Wochenbett - Wie lange hattet ihr Unterstützung? (Urlaub, Freistellung, Familie, Papa Monat?)

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Kommentare

  • @Sarah6 wenn deine Geburten für dich gepasst haben dann ist das wunderbar! Ich hatte auch 2 schnelle und unkomplizierte Geburten aber mein Mann war trotzdem eine Unterstützung. Allein seine Anwesenheit und wie er meine Hand gehalten hat und ich mich festhalten konnte. Dieses Wunder der Natur, den ersten Schrei, die Tränen der Freude… das hätte ich ihm niemals vorenthalten. Er hat mir aber zB jetzt nicht zwischen die Beine geschaut oder so. Für ihn waren es auch 2 ganz tolle Erlebnisse, erzählt er zumindest.

    Zum Rest: wenn das für dich/euch so gepasst hat, super. Für mich und die meisten die ich kenne hätte es das wohl nicht. Diese erste Zeit ist wie @anianom geschrieben hat so magisch und der Alltag kommt ja ohnehin schneller als man denkt. Ich finde, indem ihr das überspringt und gleich zum Alltag übergeht als ob nichts passiert wäre, da nehmt ihr euch einfach selbst etwas weg.

    Und das eine schließt ja das andere nicht aus. Dass ein Mann sich an Erziehung und Haushalt beteiligt sehe ich als die Norm an, und dieses ‚steht mein Essen auf dem Tisch?‘ Gehabe sehe ich in meinem Umfeld zum Glück überhaupt nicht mehr.


    Aber abschließend möchte ich sagen, jeder hat andere Wünsche und Vorstellungen und wenn eure da zusammen passen und ihr glücklich damit seid dann ist das doch ideal. Es muss für niemanden passen außer für euch! Aber Menschen die es anders machen sollte man dann halt auch nicht belächeln und das klang ein wenig so. Wenn es eh nicht so gemeint war ist alles gut 😊
    MagicbustripFarfalla06
  • Bei uns wars so dass beim 1. Kind ein ungeplanter Kaiserschnitt erforderlich war. Am Sonntag kamen wir heim und mein Mann hatte zwar Urlaub danach aber wir fingen dann auch mitn Hausbaun gleich an. Er war von in der Früh bis am Abend die ersten Wochen am Bau, aber ich schaute dass ich täglich mindestens einmal zwischendurch und dann zum Jausnen mit der Kleinen vorbei kam. Ich hatte meine Mama zwar als Unterstützung, habe aber selber gleich mal wieder viel selber gemacht und das hat mir nach dem Kaiserschnitt aber auch gut getan die Bewegung, mag man verurteilen aber für mich hats so gut gepasst. Zwischendurch war er wieder Arbeiten aber durch Corona im Homeoffice und Kurzarbeit, genau diese Zeit haben wir dann richtig genossen und er hat da dann auch richtig viel Zeit gehabt eine Bindung zur Kleinen aufzubauen.
    Beim zweiten wars wieder ein Kaiserschnitt und er war die Woche wo ich im Krankenhaus war sowieso Pflegeurlaub bei der kleinen Zuhause und danach noch 2 Wochen die wir als Familie richtig genossen haben. Danach musste er aber auch wieder für einige Wochen von Montag bis Donnerstag auswärts arbeiten.
    Er war Anfangs nie so ewig Zuhause hat aber eine so extrem gute Bindung zu unsern Kindern. Für ihn wars und ists nach wie vor sehr wichtig in seiner Freizeit sich ohne dass man darum bitten muss sich um die Kinder zu kümmern so dass ich auch mal zu einer Auszeit komme.
    Haben aber auch Bekannte die dem Papamonat gingen und als der Alltag begann blieb fast alles wieder an der Mutter hängen und sie gingen in ihrer Freizeit auch wieder mehr ihren eigenen Interesse nach und haben im Nachhinein bei weiten nicht so eine gute Bindung zu ihren Kindern wie mein Mann 🤷‍♀️
    Ich bin auch der Meinung jeder soll es so machen wie er es für sich Richtig empfindet.
  • Bei meinem ersten Kind war der Papa 1 Tag zuhause, nachdem ich aus dem KH gekommen bin. War ein Kaiserschnitt, ging mir aber super, wir blieben 5 Tage im KH, einfach weil es ja eh egal war, ob wir alleine zuhause oder im KH waren, da hab ich dann den Luxus genossen, dass mir immer wer Essen bringt und generell war das KH damals auch richtig angenehm. (privatklinik döbling)

    Bei Kind 2 war es bisschen schwieriger, da ich länger im KH bleiben musste und der Kleine ins AKH auf die Intensiv musste. Ich war dann 4 Tage dort und der Kleine kam erst 5 Tage später raus.
    Mein Mann war in der Zeit zuhause, bis der kleine Mann aus dem KH durfte, da wir ja auch die Große zuhause hatten.

    Aber im Grunde ging er nach beiden Geburten relativ schnell wieder arbeiten, was mich nicht gestört hatte, Zeit zum Kuscheln und Kennenlernen nimmt man sich ja auch so. Und hilfsbedürftig hab ich mich nicht gefühlt, von daher konnte ich alles wie gewohnt machen.


    Sarah6
  • Mein mann hat sich 5 Wochen Urlaub nach der Geburt genommen und das war mega hilfreich für mich. Ich hatte starke Schmerzen und habe wirklich den ganzen Tag mit meiner kleinen im Bett verbracht und wir haben geschlafen oder gestillt. Zum essen sind wir zum Esstisch gewandert, danach wieder ins Bett. Mein Mann hat gekocht und den Haushalt gemacht. Leider habe ich keine anderen "Helferlein" ums eck, hätte sie mir aber gewünscht, bzw. wünsche ich es mir heute noch mehr als zuvor. Mein Mann hatte dann homeoffice was auch hilfreich war. Als mein Baby ca. 3 Monate war, ist er dann 4 Tage arbeiten gegangen, 1 Tag homeoffice, was dann auch okay war. Lieber ist mir trotzdem wenn er homeoffice hat, auch heute noch nach 8 Monaten...

    Magicbustrip
  • @Sarah6

    Ich versteh was du meinst😊
    Mein Mann war zwar bei den Geburten anwesend, aber es hätte mich auch nicht wirklich gestört wenn er nicht dabei gewesen wäre. Ich wollte währenddessen halt nicht wirklich reden oder Händchen halten und er war total bemüht und wollte mir helfen. Und im Nachhinein war er dann jedes Mal traumatisiert weil er dachte ich würde sterben obwohl die Geburten jedes Mal recht schnell und ohne Komplikationen gingen😂

    Im Wochenbett war er auch meist 1-2 Wochen anwesend, außer bei unserem letzten Kind, da hatte er am wenigsten Zeit aber dafür war meine Mama zum helfen da und die Kleine hat trotzdem eine sehr innige Beziehung mit ihm und ist ein totales Papa Mädchen😊
  • Wir sind derzeit am überlegen wie wir das mit baby Nr. 2 machen sollen, welches im Juni kommt.
    Der große ist dann erst 19 Monate und wird noch immer viel Aufmerksamkeit brauchen. Ich werde garantiert nicht alle Mahlzeiten, Haushalt und Co., kleinkind und neugeborenes neben meiner eigenen Heilung wuppen können.

    Beim ersten gab's einfach 2 Wochen Urlaub und danach war ich aus dem gröbsten raus.
    Diesmal wurde ich wohl mehr brauchen. Aber, ich muss sagen, ich bin reichlich enttäuscht,was ich da nun so erfahre. Papa Monat 700€ - bei wem reicht Denn bitte das? Ist für uns absolut unvorstellbar. Gerne möchte er Diesmal 1 Jahr in karenz (ich bin selbständig von zuhause) und in karenz kann er erst nach 8 wochen. Also eigentlich ist er, die absolut wichtigste Zeit über nicht zuhause-.- solche syste regen mich ja total auf :D
    ricz
  • Mein Freund war bei unserer Tochter 3 Wochen im Urlaub. Für mich war es ok, dennoch wäre es mir lieber gewesen, wenn er noch länger daheim gewesen wär.

    Eine gute Freundin hat das mMn auch gut gelöst, ihr Mann war beim 2. Kind für 4 Monate daheim in unbezahltem Urlaub. Er sagte dazu, dass sie auf das Geld für die Zeit verzichten können und die Zeit wertvoller ist, als alles andere.
    Immer wenn ich die Vier getroffen habe, hab ich gemerkt, wie gut ihnen diese gemeinsame Zeit tut. Fand ich richtig super!
    Magicbustrip
  • bearbeitet 30. 11. 2022, 21:04
    @Selina1234 reichen tut's eh nicht. Ist eher ein Zuschuss, würd ich sagen. Da muss dann Erspartes herhalten.

    Ich würd aber sagen, dass du kochen und Haushalt auch einfach nicht oder nur ganz minimal erledigen kannst/darfst. Dann zieht ihr halt alle das Gewand direkt von der Wäscheleine an, bestellt essen und saugt eine Woche nicht. Who cares? Gerade die ersten Wochen darf man seine eigenen Ansprüche runter schrauben und sich um nichts anderes als seine Kinder kümmern. Der Haushalt läuft nicht davon. Sich in seinen neuen Alltag zu viert einleben ist definitiv wichtiger.
    Leni220619Selina1234
  • @Selina1234 Ja und wenn mich nicht alles täuscht, werden die 700€ vom Papa Monat ja dann bei seinem kbg Bezug wieder abgezogen, oder? Ein Witz ist das, echt... 🙄
  • @winnie ja genau, abgezogen wird es dann auch noch. Also, dieser PapaMonat ist ja wirklich zum vergessen -.- da muss man leider immer noch eigene Lösungen finden. (Erspartes, Urlaub verwenden...) aber ich finde es einfach so eine Frechheit, weil dann auch immer alles so dargestellt wird "ja die Väter können ja eh, aber tuns halt nicht..." was so einfach gar nicht stimmt :disappointed:
    winniericz
  • Dani2511 schrieb: »
    Es ist absolut nicht die Norm, dass Väter in Österreich Karenz gehen, wie Studien belegen. Und bei der ohnehin geringen Zahl der Väter die in Karenz gehen, sind auch die schon dabei, die maximal 2 Monate gehen, was die allermeisten sind.

    Das wird sich auch erst dann ändern, wenn die Karenz 50:50 aufgeteilt werden muss.
    Was wiederum mit Stillen & Co vermutlich nicht so einfach wäre, weil es einfach auch in der Natur liegt, das sich Mütter um die Säuglinge kümmern.

    Aber ja, ich kenns zB aus meinem Umfeld auch nur so, dass der Mann Max 2 Monate Papaurlaub hat. Da wird gekocht, Haushalt gemacht und idR noch irgendwelche Haus- /od. Gartenprojekte abgeschlossen.
  • Nur zur Info, ab Jänner 2023 wird der Bezug des Familienzeitbonus im Papamonat nicht mehr vom späteren KBG abgezogen wenn der Papa später in Karenz geht.
    Ändert zwar nichts daran, dass es nur ~700,— € sind, aber zumindest eine kleine Verbesserung zur Ist-Situation.
    Vivi_09winnieLeni220619mirami
  • @Dani Ela danke für die Info. Zumindest eine kleine Verbesserung. Kommt bei uns leider 1 Monat zu spät. Haben uns gegen den Papamonat entschieden, weil mein Freund auch KBG beziehen wird.
    Mein Freund wird sich seine sonderurlaubstage nehmen nach der Geburt und dann in Pflegeurlaub gehen.
  • @soso in meinem Bekanntenkreis waren es zumindest noch 2 andere Paare, die sich die Karenz aufgeteilt haben. Da waren nach 7 Monaten die Väter daheim und es haben aber beide Frauen noch gestillt. Wenn Mama in der Arbeit war, gab's halt Flasche oder schon Brei oder andere Beikost und später wurde wieder gestillt. Das hat ganz gut geklappt. Ich wollte aber mit meinem Kommentar eigentlich nur einen anderen Kommentar weiter oben korrigieren, wo gemeint würde, Mittlerweile sei es ja schon normal das Männer in Karenz gehen, was halt nicht stimmt, wenn man sich die Zahlen anschaut.
    Lila2022soso
  • Bei uns wars auch ne finanzielle geschichte, warum der mann nicht in karenz geht (mehr gehalt, firmenauto welches nicht mehr genutzt werden hätte können. … )

    Ich hab aber auch im erste hilfe kurs ein paar gehabt, welche es genau umgekehrt hatten, da ging sie (so hatten sie es vor) nach 8 Wochen wieder vollzeit arbeiten und er blieb in karenz.

  • Für mich ist der Papa-Monat nichts anderes als Symbolpolitik. Wer kann sich das schon leisten? Naja zumindest wird es jetzt dann nicht mehr abgezogen. Trotzdem ist unser System leider so aufgebaut, dass der Vater schwer die Möglichkeit hat zuhause zu bleiben.
    Ich denke auch, dass das einer der Gründe ist warum eben gewissen Rollenbilder gelebt werden - Mann/Frau hat ja auch schwer eine andere Wahl...

    Wir haben uns gegen das Papa Monat entschieden, weil es sich einfach finanziell nicht ausgeht. Mein Mann wird Pflegeurlaub und frei nehmen.

    Ich frage mich sowieso wie man bei den momentan enorm steigenden Kosten in der Karenz und mit nur einem vollen Gehalt überleben soll.. Wir haben ja das einkommensabhängige Modell genommen und wollten davon für das zweite Jahr was auf die Seite legen, aber mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, obs ich das alles ausgehen wird :/
    Welches Karenzmodell habt ihr gewählt bzw. wie plant ihr diese Zeit?
  • @Nanash Ja für uns kam der Papamonta auch aus finanziellen Gründen nicht in Frage. Wenn man net grad ordentlich viel gespart hat, ist das meiner Meinung nach ja unleistbar. Selbst wenn man das Monat überbrücken kann, entgeht einem ja trotzdem so viel Geld, das man grad mit Kind/Kindern echt gut gebrauchen kann. Ich hab bei meiner Tochter auch das einkommensabhängige KBG genommen und jedes Monat (Dauerauftrag) die Hälfte auf die Seite gelegt. Hat bis jetzt sehr gut geklappt. :)
    Nanash
  • @Nanash Wir hatten wie schon geschrieben den Papa-Monat ausgewählt. Ohne die finanzielle Unterstützung der Familie (als Babygeschenk) wär es auch bei uns nur gegangen mit dem Ersparten.
    Aber die Zeit war mir in dem Fall auch lieber als das Geld.
    Habe auch das eaKbg und spare monatlich die Hälfte weg. Nutze aber im zweiten Jahr noch die Bildungskarenz und hab dann zum Glück weiterhin ein Einkommen. Wollte so oder so zwei Jahre zu Hause bleiben, aber mit der Bildungskarenz fühlt es sich wesentlich sicherer an.
    Nanash
  • Jigsawdani schrieb: »
    @Nanash Wir hatten wie schon geschrieben den Papa-Monat ausgewählt. Ohne die finanzielle Unterstützung der Familie (als Babygeschenk) wär es auch bei uns nur gegangen mit dem Ersparten.
    Aber die Zeit war mir in dem Fall auch lieber als das Geld.
    Habe auch das eaKbg und spare monatlich die Hälfte weg. Nutze aber im zweiten Jahr noch die Bildungskarenz und hab dann zum Glück weiterhin ein Einkommen. Wollte so oder so zwei Jahre zu Hause bleiben, aber mit der Bildungskarenz fühlt es sich wesentlich sicherer an.

    Ja ich wäre auch gerne in Bildungskarenz gegangen, aber hab die leider schon verbraucht und man kann ja nur alle paar Jahre gehen. Wir werden aber schauen, dass mein Mann seine in Anspruch nehmen kann, denn er war noch nicht :)
    Wäre schön, wenn unser kleiner mindestens 2 Jahre daheim sein kann. Das ist schon unsere persönliche Schmerzgrenze. Am schönsten wären ja 3 Jahre, aber leider ist das wirklich schwer bis gar nicht möglich :(
  • Naja es gibt eben finanzielle Gründe, warum der Vater nicht in Karenz gehen kann, wenn er viel mehr verdient. Aber ich kenne auch Fäll, wo sie mehr verdient oder zumindest der Verdienst relativ gleich ist und trotzdem hat die Mutter die Karenz gemacht und die Väter vielleicht 2 Monate. Und so Sachen, wie er darf von der Arbeit nicht, sind faule Ausreden, weil der Vater ebenso wie die Mutter einen Rechtsanspruch darauf hat.
    mydreamcametrue
  • Dani2511 schrieb: »
    Naja es gibt eben finanzielle Gründe, warum der Vater nicht in Karenz gehen kann, wenn er viel mehr verdient. Aber ich kenne auch Fäll, wo sie mehr verdient oder zumindest der Verdienst relativ gleich ist und trotzdem hat die Mutter die Karenz gemacht und die Väter vielleicht 2 Monate. Und so Sachen, wie er darf von der Arbeit nicht, sind faule Ausreden, weil der Vater ebenso wie die Mutter einen Rechtsanspruch darauf hat.

    Ich denke aber in 90% der Fälle verdient der Mann mehr und es geht sich finanziell nicht aus, dass der Vater geht.
    Leider.
    Ich kenne eher Paare wo der Mann ein Vielfaches der Frau verdient und es sich daher von selbst erledigt.
    Leni220619suse
  • @mydreamcametrue wie gesagt, diese Fälle gibt's und da ist's dann natürlich schwierig. Allerdings ist es halt auch bei anderen paaren so, dass die Frauen hauptsächlich die Kinderbetreuung machen. Letzens war das ganze auch Thema auf ö1 und da war von einer Studie in Deutschland die Rede, wonach der Verdienst gerade vor dem 1. Kind noch nicht so groß sind, sondern der große gap dann oft erst nach dem 1. Kind kommt. Bei einer Befragung warum der Mann nicht Karenz geht haben dort viele den Einkommensunterschied angegen, wenn man sich dann aber objektiv die tatsächliche finanzielle Situation angeschaut hat, waren die Unterschiede gar nicht so groß, wie subjektiv angegeben
  • Ich weiß nicht ob's wirklich am Gehalt liegt oder eher am Lebensstil, den die Leute haben. Wenn mein Mann (oder ich) sooooo gut verdient, dann wird's vielleicht auch möglich sein was zur Seite zu legen um dann eben einige Monate nur mit dem Gehalt der Frau auszukommen.

    Aber: ich weiß das es oft alles nicht so einfach ist und ich hab auch eine Freundin, da hat er Netto das doppelte von ihr verdient und sie hatten einen laufenden Kredit fürs Haus und somit Schulden etc.
    Und das meine ich mit Lebensstil. Natürlich lässt sich das nicht von heute auf morgen ändern wenn ein Kind zur Welt kommt und wenn man vorher Ausgaben von (z.B.) €2000 im Monat hatte wird man die nicht so leicht reduzieren können und sich dann eben - auch wenn beide gut (was ist eigentlich gut?) Verdienen, nix weg legen können.

    Also persönlich glaub ich eher, dass das der Grund oft ist, dass Paare die ein hohes Einkommen haben dann auch entsprechend hohe Ausgaben haben die es dann auch wieder unmöglich machen auf das bessere Gehalt zu verzichten.

    Ich glaub, dass das eine ganz wesentliche Rolle spielt @Dani2511

    In dem Fall müsste man wahrscheinlich eine aktive Entscheidung für mehr Zeit mit der Familie und dafür weniger Geld treffen.
  • Bei uns wäre es nie gegangen, dass mein Mann zuhause bleibt. Er wäre sehr gerne aber wir waren auf sein Geld angewiesen, da er doch um einiges mehr verdiente als ich. Natürlich haben wir auch ein Haus und Schulden aber momentan kommt man ja bei ner Mietwohnung schon beinahe auf das selbe wie bei einem Haus Kredit. Zumindest in unseren Fall, da wir nicht sooo viel Geld aufgenommen haben. Bei uns war daher die Entscheidung eher nach dem Gehalt. Hätte ich besser verdient, wäre er in Karenz gegangen und umgekehrt. Von dem abgesehen, dass er als Vorarbeiter vermutlich ziemliche Probleme mit der Firma bekommen hätte. Das wäre aber kein Hindernis gewesen.
  • Kaffeelöffel
    da hast du absolut recht. Und wie gesagt, natürlich gibt es viele Paar wo es finanziell schwierig, bzw. unmöglich ist. Allerdings liegt es schon zu einem Gutteil auch an der Gesellschaft. Männer sehen es als unmännlich, in Karenz zu gehen, schämen sich vor anderen Männern oder fürchten die Auseinandersetzung mit dem Chef etc. Frauen können keine Verantwortung abgeben, fühlen sich als Rabenmütter, wenn sie schon früher wieder arbeiten gehen etc. Das zeigten mir auch die Reaktionen die ich von anderen (jungen) Frauen bekommen habe, wenn ich gesagt habe, nach 7 Monaten wieder arbeiten zu gehen. Da gabs geschockte bis skeptische Blicke und offenbar haben manche gedacht, dass mein Kind das wohl nur knapp überleben wird, wenn es mit 7 Monaten hauptsächlich vom Papa und nicht von der Mama betreut wird. Die oben angeführte Studie zeigt eben, dass Paare, welche es sich finanziell durchaus leisten könnten, die Karenz aufzuteilen, die finanzielle Situation vorschieben, warum sie es eben nicht machen.
  • Also bei meiner Freundin verdient der Partner fast das doppelte Netto, wobei sie schon fast das Maximum an KBG bekommen hat. Es wäre sicher sicherlich mit dem Ersparten ausgegangen, zumindest zwei Monate in Karenz zu gehen. Allerdings schaue die zB penibel auf jeden Euro und wenn man dann dadurch 3-4k Verlust hat, ist’s auch verständlich, dass man sich das 2x überlegt. Zudem ist ihr Partner in einer Führungsposition mit hoher Verantwortung, was natürlich auch nicht vernachlässigt werden darf.

    Mein Mann war dagegen für zwei Monate in Karenz, allerdings verdienen wir beide etwa dasselbe und der Verlust hielt sich dadurch in Grenzen. Ich habe mir sowieso die Hälfte fürs zweite Jahr auf die Seite gelegt habe und bin während der Karenz meines Partners im unbezahlten Urlaub gewesen. Er hat zusätzlich für zwei Monate KBG (bei einer Person gibt’s ja nur 12 Monate Bezug) bekommen und wir konnten zwei Monate gemeinsam in Karenz gehen. Ich hätte allerdings mehr Monate auch nicht an meinen Partner abgeben wollen. Mein Sohn ist jetzt 21 Monate und ich bin jetzt seit gestern wieder im Dienst. Eine Kollegin, deren Tochter etwa gleich alt ist, teilt sich die Karenz erst jetzt bis zum 2. Geburtstag. Sie muss nun aber für etwa 3 Monate Vollzeit retour und ob ihr Partner KBG bekommt ist nicht ganz sicher. Beim ea KBG ist’s auf alle Fälle nicht so, dass man nach dem 14. Monat noch Geld erhält. Ich finde, dass das mit Sicherheit auch dazu beiträgt, dass so wenige Papas in Karenz gehen. Hätte ich zB 18 Monate gehen können (mit 12 Monate Bezug) und mein Partner dann das halbe Jahr bis zum 2. Geburtstag (mit 2 Monate Bezug), wäre es m. M. nach attraktiver. Das hat man aber nur beim KBG-Konto und da der Großteil der Papas Vollzeit arbeitet und dadurch das KBG-Konto finanziell uninteressant ist, gehen viele Papas max. die zwei Monate um den ersten Geburtstag, während viele Mamas da noch nicht VZ zurück wollen und dadurch in (unbezahlten Urlaub) gehen.
  • bearbeitet 2. 12. 2022, 20:08
    @Kaffeelöffel bei meinem Mann ging es nicht.

    In seinem Job ist es so, dass er bei längerer Abwesenheit diverse Lizenzen verliert/wiederholen muss. Sogar nach 4 Wochen Urlaub musste er einen halben Tag unter supervision arbeiten, weil es einfach so schnelllebig ist.
    Vom Lebensstil her hätten wir es auch mit meinem Vollzeit Gehalt und Karenzgeld geschafft, trotz Hauskredit.

    Allerdings hat sein Job sehr viele benefits (nur bis 50 arbeiten, Schichtdienste die er teilweise frei einteilen kann, etc.), dass er/wir das nicht aufgeben wollten. Bzw er mit dieser Ausbildung nur in diesem Bereich arbeiten kann und sein Arbeitgeber in Österreich ein Monopol ist. Also Jobwechsel unmöglich.

    Es ist nicht immer eine Entscheidung für oder gegen Geld. Nicht jeder Fall ist so einfach. Auch bei Selbstständigkeit ist es nicht so einfach bzw gibt es da teilweise überhaupt kein Wochengeld oder KBG.

    Mein Mann wäre gern in Karenz gegangen und ich hätte es auch unterstützt. Aber der Rattenschwanz danach war für uns nicht tragbar.

    Aber - wie schon mehrmals gesagt: wenn das Gehalt ungefähr gleich hoch ist und das ein 08/15 unselbstständiger Job ist, dann gibt es für mich keinen Grund, die Karenz nicht zu teilen!
    suseKaffeelöffelLisi87
  • Also unser Gehalt ist in etwa gleich und es war/bin nur ich in Karenz. Aus dem einfachen Grund, dass mein Mann im Nachbarort arbeitet. Er geht um 7 Uhr außer Haus, kommt mittags eine knappe Stunde heim und um 16:15 Uhr ist Arbeitsende.
    Ich hingegen bin vor dem ersten Kind um 5 Uhr außer Haus und um 16:30 Uhr heim gekommen. Da hab ich aber noch nicht Mal viel Plus-Zeit gemacht. Und ganz ehrlich ich würd das zeitige aufstehen mit Vollzeitjob und Kindern nicht mehr packen, weil sich mittlerweile auch die Arbeitsbedingungen sehr zum Schlechten geändert haben auf meiner Arbeitsstelle.
    Abgesehen davon, hab ich die Möglichkeit bis zum 3. Geburtstag daheim zu bleiben. Was ja wieder notwendig ist, wenn der Kiga erst mit 2,5 Jahren startet.

    Ich würde mir wünschen, dass das System flexibler gestaltet wird, damit sich die Eltern die Karenzzeiten besser aufteilen können. Vor allem beim eaKBG. Von einer zwangsweisen 50:50 Aufteilung halte ich persönlich nichts. Es ist doch die individuelle Entscheidung jeder Familie, wer wie lang in Karenz geht.
  • @mydreamcametrue ich verstehe schon und ich bin voll bei dir: jeder Fall ist individuell und alle über einen Kamm scheren ist sowieso nie schlau. Ich denke, jede Familie entscheidet für sich selbst und wird das für und wider sicher gut abgewogen haben. Zumindest hoffe ich das.
    mydreamcametrue
  • Zur ursprünglichen Frage noch:
    Mein Mann war bei Kind 1 2 Wochen in Urlaub, bei Kind 2 konnte er leider nur 1 Woche daheim bleiben, obwohl ursprünglich 2 ausgemacht waren (das Nehm ich den Chefs immer noch übel). Bei Kind 3 war er dann im Papamonat. Klar ist es eine finanzielle Lücke, aber die Zeit war für uns als Familie sehr wertvoll. Und für mich auch super zur Unterstützung. Mit Schulanfänger, Kiga-Kind und Neugeborenen war das nämlich nicht so einfach.
  • Mein Mann war bei unserer Tochter im Papamonat und wird es auch im April, wenn unser zweites Kind kommt, wieder nehmen. Wir können uns das restliche Jahr so viel ansparen, dass wir dieses eine Monat mit den nur rund 700€ gut auskommen. Darüber bin ich sehr froh.
  • Kaffeelöffel schrieb: »
    @mydreamcametrue ich verstehe schon und ich bin voll bei dir: jeder Fall ist individuell und alle über einen Kamm scheren ist sowieso nie schlau. Ich denke, jede Familie entscheidet für sich selbst und wird das für und wider sicher gut abgewogen haben. Zumindest hoffe ich das.

    Ich wollte das nur anmerken weil ich’s auch nicht immer fair find zu sagen: denen ist Geld halt wichtiger.

    Aber ich stimme schon zu, meist möchten die Männer keinen Karriereknick. Deshalb ist zB Altersarmut auch weiblich.

    Ich kenne aber auch Fälle wo die Frauen ‚ihre‘ Karenz nicht teilen wollen. Was ich gar nicht verstehen kann.
  • @mydreamcametrue Das wo die Frauen die Karenz nicht teilen wollen wäre wieder bei mir der Fall, wollte aber nicht wieder was schreiben, weil dann immer sofort die negativen Kommentare kommen 😂😂😂 ich bin meinem Mann sehr dankbar, dass er so viel arbeitet, damit ich zu Hause bei den Kindern bleiben kann :) ich würde nie und nimmer mit meinem Mann tauschen und den ganzen Tag arbeiten, wenn ich die Zeit mit den Kindern verbringen kann (was für mich deutlich weniger anstrengend ist als den ganzen Tag zu arbeiten 😂😂 meine Kindern beschäftigen sich viel alleine, spielen, schlafen auch noch viel, somit bleiben mir einige entspannte Stunden wo ich auch nur Kaffee trinken oder entspannen kann😂😂 natürlich ist es auch mal stressig, aber für mich ist es auf jeden Fall die bessere Wahl, ganz abgesehen von dem finanziellen 😄😄) außerdem wollte ich immer die ersten 2-3 Jahre nur meinen Kindern widmen, denn ich habe keine Kinder gemacht, damit ich sie dann jeden Tag bis 17 Uhr fremd betreuen lasse (naja gut wenn der Papa da ist ist es ja keine Fremdbetreuung aber ich will alleine für sie da sein 😄). Es ist für mich eine Herzenssache und ich will es machen und ich würde die Karenz nie an meinen Mann abgeben 😄😄 ich bin für die paar Jahre seehr gerne Hausfrau und Mutter. Arbeiten werde ich sowieso noch das ganze Leben 😄😄natürlich werde ich nach der Karenz auch wieder arbeiten gehen, aber mir sind diese ersten 2-3 Jahre sehr wichtig und deswegen versuche ich so viel Zeit wie es nur geht jetzt mit meinen Kinder zu verbringen. 😄😄
    Linnatweety85honeybee1989
  • Bei uns ist es auch so das ich die Karenz nicht teilen möchte. Nicht weil ich ein falsches Rollenbild im Kopf habe, sondern weil ich die Zeit, also die 2 Jahre mit meinem Kind nicht missen möchte. Mein Partner könnte auch wenn er wollte nicht in Karenz oder Papamonat gehen, weil er für viel allein in der Firma verantwortlich ist und das nicht so einfach ist einfach 1 Monat nicht zu machen. Bei der Geburt war er 2 Wochen im Urlaub und 1 Woche Pflegeurlaub, da war es noch leichter, weil er nicht ganz alleine war.

    Ich verstehe die Seite die sich die Karenz teilen möchte, für meinem Mann wäre das nichts, da er sagt er bewundert mich für das was ich jeden Tag leiste und ich möchte nicht tauschen mit ihm, da ich viel lieber bei meinem Sohn bin als den ganzen Tag in der arbeit zu sein.
    Sarah6tweety85Baghira0601fanny85soso
  • tweety85tweety85

    2,169

    bearbeitet 3. 12. 2022, 12:33
    Bei uns war es eigentlich nie Thema, weil ich auch nicht auf meine Karenz verzichten wollte, niemals hätte ich da etwas kürzen wollen, was ja auch irgendwo logisch war für meinen Mann.Die ersten 2 Jahre wollte ich auch keine Fremdbetreuung, vor allem wenn ich jetzt wieder miterleben, wie krank meine Kinder alle nach einer Woche kiga sind und wie überfordert das Personal ist, weil ständig kranke Kinder dorthingebracht werden damit beide Eltern arbeiten gehen können/müssen😐

    Finanziell ist es ein paar Jahre sicher schwieriger. Mein aktuelles kbg beträgt 430 Euro und trotzdem bin ich dankbar, dass ich in einem Land lebe wo mir Geld bezahlt wird damit ich meine Kinder betreuen kann. 700 Euro für den Papamonat finde ich jetzt aber auch nicht so wenig, ich denke in anderen Ländern bekommen die Väter gar nix🤔

    Es ist ja wirklich sehr schön wenn die Frau/Mutter 2, 3 Jahre bei den Kindern bleiben kann, viele würden sich das wünschen aber die gesetzlichen Bedingungen lassen es nicht zu (zB Italien), wir haben diesen Luxus und siehe da es regen sich viele Frauen auf, dass Frauen zu lange zu Hause bleiben.
    Sarah6Linnasusehoneybee1989sosoMamaLama
  • bearbeitet 3. 12. 2022, 18:16
    @Sarah6 @Linna @tweety85 wieso seid ihr der Meinung, dass Frauen mehr dazu geeignet sind in Karenz zu gehen als Männer?

    Ich selbst bin auch sehr gern daheim und vermisse die Arbeit kaum. Aber wenn mein Mann Karenz nehmen hätte können, dann hätte ich es geteilt, weil ich der Meinung bin, dass es sehr förderlich für Vater-Kind-Bindung und auch Rollenbilder ist, wenn der Vater für eine Zeit die Haupt-Bezugsperson ist.
    julia3004
  • @mydreamcametrue

    Ich hätte es emotional einfach nicht geschafft und schon alleine nach der Schwangerschaft und allen Strapazen braucht Frau eine gewisse Zeit um sich wieder körperlich zu erholen, Kraft sammeln, genießen und da wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen diesen Zustand zu verkürzen. Das fällt beim Mann halt weg.
    Daher war es von Anfang an kein Thema oder Diskussion bei uns.

    Bindung baut mein Mann genug auf mit den Kindern und es gab in den letzten Jahren immer wieder längere Zeiten wo er sowieso coronabedingt zu Hause sein konnte und viel Zeit mit den Kindern verbringen durfte, gleich wie bei vielen anderen.
    Warum muss man den Kinder irgendein Rollenbild vorleben wenn es sowieso selbstverständlich ist, dass wir respektvoll miteinander umgehen und jeder für jeden alles tut? ( unabhängig davon wer in Karenz ist).
    Der eine hält dem anderen den Rücken frei😊
    Sarah6Sarah123
  • Ich gehör eher zum anderen Lager (bezogen auf die kürzlichen Posts), ich hab die Karenz früher als gedacht unterbrochen ( beim ersten Kind bin ich nach 15 Monaten wieder arbeiten gegangen, beim 2. nach 18 Monaten). Ich hab die Arbeit ziemlich vermisst. Nicht meine Arbeitsstelle per se sondern die geistige Anforderung, die Gespräche mit anderen Erwachsenen, dieser Bereich der nur mir gehört und wo ich was anderes bin als „nur Mama“. Hab es bei beiden nicht bereut früher gegangen zu sein. In meiner ersten Karenz war ich ziemlich einsam und isoliert obwohl ich das Babyjahr auch genossen hab. Ich versteh jedenfalls beide Seiten- wenn man gern länger bei seinen Kindern bleiben will oder wenn man früher ins Berufsleben einsteigen will.
    Sarah6Mohnblume88
  • @mydreamcametrue also ich hab nicht gesagt das ich Männer weniger geeignet finde. Ich möchte nur selbst die Zeit mit meinem Sohn verbringen und mein Mann geht für uns Arbeiten. Er hat eine gute Bindung zu unserem Sohn von Anfang an, da er viel Zeit mit ihm verbringt, aber er sagt selbst das er das 24 Std nicht könnte, weil er leicht gestresst ist.
    Ja sicher würde das anders sein wenn er es übernehmen müsste und er würde da reinwachsen wie wir Frauen auch, aber weder er noch ich haben das Bedürfnis zu tauschen. Ich verdiene gut in meinem Beruf könnte aber keine 40 Stunden da arbeiten und dann noch für mein Kind da sein, da ich einen stark körperlich und psychisch fordernden Job habe.

    Also wie gesagt ich verstehe beide Seiten, finde aber das da nichts verwerflich dran sein sollte wenn die Frau gerne beim Kind daheim ist und der Mann dafür arbeiten geht.

    Und wie bei meinem ersten Post erwähnt gibt es Arbeitsplätze wo der Mann alleine Zuständig ist für etwas z.b. in kleinen Firmen und da nicht auf der Stelle ein Ersatz da ist für ein ganzes Jahr.
    Sarah6tweety85
  • @mydreamcametrue ich habe nirgendwo behauptet, dass Frauen dazu besser geeignet sind als Männer…es gibt ja auch Frauen die mit Kindern nur wenig anfangen können 🤷‍♀️ man kann das also nicht so pauschal sagen. Ich habe nur gesagt, dass ich meine Karenz nicht teilen möchte, weil es für mich ein Herzenswunsch war die erste 2-3 Jahre (so lange es halt geht) ganz für die Kinder da zu sein. Ich werde sowieso mein ganzes Leben arbeiten, dann möchte ich wenigstens die ersten Jahren für meine Kinder voll und ganz da sein! Ob mein Mann es auch schaffen würde?? Ja natürlich, aber für ihn wäre es schon eine größere Herausforderung, hat er selbst gesagt. Er hatte am Anfang wo beide Kinder noch kleiner waren auch ständig Angst alleine mit ihnen irgendwo hin zu gehen …er würde sich halt zuerst einleben müssen. Er kann auch super kochen und ist eigentlich auch viel ordentlicher also ich, daran würde es also auch nicht scheitern 🤷‍♀️😄😄 bei uns war zB auch das Problem, dass meine Kinder die totalen Busenjunkies waren / sind und nur beim stillen eingeschlafen sind …wir haben es oft anders versucht, aber außer viel Geschrei haben wir nichts erreicht …deswegen war es für ihn immer stressig, wie soll er die Kinder alleine schlafen legen.

    Aber grundsätzlich bin ich schon der Meinung, dass es einen Grund hat, warum nur Frauen Kinder bekommen oder stillen können. Die Natur hat es so ausgerichtet und deswegen würde ich es mal wagen zu behaupten, dass es schon eine Bedeutung hat, warum das nur die Frauen können und die Männer nicht!! Ich war früher immer der Meinung, dass diese Männer und Rollenbilder eigentlich durch die Gesellschaft entstehen, aber meine Kinder haben mich besseres gelehrt. ich habe sowohl ein Mädel als auch einen Buben …das Mädel liebt von Anfang an nur Puppen, nur Rosa, sie liebt Babys und ist so ein richtige Puppenmama :) mein Bub liebt Autos, Traktor, Bagger über alles ..und wir haben da nie einen Unterschied gemacht zwischen unseren Kindern also muss es schon in der Natur und unseren Genen so sein …natürlich gibt es aber auch da Ausnahmen.

    Wo mein Mann herkommt ist es die Regel, dass die Kinder nach einer Trennung immer beim Papa bleiben (außer das Kind wird noch gestillt) und die Mutter hat Besuchsrecht. Würde mich interessieren wie viele von euch würden die Kinder nach einer Trennung freiwillig beim Papa lassen. Natürlich ist das eine andere Situation, aber auch hier könnte man argumentieren, dass die Männer sich Ja genauso gut um die Kinder kümmern können…warum ist es dann bei uns immer noch üblich, dass die Kinder bei der Mama bleiben und nicht beim Papa (außer in wenigen Ausnahmen). Ich glaube nicht, dass ihr mit Freude die Kinder beim Papa lassen würdet :)
    Linnatweety85
  • bearbeitet 3. 12. 2022, 21:20
    Ich wollte nur nachfragen, weil es danach klang als ob ihr generell nicht bereit wärd die Karenz zu teilen, auch wenn der Mann wollen würde.

    Stillen/Erholung ist natürlich ein Punkt. Die ersten 6-12 Monate sehe ich aufgrund dessen auch bei der Mutter. Danach gibts für mich keinen Grund für ausschließlich Mutter.

    @Sarah6 bzgl Trennung: in Österreich kommt jetzt auch immer mehr das 50/50 Prinzip. Sprich, keiner zahlt dem anderen Alimente und die Kinder sind 1 Woche beim Vater, 1 bei der Mutter. Und in der Zeit kommt der jeweilige Elternteil für alles auf. Finde ich persönlich am besten! Man muss es auch umgekehrt sehen, welcher Vater möchte seine Kinder nur jedes zweite WE sehen? Also meinem Mann wäre das bestimmt zu wenig.
  • Ich bin (überfortschrittlich haha) von einem Mann aka meinem Vater daheim erzogen worden, ebenso mein kleiner Bruder. Meine Mutter hat studiert und er die Schule abgebrochen und danach eine Lehre gemacht. Meine Mutter konnte also erheblich mehr verdienen.
    Somit blieb Papa daheim, meinen kleinen Bruder hat er sogar ab dem dritten Monat hauptsächlich gehabt. Und es hat mich nachhaltig geprägt:

    1. Hab ich früh gelernt, dass Menschen vorurteilsbehaftete Dodeln sind. Meine Eltern waren nicht verheiratet und mein Papa ist daheimgeblieben? Das war vor 30 Jahren am Land ein halber Skandal.
    2. Ich hab Dinge wie kochen nie als Frauenarbeit wahrgenommen, denn bei mir daheim konnten beide kochen und mein Papa hats mir mit 11 angefangen beibzubringen, weil er fand dass jeder Mensch sich selbst versorgen können muss.
    3. Ist mir eine starke Einbindung des Mannes ins Leben des Kindes wichtig. Dafür verzichte ich gern auf ein volleres Haushaltskonto oder Dinge wie ein Auto, wenn dafür der Papa mehr bei der Familie ist.

    Mamas sind klasse, Papas auch und bringen nochmal einen eigenen Drall mit. Beides gut.
    winnieKaffeelöffelMagicbustripMohnblume88Thessi
  • @Sarah6 hab jetzt länger überlegt ob ich dazu was schreiben soll.
    Der Grund warum nur Frauen Kinder gebären und stillen können ist, weil das früher, als wir noch Höhlenmenschen waren durchaus sinnvoll war. Unser Körper glaubt halt immernoch, dass wir alle Höhlenmenschen sind. Ebenso wie unsere Babys, wenn sie zur Welt kommen. Würde die Natur das ändern können, hätte sie den Männern höchstwahrscheinlich bereits eine Gebärmutter und Brüste verpasst damit dieses Argument endlich mal entkräftet wird.
    Und der Grund, warum es früher (gaaaanz früher) durchaus Sinn gemacht hat, dass sich die Frauen um die Aufzucht der Kinder kümmern war, dass Männer Frauen physisch überlegen sind. Sie können mehr Muskelmasse aufbauen und sind dadurch stärker, können schneller laufen und haben anders ausgeprägte Sinne und Reflexe. Somit sind sie besser für die Jagd geeignet als Frauen. Das ist alles. All diese Dinge brauchen wir heute aber nicht mehr bzw. sind in dem Zeitalter, in dem wir jetzt leben nicht relevant.

    DAS ist also der einzige Grund warum Mutter Natur das so eingerichtet hat. NICHT weil wir Frauen aus irgendeinem Grund besser dafür geeignet sind (weil wir fürsorglicher sind oder besser kochen können oder den Schrei unserer Kinder von 1000 anderen unterscheiden können) sondern einfach weil Männer und Frauen anatomisch verschieden sind.

    Psychisch und Emotional sind Männer absolut gleichermaßen dafür geeignet Kinder großzuziehen. Oder ebenso ungeeignet wie Frauen, in manchen Fällen.

    Und ja, Rollenbilder entstehen durch die Gesellschaft und durch das, was daheim gelebt wird. Und zwar völlig unbewusst. Deshalb ist es ja vielen Menschen so ein Anliegen, diese Stigmata endlich zu durchbrechen und arbeitende Frauen und karenzierte Männer zu normalisieren. Und von normal sind wir halt noch weit entfernt.

    Sorry, aber so wie du den Alltag mit deinem Mann manchmal hier dargestellt hast (wer mäht bei euch zu Hause den Rasen, wer geht einkaufen, wer bastelt die Geburtstagskarte für die Oma,...?) sehe ich bei euch die absolut klassische Rollenverteilung. Ich will das gar nicht werten. Es ist, wie es ist. Du darfst dir aber bewusst machen, dass deine Kinder das möglicherweise exakt so übernehmen werden. Möglicherweise deshalb weil: Es hängt auch ein bissl davon ab, welche Vorbilder sie dahingehend außerhalb eurer Kernfamilie noch haben (Großeltern, Onkel und Tanten, Kindergarten, etc.).
    Betti123mydreamcametruefaradayalmarmenina
  • Ich war jetzt so frei, und hab einen eigenen Thread zu dem Thema eröffnet, damit wir den hier auf seinen ursprüngliche Frage ruhen lassen können.

    Wer möchte, ist gern eingeladen mit zu plaudern: https://www.babyforum.at/discussion/28509/rollenbilder-in-der-familie-wie-wird-das-bei-euch-gelebt#latest
  • Versteh die Diskussion nicht. Jeder kann es machen wie er will.

    Nur weil ihr meint es muss alles gleichberechtigt angesehen werden, muss mein Mann noch lange nicht in Karenz gehen, wenn es so für uns passt. Ich habe dadurch weder ein falsches Rollenbild, noch lebe ich meinem Kind was falsches vor dadurch.
    In 10-20 Jahren kommt wieder ein anderer Trend und wieder wird alles gleich als falsch oder verwerflich angesehen.
    ricztweety85Sarah6honeybee1989RosenstolzSunshine2020girl1974susekastanie91
  • riczricz

    5,931

    bearbeitet 3. 12. 2022, 22:45
    Ich sehe auch nicht, wo das Problem ist, wenn ein Mann nicht, oder nicht genauso viel wie die Frau, in Karenz geht?! 🤔
    Das muss mit Rollenbildern so gar nichts zu tun haben. Im Gegenteil, ich finde es sogar noch mehr Arbeit, wenn ein Mann nach seinem Arbeitstag sich zuhause auch noch um Kinder und Haushalt mit kümmert (so ist es halt bei uns). Nach 8 Stunden Kinderbetreuung mach ich zwar auch noch Haushalt, aber am liebsten würde ich mich einfach nur hinlegen 😅
    tweety85honeybee1989faradaygirl1974kastanie91
  • @Kaffeelöffel du bringst es doch selbst auf den Punkt! Frauen und Männer sind und bleiben anatomisch verschieden 🤷‍♀️ ist für mich schon Grund genug, dass ich sagen kann eine Frau und ein Mann werden NIE!!! zu 100% identisch sein!! Ist so und bleibt so. Auch wenn sich eine Frau als Mann fühlt bleibt sie biologisch, anatomisch, … immer eine Frau!
    Und wie schon oben geschrieben habe ich in keinem meiner Post behauptet, dass die Männer weniger geeignete sind! Ich habe nur gesagt, dass ich meine Karenz nicht teilen möchte, weil ich die Zeit mit meinem Kind lieber habe als arbeiten zu gehen - ist heutzutage anscheinend schwierig zu verstehen 🙄🙄
    Und das mit dem Rasen damals war ein Beispiel und wird bei uns nicht gelebt - haben nicht einmal einen Rasen zum mähen 🙄 damals wollte ich damit darstellen, dass ich es nicht verstehen kann, wie man unbedingt alles dem Mann gleich machen will und dann selbst den Rasen mähen 🤦‍♀️ ich bin doch froh wenn mein Mann das tut und ich nicht bei 35 Grad draußen den Rasen mähen muss …aber neeee die Frau tut es lieber selbst nur damit sie sagen kann sie ist gleich 😂😂 naja wenn ihr sowas braucht dann bitte. Und ich habe auch schon mehrmals gesagt, dass ich die meiste Hausarbeit mache, weil ich daheim bin!!! Würde es scheiße finden, wenn ich denn ganze. tag zu Hause bin und dann muss mein Mann um 19 Uhr wenn er Heim kommt essen machen oder wie?? Als er daheim war ht er den Haushalt und die Küche geschmießen. Und ich mache den Haushalt ja auch für mich und für die Kinder!! Wenn er am WE da ist oder auch am Abend hilft er immer mit. Bei uns arbeiten ALLE mit, die da sind. Ea gibt keine Aufteilung weil jeder macht was er kann. Leider kann mein Mann auf der Arbeit nicht Wäsche waschen und putzen…macht er aber alles wenn er da ist! Wir müssen uns nicht alles 50:50 aufteilen damit wir sagen können wir sind gleichberechtigt so wie manche hier. Wir greifen uns einfach unter die Arme wenn jemand Hilfe braucht.

    Keine Ahnung was habt ihr Frauen hier in Ö für Minderwertigkeitskomplexe dass ihr euch ständig an diesen 50:50 und Gleichberechtigung stürzt 🤦‍♀️ wenn ich die Socken meines Mannes wasche bedeutet dass doch nicht dass ich mit meinem Mann nicht gleichwertig bin, aber anscheinend fühlen sich viele Frauen so 🤷‍♀️ gottseidank kann jeder für sich entscheiden.

    Und bezüglich Rollenbilder bleibe ich bei meiner Meinung. Ich bin keine rosa Prinzessin und laufe zu Hause nicht den ganzen Tag mit Kochschürze rum, nur weil ich in Karenz bin! Ich bin überhaupt nicht Mädchenhaft und kein Püppchen oder Mütterchen (obwohl sich anscheinend das viele denken wenn die Frau auch mal für den Mann was kocht). Meine Tochter trägt seitdem sie selbst entscheiden kann nur Kleider!! Ich nicht und auch sonst niemand in der Familie. Mein Tochter könnte nicht verschiedener sein als ich!! Und trotzdem ist sie so! Ich habe ihr sowas nie vorgelebt. Das gleiche haben auch all meine Freunde bei ihren Kindern beobachtet(wo auch 50:50 aufgeteilt wird). Kinder werden auch ganz gleich erzogen und es werden keine Unterschiede zwischen Mädchen und Junge gemacht! Trotzdem sind sie so!! Es wird mir also niemand sagen, dass die Gene da keine Rolle spielen sondern nur die Gesellschaft.

    Für mich werden Frauen und Männer NIE! gleich sein. Was aber nicht bedeutet, dass sie nicht gleichberechtigt sind!! Gleichberechtigung und Respekt gegenüber anderen Menschen hat meiner Meinung nach nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern ich versuche alle meine Mitmenschen mit Respekt und gleichwertig zu behandeln!!! Dieses ewige Mann und Frau Thema nervt einfach schon sooo! Man soll sich einfach gegenseitig respektvoll behandeln unabhängig ob Mann und Frau! Hat für mich nix mit Rollenbildern zu tun.

    Aber egal, ich mag hier im Forum gar nicht mehr diskutieren weil es keinen Sinn macht!
    honeybee1989tweety85Linna
  • Kaffeelöffel schrieb: »
    @Sarah6 hab jetzt länger überlegt ob ich dazu was schreiben soll.
    Der Grund warum nur Frauen Kinder gebären und stillen können ist, weil das früher, als wir noch Höhlenmenschen waren durchaus sinnvoll war. Unser Körper glaubt halt immernoch, dass wir alle Höhlenmenschen sind. Ebenso wie unsere Babys, wenn sie zur Welt kommen. Würde die Natur das ändern können, hätte sie den Männern höchstwahrscheinlich bereits eine Gebärmutter und Brüste verpasst damit dieses Argument endlich mal entkräftet wird.
    Und der Grund, warum es früher (gaaaanz früher) durchaus Sinn gemacht hat, dass sich die Frauen um die Aufzucht der Kinder kümmern war, dass Männer Frauen physisch überlegen sind. Sie können mehr Muskelmasse aufbauen und sind dadurch stärker, können schneller laufen und haben anders ausgeprägte Sinne und Reflexe. Somit sind sie besser für die Jagd geeignet als Frauen. Das ist alles. All diese Dinge brauchen wir heute aber nicht mehr bzw. sind in dem Zeitalter, in dem wir jetzt leben nicht relevant.

    DAS ist also der einzige Grund warum Mutter Natur das so eingerichtet hat. NICHT weil wir Frauen aus irgendeinem Grund besser dafür geeignet sind (weil wir fürsorglicher sind oder besser kochen können oder den Schrei unserer Kinder von 1000 anderen unterscheiden können) sondern einfach weil Männer und Frauen anatomisch verschieden sind.

    Psychisch und Emotional sind Männer absolut gleichermaßen dafür geeignet Kinder großzuziehen. Oder ebenso ungeeignet wie Frauen, in manchen Fällen.

    Und ja, Rollenbilder entstehen durch die Gesellschaft und durch das, was daheim gelebt wird. Und zwar völlig unbewusst. Deshalb ist es ja vielen Menschen so ein Anliegen, diese Stigmata endlich zu durchbrechen und arbeitende Frauen und karenzierte Männer zu normalisieren. Und von normal sind wir halt noch weit entfernt.

    Sorry, aber so wie du den Alltag mit deinem Mann manchmal hier dargestellt hast (wer mäht bei euch zu Hause den Rasen, wer geht einkaufen, wer bastelt die Geburtstagskarte für die Oma,...?) sehe ich bei euch die absolut klassische Rollenverteilung. Ich will das gar nicht werten. Es ist, wie es ist. Du darfst dir aber bewusst machen, dass deine Kinder das möglicherweise exakt so übernehmen werden. Möglicherweise deshalb weil: Es hängt auch ein bissl davon ab, welche Vorbilder sie dahingehend außerhalb eurer Kernfamilie noch haben (Großeltern, Onkel und Tanten, Kindergarten, etc.).


    Sorry, ich hab selten so etwas deprimierendes und abwertendes über die Mutterschaft gelesen wie hier. Und noch dazu von einer Frau oder besser gesagt, einem Wesen mit Brüsten und Gebährmutter🤦‍♀️. Eines der schönsten Dinge, die uns von Männern unterscheidet, nämlich Leben zu schenken, stellst du hin, als ob es nebensächlich und unwichtig ist , eine Laune der Natur? Unser Familienbild als nicht mehr zeitgemäß und veraltet aus der Steinzeit?

    Niemand von uns kritisiert hier andere Mütter oder Väter, die sich die Karenz aufteilen.🤷‍♀️ Jeder hat die freie Wahl, aber ich muss es auch nicht bejubeln oder nachmachen um irgendeine Bewegung voranzutreiben,die der Familie mehr schadet als ihr nützlich ist. Das einzige Ziel ist es doch, dass wir alle so schnell wie möglich zurück zum Arbeitsmarkt gehen und die Kinder so früh wie möglich in Betreuung geben. Am besten gar keine richtige Bindung mehr zu unseren Kindern aufbauen weil es alle anderen genausogut können. Empfinde ich halt überhaupt nicht und will ich auch nicht so leben oder vorleben.

    Und zum Thema Rollenbild:
    Und was vermitteln wir den Buben / jungen Männern für ein komisches Rollenbild in der heutigen Zeit? Total verwirrend und widersprüchlich. Warum darf ein Mann nicht einfach ein Mann sein, mit all seinen Vorteilen und auch negativen Seiten, gleich wie eine Frau?
    Es gibt schon Unterschiede, nicht nur körperlich. Yin und Yang. Ein zuviel an Männlichem in einer Gesellschaft ist genauso schlecht wie umgekehrt. Es sollte sich im Gleichgewicht halten, aber das tut es schon lange nicht mehr aufgrund der Frauenquote und der ständig versuchten Gleichstellung von Mann und Frau bei total sinnlosen Dingen, die man sich auch privat ausmachen kann.

    Im Moment dreht sich viel um Feminismus, auch Männer sollen feminisiert werden, aber ganzheitlicher Feminismus bedeutet: keine Abwertung der Mutterschaft. Keine Reduktion
    von Liebe und Familie auf ein nebenberufliches Hobby, sondern echte Wahlfreiheit für Frauen, ohne finanzielle Bestrafung der Vollzeitmutter! Da sollte sich mal was ändern.
    Es bedeutet die politische Botschaft: Mutterschaft ist keine verlorene Bürozeit, sondern wertvolles Familienmanagement. Und die entscheidende Arbeit im Dienst der künftigen Generationen unserer Gesellschaft.
    RosenstolzSarah6Linnahoneybee1989
  • bearbeitet 4. 12. 2022, 03:38
    tweety85 schrieb: »
    Mutterschaft ist keine verlorene Bürozeit, sondern wertvolles Familienmanagement. Und die entscheidende Arbeit im Dienst der künftigen Generationen unserer Gesellschaft.

    Nicht Mutterschaft - Elternschaft!

    Was Yin/Yang angeht und Männlichkeit. DAS ist ja das Problem: dass Erziehungsarbeit als weiblich angesehen wird anstatt als neutral. Dein Post ist das perfekte Beispiel.


    Es gibt wirklich tausend Gründe warum nur ein Elternteil in Karenz geht, die auch alle nachvollziehbar sind. Aber ‚weil ich eine Frau bin‘ sollte nun wirklich keiner sein.


    Niemand wertet hier Mutterschaft ab - sondern dein Text wertet Vaterschaft ab und diskriminiert Väter bzw. deren Fähigkeit Kinder groß zu ziehen. Es tut mir leid wenn euch das triggert, aber es ist nun mal so: Männer können es genauso gut wie Frauen. Das wertet Frauen aber nicht ab
    Und natürlich kritisierst du es, wenn du im selben Atemzug schreibst dass es mehr nützt als schadet. Was schadet der Familie daran, wenn der Vater die Kinder betreut? Das hat doch nichts mit Rückkehr in den Job bzw Fremdbetreuung zu tun?!

    Unser Karenzsystem ist natürlich darauf ausgelegt, wieder in dem Job zurück zu kehren. Das hat Karenz halt an sich. Prinzipiell gut, denn die wenigsten kommen mit 1 Gehalt aus bzw. möchten finanziell abhängig sein. Und niemand wird mit vorgehaltener Pistole gezwungen ins Arbeitsleben zurück zu kehren. Mein Mann hat einige Kollegen, wo die Frauen den Job dauerhaft aufgegeben habn, weil das eine Gehalt einfach locker ausreicht und sie einfach arbeiten möchten. Steht jedem frei.
    Ich würde mlr wünschen, es wäre möglich Kinder bezahlt bis 3 zuhause zu betreuen - oder zumindest bis dahin den Job garantiert zu bekommen. Denn ich bin auch gegen Fremdbetreuung unter 2, ideal fände ich es ab 3. Aber auch hier ist jede Familie individuell- daher wünsche ich mir eine echte Wahlmöglichkeit für beide Seiten, ohne Nachteile.
    Andererseits haben wir bereits das großzügigste und eines der längsten Systeme weltweit. In den meisten Ländern gibt es nur 3 Monate, meist unbezahlt. Das darf man nicht vergessen. Meine Freunde in den USA sind immer wieder erstaunt über den Luxus 1-2 Jahre zuhause zu sein.


    Dein Punkt mit Bindung ist für mich unverständlich, wenn beide in Karenz gehen bzw Karenz teilen ist das Kind ja deswegen nicht früher fremd betreut und baut sogar zu beiden Eltern eine stärkere Bindung auf anstatt zu nur einem.


    Jede Familie soll ihre Entscheidungen treffen und das isr völlig ok. Nur dieses ‚die Frau kann es besser‘ muss aus unseren Köpfen verschwinden. Darum geht es! Es isr völlig ok wenn der Mann nicht in Karenz möchte, weil er sich im Job toll verwirklichen kann und wenn Frau zuhause bleibt weil sie voll darin aufgeht. Ebenso wie der umgekehrte Fall.

    Aber das ist halt nicht der einzige Weg- und grundsätzlich könnten es halt beide gleich gut.
    meninaKaffeelöffel
  • bearbeitet 4. 12. 2022, 09:44
    @tweety85 nein, ich hab gar nichts abgewertet.

    Und mein Post war darauf bezogen, dass ich Sarahs Post so aufgefasst habe, dass sie der Meinung ist, dass Frauen besser dafür geeignet sind Kinder großzuziehen weil sie die Kinder gebären und stillen können. Und dem stimme ich nicht zu. Dann haben wir uns darüber ausgetauscht, dass Frauen und Männer verschieden sind und nie genau gleich sein werden (das sehe ich auch so) ABER das Männer ganz grundsätzlich ebenso dafür geeignet sind sich um Kinder zu kümmern.

    Der Satz (den ich oben schon geschrieben hab) drückt genau aus was ich sagen will: Psychisch und Emotional sind Männer absolut gleichermaßen dafür geeignet Kinder großzuziehen. Oder ebenso ungeeignet wie Frauen, in manchen Fällen.

    Ich werte auch wirklich nicht, wenn jemand gern lang bei seinen Kindern daheim sein will. Wirklich nicht! Jede Familie hat ihre Gründe und die gehen mich eigentlich auch nix an.

    Der Rest deines Posts ist an den Haaren herbei gezogen und hat mit dem, was ich geschrieben und gemeint hab nix mehr gemein.
    Lila2022mydreamcametrue
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