Vom Einzelkind zur großen Schwester

Guten Morgen 🌻

Unser Mädchen wurde letzte Woche große Schwester und ist seitdem durch den Wind. Zuvor ein pflegeleichtes und unkompliziertes Mädchen, weint sie jetzt abends und nachts viel. Untertags ist sie fröhlich, hat ihren Bruder lieb, bekommt auch viel Aufmerksamkeit von uns. Aber wenn es ans Schlafengehen geht, weint sie bitterlich und es bricht mir das Herz 😢 sie ist mit einem Altersunterschied von 2 Jahren selber noch recht klein.

Wie war das bei euch, als das Geschwisterkind kam? Legt sich das bald von selber und kann ich irgendwas tun?

LG, Mondstern

Kommentare

  • Baux87Baux87

    2,037

    bearbeitet 11. 11. 2020, 16:06
    Unser Großer wird bald 3 und hat seit einem Monat eine kleine Schwester. Tagsüber überhaupt kein Problem - abends kommt auch die Eifersucht durch. Er weint nicht unbedingt, ist aber sehr gereizt und allein sein Blick spricht manchmal Bände. Da sagt er dann auch dass er jetzt die Mama alleine will zum Schlafen gehen etc.... aber es ist schon etwas besser geworden! Ich glaub es dauert halt einfach eine Zeit lang bis es sich eingespielt hat.

    Manchmal hab ich Glück und die Kleine schläft vor ihm ein, dann kann ich so richtig auf ihn eingehen. Er legt sich auch immer dazu in unser Bett wenn ich stille, dann halt ich wenigstens eine Hand von ihm und wir decken uns mit einer Decke zu. Er ist nämlich vorher auch immer mit mir schlafen gegangen - und das wird wohl noch länger so bleiben. Untertags Versuch ich auch öfter nur mit ihm was zu machen, geht halt oft nicht lange.

    Aber ich hab auch schon ein paar Mal geweint weil er mir so leid tut - er will so tapfer und brav sein, aber ist eben selbst auch noch ein kleiner Knirps
    Mondstern
  • Meine Tochter (3)! wurde im Mai große Schwester. Die 1. 3-4 Monate waren wirklich unkompliziert aber dann hat sie auch angefangen wieder Baby sein zu wollen.
    Mama du sollst mich auch füttern, Mama ich will auch bei dir schlafen, Mama du sollst sie (die kleine) weglegen und mich tragen, Mama ich will auch auf deinen Schoß,...

    Sie weint auch des öfteren wenns ans schlafen geht. Wenn die kleine schläft, dann genießen wir 30-40 Minuten exklusiv Zeit, mit Buch lesen, tratschen, kuscheln usw. Danach geht der Papa mit ihr in ihr Zimmer und das klappt super. Es gibt aber auch Tage wo sie mich explizit verlangt, dann gehe ich mit ihr ins Bett und der Papa muss gegebenenfalls die kleine hinhalten wenn sie wach wird, da sie noch gestillt wird.

    Sollte der Papa Nachtdienst haben, gibt Mädelsrunde im Elternbett, ganz einfach. 🥰
    Mondstern
  • Meine wurde im Januar große Schwester. Die zwei sind 1,5 jahre auseinander. Die ersten 2 Wochen waren sehr hart für mich, da meine große überhaupt nicht mehr zu mir wollte. Sie hat mich oder die kleine nich mal wirklich angeschaut. Nach 2 Wochen, musste der Papa wieder arbeiten und es ging nicht anders als das sie wieder zu mir kommt. Nach u nach wurde es immer besser u besser. Aber sie will auch jetzt immer wieder baby spielen, will hin und wieder das ich sie fütter, nimmt ein Schnuller, will das essen was die kleine isst usw. Man muss aber auch daran denken, das es für die kleinen eine riesige sache ist. Auf einmal ist ein kleiner Eindringling da, der Mama u Papa ebenfalls voll in Anspruch nimmt. Jeder will das baby sehen u aufeinmal bekommt man weniger Aufmerksamkeit. Gibt der sache Zeit. Versuch die große so gut wie es geht bei allem ein zu binden. Das hat mir viel geholfen. Mittlerweile will sie alles mit der kleinen zusammen machen u wehe die kleine mag schlafen u nicht mit ihr spielen 😅 die ersten 3 monate hat die große noch mit bei uns geschlafen, bis sie gemerkt hat, dass sie im eingenen Zimmer mehr Schlaf bekommt. Wenn du merkst das sie traurig ist bzw wieder weint, versuch sie einfach weiterhin dabei zu begleiten u viel erklären. Viell denkt sie auch, dass sie ins Bett muss damit ihr mit ihrem Bruder alleine sein könnt o.ä. ich wünsche euch das es bald besser wird u alles gute bis dahin 🌼
  • Sarah6Sarah6

    461

    bearbeitet 13. 11. 2020, 23:59
    Da lese ich mal mit, da wir Anfang Februar unser zweites Kind (einen Buben) bekommen. Die große Schwester wird dann genau zwei Jahre alt und fang langsam an, sich sorgen zu machen. Ich habe mir die ganze Situation sehr harmonisch vorgestellt, ich komme mit dem Baby nach Hause und die Geschwister haben sich liebt und alles läuft super schön weiter 😂😂 da meine Tochter fremde Babys eigentlich sehr gerne hat, sie streichelt und küsst und auch mit ihren Babypuppen soo schön umgeht, habe ich immer gedacht, dass sie ihren Bruder nur lieb haben wird und sicher nicht eifersüchtig wird, jetzt kamen aber einige Situationen und Gespräche mit ihr, wo ich gemerkt habe, dass sie doch ein bisschen Probleme damit hat, einen kleinen Bruder zu bekommen. Sie wird noch gestillt und da sagt sie immer und immer wieder, dass die Brüste nur ihr „gehören“ und dass die diese mit ihrem Bruder nicht teilen wird ind dass er was anderes essen soll 😅😅 auch wenn wit irgendwohin fahren sagt sie, dass der Bruder (der ja noch im Bauch mitfährt) nicht mit kommen darf, er soll zu Hause bleiben. Jetzt habe ich doch ein bisschen Angst, dass es für sie viel schlimmer sein wird, als ich mir das eigentlich vorgestellt habe 😬
  • Keine Ahnung ob ihr sowas schon angedacht habt. Bei meiner Freundin gabs Weihnachten vor der Geburt des kleinen Bruders ein Baby (Babyborn) für die "große" da wurde die Babyversorgung geprobt, Ausflüge gemacht, immer mitgenommen. Die Große hat dann sehr viel nachgespielt was die Mama gerade macht und so war da ein bisschen Luft.

    Zum wieder Baby sein wollen: Auch mein Großer (5,5 Jahre Altersunterschied) wollte und will Babybrei essen. Er kann sich aber natürlich besser verbalisieren und hat gesagt das er jetzt auch ein Baby ist, war aber relativ schnell vorbei als ich gesagt hab, dass ich dann wohl die Schokobananen alleine essen muss, weil Babys das ja noch nicht dürfen. Babybrei darf er als der Große immer aufessen wenn seine Schwester satt ist.

    Meine Mama schreibt gerade eine Arbeit über Geschwister und ihre Rollen. Ich kann gerne mal nach Buchtipps fragen falls wer Interesse hat.
  • Ich komme auch demnächst im die Situation und hab "Geschwister als Team" von Nicola Schmidt gelesen. Das kann ich sehr empfehlen. Sie geht hier auch sehr ausführlich auf die ersten Wochen mit Baby ein und wie man die Ankunft gestalten und somit eine gute Basis schaffen kann.

    In Bezug auf "das große Kind will wieder Baby sein" empfiehlt die, einfach mitzuspielen. Für die Kinder ist das alles eine enorme Umstellung und ihr Ansatz ist, je empathisch er und liebevoller man auf sowas reagiert desto schneller ist es vorbei. Wenn meine Tochter mir sagt, sie will das Baby sein dann zu ich auch so als wäre sie das Baby (Nehm sie im Wiegegriff auf den Arm oder füttere sie). Meist ist es nach ein paar Minuten vorbei und die sagt, dass sie das und das schon alleine kann. Ich konnte mir aus dem Bauch viele Tipps abholen und werde es bestimmt auch immer wieder zur Hand nehmen wenn das zweite Kind da ist um nachzuschlagen und mir Lösungen zu holen.
  • Wir haben auch eine ähnliche Konstellation zuhause. Die Große haben wir mit Gesprächen gut vorbereitet. Sie hat mit dem Bauch gesprochen, ihn gestreichelt und an ihren Puppen das Wickeln und Liebhaben geübt. Sie hat auf die Geburt sehr positiv reagiert, wird viel eingebunden und bekommt auch sehr viel Aufmerksamkeit. Zum Glück ist das Baby ganz entspannt und brav, sodass die Große auch sehr viel Exklusivzeit mit mir bekommt.
    Auch wir haben abends ein paar Schwierigkeiten, aber das ist wahrscheinlich ganz normal. Sie darf, wie vorher auch, jederzeit zu uns ins Zimmer kommen, wenn sie möchte. Papa schläft nun öfter bei ihr im Bett, weil sie gerade nicht so gerne alleine bleibt. Sie entspannt sich aber jeden Tag mehr, ich denke, es wird sich bald eingespielt haben.
    Ich empfehle dir, es ruhig und gelassen zu sehen, ihr viel Aufmerksamkeit zu schenken, auch nebenbei beim Stillen zum Beispiel. Sie kann viel helfen - Feuchttücher rauszupfen, Windel reichen, Baby zudecken, weinende Baby streicheln... Der Rest spielt sich automatisch ein.
    Würde auch darauf achten, ihr nicht dauernd zu sagen "Schrei nicht so, das Baby schläft" oder "Ich kann jetzt nicht, muss das Baby wickeln". So denkt sie, das Baby ist immer schuld, wenn die Mama nie Zeit hat. So entsteht schnell Eifersucht, glaube ich. Vermeide also solche Aussagen, wenn es geht :)
  • Bei uns ists auch im februar soweit und ich habe erst vor kurzem von meiner hebamme auch den tipp Tipp bekommen, dass ich dem großen vom krankenhaus auch ein baby mitnehmen soll, also eine Puppe. Die hebamme meinte, das sie das schon oft erlebt hat, dass sich die "großen" leichter tun, wenn sie dann auch alles, was die mama macht, mit der puppe nachmachen können. Auch wenns der große Bruder ist. Puppe wird dan auch gestillt, wenn mama stillt und man soll die kleinen viel miteinbinden, auch beim wickeln etc.
    Wird vl auch nicht von jedem kind gut aufgenommen, aber ein versuch ists denk ich wert.
    Wegen abends, vl versuchst du wirklich mal, dass du die große mit dem baby gemeinsam schlafenlegst. Also die große in ihr bett und vl stillst du das baby nebenbei oder so. Ich stell mir das vl jz einfacher vor als es ist, also sorry falls das schon probiert wurde und nicht geklappt hat 😅🙈
  • Das mit der Puppe kann man probieren. Hat meine Kinder aber nie interessiert.

    Ich mag den Blog „das gewünschteste wunschkind“ sehr gern (einfach googeln), es gibt auch Bücher. Lies dich mal durch, zu dem Thema gibt es einige Artikel.

    Um Endeffekt ist es eine sehr schwierige Zeit für die
    Älteren, das muss man als Eltern akzeptieren. Und für die Eltern kann es deswegen auch einige Monate lang sehr hart sein.

    Übrigens sind meine großen immer noch gern „Baby“, und unser kleiner ist schon 14 Monate als... ich mach immer einfach mit. Aber bissl nervig ist es manchmal schon.
  • Hey! Mein kleiner ist jetzt 5 Monate und die Große 2 1/2 die ersten Wochen waren echt anstrengend... wusste teilweise gar nicht wen ich als erstes hochnehmen soll!
    Sie fand ihn auch total süß und war lieb zu ihm aber man hat gemerkt das es für sie eine große Veränderung war, hat dann auch öfter gezickt, geweint usw... Hab immer versucht ihr so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu geben und immer da zu sein wenn auch sie etwas braucht!
    Jetzt sieht die Welt echt schon anders aus und alles hat sich eingespielt und ja sie zickt manchmal noch immer aber nicht mehr weil er sie jetzt quasi stört ...
  • Also ich habs mir echt schlimm vorgestellt die erste Zeit. Mein großer hat sich nie für Babys interessiert als seine Cousine geboren wurde meinte er das ist ekelhaft was mich total geschockt hat... hab versucht ihn drauf vorzubereiten und viel mit ihm gesprochen so war seine kleine Schwester in der ss schon sehr präsent für ihn. Mama is müde wegen dem Baby er is der große und lässt Mama schlafen, passt auf Mama auf. Ich hab ihm auch ne Puppe gekauft war aber nd sehr spannend für ihn. Dann kam tag X praktischerweise wars ne Einleitung so konnten wir ihn drauf vorzubereiten das mama jetzt ins kh fährt und dann seine Schwester kommt. Als er dann ins kh zu besuch kommen durfte war er mehr am elektrischen bett als an seiner Schwester interessiert 😅
    Als ich aber dann nach Hause kam war er gleich Feuer und Flamme für die kleine. Er streichelt sie sehr viel und kümmert sich rührend um die kleine. Er vergöttert sie und genießt seine Rolle als großer Bruder und hilft mir total gerne. Wenn ich kurz aufs klo gehe "passt" er auf sie auf und erzählt mir dann ganz stolz das er sie gestreichelt oder ihr den schnulli gegeben hat.
    Sie sind jetzt fast 4 Jahre und 10 Wochen und ein richtiges Dreamteam 🥰 kann manchmal aber auch anstrengend sein da er alles mit der kleinen machen möchte und mit ihr spielen will.
    Er bekommt sehr viel exklusiv zeit da die kleine wahnsinnig viel schläft er betont auch immer das er der große ist und auf seine kleine Schwester aufpasst 😊

    Bei uns haben viele Gespräche geholfen und exklusiv zeit fürn großen 😊
  • @Mondstern bei uns war es am anfang so dass die große total lieb war, viel mitgeholfen hat und dann hat es auch nach einigen Wochen angefangen dass sie viel geweint hat, enorm viel Aufmerksamkeit wollte und diese auch eingefordert hat.. Sie hat dann gespürt dass das Baby nun auch viel mehr Aufmerksamkeit braucht und fühlte sich zurückgewiesen.. Wir haben uns dann viel Zeit genommen mit ihr alleine was zu machen, die Omas haben das Baby zb und wir waren mit ihr am Spielplatz oder ein Eis essen, und es wurde dann die abendsituation auch Schlagartig besser 😊 was habt oder hattet ihr den vor dem Baby für ein einschlafritual? Vielleicht hilft ihr dass wieder dass sie sich wieder ein bisschen ordnen kann? Ist ja doch ziemlich heftig für die zwerge wenn dann ein Baby da ist welches auf einen Schlag einfach mal so viel Hilfe & Aufmerksamkeit benötigt. Und auch wenn sie noch klein sind, viel reden hilf! Wir haben unserer Tochter immer wieder erklärt wie schön es ist dass sie so mithilft bei ihrem Bruder und wie stolz wir auf sie sind etc. Und sie hat es verstanden jetzt klappt es wieder super 👌
  • Das mit der puppe find ich ansich eine schöne Idee. Hatte ich auch vor, aber vor ein paar Wochen hat unsre Tochter eine kleine puppe von jem anders geschenkt bekommen und war sofort vernarrt in die. Bis dahin nur mäßig an Puppen interessiert, nennt sie diese Baby und nimmt sie überallhin mit. Jetzt ist es denk ich nicht unbedingt sinnvoll, nach der Geburt mit einer anderen puppe zu kommen, oder? Zubehör bekommt sie zum nikolo von ihrer Tante, ET ist 2 Tage vor nikolo...

    Ich hab mir folgendes überlegt, weil sie momentan so gerne Bücher aber noch lieber Bilder von sich selbst anschaut: ich mach ein kleines Fotobuch mit Bildern von ihr als neugeborenes und baby und geb es in die Tasche, die sie zur Oma mitbekommt wenn wir zur Geburt ins Krankenhaus fahren. Sie kennt zwar teilweise diese Fotos, aber nicht alle und ich würds als eine Art bildgeschichte aufbauen: Da warst du noch in Mamas Bauch, da hat dich Papa zum ersten Mal gehalten, das waren deine ersten Besucher, etc...
  • @wölfin würde auch keine neue Puppe besorgen, aber du kannst sie vl jetzt schon darauf vorbereiten und immer wieder mal erwähnen, dass du als Mama auch bald so ein Baby haben wirst und ihr dann gemeinsam eure Babys füttern, wickeln usw könnt. So in die Richtung würde ich’s machen denk ich 🤗

    Deine Idee mit den Fotos find ich auch toll
  • @Mini1993 danke! Ja, wir reden e oft vom Baby bzw spricht sies oft auch von sich aus an. So ganz klar wirds ihr trotzdem erst sein, wenn das Baby dann da ist, aber sie ist immerhin von jedem Baby das sie sieht begeistert, sowohl real als auch in Büchern, wobei letzteres halt momentan überwiegt, kannst ja in Zeiten wie diesen schlecht auf leute mit Baby zugehen weil dein Kind Baby schauen will - ich würds ja dann nach der Geburt auch ned wollen 😕.
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