Liebe Community!
Mein Kleiner ist knapp 21 Monate alt und seit letzter Woche haben wir die Eingewöhnung im KiGa.
Er ist ein sehr anhänglicher und sensibler Bub, der zwar neugierig, aber ängstlich zugleich ist und noch viel Co-Regulation braucht.
Ich bin im KiGa für ihn da, versuche aber so wenig wie möglich mit ihm zu interagieren. Aber er weicht mir kaum von der Seite. Die Pädagoginnen und vereinzelte Kinder versuchen ihn immer zum Spielen zu animieren und für kurze Zeit lässt er sich auch drauf ein, aber dann kommt er wieder direkt zu mir und sagt er möchte nach Hause.
Länger als 1,5 Stunden Anwesenheit und 15 Minuten ohne Mama haben wir noch nicht geschafft.
Wir haben im Vorhinein Bücher über den Alltag im KiGa geschaut um ihn vorzubereiten. Er redet selbst auch über den KiGa und sagt z.b dass die Pädagogin nett ist, aber kaum sind wir dort, ist die Freude schon wieder weg.
Wir haben zeitlich keinen großen Stress, ich arbeite erst wieder in 3 Monaten. Daher geht es mir nicht darum ihn schnellstmöglich einzugewöhnen aber ich möchte ihn unterstützen und es ihm leichter und angenehmer machen. Ihn auch bissi selbstbewusster machen.
Er ist nach der kurzen Zeit im KiGa immer so fertig, hundemüde, isst wenig (verkühlt sind wir noch dazu 🥴).
Hat wer Erfahrungen und Tipps?
Ich hab mich auch schon gefragt, ob es vielleicht an "mir" liegt. Er ist bei mir generell anhänglicher als bei Papa z.B.
Vielen Dank 🥰
Kommentare
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Kurz gefasst geht es bei der Methode von ihr darum, dass die Eltern der "sichere Hafen" sind. Eltern sollen als dieser in der Gruppe sich frei bewegen und dabei sein. Mit dem Kind gemeinsam die Räume entdecken, die Tagesabläufe (bzw. immer wieder andere Abschnitte daraus) kennen lernen usw.
Die Eltern werden in den einzelnen Abschnitten dann immer mehr von den Pädagoginnen abgelöst, aber immer in ihrem Beisein. Was so eine Kultur von: "Die Mama war dabei, hat gezeigt wie wir das immer machen und hat mri gezeigt, dass es okay ist, dass die Pädagogin das auch macht."
Es festigt sich so sehr das Dreieck aus Pädagogin-Eltern-Kind, die hier immer als 3 wichtige Elemente betrachtet werden dürfen.
Leider versuchen viele Einrichtungen eher eine Linie. Pädagogin links, Eltern rechts und das Kind ind er Mitte, dass dazu eingeladen wird, sich von der Mutter (oder Vater) zu entfernen und sich zur Pädagogin hin zu bewegen. Davon bin ich generell kein Fan(und bei sensiblen Kindern schon gar nicht).
Ob das mit eurer Einrichtung möglich ist, ist natürlich eine andere Frage, die individuell geklärt werden muss.
In meiner Ausbildung habe ich Nicole Nadler kennen gelernt, die eben das Seminar zur Eingewöhung gehalten hat (gibt es gluab ich im Mai wieder zu besuchen, auch für Eltern und andere interessierte glaub ich möglich) und die selbst eine Pikler Einrichtung leitet und bin da das erste mal mit diesem großartigen Modell in Kontakt gekommen. Seither empfehle ich es jedem - leider hat mir dieses Wissen bei unserer Eingewöhnung gefehlt, weshalb was mit meinem gefühlsstarken Sohn damals nach hinten los gegangen ist auf lange Sicht (heute leben wir Kigafrei