Ich habe wieder zu arbeiten begonnen und mir geht es sehr schlecht damit

bearbeitet 9. Oktober, 20:16 in Smalltalk
Hallo an alle! Ich bin neu hier und das ist mein erster Eintrag!
Ich habe zum Arbeiten begonnen, mein Kleiner ist 15 Monate alt und mein Freund ist jetzt zuhause, wir machen halb halb.
Ich hasse es arbeiten zu gehen und wäre soooo viel lieber zuhause. Niemand versteht mich. Alle sagen sowas die Ablenkung ist doch schön, sei doch froh wenn du nachhause kommst und er schläft schon. Dein Mann kann das sicher auch. Es geht mir auch nicht darum dass ich denke dass er nicht gut betreut ist. Ich weiß dass er das ist.
Ich bin einfach nur sehr sehr sehr traurig darüber und ich kann mit niemandem darüber sprechen. Ich will papa und Sohn auch die zeit geben aber es fällt mir so schwer dass nicht ich länger zuhause bleiben kann.
Geht es irgendjemand hier auch so, versteht mich irgendjemand?
Vielen Dank für eure Meldungen! Danke!

Kommentare

  • Freue mich über Meldungen.
  • hi, ich versteh dich sehr gut. war zwar länger in Karenz, meine Tochter ist mit 27 Monaten in den Kindergarten gekommen und ein Monat später bin ich dann wieder arbeiten gegangen. ich hab schon Tage davor jeden Tag geweint und auch am ersten Arbeitstag . es ist ein schlimmer Cut, von 24/7 mit deinem Kind zu sein und plötzlich nicht mehr. und deiner ist ja noch kleiner. wie viel arbeitest du? ich kann dir nur sagen, es wird leichter. man gewöhnt sich daran, und die gemeinsame Zeit wird dafür umso wertvoller. wichtig sind sicher auch Gesprächspartnerinnen die dich verstehen. es gibt Mamas die sich nach einem Jahr Karenz wieder aufs arbeiten freuen, und welche die nach 2 Jahren eben noch immer nicht weg wollen. such dir Freundinnen die deine Meinung teilen und bei denen du dich ausheulen kannst, fürs Seelenheil. falls du dich so gar nicht daran gewöhnst kannst du vielleicht mit deinem Partner sprechen, dass du Stunden reduzierst oder so?
    FuchsiliEsther123
  • Ich versteh dich sehr gut @Esther123
    Mit unserem ersten Kind war ich 2 Jahre zuhause. Anschließend haben wir noch ein 3/4 Jahr mit Familie überbrückt und dann hat er im Kiga gestartet. Es war mich auch eine Riesenumstellung. Ich war im Kopf fast nur bei ihm. Hatte mit 25 St gestartet und eh sehr flexibel gearbeitet, aber trotzdem. Nach zwei Jahren war es einfach als würde mir mein rechtes Bein fehlen :D

    Ich bin jetzt schwanger und habe manchmal die Fantasie, dass ich die Karenz nun mehr aufteile. Zum Beispiel 1 Jahr ich und 1 Jahr mein Mann oder zwei Jahre ich und 1 Jahr mein Mann. Es wär einfach schön, wenn er mal sehen würde, was es eigentlich bedeutet mit Kind daheim zu sein :D Sobald ich aber darüber nachdenke merke ich, dass sich etwas in mir dagegen wehrt und ich selber mit meinem Kind zuhause bleiben will (abgesehen vom finanziellen Aspekt).
    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich verstehe dich total gut und habe die Zeit zuhause sehr genossen (auch, wenn es nicht immer rosig und super war). Loslassen ist für manche Mütter schwer und auch als Mama zu versuchen "die Alte" zu sein, die einfach arbeiten geht als wär nie was gewesen ist einfach nicht drin. Frau muss sich tatsächlich komplett neu finden <3 I feel you!
    Esther123
  • @Esther123 ich versteh dich auch sehr gut, mir ging es genauso! Ich hab wieder begonnen da war der kleine 13,5 Monate alt, weil mein Partner auch in Karenz wollte, das wollte ich ihm nicht vorenthalten. Am ersten Tag bin ich heulend in die Arbeit gefahren. Mein Partner war 7 Monate zuhause und es hat der Bindung zwischen den beiden wirklich gut getan. Würde ich wieder so machen, auch wenn’s nicht ganz leicht für mich war. Hab mich dann damit abgefunden und es ist ja auch nicht schlecht, mal in Ruhe zu essen/Kaffee zu trinken etc. 😉
    Esther123
  • @Esther123 versteh dich! Könnte es mir auch gar nicht mehr vorstellen auswärts zu arbeiten.
    Großteils unserer Gesellschaft versteht das leider auch gar nicht mehr wenn eine Mama sagt, sie mag nicht mehr arbeiten gehen. Ich finde die Aussage nämlich eigentlich ganz schön dreist weil selbst wenn wir ein Angestellten Verhältnis haben, ändert es sich trotzdem nicht dass wir 24/7 Mama sind und die eigentliche anstrengende Arbeit zuhause auf uns wartet..

    Hast du dir schon mal überlegt etwas von Zuhause aus zu machen?

    Weiß ja nicht was deine Interessen so sind.. aber vielleicht wäre ja ein Job als Tagesmutter für dich interessant? Es gibt ja mittlerweile soviele Möglichkeiten zuhause zu bleiben und trotzdem Geld zu verdienen wie zB mit einem Online Business.

    Ich bin seit 2020 selbstständig und könnte mir das Neben den Kids gar nicht mehr vorstellen iwo hinzufahren. Geschweige bei unseren Kind mit Behinderung wäre das auch gar nicht möglich bzgl unseren Therapienplans.
    Esther123Fuchsili
  • Mir ging’s auch immer genauso, dabei war ich eh bei beiden Kinder daheim, bis sie 3 Jahre alt waren. Trotzdem habe ich die Zeit sehr genossen, ich könnte auch ewig daheim bleiben mit den Kindern 😅 aber geht dann doch auch finanziell nicht bzw möchte ich nicht noch länger finanziell von meinem Mann abhängig sein.. für mich ist Arbeiten auch eher ein notwendiges Übel (auch wenn ich gerne zur Arbeit gehe, meistens zumindest). Ich hab mir meine Ablenkung oder Auszeit von den Kindern auch immer anders geholt, mit Sport, abends mit Freundinnen ausgehen usw. Für mich ist da Arbeiten viel anstrengender, als zuhause zu sein. Also ja, ich verstehe dich auch sehr gut.
    Wie viele Stunden arbeitest du denn? Gehst du nach der Karenz deines Mannes wieder in Karenz?
    Bei uns bin zB auch ich die vollen drei Jahre daheimgeblieben, weil ich das gar nicht anders wollte. Aber soweit ich mitbekommen habe, geht das ja jetzt gar nicht mehr, oder? Man muss die Karenz aufteilen, wenn man das volle KBG haben möchte? Ich hab mich damit nicht so beschäftigt, weil es uns Gott sei Dank nicht mehr betroffen hat.
    Esther123

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