Rollenbilder in der Familie - wie wird das bei euch gelebt?

bearbeitet 12. 12. 2022, 10:14 in Entwicklung & Erziehung
Hallo Mamas,

um die Diskussion aus einem anderen Thema auf eine größere Eben zu bringen habe ich diesen Thread gestartet. Im Grunde sagt der Titel schon alles.

Lasst uns gemeinsam darüber austauschen, wie Rollenbilder bei uns allen zu Hause gelebt werden.

Impulsfragen:
Wie teilt ihr euch die Kinderbetreuung auf und warum?
Wie sind bei euch zu Hause die Haus- und Gartenarbeit und die organisatorischen Aufgaben verteilt?
Welche Verantwortungsbereiche haben die Erwachsenen bei euch zu Hause?
Wie war das als ihr und euer Partner Kinder ward? Könnt ihr einen Zusammenhang zwischen dem, was euch als Kindern vorgelebt wurde und eurem ist-Zustand erkennen?
Achtet ihr bewusst darauf, klassische Rollenbilder zu durchbrechen?
Inwiefern stört es euch, wenn eure Mädchen mit Dinosauriern und eure Buben mit Puppen spielen oder die Buben vielleicht sogar Kleider und Nagellack tragen wollen?
Achtet ihr bei der Wahl des Spielzeugs aktiv auf Geschlechtsneutrale Spielsachen?

Natürlich könnt ihr auch einfach frei von der Leber schreiben.

Ich freue mich auf Austausch zu diesem spannenden Thema!

#rollenbild #umfrage

Admin: Alle Nutzer die mit der App unterwegs sind finden die Umfrage unter folgendem Link.
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Kommentare

  • Also bei uns bin ich hauptsächlich die betreuende Person. Warum? Weil mein Partner einen Job hat, bei dem er unter der Woche wenige Zeit zu Hause ist. Sprich: geht im Schnitt gegen 4-5Uhr außer Haus und kommt meist (!) Zwischen 17-18Uhr nach Hause, wobei unsere Tochter etwa um 19:30Uhr ins Bett geht.
    Dafür haben wir begonnen, dass Abendritual hauptsächlich er mit ihr macht und Wochenende auch er mehr übernimmt, wie Zähne putzen, baden, wickeln, ... und ich mir auch mal Zeit nehme für meine Ausbildungen während er mit ihr was macht.
    Organisatorisch mach das meiste auch ich, aber ab und an schiebe ich Anrufe meinem Partner zu, der das während der Arbeit meist gut erledigen kann.
    Im Haushalt haben sich Dinge herauskristallisiert, die mehr er oder ich macht. Aber durchaus auch mal die andre Person übernimmt. Zb Mist macht meist er, kochen unter der Woche teilen wir oft, aber meist machts doch er (gelernter Koch, geht meist schneller), Geschirrspüler teilen wir, wäsche mach eher ich (kanns nicht leiden, wie er aufhängt und zusammenlegt..),...
    Bewusst achten wir nicht darauf, dafür ist es meinem Partner glaub ich nicht wichtig genug.
    Wenn meine Tochter einen Bagger sieht, kann sie gar nicht wegschauen, was voll ok ist. Derzeit haben wir eine Baustelle mit 2 Baggern, die man von uns daheim gut sehen kann - schauen sie uns täglich bei der Arbeit an.
    Ab und zu versuche ich bewusst etwas nicht rosanes zu wählen, denn ich will nicht alles rosa etc. Anfangs gabs auch mehr in blau, grün, etc statt rosa/lila. Aber irgendwann hat sie begonnen lila zu lieben und nun gibt's immer mehr in dieser Farbe.
    Meine Tochter darf spielen womit sie will, hat an Autos und Puppen Interesse und bekommt auch beides :)

    Bei uns daheim war Mama für alles zuständig. Papa hat sich da eher raus gehalten
  • Ich war klassisch die zwei Jahre in Karenz und mein Mann "nur" die zwei Monate nach dem 1. Geburtstag. Da war ich aber Vollzeit arbeiten und er tatsächlich auch zuständig fürs Kind.
    Warum? Weil ich nicht auf meinen Kündigungsschutz verzichten wollte. Wäre er das zweite Jahr in Karenz gegangen, wäre mir die Elternteilzeit nicht zugestanden. Da bei uns in der Arbeit zu dem Zeitpunkt aber groß umstrukturiert wurde und meine ganze Hauptabteilung (ca. 100 Leute) aufgelassen wurde.
    Außerdem war er zu dem Zeitpunkt Corona bedingt zu 100% im Homeoffice und hatte damals echt wenig zu tun.
    Wäre das nicht der Fall gewesen, hätten wir evtl. beide im zweiten Jahr Elternteilzeit genommen.
    Er wäre auch ohne zu zögern in Karenz gegangen. Hat sich aber eben anders ergeben.
    Die ersten 9 Wochen war er auch nur 2 Tage pro Woche arbeiten und den Rest zu Hause.

    Kinderbetreuung ist bei uns, dank nach wie vor Homeoffice meines Mannes wirklich 50:50. Mein Mann bringt sich da sehr ein und ist beim Spielen so viel kreativer als ich, dass Sohnemann sogar lieber mit dem Papa spielt 😅
    Er nimmt auch genauso pflegefrei wie ich. Je nachdem bei wem es besser passt.

    Thema Haushalt 😬
    Für beide ein lästiges Thema. Derzeit mach ich das komplette Haus an meinem freien Tag. Ich teile ihn aber durchaus auch zB fürs Saugen ein oder was auch immer ansteht. Er ist leider jemand, der den Dreck erst sieht wenn er schon cm hoch ist, hab ich nach über 14 Jahren so akzeptiert. Daher muss man ihm leider echt sagen, was zu tun ist.
    Aber dann macht er es auch - widerwillig, aber er machts 😅 und da ich es ja auch nur widerwillig mache weils halt nötig ist, passt das schon.
    Wäsche mach immer ich - keine Ahnung wieso, hat sich am Anfang einfach so ergeben. Bügeln verweigere ich aber, das kann ich wirklich überhaupt nicht gut. Das müsste er bei Bedarf also selber machen 😆
    Er macht hauptsächlich den Garten - weil ich das einfach nicht gern mache. Natürlich mähe ich auch mal den Rasen wenn zB der Kleine in dem Moment unbedingt lieber mit dem Papa spielen will.
    Wir haben also teilweise schon eine klassische Rollenverteilung, die aber gut und gerne auch anders aufgeteilt wird 🤷‍♀️
    Und generell machen wir vieles einfach gemeinsam.

    Spielzeug: Mein Sohn hat einen rosa Puppenbuggy und natürlich eine Puppe dazu, eine Spielküche, aber auch geschätzt 100 Autos, eine Rennbahn und klassisch viel Bubenspielzeug. Ich lege da gar keinen Wert drauf ob das eher für Buben oder Mädchen ist, bei meinem Mann lebt da aber seine eigene Kindheit wieder auf und er kauft alles, was ihm als Kind (und auch jetzt noch 😆) gefallen hätte bzw. gefällt.

    Im Sommer hatte mein Sohn ganz oft die selben lackierten Zehennägel wie ich. Und sogar rosa 😱 und den Nagellack hab ich überhaupt nur wegen ihm gekauft, weil ihm rosa so gut gefällt und er sich über mein Türkis beschwert hat 🤣

    Bei Kleidung nehme ich aber dennoch immer klassisch "Bubenfarben" oder neutral.
    Hab ihn aber auch schon gefragt ob er gerne was in rosa hätte (und hätte es ihm auch gekauft wenn er ja gesagt hätte).
  • bearbeitet 4. 12. 2022, 04:03
    Bei uns bin ich in Karenz, aus diversen Gründen (mein Mann verdient ein Vielfaches von mlr, Karenz ist bei ihm sehr kompliziert, etc).

    Allerdings teilen wir wenn er zuhause ist alles. Das wurde jetzt nicht gezielt vereinbart sondern ist einfach unsere grundsätzliche Einstellung.

    Er ist im Schichtdienst und daher immer unterschiedlich daheim. Haushalt wird Montag bis Freitag vormittags erledigt, wir haben da einen groben Plan dem wir folgen. Wenn er da ist macht er das genauso wie ich, wenn nicht dann nicht.
    Für mental load gibts eine to do Liste die aufliegt wo ich (und teilweise mein Mann) notieren und abarbeiten.
    Ich bin von meiner Persönlichkeit her sehr organisiert und strukturiert, daher arbeite ich gern mit Listen und Plänen und mein Mann mag das und fügt sich, arbeitet gut mit. Zum Glück 😊
    Es gibt aber natürlich teilweise Präferenzen: mein Mann macht gern handwerkliches und Wäsche, ich koche gern und kümmere mich immer um Geschenke 😅

    Wenn mein Mann zuhause ist wird der Alltag einfach gemeinsam gelebt, wir kochen auch gern zusammen oder spielen alle zu viert. Wir räumen einander unsere Me-Time ein (ich war vor 3 Wochen erst übers WE mit Freundinnen in der Therme und musste keine Sekunde lang fürchten dass es zuhause nicht läuft). Nachts stehen wir beide auf bzw wer früher wach wird.
    Seit kurzem bin ich Freitag Vormittag geringfügig arbeiten, da ich ein wenig Abwechslung wollte. Mein Mann tauscht sich dafür die Dienste weg und wenn es gar nicht geht kommt meine Mama für die 4 Stunden. Ende nächsten Jahres werd ich dann 18 Stunden gehen.
    Pflegeurlaub nimmt mein Mann auch, wenn ich krank bin (war erst einmal) auch für mich damit ich mich erholen kann.

    Es gibt viel gegenseitige Wertschätzung für das was der andere macht. Für mich/uns leben wir wirklich wahre Partnerschaft und es passt super.

    Bei uns war jeweils immer die klassische Rollenverteilung als wir Kinder waren. Mein Mann sagt, wenn seine Mutter einmal ausfiel hat es ihn als Kind sehr gestört, weil sein Vater unbeholfen war und es anders gemacht hat. Und genau das möchte er für unsere Kinder nicht, dieses ‚der Papa macht alles anders/falsch‘-Gefühl.
    Mein Vater war eher abwesend und seit der Scheidung meiner Eltern besteht kein Kontakt.

    Kleiden tun wir die Kinder schon eher klassisch aber Spielzeug haben wir bunt gemischt. Unsere Tochter spielt gern mit Autos und unser Sohn mit der Spielküche. Alles fein 😊
  • sosososo

    5,015

    bearbeitet 4. 12. 2022, 07:04
    Wie teilt ihr euch die Kinderbetreuung auf und warum?
    Ich arbeite 20h, mein Mann 40, daher kümmere ich mich um die Betreuung und organisiere auch alles rundherum. Im Krankheitsfall sprechen wir uns mittlerweile ab. (war aber nicht von Anfang an so) Ferien teilen wir uns auch auf. Spieltreffen und Nachmittagsprogramm fällt in meinen Bereich.

    Hausarbeit wie Wäsche, Geschirrspüler, Böden, Aufräumen, Betten, Vorhänge, etc ist meine Arbeit. Er kümmert sich, wenn er da ist gerne um die Küche (kochen und aufräumen). Einkäufe erledigen wir manchmal auch zusammen. Rechnungen einzahlen, Behördenwege, Termine mit unsrem Sohn ist wiederum alles mein Job. Auch das Einkaufen von Gewand & Co für unsren Sohn,...

    Wie war das als ihr und euer Partner Kinder ward? Bei meinen Eltern war es ähnlich. Im Haushalt hat mein Papa nichts gemacht. Er hat aber viel im Garten und rund ums Haus erledigt, und sich um das Finanzielle und Handwerkliche gekümmert. Er hatte definitiv mehr Zeit für sich.
    Bei meinem Mann war auch die Mama nur 20h arbeiten und hat sich sonst großteils allein um alles gekümmert. Ihr Mann hat zuhause viel in seiner Werkstatt gearbeitet. Gekocht hat er auch ab und zu. Garten war auch ihr Job. Und ein Ehrenamt...

    Achtet ihr bewusst darauf, klassische Rollenbilder zu durchbrechen?
    Ich möchte meinem Sohn schon vorleben, dass Frauen und Männer gleichwertig sind. Das man sich die zu erledigenden Aufgaben fair aufteilt und zusammenhilft...

    Achtet ihr bei der Wahl des Spielzeugs aktiv auf Geschlechtsneutrale Spielsachen?
    Ich habe anfangs auf ein breites, neutrales Angebot geachtet. (Puppe, Spielküche, Kinderwagen ...) Mein Sohn sucht sich sein Spielzeug mittlerweile großteils selbst aus, und das ist zu 90% "typisch" für Jungs. Im Kinderwagen hatte zB immer seinen Fußball sitzen 😅

    Wie könnte man das Aufbrechen alter Rollenbilder noch mehr fördern? Gibt's dazu gute Kinderbücher?

    Vor allem da für 90% der Care Arbeit so selbstverständlich die Frauen zuständig sind (auch später die Pflege von Angehörigen) und auch der damit verbundene Mental Load enorm ist.

    Schritt für Schritt geht's denke ich in die richtige Richtung. Arbeitszeit und Care Zeit wird immer öfter schon fair unter den Eltern aufgeteilt. Das Bewusstsein in der Gesellschaft steigt zumindest dahingehend, dass es normaler wird, dass sich Väter auch kümmern...
  • Bei uns war ich 1 Jahr in Karenz. Nach dem 1 Jahr ging ich wieder für 10 Stunden arbeiten. Im Februar gehe ich dann wieder 25 Stunden arbeiten und unser Sohn zur Krippe und 1 Tag zur Oma.
    Mein Mann hätte aus finanziellen Gründen nicht in die Karenz gehen können. Prinzipiell war er aber nie abgeneigt bzw. wäre sehr gerne gegangen. Ich rede mich so jetzt leicht und sage, dass es mir auch recht gewesen wäre. Wie es im „Ernstfall“ dann ausgegeben hätte weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich habe diese 2 intensiven Jahre schon sehr genossen mit unserem Sohn.

    Haushalt mache eigentlich nur ich. Wieso? 1. weil ich ein monk bin und kein Staubkorn rum liegen darf 🤣 mein Mann macht das einfach nicht so ordnungsgemäß wie ich und das stört mich. Ist mein Fehler und meine Schuld aber mir ist das so lieber. 2. Weil er 40 Stunden arbeitet und ich ned von ihm verlange dann noch Wäsche zu waschen oder sonstiges. Er arbeitet am Bau und das ist für ihn mit seinen 7 Bandscheibenvorfälle stark genug. Ein anderer Job kommt aufgrund der finanziellen Situation aktuell nicht in Frage leider.

    Rasenmäher macht der der Zeit hat. Meistens bin das ich. Ich mach das aber auch sehr gerne. Mein Sohn liebt es auch total und deshalb machen wir das meist gemeinsam.

    In den Wald Holz machen tut mein Mann. Vor dem Kind gingen wir gemeinsam.

    Unser Sohn spielt auch am liebsten mit Autos und baufahrzeuge und Traktoren. Wir lesen viele Bücher und basteln gerne zusammen. Er könnte jederzeit eine Puppe odgl haben hat aber absolut kein Interesse dafür. Wir haben ihm schon öfter „klassische Mädchen Spielzeuge“ gezeigt aber er will damit nicht spielen. Seine Lieblingsfarbe ist aber lila. Und das darf er auch ausleben - egal wie.

    Wenn ich das so lese sind wir doch sehr klassisch unterwegs. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass wir unseren Sohn etwas schlechtes oder falsches vorleben. Wichtig ist für uns, dass wir unsere Aufgaben gerne und mit Freude tun und wir trotzdem so viel Zeit zu 3 rausschlagen können wie möglich. ☺️
  • Ich finde diese Fragen zum Thema auch noch spannend:

    Gibt es Situationen, in denen du dich „typisch weiblich “ verhältst?
    Bist du bereit, Aufgaben durchzuführen, die „typisch“ Mann sind?
    Gibt es bestimmtes Verhalten von Mädchen und Jungen, das du ablehnst?
    Erwartest du unterschiedliches Verhalten von Mädchen und Jungen in Konflikten?
    Bittest du eher Mädchen oder Jungen um Unterstützung?
    Erwartest du von Jungen und Mädchen Unterschiede im Sozialverhalten, wie z. B. Rücksicht nehmen?
  • Wie im anderen Thread schon erwähnt: In meiner Kindheit war mein Papa daheim und Mama arbeiten. Ich bin dementsprechend mit beiden Varianten vertraut. Ich wollt mich in einer Partnerschaft nie an Rollen aufhängen und jeder sollte tun, was ihm liegt. Eine Beziehung auf Augenhöhe war da für mich oberste Maxime ohne versteift mit Rollenbildern zu kämpfen.


    Schon vor dem Baby war ich die die den Großteil des Haushalts gemacht hat, weil ich das wollte. Ich bin eine 'Kümmer'-Person von Natur aus und zeige meine Liebe dadurch, dass ich ein Zuhause schaffe. Jetzt mit Baby übernimmt mein Partner automatisch viel davon und kümmert sich um mich.
    Der Ausgleich zum Haushaltszeug ist, dass ich null renoviere oder baue. Ich hasse Streichen, Vermessen usw wie die Pest. Also mach ich auch nix davon. Meist verlass ich sogar das Haus und warte bis der Spuk vorbei ist.

    Unsere Rollen sehn von aussen vl recht traditionell aus, aber ich seh eher dass wir unterschiedliche Grundfunktionen einnehmen. Ich mach den Alltag, das Soziale, er ist das Rückgrat des Hauses. Er passt auf dass ich meine Dinge tun kann und dass es mir gut geht. Ich hab die Küche meiner Träume und auch bei anderen Zielen steht er voll hinter mir. Ich schreib neben der Arbeit noch eine Doktorarbeit und er schaut von sich aus, dass ich perfekte Bedingungen dafür hab von Arbeitsplatz bis zu Bibliotheksreisen (ich schreibe hier und in Kroatien). Als ich kurz nachm Wochenbett einen Vortrag zu halten hatte, konnt ich ihm die Präsentatiobsfolien stillend diktieren.

    Ich brauch nicht die Hälfte des Haushalts abgenommen, sondern wen für den meine Wünsche was bedeuten und der ernsthaft hinter mir steht. Und vor allem einen Mann ohne doofe Komplexe. Wenn ich Partner im Bekanntenkreis erleb, die sich weniger 'männlich' fühlen weil ihre Frau mehr verdient, lang ich mir still an den Kopf. Wer solche Anbandlungen hat, mit dem könnt ich nicht sein.

    Ausserdem ist mir wichtig, dass er sich sehr viel Zeit für Kinder nimmt. Und da finde ich, muss man auch als Mama mitwirken. Wenn die Babyphase hier rum ist, werd ich mit den Stunden soweit raufgehn, dass er in Teilzeit bleiben kann. Ausserdem hab ich proaktiv Dinge gesucht die nur Baby/Papa sind. Ich fülle z.B. eine kleine Menge Muttermilch (50-100ml) ab und er gibt die abends als Flasche, damit der Kleine ihn auch mit Versorgung sieht oder sie baden immer zusammen.

    Und wegen Buben/Mäderlzeug: Ich hab immer allen Kiddies im Umfeld die Nägel lackiert. Kinder lieben Farben. Spielzeug ist zum Spielen da für alle, da sollen sie sich ausprobieren. Wir mit unseren beschränkten Erwachsenenvorstellungen haben uns da rauszuhalten. Spaß ist nicht unser Spezialgebiet, sondern ihres ;)

    Wo ich aber eine klare Linie habe ist dann der ganz äussere Vorstellungsrand: Nein, es gibt keine Transkinder, sondern nur Eltern die Zeug auf ihre Kinder projezieren während die die Welt erst kennenlernen. Genauso beschränkt wie die die ihren Kindern bestimmtes Spielzeug verbieten.
    Leni220619feffisosogirl1974Betti123Lisi87Kaffeelöffelsasalu
  • Biancaa_Biancaa_

    3,515

    bearbeitet 4. 12. 2022, 09:19
    Bei uns mach eig alles ich 😅 mein Mann ist kaum zu Hause wegen der Arbeit u wenn er daheim ist, dann unternehmen wir was als Familie.
    Wenn er Zeit hat, kocht aber er.

    Nachdem ich Mäderl u Bub hab, wird hier von beiden alles bespielt 😊
  • @soso

    - Gibt es Situationen, in denen du dich „typisch weiblich “ verhältst?

    Also ich bin schon eine richtige Kümmer-Person. Ich hab zB auch sehr gern Gäste die ich kulinarisch verwöhne und bin generell sehr empathisch. Dieses fürsorgliche ist ja eher eine weibliche Eigenschaft.

    - Bist du bereit, Aufgaben durchzuführen, die „typisch“ Mann sind?

    Jup! Ich kümmere mich zB komplett um unsere Finanzen, inklusive Veranlagung am Kapitalmarkt. Was ja eher männliches Territorium ist.

    - Gibt es bestimmtes Verhalten von Mädchen und Jungen, das du ablehnst?

    Nein.

    - Erwartest du unterschiedliches Verhalten von Mädchen und Jungen in Konflikten?

    Nein.

    - Bittest du eher Mädchen oder Jungen um Unterstützung?

    Beide. Bzw je nach Stärken/Schwächen der jeweiligen Personen.

    - Erwartest du von Jungen und Mädchen Unterschiede im Sozialverhalten, wie z. B. Rücksicht nehmen?

    Nein, ich erwarte von beiden dasselbe. Versuche es zumindest.



  • @soso Kinderbücher stecken da meiner Meinung nach noch in den Kinderschuhen, was vielseitige Rollenbilder angeht, das fällt mir oft auf. Überhaupt, was Vielfalt angeht. Es verkauft sich halt oft das Klischee besser als die Ausnahme, schätze ich. Ich nehm mir da beim Vorlesen die Freiheit und ändere auch mal ab, wenn es die Geschichte nicht wirklich verändert. Bei Wimmelbüchern zum Beispiel, wenn ein Sportplatz zu sehen ist, und natürlich der Bub Fußball spielt. Ich frage auch oft meinen Sohn, ob das ein Bub oder ein Mädchen ist und je nachdem, was er denkt, lese ich es so vor. Aber eben nur bei Wimmelbüchern etc, wo es eigentlich nur Beschreibungen gibt und keine richtige Geschichte.
    Bei Bilderbuchklassikern stoße ich eh zum Teil an meine Grenzen, wenn sie so ganz alte Rollenbilder beschreiben, aber man kann ja auch darüber mit den Kindern reden. Spontan fällt mir kein einziges Kinderbuch ein, das da eine Vorreiterrolle annimmt. Es sollte vermutlich geschrieben werden. 😄
    Ich finde es immer schon positiv, wenn zumindest kein "Die Mutter steht in der Küche, der Vater kommt spät von der Arbeit und bekommt das Essen hingestellt" vorkommt. Nicht, dass ich nicht auch mal kochen würde und mein Mann spät kommt und isst. Aber wohl doch anders als vor 50 Jahren. 😅
  • sosososo

    5,015

    bearbeitet 4. 12. 2022, 09:50
    @puffin ja deshalb frage ich, weil es mir auch so vorkommt als ob es in die Richtung kaum was gibt.

    edit: oh ich hab hier grad was gefunden:

    https://heuteistmusik.de/die-besten-kinderbuecher-ohne-geschlechter-klischees/
  • @soso Ja, mit Recherche findet man zum Glück schon was. Nur aufdrängen tun sich die Bücher nicht gerade, vor allem für die Kleineren. Aber vielleicht fallen mir auch eher die schlechteren Beispiele auf als die guten. Ich werd beim Vorlesen noch mal mehr drauf achten. Vielleicht haben wir mehr Vielfalt, als ich denke. :)
    Ich finde ja, langsam ist es auch schon absurd, dass das Thema "Ein Bub mag rosa" immer noch ein Aufreger sein kann. Aber die Welt verändert sich eben nicht so schnell, wie man manchmal denkt. Und wenn man in die Gewandregale in den Geschäften schaut, ist ja eindeutig noch eine Trennung da. Für Mädchen was ohne Rosa zu kaufen, muss fast unmöglich sein. Wobei es für mich auch rosa sein dürfte, aber eben nicht immer! Mit zwei Buben bleibt mir das eh erspart.

    Mein Mann ist sehr traditionell erzogen worden, sein Vater ist schon über 80 und so fühlt sich auch die Erziehung an, die mein Mann genossen hat. Gentleman-like, wohlerzogen, möchte "die Familie ernähren" und ist dafür sehr fleißig, gleichzeitig ist er manchmal verständnislos, wenn ich nicht die Hausfrau sein will, die zu diesem 70er-Jahre-Mann passen würde. Da geraten wir regelmäßig aneinander. 😄
  • Ich denke es ist für die heutigen Männer auch nicht gerade einfach sich mit den neuen Rollen zurechtzufinden, da sie ja oft selber keine Vorbilder dazu haben. Sie sollen beruflich erfolgreich, handwerklich begabt aber gleichzeitig fürsorglich und häuslich sein, und Frauen in allen Belangen unterstützen...
    Biancaa_
  • Ich bin zu Hause beim Kind. Ich muss aber ehrlich gestehen dass ich mir darüber vorher keine Gedanken gemacht hab da es für mich klar war beim Kind zu bleiben. Die "typischen" 2 Jahre Karenz. Bestimmt auch weil es mir von allen Seiten so vorgelebt wurde. Meine Eltern waren seitdem ich denken kann Selbstständig, der Papa von früh bis spät in der Firma. Sonntag hat er etwas mit uns Kindern unternommen. Haushalt, Garten, Kinder, etc. hat alles meine Mutter über gehabt.
    In der restlichen Familie sind auch nur die Frauen bei den Kindern geblieben (meist die 2 Jahre).

    Erst nach der Schwangerschaft ist mir nach und nach gekommen das man das mit der Karenzzeit auch anders hätte lösen können. Ich denke mein Partner wäre der Elternkarenz nicht abgeneigt gewesen. Gehaltstechnisch hab ich sogar leicht mehr verdient als mein Partner. Er ist auch von seiner Mutter alleine großgezogen worden und zum leiblichen Vater gab es nie Kontakt.

    Haushalt wird von uns Beiden gemacht. Neben dem Kind mache ich eigentlich nur das Notwendigste. Ich bin selbst nach knapp einem Jahr noch nicht ganz in der Mutter und Hausfrauenrolle angekommen und ich habe manchmal das Gefühl im Beruf wäre es mir leichter ergangen. Ebenso denke ich, mein Freund wäre zu Hause beim Kind vielleicht glücklicher gewesen.

    Unser Kind ist erst 11 Monate alt und hatte bisher noch keine eigenen Wünsche was Spielzeug angeht. Bisher gabs halt eher Babysachen, die sind meiner Meinung nach eh geschlechterneutral. Sollte er sich dann mal eine Puppe oder Küche wünschen, würde ich ihm diesen Wunsch auch jederzeit erfüllen.
    Ebenso kann ich mir vorstellen meinem Sohn mal die Fingernägel zu lackieren wenn er es bei mir sieht und es auch ausprobieren möchte. Ich finde da ist nichts Verwerfliches dabei.

    Gerade trägt mein Bub auch eine Strumpfhose mit Pinguin-Mädchen drauf. Dieses Kleidungsstück haben wir Second-Hand erhalten und ich würde es nur wegen dem Motiv nicht aussortieren.
    sandkorn
  • Was mich noch interessieren würde, wie war es bei euch VOR den Kindern?

    Oft fällt man ja erst während bzw. nach der Karenz dann in die typischen bzw. vorgelebten Rollenbilder.
    sandkorn
  • lisarellalisarella

    204

    bearbeitet 5. 12. 2022, 13:19
    Bin auch ganz auf mich gestellt da mein mann nur am wochenende oder sowie jetzt 1 jahr nicht zuhause ist😅
    Natürlich wünscht man sich das er zuhause ist und einen so wie in anderen familien unterstütz nur gibt es leider die situation nicht her.
    Aber wenn er zuhause ist, unterstützt er mich soweit es geht 😄

    Kenn auch die seite wo der mann alles macht, da mein vater mit uns kindern alleine zuhause war und uns großgezogen hat.
    Bei meinem mann war es so dass die mutter zuhause geblieben ist und den haushalt und die kinder erziehung alleine überhatte.

    Wiso sollte man sein kind in schubladen stecken mit jungen spielzeug und mädchenspielzeug. Mich würds nicht stören wenn er pötzlich kleider tragen will oder nagellack, immerhin ist man nur einmal kind und das sollte man ausleben lassen. 😊
    Biancaa_
  • sara2709sara2709

    1,258

    bearbeitet 4. 12. 2022, 13:08
    Also vor Mini war die Hausarbeit nicht anders aufgeteilt als jetzt. Rollenbilder per se gab es bei uns nie, da er als Scheidungskind beim Papa aufwuchs mit Mama in einer Wohnung ein paar Stock drüber.
    Ich bin bei der Mama aufgewachsen aber Papa hat vor der Scheidung genauso gekocht und macht das auch gerne oder backt Kekse (gelernter Bäcker).
    Ich habe einen technischen Beruf gelernt und Make up immer als muss gesehen. Wenn es geht bin ich zu ungeschminkt weil mir das total egal ist, nur fürs Büro oder so mal Wimperntusche und getönte Tagescreme mehr nur besondere Anlässe.
    Kochen tu hauptsächlich ich aber putzen tun wir beide, Geschirrspüler mache ich (einfach weil ich nicht mag wie er einräumt😅, aber wenn er es macht lass ich es auch), Wäsche waschen, aufhängen beide, bügeln er wenn er was braucht.
    Balkon hauptsächlich er und Müll auch. Wickeln beide, Abendroutine haben wir eine gemeinsame.
    Beim siedeln zu packen wir beide gleich an, wobei ich beim malen eher abklebe und er malt aber er kanns besser und ich schau danach immer aus wie ins Küberl gfallen😂.
    Einkaufen fahren wir immer gemeinsam. Ab und zu holt er nach der Arbeit Kleinigkeiten oder ich allein aber Großeinkauf gemeinsam.

    Grade heute haben wir darüber gesprochen, dass es einfacher ist für Mädels blaue oder grüne Kleidung zu finden als für Jungs rosa oder lila. Er mag zur Zeit zu Dinos, Traktoren usw und dem Prinz ist es ja egal wie die Farbe des Untergrundes ist. Leider sind bei rosa Sachen oft Rüscherl oder Puffärmel.

    Puppenküche bekommt er sowieso weil meine noch am Dachboden steht und ich finde nicht, dass eine Küche typisch Mädchen ist. Immerhin gibt es sehr viele Sterneköche. Puppen, Barbies und Co kann er alles gerne ausprobieren, habe vieles von meinem Zeug noch (wollte nie was hergeben, Dachboden bei der Mama geht über).
    Er hat auch rosa Schnuller weil wir ihm vorlegen möchten, das Farben nicht mehr sind als das, nämlich Farben. Gäbe es einen rosa Sweater mit so einem Motiv würden wir den auch kaufen.
    Wieso sollte es bei Jugendlichen/ Erwachsenen ok sein rosa Shirts und Hemden zu tragen aber bei Kleinkinder nicht?
    Wenn der Kleine krank ist, kommt der Papa auch kurz aus der Arbeit, damit wir nicht mit den Öffis zum KiA müssen.
    Manche Arztbesuche machen wir auch gemeinsam, damit er sieht, dass wir beide für ihn da sind bzw er keine Angst hat, wenn der Papa mal alleine mit im hingeht.
    Termine machen wir beide egal ob Vergnügen oder Arzt.
    Fußball hat mich auch schon immer interessiert, ich war nie ein typisches Mädchen. War immer eher ein Jeansgirl. Fortgehen Jeans, Sneaker, Ausschnittshirt und Make up. High heels nur im Sonderfall und mit Wechselschuhen. Diese "Hackenmädls"( bitte nicht persönlich nehmen, falls ihr eins seit/wart) mit Mini knapp unterm Popsch und Ausschnitt bis zum Bauch, samt riesen Hacken haben meine damalige Freundin und ich immer belächelt.
    Kleider habe ich eigentlich nur in schicker oder ein paar für den Sommer.

    Also ihr seht, ein Mann mit typischer Rollenvorstellung hätte bei mir gar keine Chance gehabt.

    Das typische bei uns ist noch, dass ich die 2 Jahre daheim bin, aber auch nur weil ich kurz vor der ss arbeitslos wurde und quasi sowieso daheim wäre. Wenn es ein Geschwisterl geben sollte und ich wieder arbeite, schaut die Sache nach dem Stillen (falls es funktionieren sollte) anders aus bzw nach dem ersten halben Jahr.
    CoCoMaMa
  • Was haltet ihr eigentlich von Frauenquoten in gewissen Berufssparten? Müsste es dann nicht auch - wegen der Gleichberechtigung - Männerquoten in gewissen Bereichen geben?

    Gerade im VS /KiGa Bereich gibt es zB für Jungs noch zu wenige männliche Vorbilder. Wenn sie zusätzlich noch bei einer alleinerziehenden Mama aufwachsen, fehlen oft greifbare Männer im Umfeld.

    Männer, die sich für einen schlecht bezahlten „Frauenberuf“ entscheiden, sind immernoch in der Minderheit.
  • Bei uns war’s vor den Kindern auch so, nur zuerst hatten wir jahrelang nur eine 70qm Wohnung und danach dann ein kleines Haus. Und wir haben beide immer viel gearbeitet und sind von Haus aus sehr ordentlich, also da gab es kaum Haushalt zu tun und das lief so nebenbei. Außerdem haben wir in der Arbeit Mittag gegessen und waren abends auch oft aus mit Freunden oder zu zweit.

    Jetzt mit Kindern ist halt viel mehr dreck, Wäsche und Unordnung. Zudem haben wir jetzt ein Haus mlt über 170qm und einen großen Garten. Und natürlich wird täglich frisch gekocht. Also wesentlich mehr Arbeit.
  • Jigsawdani schrieb: »
    Ich bin zu Hause beim Kind. Ich muss aber ehrlich gestehen dass ich mir darüber vorher keine Gedanken gemacht hab da es für mich klar war beim Kind zu bleiben. Die "typischen" 2 Jahre Karenz. Bestimmt auch weil es mir von allen Seiten so vorgelebt wurde. Meine Eltern waren seitdem ich denken kann Selbstständig, der Papa von früh bis spät in der Firma. Sonntag hat er etwas mit uns Kindern unternommen. Haushalt, Garten, Kinder, etc. hat alles meine Mutter über gehabt.
    In der restlichen Familie sind auch nur die Frauen bei den Kindern geblieben (meist die 2 Jahre).

    Erst nach der Schwangerschaft ist mir nach und nach gekommen das man das mit der Karenzzeit auch anders hätte lösen können. Ich denke mein Partner wäre der Elternkarenz nicht abgeneigt gewesen. Gehaltstechnisch hab ich sogar leicht mehr verdient als mein Partner. Er ist auch von seiner Mutter alleine großgezogen worden und zum leiblichen Vater gab es nie Kontakt.

    Haushalt wird von uns Beiden gemacht. Neben dem Kind mache ich eigentlich nur das Notwendigste. Ich bin selbst nach knapp einem Jahr noch nicht ganz in der Mutter und Hausfrauenrolle angekommen und ich habe manchmal das Gefühl im Beruf wäre es mir leichter ergangen. Ebenso denke ich, mein Freund wäre zu Hause beim Kind vielleicht glücklicher gewesen.

    Unser Kind ist erst 11 Monate alt und hatte bisher noch keine eigenen Wünsche was Spielzeug angeht. Bisher gabs halt eher Babysachen, die sind meiner Meinung nach eh geschlechterneutral. Sollte er sich dann mal eine Puppe oder Küche wünschen, würde ich ihm diesen Wunsch auch jederzeit erfüllen.
    Ebenso kann ich mir vorstellen meinem Sohn mal die Fingernägel zu lackieren wenn er es bei mir sieht und es auch ausprobieren möchte. Ich finde da ist nichts Verwerfliches dabei.

    Gerade trägt mein Bub auch eine Strumpfhose mit Pinguin-Mädchen drauf. Dieses Kleidungsstück haben wir Second-Hand erhalten und ich würde es nur wegen dem Motiv nicht aussortieren.

    bei uns ist das sehr ähnlich. mein Mann verdient aber fast doppelt soviel wie ich, somit war das auch noch ein Grund wieso ich die vollen 2 Jahre Karenz allein genommen habe.

    beim Spielzeug achten wir schon ein wenig darauf dass es neutral ist, ist aber auch mitbegründet, da wir nicht wissen ob mal ein Bruder/Schwester nach kommt sowie dass klassische Mädchenspielzeug bei ihr früher oder später kommen wird, allein weil da noch viele Reste der Mama vorhanden sind am Dachboden ;) bis dato eher durchmischt und immer je nachdem was sie mag.Katzen sind toll weil da sind ja auch zwei bei uns zuhause. es gibt aber auch Dino plüschtier, Einhornplüschtier... zu Weihnachen gibts dann eine Kinderküche weil sie so gerne für uns kocht ;)
    Kleidung kaufe ich alles neu, und da greife ich aktuell auch häufiger noch zu den Burschenteilen weil sie mir besser gefallen. Rosa wollte ich sie nie anziehen bevor sie auf der Welt war.aber da sie total anders aussieht wie gedacht und ihr diese Farbe gut steht, bekommt sie nun auch rosa Sachen - warum nicht.

    Haushalt wird geteilt, erfolgt aber hauptsächlich am Wochenende bzw an Homeoffice Tagen wo mein Mann von zuhause arbeitet. mal sehen wie das ist wenn ich im Juli 20h wieder arbeiten werde und die Kleine in die Krippe geht.
    aufgewachsen bin ich aber klassisch: meine Mutter ist bis ich 7J war zuhause geblieben und mein Vater hat gearbeitet. Ausflüge immer am Wochenende


  • Kindbetreuung ist bei uns relativ gleich aufgeteilt
    Montag bin ich zuhause, ab ca. 15:00 ist mein Mann dann zuhause, da kümmern wir uns dann gemeinsam, am Wochenende meistens auch gemeinsam, hin und wieder muss ich am Wochenende arbeiten
    Dienstag und Freitag kümmert sich morgens und abends mein Mann, da bin ich schon in der Arbeit, wenn die Kleine aufsteht und komm auch erst heim, wenn sie schon wieder schläft, tagsüber ist sie dann bei ihrem Opa
    Mittwoch und Donnerstag bin ich morgens zuhause, und bring die Kleine dann zur Tagesmutter, abholen tut sie mein Mann, und betreut sie, bis sie ins Bett geht, ich komm erst danach wieder heim.

    Gartenarbeit macht fast nur mein Man, ihm ist das wichtiger als mir, Rasen mähen tu ich aber genauso, je nachdem wie es sich ergibt
    Haushalt teilen wir, Wäsche mach nur ich, Kochen tut nur er, da wollen wir uns gegenseitig nicht reinpfuschen, weil jedem das mehr daugt oder mehr liegt.
    Den restliche Haushalt machen wir, wie grad Zeit und Lust vorhanden ist, da haben wir keine genaue Aufgabe, wer was macht. Meistens mach ich eher was, weil mein Mann die Sachen nicht so sieht.

    Organisatorisch bleibt leider alles an mir hängen.
    Das ist seit Monaten ein großes Streitthema bei uns.
    Wir arbeiten beide Vollzeit, wobei es bei mir sogar 5h mehr sind wie bei ihm, kümmern uns gleich um alles, nur der Mental Load ist nur bei mir vorhanden. Das kann ich einfach nicht akzeptieren, dass ich immer an alles denken muss, und er aber nur greifbares macht, wo er nicht denken muss.
    Wenn ich ihm aber z.B. sage, dass die Kleine Winterstiefel braucht, und er bitte welche mit ihr kaufen fahren soll, dann macht er das auch ohne irgendwelche Anstände.
    Es stört mich allerdings sehr, dass er nie von sich aus an etwas denkt, oder sich informiert, sondern die Grundeinstellung hat, dass ich ihm ja eh sage, was er machen soll.
    Das ist schon sehr anstrengend, weil bei mir selbst gesundheitlich einiges nicht passt, und ich somit auch für mich dahin gehend viele Arzttermin organisieren muss, bzw. auf vieles rundherum achten muss. Das kommt noch zusätzlich on top von den ganzen allgemeinen Sachen, die man mit Kind so organisieren muss.
    Die ganze Last alleine zu tragen ist echt fordernd


    Wie es bei meinem Partner in der Kindheit war, weiß ich garnicht so genau, da haben wir nie wirklich darüber geredet.
    Bei mir hat sich eigentlich meine Mama um alles gekümmert, war zuhause, bis ich (zweites und letzes Kind) mit 3 in der Kindergarten gekommen bin, und danach hat sie bis zum Beginn vom Gymnasium auch nur Teilzeit mit Schätzungsweise maximal 20h gearbeitet.
    Sie hatte Haushalt, Garten und Kinder über, mein Papa war nur für den Spaß zuständig, und hat nicht wirklich erzogen.
    Dafür finde ich es sehr toll, dass er jetzt 2 Tage die Woche meine Kleine betreut, und sich da um alles kümmert.

    Ich persönlich achte sehr stark darauf, klassische Rollenbilder zu durchbrechen, war aber auch vor der Kleinen so, da ich in einem "Männerjob" arbeite, da musste ich mich früher schon gescheit beweisen.
    Leider ist das nicht besser geworden, sondern seit ich ein Kind habe noch schlimmer.
    Man könnte schon fast von toxischer Männlichkeit sprechen.

    Mit was meine Kleine spielt ist mir ganz egal.
    Da wir aber noch Spielsachen aus meiner Kindheit haben, spielt sie zurzeit nur mit der Spielküche und den Puppen. Ich seh einfach keinen Sinn dahinter, etwas Neues zukaufen, wenn schon etwas vorhanden ist. Mit Autos, Traktoren und sonstigem spielt sie bei der Tagesmutter aber liebend gerne,

    Kleidung haben wir bis jetzt alles von meiner Cousine übernommen, die selbst zwei Mädels hat, rosa sind da aber die wenigsten Sachen.
    Sie trägt also alle Farben mit allen Motiven.
    Grad musste ich die nächste Größe organisieren, da ist z.b. sehr viel in Blau dabei, weil mir die Blautöne so gut gefallen.
    Auch in Geschäften find ich eher in der Bubenabteilung was, ich kauf halt das, was mir gefällt.
    Nicht selten wurde meine Tochter mit ihrer geliebten blauen Dinojacke als "süßer kleiner Bub" bezeichnet, ich lächle da nurmehr.

    @soso Von Frauen- oder Männerquoten per se halte ich persönlich garnichts. Man soll eine Stelle bekommen, weil man dafür geeignet ist, und nicht, weil man das eine oder das andere Geschlecht hat.
    Und das es nicht viele Männer in Kindergärten oder Volkschulen gibt, könnte durchaus ein selbst gemachtes Problem von Eltern sein. Es gibt immer irgendeinen Elternteil der Pädagogen als Pädophile sieht. Wenn man da immer die Angst im Nacken hat, dass man eine ungerechtfertigte Anzeige oder Vorwurf bekommt, kann das schon abschreckend sein, diesen Beruf zu ergreifen. Genauso wie es auch AG gibt, die aus der Angst davor keinen Mann einstellen.
    Diskriminierung des Geschlechts kommt nicht nur bei Frauen vor, auch wenn es oft so dargestellt wird
    mydreamcametrue
  • Zum Thema Frauenquote meinte mein Mann letztens auch, dass er sowas zB am Bau noch nie gehört hätte. Und in der Pflege oder so gibt's ja auch keine Männerquote.
    Wie du sagst, sollte es ja von der jeweiligen Qualifikation abhängig gemacht werden und nicht vom Geschlecht. Am Bau zB werden auch weiterhin die Frauen in der Minderheit bleiben (allein schon wegen der körperlichen Merkmale und der Arbeitsbedingungen wie selten ein WC usw).

    Grundsätzlich sollte jeder die Freiheit haben, selbst zu entscheiden was er machen möchte, ohne finanzielle Nachteile und ohne Verurteilung. Aber davon sind wir wohl noch weit weg.
    tweety85Leni220619susemydreamcametrue
  • MurmelMurmel

    194

    bearbeitet 4. 12. 2022, 17:34
    Wir hatten gerade ein total süßes Buch aus der Bibliothek ausgeborgt, das kann ich euch ans Herz legen: Sorum und Anders.

    "Sorum trägt Hosen,
    Anders ein Kleid.
    Sie hat es eilig,
    Er lässt sich Zeit."

    Bricht mit allerlei Klischees und ist super nett gezeichnet.

    (Mein Sohn glaub ich versteht den Hintergrund noch nicht, aber es reimt sich und es kommt viel gelb vor, also ein Hit!) 😆
    Kaffeelöffel
  • Weil das im vorigen Thread Thema war: natürlich ist es eine individuelle Entscheidung, wie die Kinderbetreuung aufgeteilt wird, aber natürlich spiegelt es ein gewisses Rollenbild wieder und hat Rückwirkungen auf die Gesellschaft. Wie letztens eine Userin in der ärgerecke geschrieben hat, hat sie einen Job nicht bekommen, weil als Mama von 2 Kindern angeblich zu wenig flexibel. Die Personalchefin in der Firma meines Freundes hat letzens auch gesagt, dass sie Männern bei gleicher Qualifikation den Vorzug vor (jungen) Frauen gibt, weil die wahrscheinlich nicht in Karenz gehen und auch danach pflegeurlaub etc. eher von den Mamas in Anspruch genommen wird. Würde hingegen mehr Männe, sowie mein Freund in Karenz gehen, könnte sie diese Annahmen so nicht mehr treffen. Die Fragen beantworte ich später vom PC aus.
    wölfinmydreamcametrueBetti123
  • @Murmel das Buch klingt nett! Gut gereimte Bücher findet man gar nicht so leicht, danke für den Tipp. 😊
  • tweety85tweety85

    2,163

    bearbeitet 4. 12. 2022, 19:09
    @Dani2511

    Das finde ich Quatsch. Du bist ja auch nicht so schnell wieder arbeiten gegangen um etwas in der Gesellschaft zu verändern, sondern aus deinen persönlichen Gründen.
    Gleiches gilt für Mütter, die gerne länger beim Kind bleiben und wo der Vater nicht in Karenz geht. Warum sollte man denen jetzt die Schuld zuschieben für offensichtliche Fehler in unserem Arbeitssystem?
    Mein Mann hat zum Beispiel seinen Job gewechselt als sein Chef blöde Bemerkungen gemacht hat, warum er so lange nach der Geburt unseres 1. Kindes bei mir bleiben wollte. Und wenn ein Arbeitgeber solche familienunfreundlichen Ansichten hat, sucht man sich besser eine andere Stelle oder meldet es der AK. Damit setzt man auch ein Zeichen ohne andere Eltern zu kritisieren.
  • Dani2511Dani2511

    2,268

    bearbeitet 4. 12. 2022, 19:13
    Wie teilt ihr euch die Kinderbetreuung auf und warum?

    Wir waren beide 50/50 in Karenz und arbeiten beide 30 Stunden. Ich mache den kleinen in der Früh fertig und bringen ihn in die Krippe. Mein Freund holt ihn von der Krippe und legt ihn schlafen. Da ich aber zusätzlich auch Gemeinderätin bin quasi neben meinem 30 Stunden Job, kümmert sich mein Freund in Summe mehr um den Kleinen, da es vor allem in der Sitzungswoche viele Termine (auch Abends) gibt und ich da oft den Kleinen nur in der Früh sehe. Ich muss aber sagen, dass das mit meiner politischen Funktion recht unerwartet kam, als mein Sohn 4 Monate alt war und ich am Anfang mein Mandat gar nicht annehmen wollte. Mein Freund hat mich aber absolut dazu ermutigt, dass zu machen. Für mich war es auch immer selbstverständlich, dass wir das aufteilen, schon vor der Schwangerschaft, andernfalls hätte ich mit ihm auch kein Kind bekommen. Einerseits, weil ich selbst gerne in meinem Job arbeite und Abwechslung brauchen. Andererseits, war klar, dass ich zumindest wieder 30 Stunden einsteige, wegen Pension usw. und um generell nicht finanziell abhängig zu sein. Meinem Freund hingegen war es selbst sehr wichtig, in Karenz zu gehen und diese Zeit mit seinem Sohn zu verbringen. Das hätte er sich von mir nicht nehmen lassen.

    Wie sind bei euch zu Hause die Haus- und Gartenarbeit und die organisatorischen Aufgaben verteilt?

    Dafür mache aber ich etwas mehr im Haushalt, so Sachen, die nicht zur alltäglichen Arbeit gehören, wie Kühlschrank putzen, abstauben etc. Den alltäglichen Haushalt teilen wir auch ca. gleich auf. Mein Freund kocht meist und ich räume dann auf. Müll rausbringen, saugen, Geschirrspüler ausräumen etc. macht derjenige, der es als erstes sieht. Das ist eigentlich auch recht ausgeglichen.

    Welche Verantwortungsbereiche haben die Erwachsenen bei euch zu Hause?

    Mein Freund eben hauptsächlich kochen, Garten usw. Ich abstauben, Fenster putzen, Bad putzen, aufräumen nach dem Kochen. Die anderen Arbeiten sind ca. gleich verteilt.

    Wie war das als ihr und euer Partner Kinder ward? Könnt ihr einen Zusammenhang zwischen dem, was euch als Kindern vorgelebt wurde und eurem ist-Zustand erkennen?

    Bei uns gibts keinerlei Zusammenhang zwischen dem was uns vorgelebt wurde und wie wir jetzt leben. Die Eltern meines Freundes hatten die klassische Rollenverteilung. Papa Vollzeit arbeiten und die Mama Hausfrau, mit ein paar Stunden zusätzlich putzen gehen, als die Kinder größer waren. Meine Eltern haben auch das klassische Bild gelebt, allerdings wars da so, dass auch meine Mutter nach der Karenz wieder Vollzeit gearbeitet hat, weil sich Hausbau mit nur einem Einkommen nicht ausgegangen wäre. Sie musste dann halt daneben aber auch noch den Haushalt schupfen, weil sie da beide so eingestellt waren, dass das eben Frauenarbeit ist. Dafür hat aber mein Papa als gelernter Maurer selbst viel beim Hausbau gemacht. Um uns Kinder hat er sich schon auch gekümmert, weil er in seinem späteren Beruf Schichtdienste hatte und dann oft am Vormittag mit uns daheim war, während Mama in der Arbeit war.

    Achtet ihr bewusst darauf, klassische Rollenbilder zu durchbrechen?

    Ich achte schon darauf und möchte das meinem Sohn so vorleben, wobei wie man an unserem Beispiel sieht, das was man vorgelebt bekommt das ist, nach dem man später selbst lebt. Auf jeden Fall soll mein Sohn sehen, dass es selbstverständlich ist, dass auch Papa den Haushalt macht und sich um die Kinder (auch Babys) kümmert und auch Mamas noch Karriere machen können.

    Inwiefern stört es euch, wenn eure Mädchen mit Dinosauriern und eure Buben mit Puppen spielen oder die Buben vielleicht sogar Kleider und Nagellack tragen wollen?
    Achtet ihr bei der Wahl des Spielzeugs aktiv auf Geschlechtsneutrale Spielsachen?

    Das stört mich gar nicht. Da Björn in der Krippe sehr gerne in der Puppenküche spielt, bekommt er heuer zu Weihnachten eine. Wenn er gerne mal eine Puppe haben möchte bekommt er auch eine. Er darf aber auch gerne mit Autos und Dinos spielen. Wenn es ihm gefällt, kann er auch lange Haare, Spangerl und Nagellack tragen. Wir kaufen derzeit kaum Spielzeug, da wir sehr viel von Freunden und Familie bekommen (eigentlich eh zu viel). Da ists halt schon eher so, dass er klassisches Bubenspielzeug bekommt, das stört mich aber jetzt nicht. Und in der Krippe kommt er eh mit allem möglichen Spielzeug in Berührung.Wenn ich selbst Bücher kaufe, achte ich darauf, dass sie neutral sind.
  • @soso in der Pflege und am Bau und bei den PädagogInnen braucht man keine Quote weil eh ziemlich jeder eine Stelle kriegt soviel wie da gesucht wird.

    Für Führungspositionen war ich früher dagegen, der/die beste soll den Job kriegen. Ich bin aber in einer Männerbranche und hab in einem DAX Konzern schon mitgekriegt wieviel da teilweise über Sympathien bzw sorry für die Ehrlichkeit beim Saufen und in diversen Etablissements gelaufen ist. Da kann es fürs ganze Unternehmen nicht schaden wenn das durch ein paar Frauen in Führungspositionen durchbrochen wird. (Hab selber kein Interesse in die Richtung also es geht nicht um Neid oder so)
  • bearbeitet 4. 12. 2022, 19:57
    Ich halte von den Quoten auch nichts. Es ist teilweise statistisch/psychologisch (auch biologisch, Körperbau, Muskeln etc) gesehen eindeutig, dass Frauen eher menschennahe Berufe bevorzugen und Männer eher Berufe, die mit Dingen/Handwerk zutun haben.

    Man sieht es ja an diversen Umfragen, die meisten Frauen, also der Durchschnitt, möchte nicht am Bau arbeiten, während die wenigsten Männer was mit fremden Kindern im Kindergarten anfangen können.
    Ebenso wollen die meisten Frauen gar nicht in Führungspositionen arbeiten, während sie gern mit den Kids zuhause sind. Da red ich nicht von jeder Frau, sondern vom Durchschnitt...

    Auch hier im Thread liest man, dass die meisten von euch schreiben, dass sie gern bei den Kids sind oder das so gewählt haben oder diese und jene Hausarbeit lieber machen oder Frauenquoten in Führungspositionen zwar gut fänden, selbst aber gar nicht in einer Arbeiten wollen usw.

    Ich hab auch das Gefühl, dass es als schlechter gewertet wird, wenn man den typischen Rollenbildern nachgeht. Dabei finde ich, dass das eine absolut tolle Konstellation und Zusammenarbeit/-spiel ist (natürlich, wenn man auch zusammenhält und das zwischenmenschliche in der Beziehung passt).

    Also warum ändern oder sich zwanghaft dagegen entscheiden? Um die gesellschaftlichen Ansichten zu ändern? Um mehr Anerkennung zu erlangen? Dafür das eigene Bedürfnis hint anstellen bzw. sich zerreißen?

    Und punkto Pädophilie: hat ja auch einen Grund, warum diese Sorge da ist. Wenn sexueller Missbrauch in Kigas oder Schulen vorkommen, geht es nunmal (in den allermeisten Fällen) vom männlichen Personal aus. Ist so. Frauen können anders grausam sein (Kind im Klo einsperren, schimpfen/schreien etc.).

    susetweety85Magicbustrip
  • @tweety85 in meinen Augen verändert es aber auch was in der Gesellschaft, wenn man als Mutter bald wieder arbeiten geht, weil man wieder arbeiten gehen möchte

    Andere Frauen sehen, dass man nicht verpflichtet ist, zwei Jahre zuhause zu bleiben, wenn man das selbst nicht möchte, und das man den Männern durchaus Betreuung zumuten kann
    Da haben ja einige Frauen Probleme damit, das ihren Partnern zuzutrauen

    Noch dazu ist der Vater dann vielleicht Vorbild für andere Väter, dass die sich auch eher trauen in Karenz zu gehen
    Flotte_Lottewölfin
  • @Forumianerin es ist aber falsch, dann direkt jedem Mann Pädophilie zu unterstellen
    Bei deinem Beispiel mit schimpfen, im Klo einsperren, ect., wird das ja auch nicht auf jede Frau projeziert
    wölfin
  • Also bei uns ist’s so dass ich bei beiden Kids 1 Jahr zuhaus war.
    Wir sind beide selbstständig aber für mich war’s einfacher Sachen „umzuschlichten“ als bei ihm - weiteres stehen bei ihm mehr Mitarbeiter im Raum und auch mehr Umsatz.

    Nach dem 1 Jahr sind beide Kids jeweils in Krabbelstube oder Tagesmutter betreut wurden und mit 2,5 dann in den Kindergarten.

    Mein mann ist auch noch Jäger und dieses Thema interessiert die große auch sehr, sodass er in dieser Richtung einiges mit ihr allein macht. In der Zeit hat dann die kleine meine ungeteilte Aufmerksamkeit.
    Umgedreht macht er natürlich auch andere Sachen mit der kleinen, die die große nicht mehr oder nie interessieren.

    Hausarbeit ist recht geteilt, er kocht gern also macht das meistens auch er.
    Den Garten und alle Autos (waschen etc) übernimmt auch er. Mir gehört die Wäsche. Im Rest teilen wir uns spontan immer rein, mal macht der eine mehr und mal der andere.

    Hinsichtlich rollen - also die kleine liebt Paw Patrol und superwings und hat sich da auch einige Kleidungsstücke selbst gewählt / sie mag aber auch ihr Puppen.

    Die große hat auch kein klassisches Muster / Rosa zb mochte sie nie wirklich.

  • Von Quoten halte ich auch nicht so viel. Vor allem finde ich, dass diese ganze Frauen müssen unbedingt in die Technik etc. dann verdienen sie auch mehr Sache nicht zielführend ist. Gerade die Bereiche in denen viele Frauen arbeiten (Pflege, Kinderbetreuung) etc. sind gesellschaftlich viel wertvoller, als viele klassische männerjobs und sollten dementsprechend einfach viel besser bezahlt werden, als dies aktuell der Fall ist. Aber natürlich sollte man aufzeigen, welche Berufe es abseits der rollenklischees gibt, auch in die andere Richtung. Einer der Pädagogen meines Sohnes ist männlich, was ich auch als Bereicherung empfinde
    sosowölfin
  • @ParamedicGirl natürlich ist es falsch jedem Mann dies zu unterstellen, absolut.

    Ich wollte nur auf den Hintergrund hinweisen, woher diese Sorge kommt.
    Magicbustrip
  • @Forumianerin leider geht es in manchen Spaten ohne Quote nicht. Überhaupt ab einer gewissen Position, sonst wird sich nie etwas ändern.
    Auch die Jobwahl hat meiner Meinung nach sehr viel mit den zum Teil vorgelebten Rollen zu tun.

    Arbeite selber in einer Männerdomäne. Bevor ich die Ausbildung gemacht habe, haben mich sehr viele Leute gefragt, ob ich mir das überhaupt zutraue als Frau. Einen Mann/Burschen hätte das niemand gefragt.

    Was mir bei der Diskussion etwas fehlt ist, der Gedanke an später. Verstehe es, dass man gerne lange bei seinem Kind zu Hause bleiben will, aber die damit verbundenen finanzielle Abhängigkeit kann halt auch Folgen haben, wenn die Beziehung nicht hält...was leider oft vorkommt.
    soso
  • @Forumianerin man hört aber auch immer wieder mal von Fällen, die Pädagoginen betreffen
    Und diese Fälle haben sicher eine größere Dunkelziffer als die von Pädagogen
    Das schürt trotzdem nicht die Sorge

    Und das ist Diskriminierung, und kann nur durch Umdenken verändert werden
  • @ParamedicGirl ich habe noch nie oder seltenst von Fällen in Österreich gehört, die Frauen betreffen. Ich habe gelesen/gehört, dass es da schon vorgekommen ist, dass Kinder in WCs gesperrt wurden, in ihren nassen Sachen bleiben mussten, in der Kälte draußen nackt abgesucht usw. Auch absolut grausame Dinge. Von sexuellem Missbrauch durch Frauen eher nicht. Heißt nicht, dass es das nicht gibt, klar. Ebenso wie Vergewaltigungen generell. Werden größtenteils von Männern praktiziert. Das ist eine statistische Gewissheit. Passiert durch Frauen auch, aber einfach viel, viel seltener. Und wenns um Wahrscheinlichkeiten bei so einem heiklen Thema geht und ich weiß, dass es die eine Personengruppe eher betrifft als die andere, dann hat das einfach nichts mehr mit Diskriminierung zutun, sondern mit Vorsicht und berechtigter Sorge.
    Und in solchen Fällen kann man die Dunkelziffer nicht unter den Gruppen vergleichen, weil ein Kind keinen Unterschied macht, ob es von Frau oder Mann unsittlich berührt wurde.

    Weißt was ich schlimmer find? Das sich alle davor fürchten als diskriminierend zu gelten und wollen ja immer politisch korrekt sein, bis es zu spät ist (siehe Grazer Kindergarten vor einigen Wochen). Und um ja nicht zu sehr zu diskriminieren, wird der Pädagoge, der mehrere Kinder sexuell belästigt hat, nicht entlassen, sondern versetzt. Und was war? Er hat in der neuen Dienststelle weitergemacht.

    Es gibt auch Aussagen von Pädophilen selbst, die sagen, dass sie sich Berufe in den Branchen suchen, wo sie leichteren Zugang haben. Ist ja auch irgendwie logisch. Deswegen sind auch die meisten Fälle innerhalb der Familie oder in Betreuungsanstalten (auch Behindertenpflege, Heimen usw).

    Deine Absichten in allen Ehren, die Männer hier zu verteidigen, aber es gibt leider Tendenzen hierzu, die man nicht leugnen kann.

    HEISST BITTE NICHT, DASS JEDER MANN/PÄDAGOGE/PFLEGER ETC PÄDOPHIL IST. Hoffe, dass konnte ich klarmachen.

    tweety85MagicbustripSarah6
  • @Vivi_09 da finde ich den Satz "bei gleicher Qualifikation wird eher Frauen der Vorzug gegeben" eh recht sinnvoll. Das ist nämlich die Sache, wenn auf 100 Bewerbungen 98 Männer und 2 Frauen kommen und die qualifiziertesten darunter 10 Männer sind, muss zb trotzdem zumindest eine Frau genommen werden, um die Quote zu erfüllen. Find ich nicht gut. Eventuell wenns prozentuell angepasst ist.

    Und wegen später: das ist halt echt ein Problem, aber was ist die Wurzel dessen? Sollte man dann für Kinderbetreuung entlohnt werden? Oder für die Zeit einen vom Staat finanzieren Ausgleich in der Pensionskasse bekommen? Ich weiß es nicht. Mir ist klar, dass nicht alles immer Zucker ist und das Leben hart sein kann, aber ich finde den Gedanken schwierig deswegen die Zeit mit meinen Kindern nicht voll auszuschöpfen.

    Vielleicht bin ich da ja sehr seltsam gestrickt, aber ich kann in der Not auf sehr viel verzichten. Und bei einer Trennung ist zumindest fürs Kind durch Unterhaltszahlungen gesorgt. Es ist halt, meiner Meinung nach (!), in der heutigen Zeit oft nur mehr der Lebensstandard, den man beibehalten möchte.
    tweety85honeybee1989
  • Ich möchte zu meinem oberen Post zu Pädophilie noch etwas hinzufügen:

    Es ging mir nur darum aufzuzeigen woher die Sorge kommt. Es ist hoffentlich absolut klar, dass nicht alle Männer in den Branchen pädophil sind, genauso wenig wie jeder Mann vergewaltigt. Das sind traurige, schlimme Ausnahmen.

    Wir hatten auch einen Pädagogen im Kiga und ich hatte kein schlechtes Gefühl weil er ein Mann ist. Er war sehr sympathisch, hat selber Kinder und war im Team mit zwei Frauen (Pädagogin und Assistentin). Ich hab sogar eher mit einer Frau Probleme gehabt, andere Geschichte 😉.
  • Die Pensionslücke bzw. die damit oft verbundene weibliche Altersarmut ist wirklich ein Problem. Vor allem da es dann später oftmals wieder die Frauen trifft, wenn es gilt Angehörige zu pflegen. Da wäre es schon hilfreich, wenn diese Zeiten, besser vergütet würden.
    tweety85menina
  • @Forumianerin so wie ich die Quotenregelung kenne, werden Frauen nur bei gleicher Qualifikation genommen.

    Ich denke, dass man beim Einkommen nicht nur auf das aktuelle Familieneinkommen schauen sollte, sondern auch auf das zu erwartende. Dann würde es sich vielleicht doch öfter auszahlen die Karenz zu teilen oder, dass beide Elternteile nach der Karenz ihre Stunden etwas reduzieren (also Teilzeit arbeiten, was von den Abschlägen in Summe oft viel besser ist).
    Gute und genug Kinderbetreuungsplätze (auch für unter 2,5 Jährige) wären auch ein Anfang, damit es zumindest eine Wahl gibt.
    soso
  • Man muss es als Frau aber echt wollen in einer Führungsposition zu arbeiten, deren Branche von Männern dominiert wird.

    Als ich noch in D gewohnt habe, war ich die einzige Frau in unserer Firma - das war oft Fluch und Segen gleichzeitig! 😂
  • So ich hätte jetzt gern mal eine Erklärung für Dummis wie mich...
    Ich les immer öfter dass nach der Karenz beide Elternteile mit 30 h Arbeiten gehen und sich auch erhoffen dass das mehrane so machen.
    So zu meiner Frage, die Finanzielle Situation mal weggelassen.
    Wie soll das den funktionieren wenn jetzt jeder Betrieb schon hängeringend wieder Mitarbeiter sucht und dann sollen die Männer auch noch weniger Stunden machen?? Wie soll sich das den einmal bei den Betrieben ausgehen wenn sie jetzt schon zu wenig Leute für zu viel Arbeit haben??
    Der Grundgedanke ist ja schön aber bei der derzeitigen Lage find ich dass schon ziemlich eine zumutung für jeden Betrieb.
  • @Sunny93 das klassische Modell ist ja:
    Mann Vollzeit - 40 Stunden
    Frau Teilzeit - 20 Stunden

    In Summe also 60 Stunden.

    Wenn beide 30 machen sind es ebenso 60.

    Also dieselbe Arbeitskraft.
    meninaitchify
  • Reine Stundenzahl sagt zum einen nix über die Produktivität aus und zum andrrn sind wir alle nicht die Leibeigenen unseres Dienstgebers.
    Ich hab eine tolle Arbeitsstelle und mein Partner auch. Was wir schuldig sind, ist gute Arbeit und offene Kommunikation. Nur weil wir unter 40 Stunden machen, ist es uns ned egal. Wichtig ist Verlässlichkeit und gute Arbeit.
    Mohnblume88Betti123wölfinmiramiKaffeelöffel
  • @Sunny93 Das kommt auf die Größe des Betriebs an. Wir gehören zu einem Konzern, suchen auch immer Leute, aber wenn mein Mann 30h machen wollen würde, würde man das genehmigen. In dem Wissen, dass er sich sonst etwas anderes suchen würde wo das möglich ist und man nicht auf ihn verzichten will.
    Und ganz ehrlich, da geht die Familie vor.
    sandkorn
  • @mydreamcametrue ja wenn beide bei der selben Firma angestellt sind macht das für den Arbeitsgeber auch keinen Unterschied. Aber wenn der Mann in einer Firma angestellt ist wo Hauptsächlich Männer tätig sind und sagen wir mal 4 gerne möchten auf 30 stunden kürzen, fehlt den Arbeitgeber schon eine ganze Arbeitskraft und das bringt den Dienstgeber auch recht wenig auf Dauer wenn er so schon zuwenig Mitarbeiter hat.🤷‍♀️
  • @mydreamcametrue ja wenn beide bei der selben Firma angestellt sind macht das für den Arbeitsgeber auch keinen Unterschied. Aber wenn der Mann in einer Firma angestellt ist wo Hauptsächlich Männer tätig sind und sagen wir mal 4 gerne möchten auf 30 stunden kürzen, fehlt den Arbeitgeber schon eine ganze Arbeitskraft und das bringt den Dienstgeber auch recht wenig auf Dauer wenn er so schon zuwenig Mitarbeiter hat.
  • @Sunny93 das ein Betrieb so händeringend nach Mitarbeitern sucht kann viele Gründe haben. Vielleicht ist es eine Nische, vielleicht sind die Qualifikationen, die benötigt werden um die Arbeit verrichten zu können speziell, vielleicht zahlt er einen Dreck und deshalb bewirbt sich keiner, vielleicht ist er als mieser Arbeitgeber verschrien...
    Unzählige Gründe fallen mir da ein. Und bei den steigenden Zahlen an Arbeitslosen könne mir nicht ALLE Betriebe erzählen, dass sie so Probleme haben Arbeitskräfte zu finden. Mag auf manche zutreffen aber sicher nicht auf alle.

    Abgesehen davon: wenn es Branchenübergreifend in allen Bereichen normal wird, dass sowohl Männer als auch Frauen in ETZ arbeiten dann passt es ja wieder.

    Es haben ja auch schon einige Unternehmen die 4-Tage Woche eingeführt und haben festgestellt, dass dadurch weder die Produktivität noch Ergebnisse darunter leiden.
    mydreamcametrue
  • bearbeitet 5. 12. 2022, 11:20
    Was mich echt rasend macht ist, dass es bei der Kleidung von Kindern immernoch so arge Unterschiede gibt.
    Und zwar was die Motive, die Farben und sogar den Schnitt der Kleidungsstücke angeht. Ist euch schonmal aufgefallen, dass Mädchenhosen viel schmaler geschnitten sind als Bubenhosen?
    Und das Leiberl für Mädchen manchmal einen tieferen Ausschnitt haben als die für Buben?
    DAS ärgert mich maßlos. Wieso muss ich schon kleine Mädchen darauf hinführen, engere Hosen zu tragen und einen weiteren Ausschnitt?!
    Es gibt genug dünne Buben, denen die weiteren Bubenhosen immer zu weit sind. Leider werden aber kaum Eltern in die "Mädchen Abteilung" shoppen gehen weil dort ist alles entweder Rosa oder mit Herzen oder mit Pferden oder mit Einhörnern. Warum?

    Meine Tochter liebt rosa. Sie liebt aber auch Dinosaurier und Bagger. Warum können die großen Modekette keine T-Shirts in ihre Geschäfte hängen die pink sind und einen Dino vorn drauf haben?
    Oder ein blaues Leiberl mit einem Einhorn drauf? Oder ein grünes Leiberl mit Wendepailleten "für Buben".

    Und dann spinn ich den Gedanken weiter und frag mich, ob die Designer hier irgendwo in den 70ern hängen geblieben sind oder ob es dafür einfach keine Abnehmer gibt weil diese Sachen niemand kaufen würde?
    Wären diese Teile dann Ladenhüter weil die Eltern ihre Kinder eben nach wie vor gern "Geschlechts typische" Kleidung stecken?
    Oder suchen die Kinder selber aus und würden sich diese Sachen dann nicht selbst aussuchen?

    Darauf hab ich noch nicht so recht eine Antwort gefunden.
    winnieVivi_09Mohnblume88mydreamcametruesandkornKeinNutzernamekeavonni7faradaymeninaund 4 andere.
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