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Kommentare
830
500 Kommentare100 KommentareDabei wollte ich eigentlich keine Krankheiten ins Spiel bringen, weil die sind Nr1 Showstopper im Leben. Und sehr Armutsfördernd, aber mit diesem Bsp wollte ich nur nochmal verdeutlichen, was alles gehen kann.
3,752
1000 Kommentare500 Kommentare2,883
1000 Kommentare500 KommentareAuch die Wissenschaft widerspricht dieser Theorie -> mein Zweitstudium war in den Sozialwissenschaften.
Daher bin ich dankbar, dass ich es geschafft habe, aber würde niemals behaupten, dass jeder es schaffen kann.
Es braucht nichtmal widrige Bedingungen, dass man schulisch nicht weit kommt. Da reicht es, wenn Legasthenie nicht diagnostiziert wird und sich junge Menschen daher nichts zutrauen.
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910
500 Kommentare100 KommentareIch bin selbst aus einer armutsgefährdeten arbeiterfamilie, hab als einzige meiner Familie studiert und hab jetzt einen guten Job.
Ich hab es sozusagen "geschafft", war ein harter weg, sicher härter als für die meisten Akademikerkinder. Aber ich weiß auch, dass das nur die wenigsten so hinbekommen. Und ich denk deswegen nicht, dass ich besser bin als andere, fleißiger oder sonst was. Klar, war ich immer ehrgeizig, das sind aber viele. Ich weiß auch wie hart die Umstände sind und zeige sicher aus diesem Grund auf niemanden, der den Weg nicht einschlägt bzw nicht einschlagen KANN. Denn ich weiß auch, dass es einerseits andere noch viel schwerer haben können und auch das ich zum Teil auch Glück hatte. Zb hat meine Lehrerin in der Volksschule mein Potential erkannt und mich ermutigt ins Gymnasium zu gehen. Was wäre gewesen, wenn ich eine andere Lehrerin gehabt hätte?! Kann ich natürlich nicht sagen. Ich hab dann eh nicht dort maturiert und bin noch einen längeren Weg bis zur Matura gehabt. Aber es soll nur ein kleines Beispiel sein, es gibt halt immer wieder äußere Umstände, die auch Einfluss nehmen, oft nur Kleinigkeiten, aber es gehört schon auch dazu, dass man "Glück" bei diesen Kleinigkeiten hat. Vllt ein Freund, der einen einen nicht ausgeschriebenen Job empfiehlt, der richtige hr-mitarbeiter, der die Bewerbung sieht, die Busverbindung zur Schule,der richtige Arzt für die kranke Mutter, der richtige Freundeskreis im Jugendalter,...
830
500 Kommentare100 Kommentare@awa ich kann leider bei dem Schluss, der gerne gezogen wird, dass nämlich dann immer die Gesellschaft am Nichtfortkommen des einzelnen Schuld ist, nicht mitziehen. Man muss schon auch selbst etwas zu tun bereit sein.
Würde ich mir ständig denken, ich werde Strukturell benachteiligt (zuletzt aufgrund meiner Schwangerschaft/Karenz nicht befördert), würde ich nicht weiter kommen. Dann Probier ich es halt anders, aber ruhe mich nicht auf der Ungerechtigkeit der Gesellschaft aus.
Das ist ja überhaupt kein Ansporn für niemanden.
2,883
1000 Kommentare500 KommentareUnd manchmal schaffen Menschen den Aufstieg, wo es eigentlich unmöglich erschien. Aber das sind Ausnahmen und dazu braucht es viele positive Fügungen. Die Menschen die ich kenne und die das geschafft haben, haben meist einzelne Personen, Ärzte, Lehrer, Freunde, etc. gehabt, die positiv mitgewirkt haben.
Wenn du Zeit findest, kannst du dir ja mal Literatur zu dem Thema durchlesen.
830
500 Kommentare100 Kommentare2,883
1000 Kommentare500 KommentareIch bin bei diesem Thema einfach etwas demütiger und halte wenig von dem Mythos "vom Tellerwäscher zum Milliardär". Die Regel ist der Matthäus Effekt: "Wer hat, dem wird gegeben".
830
500 Kommentare100 KommentareAlles andere läuft sonst drauf hinaus, dass man es gar nicht erst probiert, „weil als Kind aus einer Arbeiterfamilie schafft man es laut Statistik eh nicht. Und daran ksnn man nix ändern, sondern die Gesellschaft enthält einem Chancen vor.“
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500 Kommentare100 KommentareWo die Einen mit Mitte 20 ihre akademische Ausbildung beenden und ins Berufsleben starten, brauchen die Anderen sicher noch bis Anfang 30.
Und dann sehe ich es als wirklich relevantes Thema, dass sich "wohlhabend" Geborene anders in der "gehobenen" Gesellschaft bewegen und viel selbstsicherer in Job und Gespräch auftreten.
Wo sich manche schon als Kleinkinder sicher bewegen, machen Andere mit Anfang 30 die ersten Gehversuche...
Das sorgt für einen schnelleren Aufstieg und bessere Gehälter.
Allein mit einer guten Schulbildung ist es nämlich nicht getan.
Das GAP zu schließen kostet neben viel Mühe, Glück, Zeit und Engagement sicher eine ganze Generation.
2,883
1000 Kommentare500 KommentareHat doch beides Platz oder? An den einzelnen glauben, aber das System erkennen, bei dem die allermeisten Schwächeren und weniger Privilegierten auf der Strecke bleiben.
11,950
10000 Kommentare1000 KommentareUnd auch später... Bewirb dich heute Mal in einem Unternehmen, ohne Foto, mit einem österreichisch klingenden und einem ausländisch klingenden Namen. mit dem ansonsten exakt selben Lebenlauf. Und dann sag mir nochmal, dass es keine strukturelle Benachteiligung gibt und da allen BewerberInnrn die selben Chancen gegeben werden. Natürlich gibt es auch Unternehmen, wo das besser ist als bei anderen aber es ist halt leider immernoch der Fall. Und das ist nur ein Beispiel von vielen, wo z.B. eine Benachteiligung durch Diskriminierung an der Tagesordnung ist. Und dann geh zu der Person hin und sag ihr ins Gesicht "na, da hast dich wohl nicht genügend angestrengt."
Natürlich schaffen es Leute trotz aller Widrigkeiten immer wieder, es zu was zu bringen. Leider aber halt bei weitem nicht alle, die das unbedingt wollen.
830
500 Kommentare100 KommentareStudieren ist aber in Österreich jedenfalls keiner reichen Oberschicht vorbehalten. Unzählige Leute machen nebenher ihr Studium. Ich zB habe Spätdienste in fast 24/7 besetzten Firmen von 18.00 bis 00.00 oder länger gemacht und tagsüber war ich auf der Uni.
1,713
1000 Kommentare500 KommentareIch bin danach gegangen, welchen Beruf ich gerne ausüben möchte und so würde ich es auch meinen Töchtern empfehlen!
830
500 Kommentare100 Kommentare@Kaffeelöffel nirgends habe ich etwas geschrieben, das diese Zusammenfassung rechtfertigen würde.
4,901
1000 Kommentare500 KommentareIch würde meinen Kindern von ‚brotlosen‘ Jobs immer abraten.
Es gibt sicher mehrere Dinge die einem Spaß machen, aber was sicher nicht Spaß macht ist von seinem Job nicht leben zu können und vom Partner abhängig zu sein.
Ich würde nichts verbieten aber schon auch in andere Richtungen bestärken.
2,883
1000 Kommentare500 KommentareAllerdings gibt es in Österreich eben nicht die freie Entscheidung und Durchlässigkeit im System, ansonsten gäbe es ja nicht so große Unterschiede zwischen Akademiker und nicht Akademiker Kindern oder?
Mit "schwächere" meine ich übrigens nicht per se Arbeiter, oder Menschen mit weniger formaler Bildung. Ich meine Kinder aus dysfunktionalen und häufig armen Familien, mit kriegstraumatisierten Eltern ohne Deutschkenntnisse, selber traumatisierten Kinder, usw... die haben bei weitem nicht die gleichen Chancen.
830
500 Kommentare100 KommentareDAS ist der Knackpunkt. Ich sage, die freie Entscheidung gibt es.
Ich sage nur, dass Kinder aus Arbeiterfamilien sich frei gegen ein Studium entscheiden, weil es ihnen in ihrer Familie einfach so vorgelebt wird. Es mag auch damit zusammenhängen, dass vielleicht nicht genug Geld da ist um dem Kind das Studium ganz zu finanzieren, aber wenn das Kind studieren will, kann es das noch immer nebenberuflich machen.
Dass manche Familien mehr Geld haben, als andere ist nicht die Schuld des Bildungssystems.
2,883
1000 Kommentare500 KommentareIst ok für mich.
830
500 Kommentare100 Kommentare2,356
10 Likes10 KommentareEr ist Monteur, bei jedem Wind und Wetter draußen, Arbeit mit Starkstrom und hat Nacht- und Wochenenddienste. Würd er seinen gelernten Schlosserberuf ausüben, würd er einen Bruchteil verdienen.
Ich hätt mit meiner Ausbildung auch CFO werden können - ist halt nicht familienfreundlich bzw. in der Praxis nicht machbar für mich. Jetzt arbeitet ich dem CFO zu und verdien halt einen Bruchteil von einem CFO Gehalt.
Es kommt immer darauf an, was man mit seiner Ausbildung macht und wonach man strebt.
Grundsätzlich kann man mit jeder Ausbildung wirklich viel Geld verdienen.
Ich find eine abgeschlossene Ausbildung die Basis und wenn man zB Koch oder Elektriker werden will, warum keine Lehre? Nur Akademiker wird’s nimmer lange spielen - es gibt ohnehin kaum mehr gute Facharbeiter. Und über kurz und lang muss das Handwerk besser bezahlt werden.
Als mein Sohn eine Lehre begonnen hat, waren die anderen Mütter das Schlimmste! Die haben mich quasi bemitleidet weil er nur eine Lehre macht und keine Matura und Studium. Fand das so furchtbar. Und wenn sie dann einen Handwerker brauchen und monatelang warten, regen sie sich auch auf.
Mein Sohn hat jetzt 4 Jahre gelernt - gut Geld verdient für einen Teenager und das meiste für Reisen ausgegeben und echt tolles erlebt. Hätte er als Schüler nicht machen können weil wir das nicht finanziert hätten.
Matura kann er noch immer machen, studieren auch … aber er hat zumindest eine fundierte Ausbildung und sichere Jobaussichten.
6,463
1000 Kommentare500 KommentareIch hatte nach der VS immer frei Entscheidung wo ich hin will. Hätte Gym gehen können wollte ich nicht. Hab die HTL probiert und bin nur aufgrund meiner eigenen Lernfaulheit (leicht lernen und merken bringt halt nix ohne lernen) gescheitert. LAP war dafür mit gutem Erfolg.
Meine Mama (geschieden bis zur HTL tz und seit meinem 8lj alleinerziehend) hat mich immer unterstützt und hätte mir jede Nachhilfe bezahlt hätte ich gewollt. Sie hat "nur" Bürofachschule und dann immer gearbeitet mein Papa Bäckerlehre und auch immer gearbeitet.
In meinem Teil der Familie war Matura absolut nicht die Regel sondern eher Lehrberufe.
Resultat: ein paar mit Meisterbriefen, eine Diplomkrankenschwester, Aufstieg im Lehrbetrieb durch Aus und Fortbildungen usw
Es kommt soviel auf eigene Motivation an.
6,463
1000 Kommentare500 KommentareEdit: also wegen dem Berufsbegleitebd. Nicht das ein Studium etc allein nicht auch schwer wäre
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1000 Kommentare500 KommentareAber die bekannten mies bezahlten Jobs würde ich halt schon versuchen gegen zu steuern. Man muss nicht fünfstellig verdienen aber man soll mit dem Geld gut leben können. Und zwar nicht nur durch Trinkgeld sondern vom Gehalt.
Es gibt auch tolle Lehrberufe im Bereich IT. Auch Lehre mit Matura klar sehr spannend.
4,710
1000 Kommentare500 KommentareSicher arbeiten manche zu schlechteren Konditionen weil zb die Firma im Ort ist, oder man sich anderweitig verpflichtet fühlt aber prinzipiell verdienen Handwerker nicht mehr schlecht, weil es eben genug Alternativen gibt zu besser. bezahlten Anstellungen….
Von unseren Monteuren geht keiner unter Minimum 3500€.netto nach Haus. Haben teilweise freie Zeiteinteilungen und andere Vorzüge…. Und dennoch finden wir niemanden…. In unserem Job macht man sich nicht mal schmutzig und die Arbeiten finden zu 95% drinnen statt, man ist also auch nicht wind und Wetter ausgesetzt….
6,480
1000 Kommentare500 KommentareMein Mann verdient ca. 3800 Euro Netto im öffentlichen Dienst als Beamter, ich 1500 Netto als Angestellte mit 22 Wochenstunden. Wir haben beide KEINE Matura sondern "nur" einen Lehrabschluss.
LG Kathy🙂
7,005
1000 Kommentare500 KommentareWow, welche Branche? Fliesenleger?
Ist aber auch eher selten, oder?
Meiner kommt zB am Bau (Fassade) nur auf einen Bruchteil davon. Allerdings ist er über den Winter in der Regel zuhause, was aktuell im Bezug auf die Kinderbetreuung auch viele Vorteile hat. Finanziell ists aber manchmal knapp. Also übers Jahr gererchnet hat er so etwa 2.000 Euro netto im Monat.
Er ist aber auch einer vom Schlag "bei echter Arbeit muss man dreckig werden". Für ihn wäre ein Bürojob nichts.
Leider ist ein Studium auch nicht immer Garant für einen guten Verdienst. Ich verdiene durch mein Studium auch nicht sonderlich gut. Kommt auch darauf an, was man daraus macht. Bin aber auch wieder in eine andere Branche gewechselt und habe auch in eine Zusatzausbildung investiert. Aktuell sind wir zufrieden wie es ist. Klar könnts immer ein bisschen mehr Einkommen sein, aber wir schaffen es, regelmäßig zu sparen, wir haben eine schöne Mietwohnung, keine Schulden, ein Auto und können uns kleine und größere Wünsche erfüllen. Nur große Urlaube sind aktuell nicht drin, und auch keine teuren Hobbies. Aber das ist ok.
2,356
10 Likes10 KommentareZudem noch ob man halt schichtelt oder regelmäßig Arbeitszeiten hat.
Ich kenn keinen Fliesenleger, Tischler, Zimmerer etc der 3.800€ kriegt. Und ich komme aus einer Arbeiterfamilien. Da ist ein Einkommen von 2.500€ schon top.
Der Grundlohn von meinem Mann ist auch schlecht - ohne die Zulagen und Diäten würd er nie auf 4.000€ kommen.
2,356
10 Likes10 KommentareEs müssen halt auch Familien die zB Tischler und Friseurin sind mit dem Verdienst gut leben können. Wir alle brauchen solche Berufe und es kann nicht nur Akademikerfamilien geben.
6,643
1000 Kommentare500 KommentareIch hab auch keine Matura, hab einen 3 Jährigen Fachschulabschluss u bin Diplomkrankenschwester.
Dennoch oder vl genau deswegen legen wir, insbesondere mein Mann, bei den Kindern sehr viel Wert auf die Bildung, weil er eben weiß, wie schwierig es sein kann u wie teuer alles ist.
Mein Papa u mein Bruder sind zB beide Dipl. Ing im Bauwesen, meine Mama ist auch in einer Führungsposition tätig u td war ich zu faul für die Matura 😅 also ich denke es kommt schon am meisten auf den eigenen Willen drauf an.
Und wie @mydreamcametrue schon gesagr hat, möchten wir unsere Kinder auch in die „richtige“ Richtung lenken.
2,883
1000 Kommentare500 KommentareWie gesagt habe ich selber auch eine Lehre gemacht und die Arbeit war in keiner weise Minderwertig.
Eher geht es um das Ausschöpfen von Interessen und Potenzialen. Da haben es Kinder von Eltern die Wert auf Bildung und Arbeit legen einfach leichter ihren Weg zu finden und etwas aus sich zu machen, daher schaffen es auch mehr. Je schwieriger ein Weg ist, umso weniger kommen ans Ziel.
Ich bin selber den harten Weg gegangen und wünsche mir für meine Tochter, dass sie sich, ohne so viel Ballast, selbstbewusst und neugierig ausprobieren kann und so ihren eigenen (Bildungs-)Weg findet :-) und diese Chance sollte finde ich jedes Kind haben, unabhängig vom Elternhaus. Und das sehe ich einfach nicht in Österreich.
4,710
1000 Kommentare500 Kommentare4,901
1000 Kommentare500 KommentareInstallateure sind ja Mangelberufe hab ich gehört.
4,710
1000 Kommentare500 Kommentare1,089
1000 Kommentare500 Kommentare2,356
10 Likes10 KommentareUnsere Nachbarn zB haben den Sohn schon in der VS überfordert, die Unterstufe Gym nur mit Nachhilfe grad geschafft. Dann HTL … mehr schlecht als Recht, Klassen wiederholt und jetzt mit 21 abgebrochen. Der Sohn ist nervlich am Sand und konnte mit dem Druck nicht umgehen. Nur weil die Eltern eine Lehre um jeden Preis vermeiden wollten. Jetzt ist er 21 und hat keine Ausbildung.
4,901
1000 Kommentare500 Kommentare7,005
1000 Kommentare500 KommentareDie Tochter einer Bekannten, die aktuell mit der VS fertig wird, wurde von allen Seiten schief angesehen, warum sie denn lieber in die Hauptschule und nicht ins Gymnasium gehen mag, obwohl sie doch "eh so gscheit ist".
Das spiegelt finde ich gut wieder, wie es hier in der Gegend läuft. Entweder man hat gute Noten und geht ins Gymnasium oder man "muss" in die Hauptschule, und macht dann eine Lehre. So schade, weil es einfach nicht den Tatsachen entspricht. Aber immernoch so tief in den Köpfen sitzt.
Sie wollte übrigens nicht ins Gymnasium, weil ihr das einfach zu groß war dort. Sie fühlte sich in der Hauptschule einfach besser aufgehoben. Aber es wird leider immer noch so in diesen Schubladen gedacht.
Und ich kenn soviele mittlerweile, aus denen trotz Matura "nichts ordentliches" geworden ist. Wenn man das überhaupt irgendwie von außen beurteilen kann. (manche davon behaupten das aber tatsächlich von sich).
Oder ewig studieren und nochmal wechseln, und eine Ausbildung nach der anderen beginnen, einfach weils die Eltern eh zahlen. Ist jetzt alles bewusst sehr überspitzt formuliert.
Noch ein Beispiel, Arzt möchte unbedingt dass eines seines Kinder mal seine Ordi übernimmt. Die hatten aber eigentlich nicht das "Zeug" zum studieren. Die Tochter ist 3x durch die Aufnahmeprüfungen gerasselt, hat dann vom Papa im Ausland auf einer Privatuni das Med-Studium finanziert bekommen. Ob sie glücklich ist, kann ich nicht beurteilen, aber viele zerbrechen auch an dem Erwartungsdruck der Eltern.
Das kann aber auch die andere Richtung gegen "es ist mir egal was du machst, Hauptsache du hast dabei Spaß und bist glücklich" verursacht nämlich auch aufgrund der riesigen Entscheidungsmöglichkeiten bei manchen Jugendlichen einen enormen Druck. So jetzt bin ich etwas abgeschweift, sorry...
Ich stimme @mydreamcametrue zu, dass im Endeffekt die Praxis zählt, die Erfahrungen und wie man das umsetzen kann, was man gelernt hat. Und sehr viel zählen auch die sozialen Kompetenzen.
1,713
1000 Kommentare500 KommentareDa gibt's im Bezirk nur ne NMS und da gehen 99% der Kinder nach der VS hin, weil keiner sein Kind ins weiter entfernte Gymnasium schicken will! Und trotzdem geht viele danach in eine weiterführende Schule oder eben nicht.
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100 Kommentare5 Jahre!Bei mir war das so bei der Wahl des Studiums.. damals fand ich toll, dass ich auch "irgendwas" studieren durfte.. rückblickend (die Wahl ist dann auf was sozialwissenschaftliches gefallen) hat es mir beruflich kaum was gebracht und letztendlich will ich jetzt durch Weiterbildungen im Finanzbereich halbwegs fußfassen..
Rückblickend finde ich es sehr schade, dass niemand für mich da war und mir z.b. Mut zugesprochen hat, was "gscheites" zu studieren. Ich hatte bis 20 mit argen Ängste zu kämpfen und mit einer schwierigen Familiengeschichte. Selbstbewusstsein musste ich mir mühsam erarbeiten, und Resilienz bekommt man auch nicht geschenkt 😅
Also nein, immer ist es nicht nur der Wille und Motivation. Aber trotzdem sollte man sich nie gehen lassen oder aufgeben. Irgendwas ändern geht immer, man braucht halt die innere Kraft dazu. Ich bin dankbar, dass ich diese spät aber doch noch entwickeln durfte 💚
Für mein Kind würde ich mir was anderes wünschen.. ich werde, wenn er älter wird, da schon mehr dahinter sein und er soll auf jeden Fall verstehen, das gewisse Entscheidungen leider doch sehr prägend für eine gute berufliche Zukunft sein können
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Es ist schon ein Irrglaube, dass höhere Bildung automatisch mehr Gehalt bringt. Da muss man sich schon gut informieren über jeden Beruf. Mein Mann hat gar nicht maturiert, die Schule abgebrochen und viel Blödsinn angestellt. Hat aber doch brav seine dann begonnene Lehre gemacht und leitet jetzt ein mittelgroßes Unternehmen. Er verdient etwa gleich viel wie ich.
Ich glaube auch nicht, dass jedes Kind die gleichen Chancen hat in Österreich. Wenn das Elternhaus nicht mitspielt, geht das einfach nicht. Sogar mit Unterstützung von zuhause kann es sehr hart sein, sozial aufzusteigen.
3,423
1000 Kommentare500 KommentareIch hatte vorhin das Hearing und würde sagen, dass es sehr gut gelaufen ist 😊
Die Kommission entscheidet noch heute über die Vergabe und ich werde recht zeitnah Bescheid bekommen.
Da die Mühlen im ÖD etwas langsam mahlen, wird es ggf noch ca 1-2 Monate dauern, bis ich wechseln kann, aber das passt eh mit Kündigungsfrist, Resturlaub etc.
1,602
1000 Kommentare500 KommentareIch finde in Österreich hätte man super chancen, wenn man jede lehre mit matura anbieten würde, das sollte einfach der bildungsstandard sein, alle die das nicht wollen oder können, sind dann eben selber schuld. Finde man sollte viel mehr in diese richtung anbieten und fördern.
Ich zb wusste lange als jugendliche nicht was ich später einmal machen möchte - das weiss ich erst seit wenigen jahren und erst jetzt hole ich mein letztes schuljahr bzw matura nach und wünschte ich hätte das schon vor den kindern gemacht!
Sowas sollte man einfach viel mehr bewerben, wenn man den bildungsstandard anheben möchte. Auch eine Lehre ist nichts schlechtes, ich bin froh, dass ich zumindest das abgeschlossen habe und seit jahren fest mit beiden beinen im ebrufsleben stehe, wogegen andere meiner ex-Klassenkameraden vielleicht erst seit wenigen jahren einen job haben oder immer noch studieren, weil sie nicht so happy mim erststudium waren weil einfach schlechte berufliche aussichten! (Ja, sowas gibts auch und scheint sohl häufig vorzukommen)
Ich finds auch arg, was für extreme unterschiede es von BL zu BL gibt - wien fördert sehr viel, es gibt öffentliche (kostenlose) abendschulen (auch mit vormittags/mittags möglichkeiten in den unterricht zu gehen) - ich denke das „marketing“ ist das problem, und leute die das ausnutzen und sich anmelden und dann leider nicht erscheinen, die erschleichen sich eventuell die familienbeihilfe und das wars dann 🙄
Ich jedenfalls bin froh, in ö zu leben und diese möglichkeit zu haben alles zu tun was ich möchte und wann ich es möchte, auch wenn meine schulzeit 12j her ist kann ich es immer noch nachholen und das ist einfach toll und wert gelobt zu werden!
Unser bildungssystem ist sicherlich nicht das beste, aber eben auch nicht das schlechteste!
Dennoch muss ich mir jetzt schon übelegen, wenn ich tatsächlich das studiere, was ich gern möchte, wie hoch ist der kredit, den ich aufnehmen muss um mich dann selbstständig zu machen? Und das ist einfach gestört!