Liegende Schwangerschaft - Erfahrungen?

AdminAdmin Symbol

4,580

bearbeitet 29. 05. 2018, 10:30 in Schwangerschaft
Hallo alle,

Ich wolle dazu ein Thema starten, da es doch ein nicht unrelevantes Thema ist, dass besonders im deutschsprachigen Raum noch nicht so viel thematisiert wird. Die Liegende Schwangerschaft.

Das eine werdende Mutter vielen Wochen oder gar Monate im Bett zubringen muss soll dabei helfen eine mögliche Frühgeburt des Kindes zu verhindern. Zu den häufigsten Ursachen zählen ein verkürzter Muttermund oder auch vorzeitige Wehen. Durch das Liegen wird der Druck auf den Muttermund reduziert und vermieden, dass das Kind zu früh zur Welt kommt. Andere Gründe können die Ablösung der Plazenta, ein zu früh stattfindender Blasensprung oder Blutungen sein.

Falls jemand von euch Erfahrungen damit hat, wäre das toll, wenn ihr uns hier davon erzählt, damit auch andere (werdende) Mütter mitbekommen, dass Sie nicht alleine sind oder welche Probleme auf einen Zukommen... aber auch welche Strategien man finden und anwenden kann um diese Zeit zu erleichtern.

Wir hatten hier auch mal einen "Club der Liegenden", vielleicht sollten wir den wieder neu starten. :)

Liebe Grüße,
Admin
IsusNastyMary123Nicole_Leonding

Kommentare

  • anoenaanoena Symbol

    1,228

    bearbeitet 29. 05. 2018, 13:23
    Da kann ich viel dazu erzählen!

    mir wurde in der letzten schwangerschaft empfohlen fast 20 wochen zu liegen.
    hatte erst eine op in der gebärmutter - da war klar, dass ich mit beleidigter plazenta liegen bleiben muss, war auch mächtig angeschwollen.
    danach wurde bei mir fälschlicherweise eine cervixinsuffizienz diagnostiziert, also erst mal in der 25. ssw ab ins akh und dann extra nach wien zu meinen eltern umziehen, damit ich im falle einer frühgeburt sofort wieder ins akh kann. war aber alles fein, konnte in ssw 30 wieder heim nach eisenstadt, wo ich sicherheitshalber noch bis zur geburt abwechselnd am sofa oder im bett hätte liegen sollen.

    allerdings sind sich meine ärzte mit fortlaufender ss immer sicherer geworden, dass mein muttermund dynamisch und nicht ständig halboffen war. ich hab dann nach wenigen wochen auch von selbst beschlossen, wieder aktiver zu werden, um nicht in depressionen zu verfallen...

    war eine echt miese schwangerschaft und vermutlich bin ich unnötig gelegen, aber immerhin haben wir bis in die 40. woche durchgehalten, bevor der kleine dann kam.
  • Ich bin von der 10. bis zur 25. Woche fast durchgängig gelegen wegen schwerer Hyperemesis und weil ich durch die Belastung erst Blutungen und dann vorzeitige Wehen hatte. Den Rest der Schwangerschaft bin ich dann nicht mehr durchgängig, aber immer noch sehr viel gelegen. War eine wenig spaßige Zeit. Das Internet bzw Handy und Tablet waren meine Lebensretter, sonst wäre ich komplett vereinsamt. Habe mir auch die komplette Kollektion an Disney-Filmen besorgt und die auch fast durchgeschaut.
    Chamo
  • @SusiEV hatte auch eine harte Zeit mit ihren Prinzen und musste lange liegen. Ich hoffe es ist ok das ich dich verlinke.
  • Ja da kann ich doch glatt (leider) was beitragen.
    Bin bei meinem 1. Sohn 7 Wochen im KH gelegen. 5,5 Wochen davon durfte ich gar nicht aufstehen, die letzten 1,5 Wochen also ab ca. Der 33,5 Woche durfte ich 1x ins Bad täglich zum duschen und aufs Klo.

    Grund war ein Fruchtblasenprolaps in der 28.SSW mit Verdacht auf hohem Blasensprung.
    Bin die meiste Zeit an der Tokolyse gehangen, hatte allerdings nie Wehen auch ned ohne Tokolyse.

    Prognose der Ärzte war ja dass ich nimma schwanger heim geh, aber man halt die SS noch so lang wie möglich aufrecht erhalten will.

    Für mich war das eine Kampfansage, denn es hieß ab der 35. SSW dürfte ich heim wenn ich noch schwanger sei.
    Und dann ging ich hoch erhobenen Hauptes in der 35.SSW schwanger nach Hause. \:D/

    Die 7 Wochen im KH und v.a. die 5,5 Wochen wo ich nur liegen durfte waren alles andere als lustig. Weniger wegen dem nix tun dürfen, als aufgrund der Tatsache dass es für mich ned leicht war, mich im.Bett zu waschen bzw. gewaschen zu werden und in die Schüssel zu machen. V.a. das große Geschäft war mir schon ordentlich unangenehm. Ich war zwar nur zu zweit im Zimmer, und hatte im Endeffekt auch nur 2 wechselnde zimmergenossinnen aber es war trotzdem unangenehm.

    Im Nachhinein waren die 7 Wochen trotzdem ned schlimm, dafür dass mein Kind dann erst bei 36+5 zur welt kam, hat es sich total ausgezahlt.
    Admin
  • @delphia680

    Kein Problem, du darfst mich gerne verlinken! Ich berichte auch gerne wenn ich damit anderen betroffenen Mamas ein klein wenig durch die schwere Zeit helfen kann. Allerdings muss ich um etwas Geduld bitten! Meine Zeit ist derzeit durch die 2 Monsterchen, eine Erkältung und meine Riesenbaustelle rund ums Haus eher knapp! Aber: Bericht folgt-versprochen!

    Liebe Grüße Susi
    Admindelphia680
  • Finde ich großartig, dass ihr eure Erfahrungen teilt. Das kann man nicht oft genug sagen. 🙂
    Nasty
  • Ich bin in der ersten ss von Woche 28 an gelegen. Diagnose zervixinzuffiez. In woche 24 hats geheißen nur schonen, das hab ich eigentlich getan. Trotzdem wurde ich dann bei einer zervixlänge von nur noch 1,2
    stationär aufgenommen, inkl lungenreife und tokolyse. Kurzzeitig war ich bei 0,9. Da durfte ich nur zur Toilette, duschen 1! Mal pro Woche (war das schlimmste für mich)
    Durfte in woche 33 mit 2,2 wieder raus.
    Meine Tochter kam per geplanter sectio bei 39 plus 1.

    Bei der 2. Ss hatte es null mit dem Gebärmutterhals zu tun, obwohl zwillinge. Ich hatte ein Hämatom das von Woche 12 bis 18 regelstark abgeblutet ist. War nur eine Nacht zur Beobachtung stationär und durfte zu Hause liegen.
    Der Schreck war gross, aber auch sie kamen erst geplant in ssw 37.

    Wie man es am besten übersteht? Gute Bücher, Freunde einladen, wenn geht im Garten oder am Balkon liegen. Hoffen das man zu Hause bleiben darf.
    Nicht zu empfehlen : frustfressen, hab bei meiner Tochter 26!!! Kg zugenommen, die kleben Nochimmer an meinen Hüften.

    Das wichtigste glaubt an euren zwerg im Bauch. Viele finden es länger gemütlich als prophezeit.
  • Da kann ich auch etwas beisteuern.

    In der ersten SS musste ich ab der 25. Woche liegen wegen vorzeitigen Wehen und cervixinsuffizienz. Insgesamt bin ich 10 Wochen gelegen und knapp 7 davon im KH. Dazwischen war ich immer wieder kurz daheim. Ich hab 1x Lungenreife bekommen und fast die 7 Wochen Tokolyse. Ich durfte aber täglich duschen und auch aufs WC gehen. Meine cervixlänge hat auch immer stark geschwankt. Die Zeit im KH war sehr Kräftezehrend und psychisch war's echt hart. Eine Achterbahn der Gefühle. Man stellt sich ja eine SS doch anders vor. Noch dazu war's im Sommer 2015 extrem heiß.
    Mein Sohn kam dann bei 35+0 nach einem Blasensprung. Leider nicht ganz komplikationslos.

    In der zweiten SS musste ich mich ab der 20. Woche schonen, weil sich der Cervix wieder verkürzt hatte. Gar nicht so einfach mit einem 2jährigen daheim. In der 30. Woche wurde ich stationär aufgenommen für Lungenreife und Tokolyse. Zum Glück nur 5 Tage. Danach ist eigentlich alles recht stabil geblieben. Vorzeitige Wehen hatte ich aber keine. Ich bin dann bis zur 36. Woche daheim auch fast nur gelegen. Meine Tochter kam dann bei 39+6 zur Welt.
    Also die 2. SS war wesentlich angenehmer, obwohl wir anfangs schon Angst hatten, dass es wieder mit wochenlang KH und Frühgeburt endet.

    Handy und Tablet waren meine besten Freunde =))
    Wichtig ist kleine Ziele setzen. Tag für Tag und Woche für Woche. Und zwischendurch darf man sich gern auch mal was gönnen. Schoki, Kuchen usw. Für daheim Unterstützung suchen und viel an den Mann/die Familie delegieren.
    Und ganz wichtig: positive Gedanken und viel mit dem Bauchbewohner reden.
  • bearbeitet 30. 05. 2018, 21:24
    Da kann ich tatsächlich auch was dazu beitragen.

    Bin mit meiner Maus auch 3 Wochen gelegen. Inkl Tokolyse und Lungenreife. Gebärmutterhals innerhalb 1 Woche von 4,5cm und alles zu auf 1,7cm und Trichterbildung. Kurzfristig (Tokolysemittel hatte nicht gewirkt) war der Gebärmutterhals auf 0,6cm, aber am nächsten Tag schon wieder auf 1,2cm.
    Aufstehen zum auf‘s Klo gehen ( und ALLES, aber wirklich ALLES nehmen um keine Verstopfung zu bekommen) und zum duschen einmal am Tag.

    Was macht man den ganzen Tag? Telefonieren, Fernsehen mit Kopfhörer am Tablet, schlafen, lesen und ich hatte auch das Glück von 2 wunderbaren Zimmerkolleginnen, mit denen ich nach wie vor Kontakt habe. Da war auch tratschen und scherzen und Erfahrungsaustausch angesagt. DAS hat unglaublich viel Energie gegeben. Und Motivation.

    Besuch war auch ganz wichtig und toll! Und Kaffee! Kaffee am Nachmittag war unser Highlight! 🤣

    Man lernt, sich über kleine Dinge zu freuen.
    Man lauscht jeden Tag in der Früh (im Besten Fall schon nach der Dusche) den Herztönen vom Baby) und das für 30min.
    Man macht das Beste daraus. Automatisch.

    Bei 25+2 bin ich ins KH mit vorzeitigen Wehen (die NIE vom CTG erfasst wurden) und bei 27+6 kam die Maus schlußendlich nach einer teilweisen Plazentalösung per Notkaiserschnitt zur Welt.

    Der Grund? In Wirklichkeit weiß es keiner genau. Vermutet wurde ein Chorangiom (das wurde in der Plazentahistologie nicht gefunden), dann im OP-Bericht ein Myom (auch in der Plazenta nicht gefunden), was dann die Annahme einer zweiten Fruchthöhle erhärtet hat, welche als Hämatom mitgewachsen ist und dann mit der Zeit septisch wurde und zu körperlichen Reaktionen geführt hat.

    Trotz aller Aufregung hat mir diese Zeit auch sehr viel Positives ins Leben gebracht und ich möchte sie auch nicht missen.
    Warum? Sie hat mich stärker gemacht, die Beziehung zu meinem Partner unglaublich gefestigt und die Beziehung zu unserer Tochter auf ganz besondere Weise wachsen lassen! ❤️
  • bearbeitet 4. 07. 2018, 18:05
    Hallo Mädels,

    Ich bin in der 22ten Woche mit Zwillingen schwanger :) bei meiner ersten Untersuchung war mein Gebärmutterhals noch 5.3 Zentimeter lang jetzt nur noch 1.9. Ich hab mir da erstmal nichts bei gedacht aber als mir mein FA sagte ich soll eine Woche zu Hause strickt liegen und Magnesium nehmen und wenn sich der Gebärmutterhals weiter verkürzt muss ich stationär aufgenommen werden habe ich richtig Panik bekommen.

    Er meinte ich müsse dann eventuell genäht werden... Ist den dann eine normale noch möglich?

    Ich hab so Angst morgen ist der Kontrolltermin! Merkt man irgendwie ob er sich verkürzt?

    LG
    liku86
  • bearbeitet 4. 07. 2018, 18:06
    @blümlein nein man merkt net das er sich verkürzt.
    aber wegen dem brauchst erstmal nkch keine panik schieben. geht viiielen zwillingsmüttern so. ist ja immerhin die doppelte last diebauf den gmh wirkt.

    falls du wirklich noch eine cerclage bekommst, dann man trotzdem spontan entbinden, DAS ist kein grund für eine sektio.

    ich hatte ab ssw 26+ nur noch 12 mm. und habs schlussendlich bis 35+6 geschafft. bin viel gelegen aber nicht nur (also wc, duschen war drinnen). achja und ich hatte keine cerclage.

    gekommen sind die beiden dann aufgrund von blasensprung.

    mach dich nicht unnötig fertig, ja ich weis leichter gesagt als getan. vertrau auf dich und du wirst ja eh engmaschig kontrolliert. drück dir/euch die Daumen.
    liku86
  • NastyNasty

    8,234

    bearbeitet 4. 07. 2018, 18:06
    Bei den Zwillingen hatte ich keine Probleme aber davor bei der grossen.
    Musste ab Woche 24 nur liegen. SSW 28 Lungenreife, stationär. SSW 30 wieder heim mit ausdrücklicher Bettruhe. Gekommen ist sie per plansectio bei 39 plus 1.
    Es ist nicht wirklich ein Grund zur Panik aber schonen musst du dich wirklich. Nicht sitzen, stehen oder gehen erst Recht keine stufen Steigen, echt liegen.

    Der Gebärmutter Hals ist recht flexibel, wird kürzer, länger und wieder kürzer. Oft auch durchs nix tun verändert er die Länge, manchmal gibt's auch Messunterschiede beim Arzt oder KH.

    Positiv Bleiben, wird alles gut Gehen.
  • Ich schupf mal hier hoch

    Ich bräuchte mal dringend ein paar tipps von liegemamis

    Ich bin jetzt in der 33.ssw und liege mehr oder weniger seit 5 wochen - bis jetzt gings ganz gut, nur mittlerweile hab ich schon recht starke hüftschmerzen und seit gestern auch das rechte schulterblatt

    Leider muss ich auch feststellen, dass es stimmungsmässig rapide bergab geht und ich mach mir wirklich sorgen ob ich für den grossen endspurt noch genügend Energie hab.

    Mein FA hat uns empfohlen, dass mich mein Mann im Notfall ins Auto verfrachtet und etwas spazieren fährt mit mir - irgendwie funktioniert das auch ned wirklich und eigentlich verfolgt mich ständig ein schlechtes gewissen

    Für Tipps bin ich wirklich äusserst dankbar
  • Ui, schwierig. Ich musste in meiner ersten SS ab SSW 24 liegen.
    Einen echten Tip habe ich wahrscheinlich auch nicht.
    Gute filme, Freunde einladen, telefonieren, lesen, ....
    ich hab leider auch gegessen und 26!!!! Kg zugenommen. Das lass also besser bleiben :3
    Am meisten haben mich Freunde, Film und spiele Nachmittage/Abende abgelenkt.

    Gegen die Schmerzen hab ich gelegentlich Voltaren geschmiert (ist in der SS nicht zu empfehlen, also nur wenn es gar nicht mehr anders geht) und Wärme hat auch geholfen. Du könntest dir auch einen Masseur gönnen der zu dir nach Hause kommt, gibt welche die sich mit Schwangerschaft etc auskennen)
    Vielleicht hilft auch akkupunktur gegen die Schmerzen, hab ich aber nie ausprobiert.
  • @Nasty Bist du bei den Jungs (ja ich hab ja jetzt genug Zeit, mich durchs gesamte babyforum zu lesen ;) ) solange gelegen? In der wievielten Woche wurden sie dann geboren?
  • @Tinchen34 :p nein bei den zwillingsjungs war alles prima. Plansectio in der 37. SSW.

    Bei meiner grossen hatte ich weit mehr Probleme.
    Gmh war schon ab der 20. SSW verkürzt. Von Termin zu Termin wurde der kürzer und man hat mir eingeredet sie wird ein Frühchen. Bekam sogar lungenreife weil irgendwann nur noch 0,9 gemessen wurde. Der gmh ist Recht flexibel und wurde wieder etwas länger...
    Tja sie hatte null Bock , ist bei 39 plus 1 gekommen :3

    Lass dich nicht verunsichern, du schaffst das. Und Red deinem Baby gut zu . Schliesslich magst du sie/ihn ja gleich mit heimnehmen.
  • @melly210 danke für den Tipp Wir haben unsere Auflage heruntergenommen als ich scjwanger wurde, weil ich wirklich jeden Morgen Bandscheibenschmerzen hatte - aber jetzt wärs vielleicht wieder einen Versuch wert.
    melly210
  • @Tinchen34 Ich musste ab der 27 Woche liegen bei meiner großen. Einen richtigen Tipp kann ich dir leider auch nicht geben. Ich bin halt immer wieder zwischen Wohnzimmerbank und Bett hin und her "gewandert". Wenn ich vom Bett auf die Toilette musste bin ich dann ins Wohnzimmer gegangen und umgekehrt.
  • Danke für die vielen Beiträge. Sehr interessant hier mehr darüber zu erfahren. Ich spreche aktuell mit SpezialistInnen auf dem Themengebiet und versuche mehr über Studien zu dem Thema in Erfahrung zu bringen. Ev. auch um das Thema auf Schwanger.at zu erfassen.
  • Hallo :)

    Ich gehöre da leider auch dazu. Bin in der 25. ssw habe einen verkürzten Mumu Trichterbildung und muss überwiegend liegen.. Ich nehme viel Magnesium wie ws die meisten und darf nicht schwer heben. Bei mir wurde alles durch immer wiederkherende ofte Gebärmutterkontraktionen ausgelöst, welche vermutlich von meiner Arbeit gekommen sind. Ein weiterer Auslöser war und ist immer noch der kleine Strampler :D Auf Dauer kann das Liegen ziemlich deprimierend sein... würde gerne wieder mehr machen können aber was tut man nicht alles für jede weitere Woche mit Kind im Bauch...
  • Ich musste leider auch liegen, zwar "nur" 6 Wochen, aber wirklich strikt. Durfte nur Aufstehen um 5 Minuten zu duschen und aufs Klo zu gehen. Ich hatte ein Riesen hämatom, das um einiges größer war als die Schwangerschaft. Also war das Ziel, dass es absorbiert, bevor es noch ein 2. Mal aufgeht und stark blutet.
    Bei jedem mal aufstehen hatte ich solche Angst, weil ich noch in der früh ss war und das Baby dadurch hätte verlieren können.
    Aber es ist zum Glück alles gut gegangen und der kleine Spatz (knappe 4 Monate) schläft neben mir
  • SusiEVSusiEV Symbol

    510

    bearbeitet 26. Mai, 13:41
    Hallo!

    Ich hatte sie versprochen, bin sie schon ewig schuldig - aber zuerst hatte ich keine Zeit und dann habe leider vergessen 🤦🏼‍♀️! Also: Hier ist meine Liege-SS-Geschichte - zumindest mal bis zur Entbindung:

    Ich bin in Summe etwas über 11 Wochen gelegen - davon 4 mit strengster Bettruhe und 7 mit leicht gelockerter Bettruhe (WC-Gang und einmal wöchentlich Duschen).

    Wie alles begann:
    Ich hatte in der 22. SSW (mit Zwillingen) noch ca. 8mm GmbH und eine Infektion.
    Wurde sofort ins KH eingeliefert, an die Tokolyse angeschlossen und bekam Antibiotika.

    Aber: innerhalb einer Woche (trotz strengster Bettruhe) weitere Verkürzung auf 5mm! Andi lag mit seinem Arm im Trichter - kaum einen cm vor dem Ende!

    Es folgte eine Notcerclage bei 22+6.Ich habe darauf bestanden und ein Oberarzt (mein Held an den auch der zweite Vorname meines Sohnes Alexander Franz erinnert) hat sich über den Primar hinweggesetzt und die OP veranlasst. Und das trotz Infektion- aber sonst hätte ich meine Twins garantiert verloren.
    Dann:
    Lungenreife bei 24+1, ab 25+1 aufstehen für die Toilette und jeden zweiten Tag Dusche.
    In der 26. Woche wurde die Tokolyse beendet.

    Ich hatte das Glück ein Einzelzimmer „bewohnen“ zu können - somit konnte ich jederzeit telefonieren, den Fernseher einschalten und es gab keine Zuschauer wenn ich mich wusch oder die Bettpfanne benötigte.

    Dann:

    Bei 26+1 Entlassung aus dem KH, zu Hause liegen (aufstehen nur fürs WC und einmal pro Woche für die Dusche).
    Alle 14 Tage zur Kontrolle.

    Ich habe auch im Liegen gegessen!
    Und: Hatte zusätzlich noch 2 dicke Kissen unterm Po um den Druck vom Gbmh zu nehmen.

    Der GbmH war bis zur Entbindung immer zwischen 1,8 und 1 cm. Gekommen sind die Twins bei 32+6 - aber aufgrund eines vorzeitigen tiefen Blasenrisses. Laut Ärzten hätte die Cerclage wohl noch Wochen gehalten.

    Die Lugenreife habe ich insgesamt 4 mal erhalten:
    24+1 und 24+2
    Und 32+3 und 32+4

    Es war eine harte Zeit - aber jetzt sind meine Söhne 25 Monate alt und völlig gesund sowie altersgemäß entwickelt.

    Meine Tipps aus eigener Erfahrung:
    Fürs KH:
    Ein tragbarer DVD-Player, viele Bücher, Strick-, Näh- oder Häkelsets für zB Rascheltücher oder Stofftiere, Besuch von lieben Menschen. Ätherische Öle (Lavendel Bio Fein) und eine Playlist mit Entspannungsmusik helfen wenn die Gedanken gar nicht zur Ruhe kommen wollen!
    Zusätzlich hat mir meine Hebamme noch Globulli gegen vorzeitige Wehen und wehenhemmenden Tee empfohlen!

    Für zu Hause:
    Neben den genannten Dingen ist eine Haushaltshilfe (Verwandte/Freunde oder eine bezahlte Hilfskraft) Gold wert! Und natürlich: Netflix! 😉

    Wichtig: Setz dir kleine Ziele!
    Ich hatte eine Countdown-App. Mein Mann und ich haben jeden Tag mit Kuchen "gefeiert" und jede Woche mit einer kleinen "Feier" mit Kindersekt und einem besonderen Essen. Außerdem habe ich jede Woche ein kleines Geschenk für die Boys bestellt und ausgiebig Tagebuch geführt.

    Ich bin aus dieser Zeit (so schrecklich sie war - und das war sie) gestärkt hervorgegangen. Ich habe gelernt was im Leben wirklich zählt, wie viel wertvolle Zeit wir mit ärgern/grübeln/sinnieren über Lapalien vertrödeln. Ich bin insgesamt demütiger und dankbarer und lebe bewusster!

    Einen kleinen „Knacks“ bzw. zwei Ticks habe ich allerdings auch davongetragen:
    Ich kann nicht mehr länger als ca. eine Stunde im wachen Zustand auf einer Stelle liegen! Und ich muss raus in die frische Luft und Natur - und zwar jeden Tag und bei jedem Wetter! Und wenn es nur eine kurze Runde ums Haus ist.

    Und: Gegen Ende des Liegens hatte ich bereits fast permanent mittelstarke bis starke Schmerzen in Hüften, Schultern, Wirbelsäule und Knie. Diese begleiten mich leider (trotz Therapie) immer noch. Allerdings in leichter Form und nicht mehr permanent.

    Allen, die diesen Weg gerade beschreiten (bzw. eher „be-liegen“) müssen, wünsche ich alle Kraft dieser Welt! Es ist hart, es ist echt sch....! Aber es ist notwendig! Wir haben keine Wahl! Wir können nur das Beste daraus machen! Und irgendwann ist diese Zeit nur noch eine Erinnerung- und auch diese wird immer blasser!
    Was bleibt, wächst und immer größer und stärker wird, ist der Grund warum wir all das durchgemacht und auf uns genommen haben: Unser Kind bzw. in meinem Fall unsere Kinder!


    Alles Gute!

    Susi
    doppeljackpot_83
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