Adoption - Kind adoptieren

Hallo ihr lieben!

Gibt es hier jemand der sich bereits im Adoptionsverfahren befindet oder bereits adoptiert hat oder sich auch gerade informiert.

Wir haben als Plan B (hatte schon mehrere Fehlgeburten ) die Adoption am Schirm und ich würde mich gerne ein wenig austauschen und hätte ein paar Fragen.

Zb würde mich interessieren, ob dies wirklich an den Wohn-Bezirk als Wohnort BH gebunden ist? Kann man sich für einen anderen Bezirk oder Bundesland bewerben? Wie lange wartet man ungefähr darauf? Was erwartet uns beim Auswahlverfahren ? Wie wird gereiht? Gibt es eine Reihung für die Adoptiveltern?

Hach ich hätte noch viel mehr Fragen.


Würde mich sehr über einen Austausch freuen.

Lg
Eure Ines

Kommentare

  • bearbeitet 29. September, 21:19
    Hallo @Ines83
    eine Bekannte hat vor 8 Jahren ein Kind in Österreich adoptiert. Ich kann dir leider nicht viel beantworten, aber ich teile gerne meine Infos mit dir ;)

    Zunächst einmal (aber das wirst du sicher schon wissen):
    In Österreich werden pro Jahr 0-2 Kinder zur Adoption freigegeben.
    Aber gleichzeitig melden sich ca 10 Paare pro Jahr für eine Adoption.
    In Österreich können ausschließlich Neugeborene zur Adoption freigegeben werden.
    Die Chance, dass man also ein Baby adoptieren kann sind gering. Sehr gering.

    Das Auswahlverfahren war sehr sehr kräftezehrend und auch für manche Paare ein unüberwindbares Hindernis (Bei meiner Bekannten haben 2 Paare während dem Auswahlverfahren "aufgegeben" bzw sich getrennt).
    Viele Gespräche, viele Überprüfungen, viel Behördenkram, endloses Warten auf Bestätigungen/Bescheide, viel Aufwand um an erforderliche Unterlagen zu kommen. Also einfach nur sehr mühsam und man selbst hat eine immense Ungeduld in sich, weil man ja so schnell wie möglich alles hinter sich haben möchte um als Eltern ausgewählt werden zu können. Das war das schlimmste für meine Bekannte, da gab es auch Wochen/Monate in denen sich überhaupt nichts getan hat bzw sie selbst nichts außer abwarten tun konnte.

    Meine Bekannte hat über 10 Jahre gewartet. Und gerade als sie und ihr Mann beschlossen hatten sich von der Liste nehmen zu lassen weil nur mehr verlorene Hoffnung und tiefste Verzweiflung da waren bekamen sie den Anruf, dass es da ein Baby gibt.
    Ihr Mann war zu dem Zeitpunkt schon über der Altersgrenze, sie selbst war 1 Jahr drunter.


    Ich habe auch viel und oft über Adoption nachgedacht und habe diese Möglichkeit für mich noch nicht ganz aufgegeben.
    Aber ich persönlich würde nur aus dem Ausland adoptieren. In Österreich sind die Chancen einfach zu gering.

    Alternativ wäre da in Österreich natürlich noch die Pflegschaft.
    Aber hier ist mir das Risuko viel zu groß, dass mir das Kind wieder weggenommen wird, da ja das Hauptziel bei Pflegekindern ist, dass diese wieder in die Ursprungsfamilie zurück kehren.
  • Meine Eltern sind beide Sozialarbeiter und haben viele Jahrzehnte beim Jugendamt gearbeitet. Ich muss @Clarissa rechtgeben. Die Chancen in Österreich eine Inlandsadoption zu bekommen sind wirklich sehr gering, und die Rahmenbedingungen müssen da schon echt quasi perfekt sein, weil man fix rechnen kann daß es jede Menge Mitbewerber gibt die sehr gute Bedingungen für ein Kind haben werden.

    Meine Schwägerin und mein Schwager haben eine Auslandsadoption gemacht, ich kenne also auch diesen Prozeß etwas. Sie haben vor drei Jahren ein damals dreijähriges, zuckersüßes Mädchen aus Ungarn adoptiert <3 Die Aussichten auf Erfolg sind bei Auslandsadoptionen erheblich höher, allerdings ist auch das ein langer und oftmals schwieriger Prozeß. In Österreich kann man nur aus Ländern adoptieren die dem Haager Abkommen beigetreten sind. Das wiederum heißt, daß nur Kinder ins Ausland vermittelt werden, deren Chancen im Inland eine Familie zu finden quasi 0 sind. Die Kinder müssen zwingend alle über ein Jahr alt sein zu dem Zeitpunkt an dem sie für die Auslandsadoption freigegeben werden, oft sind sie noch deutlich älter. Meine Nichte war schon seit relativ langer Zeit das jüngste Kind daß Ungarn auf diesem Weg verlassen hat. In vielen Ländern werden auch nur Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen für eine Auslandsadoption freigegeben. Meine Nichte hatte eine Sprachentwicklungsverzögerung und wie sich dann später herausgestellt hat wahrscheinlich auch ADHS. Das sind jetzt keine tragischen Sachen die einen davon abhalten würden ein glückliches Leben zu haben. Aber es bedeutet mehr Aufwand, mehr Förderung, mehr Zeit. Darüber sollte man sich im Klaren sein.<br>
    Ich finde das Haager Abkommen generell sehr diskutabel. Es ist schon klar, daß in manchen Ländern auch Kinder verkauft worden sind, und daß man das verhindern muß. Aber meiner Meinung nach wären strenge und intensive Kontrollen der wesentlich bessere Weg gewesen als ein komplettes Verbot der Adoption von Babies ins Ausland. Das hat nämlich das Geschäft mit Leihmutterschaften ganz massiv befeuert, während gleichzeitig in Kambodscha und Co tonnenweise Babies und Kleinkinder in Waisenhäusern bei oft schlechter Versorgung ihre Zeit absitzen bis sie alt genug sind um ins Ausland adoptiert zu werden.....
    Cirrus
  • @Clarissa @melly210
    Danke für eure Antworten.
    Leider sind diese ja nicht so erfreulich, muss ich leider sagen.

    Mich würde interessieren was bei den Kursen so gemacht wird, weil dies viele als sehr belastend empfinden.

    Ich bin gepsannt was bei unserem Erstgespräch beim Jugendamt raus kommt. Wir konnten einen Termin am 9.10. vereinbaren.

    Ich finde es auch schade, dass nur aus gewissen Ländern adoptiert werden darf. Als gäbe es nur da bedürftige Kinder.

    Und Pflegschaft ist für uns auch nichts. Mir würde es das Herz zerreißen, wenn ich die wieder gehen lassen muss.

    Lg Ines
  • Unsere Nachbarn haben ein Mädchen adoptiert und das war echt nicht einfach.
    Erst wohnten sie in Wien da hieß es in der Wohnung muss es so und so sein gut sie haben alles umgesetzt bei der Besichtigung nein das passt nicht und das nicht ...
    Dann als endlich alles passte hieß es sie sind zu alt 🙄

    Jetzt sind sie nach Niederösterreich gezogen da hatten sie auch ihre Vorgaben wie groß das Zimmer sein muss ..... sie hätten dann schnell ein dunkelhäutiges Kind bekommen ein Baby wo beide Eltern Drogensüchtig waren, haben sie abgelehnt weil sie kein dunkelhäutiges Kind wollten. Ein halbes Jahr später bekamen sie die Stella,die war als sie herzog 6 Monate alt. Jetzt kämpfen sie gerade um ein zweites und das auch schon wieder seit 2 Jahren.
  • Ich muss sagen, mit 2-3 Jahren Wartezeit rechne ich. Aber ich habe gehört in Wien geht das ganze generell schneller. Andere haben innerhalb eines Jahres eines bekommen.

    Ich bin gespannt wie es im Bundesland Salzburg aussieht und ob dass dann noch in Bezirke unterteilt wird. Dann sind meine Chancen gleich 0 denke ich. Aber man muss Positiv bleiben - zumindest bis zum Termin.
  • Hallo, mich würde das Thema auch intressieren. Hatte auch 4 negative Icsi und 1 Fehlgeburt, denk daher auch mal an Plan B.
    Liebe Ines83 kannst du dann mehr erzählen nach deinem Termin.
    Auch gern per PN.
    Vielen Dank.
    Ines83
  • @befee
    Ja gerne. Am Freitag is es soweit. Ich bin schon sehr gespannt. Fast aufgeregter wie vor der 1. Icsi.
    Bin auch mega gespannt ob es regionale (Bundesland) Unterschiede gibt.
  • Es ist zwar selten, aber es kann auch schnell gehen: ein benachbartes Paar hat sich nach jahrelangem unerfüllten Kinderwunsch für eine Adoption angemeldet.
    Sie wurden darauf vorbereitet, dass es jahrelang dauern kann bis sie ein Kind bekommen.
    Ein halbes Jahr später bekamen sie plötzlich einen Anruf, dass ein Baby unterwegs sei.
    Sie hatten das Glück, dass die Mutter durch die plötzlichen Wehen in einem bezirksnahen Krankenhaus entbinden musste, wo die Adoptionsliste nicht so lang war und die Erstgereihten schon aufgegeben hatten.
    Das Mädel ist jetzt schon wieder 4 Jahre alt :)
  • Bzgl. Pflegeeltern: es gibt viele Babies, die ganz dringend eine Familie brauchen, weil die eigene Mutter/Eltern nicht in der Lage sind ihr Kind selber groß zu ziehen. Auch wenn immer promotet wird, dass die Kinder wieder zu ihren Eltern zurück kommen können, ist es in vielen Fällen so, dass die Wahrscheinlichkeit gleich 0 ist. Ich habe beruflich mit Müttern zu tun, die begleitet werden bzw. Babys zur Pflege frei gegeben haben.
    Ich würde mich auf jeden Fall nochmal genauer informieren. Auch da kenne ich positive Erfolgsgeschichten von Pflegeeltern, falls du Interesse hast.
    Alles Gute euch und viel Erfolg 👍
  • bearbeitet 5. Oktober, 10:43
    @Papaya
    Das mag schon sein, dass es Fälle gibt wo das Pflegekind für immer bleibt.
    ABER, und da sehe ich das für mich größte Problem: die leiblichen Eltern haben jederzeit das Recht auf Kontakt mit ihrem Kind. Egal ob der Kontakt für das Kind förderlich ist oder nicht.

    Der Pflegesohn (8) unserer Nachbarn wird (vom Jugendamt) gezwungen seine leibliche Mutter zu sehen. Er möchte das nicht. Er hat keinen Bezug zu ihr, er hat sogar Angst vor ihr da sie ihm gegenüber als Kind gewalttätig war. Und er muss sie trotzdem alle 2 Wochen sehen, weil sie das will. Er ist dann immer 2 Tage komplett neben der Spur.

    So etwas möchte ich keinem Kind antun.

  • @Papaya
    Ja wir sind echt gespannt. Wenn das nach Krankenhäusern in den Bezirken geht, dann leben wir zwar in einem BH Kreis mit Krankenhaus. Kann mir aber nicht vorstellen dass hier viele zur Adoption frei gegeben werden.
    Wir sind sehr gespannt auf das Gespräch.

    Bin auch gespannt, wann, wie und wo die Kurse stattfinden. Wie lange man dafür braucht. Denn ohne Kurse - werden wir kein Kind bekommen.

    Bin schon sehr aufgeregt.
  • @Ines83 ich arbeite seit 10 Jahren in der KJH und wie schon die Vorposten geschrieben haben bei uns im Bezirk waren 1-2 Adoptionen im Jahr max. und hatten eine Liste mit ca 20 Adoptivelternpaaren. Viele sind leider dann aus Altersgründen rausgefallen ohne Adoptivkind, viele Trennungen etc. Ein Grund dafür ist, dass das Auswahlverfahren sehr intensiv ist und man sich mit sich selbst den Beweggründe für die Adoption und der eigenen Vergangenheit auseinander setzen muss. Oft passiert es das die Partnerschaft dieses Verfahren nicht übersteht, aber das ist notwendig zum Schutz der Kinder man will natürlich das bestmögliche für diese.

    Auslandsadoptionen sind sehr schwierig und sehr kostenintensiv und langwierig aber eine Option.
    melly210
  • @Papaya Pflegeelternschaft muss ganz klar auch als diese Deklariert sein d.h. Es wird immer die leibliche Familie geben und es kann auch nach 1-2 Jahren sein das ein Kd. wieder zu den leiblichen Eltern zurückkehren. In der Stmk. ist es z.B. auch nicht möglich sich für beides Registrieren zu lassen
    melly210
  • Tut zwar nichts zur Sache, aber es ist so unfair, dass man als Adoptionswilliges Paar soo viel machen und erfüllen muss und Kurs da und Prüfung dort... Und diese Menschen im Assi TV die oft nur zu deppert zum Verhüten sind, kriegen ein Baby nach dem anderen und bekommens dann nicht einmal auf die Reihe dass man sie ihnen nicht wegnimmt. Alter.
    Okay, habe fertig, tschuldigung🙈
    riczAngelika89SanJuminze
  • @winnie ich hatte genau den selben Gedanken 😕, so viele so liebe Paare die alles für ihre zukünftigen Kinder machen würden und sehr bemüht wären aber es is so gut wie unmöglich ein Kind zu bekommen und dann die andere Seite wo gefühlt jedes Jahr ein Kind auf die Welt kommt und man gar ned damit umgehen kann, überfordert is und die Kinder schlussendlich drunter leiden ... echt traurig 😢
    riczSanJu
  • @Clarissa Ja, man muss bereit sein und auch die Nerven haben den Kontakt mit den leiblichen Eltern zu halten und auch mit der Kinder- und Jugendhilfe zusammen zu arbeiten. Das ist ganz wichtig. Das nehmen Pflegeeltern in Kauf. Es stimmt aber nicht, dass die leiblichen Eltern ihr Kind jederzeit sehen dürfen. Das ist streng mit der KJH (bzw. gerichtlich) geregelt. Z.B.: alle zwei Wochen, in neutraler Umgebung im Beisein eines Sozialarbeiters.

    @tina_H
    Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt, ich habe nicht gemeint sich "gleichzeitig" für beides anzumelden, sondern sich über beide Optionen zu informieren. Natürlich sind Pflegeelternschaft und Adoption nicht das Gleiche.
    Arbeitest du direkt im Bereich Adoption oder Pflegeelternschaft?

    @winnie @hoppala Das Auswahlverfahren muss leider so streng sein, weil es leider auch echt arge Leute gibt, die ein Kind aufnehmen wollen ohne darüber nachzudenken was das heißt (also Assi TV Paare die auf die Idee kommen "Tun wir uns halt ein Pflegekind her, oder doch lieber einen Hund?"). Es soll den Kindern ja auch erspart bleiben, dass sie dann wieder weg müssen von der Pflegefamilie, weil sich die Pflegeeltern das "anders vorgestellt haben" oder "doch nicht wollen " oder denken die "gesunde Watschn" hat noch niemanden geschadet.

    Ich finde es auch schade, dass manche jahrelang erfolglos versuchen Eltern zu werden, oder ihr Kind verlieren und andere nacheinander ungewollt schwanger werden. 😒
  • @Papaya
    Ich habe es vl nicht genau erklärt.
    Der Pflegesohn der Nachbarn MUSS seine leibliche Mutter alle 2 Wochen sehen. Das haben Jugendamt und Gericht so entschieden weil die Mutter das möchte.
    Ja, es ist "nur" alle 2 Wochen im Beisein eines Sozialarbeiters. Aber es ist trotzdem jedesmal traumatisch fürs Kind, er hat Angst vor ihr.

    Und das Jugendamt steht auf der Seite der leiblichen Mutter, und nicht der des Kindes.
    Trotz Gesprächen und Intervention der Pflegeeltern müssen die Besuche weiterhin sein, weil "sie ist ja die Mama".


    Und ich meinte, dass ich es nie übers Herz bringen würde ein Kind wissentlich immer wieder einer traumatischen Situation auszusetzen.
    Die enge Zusammenarbeit mit Jugendamt stellt für mich kein Problem dar.
  • PapayaPapaya

    758

    bearbeitet 6. Oktober, 14:34
    @Clarissa
    Sorry, ich hab dich falsch verstanden wg. "jederzeit". 🤦🏼‍♀️ Niemand sollte ein Kind einer traumatischen Situation aussetzen. Da bin ich ganz bei dir.
    Die KJH sollte immer auf der Seite des Kindes sein und unbedingt Einschreiten wenn es dem Kind nicht gut geht. Gleichzeitig müssen sie die Rechte der leibl. und der Pflegemutter wahrnehmen- das ist wrsl. das Problem. Kann man da nicht einen Psychologen hinzuziehen? Das arme Kind.
  • Ich kann nur von meinen ehemaligen Nachbarn in D berichten....

    2 Jahre hat’s gedauert bis das ganze Verfahren mal abgeschlossen war, sie mussten alles aber wirklich alles offenlegen - am Ende ging es aber super schnell, wobei die Mutter damals beim Jugendamt die Eltern für ihr noch ungeborenes Kind selbst mit aussuchte....
    sie haben sich dann alle vorher mehrfach getroffen - als das Baby dann geboren wurde, ging es sofort zu den Adoptiveltern.
  • Sie berichteten aber auch das viele Paare das Auswahlverfahren gar nicht überstanden haben, vorher Aufgaben oder sich sogar getrennt hatten.
  • Ich kenne eine Familie, die hat drei Pflegekinder, und mittlerweile haben sie alle drei adoptiert. Ich kenn mich nicht aus wie das funktioniert; aber anscheinend gibt es doch diese „Kombination“ aus Pflege und Adoption?
    Ich nehme mal an dass die leiblichen Eltern halt zustimmen müssen und das stellt immer ein Risiko dar.
    Zwei der Kinder haben sie gleich nach der Geburt bekommen.
  • cielocielo

    332

    bearbeitet 6. Oktober, 19:51
    Also ich wollte nur sagen mein Wissensstand als Fachkraft ist, dass Kinder in der Pflegschaft in den aller meisten Fällen nicht wieder zurück in die Herkunftsfamilien gehen. Es gibt natürlich keine 100% Garantie aber ich habe persönlich von noch keinem Fall gehört.
    Edit: ich bin aber auch nicht mehr in dem Bereich tätig, das muss erwähnt werden.
    Das kommt dadurch zustande, dass Pflegekinder ja nur bis 3 Jahre möglich sind. Danach kommen sie in WGs.
    Das bedeutet: oft sind diese Kinder/Baby schon „heftigeren“ Bedingungen ausgesetzt. Denn damit ein Baby weggenommen wird braucht es doch einiges vor allem müssen die Missstände in der Familie sehr offensichtlich sein.
    So. Dann kommt das Baby in die Krisenpflege wo alles dran gesetzt wird dass es wieder zur Familie kommt. Wenn das nicht möglich ist kommt es zur Pflegefamilie. Nun ist es gerade im Sinne der Kinder- und Jugendhilfe das Kindeswohl zu schützen. Und das wäre absolut nicht gewährleistet wenn ein Kind/Baby in einer Familie einige Jahre aufwächst und dann wieder herausgerissen wird. Das wäre ja extrem dramatisch und traumatisierend für alle beteiligten.
    Nun wird gerade im 1. oder max. im 2. Jahr geschaut ob die Kinder wieder in die Herkunftsfamilie gehen danach ist es tendenziell nicht mehr möglich da es eben nicht im Sinne des Kindeswohl ist.
    Und weiter: wenn ein Baby/Kind so früh abgenommen wird ist es tendenziell so dass sich die Familie nicht so schnell stabilisiert sonst hätten ja auch andere Maßnahmen gegriffen.
    Ich kann mich an die genaue Zahl nicht erinnern aber Pflegekinder werden in 70-80% der Fälle nicht wieder zurückgeführt.
    100% Garantie hat man eben nicht, aber weil hier mehrmals erwähnt wurde dass das eben angeblich so häufig vorkommt, muss ich wiedersprechen.
    RosemaryPapaya
  • Und ja Kinder haben rein gesetzlich wenn sie in der Pflege sind das Anrecht auf Kontakt zu den leiblichen Eltern. Bzw. Eltern das Recht auf Kontakt zu dem Kind. Ich finde das persönlich auch gut und wichtig, denn Kinder sollten wissen woher sie kommen und ihre eigene Geschichte kennen. Auch wenn diese schwierig ist.
    Aber ich persönlich, und da kenn ich den Fall deiner Nachbarin nicht @Clarissa, kenne es schon so dass man die Besuche reduzieren kann oder auch aussetzt, wenn das Kind das auch offensichtlich nicht will. Leider ist es aber auch immer auch vom subjektiven Empfinden der SozialarbeiterInnen abhängig. Aber ja es gibt leider eben auch solche Geschichten, wie du sie kennst...
    Ich kenn aber auch im Privaten einige Familien mit Pflegekindern und da läufts überall gut.
  • Ich kenne es von meinen Eltern auch so wie @cielo es erzählt. Rückführungen von Dauerpflegekindern in die Familien kommen vor, aber sie sind eher selten. Wenn es wahrscheinlich erscheint, werden die Kinder nicht in Dauerpflege gegeben. 100 % Garantien gibt es keine, aber allermeistens bleiben die Kinder schon bei den Pflegeeltern. Wenn rückgeführt wird, dann in den ersten 1,2 Jahren.

    Aber der Unterschied zur Adoption ist, daß die leiblichen Eltern eben schon präsent bleiben. in welchem Umfang lässt sich schwer voraussagen. Manche verlieren irgendwann das Interesse und wollen keine Besuchskontakte mehr wahrnehmen, bei manchen ist das aber schon so. Und bei manchen Dingen ist es eben auch so daß die leiblichen Eltern zustimmen müssen, und das macht mitunter Probleme. Zb wenn die Pflegeeltern ein Kind taufen lassen wollen, oder auf eine katholische Privatschule schicken und die leiblichen Eltern aber andersgläubig sind oder atheistisch.
  • Hallo ihr Lieben!

    Ich wollte euch berichten, wie unser Gespräch beim Jugendamt war. Einige haben ja auch gefragt, ob ich meine Erkenntnisse teile.

    Nun, die Mitarbeiterin von Jugendamt war sehr nett und sehr bemüht uns alle unseren Fragen zu beantworten.
    Vorweg muss ich sagen, ich spreche hier vom Bundesland Salzburg. Das ist wichtig, weil Kinder die zur Adoption frei gegeben werden, eigentlich in dem Bundesland bleiben, ausser es wären keine Interessenten da. Was aber glaub ich in keinem Bundesland der Fall ist.

    Wo fange ich an zu erzählen, es sind sehr viele Infos.

    Adoption:
    Man kommt auf die Warteliste, wenn man sich bewirbt, dann dauert es ca 6-12 Monate für die Gespräche und Termine beim Jugendamt deiner BH. Wenn diese einem überprüft hat und des OK gegeben hat, dann kann man die Kurse machen. Diese starten in sbg meist im Herbst. Dh wir können erst nächstes Jahr mit den Kursen beginnen. Diese benötigen auch wieder gut 6 Monate. Erst wenn man diese abgeschlossen hat, kann man ein Kind adoptieren.
    Dann ist es so, dass es einen Pool gibt, der bei uns immer mit 10 Leuten gefüllt ist, und sich die Befüllung immer mit den Bezirken abwechselnd. So kann es schon mal sein, dass man einige Zeit wartet bis man in den Pool kommt. Wenn man bedenkt, dass in sbg letztes Jahr nur 8 Kinder zur Adoption frei gegeben wurden, dauert es einige Zeit. Man erfährt ja nicht wie viele sich bewerben im gesamten BL und wie viele die Kurse wirklich beenden.

    Sie sagte uns, dass in sbg gerade die Wartezeit kurz ist. Und "kurz" bedeutet hier, "nur" 6 Jahre.
    Also puhhhh, ich war schon überrascht. Hab eher mir 3-4 Jahre gerechnet. Aber naja.

    Auslandsadoption:

    Fand letztes Jahr in Sbg gar keine statt. Achso ich habe die Zahlen offiziell auf einer Seite per Google gefunden. Die haben die Statistik von 2019 und davor veröffentlicht und ist für jedermann/Frau einsehbar.
    Auf meine Frage wieso es keine gab, wurde angegeben, dass es sehr mühsam sei. Nicht wegen den österreichischen Behörden. Nein eher wegen den ausländischen. Manche Mühlen mahlen langsam. Od manche Länder wollen, dass man dort 6 Monate lebt und sagen dann auch wieder nein. Also sehr viel Aufwand Zeit u Geld mit ungewissen Ausgang.
    Das hat mich echt überrascht, dachte man hilft den Kindern im Ausland damit, aber anscheinend ein sehr steiniger Weg.

    Pflegeeltern:

    Geht etwas schneller, da weniger sich dafür melden. Da es doch mit mehr Aufwand verbunden ist. Den Kontakt mit der leiblichen Mutter halten, evt schwieriger mit dem Kind, weil es ja nicht umsonst zu einer Pflegefamilie kommt. Also ein paar Hürden mehr.
    Jedoch wurde uns mitgeteilt, das die Kinder meist in der Pflegefamilie bleiben. Aber natürlich weiß man das vorher nicht.
    Wenn man das Pflegekind adoptieren will, muss die leibliche Mutter einwilligen.

    Unser Fazit:
    Wir werden einen Antrag stellen, wir sind auch einer Pflegschaft nicht abgeneigt. Jedoch würde ich bei einer Pflegschaft lieber wirklich ein ganz junges Kind bevorzugen, wenn dies geht. Ich würde gerne von Anfang an, meine Beziehung zum Kind aufbauen.
    Bei einer Adoption würden wir auch keine inkognito Adoption bevorzugen. Wir sind der Meinung,dass das Kind das Recht hat zu erfahren, wer die leiblichen Eltern sind, sofern es das wünscht.

    Man muss sich dies gut überlegen und geduldig sein.

    Was sagt ihr dazu? Was bevorzugt ihr? Adoption od Pflege?

    Lg
    melly210befee
  • Ich habe eine gute Bekannte, die anno dazumal 2 Pflegekinder aus unterschiedlichen Familien, im Abstand von 2 Jahren, als Babys aufgenommen hat. Beide Kinder sind jetzt 18 und 20
    Sie wurden den jeweils schwerst drogensüchtigen Müttern unmittelbar nach der Geburt abgenommen. Da beide Kinder sowohl im Drogenrausch entstanden sind und beide Mütter auch während der Schwangerschaft Drogen konsumiert haben, sind beide Kinder leicht geistig beeinträchtigt. Der Junge ist mit seinen 18 Jahren auf dem geistigen Level eines 13 jährigen. Und psychisch sehr labil.
    Auch das Mädchen ist nicht altersgerechte entwickelt.
    Meine Bekannte meinte nur mal, es war von Geburt weg ein einziger Kampf. Zuerst waren die Babys auf Entzug und haben nur geschrien und das ganze Heranwachsen war mit Förderungen und Ärzten verbunden.

    Was ich mit der Geschichte eigentlich sagen will: man muss sich auch bewusst sein, dass man nicht nur ein süßes, gesundes Baby bekommt, sondern auch mit Schwierigkeiten rechnen muss. Denn wie oben schon geschrieben wurde, stammen diese Babys und Kinder aus dementsprechenden Verhältnissen.
  • @Cookie1985
    Das ist mir bewusst, jedoch wurden die Pflegeeltern auch über den Zustand der leiblichen Eltern informiert. Du kannst es immer noch ablehnen, wenn du dir das nicht zutraust.
    Das Kinder schon was mitgemacht haben, ist klar, aber man kann eben auch ablehnen. Auch bei einer Adoption kannst du nein sagen, wenn's soweit ist. Und gerade bei der Adoption wo ein Kind in der Babyklappe ist, weißt du die Vorgeschichte nicht der Eltern .

    Also mit all solchen Fragen muss man sich vorher auseinander setzen.
    Stieglitzmelly210Papaya
  • @Ines83Ich habe lange überlegt zu schreiben, mache es jetzt aber doch.

    Beide Varianten sind nicht einfach.
    Zum einem ist der Kurs wirklich sehr aufreibend und du wirst echt emotional zerlegt, zumindest haben das enge Freunde unabhängig voneinander berichtet.
    Bei Adoption wollen die meisten eine anonyme Adoption.dh. Die Adoptiveltern wollen keinen Informationen.
    Ich persönlich finde es aber wichtig zumindest zu wissen was die Vorgeschichte der biologischen Eltern ist.
    Daher finde ich eine offene bzw. Halboffene Adoption fast besser.
    Bei der pflegeschaft wird versucht Kontakt zu den biologischen Eltern aufzubauen, aber in der Realität findet kaum einer statt.
    Im Endeffekt ist es wichtig, dass das adoptierte bzw. In Pflege gegebene Kind weiß, wer die leiblichen Eltern sind auch wenn du die wichtigste Bezugsperson sein wirst.
    Ich weiß von einer Kollegin, sie ist Psychotherapeutin dass sie viele Kinder hat die mit Beginn Pubertät hohe Identitätsprobleme haben, da ihnen die Eltern nicht gesagt haben dass sie adoptiert wurden.

    Ich habe mit 19 selbst adoptieren lassen und ich hatte echt Glück. Ich habe beid der offenen Form die Eltern kennengelernt und meine Tochter wurde von Anfang an gesagt dass sie adoptiert wurde.
    Sie hatte dann mit 13 Jahren das Bedürfnis mich kennenzulernen und das war natürlich sehr aufregend für beide Seiten, aber mir und ihr ist klar das die Adoptiveltern ihre Eltern sind.
    Für sie war es nur sehr wichtig, dass sie mal sieht wie ich aussehe und wo Gemeinsamkeiten sind.
    Sie hat die besten Eltern der welt und ich bin so froh diese Entscheidung getroffen zu haben.

    Also leider gibt es keine klare Tendenz von mir, aber vielleicht kannst du ja was mit dieser Erfahrung anfangen und in deinen Überlegungen miteinbeziehen.
    Beide Möglichkeiten sind eine tolle Gelegenheit mit einem Menschen anders und intensiv in Beziehung zu treten
    itchifyStieglitzwölfinmelly210weißröckchensunha13Papaya
  • @Sabrinak
    Danke für deine Nachricht.

    Ich bin eben der Meinung, das Kind hat das Recht seine leiblichen Eltern kennen zu lernen, sofern sie das wollen und das Kind das will.

    Eben weil das Kind irgendwann das Bedürfnis hat, zu sehen, woher es kommt. Und ich verstehe das. Ich finde es echt wichtig.

    Ich denke für alle Seiten wird die erste Begegnung aufregend sein u evt mit Ängsten verbunden sein, aber das sollte einem von Beginn an klar sein, auf was man sich einlässt und das es vorrangig um das Wohl des Kindes geht - und das Bedürfnis nach der eigenen Identität wird irgendwann kommen.

    Nochmals danke für deine Offenheit.

  • @Ines83 bei einer Pflegschaft bekommt man fast immer sehr kleine Kinder. In aller Regel unter 3, alles was darüber ist kommt normalerweise in Wohngruppen. Dh, man müsste schon spezifisch angeben wenn man ein älteres Kind möchte. Und in der Regel kann man schon Wünsche angeben, zb daß es ein Baby sein soll, oder keine Kinder deren Mütter während der Schwangerschaft Drogen oder größere Mengen Alkohol konsumiert haben etc ppp.

    Nachdem es erheblich mehr Kinder gibt für die Pflegefamilien gesucht werden als Paare/Familien die ein Kind nehmen wollen, wird diesen Wünschen in aller Regel auch entsprochen.
  • Ich kann euch mal von einer anderen Seite berichten nämlich von der des Kindes. Ich wurde als Neugeborenes Adoptiert und es war so das meine Adoptiveltern meine Leiblichen Eltern kennen gelernt haben. Ich kann mich nicht an den Tag erinnern wo sie es mir gesagt haben Adoptiert zu sein, aber ich bin mit dem Wissen aufgewachsen. Somit hatte ich auch nie diesen Schock wenn man es erzählt bekommt. Ich kann es nur jedem raten es so zu machen. Für mich war es nie ein Problem und ich kann komplett offen darüber sprechen. Als ich 25 war hat mein leiblicher Vater über Facebook Kontakt zu mir aufgenommen. Ich hab dann einiges über ihn erfahren und auch über meine Mutter..Auch das ich eine Halb Geschwister habe. Er und auch meine Halbschwester wollten sich dann aber mir war das nicht wirklich recht und ich habe dann den Kontakt abgebrochen. Sicher habe ich mir auch oft Gedanken über meine leiblichen Eltern gemacht aber für mich war mein Leben immer gut so wie es war und ich wollte da nichts daran ändern.
    melly210
  • Ich finde es toll, dass hier so viele schreiben. Von allen Seiten - Seite der adoptierten und die, die ein Kind frei gegeben haben, die die ein Kind aufgenommen haben.
    Vielen lieben Dank.

    Hier sieht man sehr gut, das man das Thema offen angehen sollte. Offen in der Gesellschaft und auch offen zu dem Kind. Ich würde es dem Kind nie vorenthalten, dass es adoptiert wurde. Es muss selbst entscheiden, wie es mit der Info umgehen will und ob es die Eltern kennenlernen will. Aber es sollte wissen, das es adoptiert wurde.

    Wir wissen nicht ob es geht, aber wir würden gerne ein Kind offen od halboffene adoptieren aber auch gerne angeben, dass wir offen gegenüber einer Pflegschaft sind. Jedoch wie schon gesagt, lieber ein wirklich kleines Kind bzw Baby.
    Wir müssen uns informieren, ob wir uns für beides anmelden können.

    Vielen Dank an alle hier. Ich höre gerne andere Meinungen, Erfahrungen und Sichten. Ich denke man fängt dadurch auch viel mehr über sich selbst zum Nachdenken an und das ist in so einer Situation wichtig. Man trifft da eine wichtige Entscheidung, die nicht nur für einen selbst alles ändert.
    Danke
    melly210
  • Wir haben auch seit heuer eine Pflegetochter. Bei uns lief es aber etwas anders. Die Kleine ist mit uns verwandt, die Mutter alleinerziehend und schwer erkrankt. Kennen uns alle gut, auch die Kinder, somit war die Sache mehr oder weniger einfach und schnell gelöst auch von Seiten der Behörden. Ist hier natürlich ein ganz anderer Fall als bei sogenannten Problemfamilien. Wenn die Mutter wieder gesund wird, was wir alle hoffen, kommt die Kleine selbstverständlich wieder nach Hause. Wenn nicht, Gott bewahre, bleibt sie bei uns. Natürlich hat sie während ihrer Zeit bei uns auch ausreichend Kontakt zu ihrer Mutter, so gut es eben geht. Sie ist 4 und bekommt damit schon sehr viel mit, es ist natürlich ganz schwer für sie. Mama krank, sie weg von zuhause, das ist viel für ein kleines Kind.

    Wir haben, bevor das alles passiert ist, schon mal allgemein über Adoption und Pflegeelternschaft gesprochen und uns auch schon grob informiert, weil uns das einfach interessiert hat. Wir haben uns immer mehr Kinder vorstellen können, aber ich will nicht mehr schwanger werden, das ist mir körperlich ehrlich gesagt zu unangenehm. Da bin ich pingelig 😁 Darum und weil wir uns generell sozial gerne engagieren, wären wir immer offen für sowas gewesen. Dass nun unsere Verwandte so schwer erkrankt ist, ist für uns alle sehr schlimm, aber es war dann schnell ganz klar, dass wir da auf jeden Fall helfen wollen und die Kleine aufnehmen.

    Es ging halt schon sehr schnell, wir waren unvorbereitet und zudem sind unsere eigenen Kinder noch sehr klein (normalerweise nimmt man Pflegekinder erst, wenn die eigenen schon aus dem Gröbsten raus sind). Unsere eigene Tochter ist 2 und der Sohnemann kommt die Tage auf die Welt. Somit full house und eine riesen Herausforderung für uns. Aber so long sind wir zufrieden, wie es läuft.
    SunshineGirlmelly210Ines83
  • Danke für eure informativen Kommentare.
    Ich bin auch in der Situation über Plan B nachzudenken.
    Leider sind wir mit künstlicher Befruchtung noch nicht zu unseren Wunschkind gekommen.

    Was mich noch intressieren würde ist die Altersfrage.
    Ich bin schon 35, wie lange kann man sich für Adoption oder Pflegeschaft anmelden?
    Und wenn ich dann auf der Liste stehe und 6-7 jahre warten muss, wär ich dann eh schon zu alt?

    Vielen Dank für nähere Informationen.
    Glg
  • @befee für Adoption eher ja, falls dein Partner jünger ist drücken sie aber oft ein Auge zu.

    Bei Pflegschaft gibt es was ich weiß keine fixe Altersgrenze. Sie hätten gern einen Altersabstand zwischen Eltern und Kind der 40 Jahre nicht übersteigt, aber das ist mehr ein Richtwert.
  • Hallo @Ines83 wenn, wir haben vor 1,5 Jahren ein Kind adoptiert. Wir sind aus der Steiermark. Wir haben an unsere BH angemeldet und bei einer anderen BH.
    Insgesamt haben wir mit dem ganzen Seminaren (AdoptionSeminar), 3 Gesprächen mit Jugendamt inkl. Dokumente und Bewerbungsunterlagen für den Bescheid fast 7 Jahre gewartet.
    Jeder kann sich in einer anderen BH und Bundesland bewerben, nur ich kann es von Steiermark und Kärnten sagen, dass kaum eine Behörde Bewerber von anderen BHs annimmt, da soviele Bewerber von der eigenen BH sind. Magistrat Graz nimmt alle Bewerber von der Steiermark an.
    Wir haben unser Kind als Neugeborenes erhalten, 1 Tag nach der Geburt erhielten wir den Anruf. Am Tag drauf durften wir unser Liebling sehen und dann war ich noch 4 Tage mit dem Kind im Krankenhaus und am Tag der Entlassung startete die Karenz.
    Wenn du oder andere noch fragen haben, sehr gerne. 🙂
    andrea1234Ines83
  • @Papaya sorry, ja arbeite direkt im KJH Bereich mit Pflegeeltern, Adoptiveltern etc.
    Papaya
  • @tina_H ok, danke für die Antwort. Ich arbeite mit der anderen Seite, also mit Müttern, die in schwierigen Verhältnissen und schwanger, bzw. schon mit kleinem Baby sind und es ohne Unterstützung nicht schaffen. Die Babys kommen dann manchmal zu Pflegefamilien.
    Aber im Moment bin ich selber in Karenz (ach, du heile Welt!)
  • @Papaya ja mit dieser Seite arbeite ich auch, in der Steiermark fällt das alles in die behördliche Kinder und Jugendhilfe hinein bist du auch Sozialarbeiterin?
  • @tina_H Ich bin eigentlich Dipl. Krankenschwester, aber bin in die Sozialarbeit gerutscht, weil manche Babys medizinische Betreuung brauchen nach der Geburt, bzw die Mütter eine Diagnose haben und im Begleitungsprozess gesundheitliche Unterstützung brauchen.
  • @befee
    Frauen geht bis 55 Jahre, Männer bis 60, glaub ich. Also ich bin 37 Jahre, es würde sich locker ausgehen. Aber will man mit 55 nochmal Mama werden? Ich will dem Kind was bieten und fit sein u was unternehmen. Dass ist auch nicht einfach wenn man zu alt ist, denk ich.

    @Beluga80
    Super danke für dein Feedback. Habe nicht gewusst, dass dies geht. Kommen dann aus beiden Bezirken die vom Jugendamt od macht man das nur einmal durch?
    Muss ich mich erkundigen. Gebürtig komme ich aus einem anderen Bezirk, vielleicht hilft das?¿
  • @ines83
    Danke für die Info.
    Hätte nicht gedacht das es so lange geht.
    Hätte gemeint das der Altersunterschied zwischen Kind und Eltern nicht mehr als 40 Jahre sein soll, aber ich weiß nicht ob das noch aktuell ist.
    Mit 55 drau ich mir das nicht mehr zu, wie du sagst möchte mit dem Kind ja noch mitkommen und da würd ich mich nicht wohl fühlen.

    Wann wollt ihr mit dem ganzen Verfahren starten?
    Habt ihr da eine Liste bekommen was alles benötigt wird?
  • @ines83 Danke für dein Update! Viel Glück auf diesem Weg. Wär schön, wenn du uns auf dem Laufenden hältst 😊
  • @befee @Papaya

    Also wir starten mit dem Verfahren jetzt. Dauert ja doch einige Zeit. Ca 2 Jahre.

    Habe gerade mit der KJH telefoniert, weil wir noch fragen hatten.
    Ernüchternd war wirklich, dass wir bei uns mind 6-7 Jahre warten müssen für eine Adoption.
    Eine Pflegschaft geht um einiges schneller. (Ca 2 Jahre) Aber wir sind da noch am überlegen. Sind doch einige Faktoren. Kann ich es über das Herz bringen, das Kind dann wieder zurück zu geben od bricht es mir das Herz?¿
    Mit den besuchen der leiblichen Eltern habe ich weniger Probleme, ich hoffe nur, dass das Kind mal nicht Probleme damit hat.

    Auf jeden Fall, wir starten Mal. Die Überlegung ob Pflege od Adoption müssen wir erst bis zu den Kursen treffen. Ich wollte wissen, wie es ist wenn man ein Pflegekind hat, ob man trotzdem auf der adoptionsliste bleibt. Aber dass muß erst abgeklärt werden.
    Vergessen zu fragen hab ich, ob ich mich bei einer anderen BH auch noch anmelden kann. Aber das werde ich beim Termin fragen.

    Auf jeden Fall, wir haben am 4.11. unseren ersten Termin.
    Ich bin gespannt und hoffe, dass ich nicht zu arg fertig bin, weil da meine Myom OP erst 8 Tage her ist. Mal schauen.

    Ich halte euch am laufenden und freue mich weiterhin über neue Berichte.
    melly210PapayaitchifyminzeNeueMami32
  • Liebe Ines83 vielen Dank für deine Informationen.
    Ich drücke euch für den Termin die Daumen das alles so läuft das es passt für euch. Was und wo habt ihr den genau?
    Wann könnt ihr mit den Kurs beginnen?

    Ich denke bei Pflege werden die Kinder sicher solchen Pflegeeltern übergeben wo es sicher ist das sie für immer bleiben dürfen und sollen.
    Wenn es eher sein wird das sie zu den leiblichen Eltern zurück kommen, werden sie sicher eher bei Kriseneltern hin kommen.
    Oder Pflegeeltern mit schon eigenen Kindern oder mehr Pflegekinder.
    Von einer Bekannten weiß ich das ihre 2 Pflegekinder sicher bei ihnen bleiben, da sie als babys zu ihnen kamen und die leibliche Mutter eher wenig interesse zeigt.
    Sie konnten das bei der zuständigen Behörde auch angeben.

    Aber ja sicher sein kann man sich wahrscheinlich nie.

  • Ich bin da bei beefee. Kinder die als Babies/Kleinkinder in Dauerpflege gegeben werden, gehen ziemlich sicher nicht mehr zu den leiblichen Eltern. Wenn dies wahrscheinlich erscheint, werden sie nicht in Dauerpflege gegeben. Aber Garantie gibt es natürlich nicht.
  • @befee @melly210
    Ja wir hoffen, dass sie bei uns bleiben, aber Garantie hast nie.
    Der Kurs beginnt erst nächstes Jahr im Herbst. Also auch diese Prozedur als Pflegeeltern dauert gut 2 Jahre.

    Mal schauen was am 4.11. so besprochen wird.

    Ich halte euch am laufenden
    Papayabasia
  • Ich habe leider noch keine neuen News für euch. Mein Termin wurde aufgrund einer Erkrankung verschoben.
    Ich bin gespannt, wann Ersatz Termin ist.

    Hab mich bezüglich auslandsadoption nochmal a bissal eingelesen. Weil in Österreich so gut wie keine waren letztes Jahr bzw die letzten Jahre. Das ist auch ein langer u eher kostspieliger Weg. Und die Kooperation mit Südafrika hat scheinbar nur Wien, NÖ u noch ein Bundesland. Irgendwie komisch, aber naja.
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