Mutterschaft bereuen
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Kommentare
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Und jünger werd ich auch nicht, es dauert mittlerweile viel länger rein zu kommen, letzte Saison hab ich mich deshalb komplett übernommen, weil ich das nötige Training nicht ausführen konnte.
Auf mein Kind als Teenager/Jugendliche freu ich mich eigentlich auch. Ich hab das Vertrauen, dass wir unsere Gemeinsamkeiten haben werden und dass uns das Freude bereitet. Und für die Distanz, die man in der Pubertät braucht, bin ich sowieso bereit 😂
Ich war aber selber eine ganz unkomplizierte Pubertierende, vielleicht denk ich mir deswegen da nix.
Nichtsdestotrotz weiß man natürlich Bescheid um andere Themen, die sich ergeben.
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Wenn man Glück hat haben sie ähnliche Interessen, dann kann man die eigenen Hobbys oder Sportarten gemeinsam machen. Ich war z.b. mit meinem Großen heuer auf einem Städtetrip.
Manche in seinem Alter gehen schon alleine von der Schule nach Hause, bleiben mal eine Stunde alleine. Also das wird auch entspannter.
Aufwand ist es natürlich trotzdem, sich ums Schulische kümmern, Streit um Medienkonsum usw was mit Jüngeren noch leichter ist.
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Und mit einem Teenager braucht man schon eine dicke Haut. Da hilft oft echt nur dass Vertrauen dass alles gut wird und sie ihren Weg machen. Da kann man eh nur da sein, wenn sie einen brauchen und zur Seite steht. Mit Belehrungen oder Besserwissen kommt man nicht recht weit. Ich bin halt ein Typ der gern die Kontrolle hat und alles plant - das ist halt dann ein Prozess sie flügge werden zu lassen.
Ich bin halt eine ich liebe die Baby- und Kleinkindzeit … und die Karenz fand ich auch mega schön - obwohl ich schon nach 1 Jahr für ein paar Stunden eingestiegen bin. Da gibts halt noch so viel Familienzeit.
Aber klar gewisse Dinge werden einfacher, weil die Kids immer selbstständiger werden. Dafür kommen halt neue Herausforderungen dazu.
Also ich muss sagen, unser Großer (19) bereitet mir noch mehr schlaflose Nächte und schwierige Diskussionen als die Kleine (2) 😂
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Und für die, die sich schwerer mit der Mutterrolle tun, ist schon mal ein Vorteil wenn die Babyzeit vorbei ist und man auf Fremdbetreuung zurückgreifen kann und ein wenig mehr sein altes Leben führen kann.
So Aussagen ohne Kinder kann man kein erfülltes Leben haben find ich voll schwachsinnig. Ich kenne mittlerweile sehr viele die sich gegen Kinder entscheiden und ein tolles Leben führen.
Und ja, Mama bleibt man ein Leben lang - auch wenn’s schon groß sind, sie bleiben halt doch immer a bissi unsere Babys 🥺
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Als ich meinem Großen erzählt hab, dass ich schwanger bin hat er gesagt: Du weißt aber schon dass dieses Kind dann wieder 9 Jahre in die Schule gehen muss. 😂
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Ich war kurz vor Ls viertem Geburtstag mit ihr wellnessen.
Wir haben zusammen ein Sprudelbad genommen, Tees getrunken und danach sicher noch eine Stunde im Wellnessbereich gelegen und gelesen oder Karten gespielt, während der Papa seine Saunaauszeit hatte.
Klar hab ich mit trotzdem gekümmert und "Picknick" und Beschäftigung organisiert.
Aber das war einfach schon so extrem anders als noch vor zwei Jahren.
Ich konnte mich dabei richtig entspannen und es war so schön, sie schon so zu sehen (und zu hoffen, dass wir sowas in unserem Leben jetzt noch ganz oft gemeinsam machen
Und sie hat das seit dem auch immer wieder mal erwähnt und gefragt, wann wir das wieder machen.
Ansonsten bin ich bei @Kaffeelöffel.
Ich bin relativ früh wieder arbeiten gegangen und war dort einfach die Frau xy, verantwortlich für xy und nicht die Mama von L (viele ihrer Kindergartenfreundinnen kennen nicht mal meinen Namen), verantwortlich für Windel, Schlaf und Babyfood.
Das hat mir sehr gut getan.
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Ich würde sagen, das man das Kind auch schon im VS-Alter „daheim“ lassen kann, also bei einen Schulfreund oder Bekannten mit gleichaltrigen Kindern. Das war bei meinen kleinen Bruder auch so. Das taugt ihnen dann auch meistens wenn sie dort auch zB übernachten können (kommt natürlich aufs Kind an und auf die anderen Eltern 😅). Aber ich denke, da kannst du in dein Hobby wieder gut einsteigen.
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Es wird besser , es wird anders und es bleibt manchmal mühsam 😅
Es kommen neue Phasen die dann besser laufen oder schlimmer werden.
Ich hatte auch eine Zeit da bin ich gefühlt vor allem davon gelaufen weil ich einfach mal keine Mama sein wollte, ich wollte keine Verantwortung übernehmen …
Mein großer Sohn ist Diabetiker seit er 1 Jahr alt ist … ich war und bin immer angebunden, ich mach mir tausend Sorgen gerade bin ich dabei Loslassen zu lernen ….
Das ich nochmal ein 3. Kind bekomm hätte ich nie gedacht , nach meiner Scheidung war ich fertig und war froh dass die Kids schon so selbstständig sind …
Aber es ist jetzt was komplett anderes 10 Jahre später nochmal Mama zu sein…
Ich kann es gut verstehen wenn man sich bewusst gegen Kinder entscheidet…
Aber ich würde sie nicht mehr vermissen wollen…
Ich wünsche euch viel Durchhaltevermögen und es wird sich lohnen!
Und ich kann euch alle verstehen.
Das Leben ändert sich sowieso und es kommt immer alles anders als geplant es kommt so wie man sich es nie gedacht hätte … 🍀🍀🍀
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Also, ich geh bin immer mit dem Wissen und Gefühl da reingegangen, dass ich mich jetzt mal komplett hergeb (Betonung auf HERgeben, nicht AUFgeben). Ich habe zwei ältere Kids, bei denen war es schon so (sogar extrem, da Zwillinge) und jetzt mit meiner bald 11 Monate alten Tochter auch.
Für mich war es, auch wenn ich vorher noch keine so genaue Vorstellung hatte, klar, dass die ersten Monate/Jahre so sein werden. Dass ich wenig Me-Time und noch weniger Zweisamkeit haben werde. Es war in meinem Kopf aber immer eine Zeit, die ein Ablaufdatum hat. Dadurch wars vielleicht einfacher. Ich bin immer wieder mal an meine Grenzen gekommen, aber mit meinem wunderbaren Mann an meiner Seite konnte ich auch immer wieder mal Kraft schöpfen. Irgendwann mit 2-3 Jahren bin ich kontinuierlich "zurückgekehrt". Aber nie ganz, weil ich eben jetzt Mama bin. Und immer sein werde. Aber es wird da dann eben leichter, weil die Kids ja auch unabhängiger werden. Mal woanders übernachten, mal von der Omi niedergelegt werden, im Kiga und dann in der Schule sind, sich dann schon selbst beschäftigen oder mit Freunden im Hof treffen usw.
Vielleicht hilft dir und auch allen anderen der Gedanke, dass es nur eine kurze Zeit so ist und dann denkt man sich, wie schnell sie jetzt groß geworden sind...
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Ich glaub, das ist der Punkt. Hast du ein Dorf für die Kinder, ist das nicht zu vergleichen mit jemanden, der keinen hat.
Meine Schwester hat unsere Mutter und obwohl ihr Kind viel jünger ist, als meines, geht sie zB zwei Ganztagsskitouren in der Woche. Das würd ich auch aushalten, das wär ja wirklich mega sogar!
Aber wenn du für jeden Furz zuständig bist, das Kind zwar alleine spielt, aber du währenddessen grad mal Klogehen kannst, was ist das für ein Leben?
Ich bin grad sehr emotional was das Thema angeht…weil meine Tochter so viel krank ist und ich 90 % der Zeit mit ihr verbringe. Und das halt nicht auf unterhaltsame Art. Ich kann grad nicht das Positive sehen.
@Pusteblume82 der folg ich auch! Find ich super die Frau!
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Ich muss auch sagen, ohne jemanden angreifen zu wollen, aber ich finde nicht, dass man nicht "vorgewarnt" wird. Fast immer und überall werden Kinder und Babys als Last, quengelig, nervig und anstrengend dargestellt. Ich hab in meinem Umfeld auch nicht mitbekommen, dass es ein Tabuthema ist, von der Arbeit, die Kinder und Babys machen, zu reden. Vielleicht ist es nur mein spezifisches Umfeld, vielleicht aber auch nur unterschiedliche Auffassungen.
Ich hab hier nur versucht ein wenig positive Gedanken reinzubringen.
Es ist Winter, kalt, grau in grau. Das spielt auch mit. Bald kommt der Frühling, Krankheiten werden weniger, die Kinder größer, die Temperatur angenehmer und plötzlich geht's einem mental auch wieder gut.
Eigentlich möchte ich der TE nur sagen, dass es besser wird! Vielleicht noch etwas anstrengender, aber auch die Bindung zum Kind wird stärker und das lässt alles besser wegstecken.
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Ich finde aber Mutterschaft, also die gesellschaftliche Komponente unfassbar zach. Ich wäre im nächsten Leben lieber Papa 🤪
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Ich war sehr unvorbereitet genau auf das psychische, das sich selbst aufgeben, brechen, verändern. Mit ging es monatelang nicht gut und jetzt bereue ich es keine professionelle Hilfe geholt zu haben. Was mir geholfen hat ist vor dem Einschlafen am Abend mit meinen Tag vorzustellen wie er wäre wenn ich kein Kind und keinen Mann hätte. Also wenn es ein Freitag war, dann bin ich im Kopf sehr genau durchgegangen bis zum kleinsten Detail wie ich alles machen würde, also wann wie aufstehen, duschen, anziehen, frühstücken, in die Arbeit fahren etc. Aber wirklich sehr genau. Nach ein paar Wochen sind mit fast alle aufregenden Sachen und Dinge für die ich aktuell keine Zeit hatte ausgegangen. Und dann bin ich meistens schon bei "Vormittag" eingeschlafen. Das war meine Art Meditation.
Das zweite was eine Erleichterung brachte ist einfach das alte ich aufzugeben, auch wenn es zunächst hart und traurig klingt. Ich habe aufgehört die ganze Zeit darauf zu warten wieder normal zu sein. Und krampfhaft etwas dafür zu tun. Ich habe akzeptiert, dass ich nie wieder so sein werde wie früher, aber jetzt anders und in vielen Bereichen des Lebens erfahrener, klüger, vorausschauender.
Und dann bin ich wieder arbeiten gegangen als meine Tochter 14 Monate alt war und das hat noch Mal alles zum besseren gewendet.
Irgendwo habe ich gelesen, dass es im Schnitt 1,5 bis 4 Jahre dauert bis man in der Mutterrolle angekommen ist. Und das schein wirklich do zu passen. Man wird einfach nicht von einem Tag auf den anderen Mutter nur weil man ein Baby hat. Es ist ein Prozess mit viel Arbeit und Erfahrungen, guten wie schlechten.
Es wird auf jeden Fall besser, und du wirst auf diese Zeit zurückblicken und kaum glauben, dass du das alles durchgemacht hast.
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Hat bei uns ein paar Jahre länger gedauert.
@Mohnblume88 es tut mir leid dass es dir so schlecht geht. Und wenn es was gibt womit wir dir helfen können? Dann sag es bitte. Ich schick dir auf jeden Fall ein paar nette Gedanken.
Vielleicht schaffst du es ja dir bei dir in de Gegend „das Dorf“ aufzubauen? ZB mit einer Leihoma oder Nachbarn?
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Das Ding ist, ich wär nicht mutig genug gewesen überhaupt dran zu denken, an der SS etwas zu ändern. Ich ging verstärkt in Therapie, auch Paartherapie und hoffte, dass ich das iwie hinkriege. Es ist auch wirklich viel besser gelaufen bisher, als ich dachte. Trotzdem fehlt mir so viel für eine vollständig erwachsene Person zB Hausverstand hab ich Null oder Intuition oder oder oder…
Dieses Eingesperrtsein seit Monaten ist für mich grad einfach so mühsam. Obwohl der Papa sich um so viel annimmt, er kann trotzdem normal arbeiten und ich sitz von Mo-Do daheim, ohne Auto, ohne Energie für irgendwas.
Und Danke für den positiven Einschlag, ist ja eig eh der Grundtenor. Ich bin da eh ne Ausnahme.
@kea danke, das ist lieb von dir! Ein Aspekt ist auf jeden Fall, dass wir einen Babysitter brauchen könnten. Aber auch die Gesamtsituation muss sich ändern. Ich wär für mehr Aufteilung zw. uns beiden aber mein Lebensgefährte sieht immer gleich seine Karriere davon ziehen, wenn er nur drüber nachdenkt ein bisschen weniger zu arbeiten.
Besondere Situationen erfordern aber nunmal besondere Lösungen und ich seh uns da beide in der Pflicht.
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Mir war immer klar für die Kinder auf vieles zu "verzichten" und ich hab damit auch kein Problem, weil ich die Zeit als Familie genieße. Wir haben auch kein "Dorf" und mit meinem Mann Abends einmal essen zu gehen wäre aufwändig und kostspielig (Babysitter suchen, an die Kinder gewöhnen etc.) und vielleicht sogar einmal wegzufahren wird es die nächsten 12-14 Jahre nicht geben. Also das ist jetzt auch nicht unbedingt ein absehbarer Zeitraum. Das war mir aber vor den Kindern klar.
Was mich komplett fertig macht ist das viele Alleinsein mit den Kindern - vor allem jetzt im Winter verstärkt durch die Krankheiten. 😥 Das war für mich überhaupt nicht absehbar.
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Meine wohl größte Fehlannahme im Leben! 😅
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Mir fällt es heute auch noch sehr schwer, wenn ich weiß ich bin den ganzen Tag mit meinem Kind alleine zu Hause und hab womöglich auch kein Auto (mein Partner und ich teilen es uns) bekomme ich regelrecht Panik wie ich den Tag überstehen soll. Seitdem mein Kind den halben Tag in der Krippe ist geht's mir besser. Klingt furchtbar, aber ist so. Natürlich liebe ich mein Kind über alles, aber ich bin dankbar wenn es mal ein paar Stunden woanders ist. Nachdem es ihm da auch gut gefällt, hab ich auch kein schlechtes Gewissen (mehr) deswegen. Seit Anfang des Jahres bin ich auch wieder beruflich tätig und es ist sogar noch ein Stück besser geworden.
Mein Hauptproblem war aber schon immer dass ich recht unzufrieden war mit meinem Leben. Sei es jetzt mit Kind oder davor. Vor meinem Kind hatte ich - nennt man es ein sprunghaftes Leben? - Partnerschaften die nie länger gingen als 3 oder 4 Jahre, viele Wohnungswechsel durch die Trennungen, etc.
Ich hab nie so richtig ein Ziel vor Augen gehabt weil ich auch immer unschlüssig war wegen Kinder etc. Wusste halt einfach nicht was ich erreichen möchte. Dann war ich knapp 30 und hab mir eingebildet ich will doch irgendwann Kinder haben.
Rückblickend kann ich sagen ich vermisse mein altes Leben schon, würde es aber mit dem Wissenstand von heute komplett anders machen 🫣 mich nie wieder über Langweile beschweren, mehr Unternehmen, etc.
Und das ist halt etwas, das nagt sehr an mir. Das ich einfach mein Leben vor dem Kind nicht genossen hab und krampfhaft nach dem Sinn gesucht hab. Das tut mir heute so leid und drum "warte" ich auch schon auf den Zeitpunkt wo ich all das machen kann was ich möchte. Klingt verwirrend ist aber ein richtiger Teufelskreis.. Ich befinde mich auch außerdem schon ein paar Jahre in Therapie, ua. deswegen.
Die Mutterschaft ist etwas das mich "wachgerüttelt" hat aber mir trotzdem sehr, sehr schwer fällt. Ich finde auch jetzt nach 2 Jahren Mutter sein noch das mein Kind "komplett neu" in meinem Leben ist. Also gewöhnt hab ich mich noch immer nicht daran...
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Gemeinsame Ausflüge sind besser. Wir haben es einfacher, sind in der Stadt, alles öffentlich möglich. Aber es bleibt einfach trotzdem sehr viel zuhause-Zeit übrig. Gefühlt auf jeden Fall.
Mittlerweile ist es besser, Kindergarten etc, Interaktion wird spannender. Aber meine Karenzzeit war meine persönliche Schachnovelle.
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Made my day.
Dieses zuhause gefangen sein und um 09.00 schon auf die Uhr sehen, wann es Schlafenszeit ist…
Ich arbeite mittlerweile Vollzeit. Ich brauche das. In Ruhe an einem Schreibtisch zu sitzen und Texte zu lesen.
Wenn wir dann nach Hause kommen läuft es so:
200 Türme bauen. Das Kind 100 mal aus dem Geschirrspüler, 80 mal vom höchsten „Aussichtspunkt“ am Fensterbrett oder vom Herd weg zerren. Ich. Bin. So. Müde.
Vor allem, sie ist so aktiv und tut sich ständig weh. Ich kann da kaum mehr hinschauen. Oft schiebe ich es auf die aktuelle Schwangerschaft und lass sie bei meinem Mann, damit ich um 1800 Uhr ins Bett kann. Dann hör ich sie zwischendurch weinen und bin besorgt, dass sie „hoch“ runter gefallen ist.
Dann hab ich wieder die halbe Nacht ein schlechtes Gewissen und frag mich wie ich das mit 2 Kindern schaffen soll.
Wenn Kind Nr 2 da ist, wird sie weiter in den Kindergarten gehen. Anders werde ich das sonst nicht schaffen.
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Klingt nicht furchtbar, so geht es den meisten, wie man hier auch liest, also ganz normal! Kinderbetreuung ist halt Arbeit. Und klar gibts auch nette Momente und Spiele, vor allem wenn sie etwas älter werden, aber das braucht auch niemand den ganzen Tag.
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Ich finde es sehr mutig (und das meine ich im positiven Sinne), dass ein solcher Thread gestartet wurde und dann auch noch so viel konstruktives Feedback hinterlassen wurde. Ist ja immer noch ein Tabuthema.
Ich wollte immer 2 Kinder haben, mein Sohn (jetzt ca. 20 Monate alt) war also ein absolutes Wunschkind. Und dann war alles anders als vorgestellt. Bzw. bin ich draufgekommen, dass ich mir eben relativ wenig realistisch vorgestellt hatte. Ich habe schon immer geahnt, dass es mit meiner Persönlichkeit schwer wird ein Kind zu haben. Aber nachdem überall gesagt wird, dass man quasi mit Kind ein völlig anderer Mensch wird, wollte ich das auch glauben und war schockiert, als ich nach der Geburt feststellte, dass das wohl - zumindest bei mir - nicht so ist. Ich kann mich bis heute mit dem Mutterbegriff schlecht identifizieren.
Ich bin im ersten Jahr in Depressionen gerutscht, weil mir die Decke auf den Kopf gefallen ist und ich den Kleinen wenig abgeben konnte.
Diese Fremdbestimmtheit macht mir bis heute zu schaffen. Und jedes Alter, jede Phase des Kindes hat seine eigenen Tücken. Er entdeckt momentan seinen Willen und beginnt Grenzen, speziell bei mir, auszutesten. Wenn man dann sowieso schon von Haus aus eher genervt und gelangweilt ist (weil man zum 10. Mal das selbe Buch anschaut), dann bringt mich das zusätzlich oft an meine Grenzen.
Ich war lange Zeit Single - das Zusammenziehen mit meinem Freund war schon eher schwierig für mich. Ich hab keine 100 Hobbies, aber einfach Zeit für mich gebraucht und wollte mich vor niemanden rechtfertigen. Zudem brauche ich auch viel Schlaf und bin psychisch angeschlagen.
Mir fallen ad hoc locker 10 Dinge ein, die ich von früher vermisse; umgekehrt muss ich länger nachdenken um etwas zu finden wo ich sage: "Das macht mt Kind jetzt viel mehr Spaß".
Ich ertappe mich dabei, wie ich auf die Zukunft hoffe und warte, bis der Kleine älter, reifer und somit selbstständiger wird. Was ich eigentlich schade finde, denn er ist jetzt ein so süßer Zwuck und die Zeit vergeht sowieso viel zu schnell.
Was mir persönlich hilft: Ich arbeite wieder Teilzeit und komme dadurch unter Menschen bzw. kann ich mich da wieder einwenig verwirklichen. Es dreht sich nicht mehr nur alles ums Kind. Der Kleine geht in die Krippe und wird ab und zu auch von den Großeltern betreut. Ich bin aktuell sogar am Überlegen, ob ich ihn nicht auch in der Krippe schlafen lassen soll, zumindest an manchen Tagen, damit ich noch einbisschen mehr Zeit für mich habe bzw. der Wechsel von Vormittags Arbeit zu Nachmittags Kinderbetreuung nicht zu krass ist.
Am Wochenende nimmt ihn mein Freund manchmal länger, sodass ich auch mal einpaar Stunden für mich habe. Auch wenn ich manchmal vom schlechten Gewissen gequält werde, so denke ich mir, dass es so besser für mich und den Kleinen ist.
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Jetzt wo du das so schreibst, fällt mir ein, dass ich diesen Gedanken auch hatte. So oft hat mir wer erzählt, dass sie eine Mama kennen, die nie Kinder wollte und dann ist sie so in der Mutterrolle aufgegangen. Tausend Geschichten kenn ich da.
Und dann sitzt man selber da und merkt, verdammt, ich bin komplett derselbe Mensch und meine Entscheidung war vielleicht doch nicht die Richtige. Aber Zurück gibt es keines.
Ich finde es gut, wenn du dir Luft verschaffen kannst, indem dein Kleiner auch mal nachmittags in der Krippe ist.
Meine Tochter sagt oft „nein, geh bitte nicht turnen/arbeiten/etc.“. Aber sie kennt mich mit schlechter Laune und sie weiß, dass es wichtig ist für jeden, dass man nicht nur Zeit in der Familie hat.
Die Tage sagte sie sogar zu mir „Mama, ich weiß du bist gern bei mir, aber ich brauch auch mal Zeit mit meiner Freundin!“ Halt ich für eine sehr positive Entwicklung! Sie ist aber schon fast 5, also da wird das mit dem Verständnis schon einfacher.