@Sarah6 wie oben schon geschrieben, steht mein Beispiel natürlich nicht explarisch für alle Frauen, die länger daheim bleiben. Und ihre Situation hat Nichts damit zu tun, dass sie in Karenz war, nur damit dass sie halt nicht nach 2 Jahren Karenz wieder in ihre Firma zurückgegangen ist. Dann hätte es sich wohl anders entwickelt. Was ich damit zeigen will ist, dass es auch irgendwann wieder ein Leben geben wird, in dem Kinderbetreuung nicht mehr der Mittelpunkt ist und dieses Leben danach sollte man nicht vollkommen aus d Fokus verlieren. Ich kenne mich mit dem Pensionssystem in Slowenien nicht aus und weiß nicht, wieviel deine Oma gearbeitet hat. In Österreich bekommt man mehr Pension, je mehr man einzahlt, und man zahlt halt in der Regel mit 30 oder 40 Stunden mehr ein, als mit 20, wobei es natürlich auf das Gehalt ankommt. Und Fakt ist, dass Frauen in Österreich stärker von Altersarmut betroffen sind, was in erster Linie damit zu tun hat, dass sie nachdem sie Kinder haben, nie mehr Vollzeit ins Erwerbsleben einsteigen
@kea natürlich könnte sie noch Weiterbildungen machen, aber sie wohnt halt in einem eher Konjunktur schwachen, ländlichen Gebiet, wo es trotz Weiterbildung fraglich ist, ob sie einen Job im Büro bekommen würde, nachdem sie 30 Jahre nicht mehr in dem Job gearbeitet hat. Was mir das Beispiel einfach zeigt ist, dass man auch wenn man keine Karriere anstrebt und einem der Beruf als Mama nicht mehr so wichtig ist, trotzdem seine beruflichen Perspektiven nicht vollkommen aus den Augen verlieren sollte, weil die Kinder irgendwann erwachsen sind und man dann halt zwangsläufig wieder andere Dinge wichtig werden.
@mydreamcametrue ich bringe das Beispiel auch nicht als Verallgemeinerung und ich weiß, dass es viel dazwischen gibt. Was mir das Beispiel aber zeigt, dass man oft kurzsichtige Entscheidungen in einem Moment trifft, weil's halt gerade passt, ohne die längerfristigen Konsequenzen zu bedenken. So wie ich ehrlich gesagt die Argumentation, "wer weiß gibt's in 30 Jahren Überhaupt noch eine staatliche Pension" dafür zu nehmen, dass es mir jetzt egal ist, nichts oder nur sehr wenig einzuzahlen, als sehr kurzsichtig einstufe.
@Flotte_Lotte nein bist du nicht. Ich bin nach 7 Monaten wieder arbeiten gegangen. Ich arbeite gerne und könnte mir nicht vorstellen, länger als ein Jahr später n Karenz zu sein, weil ich definitiv eine Abwechslung zum Mama sein brauche
Meine Schwester würde es vermutlich anders machen, wenn sie könnte. Hatte vor dem 1. Kind einen relativ guten Job im Büro. Da es finanziell drinnen war, ist sie auch daheim geblieben bis meine Nichte 4 Jahre alt war und nicht mehr in den Beruf zurückgekehrt. Sie hat dann mit 15 Stunden im Einzelhandel angefangen, ein paar Jahre beim Discounter bis ihr dort alles zu viel wurde, hat dann als Reinigungskraft gearbeitet und ist jetzt im Einzelhandel, aber überhaupt nicht glücklich. Nichten sind beide mittlerweile außer Haus und sie wird sich jetzt halr noch die nächsten 15 Jahre bis zur Pension in Jobs durchschlagen, die ihr keinen spaß machen, weil sie halt die Digitalisierung in ihrem Job verpasst hat (haben damals noch mit Schreibmaschine gearbeitet). Eine kurzsichtige Entscheidung, damals nach der Karenz nicht in den Job zurückzukehren, zieht sich halt jetzt durch ihr ganzes weiters Erwerbsleben
@soso so wie Männer oft über den Klee gelobt werden, wenn sie Zeit mit ihren Kindern verbringen, während es für Frauen selbstverständlich ist. Eine ältere Nachbarin von uns meinte Mal, als sie mich mit dem kleinen getroffen hat, dass sie ja den Papa auch immer so brav mit ihm spazieren gehen sieht. Und ich dachte nur so, ja ist ja auch dein Job in der Karenz.
hat er dankend abgelehnt. Es wäre also durchaus möglich. Es heißt ja nicht, dass man in 8 Stunden unbedingt produktiver ist, als in 6 Stunden. Oft ist genau das Gegenteil der Fall.
Aber die Feministinnen fordern ja nicht, dass Frauen in Spitzenposition arbeiten müssen und wollen Frauen nicht in Handschellen ins Büro abführen. Es geht um Rahmenbedingungen, die sich ändern müssen, damit Frauen die Chance haben aufzusteigen, denn leider ist es so, dass es hier noch immer sehr starre Strukturen gibt, z.b. dass man eine Spitzenposition nur mit 38 Stunde machen kann. Kenne aber genug Männer, die ebenfalls nur noch 30 Stunden arbeiten wollen, auch wenn sie in höheren Positionen tätig sind. Ebenso gibt's halt oft in unternehmen noch immer Männer Seilschaften, die sich gegenseitig bei der Karriere helfen. Wie gesagt, jede soll die Wahlfreiheit haben, jedoch sollten die Rahmenbedingungen so sein, dass sich auch Frauen nicht zwischen Kindern und Karriere entscheiden müssen. Im übrigen auch männer, denn da kenn ich auch genug, die trotz Arbeit gerne mehr Zeit für ihre Kinder hätten
Ich würde auch Feministinnen nicht verächtlich machen, ist es doch dem Engagement von Frauenrechtlerinnen zu verdanken, dass es ein Frauenwahlrecht gibt und Frauen rechtlich generell gleichgestellt sind. Bis in die 70 er Jahre war es in Österreich Frauen z.b. nicht erlaubt, ohne das Einverständnis ihres Mannes arbeiten zu gehen. Da bin ich froh, dass es Frauen gab, die sich hier für Veränderungen eingesetzt haben