@Fuchsili Gefühle sind von beiden Seiten wichtig und auch die Kids sollen das mitkriegen. Wichtig ist wie wir mit den Gefühlen umgehen - und das lernen sie von uns. Kids werden immer so wie wir es vorleben und nicht wie wir es ihnen sagen.
Umgangsformen find ich auch wichtig - aber das schauen sie sich von uns ab. Wie wir essen, wie wir grüßen, andere behandeln und auch wie wir mit Wut und Frust umgehen.
Wir haben auch den Grolltroll Tonie - der ist echt toll und manchmal stellen wir ihn drauf wenn jemand von uns grantig ist. Da sind auch die Bücher toll 👍
Was ich von Kind 1 zu Kind 2 gelernt hab … für uns müssen unsere Regeln funktionieren. Ich mach mir keinen Kopf darüber was andere denken, was zB mein Kind isst oder anhat. Ich stress mich nimmer ob das Gewand in der Früh zusammenpasst oder die Haare offen und wild sind. Für sowas lass ich keine Nerven.
Wir waschen uns auch immer die Hände nach dem Klo. Wenn sie mal absolut nicht mag, zwinge ich sie nicht sonder putz sie halt mit einem Feuchttuch schnell ab. Oder wenn sie im Kiga nicht die Hand geben will, dann winken wir halt zusammen.
Man kann viel Stress vermeiden wenn man ein paar Dinge gelassener sieht.
Was uns auch hilft ist ein Wochenkalender. Damit kann man die Kids gut auf Dinge vorbereiten. Unsere mag gern immer Bescheid wissen was am Tagesprogramm steht. Das gehen wir auch oft am Vorabend durch.
@awa … in einem Wutanfall bin ich tatsächlich ruhig!
Es gibt aber natürlich Verhalten dass ich nicht dulde und das auch bestimmt sage und meinen Ärger kundtue. Da bin ich auch recht klar, was die Kommunikation über meine eigenen Gefühle ist. Ich sag auch dass mich xy stört und ärgert. Und auch was ich erwarte und nicht möchte.
Aber ich schrei zB wirklich nicht - aber das würd mein Kind nicht aushalten, da sie sehr sensibel ist was laut angeht.
Was wir auch machen: vorm schlafen gehen erzählen wir jeder was heute gut war und was blöd war. Da bin ich echt oft erstaunt was da erzählt wird und was sie belastet hat. Ich erzähl dann aber auch was für mich schön war und was mich geärgert hat. Ist ein Ritual dass uns allen hilft uns gegenseitig zu verstehen.
Wir boxen auch mal in Kissen oder machen wie ein Löwe … das endet dann meist lustig und der Grant geht ganz allein weg.
@Leni91 ich hab wirklich viele Erziehungsratgeber gelesen - obwohl ich find das Wort Erziehung schon so furchtbar - Beziehung find ich viel treffender.
Das hat mir geholfen mein Kind besser zu verstehen und zu lernen dass es manchmal nicht anders kann.
Ich hab selber Probleme wenn ich nicht selbstbestimmt bin und drum versteh ich auch so Kids, die halt oft wirklich viel machen müssen weil wir es so wollen.
Drum geb ich recht viel Freiraum - hab aber auch sehr konkrete Regeln. Ich bemüh mich auch sehr, dass sich mein Kind auf mich verlassen kann und bleibe bei meinem Wort.
Da überleg ich mir lieber vorher genau, ob ich was erlaube oder eben nicht und dann ist es auch so. Drum gibts bei uns kaum Diskussionen und ganz viel Routine, die meinem Kind Sicherheit gibt.
Wenn dann doch mal einen Anfall gibt, durchatem, abwarten und immer Trost anbieten. Da braucht es auch oft nur Körpersprache und gar keine Worte.
@Fuchsili ich kann das gut verstehen - mich nervt es auch wenn ich mich bemühe mit kochen und dann nicht mal gekostet wird …
Ich biete auch max eine Alternative an, wo ich weiß das sie es nicht mag. Wenn das auch verweigert wird, denk ich mir sie hat einfach keinen Hunger.
Ich erinnere mich halt immer daran, dass solche Wutanfälle nicht direkt gegen mich gehen, sondern die Situation halt grad zu viel für das Kind ist. Zudem ist in dem Alter die Fähigkeit für Perspektivenwechsel und Mitgefühl einfach noch kaum da.
Ich denk mir das Teller schmeißen war einfach ein Moment der Hilflosigkeit und nicht Absicht dir was zu Fleiß zu tun oder was kaputt zu machen.
Und ja, ich denk auch, Wut rauslassen ist auch gut … ich glaub für uns Eltern ist das oft schwieriger auszuhalten als für die Kids.
Und was andere in so Situationen blöd reden oder schauen, ist mir tatsächlich komplett egal.
Ich versuche die Wut zu begleiten und oft geht’s mir Ruhe schneller vorbei als Grant meinerseits.
Dennoch find ich dass mit dem Kind - nach dem Anfall - besprochen werden soll was nicht ok war und warum. Und auch Möglichkeiten geboten werden wie man die Mut rauskriegt.
Unsere ist 3 und sehr selten ein Wutzwerg. Wenn doch sag ich mir im stillen „aushalten und begleiten“ vor.
Ich hab gemerkt dass in der Phase der Wut bei uns kein Zureden und Einreden hilft. Da kommt einfach nix an. Wir warten dann einfach und besprechen es nach. Oft auch erst Abend im Bett. Da haben sich die Wogen geglättet und jeder ist ein wenig aus der akuten Stresssituation draußen.
Wir hatten auch schon Wutanfälle beim Spar. Da sag ich halt recht bestimmt, dass sie zB was nicht kriegt und warum ich das so bestimme. Meistens ist ok - selten wird getrotzt. Aber da gibts keine Diskussionen im Geschäft weil es das ganze noch schlimmer macht. Dann brüllt sie halt kurz. Ich probier immer ruhig zu bleiben, nett, aber bestimmt ihr gegenüber.
Ich halt Wut zB recht gut aus und bin geduldig bis es vorbei ist. Ich musste dieses „aushalten“ aber erst lernen.
Beim Großen hab ich mir da immer schwer getan, permanent auf ihn eingeredet, hab’s nicht ausgehalten dass er brüllt. Und die ewigen Beruhigungsversuche und Diskussionen haben die Wut oft noch verstärkt bis es teilweise eskaliert ist. Und diesmal bemüh ich mich echt anders zu reagieren und die Wut auch mal zu auszuhalten. Da sein, begleiten und warten bis der Sturm vorüber ist.
Für unsere sind einfach Erklärungen wichtig. Erklärungen die für sie auch schlüssig sind. Das macht MAN nicht geht bei ihr gar nicht. Da fehlt ihr dann das warum.
@Fuchsili Was wäre so schlimm gewesen wenn er statt dem Gekochtem eine Semmel isst?
Bei uns gibt’s immer eine schnelle Alternative, wenn das Essen mal für die Kleine nicht passt. Hätt vlt noch Butter und Gurke zB dazu angeboten.
Ich finds auch nicht ok wenn Teller geworfen werden und würd das auch sagen und erklären. Würd aber schon besprechen woher die heftige Reaktion kommt.
@Mohnblume88 Mich stört das auch voll … vor allem wenn man gar nicht vorgewarnt wird und dann von kranken Kids umgeben ist. Da fänd ich es schon schön, wenn man vorher was sagt, damit man halt dann selber reagieren kann.
Wir sind endlich jetzt mal alle daheim - da brauch ich echt keine Krankenstation 🤦🏻♀️