☀️ Heiße Tage mit Baby & Kind – eure besten Tipps gesucht!

Hallo alle,

der Sommer ist da und mit ihm gleich eine ordenliche Hitzewelle ersten wirklich heißen Tage – und ehrlich gesagt ist das mit kleinen Kindern manchmal eine echte Herausforderung. Wie kühlt man die Wohnung, ohne dass die Ventilatoren und die Klimaanlage die ganze Zeit laufen? Wann ist Sonnencreme wirklich notwendig, und welche?

Wir haben ein paar Basics zusammengestellt – aber die besten Tipps kommen sowieso immer von euch. 😊

Was wirklich hilft:

🌙 Kühlung durch richtiges Lüften – Nachts und früh morgens stoßlüften, tagsüber Rollläden und Jalousien geschlossen halten. Klingt simpel, macht aber einen riesigen Unterschied.

💧 Viel trinken – auch wenn kein Durst da ist – Babys unter 6 Monaten brauchen in der Hitze zusätzliches Wasser (am besten kurz mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt abstimmen). Ältere Kinder sollten regelmäßig angeboten bekommen, auch wenn sie nicht von selbst fragen.

🛏️ Schlafen bei Hitze – Feuchte Tücher auf Heizkörpern, ein Schälchen Wasser vor den Ventilator, leichte Baumwoll-Schlafsäcke oder nur ein dünnes Tuch – was funktioniert bei euch?

🚗 Auto-Check nicht vergessen – Ein geparktes Auto heizt sich extrem schnell auf. Nie, wirklich nie, ein Kind auch nur kurz allein im Auto lassen.

🧴 Sonnenschutz richtig einsetzen – Bei Babys unter 6 Monaten am besten direkter Sonnenschutz durch Kleidung und Schatten, keine direkte Sonne. Für ältere Kinder gilt: hoher LSF, nachcremen nicht vergessen.


Was sind eure bewährtesten Hacks für heiße Tage? Habt ihr spezielle Kühl-Produkte entdeckt, die wirklich funktionieren? Oder Erfahrungen mit Kinderplanschbecken, Wassereis selbst machen, kühlen Wickeln? Schreibt es in die Kommentare – gemeinsam kommen wir gut durch den Sommer! 🌊


Verschwitze Grüße,
Admin

Kommentare

  • Mir wurde von Hebammen als auch KiÄ immer gesagt, dass vollgestillte Babys vor Beikoststart kein zusätzliches Wasser trinken sollen. Vielleicht kann @HebammeKarinMüller was dazu sagen?

    Was bei und klappt: Mein großer Sohn hat ein Kühlhandtuch im KiGa dabei, das er sich um den Nacken wickelt.

    Zu Hause: Füße ins kühle Wasser stellen, Weinkühlermanschetten/Coolpacks um Handgelenke legen.
    Marle
  • zilly schrieb: »
    Mir wurde von Hebammen als auch KiÄ immer gesagt, dass vollgestillte Babys vor Beikoststart kein zusätzliches Wasser trinken sollen. Vielleicht kann @HebammeKarinMüller was dazu sagen?

    Was bei und klappt: Mein großer Sohn hat ein Kühlhandtuch im KiGa dabei, das er sich um den Nacken wickelt.

    Zu Hause: Füße ins kühle Wasser stellen, Weinkühlermanschetten/Coolpacks um Handgelenke legen.

    Liebe Zilly,

    ja da bin ich ganz bei dir - voll gestillte Kinder brauchen, egal wie heiß es ist, kein zusätzliches Wasser! Mütter merken an heißen Tagen, wie sie jetzt herrschen, oft, dass ihre Stillkinder sich öfter melden als sonst, dann aber nur kurz trinken möchten - sie wollen dann nur ihren Durst stillen, und das klappt wunderbar mit Muttermilch! Wasser kommt erst dazu, wenn Kinder mit der Beikost beginnen (meist rund um ein halbes Jahr herum).
    Kommt alle gut durch die Hitze!
    Marle
  • Ich berichte Mal wie wir das machen...

    Sonnencreme benutzen wir fast nie, nur in Ausnahmefällen, wenn wir länger draußen sind und die Sonne nicht vermeidbar ist. Z.B. bei größeren Ausflügen. Ich mag das Gefühl von Creme auf der Haut nicht und mag die Inhaltsstoffe der meisten Sonnencremes nicht.

    Im Alltag und bei kleineren Ausflügen bleiben wir möglichst im Schatten.
    Wir wählen z.B. Spielplätze mit viel Schatten aus oder gehen nur früh Vormittags und am späteren Nachmittag in die Sonne.
    Meine Kinder (fast 4 J und fast 1,5 J) hatten so noch nie einen Sonnenbrand, trotz eher empfindlichem Hauttyp.


    Gegen die Hitze benutzen wir Wasser aus einer Sprühflasche. Damit machen wir unsere Kappen nass. Das kühlt den Kopf wunderbar. (Und meine Kinder setzen die Kappen dann gern auf.)
    Arme und Beine werden wenn es sehr heiß ist auch regelmäßig eingesprüht. Wenn es extrem ist auch stellenweise das Shirt und die Trage.

    Wasser hab ich meinen Kindern auch erst ab Beikoststart angeboten. Beide wollten trotzdem lange lieber stillen statt Wasser, auch bei Hitze.

    Planschbecken am Balkon (mit Verschattung) mögen meine Kinder auch gern zur Abkühlung.

    Richtiges Lüften beachten wir natürlich auch.

    Wenn es in der Wohnung zu warm wird, laufen sie einfach ohne Kleidung herum.

    Ein nasses Tuch oder einen nassen Waschlappen zum festhalten und dran lutschen fanden meine Kinder als sie Babys waren auch gut.

    Beim Schlafen reicht beiden dann ein kurzes Shirt und evtl eine kurze Hose.
    Als es vor ein paar Jahren mal sehr heiß war, hat mein Sohn ohne Kleidung, nur mit Windel, geschlafen.

    Spezielle Produkte benutzen wir nicht.
  • bearbeitet 9. August, 13:15
    Wir haben beide Häuser mittlerweile stark aufgerüstet gegen die mega heißen Hitzewellen, mit denen wir leider in Zukunft immer rechnen müssen.

    Für mich unentbehrlich ist unsere Klimaanlage. Den Strom beziehen wir über unsere PV-Anlage, wir können dadurch stromtechnisch autark leben. Ich weiß, dass es nicht jedem möglich ist (finanziell oder weil es nicht erlaubt wird), aber für uns war die Entscheidung lebensverändernd und ich kann es nur empfehlen, sich eine anzuschaffen, anstatt monatelang zu leiden. Für mich ist es mehr als grauenvoll, mich in einer zu heißen und/oder feuchten Umgebung aufhalten zu müssen, übrigens indoor wie outdoor. Ich bin da vielleicht auch empfindlicher als andere, aber generell sind diese Temperaturen alles andere als gesund, selbst für fitte Menschen. Ich schalte die Klimaanlage immer so, dass wir eine konstante Temperatur von 22 Grad im Haus haben. Wenn ich arbeite, schalte ich sie kurz vor Dienstende ein, sodass beim Heimkommen bereits ein angenehmes Klima herrscht. Das geht recht schnell. Wir haben die Innenanlagen im Stiegenhaus, sodass wir keinen direkten Zug abbekommen, so verkühlt man sich nämlich schnell.

    Weiters sehr entscheidend war die Außenbeschattung. Wir haben Garten rund ums Haus und somit Sonne aus allen Himmelsrichtungen. Wir haben viele Pflanzen und auch große Bäume am Grundstück, die viel Schatten geben. Es gibt zu jeder Tageszeit irgendwo kühle schattige Plätzchen im Garten. Wir haben rund ums Haus eine überdachte Veranda, hinten ist es eine größere Terrasse, ebenso überdacht. Die Überdachung besteht aus Holz mit Lamellen, man kann also bei Bedarf mehr Licht ans Haus lassen. Im Hochsommer bleiben die Lamellen natürlich eher geschlossen, damit die Fassade und Fensterfronten nicht so aufheizen. Man kann die Außenbeschattung auch mit Markisen erreichen, zur Not tun es Schirme. Und die Außenrollos runterlassen, sobald die Sonne an die Fassade scheint. Ich lass die aber unten schon einen Spalt offen, damit bisschen Licht reinkommt und es nicht ganz so unfreundlich ist. Und die an der Nordseite bzw. gerade nicht besonnten Seite habe ich eher offen. Durch die Klima ist das nicht so tragisch.

    Unser drittes wichtiges Anti-Hitze-Standbein ist unser Pool. Viele sagen, es wäre Wasserverschwendung, ich verstehe das Argument und habe auch teils ein schlechtes Gewissen deswegen. Andererseits wird der Pool genau einmal befüllt, wir machen das mit Salzwasser, und das hält bei guter Pflege, Abdeckung usw. ein paar Jahre lang. Für die Kinder, aber auch für uns, ist es ein Traum, sich morgens oder abends mal so richtig schön abzukühlen.

    Außerdem haben wir auch einen großen ausgebauten Keller, der gut kühl bleibt, jedoch in langen und extremen Hitzeperioden kommt der auch an seine Grenzen. Außerdem kann man ja nicht den ganzen Tag im Keller verbringen.

    In unseren Taschen haben wir alle Fächer und kleine Ventilatoren, die Sprühnebel geben können. Außerdem tragen wir immer Elektrolytlösungen bei uns bzw. versetzen einen Teil unserer Getränke mit Elektrolyten oder einer Prise Salz. Auch Kokoswasser und ein bisschen Zucker können schon helfen. Nur Leitungswasser zu trinken ist im Sommer nicht zu raten. Der Körper verliert zu viele wichtige Stoffe beim Schwitzen, die man einfach supplementieren muss. Außerdem gebe ich den Kindern oft Soletti oder gebackene Salzstangerl mit als Jause oder auf Ausflüge. Und viel Obst, da nimmt man beim Snacken schon viel Flüssigkeit mit auf. Melonen, Nektarinen usw.

    Bei großer Hitze machen wir persönlich keine großen Ausflüge. Leider ist das schon ganz normal, dass es wochenlang nicht unter 30 Grad geht. Sehr schade. Ab 35 Grad gehen wir auch nicht wirklich in den Garten oder ins Freibad, weil es einfach für den Kreislauf zu heiß und die Strahlung sowieso viel zu schädlich für die Haut ist. Der extreme Unterschied zwischen knappen 40 Grad und dem Wasser ist für den Kreislauf auch echt nicht zu empfehlen. Die Kinder dürfen an solchen Tagen aber immer mal zehn Minuten raus, im Schatten durch die Wasserspielmatten laufen (die spritzen Wasser wie ein Springbrunnen hoch aus unserer Zisterne und es wird wieder gesammelt und aufbereitet, d.h. es wird nicht verschwendet) und sowas eben. Aber wir bleiben hauptsächlich drinnen. Ansonsten, bei nicht ganz so argen Temperaturen, verlegen wir kleine Ausflüge auf den Morgen oder den Abend.

    Sommerurlaub geht bei uns fast immer in gemäßigte Regionen. Klassisch Sommerurlaub wie früher nach Italien, Griechenland und Co machen wir selten, weil es ohnehin kaum auszuhalten ist. Ich möchte im Urlaub nicht nur braten, sondern auch was machen und sehen, was bei der Affenhitze aber nicht geht. Da spare ich mir das Geld. Wir fahren meistens eben in kühlere Lagen oder machen unseren klassischen Urlaub am Meer in den Herbstferien in Gebieten, die da noch gut warm sind. Oder im Winter auf die Südhalbkugel.

    Wichtig zu erwähnen ist wohl noch, dass man den Körper unbedingt langsam an Temperaturunterschiede gewöhnen soll. Also bitte nicht von 40 Grad im Schatten in den kalten Pool springen, sondern langsam reinsteigen. Es kommt immer wieder zu "Kälteschock aus der Hitze" bedingten Herzstillständen bei gesunden jungen Menschen, das kann ich leider aus erster Hand aus meiner beruflichen Erfahrung mitgeben. Das gilt auch für Kinder! Und immer genug trinken, der Körper verliert sehr, sehr viel Flüssigkeit und Elektrolyte beim Schwitzen.

    Wenig essen (man hat eh weniger Hunger, wenn es heiß ist), also nicht komplett vollfressen, und wenig bis gar kein Alkohol - der treibt den Stoffwechsel hoch, weil er den Alkohol abbauen will, und das sorgt dafür, dass der Körper mehr Hitze produziert, der Kreislauf geschwächt wird usw. Also sehr kontraproduktiv.

    Auf die Kleidung und Textilien achten - Leinen, Baumwolle, Viskose. Ich liebe Leinen! Wir haben ausschließlich atmungsaktive Pölster, Leinendecken, Leinenbettwäsche, Leinenvorhänge. Und eben auch Kleidung aus diesen Materialien. Finger weg von Polyester! Die meisten Hitzeopfer, ob tot oder "nur" kollabiert, trugen 100% Polyester Sch*. Anders kann ich es nicht mehr nennen. Würd mir so einen Müll im Leben nicht mehr anziehen, auch in kühleren Jahreszeiten nicht.

    Als Sonnenschutz kann ich aus medizinischer Sicht wärmstens das Heliocare Advanced Gel mit SPF50 empfehlen. Schützt super effektiv, hinterlässt ein echt angenehmes Hautgefühl und zieht sehr schnell ein. Es hinterlässt absolut kein öliges, cremiges Gefühl wie viele Cremes. Sie wirkt auch, wenn die Haut feucht ist, also man kann den verschwitzten oder den noch feuchten Körper vom Schwimmen einfach einschmieren. Auch Sand rubbelt das Gel nicht runter. Die Haut kann atmen, man fühlt sich nicht angekleistert, einfach super angenehm. Kann man für Kinder ab 2 Jahren verwenden. Ist allerdings nicht ganz billig, ca. 26 Euro für 250ml, aber jeden Cent wert im Gegensatz zu all dem Zeug aus Drogerien.

    Herzstück ist und bleibt die Klimaanlage und die Entscheidung, während Hitzewellen möglichst wenig draußen zu unternehmen. Seither geht es uns allen wirklich um einiges besser, da der Körper viel weniger belastet wird und man dadurch eben zumindest zuhause und nachts regenerieren kann. Während, wenn es zuhause 30 Grad hat, man nicht mal mehr nachts zu Erholung kommt, das ist so massiv ungesund auf Dauer. Also nochmal mein Appell, lasst euch eine Klima einbauen, wenn es euch möglich ist.

    Edit: Bzgl. auf das Auto aufpassen. Unbedingt die Autoschlüssel wegräumen und den (größeren) Kindern nahelegen, dass sie niemals alleine in ein Auto steigen dürfen. Mein Sohn beispielsweise schnappt sich manchmal den Schlüssel und öffnet selbstständig die Autos, die Kofferräume usw. Aber wenn es dann mal passiert, dass er sich versehentlich einsperrt, man das nicht sofort mitbekommt und es schweineheiß draußen ist, dann kann wirklich was passieren. Wir haben den Kindern es also erklärt, dass sowas im Sommer gefährlich ist. Die Autos parken wir grundsätzlich nur im Schatten (wir haben rund um die Einfahrt Bäume, also da ist zu jeder Zeit Schatten) oder in der Garage. Wenn kein Schatten möglich ist, zum Beispiel vor der Ferienbetreuung, dann schalte ich kurz vorher per Handy die Autoklima ein, damit es beim Einsteigen einen nicht erschlägt. Beim alten Auto war das noch nicht möglich, per App die Klima zu aktivieren, da hab ich in so einem Fall die Fenster alle aufgemacht. Bei uns ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass jemand Autos knackt oder sich womöglich die Kindersitze krallt, da kann man es bedenkenlos so handhaben.
  • summerberry schrieb: »
    Wir haben beide Häuser mittlerweile stark aufgerüstet gegen die mega heißen Hitzewellen, mit denen wir leider in Zukunft immer rechnen müssen.

    Für mich unentbehrlich ist unsere Klimaanlage. Den Strom beziehen wir über unsere PV-Anlage, wir können dadurch stromtechnisch autark leben. Ich weiß, dass es nicht jedem möglich ist (finanziell oder weil es nicht erlaubt wird), aber für uns war die Entscheidung lebensverändernd und ich kann es nur empfehlen, sich eine anzuschaffen, anstatt monatelang zu leiden. Für mich ist es mehr als grauenvoll, mich in einer zu heißen und/oder feuchten Umgebung aufhalten zu müssen, übrigens indoor wie outdoor. Ich bin da vielleicht auch empfindlicher als andere, aber generell sind diese Temperaturen alles andere als gesund, selbst für fitte Menschen. Ich schalte die Klimaanlage immer so, dass wir eine konstante Temperatur von 22 Grad im Haus haben. Wenn ich arbeite, schalte ich sie kurz vor Dienstende ein, sodass beim Heimkommen bereits ein angenehmes Klima herrscht. Das geht recht schnell. Wir haben die Innenanlagen im Stiegenhaus, sodass wir keinen direkten Zug abbekommen, so verkühlt man sich nämlich schnell.

    Weiters sehr entscheidend war die Außenbeschattung. Wir haben Garten rund ums Haus und somit Sonne aus allen Himmelsrichtungen. Wir haben viele Pflanzen und auch große Bäume am Grundstück, die viel Schatten geben. Es gibt zu jeder Tageszeit irgendwo kühle schattige Plätzchen im Garten. Wir haben rund ums Haus eine überdachte Veranda, hinten ist es eine größere Terrasse, ebenso überdacht. Die Überdachung besteht aus Holz mit Lamellen, man kann also bei Bedarf mehr Licht ans Haus lassen. Im Hochsommer bleiben die Lamellen natürlich eher geschlossen, damit die Fassade und Fensterfronten nicht so aufheizen. Man kann die Außenbeschattung auch mit Markisen erreichen, zur Not tun es Schirme. Und die Außenrollos runterlassen, sobald die Sonne an die Fassade scheint. Ich lass die aber unten schon einen Spalt offen, damit bisschen Licht reinkommt und es nicht ganz so unfreundlich ist. Und die an der Nordseite bzw. gerade nicht besonnten Seite habe ich eher offen. Durch die Klima ist das nicht so tragisch.

    Unser drittes wichtiges Anti-Hitze-Standbein ist unser Pool. Viele sagen, es wäre Wasserverschwendung, ich verstehe das Argument und habe auch teils ein schlechtes Gewissen deswegen. Andererseits wird der Pool genau einmal befüllt, wir machen das mit Salzwasser, und das hält bei guter Pflege, Abdeckung usw. ein paar Jahre lang. Für die Kinder, aber auch für uns, ist es ein Traum, sich morgens oder abends mal so richtig schön abzukühlen.

    Außerdem haben wir auch einen großen ausgebauten Keller, der gut kühl bleibt, jedoch in langen und extremen Hitzeperioden kommt der auch an seine Grenzen. Außerdem kann man ja nicht den ganzen Tag im Keller verbringen.

    In unseren Taschen haben wir alle Fächer und kleine Ventilatoren, die Sprühnebel geben können. Außerdem tragen wir immer Elektrolytlösungen bei uns bzw. versetzen einen Teil unserer Getränke mit Elektrolyten oder einer Prise Salz. Auch Kokoswasser und ein bisschen Zucker können schon helfen. Nur Leitungswasser zu trinken ist im Sommer nicht zu raten. Der Körper verliert zu viele wichtige Stoffe beim Schwitzen, die man einfach supplementieren muss. Außerdem gebe ich den Kindern oft Soletti oder gebackene Salzstangerl mit als Jause oder auf Ausflüge. Und viel Obst, da nimmt man beim Snacken schon viel Flüssigkeit mit auf. Melonen, Nektarinen usw.

    Bei großer Hitze machen wir persönlich keine großen Ausflüge. Leider ist das schon ganz normal, dass es wochenlang nicht unter 30 Grad geht. Sehr schade. Ab 35 Grad gehen wir auch nicht wirklich in den Garten oder ins Freibad, weil es einfach für den Kreislauf zu heiß und die Strahlung sowieso viel zu schädlich für die Haut ist. Der extreme Unterschied zwischen knappen 40 Grad und dem Wasser ist für den Kreislauf auch echt nicht zu empfehlen. Die Kinder dürfen an solchen Tagen aber immer mal zehn Minuten raus, im Schatten durch die Wasserspielmatten laufen (die spritzen Wasser wie ein Springbrunnen hoch aus unserer Zisterne und es wird wieder gesammelt und aufbereitet, d.h. es wird nicht verschwendet) und sowas eben. Aber wir bleiben hauptsächlich drinnen. Ansonsten, bei nicht ganz so argen Temperaturen, verlegen wir kleine Ausflüge auf den Morgen oder den Abend.

    Sommerurlaub geht bei uns fast immer in gemäßigte Regionen. Klassisch Sommerurlaub wie früher nach Italien, Griechenland und Co machen wir selten, weil es ohnehin kaum auszuhalten ist. Ich möchte im Urlaub nicht nur braten, sondern auch was machen und sehen, was bei der Affenhitze aber nicht geht. Da spare ich mir das Geld. Wir fahren meistens eben in kühlere Lagen oder machen unseren klassischen Urlaub am Meer in den Herbstferien in Gebieten, die da noch gut warm sind. Oder im Winter auf die Südhalbkugel.

    Wichtig zu erwähnen ist wohl noch, dass man den Körper unbedingt langsam an Temperaturunterschiede gewöhnen soll. Also bitte nicht von 40 Grad im Schatten in den kalten Pool springen, sondern langsam reinsteigen. Es kommt immer wieder zu "Kälteschock aus der Hitze" bedingten Herzstillständen bei gesunden jungen Menschen, das kann ich leider aus erster Hand aus meiner beruflichen Erfahrung mitgeben. Das gilt auch für Kinder! Und immer genug trinken, der Körper verliert sehr, sehr viel Flüssigkeit und Elektrolyte beim Schwitzen.

    Wenig essen (man hat eh weniger Hunger, wenn es heiß ist), also nicht komplett vollfressen, und wenig bis gar kein Alkohol - der treibt den Stoffwechsel hoch, weil er den Alkohol abbauen will, und das sorgt dafür, dass der Körper mehr Hitze produziert, der Kreislauf geschwächt wird usw. Also sehr kontraproduktiv.

    Auf die Kleidung und Textilien achten - Leinen, Baumwolle, Viskose. Ich liebe Leinen! Wir haben ausschließlich atmungsaktive Pölster, Leinendecken, Leinenbettwäsche, Leinenvorhänge. Und eben auch Kleidung aus diesen Materialien. Finger weg von Polyester! Die meisten Hitzeopfer, ob tot oder "nur" kollabiert, trugen 100% Polyester Sch*. Anders kann ich es nicht mehr nennen. Würd mir so einen Müll im Leben nicht mehr anziehen, auch in kühleren Jahreszeiten nicht.

    Als Sonnenschutz kann ich aus medizinischer Sicht wärmstens das Heliocare Advanced Gel mit SPF50 empfehlen. Schützt super effektiv, hinterlässt ein echt angenehmes Hautgefühl und zieht sehr schnell ein. Es hinterlässt absolut kein öliges, cremiges Gefühl wie viele Cremes. Sie wirkt auch, wenn die Haut feucht ist, also man kann den verschwitzten oder den noch feuchten Körper vom Schwimmen einfach einschmieren. Auch Sand rubbelt das Gel nicht runter. Die Haut kann atmen, man fühlt sich nicht angekleistert, einfach super angenehm. Kann man für Kinder ab 2 Jahren verwenden. Ist allerdings nicht ganz billig, ca. 26 Euro für 250ml, aber jeden Cent wert im Gegensatz zu all dem Zeug aus Drogerien.

    Herzstück ist und bleibt die Klimaanlage und die Entscheidung, während Hitzewellen möglichst wenig draußen zu unternehmen. Seither geht es uns allen wirklich um einiges besser, da der Körper viel weniger belastet wird und man dadurch eben zumindest zuhause und nachts regenerieren kann. Während, wenn es zuhause 30 Grad hat, man nicht mal mehr nachts zu Erholung kommt, das ist so massiv ungesund auf Dauer. Also nochmal mein Appell, lasst euch eine Klima einbauen, wenn es euch möglich ist.

    Edit: Bzgl. auf das Auto aufpassen. Unbedingt die Autoschlüssel wegräumen und den (größeren) Kindern nahelegen, dass sie niemals alleine in ein Auto steigen dürfen. Mein Sohn beispielsweise schnappt sich manchmal den Schlüssel und öffnet selbstständig die Autos, die Kofferräume usw. Aber wenn es dann mal passiert, dass er sich versehentlich einsperrt, man das nicht sofort mitbekommt und es schweineheiß draußen ist, dann kann wirklich was passieren. Wir haben den Kindern es also erklärt, dass sowas im Sommer gefährlich ist. Die Autos parken wir grundsätzlich nur im Schatten (wir haben rund um die Einfahrt Bäume, also da ist zu jeder Zeit Schatten) oder in der Garage. Wenn kein Schatten möglich ist, zum Beispiel vor der Ferienbetreuung, dann schalte ich kurz vorher per Handy die Autoklima ein, damit es beim Einsteigen einen nicht erschlägt. Beim alten Auto war das noch nicht möglich, per App die Klima zu aktivieren, da hab ich in so einem Fall die Fenster alle aufgemacht. Bei uns ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass jemand Autos knackt oder sich womöglich die Kindersitze krallt, da kann man es bedenkenlos so handhaben.

    Finde die meisten Tipps sind jetzt eher Luxustipps, die man sich schon selber denken kann. Steht auch so in der Admin Beschreibung.
    Wir haben selber ein Haus mit Klima und Pool, aber würde damit nie so hausieren gehen, weil das die meisten eben nicht haben und das jetzt auch nichts innovatives ist.

    zillysummerbabys1826
  • Wenn einem eine Klima allerdings sehr wichtig ist, kann man dafür sparen...
    Wir verzichten heuer auf Urlaub und machen dafür ne Klima. Es ist gar net sooo teuer und absolut sinnvoll!

    Ich schlafe zurzeit mit einem nassen kalten Handtuch haha furchtbar! Mit der Kleinen muss ich Autofahren weil sie tagsüber bei der Hitze nicht schlafen kann...oder wir gehen einkaufen. Sie schwitzt so unglaublich viel... mach mir schon oft Sorgen wegen den Temperaturen. 😪💗
  • bearbeitet 10. August, 10:01
    Kurz zum Nachdenken:
    43,8% der Österreicher:innen leben zur Miete (Statistik Austria 2025) und selbst wer eine Eigentumswohnung besitzt, darf nur unter Zustimmung aller (!) anderen Eigentümer:innen eine Klima einbauen lassen.
    1,4 Millionen Menschen (fast ein Fünftel) in Österreich sind armutsgefährdet (Statistik Austria 2026), 260.000 sind so arm, dass sie sich lebensnotwendige Dinge wie Miete, Essen und Heizung nicht leisten können.


    Zum Thema: Was uns hilft - wie die Vorredner: abdunkeln, nachts lüften, viel in Bäder mit großen Bäumen, "Siesta" zu Mittag daheim und viel Wassermelone essen :)

    orangebutterflyAn22Marletilda
  • sara2709sara2709

    6,411

    bearbeitet 10. August, 17:29
    Da bei uns die kids 3 und 5 sind (und somit die ätherischen öle kein problem mehr sind) kann ich zum abkühlen pfefferminzöl paar tropfen in nacken und auf den handgelenken
    Wenns für die kinder nicht zu scharf riecht kann man denen auch eins in den nacken geben
    Wäscheständer im kizi und erst abends frische wäsche aufhängen
    Warmies tagsüber in den tk (evtl in ein sackerl damits keinen geruch ziehen)
  • Wenn man sich nicht mal Essen leisten kann, sollte man definitiv keine Kinder bekommen... nur zum Nachdenken.

  • @Wunschkind1991 Lebensrealitäten können sich schneller ändern, als einem lieb ist. (Unfall, Krankheit, Berufsunfähigkeit, Jobverlust, Inflation)

    Zudem sind nicht alle Kinder geplant.
  • wassernixe schrieb: »
    Kurz zum Nachdenken:
    43,8% der Österreicher:innen leben zur Miete (Statistik Austria 2025) und selbst wer eine Eigentumswohnung besitzt, darf nur unter Zustimmung aller (!) anderen Eigentümer:innen eine Klima einbauen lassen.
    1,4 Millionen Menschen (fast ein Fünftel) in Österreich sind armutsgefährdet (Statistik Austria 2026), 260.000 sind so arm, dass sie sich lebensnotwendige Dinge wie Miete, Essen und Heizung nicht leisten können.


    Zum Thema: Was uns hilft - wie die Vorredner: abdunkeln, nachts lüften, viel in Bäder mit großen Bäumen, "Siesta" zu Mittag daheim und viel Wassermelone essen :)

    Danke, dass du darauf hinweist! Es wird leider oft vergessen. Armut ist oft nicht sichtbar, weil sich diese Leute oft ungewollt jeglichem sozialen Leben entziehen müssen. Hobbys, ein Freibadbesuch etc sind einfach nicht drin. Dadurch übersieht man oft, dass es sehr wohl auch bei uns in Österreich viele Leute gibt die von Armut betroffen oder armutsgefährdet sind - weil diese Personen nicht sichtbar sind.

    Und wie @awa sagt, es kann sich leider auch das Leben von einem Tag auf den anderen drastisch ändern.
    An22
  • Guten Morgen! @wunschkind1991 tut mir leid, wenn du dich angegriffen fühlst, aber die Realität ist leider so, dass nicht alle in einem klimatisierten Raum sitzen können, selbst wenn sie drauf sparen.

    Jemanden, der nicht so privilegiert ist, einen Kinderwunsch abzusprechen, finde ich tatsächlich überheblich. Du weißt genau, wie sehr es einen belastet, wenn der Wunsch unerfüllt bleibt.

    Mir fehlt zurzeit einfach ein bisschen der Blick auf alle, die nicht einfach ihre Wohnung klimatisieren, in den Pool springen, ins Bad gehen, aufs Land zur Familie fahren etc., wenn es zu heiß ist.
    An22
  • Was ich auch noch zur Aussage von @Wunschkind1991 hinzufügen möchte:

    Jemand, der sich nicht mal Essen leisten kann, kann sich aber auch keine Verhütung leisten.

    Man sollte also echt vorsichtig sein mit solchen Aussagen.


    Und auch mit Emfpehlungen wie von @summerberry muss man u.a. in so einem Forum sehr aufpassen.
    Es ist schön für alle, die diesen Luxus haben: Haus/Häuser mit Klimaanlage, Garten, Autos, Pool, PV Anlage, etc. Jedoch betrifft das nicht die breite Masse (generell in Ö und auch nicht hier im Forum), also sind diese Empfehlungen zwar nett gemeint, aber können viele diese in keinster Weise umsetzen, egal ob es an der Wohnsituation oder dem finanziellen Hintergrund liegt.

    Und so wie @wassernixe diese Zahlen geschrieben hat: ich wohne zB in einer Mietwohnung. Auch wenn wir uns eine gute Klimaanlage leisten wollen würden, bräuchten wir einerseits das Einverständnis der Vermieterin und sie wiederum das Einverständnis aller 20 anderen Wohnungseigentümer im Haus. So einfach gestaltet sich das also nicht.
  • Also wir hatten oft kein Essen oder Medikamente daheim ^^ deswegen war mein Plan genug Geld zu verdienen um meinem Kind ein gutes Leben zu bieten. 😉
    Nur weil man einen Kinderwunsch hat...man sollte schon was bieten können! Kein Pool aber zumindest ein normales Leben..

    Ich bin Lehrerin und sehe jeden Tag Kinder die per Definition arm sind. Haben oft das neueste Handy aber nur Chips als Jause...Eltern rauchen, saufen, kaufen sich mit Kredit ein Auto etc. könnte man tatsächlich auf Vernünftigeres sparen.

    Aber natürlich trifft das nicht auf ALLE zu.

    Es geht aber hier eigentlich um etwas anderes und man darf sehr wohl auch über eine Klimaanlage als Tipp sprechen.
    Das wird auch ganz sicher die Zukunft sein. In 20 Jahren muss dann vermutlich jede eine besitzen weil es zu heiß ist.

    Ach und wegen Mietwohnung...da kommt nun ein neues Gesetz. Soll dann ohne Einwilligung der Vermieter gehen oder so.
  • Geld ist nur nicht immer alles und weil das manche Eltern so handhaben kann man noch nicht alle armen Kinder über einen kamm scheren.
    Es gibt auch Kinder die reich an Geld sind und dafür arm an Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit der Eltern.
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