Journalistische Recherche: Menschen, die bereit sind, über ihre Erfahrung mit Abtreibung zu sprechen

Hallo zusammen,

ich bin freie Redakteurin, lebe in Wien und recherchiere derzeit für eine TV-Dokumentation zum Thema Abtreibung in Österreich.
Ich selbst habe mit 22 Jahren abgetrieben. Meine Erfahrung war – abgesehen von den Schmerzen – insgesamt in Ordnung. Gleichzeitig weiß ich, dass andere Menschen den Prozess ganz anders und teilweise deutlich belastender erlebt haben.

In der Dokumentation soll es um unterschiedliche Erfahrungen rund um einen Schwangerschaftsabbruch gehen: um medizinische Betreuung, Schmerzen, Aufklärung und Nachsorge, aber auch um Stigmatisierung und gesellschaftliche Tabus.

Dafür suche ich Menschen aus Österreich, die bereit wären, vor der Kamera über ihre persönlichen Erfahrungen zu sprechen. Das Gespräch kann selbstverständlich vollständig anonymisiert werden, etwa durch Stimmverzerrung, einen geänderten Namen oder Aufnahmen von hinten.

Der Aufruf ist nicht kommerziell, sondern Teil meiner journalistischen Recherche als freie Redakteurin. Eine erste Kontaktaufnahme ist völlig unverbindlich. Ich erkläre Interessierten gerne genauer, worum es bei dem Projekt geht und wie ein mögliches Gespräch oder die Dreharbeiten ablaufen würden.
Ihr könnt mir gerne eine private Nachricht schreiben, falls ihr Interesse habt oder zunächst noch Fragen stellen möchtet.
Vielen Dank für eure Unterstützung <3<br>

Liebe Grüße
Renja

Kommentare

  • Hallo Renja,

    Kannst du uns erzählen für welches Format und welche Produktionsgesellschaft du arbeitest. Es gibt hier, wie soll ich sagen, durchaus bedenken manchmal. ;)

    Beste Grüße
    Admin
  • Ich hoffe du fragst auch DariaDaria, die gerne damit prahlt, dass Abtreibung ihr Verhütungsmittel ist 🫢
  • @Oceanholic meinst du die Influencerin?
  • OceanholicOceanholic

    1,712

    bearbeitet 13. Juli, 23:38
    @Mohnblume88 Ja. Mir ist heuer im März mal ein Beitrag von ihr untergekommen. Keine Ahnung wie/ob sie verhütet, aber sie schrieb so „Ich machte den Test nur, so wie ich viele Tests davor gemacht hatte, wenn meine Periode ausblieb. Nie im Leben hätte ich gedacht, wirklich schwanger zu sein.“
    Die Zeilen haben mich so aggressiv gemacht. Ja, als Frau soll man UNBEDINGT allein über seinen Körper entscheiden dürfen und es soll absolut immer die Möglichkeit eines Abbruchs geben, aber so verantwortungslos mit dem Thema umzugehen bringt mich in Rage… vor allem wenn man in der Öffentlichkeit steht und eventuell sogar Vorbild ist…
  • @Oceanholic ich folge ihr schon einige Jahre und ich finde den Satz, dass sie damit prahlt eine Abtreibung als Verhütungsmittel einzusetzen, falsch und frech. Das ist nicht annähernd das, was ihre Herangehensweise im Leben ist.
    Ich bin der Meinung, sie ist sehr reflektiert und hat mit dem (einmaligen!) SS-Abbruch einen guten Umgang gefunden. Dass sie das öffentlich teilte, war ein mutiger Schritt und ihr wurde sehr viel Empathie entgegengebracht.
    Ich hab sie damals beneidet, dass sie den Mut hatte, diesen Schritt in Erwägung zu ziehen, denn ich hatte den Mut nicht und hab mich gezwungen gesehen, ein Kind zu bekommen, das ich nicht wollte. Ich ging durch schwere Zeiten, konnte aber gsd durch meine Therapeutin da raus und bin mittlerweile wieder glücklich.

    Wenn ich überfällig bin, hab ich auch schon den Gedanken gehabt „Hoffentlich bin ich nicht schwanger“. Je nach Verhütungsmittel kann man nur bei Enthaltsamkeit 100 % sicher sein und selbst da mach ich mir Gedanken.
    dumdidldeiJohannaA
  • OceanholicOceanholic

    1,712

    bearbeitet 14. Juli, 08:16
    @Mohnblume88 Ich habs anders interpretiert und bei mir kam es anders an. Vor allem der Satz in Anführungszeichen, eben dass sie schon so viele SS-Tests gemacht hat und plötzlich einer positiv ist. Wenn ich partout KEINE Kinder will, dann versuch ich ordentlich zu verhüten. Ja es kann bei Verhütung immer was schief gehen, aber bei ihr kommts mir nicht vor, als würd sie es überhaupt nicht versuchen. So kam es für mich einfach aus den Zeilen hervor und dafür hab ich kein Verständnis.
    Reflektiert ja, aber verantwortungsbewusst (im Umgang mit Verhütung)? In meinen Augen nicht. Es kam bei mir so an, als wärs ihr wurscht wenns passiert, weil dann treib ich halt ab… und kann noch eine Story draus machen. Das sie viel Empathie dafür bekommen hat, ist mir bewusst.

    Es tut mir leid für dich, dass du so eine Erfahrung machen musstest. Zum Glück ändern sich Zeiten und Frauen trauen sich mittlerweile schon mehr über solche Erfahrungen zu sprechen.
    Und bitte nicht falsch verstehen, jeder darf und soll selbst über seinen Körper entscheiden. Unbedingt! Ich verstehs nur nicht, warum man soooo viele SS-Tests machen muss, wenn man eigentlich keine Kinder will. Ihre Entscheidung zur Abtreibung mag reflektiert sein, aber ihre Verhütungsmethode ist es anscheinend nicht.
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