste Weg ist die amtliche Diagnose,
Es gibt natürlich unterschiedliche "Härtegrade" bei jeder Diagnose. Aber auch für vieles schon Medikamente, die dem Kind helfen zu sich selbst zu finden. (Ich gebe keine, weil wir ohne zurecht kommen, er keine Probleme nach außen hin hat)
Bei jeder Diagnose gibt es Anlaufstellen, Psychologen für die Mama, die ihr den Umgang erleichtern können.
Einen Trick 17 gibt es nicht, weil alles so individuell ist. Wenn man das Kind nicht kennt, ist es nochmal schwieriger richtige Tips zu geben. Es gibt das Sprichwort : kennst du einen Autisten, kennst du EINEN Autisten. Jeder im Spektrum ist anders, auch wenn fast alle AD(H)S dabei haben.
@Talia56 wie gesagt, ich versteh das alles. Ich spüre die gleiche Last wie andere Betroffene, ich kenne diese Gefühle, aber ja es gelingt mir da drüber zu stehen. Sie zu verdrängen, Lösungen zu finden, es anzunehmen.
Vielleicht weil wir soo viele Jahre auf unsere Kinder warten mussten, alles nicht so easy lief wie anderswo. Ich schon vorher viel Kraft investieren musste um Mama werden zu dürfen.
Sie mein Lebensmittelpunkt sind, nichts ist mir wichtiger.... natürlich auch nicht richtig, ich weiß schon, dass dies eher unter Verrückt und Unnormal fällt, aber ich denke und fühle nun Mal so. Und mein Mann zum Glück auch. Wir ticken beide gleich dämlich.
Wir waren viele Jahre das Vereinslokal von mehreren Behinderten Vereinen, ich hatte nie Berührungsängste, kannte so gut wie alle Diagnosen und Behinderungen schon vorher. Hab diese Menschen nie als anders wahr genommen. Vielleicht Schutz Bedürftiger, aber nicht komisch oder seltsam oder sonst wie abstoßend. Vielleicht auch ein Grund warum ich das leichter verdaue. Ich habe gesehen, dass viele selbstbestimmt mit Job und Wohnung leben. Ich hab gesehen wo die Reise mit Behinderung hin gehen kann und weiß deshalb, dass eine Diagnose nicht das Ende ist.
Es braucht Kraft, Ausdauer und Liebe. Dann wird das schon.
Ängste kommen und gehen, sie kommen nicht um zu bleiben sondern um überwunden zu werden.
ich hab hier ein bisschen mitgelesen und hätte eine Frage. Und zwar ist es so, dass unser Junior schon seit der Geburt etwas anders ist (High Need Baby, soziale Interation ganz lange sehr schwierig, jetzt ist er im Kindergarten recht beliebt und hat viele Freunde, neigt aber nach wie vor zu Empathieproblemen, starkem Ego und widlen Wutasbrüchen. Das war/ist immer wieder ein Thema im Kindergarten und auch im privaten bereich. Auch die tägliche Körperpflege oder Situationswechsel sind nach wie vor ein eher mühsames Thema.
Andererseits ist er kognitiv sehr weit für sein Alter (sehr breiter & präziser Wortschatz) und auch körperlich fit mit wahnsinnig viel Energie. Also in einigen Bereichen unter oder über der Norm, würde ich sagen.
Ich habe einfach schon ein bisschen Sorge in Hinblick auf die Schule. Dort ist man ja dann mal schnell mal "unten durch" in der Klasse bei Fehlverhalten, meinte unsere Kindergarten Pädagogin.
Ich habe daher schon länger den Wunsch eine Testung in Hinblick auf neurodivergenzen zu machen, aber unsere Kinderärztin meinte, dass es in seinem Alter (4 Jahre) noch keinen Sinn macht. Ich habe aber die Angst, dass er ohne Diagnose nicht adäquat gefördert wird bzw. für sein Verhalten von seiner Umwelt auch oft die falsche und unfaire Reaktion bekommt (dass ihm z.B. eine böse Absicht oder ein Fehlverhalten unterstellt wird, was er aber eigentlich nicht besser kann - das kennt ihr vielleicht?).
Wir machen jetzt jedenfalls sensorisches Kinderturnen & Ergotherapie.
Meint ihr, wir können/sollen noch warten oder bereits jetzt aktiv werden?
@flippo88 warten. Ihr macht ja schon etwas…viel mehr würdest auch mit Diagnose nicht machen. Mit 4 Jahren ist noch ausreichend Zeit und ich hab nicht das Gefühl, dass ihr einen Leidensdruck habt oder?! Also so, dass eine Diagnose etwas ändern würde. 😌
Also Pädagogin kann ich dir den Tipp geben, wenn du eine testung möchtest und dir sorgen wegen der schule hast, dann mach dir einen termin aus, der so fällt dass du die Diagnose vor der schileinschrubung hast. Also ca. Kurz bevor dein kind ins letzte Kindergartenjahr kommt. Jetzt macht ihr eh etwas, das würde sich mit Diagnose nicht ändern. Um einen guten schulplatz zu finden, wäre eine Diagnose aber tatsächlich nicht schlecht. Wenn es aber vom Kindergarten momentan nicht gefordert wird, dann reicht es wenn ihr bis zum letzten Kindergartenjahr wartet. Aber Achtung, je nachdem wo ihr wohnt kann es zu sehr langen Wartezeiten für die Abklärung kommen. Normalerweise sind die schuleinschreibungen immer so gegen jänner im letzten Kindergartenjahr, also würde es sich anbieten, im Oktober davor z.b. eine Abklärung zu machen.
Ihr habt mir ja bereits viel weitergeholfen, als ich Fragen hatte bzgl. der Autistische Tochter meiner Freundin.
Die Situation hat sich weiter zugespitzt, die Familie lebt derzeit sehr zurückgezogen. Das Kind geht gar nicht mehr raus und auch der Kindergarten (letztes Jahr) wird spärlich besucht.
Sie wurden nun konfrontiert mit der Idee des häuslichen Unterricht. @vogi du meintest damals schon, dass eine Regelschule wahrscheinlich keine gute Lösung ist. Es scheint wirklich nicht möglich zu sein.
Hat hier jemand Erfahrung damit? Ich frag mich, ob ich als Freundin sie unterstützen sollte, sich für den häuslichen Unterricht zu entscheiden. Oder ob man drauf drängen soll, dass das Kind eingeschult wird.
Die Autismusberatung ist klar für daheim unterrichten.
Ihr habt mir ja bereits viel weitergeholfen, als ich Fragen hatte bzgl. der Autistische Tochter meiner Freundin.
Die Situation hat sich weiter zugespitzt, die Familie lebt derzeit sehr zurückgezogen. Das Kind geht gar nicht mehr raus und auch der Kindergarten (letztes Jahr) wird spärlich besucht.
Sie wurden nun konfrontiert mit der Idee des häuslichen Unterricht. @vogi du meintest damals schon, dass eine Regelschule wahrscheinlich keine gute Lösung ist. Es scheint wirklich nicht möglich zu sein.
Hat hier jemand Erfahrung damit? Ich frag mich, ob ich als Freundin sie unterstützen sollte, sich für den häuslichen Unterricht zu entscheiden. Oder ob man drauf drängen soll, dass das Kind eingeschult wird.
Die Autismusberatung ist klar für daheim unterrichten.
Hmmm...es ist halt die Frage ob die Familie das dauerhaft stemmen kann und will. Das ist schon aufwändig und deutlich belastender als das Kind "nur" daheim haben. Deine Freundin hat doch schon sehr belastet und überfordert geklungen in den letzten Posts von dir. Ansich müsste das Kind auch eine jährliche Gesamtprüfung bestehen um daheim unterrichtet werden zu können, weiß aber nicht wie das bei Kindern mit einem SPF ist.
@melly210 ja meine Freundin ist sehr belastet mit der Betreuung und Pflege ihres Kindes.
Jedoch ist der Aufwand sie in den Kindergarten zu bringen teilweise extrem. So, dass sie immer wieder abbrechen und wieder heimgehen.
Glaub, sie muss das geringere Übel wählen…
Der Unterschied von Kiga zu Schule ist schon ein großer Sprung mMn. Die Anforderungen werden deutlich mehr und die Möglichkeiten das Kind daheim zu lassen sind gering.
@Mohnblume88 puh…ich würde es nicht machen. Ich würde wohl so lange nach etwas suchen, um eine Lösung zu finden, damit ich das Kind nicht zu Hause unterrichten müsste. So kommt ja deine Freundin gar nicht zur Ruhe. Oder ist es weniger belastend, wenn dieser Druck von außen wegfällt? Also wenn kein Besuch einer Einrichtung notwendig ist?
@Talia56 das werd ich sie fragen. Also was ihr aus heutiger Sicht machbarer erscheint und was belastender. Ich hoffe sie kommt so zu einer Entscheidung, mit der dir Familie umgehen kann.
Leider ist das mit ASS immer noch schwieriger als zB mit Trisomie 21. Zweiteres hat ein gleichaltriges Mädchen und sie kommt in eine Schule mit Integrationsklasse, nur 5 km entfernt. Da ist die Behinderung offensichtlicher.
Sie steht im engen Austausch mit dieser Familie und da merkt sie eben, wie unterschiedlich das gehandhabt wird. Sie hat immer das Gefühl, sie müsse beweisen, dass ihr Kind draussen maskiert und drinnen aber komplett durchdreht.
@Mohnblume88 es gibt Unterricht in Klein Klassen mit 5 Kindern und 2 Lehrern.
Es gibt passende Schulen.
Ich würde das Kind einschulen.
Denke es ist wichtig für später. Sie wird nicht ewig leben. Klingt jetzt sehr hart, aber das Kind muss sich irgendwie an andere Betreuung gewöhnen.
Natürlich gibt's Extremfälle, das ist hier schwer zu beurteilen. In Wien gibt's Schulen die auf Autismus spezialisiert sind. Die Sonderpädagogische Betreuung drauf geschult ist. In anderen Bundesländern gibt's Assistenten für diese Kinder.
Es ist wahrscheinlich schwieriger durch den fehlenden Kindergartenbesuch, aber trotzdem zu schaffen. Ich glaube es wäre für alle richtig und wichtig wenn das Kind (auch wenn Anfangs mit Zwang verbunden) eine andere Betreuung als Mama akzeptieren lernt.
Meine Schwägerin ist Sonderpädagogin in einer Schule mit Schwerpunkt Autismus, die Lehrer kennen ziemlich alle Eigenheiten und Differenzen dieser Kinder. Es ist "okay" wenn Kind auf Lehrer los geht, weg rennt oder oder... Wichtig ist die richtige Schulform zu wählen die von 1 bis 9 geht. So gibt es wenig bis keine Lehrer Wechsel, keinen Ortswechsel. Eventuell kann die Einschulung für Mama und Kind psychologisch begleitet werden.
Ich höre zum ersten mal, dass Beratungsstellen sich für häuslichen Unterricht aussprechen. Aber kann natürlich sein, dass es daran liegt die Betroffenen nicht zu sehen.
@Mohnblume88 naja, aber sie haben eine offizielle Diagnose. Es ist schwierig und oft muss man für etwas kämpfen, aber never ever würd ich häuslichen Unterricht anstreben. Wie Nasty schob geschrieben hat: es gibt Möglichkeiten.
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Trotzdem bin ich froh, dass ich deinen Kommentar gelesen hab und nicht meine Freundin. Wenn ihr zum jetzigen Zeitpunkt wer sagen würd, dass es „nur ein Extra“ ist, dann weiß ich auch nicht…würd es in ihr mehr zerstören, als ihr helfen.
Ich bin ja nicht dabei wenns schwierig ist, aber ich erleb sie, wie es ihr geht, wenn sie mal Luft hat mir davon zu erzählen, zB wenn sie sich wegsperrt von ihrem Kind nach 10 Stunden Hauen, Beissen, Schreien - um mir Sprachnachrichten zu schicken, damit sie nicht durchdreht. Sie ist fast 40 Jahre und weint mir ins Telefon, sie steht nicht nur vorm Nervenzusammenbruch, sie hat regelmäßig welche.
Ihr Mann ist halt verhaltener im ersten Moment, aber explodiert auch regelmäßig. Er hat die Familie ja noch nicht verlassen, aber etwas in ihm schreit danach. Ich find das bemerkenswert, dass sie drüber reden können.
Ich kanns schon verstehen, wies sein muss. Wenn dich jemand fragt, wie war der Urlaub und du einfach nur heulen könntest, weil es nur beschissen war. Wenn du Nervenstörungen von den Bisswunden hast und es niemanden erzählen kannst, weil du dein Kind nicht bloßstellen willst. Ich glaub ich muss nicht mehr ausholen, viele wissen ja wies ist.
Ich denke, es wird Zeit brauchen, um den Weg zu finden, der für sie machbar ist. Und auch was zumutbar ist fürs Kind.
Vielleicht kann sie es in ein paar Jahren auch so sehen, dass es „nur das eine Extra“ ist. Wahrscheinlich sogar, aber jetzt erstmal gehts um die Gefühle, die aktuell da sind und der Prozess der Akzeptanz.
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Der erste Weg zur Akzeptanz ist das Kind als das zu betrachten was es ist. Das eigene Kind. Erst im 2. Schritt sind die Extras relevant. Und ja sowas braucht Zeit, aber wenn man sich bei jedem Tief ins Bewusstsein ruft, dass es ums Kind geht wird es irgendwann "besser". Man wächst mit seinen Aufgaben.
Meine Oma ist vor 30 Jahren gestorben, sie sagte immer : Man bekommt nur das im Leben was man auch verkraften kann. Jeder kann über sich hinaus wachsen.
Deine Freundin ist unglaublich stark, wurde "auserwählt" um dem Kind in seinem Sein Hilfe zu geben. klingt jetzt als ob ich verrückt wäre 😅 aber ich hoffe Du weißt was ich meine. Sucht Euch das "Gute" einen Grund der hilft es zu verstehen. Irgendeinen.
Der erste Weg ist die amtliche Diagnose,
Es gibt natürlich unterschiedliche "Härtegrade" bei jeder Diagnose. Aber auch für vieles schon Medikamente, die dem Kind helfen zu sich selbst zu finden. (Ich gebe keine, weil wir ohne zurecht kommen, er keine Probleme nach außen hin hat)
Bei jeder Diagnose gibt es Anlaufstellen, Psychologen für die Mama, die ihr den Umgang erleichtern können.
Einen Trick 17 gibt es nicht, weil alles so individuell ist. Wenn man das Kind nicht kennt, ist es nochmal schwieriger richtige Tips zu geben. Es gibt das Sprichwort : kennst du einen Autisten, kennst du EINEN Autisten. Jeder im Spektrum ist anders, auch wenn fast alle AD(H)S dabei haben.
@Talia56 wie gesagt, ich versteh das alles. Ich spüre die gleiche Last wie andere Betroffene, ich kenne diese Gefühle, aber ja es gelingt mir da drüber zu stehen. Sie zu verdrängen, Lösungen zu finden, es anzunehmen.
Vielleicht weil wir soo viele Jahre auf unsere Kinder warten mussten, alles nicht so easy lief wie anderswo. Ich schon vorher viel Kraft investieren musste um Mama werden zu dürfen.
Sie mein Lebensmittelpunkt sind, nichts ist mir wichtiger.... natürlich auch nicht richtig, ich weiß schon, dass dies eher unter Verrückt und Unnormal fällt, aber ich denke und fühle nun Mal so. Und mein Mann zum Glück auch. Wir ticken beide gleich dämlich.
Wir waren viele Jahre das Vereinslokal von mehreren Behinderten Vereinen, ich hatte nie Berührungsängste, kannte so gut wie alle Diagnosen und Behinderungen schon vorher. Hab diese Menschen nie als anders wahr genommen. Vielleicht Schutz Bedürftiger, aber nicht komisch oder seltsam oder sonst wie abstoßend. Vielleicht auch ein Grund warum ich das leichter verdaue. Ich habe gesehen, dass viele selbstbestimmt mit Job und Wohnung leben. Ich hab gesehen wo die Reise mit Behinderung hin gehen kann und weiß deshalb, dass eine Diagnose nicht das Ende ist.
Es braucht Kraft, Ausdauer und Liebe. Dann wird das schon.
Ängste kommen und gehen, sie kommen nicht um zu bleiben sondern um überwunden zu werden.
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ich hab hier ein bisschen mitgelesen und hätte eine Frage. Und zwar ist es so, dass unser Junior schon seit der Geburt etwas anders ist (High Need Baby, soziale Interation ganz lange sehr schwierig, jetzt ist er im Kindergarten recht beliebt und hat viele Freunde, neigt aber nach wie vor zu Empathieproblemen, starkem Ego und widlen Wutasbrüchen. Das war/ist immer wieder ein Thema im Kindergarten und auch im privaten bereich. Auch die tägliche Körperpflege oder Situationswechsel sind nach wie vor ein eher mühsames Thema.
Andererseits ist er kognitiv sehr weit für sein Alter (sehr breiter & präziser Wortschatz) und auch körperlich fit mit wahnsinnig viel Energie. Also in einigen Bereichen unter oder über der Norm, würde ich sagen.
Ich habe einfach schon ein bisschen Sorge in Hinblick auf die Schule. Dort ist man ja dann mal schnell mal "unten durch" in der Klasse bei Fehlverhalten, meinte unsere Kindergarten Pädagogin.
Ich habe daher schon länger den Wunsch eine Testung in Hinblick auf neurodivergenzen zu machen, aber unsere Kinderärztin meinte, dass es in seinem Alter (4 Jahre) noch keinen Sinn macht. Ich habe aber die Angst, dass er ohne Diagnose nicht adäquat gefördert wird bzw. für sein Verhalten von seiner Umwelt auch oft die falsche und unfaire Reaktion bekommt (dass ihm z.B. eine böse Absicht oder ein Fehlverhalten unterstellt wird, was er aber eigentlich nicht besser kann - das kennt ihr vielleicht?).
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Die Situation hat sich weiter zugespitzt, die Familie lebt derzeit sehr zurückgezogen. Das Kind geht gar nicht mehr raus und auch der Kindergarten (letztes Jahr) wird spärlich besucht.
Sie wurden nun konfrontiert mit der Idee des häuslichen Unterricht. @vogi du meintest damals schon, dass eine Regelschule wahrscheinlich keine gute Lösung ist. Es scheint wirklich nicht möglich zu sein.
Hat hier jemand Erfahrung damit? Ich frag mich, ob ich als Freundin sie unterstützen sollte, sich für den häuslichen Unterricht zu entscheiden. Oder ob man drauf drängen soll, dass das Kind eingeschult wird.
Die Autismusberatung ist klar für daheim unterrichten.
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Hmmm...es ist halt die Frage ob die Familie das dauerhaft stemmen kann und will. Das ist schon aufwändig und deutlich belastender als das Kind "nur" daheim haben. Deine Freundin hat doch schon sehr belastet und überfordert geklungen in den letzten Posts von dir. Ansich müsste das Kind auch eine jährliche Gesamtprüfung bestehen um daheim unterrichtet werden zu können, weiß aber nicht wie das bei Kindern mit einem SPF ist.
5,536
Jedoch ist der Aufwand sie in den Kindergarten zu bringen teilweise extrem. So, dass sie immer wieder abbrechen und wieder heimgehen.
Glaub, sie muss das geringere Übel wählen…
Der Unterschied von Kiga zu Schule ist schon ein großer Sprung mMn. Die Anforderungen werden deutlich mehr und die Möglichkeiten das Kind daheim zu lassen sind gering.
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Leider ist das mit ASS immer noch schwieriger als zB mit Trisomie 21. Zweiteres hat ein gleichaltriges Mädchen und sie kommt in eine Schule mit Integrationsklasse, nur 5 km entfernt. Da ist die Behinderung offensichtlicher.
Sie steht im engen Austausch mit dieser Familie und da merkt sie eben, wie unterschiedlich das gehandhabt wird. Sie hat immer das Gefühl, sie müsse beweisen, dass ihr Kind draussen maskiert und drinnen aber komplett durchdreht.
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Es gibt passende Schulen.
Ich würde das Kind einschulen.
Denke es ist wichtig für später. Sie wird nicht ewig leben. Klingt jetzt sehr hart, aber das Kind muss sich irgendwie an andere Betreuung gewöhnen.
Natürlich gibt's Extremfälle, das ist hier schwer zu beurteilen. In Wien gibt's Schulen die auf Autismus spezialisiert sind. Die Sonderpädagogische Betreuung drauf geschult ist. In anderen Bundesländern gibt's Assistenten für diese Kinder.
Es ist wahrscheinlich schwieriger durch den fehlenden Kindergartenbesuch, aber trotzdem zu schaffen. Ich glaube es wäre für alle richtig und wichtig wenn das Kind (auch wenn Anfangs mit Zwang verbunden) eine andere Betreuung als Mama akzeptieren lernt.
Meine Schwägerin ist Sonderpädagogin in einer Schule mit Schwerpunkt Autismus, die Lehrer kennen ziemlich alle Eigenheiten und Differenzen dieser Kinder. Es ist "okay" wenn Kind auf Lehrer los geht, weg rennt oder oder... Wichtig ist die richtige Schulform zu wählen die von 1 bis 9 geht. So gibt es wenig bis keine Lehrer Wechsel, keinen Ortswechsel. Eventuell kann die Einschulung für Mama und Kind psychologisch begleitet werden.
Ich höre zum ersten mal, dass Beratungsstellen sich für häuslichen Unterricht aussprechen. Aber kann natürlich sein, dass es daran liegt die Betroffenen nicht zu sehen.
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