Hebammen-Chat: “Stillen, Schnuller, Fläschchen & Co”
mit Hebamme Karin Müller

AdminAdmin

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bearbeitet 23. Juni, 09:33 in Ernährung & Stillen
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Hallo zusammen,


Stillen, Schnuller und Fläschchen: Im ersten Lebensjahr eines Babys tauchen viele Fragen auf - besonders dann, wenn man zum ersten Mal Eltern geworden ist.

In den kommenden zwei Wochen habt ihr deshalb hier im BabyForum die Möglichkeit, eure Fragen direkt an Hebamme Karin Müller zu stellen. Fragen zu Produkten von MAM Baby könnt ihr ebenfalls gerne stellen. Diese werden vom fachkundigen MAM Support-Team beantwortet.

💕 Zu diesen Themen könnt ihr Karin beispielsweise fragen:

Fläschchen:

• Wie funktioniert die Kombination aus Stillen und Fläschchen?
• Welcher Sauger ist der richtige?
• Welche Trinkmenge braucht mein Baby?

Stillen und Abpumpen:

• Wie gelingt ein guter Stillstart?
• Welche Milchpumpe passt zu mir?
• Wie bewahre ich abgepumpte Muttermilch richtig auf?

Schnuller und Saugbedürfnis:

• Wann kann ich meinem Baby einen Schnuller anbieten?
• Beeinflusst ein Schnuller das Stillen?
• Wie gelingt die Schnullerentwöhnung?


Auch Fragen rund um das Wochenbett, Beikost, das Abstillen oder andere Unsicherheiten im ersten Babyjahr sind willkommen. Schreibt einfach, was euch gerade beschäftigt – es gibt keine falschen Fragen!


• • •


💡 Unsere Expertin:

Karin Müller ist erfahrene Hebamme im Hebammenzentrum Wien und begleitet seit vielen Jahren Schwangere, Babys und Familien.


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ℹ️ Gut zu wissen:

Der Hebammen-Chat ist in den kommenden zwei Wochen für euch geöffnet. Stellt eure Fragen einfach als Kommentar in diesem Thread. Bitte habt Verständnis, dass die Beantwortung manchmal etwas Zeit in Anspruch nehmen kann.

Dieser Hebammen-Chat wird mit freundlicher Unterstützung von MAM Baby ermöglicht.

Wir freuen uns auf eure Fragen und einen offenen, hilfreichen Austausch!

• • •

Liebe Grüße
Admina

Kommentare

  • Liebe (werdende) Mütter, Väter und alle, die in diese spannende Zeit noch eingebunden sind!

    Die oben genannten Fragen zu Schnuller, Abpumpen und Fläschchen werden mir im Beratungsalltag alle sehr oft gestellt. Die meisten Familien wünschen sich, dass das Stillen gut in Gang kommt, sehen einen Schnuller oder eine Flasche aber vielleicht als gute Helfer im anstrengenden Babyalltag und sind verunsichert durch verschiedenste Meinungen, auf die sie stoßen.

    Hier gleich erste Inputs von mir:

    Zuerst zum Schnuller: Hier kann man wirklich jede Meinung finden. Für mich ist neben der Schnullerform - der Schnuller soll möglichst leicht sein, der Schaft schmal, das Lutschteil weich und symmetrisch (nicht abgeschrägt) – vor allem auch der Umgang mit dem Schnuller wesentlich. Damit meine ich einen bewussten, gezielten Einsatz, z.B. als Hilfe beim Einschlafen oder zur kurzen Beruhigung, z.B. in der Straßenbahn, wenn ich weiß, ich muss in zwei Stationen aussteigen und dann kann ich in Ruhe stillen.

    Es empfiehlt sich sehr, die ersten Wochen mit der Gabe eines Schnullers noch zurückhaltend zu sein, bis sich das Stillen gut eingespielt hat. Bei vollgestillten Kindern stoßen Eltern aber auch ganz oft auf die Situation, dass sie gern einen Schnuller einführen würden, aber die Kinder in partout ablehnen – ich könnte mir gut vorstellen, dass es auch zu diesem Thema zu Austausch im Chat kommen wird! 😊

    Und auch ein paar Worte gleich vorab zu Abpumpen und Fläschchen:

    Ich erlebe es bei vielen Familien als sehr hilfreich, wenn, nachdem sich das Stillen gut eingespielt hat, auch die zusätzliche Möglichkeit von Abpumpen und Flaschenfütterung eingeführt wird – die Mutter kann dadurch auch mal länger am Stück unterwegs sein und der Vater/der Partner/die Partnerin kann noch mehr einbezogen werden. Dadurch wird es auch leichter, eine gleichwertigere Elternschaft zu leben (Stichwort Mental Load).

    Das Abpumpen ist für Frauen anfangs schon oft ungewohnt und es braucht vielleicht zuerst ein paar Tricks, dass die Milch ins Fließen kommt (z.B. direkt nach dem Stillen pumpen, neben dem Baby pumpen, eine sanfte Brustmassage vor dem Pumpen…).

    Die Aufbewahrung der abgepumpten Milch und das Aufwärmen gehen aber im häuslichen Umfeld ganz unkompliziert (hier gibt es keine „bösen“ Keime, die fürs Kind problematisch sein könnten): Im Kühlschrank hält abgepumpte Milch sehr gut mehrere Tage, im Tiefkühler viele Wochen, Aufwärmen im Wasserbad auf Körpertemperatur.

    Gern gebe ich euch im Laufe des Chats auch noch Hinweise zum liebevollen Flaschefüttern!

    Ich bin schon sehr gespannt auf eure Fragen und freue mich, euch mit meinem Wissen und meiner Erfahrung unterstützen zu können!

    Karin
  • Dann nutz ich mal das Angebot und stelle die erste Frage:
    Sollte man beim Schnuller bei der kleinsten Größe bleiben oder auf die Größeren wechseln? Mein Sohn ist 1 Jahr, aber wir verwenden noch die kleinste Größe.
    Admin
  • Ich nutze die Möglichkeit auch gerne.
    Meine Frage wäre,... Das stillen bei meinem ersten Kind hat nicht so gut geklappt, mir wurde nun (in der SS meines 2. Kindes) geraten schon in der SS Kolostrum abzupumpen damit ich dann welches/mehr habe. Ist das wirklich hilfreich und wenn ja, ab wann soll ich damit starten?
  • zilly schrieb: »
    Dann nutz ich mal das Angebot und stelle die erste Frage:
    Sollte man beim Schnuller bei der kleinsten Größe bleiben oder auf die Größeren wechseln? Mein Sohn ist 1 Jahr, aber wir verwenden noch die kleinste Größe.

    Liebe Zilly,

    vielen Dank für deine Frage! 😊
    Grundsätzlich werden unsere Schnuller in verschiedenen Größen angeboten, weil sich Mund und Kiefer deines Kindes in den ersten Lebensjahren sehr schnell entwickeln. Die jeweils passende Schnullergröße kann die gesunde Entwicklung unterstützen.

    Die Altersangaben auf den Verpackungen dienen dabei als Orientierung. Jedes Kind entwickelt sich jedoch individuell: Größere und kräftigere Kinder benötigen oft früher die nächste Größe als kleinere und zartere Kinder. Wenn dein Sohn mit seinem aktuellen Schnuller zufrieden ist und ihn gut annimmt, ist das grundsätzlich kein Problem. Im Zweifel gilt: Lieber einen etwas zu kleinen als einen deutlich zu großen Schnuller anbieten. Stelle aber zu jeder Zeit sicher, dass der Bereich um die Nase nicht zu eng vom Schild bedeckt ist. Sollte das der Fall sein, empfehlen wir auf die nächste Größe zu wechseln.

    Alles Liebe
    Dein MAM Expertenteam 💙
  • Vogi schrieb: »
    Ich nutze die Möglichkeit auch gerne.
    Meine Frage wäre,... Das stillen bei meinem ersten Kind hat nicht so gut geklappt, mir wurde nun (in der SS meines 2. Kindes) geraten schon in der SS Kolostrum abzupumpen damit ich dann welches/mehr habe. Ist das wirklich hilfreich und wenn ja, ab wann soll ich damit starten?

    Liebe Vogi,

    da hole ich ein bisschen aus:
    Grundsätzlich produziert der Körper schon ab der 16./18. Schwangerschaftswoche Kolostrum. Gleichzeitig bremsen die Schwangerschaftshormone noch die Produktion größerer Milchmengen in der Schwangerschaft. Es ist deshalb für manche Frauen recht schwierig, in der Schwangerschaft schon Kolostrum zu gewinnen. Andererseits kann es sehr beruhigend wirken, schon einige Tropfen gesammelt zu haben. Ich kann aber durch Kolostrumgewinnung in der Schwangerschaft die Menge nach der Geburt nicht erhöhen.
    Empfohlen wird eine Kolostrumgewinnung an sich vor allem bei Schwangerschaftsdiabetes oder in Situationen, wo ich damit rechnen muss, dass es zu einer Trennung direkt nach der Geburt kommen könnte.
    Wenn du es trotzdem probieren möchtest, dann starte erst ab der 37. Schwangerschaftswoche, mache davor eine Brustmassage mit warmen Händen, machs dir dabei gemütlich, stimm dich auf dein Baby ein... Wahrscheinlich kommen maximal einzelne Tropfen, die fange am besten in ganz schmalen Spritzen auf, beschrifte sie mit Namen und Datum und bewahre sie im Tiefkühler auf. Nimm sie in einer Kühlbox zur Geburt mit, bei Bedarf können die Tropfen dann unter warmem Wasserbad ganz schnell aufgetaut werden.
    Lass dich beim Stillen nach der Geburt ganz gut unterstützen, und am besten organisiere dir noch eine (Kassen-)Hebamme für die Zeit nach der Entlassung, Hebammen leisten sehr gute Stillunterstützung nach der Geburt!
    Alles gute für dich!
    MAM_Babyartikel
  • Ich frag da auch gleich, hatte in der ersten Stillzeit gerade die ersten 3 Monate extrem das Problem von zu viel Milch (sehr starker Milchspendereflex).
    Sehr viel liegend Stillend und nur Blockstillen hat das ganze dann beruhigt.

    Jetzt wurde mir für die 2. Stillzeit empfohlen eher früh einen Schnuller zu verwenden (Kind 1 hat den verweigert) um die Milchproduktion nicht zu viel zu fördern. Ist das ein üblicher Tipp oder eher ungewöhnlich ?


    Und 2. Frage ich würde beim 2. Kind gerne Versuchen die Flasche früher einzuführen weil Kind 1 das auch bis zum Schluss verweigert hat (bis er dann mit fast 2 Auf Kuhmilch gestoßen ist und die schmeckt ihm). gibt da Tips und Tricks wenn man daneben normal stillen möchte ?

  • kathi0814 schrieb: »
    Ich frag da auch gleich, hatte in der ersten Stillzeit gerade die ersten 3 Monate extrem das Problem von zu viel Milch (sehr starker Milchspendereflex).
    Sehr viel liegend Stillend und nur Blockstillen hat das ganze dann beruhigt.

    Jetzt wurde mir für die 2. Stillzeit empfohlen eher früh einen Schnuller zu verwenden (Kind 1 hat den verweigert) um die Milchproduktion nicht zu viel zu fördern. Ist das ein üblicher Tipp oder eher ungewöhnlich ?


    Und 2. Frage ich würde beim 2. Kind gerne Versuchen die Flasche früher einzuführen weil Kind 1 das auch bis zum Schluss verweigert hat (bis er dann mit fast 2 Auf Kuhmilch gestoßen ist und die schmeckt ihm). gibt da Tips und Tricks wenn man daneben normal stillen möchte ?

    Liebe Kathi!

    Ja zu viel Milch und zu starker Milchspendereflex können die Stillzeit gerade in den ersten 2-3 Monaten sehr erschweren. Meist ist dafür aber keine konkrete Ursache zu finden. (Übermäßiges Pumpen könnte eine festzumachende Ursache sein.) Jedenfalls liegt das Problem nicht an "zu viel Saugen" des Kindes, sodass eine Schnullerverwendung hier keine Besserung der Symptomatik bringen wird. Im Einzelfall macht ein Schnuller aus anderem Grund Sinn, wenn nämlich das Kind ein sehr großes Saugbedürfnis hat, dass es endlich einmal woran saugen kann, ohne dass es gleich von Milch überschwemmt wird :-)
    Aus meiner Erfahrung kann es durchaus sein, dass auch beim zweiten Kind wieder viel Milch und starker Milchspendereflex auftreten. Die Maßnahmen, die helfen können, kennst du schon: Blockstillen, gegen die Schwerkraft stillen, Milchspendereflex vor dem Stillen mittels einer sanften Brustmassage auslösen und ein wenig Milch mit der Hand entleeren bzw beim Einsetzen des Milchspendereflexes das Baby kurz von der Brust nehmen und etwas Milch in einen Becher laufen lassen. Liegt nicht nur ein starker Milchspendereflex, sondern wirklich auch eine Überproduktion von Milch vor, kann auch Kühlen nach dem Stillen oder Salbei- oder Pfefferminztee helfen, die Milchbildung zu reduzieren.

    Zur zweiten Frage, ja, du kannst, sobald das Stillen sich eingespielt hat (üblicherweise nach 3-6 Wochen) gern sofort starten, eine Flasche einzuführen. Ich erlebe oft, dass Stillkinder diese zunächst verweigern, weil sie das "Original" bevorzugen :-) Wenn das Stillen einmal gut erlernt ist, verlernen Kinder es auch nicht mehr, wenn zB einmal täglich (oder wie oft es eben für euch hilfreich wäre) eine Flasche gegeben wird. Oft brauchts Geduld und wie ich es erlebe auch eine gewisse Klarheit und Überzeugung, dass es euch als Eltern wichtig ist, dass ihr euch nicht vom anfänglichen Protest des Kindes von eurem Plan abbringen lasst :-) Und meist hilft sehr gut, wenn es eine andere Person als die Mutter ist, die die Flasche anbietet, und die Mama selber am besten wirklich sogar aus der Wohnung geht - Kinder wissen ganz genau, ob die Brust gerade ohnehin verfügbar wäre oder eben nicht!

    Ich hoffe, du kannst mit meinen Inputs etwas anfangen, frag sonst gern noch nach!
    Alles Gute!
    MAM_Babyartikel
  • Hallo,
    meine Tochter wird 10 Monate. Seit ca 1-2 Wochen verweigert sie das Gefüttert werden mit Brei. Sie fängt an zu schreien wenn ich ihr den Löffel zum Mund führe und weicht aus.
    Sie möchte nur selber essen, denn wenn sie den Löffel halten darf ist es ok, auch wenn sie damit kaum etwas in den Mund bekommt und alles am Boden landet. Dementsprechend isst sie viel weniger als noch vor 1-2 Monaten, als sie fast ein ganzes Gläschen pro Mahlzeit geschafft hat.
    Ist damit die Breizeit endgültig vorbei und ich sollte auf Fingerfood umsteigen?
    Mache mir Sorgen, dass sie zu wenig Kalorien und Nährstoffe bekommt.

    Parallel stille ich sie nach Bedarf.
    Das Stillen hat die letzte Woche während einer Krankheit überhand genommen.
    Sie ist jetzt wieder fit aber probiert nur ein bisschen Essen und will dann direkt zur Brust.

    Eigentlich will ich mit August (11 Mon) unter Tags abstillen, weil ich arbeiten gehe.
    Soll mein Partner ihr in der Zeit, wo ich außer Haus bin Premilch (aus dem Becher) nach den Mahlzeiten anbieten, damit sie satt wird? Sie hat noch nie Premilch bekommen und kennt Fläschchen nicht.
  • Rosasmom schrieb: »
    Hallo,
    meine Tochter wird 10 Monate. Seit ca 1-2 Wochen verweigert sie das Gefüttert werden mit Brei. Sie fängt an zu schreien wenn ich ihr den Löffel zum Mund führe und weicht aus.
    Sie möchte nur selber essen, denn wenn sie den Löffel halten darf ist es ok, auch wenn sie damit kaum etwas in den Mund bekommt und alles am Boden landet. Dementsprechend isst sie viel weniger als noch vor 1-2 Monaten, als sie fast ein ganzes Gläschen pro Mahlzeit geschafft hat.
    Ist damit die Breizeit endgültig vorbei und ich sollte auf Fingerfood umsteigen?
    Mache mir Sorgen, dass sie zu wenig Kalorien und Nährstoffe bekommt.

    Parallel stille ich sie nach Bedarf.
    Das Stillen hat die letzte Woche während einer Krankheit überhand genommen.
    Sie ist jetzt wieder fit aber probiert nur ein bisschen Essen und will dann direkt zur Brust.

    Eigentlich will ich mit August (11 Mon) unter Tags abstillen, weil ich arbeiten gehe.
    Soll mein Partner ihr in der Zeit, wo ich außer Haus bin Premilch (aus dem Becher) nach den Mahlzeiten anbieten, damit sie satt wird? Sie hat noch nie Premilch bekommen und kennt Fläschchen nicht.

    Liebe Rosasmom,
    danke für deine Frage, ja so Umstellungsphasen können oft anstrengend sein... In einem persönlichen Gespräch würde ich dir jetzt noch ganz viele Detailfragen stellen, damit wir den besten Weg für euch bezüglich Essen und Abstillen finden können. Ich hoffe, ich kann dir auch so Anregungen geben!

    Zuerst zum Essen: Ob die Breizeit endgültig vorbei ist, kann ich dir nicht sagen, zumindest signalisiert deine Tochter, dass jetzt gerade kein Brei dran ist - und grundsätzlich ist das ja die Richtung, die die Essentwicklung von Kindern gehen soll, wenn sie sich dem 1. Geburtstag nähern. Aber es stimmt natürlich, dass die Essmengen beim Selberessen oft deutlich geringer sind. Solange du deine Tochter nach Bedarf stillst, brauchst du dir um Kalorien und Nährstoffe gar keine Sorgen zu machen. (Gab es bei Eurer Tochter je Sorgen ums Gewicht? Sowas schwingt in solchen Situationen natürlich oft mit.) Ich würde jetzt Fingerfood in den Mittelpunkt rücken - und ihr werdet merken, dass sie damit auch von Woche zu Woche geschickter wird. Aber ihr dürft natürlich ab und zu wieder Brei probieren und schauen, wie sie reagiert, ob sie ihn nochmal annimmt oder nicht.

    Was du beschreibst, dass während einer Erkrankung das Interesse am Essen verschwindet und das Stillen ganz im Vordergrund steht, kenne ich sehr gut. Wenn die Kinder wieder fit sind, dürfen die Eltern schon liebevoll-bestimmt sagen, ich merke, dich interessiert das Essen gerade nicht, aber mir wird es zu viel, wenn du so oft gestillt werden möchtest (oder welches Gefühl bei dir eben vorhanden ist), ich weiß, dass du das schon kannst und traus dir wieder zu, komm, jetzt ist Essen dran. Stillen können wir gern dann und dann wieder - so in diesem Sinne.

    Bis zu deinem Arbeitsbeginn im August kann sich - und wird sich vermutlich auch noch einiges verändern, aber natürlich macht man sich vorab schon Gedanken. Ich finds gut, dass du schon am Schirm hast, dass ein Becher (oder jedes andere Trinkgefäß) wunderbar funktionieren kann und es mit - dann wahrscheinlich ca einem Jahr - meist kein Fläschchen mehr braucht. Ganz grundsätzlich finde ich es schon hilfreich, wenn Kinder noch nicht genug Kalorien übers Essen zu sich nehmen, dass man eher eine Prämilch dazunimmt, als dass sich ins Thema Essen zu viel Druck und Sorgen reinschummeln. Mit einem Jahr muss es auch keine Prämilch mehr sein, da dürft ihr egal was in den Becher füllen (Kuhmilch, Mandel-, Haferdrinks etc...). Ihr könnt ja jetzt schon probieren, dass du ab und zu während einer Mahlzeit nicht zu Hause bist (zum Beispiel am Wochenende), dass dein Partner schon Gelegenheit bekommt, mit eurer Tochter zu "üben". Ich weiß nicht, ob ihr schon Erfahrungen in diese Richtung gesammelt habt - viele Kinder essen mehr, wenn klar ist, dass die Brust in den nächsten Stunden nicht zur Verfügung steht :-)

    Frag gern nach, wenn ich auf bestimmte Aspekte näher eingehen soll! Alles Gute für euch!
  • Danke für die Expertise @HebammeKarinMüller 😊
    HebammeKarinMüller
  • @Irenaa: evtl. kann hier deine Frage bezüglich deiner Stillproblematik besser beantwortet werden 🤗
  • Liebe Johanna_Moritz,

    danke fürs Verlinken, ich habe mir gerade durchgelesen, was Irenaa im andren Chat geschrieben hat und schreibe gern etwas dazu!

    Liebe Irenaa,

    das klingt wirklich sehr anstrengend! Super, dass du dir schon professionelle Hilfe von einer Stillberaterin geholt hast. Aus der Ferne ist eine Einschätzung tatsächlich etwas schwierig, aber ich will gern versuchen, dir zusätzlich noch Unterstützung zu geben.
    Ich gehe davon aus, dass dir die Stillberaterin gute Tipps gegeben hat, dass die Wundheit gut abheilen kann. Hier gehts immer ganz viel um die Optimierung der Stillposition, gute Hygiene, Lanolin-Salbe zur Pflege, Entlastung der Brustwarzen zum Beispiel mit "Donuts" usw.
    Zu den schmerzenden Vorhöfen: Man ist in Studien draufgekommen, dass es viel viel seltener Soor auf den Brüsten gibt, als früher angenommen wurde, und da wären die Symptome auch wieder anders, also so rein aus der Ferne würde ich tippen, dass es wirklich kein Soor ist. Ich kann hier leider gar keine qualifizierte Ferndiagnose treffen, müsste ganz viel nachfragen und sehen: Hast du Stillhütchen verwendet, wie trinkt dein Kind jetzt, hast du in der Schwangerschaft Magnesium genommen und am Ende abgesetzt,... da kann so viel reinspielen, sorry! Aber eines ist klar: Schmerzen beim Stillen können Frauen wirklich an ihre Grenzen bringen - scheu dich nicht, dir inzwischen mit Schmerzmitteln zu helfen! Ibuprofen ist hier das Mittel der Wahl!
    Zu den geröteten warmen Stellen: Wenn die Ursache dafür wirklich ein Zuviel an Milch ist - hast du schon versucht, dass du zu jeder Stillmahlzeit nur eine Brust anbietest, ohne Seitenwechsel? Eventuell wenn von der Fülle der Brust aushaltbar sogar für zwei oder drei Stillmahlzeiten vorrangig eine Brust geben (sogenanntes "Blockstillen")? Auch Kühlen nach jedem Stillen oder Salbeitee können helfen, die Milchmenge etwas zu reduzieren.
    Und so früh nach der Geburt ist klar: lass dich ganz viel unterstützen von deinem Umfeld, schau, dass du noch viel ruhen kannst und mit guter, ausgewogener Ernährung versorgt wirst!
    Dir steht auch noch Nachbetreuung durch eine Hebamme zu (bis 8 Wochen nach der Geburt), das zahlt auch die Krankenkasse!
    Auch wenn ich da jetzt aus der Ferne keine Diagnose stellen konnte - ich hoffe, es ist etwas dabei, was dir weiterhilft! Alles Gute für Euch!
    Irenaa
  • Ich nutze den Chat jetzt auch einmal für eine Frage :-)

    Meine Tochter wird im Herbst 3 und aktuell darf sie zum bzw. vor dem Einschlafen noch stillen (Einschlafen ansich klappt aber grundsätzlich schon ohne). Ich bin aktuell wieder schwanger (ET im Herbst) und habe wohl deshalb die ersten Minuten ziemliche Schmerzen dabei. Kann man da irgendwas dagegen machen?

    Das zweite Thema betrifft im Zusammenhang mit den Schmerzen das gänzliche Abstillen. Vor wenigen Tagen haben wir das "Aufwachstillen" beendet, was bei ihr aktuell noch sehr viel Frust auslöst. Sobald sich das eingependelt hat, würde ich sehr gerne auch das Einschlafstillen beenden.

    Gibt es empfohlene Abstände zwischen den Umstellungen und eine Deadline (Abstand zum ET), damit sie es nicht mit ihrem Geschwisterchen in Verbindung bringt?

  • Liebe Frau Müller,
    ich stille meinen 4 monatigen Wonneproppen nach Bedarf bzw ca alle 2-3 Std. Seit 2 Tagen hat er plötzlich keinen Stuhl mehr. Muss ich mir Sorgen machen? Sonst hatte er mind 3 mal Stuhl am Tag. Es bereitet mir zunehmend Sorgen. Was kann das sein?
  • Ich habe jetzt fast 1 Jahr abgepumpt....ich habe das Pumpen mittlerweile auf 3x am Tag reduziert aber ich möchte langsam ganz aufhören. Soll ich am Besten einfach auch 2x und dann 1x reduzieren bevor ich es ganz lasse oder kann ich einfach aufhören zu pumpen?
    Danke und liebe Grüße
  • Meine Tochter wird im Herbst 3 und aktuell darf sie zum bzw. vor dem Einschlafen noch stillen (Einschlafen ansich klappt aber grundsätzlich schon ohne). Ich bin aktuell wieder schwanger (ET im Herbst) und habe wohl deshalb die ersten Minuten ziemliche Schmerzen dabei. Kann man da irgendwas dagegen machen?

    Das zweite Thema betrifft im Zusammenhang mit den Schmerzen das gänzliche Abstillen. Vor wenigen Tagen haben wir das "Aufwachstillen" beendet, was bei ihr aktuell noch sehr viel Frust auslöst. Sobald sich das eingependelt hat, würde ich sehr gerne auch das Einschlafstillen beenden.

    Gibt es empfohlene Abstände zwischen den Umstellungen und eine Deadline (Abstand zum ET), damit sie es nicht mit ihrem Geschwisterchen in Verbindung bringt?

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    Liebe Awa,

    danke für deine Fragen! Ja Frauen spüren oft sofort Veränderungen beim Stillen, wenn sie wieder schwanger sind. Ein bisschen kann man all das versuchen, was auch bei Schmerzen ganz zu Beginn einer Stillzeit empfohlen wird: Vorm Stillen eine sanfte Brustmassage oder Wärme auf die Brust, auf eine möglichst optimale Stillposition achten (die ist natürlich sonst bei einer Dreijährigen ganz und gar kein Thema mehr), Lanolin. Vielleicht ist es auch auf eine Art eine Hilfe beim Abstillen für dich :-)
    Zu deinem zweiten Thema: An sich sind alle Abstände denkbar und möglich. Manche Familien machens gern in kleineren, andere in größeren Schritten. Ihr könnt zum Beispiel, sobald sich die neue Situation beim Aufwachen eingespielt hat, eine Woche später gleich das Einschlafstillen in Angriff nehmen. Es geht aber auch enger oder weiter - wie es sich für dich gut und richtig anfühlt!
    Ja den "Frust" der Kinder auszuhalten ist oft eine Challenge. Gleichzeitig darf der da sein, und die Eltern dürfen die begonnenen Änderungen weiter fortführen. Hier liebevoll und einfühlsam darauf einzugehen, den Frust zu benennen, zB "Ja, du hättest sooo gern jetzt noch die Brust, jetzt musst du dich fest ärgern, das vesteh ich, ich bin für dich da!" - das ist für Kinder eine wertvolle Erfahrung, sie lernen, ich darf mich so zeigen, wie ich bin, jemand versteht mich und hört mir zu.
    Auch feste Deadline Richtung ET gibt es keine. Für mich macht ein Abstand zwischen dem Abstillen und dem ET von ca einem Monat viel Sinn. Das kann sich für euch ja wirklich sehr gut ausgehen.
    Alles Gute für euch!
    Karin
  • Ich schließe mich an!
    Ich hätte eine Frage bezüglich Flasche geben und Schnuller.
    Ich stille Voll, aber hätte auch gerne mal eine kurze Verschnaufpause da wir noch eine 2 jährige Tochter haben, und sie sehr darunter leidet dass Mama nicht mehr abends mit ihr ins Bett gehen kann. Abpumpen funktioniert gut aber unser Sohn (1 1/2 Monate) nimmt mir das Fläschchen absolut nicht.
    Kann ich in ab und zu an die Flasche gewöhnen?
    Und zum Thema Schnuller: Ich möchte ihm gern zum beruhigen einen Schnuller anbieten, da es mir wirklich oft zu viel wird wenn er ständig nur an meiner Brust liegt. Ich habe damit wirklich kein Problem wenn er die Brust braucht, aber ab und zu wäre ein Schnuller schon sehr fein, gerade wenn er eine kurze einschlafhilfe benötigt und eigentlich nur Nuckeln möchte. Er nimmt ihn mir aber nicht, habe den von MAM.
    Gibt es dazu Tipps?
    Vielen Dank 😊
  • Oceanholic schrieb: »
    Liebe Frau Müller,
    ich stille meinen 4 monatigen Wonneproppen nach Bedarf bzw ca alle 2-3 Std. Seit 2 Tagen hat er plötzlich keinen Stuhl mehr. Muss ich mir Sorgen machen? Sonst hatte er mind 3 mal Stuhl am Tag. Es bereitet mir zunehmend Sorgen. Was kann das sein?

    Liebe Oceanholic,

    danke für deine Frage! An sich ist in diesem Alter ja eine Stuhlfrequenz bis zu nur alle 10 (!!) Tage ok und normal. Eine plötzliche Umstellung kann natürlich irritieren. Merkst du deinem Kind an, dass es sich schon recht plagt (Bauchweh, Blähungen,...), oder ist es da wie immer? Sollte es sich plagen: Bauchmassage kann helfen; wenn es manchmal "erfolglos" drückt - Kind in eine Abhalteposition bringen; manchmal kann auch die Gabe eines Zäpfchens (zB Kümmelzäpfchen) den Stuhlgang auslösen. Hat dein Kind keine Beschwerden dabei - dann darfst du einfach zuwarten und beobachten. Bevor die Sorgen überhand nehmen - hol dir beim Kinderarzt die Bestätigung, dass alles ok ist!
    Ich wünsch euch alles Gute!
    Karin
  • Damiii schrieb: »
    Ich habe jetzt fast 1 Jahr abgepumpt....ich habe das Pumpen mittlerweile auf 3x am Tag reduziert aber ich möchte langsam ganz aufhören. Soll ich am Besten einfach auch 2x und dann 1x reduzieren bevor ich es ganz lasse oder kann ich einfach aufhören zu pumpen?
    Danke und liebe Grüße

    Liebe Damiii,

    zuerst gratuliere ich dir ganz herzlich, dass du so eine lange Zeit mit Abpumpen gschafft hast, das ist ja doch viel zeitaufwändiger als das Kind zur Brust zu nehmen.
    Die Milchbildung richtet sich ja ganz nach dem Bedarf - grundsätzlich darfst du in jedem Tempo aufhören; bei raschem Aufhören ist es ein bisschen wahrscheinlicher, dass du noch recht volle Brüste spürst in den ersten Tagen nach dem Aufhören, je nachdem, welche Mengen du zuletzt abgepumpt hast. Dann könntest du unterstützend Salbeitee trinken und kühlen.
    Wenn du schrittweise reduzierst (z.B. alle paar Tage), "lernt" die Brust auch, die Milchproduktion schrittweise zurückzufahren - in diesem Fall brauchst du wahrscheinlich keine unterstützenden Maßnahmen zur Reduktion der Milchproduktion. Die meisten Frauen empfinden es deshalb schrittweise als angenehmer - es kommt aber natürlich auch voll drauf an, ob es für dich driftige Gründe für ein rasches Ende gibt, die wären natürlich auch Ernst zu nehmen.
    Dass du überhaupt merkst, dass noch ein wenig Milch in der Brust ist, kann übrigens noch einige Wochen länger dauern, aber diese winzigen Restmengen verursachen keine Beschwerden oä. Erst durchschnittlich 45-55 Tage nach dem letzten Stillen bzw Pumpen hört die Brust endgültig mit der Milchproduktion auf, mit großen individuellen Schwankungen. Das nur zur Info, dass du nicht irritiert bist, falls es bei dir so wäre!
    Alles Gute für dich!
    Karin
  • Oooh da hätte ich jetzt auch ein paar Fragen. :)

    Ich stille meine 7 Monate alte Tochter derzeit noch sehr viel, Beikost bekommt sie 2 bis 3 Mal am Tag. Mehr als ein paar Löffelchen isst sie aber nicht. Jetzt durch die Hitze mag sie sowieso mehr trinken als Essen.

    Da ihr Papa auch mehr tun möchte haben wir versucht dass er ihr die abgepumpte Milch mit dem Fläschchen gibt. Sie sieht das Fläschchen aber mehr als Kauspielzeug an und spuckt die Milch wieder aus.hättest du Tipps wie sie das Flässchchen doch moch nimmt?

    Und zur Schnullergewöhnung, quasi gleiches Problem: wir haben sämtliche Schnuller durch, Mam, Nuk etc.. Unsere letzte Hoffnung ist noch der Nuckly Schnuller, der ist gerade am Weg... Hast du da noch irgendwelche Tipps?.bis jetzt hat sie keinen zum saugen genommen und kaut auch nur drauf rum.

    Danke vorab!

    Liebe Grüße, Stefanie
  • VogiVogi

    1,912

    Ich hätte noch eine Frage, ab morgen bin ich in der 30 SSW. Gestern beim Schwimmen hat mir mein Sohn (3,11j) versehentlich in den Bauch getreten. Es war mein Oberbauch und schon ein wenig schmerzhaft. Blutungen habe ich bis jetzt keine gehabt, mein Bauch tut insgesamt ein bissi weh, allerdings tut mir bei der Hitze und meinen Kreuz und Ischias schmerzen alles weh 🤭🫣

    Gefühlt spüre ich meine kleine bauchbewohnerin heute ein bissi weniger, wobei ich nicht weiß ob ich mir das nicht nur einbilde 🤷🏼‍♀️ spüren tu ich sie definitiv immer wieder. Jetzt bin ich mir unsicher ob ich bei meiner Frauenärztin anrufen soll und um einen Kontrolltermin bitten soll. Gibt es da irgend was auch was ich achten kann oder soll? Oder soll ich zur Sicherheit lieber zur Frauenärztin gehen? 🫣
  • Stefanie479 schrieb: »
    Oooh da hätte ich jetzt auch ein paar Fragen. :)

    Ich stille meine 7 Monate alte Tochter derzeit noch sehr viel, Beikost bekommt sie 2 bis 3 Mal am Tag. Mehr als ein paar Löffelchen isst sie aber nicht. Jetzt durch die Hitze mag sie sowieso mehr trinken als Essen.

    Da ihr Papa auch mehr tun möchte haben wir versucht dass er ihr die abgepumpte Milch mit dem Fläschchen gibt. Sie sieht das Fläschchen aber mehr als Kauspielzeug an und spuckt die Milch wieder aus.hättest du Tipps wie sie das Flässchchen doch moch nimmt?

    Und zur Schnullergewöhnung, quasi gleiches Problem: wir haben sämtliche Schnuller durch, Mam, Nuk etc.. Unsere letzte Hoffnung ist noch der Nuckly Schnuller, der ist gerade am Weg... Hast du da noch irgendwelche Tipps?.bis jetzt hat sie keinen zum saugen genommen und kaut auch nur drauf rum.

    Danke vorab!

    Liebe Grüße, Stefanie

    Liebe Stefanie,

    die von dir geschilderten Situationen kenne ich sehr gut und bekomme ich wirklich oft von Eltern geschildert :-)
    Ich finde den Plan, dass die Kinder auch abgepumpte Milch von jemandem anderen als der Mutter gefüttert bekommen können, ja wirklich sehr hilfreich, also ich mag dich da wirklich darin bestärken, da weiterzutun! Klar, deine Tochter verknüpft Stillen mit Sattwerden und Fläschchen noch nicht, das kann schon etwas Zeit brauchen. Versucht es immer wieder, zB einmal täglich, versucht es um verschiedene Uhrzeiten (also es geht da um den Abstand zum Stillen), dass sie natürlich nicht satt, aber auch noch nicht superduper-hungrig ist, das ist dann nicht der richtige Moment für Neues, versucht es auf jeden Fall auch mal so zu gestalten, dass du selber gar nicht in der Wohnung bist - Kinder sind wirklich schlau, warum sollten sie das noch nicht Vertraute annehmen, wenn ihr absoluter Plan A vorhanden und verfügbar ist :-) Ich bin ganz sicher, wenn ihr dranbleibt und eurer Tochter auch signalisiert, dass euch das wichtig ist, dass es noch andere Möglichkeiten zum Füttern gibt, kriegt ihr das hin - auch hier, Kinder sind so schlau und checken das Fläschchen natürlich mit der Zeit auf jeden Fall!

    Für den Schnuller gilt ein bissl das selbe. Selten ist eine ganz konkrete Schnullermarke die Lösung, eher das Dranbleiben und eure Haltung, im Sinn von "uns ist das wichtig, und auch wenn du das grad noch nicht so gern magst, bleiben wir dran, wir sind sicher, dass du das checkst!", liebevoll und klar. Wobei ich beim Schnuller auch sehe, dass viele Kinder sich auch andere Möglichkeiten zum Saugen finden, zum Beispiel ein Kuscheltierschwanzerl oder eine Stoffwindel (Mullwindel)..., um ihr Saugbedürfnis zu stillen.
    Ich hoffe, du ihr könnt mit diesen Inputs ein bissl was anfangen!
    Alles Liebe für Euch!

  • Vogi schrieb: »
    Ich hätte noch eine Frage, ab morgen bin ich in der 30 SSW. Gestern beim Schwimmen hat mir mein Sohn (3,11j) versehentlich in den Bauch getreten. Es war mein Oberbauch und schon ein wenig schmerzhaft. Blutungen habe ich bis jetzt keine gehabt, mein Bauch tut insgesamt ein bissi weh, allerdings tut mir bei der Hitze und meinen Kreuz und Ischias schmerzen alles weh 🤭🫣

    Gefühlt spüre ich meine kleine bauchbewohnerin heute ein bissi weniger, wobei ich nicht weiß ob ich mir das nicht nur einbilde 🤷🏼‍♀️ spüren tu ich sie definitiv immer wieder. Jetzt bin ich mir unsicher ob ich bei meiner Frauenärztin anrufen soll und um einen Kontrolltermin bitten soll. Gibt es da irgend was auch was ich achten kann oder soll? Oder soll ich zur Sicherheit lieber zur Frauenärztin gehen? 🫣

    Liebe Vogi,

    grundsätzlich sind die Kinder im Bauch ja ganz wunderbar geschützt und gepolstert durch die Bauchdecke, die Gebärmutter, die Fruchtblase und das Fruchtwasser. Also die Wahrscheinlichkeit, dass alles in Ordnung ist, ist sehr hoch. Aber gleichzeitig finde ich es immer sehr belastend, wenn man da eine Sorge mit sich rumschleppt, drum glaube ich, dass es manchmal hilfreicher ist, sich einen kurzen Kontrolltermin bei der Frauenärztin geben zu lassen, um dann die Gewissheit zu haben, dass alles passt, und entspannen zu können.
    Klingt vielleicht schräg für dich: erzähl deiner kleinen Bauchbewohnerin von deiner Sorge und frag sie, ob alles passt - vielleicht antwortet sie dir mit einem kräftigen Strampler :-)
    Alles Gute für euch!
  • LillyVanilly schrieb: »
    Ich schließe mich an!
    Ich hätte eine Frage bezüglich Flasche geben und Schnuller.
    Ich stille Voll, aber hätte auch gerne mal eine kurze Verschnaufpause da wir noch eine 2 jährige Tochter haben, und sie sehr darunter leidet dass Mama nicht mehr abends mit ihr ins Bett gehen kann. Abpumpen funktioniert gut aber unser Sohn (1 1/2 Monate) nimmt mir das Fläschchen absolut nicht.
    Kann ich in ab und zu an die Flasche gewöhnen?
    Und zum Thema Schnuller: Ich möchte ihm gern zum beruhigen einen Schnuller anbieten, da es mir wirklich oft zu viel wird wenn er ständig nur an meiner Brust liegt. Ich habe damit wirklich kein Problem wenn er die Brust braucht, aber ab und zu wäre ein Schnuller schon sehr fein, gerade wenn er eine kurze einschlafhilfe benötigt und eigentlich nur Nuckeln möchte. Er nimmt ihn mir aber nicht, habe den von MAM.
    Gibt es dazu Tipps?
    Vielen Dank 😊

    Liebe LillyVanilly,

    sorry, jetzt habe ich die Reihenfolge der Beiträge durcheinandergebracht und dich versehentlich nachgereiht...
    Ganz eine ähnliche Frage kam ja vorhin auch schon vor, aber da dein Sohn noch ein bisschen jünger ist als in dem anderen Beitrag, schreibe ich gern nochmal was dazu!
    Wie gesagt, ich bin ein großer Freund von Abpumpen und der Möglicheit, dass Kinder auch von anderen gefüttert werden können, und das Alter von 1,5 Monaten ist ein großartiger Zeitpunkt, damit zu beginnen. Versucht es immer wieder, anfangs vielleicht wirklich einmal täglich, und auch hier, lass es jemanden anderen versuchen, dein Sohn weiß genau, dass es bei dir ja die Brust gibt, warum sollte er da etwas anderes, das noch fremd ist, annehmen sollen :-) Geh vielleicht wirklich raus aus der Wohnung, es reicht ja eine Runde um den Häuserblock. Natürlich wird er es lernen, er lernt so viel Neues jeden Tag! Bleibt dran und lasst euch durch den anfänglichen Protest nicht abschrecken, liebevoll und klar.
    Beim Schnuller ist es ähnlich - Stillkinder bevorzugen in den allermeisten Fällen die Brust. MAM-Schnuller sind sehr gute Schnuller, du brauchst nicht beginnen, verschiedene Marken zu kaufen, daran liegt es in den allermeisten Fällen nicht. Es braucht meist ein bissl Geduld und Dranbleiben und dass ihr in eurer Haltung vermittelt, das ist uns wichtig und euch von anfänglichem Protest nicht verunsichern lasst! Ich kanns so nachvollziehen, was du schreibst - Stillen ist wunderbar, aber es kann einfach auch zu viel werden, vor allem wenn Kinder ein großes Saugbedürfnis haben.
    Ich bin sicher, wenn ihr dranbleibt, dass es bald klappen wird!
    Alles Gute für euch vier!
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