Karenzgeld: Was passiert nach Ende?

Lisa99Lisa99

9

bearbeitet 6. August, 12:00 in Karenz & Rechtliches
Hallo

ganz blöde Frage hier, aber ich beziehe momentan Lohnbezogenes Karenzgeld da mir das von der Gesundheitskassa empfohlen wurde.

Was mir leider nicht gesagt wurde und ich mich auch leider zu wenig damit befasst habe ist dass ich danach nichts mehr bekomme? Stimmt das so? Ich bin dann noch 11 Monate in Karenz was ist dann bekomm ich dann einfach nichts mehr außer 200€ Kinderbeihilfe?!

Hilfe bin echt verzweifelt weil ich nicht weiß wie ich das stemmen soll danach mit Miete und Lebenserhaltungskosten...

Kommentare

  • Mohnblume88Mohnblume88

    5,791

    bearbeitet 6. August, 12:21
    Ja das ist so. In Summe bekommst du aber mehr, wenn du das Geld im Gesamten betrachtest.
    Wichtig ist, dass du dich danach bei deinem Partner (gleiche Adresse!) mitversicherst, sonst hast du keine Krankenversicherung in der unbezahlten Zeit.

    Bei mir ist es demnächst auch so weit, bekomme 1 Jahr kein Geld. Mein Partner finanziert in diesem Jahr alles alleine.
    Hast du einen Partner? Habt ihr bisher nichts ausgemacht?
  • Das in Summe mehr Geld stimmt nur wenn man sich anschließend nicht selbst versichern muss sondern sich beim Partner mitversichern kann.
    Meines Wissens nach kannst du, wenn die Karenz nicht geteilt wird nur 22 Monate in Karenz gehen wovon das erste Jahr - bis zum ersten Geburtstag bezahlt wird. Müssen aber durch Mutterschutz und Wochengeld keine vollen 12 Monate sein weil in der Zeit das Kinderbetreuungsgeld ruht aber zum Auszahlungszeitraum zählt. Du kannst aber auch nach dem ersten Geburtstag wieder arbeiten gehen und musst nicht die vollen 22 Monate in Karenz gehen.
  • @Lisa99 Wann hast du den Antrag denn abgeschickt? Man kann einmalig das Modell auch wechseln, allerdings nur ein paar Tage nach der erstmaligen Beantragungen. Wobei du vermutlich besser aussteigst, wenn du dir einen Teil des KBG auf die Seite legst. Oder liegt das Ende des KBG Bezuges schon in naher Zukunft? Bist du alleine oder kannst du dich dann wenigstens bei deinem Partner mitversichern lassen?
  • Hallo Ihr lieben danke für eure Antworten, ich kann mich zum Glück bei meinen Partner dann mitversichern und er stämmt natürlich eh die Finanzen, aber so gut verdient er dann auch wieder nicht deswegen wirds lustig 😅 Leider war ich zu blöd mich da richtig zu informieren, und nun is sozusagen zu spät (selber schuld 😐) Naja scheiß Staat...
  • Puh "scheiß staat" ist eine harte Aussage liebe @Lisa99
    Österreich hat ein sehr großzügiges karenzsystem im Vergleich zu anderen Europa-Ländern, by the way
    zillyTammiNaryaKimikoThessiwölfinorangebutterflyAn22CarinaJasminina_1512
  • Und der Staat hat dich auch nicht gezwungen, das eaKBG zu wählen. Du hättest noch andere Möglichkeiten gehabt. Wenn man eine Sozialleistung vom Staat bekommt, ist es auch zumutbar, sich entsprechend darüber zu informieren. Das ist wohl nicht Aufgabe des Staates.
    KimikoAn22CarinaJasmin
  • Es ist eher umgekehrt der Staat erlaubt es uns knapp zwei Jahre daheim zu bleiben beim Kind und Geld dafür zu bekommen. Ist nicht in allen europäischen Ländern so.
    Ich fand es auch etwas undurchsichtig am Anfang aber Informationen findet man alle online und ermöglicht es eine bewusst Entscheidung für ein karenzmodell zu treffen.
    NaryasulmtalerCarinaJasminMarle
  • Ich möchte hier jetzt keine Diskussion abseits der Thematik starten, meine Aussage bezieht sich aufs Generelle. Mag schon sein dass es woanders schlechter ist, aber hier gibt es auch genug Baustellen im Land und wie schon gesagt ich habe eh selber zugegeben dass es damals ein Fehler war und ich mich nicht genug informiert habe :) Deswegen danke für den ein oder anderen der mir meine Frage beantwortet hat und ich wünsch euch noch einen schönen Abend! :)
  • Was ich tatsächlich auch kritisiere an unserem System - wenn man nach dem eaKBG und dem 1. Geburtstag des Kindes wieder in die Arbeit einsteigen soll, wo sind dann die Betreuungsplätze?
    Bei uns am Land (Ort mit >5000 Einwohner) gibt es Krabbelstube ab 18 Monate, aber sie empfehlen es selber erst ab 2 Jahren.
    Lisa99Kimikowölfin
  • Dem muss ich leider zustimmen @Mohnblume88
    Wohnen in einer Kleinstadt und selbst hier gibt es Krabbelstube ab 18 Monaten und Kindergarten ab zwei Jahren obwohl es denen lieber wäre wenn das Kind erst ab 3 Jahren kommen würde.
  • @Lisa99 du klingst gerade traurig weil du mehr Geld bekommen hast als wenn du das pauschale genommen hättest..

    Pauschale bekommst du aktuell etwa 15000 Euro. Die kann man eben auch auf 2 Jahre aufteilen das wären dann 600 Euro pro Monat ca.

    Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld gibt's bis zu 29000..
    Ab etwa 1500 netto pro Monat ist das eabk meist besser.

    Etwas vereinfacht, aber hier zu sagen das man komplett falsch beraten wird ist auch ein Thema von alles ignorieren was man sieht.
  • Passend dazu gerade die Aussage unseres Bundeskanzlers 🤦‍♀️
    sunha13yasrieTammiKimiko
  • @Vogi einfach unfassbar! Kaum zu glauben, dass es keine Satire ist 🙈
  • Unfassbar, aber leider ist das das Weltbild der ÖVP. Am liebsten Frauen zu Hause und hinterm Herd, abhängig vom Mann. Deshalb gibts ja auch in den Bundesländern die wenigen Kinderbetreuungsplätze. Ist halt Ländersache und da regiert meist schwarz. Solange die brav weiter gewählt werden, muss ja nichts geändert werden. Ich kenne keine Mama, die ihr Kind vor dem 2. Geburtstag am Land in Betreuung gegeben hat. Gründe vielfältig (Gerede anderer, weil Partner oder sie selbst nicht wollte, kein Platz, etc….).

    Und zurück zum Thema: Das eaKBG ist eigentlich gedacht, dass man nach einem Jahr wieder in den Beruf einsteigt. Aber selbst wenn man dann doch 2 Jahre in Karenz geht, bleibt dennoch mehr gesamt als bei der Pauschale. Beim Antrag ausfüllen kommt klar der Hinweis, wie viele Tage man das bezieht (max 365).

    Ich hab übrigens ca 1500€ „Verlust“ pro Monat gemacht durch die Karenz. Also ja, Kinderbetreuung wird schlecht bezahlt und ist mM einer der härtesten Jobs der Welt.
    Wunschkind1991
  • Selbst wenn man nach einem Jahr oder zwei Jahren wieder in den Beruf einsteigt macht man immer noch Verlust weil man nicht mehr Vollzeit arbeiten kann.
  • Passend zum Thema:

    https://www.instagram.com/frauen.streiken?igsh=MWJwd3VoMDBwOGdtYQ==

    Save the date: am 3.5.20027 wird ein österreichweiter Frauenstreik geplant.
    Mitmachen, weitersagen 💪🪧
    Johanna_Moritz
  • sara2709sara2709

    6,411

    bearbeitet 9. August, 16:49
    Ich finds weniger auf das monetarische(das weiß man eh vorher) ne arge aussage als auf das mentale
    Soll sich mal 24/7 mot 2 bis 3 kindern hinstellen schauen das allen essen passt alle bespaßen alle 7 zwetschken beinand haben usw usw
    On top noch eins oder mwhr schlechte schläfer und/oder kontaktschläfer bei der hitze
    Haushalt dann auch noch das tipitopi is natürlich
    Nach einer woche soll er dann sagen ob er lieber 9-5 job macht oder bei kids daheim
    Aber das war jetzt ot
    Wunschkind1991Anna_H
  • Du darfst auch geringfügig arbeiten falls das eine Möglichkeit wäre für euch. Ich war immer Freitag und Samstag abends arbeiten
  • Einfach die Hälfte zur Seite legen (ist meistens ja mehr wie pauschal) wichtig is dass du dich danach mitversichern musst
    Oder etwas kürzer gehen.
    Was du machen darfst is nebenbei was dazu verdienen (wenn es dein AG erlaubt)
  • Also ich würd niemals „Scheiß Staat“ sagen, immerhin bin ich da angestellt 🙈
    Ich versteh @Lisa99 aber schon zum Teil.

    Das ist jetzt vermutlich ein Luxusproblem, aber es ist halt meine Situation:
    Ich verdiene gut (würd mich zur Mittelklasse zählen) und für mich sind die Karenzmodelle die es bei uns gibt zumindest kein Anreiz ein zweites Kind zu bekommen.

    Wir haben ein Haus auf Kredit, lange bevor unsere Maus geboren wurde, genommen. Diesen nach dem ersten Geburtstag mit nur einem Gehalt abzustottern ist nicht ohne.
    Das KBG-Konto bringt da auch nix, weil die Gesamtsumme ja nicht höher wäre.

    Es werden halt echt große Summen in die (Klein-)Kinderbetreuung gesteckt, was auch gut ist, weils Familien gibt, die wirklich drauf angewiesen sind. In meinem Fall wär mir aber lieber, dass ich das Geld bekomm und dafür länger bei meiner Tochter zu Hause bleiben kann.

    Also ich will mich nicht beklagen, es gibt auch sicher Länder wo die Karenzmodelle schlechter sind, aber es gibt eben auch welche, die besser sind. Ich bin der Meinung man sollte sich nach oben hin orientieren und sich nicht mit dem „eh okayen“ Status zufrieden geben.

    Unser BK-Sager zeigt aber leider, so lang „alte weiße Männer“ am Werk sind, wird sich leider nicht viel ändern.
    awaMarle
Hey! Melde dich an oder registriere dich, um mitzureden.