KiGa-Eingewöhnung mit Sensibelchen - Erfahrungen & Tipps?

Liebe Community!

Mein Kleiner ist knapp 21 Monate alt und seit letzter Woche haben wir die Eingewöhnung im KiGa.
Er ist ein sehr anhänglicher und sensibler Bub, der zwar neugierig, aber ängstlich zugleich ist und noch viel Co-Regulation braucht.

Ich bin im KiGa für ihn da, versuche aber so wenig wie möglich mit ihm zu interagieren. Aber er weicht mir kaum von der Seite. Die Pädagoginnen und vereinzelte Kinder versuchen ihn immer zum Spielen zu animieren und für kurze Zeit lässt er sich auch drauf ein, aber dann kommt er wieder direkt zu mir und sagt er möchte nach Hause.
Länger als 1,5 Stunden Anwesenheit und 15 Minuten ohne Mama haben wir noch nicht geschafft.

Wir haben im Vorhinein Bücher über den Alltag im KiGa geschaut um ihn vorzubereiten. Er redet selbst auch über den KiGa und sagt z.b dass die Pädagogin nett ist, aber kaum sind wir dort, ist die Freude schon wieder weg.

Wir haben zeitlich keinen großen Stress, ich arbeite erst wieder in 3 Monaten. Daher geht es mir nicht darum ihn schnellstmöglich einzugewöhnen aber ich möchte ihn unterstützen und es ihm leichter und angenehmer machen. Ihn auch bissi selbstbewusster machen.
Er ist nach der kurzen Zeit im KiGa immer so fertig, hundemüde, isst wenig (verkühlt sind wir noch dazu 🥴).

Hat wer Erfahrungen und Tipps?

Ich hab mich auch schon gefragt, ob es vielleicht an "mir" liegt. Er ist bei mir generell anhänglicher als bei Papa z.B.

Vielen Dank 🥰

Kommentare

  • @BoyMama: Tipps hab ich leider nicht wirklich - aber mir hat mal wer den Tipp gegeben, wenns möglich ist, dann wäre scheinbar die Eingewöhnung nicht mit der Hauptbezugsperson, einfach 🤷‍♀️. Ob das wirklich so ist, weiß ich nicht und ist halt auch leichter gesagt, als getan. Weil in den meisten Fällen geht’s halt auch nicht anders. Aber wenn zB Mama die Hauptbezugsperson ist, dann ginge es angeblich zB mit Papa oder Oma einfacher. Mein Sohn startet am 27.4. mit seiner Eingewöhnung, er ist dann 1 Jahr und 11 Monate alt - bin schon gespannt wie es bei uns läuft. Ich bin auch die Hauptbezugsperson und bei uns geht’s auch nicht anders, da muss auch ich die Eingewöhnung machen. Mein Sohn ist auch ziemlich auf mich fixiert, obwohl er doch ein sehr mutiges und abenteuerlustiges Kind ist - wenn er aber einer Person vertraut, dann geht er dann schon auch weg von mir oder ich kann gehen. Also ich kann euch nur weiterhin alles Gute wünschen 🍀
    BoyMama
  • Ich empfehle zum Thema Eingewöhnung immer die Pickler Methode. Ich finde (als Mutter und als selber Betreuerin) gibt es vor allem bei unter 3 Jährigen keine bessere Herangehensweise.

    Kurz gefasst geht es bei der Methode von ihr darum, dass die Eltern der "sichere Hafen" sind. Eltern sollen als dieser in der Gruppe sich frei bewegen und dabei sein. Mit dem Kind gemeinsam die Räume entdecken, die Tagesabläufe (bzw. immer wieder andere Abschnitte daraus) kennen lernen usw.
    Die Eltern werden in den einzelnen Abschnitten dann immer mehr von den Pädagoginnen abgelöst, aber immer in ihrem Beisein. Was so eine Kultur von: "Die Mama war dabei, hat gezeigt wie wir das immer machen und hat mri gezeigt, dass es okay ist, dass die Pädagogin das auch macht."

    Es festigt sich so sehr das Dreieck aus Pädagogin-Eltern-Kind, die hier immer als 3 wichtige Elemente betrachtet werden dürfen.

    Leider versuchen viele Einrichtungen eher eine Linie. Pädagogin links, Eltern rechts und das Kind ind er Mitte, dass dazu eingeladen wird, sich von der Mutter (oder Vater) zu entfernen und sich zur Pädagogin hin zu bewegen. Davon bin ich generell kein Fan(und bei sensiblen Kindern schon gar nicht).

    Ob das mit eurer Einrichtung möglich ist, ist natürlich eine andere Frage, die individuell geklärt werden muss.



    In meiner Ausbildung habe ich Nicole Nadler kennen gelernt, die eben das Seminar zur Eingewöhung gehalten hat (gibt es gluab ich im Mai wieder zu besuchen, auch für Eltern und andere interessierte glaub ich möglich) und die selbst eine Pikler Einrichtung leitet und bin da das erste mal mit diesem großartigen Modell in Kontakt gekommen. Seither empfehle ich es jedem - leider hat mir dieses Wissen bei unserer Eingewöhnung gefehlt, weshalb was mit meinem gefühlsstarken Sohn damals nach hinten los gegangen ist auf lange Sicht (heute leben wir Kigafrei :D )

    BirteFBoyMama
  • Wir hatten eher 3 eher lange Eingewöhnungen (1 in Krippe und dann noch 2 weitere wegen einer Schließung), am Ende ist das Kind aber immer gut angekommen, vor allem beim letzten Mal. "Obwohl" sehr zurückhaltend, beobachtend, nähe-suchend.

    Du sagst, ihr habt letzte Woche angefangen. Und, ganz ehrlich, das ist erst so kurz! Alles ist neu, plötzlich so viele Kinder, Erwachsene, die zum Spielen auffordern, ihn "von Mama weglocken" wollen. Der neue Rhythmus, jeden Tag aufs Neue dort hin. Das ist VIEL!

    Mir würden weder die "nur 15 Minuten ohne Mama" noch die "nur 1,5h Anwesenheit" Sorgen machen! Vor allem weil du schreibst, ihr seid verkühlt und er ist danach fertig. Das Immunsystem arbeite und er ist müde. Dann reicht es wohl und es ist gut, dass er das spürt und sagt, dass er nachhause will.

    Übrigens finde ich 15 Minuten ohne Mama, auch wenn du im gleichen Raum bist, schon einen Grund zum Feiern!

    Allgemein ist aber die Dauer ist am Anfang meiner Meinung nach überhaupt nicht wichtig, gerade ruhigere Kinder saugen alles auf, beobachten, nehmen viel mit, auch wenn wir das gar nicht merken. Qualität der Zeit, auch wenn es nur eine Stunde ist, ist wichtiger! Bei uns hieß es: Gehen, wenn das Kind eigentlich noch bleiben will, nicht, wenn es schon völlig erschöpft ist!

    Wir hatten bei der 3. Eingewöhnung in den ersten 2 Wochen gar keine Verabschiedung, ich war überall dabei und sehr nah dran. Bei mir war es wichtig, dass ich überall mitkomme: Ich saß mit am Frühstückstisch, im Morgenkreis, beim Spielen.

    Bist du mit den Pädagoginnen gut in Kontakt? Mach doch nach 2-3 Wochen mal ein Gespräch (ohne Kind!) vielleicht geht das auch online, und besprich die weitere Vorgehensweise.

    Wichtig finde ich, die erste Verabschiedung wirklich erst zu machen, wenn man das Gefühl hat, dass das Kind so weit ist. Zu frühe Verabschiedung macht gerade bei sensibleren Kindern das Vertrauen in den ganzen Prozess leicht kaputt und man tut sich keinen Gefallen damit. Besser 1-2 Wochen länger warten und dann klappt es besser.

    Fokus auf Ankommen statt auf Trennung und dass die Pädagoginnen sich wirklich Zeit nehmen und Angebote machen, aktiv kontakt suchen, finde ich sehr wichtig.

    Alles Gute!!
    BirteFBoyMama
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