Savast

Über mich

Savast
Savast
User
Beigetreten
Besuche
15
Zuletzt aktiv
Wohnbezirk
-
Beiträge
11
Auszeichnungen
1
  • Kennt sich jemand mit Hundeverhalten aus?

    Ich bin etwas von dieser „Verniedlichung“ des Problems überrascht. Mag sein das du schon Hunde hattest, aber wenn ein Hund in der Pubertät jetzt schon solche „Aggressionen“ hat, wie wird das dann werden wenn euer Kind größer ist? Solche Dinge entstehen aus Frust und Unterforderung!

    Und ich muss meinen Vorschreiberinen recht geben, wenn man sich den Kosten eines Hundes nicht bewusst ist, bzw das Geld nicht ausgeben möchte, dann sollte man es doch bitte lassen! Wenn du das Problem jetzt schon nicht im Griff hast, wie wird das dann werden wenn er ausgewachsen und sein Charakter sich gefestigt hat?
    wölfinNaomi_
  • Wie war eure Geburt denn so? Erzählt eure Geschichte.

    Heute, knapp 5 Monate nach der Geburt unseres Sonnenscheins, kann ich wohl schon leichter darüber reden/schreiben. Ich habe aber die erste Zeit wirklich für mich gebraucht, um zu realisieren was genau bei so einer Entbindung passiert. Ich bin froh, das mein Mann dabei war, er war nicht nur Unterstützung bei der Entbindung, sondern ich hatte (und habe noch immer) ganz viele Fragen an ihn, was bei der Entbindung passiert ist.

    Bei der letzten Untersuchung im LKH, sagte man mir das ich aufgrund der Gestationsdiabetes max. 7 Tage über ET sein darf. Ich habe bereits längere Zeit vor ET angegangen die typischen "Hilfsmittel" zu verwenden. Also habe ich Himbeerblättertee getrunken, Leinsamen gegessen, versucht noch meinen Mann zu beglücken (soweit das körperlich dem ET entgegenkommend überhaupt möglich ist *gg*) und mich immer viel bewegt.


    Vorab eine Info, ich hatte wirklich sehr Angst vor einer Einleitung, ich kann gar nicht genau sagen warum und habe mich auch durch das Internet gelesen, aber ich hatte trotzdem Angst davor.


    Am ET hatte ich einen Termin im LKH. Warum auch immer, wollte mein Mann unbedingt zu diesem Termin mitkommen, im nachhinein bin ich sehr froh darüber. Ich war ja der Meinung das ich sowieso noch 7 Tage Zeit hätte. Ich hatte auch wirklich wenig geschlafen, das sich unser Bauchzwerg ständig gedreht hat, zumindest hatte ich so das Gefühl.

    CTG war in Ordnung, dann ging es in das Untersuchungszimmer, wo mir die Ärztin erklärte das mein Kind derzeit in der Sternguckerposition liegt und mit der Nabelschnur spielt. Es ist zwar keine Gefahr, allerdings sollte ich immer wieder in den Vierfüßler gehen, damit sich Zwergchen noch dreht. Bei der Untersuchung wurde mir erklärt, das ich da wohl eine falsche Information erhalten habe und ich heute noch eingeleitet werde. Ich könnte gleich "mein Zimmer beziehen" und man würde die Einleitung in ca einer Stunde beginnen. Ich durfte mir noch die Möglichkeit zwischen Ballon und Bändchen aussuchen. Ich habe mich für das Bändchen entschieden.


    Ich wurde also zu Mittag untersucht, MM geschlossen, fingerdurchlässig. Somit wurde das Bändchen gesetzt. Zugang wurde gelegt und ich musste alle 2 Stunden zum CTG.

    Am Abend hatte ich hier und da ein leichtes ziehen, mehr aber auch nicht. Mein Mann fuhr nach hause und ich versuchte vergebens etwas zu schlafen. Mit drei anderen frischgebackenen Mamis und deren Babys im Zimmer, war an schlaf leider nicht zu denken. Um 22:00 kam die Schwester mit einer rosa Tablette. Um 00:00 durfte ich zum Schlafen in den Kreißsaal gehen. Es war dort niemand und ich sollte dringend versuchen zu schlafen.


    Um 1:30 wurde ich mit wahnsinnigen Schmerzen wach, ich versuchte noch schnell auf die Toilette zu gehen, musste dort aber bereits nach der Hebamme läuten. Schleimpfropf ging komplett ab und die Fruchtblase ist auf der Toilette gerissen.

    Ab diesem Zeitpunkt hatte ich alle 3 Minuten Wehen, die ich veratmen musste. Klar, mein Gedanke war das es jetzt losgehen würde, also fragte ich die Hebamme, die gerade meinen MM untersuchte, ob ich meinen Mann anrufen kann. Wie bereits gesagt, ich hatte ja schon alle drei Minuten extreme Wehen. Die Antwort der Hebamme war leider etwas ernüchternd in meiner "ich bekomm jetzt ein Baby" Euphorie. Sie erklärte mir, das mein MM ganz fest verschlossen ist und ich vor Mittag bestimmt kein Baby bekommen würde. Ich hab das so gar nicht verstanden, denn mehr Schmerzen hätte ich bestimmt niemals ausgehalten. Die Hebamme hängte mich an ein Schmerzmittel an … holla die Waldfee, das sind gute Drogen gewesen. Bis 6:00 lief es in etwa so ab: Wehen - Wehe veratmen mit lautem oooohhh - schlafen
    Das ganze im 3 Minuten Takt und meine kleine schwarze Welt zog mich fest in ihren Bann.

    Um 6:00 war Schichtwechsel und die "neue" Hebamme erklärte mir, was für eine tolle Arbeit mein Körper bereits gemacht hat, denn mein MM war schon 2 cm offen. 2 cm … in knapp 4,5 Stunden … 2 cm … in 4,5 Stunden Wehen ohne Ende und auch Schmerzen ohne Ende. Das tolle Schmerzmittel war leider aus und der Wirkstoff somit auch.

    Zumindest durfte mein Mann war inzwischen da. Ich konnte während der ganzen Zeit keine Berührungen ertragen und im nachhinein habe ich mir in dieser Zeit wohl wirklich meine eigene Welt gebaut. Wehe - atmen - schlafen, so gut es ging. Meine schwarze Welt … so nenne ich sie, half mir mich von der großen Welt abzuschirmen, nur das notwendigste zu machen und die Stimmen rund herum zu filtern.


    Weil das Kind ja nach wie vor falsch gelegen ist, musste ich alle 3-4 Wehen meine Position ändern. Wir versuchten somit, das Kind den Weg abzusperren und es in die richtige Richtung zu leiten. Nach jeder Drehung, bedankte sich mein Körper mit übergeben.

    Meine Hebamme und ich entschieden das eine PDA das beste wäre, damit ich auch etwas Kraft sammeln könnte. Um mir eine schnellere Linderung zu verschaffen, verabreichte sie mir ein Wehenhemmer. Dieser sollte helfen, damit ich zumindest etwas entspannen kann. Mein ganzer Körper vibrierte und mein Herz fing an ganz schnell zu schlagen. Wie ich hörte eine ganz normale Reaktion des Körpers auf dieses Mittel. Leider half es nicht sehr lange und ich musste wieder zurück in meine dunkle Welt. Bis der Anästhesist frei war, dauerte es leider noch einige Zeit, die ich mit Lagerungswechsel, atmen und übergeben verbrachte. Linke Seite Wehen aushalten- atmen - rechte Seite Wehen aushalten - atmen - Hocke Wehen aushalten- atmen

    Gegen Mittag kam endlich die ersehnte PDA. Mir wurde wieder ein Wehenhemmer verabreicht, damit die PDA gelegt werden konnte. Ich war müde und ausgelaugt aber ich war noch immer motiviert. Diese PDA war so wunderbar, endlich keine unerträglichen Schmerzen mehr. Ich spürte nur einen Druck, es war herrlich. Das Mittagessen wurde gebracht und ich sollte mich versuchen aufzusetzen und wenigstens ein kleines bisschen essen, auch wenn wir wussten das vermutlich wieder alles rauf kommen würde. Das erste Mal seit dem Blasensprung, das ich normal sprechen konnte und mich aus meiner dunklen Welt raus getraut habe.


    Die Hebamme sagte zu ihrer Kollegin sie sollte irgendeine Nummer rufen, kam dann zu mir und verschob die Sensoren des CTGs. Plötzlich rannte die Ärztin herein, schaute sich mein CTG an und redete mit der Hebamme. Erst dort habe ich bemerkt das etwas nicht stimmt. Die aufrechte Haltung hat wohl dem Zwergerl nicht gepasst und die Herztöne fielen ab. Das konnte man zum Glück recht schnell mit einer anderen Position, in Ordnung bringen. Da die Ärztin gerade da war, untersuchte sie gleich den Muttermund, der 8 cm offen war und lies mir mit einem Katheter die Blase ab … auf diese Erfahrung hätte ich auch wirklich verzichten können. Lustigerweise war mir vor meinem Mann nämlich nichts peinlich, nur diese eine Situation.

    Durch die PDA ließen die Wehen nach, also wurde mir ein Wehenmittel angehängt. Und ab da kam sie wieder zurück, meine dunkle Welt in der nur ich und mein Körper existierten. Linke Seite Wehen aushalten- atmen - rechte Seite Wehen aushalten - atmen - Hocke Wehen aushalten- atmen.

    Meine Hebamme erklärte mir, das der Muttermund nun endlich 10 cm offen war und wir versuchen müssen, ohne PDA auszukommen, ich würde die Wehen in der Endphase nämlich brauchen. Ich bekam also Wehenmittel und die PDA wurde ausgeschalten. Mein Frauenarzt kam dazu und der Endspurt begann.
    Meine größte Angst war, das ich es nicht mehr schaffen würde, aus eigener Kraft zu pressen und ich doch einen Kaiserschnitt bekommen würde. Linke Seite Wehen aushalten- atmen - rechte Seite Wehen aushalten - atmen - Hocke Wehen aushalten- atmen. Meine Hebamme untersuchte mich und sagte voller Stolz, das sie bereits das Köpfchen inne sehen konnte.

    Ich kann gar nicht genau sagen, wie viele Presswehen ich brauchte. Aber es waren einige. Bei den letzten paar hätte ich am liebsten geweint. Meine Hebamme und mein Arzt motivierten mich wirklich total gut und ich hab es aus eigener Kraft geschafft.


    Über 16 Stunden und endlich war es vorbei. Ich war so unendlich glücklich und stolz darüber, das es vorbei war, das ich fast vergessen hatte, wofür ich so lange gekämpft hatte … heute liegt er neben mir, mein größtes Geschenk das ich überhaupt bekommen hätte können. Jeder einzelne Schmerz, jede einzelne Verzweiflung und die lange Zeit in dieser finsteren Welt, waren es absolut wert.
    StahlstadtmädlCoCoMaMaKaffeelöffel

Hey & Hallo im Forum!

Neu hier?
Dann tritt der BabyForum-Community bei um alle Inhalte zu sehen und (werdende) Eltern kennenzulernen! Hier lang...

Aktionen

News

Avatar

Auszeichnungen

Themen-Highlight

Thema der Woche

Social Media & Apps


Registrieren im Forum