Wiege und Gitterbett vorhanden - Beistellbett sinnvoll?

Hallo ihr Lieben! Mir stellt sich derzeit die Frage, ob ein Beistellbett in unserem Fall sinnvoll oder eher rausgeschmissenes Geld wäre. Wir haben von meinen Schwiegereltern und meinen Eltern jeweils eine schöne alte Wiege und ein Gitterbett bekommen - in der Wiege hat mein Mann als Säugling geschlafen, das Gitterbett ist noch aus meiner Kindheit. Das Gitterbett kann man ja recht lange nutzen, die Wiege ist schon etwas kleiner und wahrscheinlich nur im 1. Jahr nutzbar. Hätten wir die nicht bekommen, hätte ich sicher noch ein Beistellbett organisiert, weil ich mir das zum stillen und von Körperkontakt her schöner und praktischer vorstelle und wäre später dann aufs Gitterbett umgesattelt. Nun stellt sich mir aber die Frage, ob ein Beistellbett zusätzlich überhaupt sinnvoll ist oder ob wir mit Wiege neben unserem Bett und später Gitterbett auch gut über die Runden kommen? Was denkt ihr? Die Wiege ist halt schon deutlich tiefer, als unser Boxspringbett, aber ich würde sie schon sehr gerne nutzen. Danke für eure Tipps an mich als unerfahrene Mama mit bald 1. Kind :smiley:

Kommentare

  • bearbeitet 11. Juli, 22:15
    Ich kann dir nur berichten, wie es bei uns war: ich hatte auch eine Wiege, die noch mein Opa für meine Tante damals selbst gemacht hat. Die hatte Rollen und man konnte verstellen, ob sie wiegt oder fixiert ist. Die haben wir hauptsächlich untertags in den Wohnräumen genutzt, damit ich das Baby immer mitnehmen konnte, wenn ich nebenbei was machen wollte und mein Kleiner hat sie geliebt - die hatte oben noch einen Himmel und da hing dann ein Mobile oder Spielkette, mit diesen Dingen hat er oft ewig geplaudert und konnte sich dort schon lange selbst beschäftigen. Er wollte aber NIE untertags drinnen schlafen, weil er als Baby untertags meistens auf mir geschlafen hat und später dann schon in seinem Gitterbett. Zusätzlich hatten wir eben das Beistellbett, was bei uns Goldwert war. Mein Kleiner hat schon sehr bald fast die ganze Nacht direkt neben mir darin geschlafen. Ich konnte ihn aber zum Stillen ganz schnell und problemlos raus und reinlegen, was mit einer Wiege bei uns zu umständlich gewesen wäre. Aufs Gitterbett sind wir dann mit ca. 8-9 Monaten umgestiegen, da wurde das Beistellbett zu klein und weils bei uns platztechnisch nicht anders möglich war, kam das ans Fußende und war nicht mehr neben mir, wie das Beistellbett.
    Die Frage ist, ob man euer Gitterbett nicht einfach nebens Bett stellen kann und eine Seite aufmachen, um es als Beistellbett umzubauen? Das geht bei manchen Gitterbetten. Aber alles, wo man das Baby nachts kompliziert raus und wieder reingeben muss, könnt ich mir vorstellen, dass es mühsam wird, weil du einfach munterer wirst als wenn du es nur neben dir hast.
    Aber das war halt unsere Situation … bei meiner Cousine, die die wiege auch hatte, war die, wie auch das Beistellbett, immer nur Deko, weil das Kind NIE in der Wiege liegen wollte, auch nicht im Wachzustand, wie mein Kleiner. Und nachts hat ihr Sohn immer bei ihnen im Bett geschlafen. Ich hör auch ganz oft, dass bei vielen das Beistellbett nur ein teures Nachtkastl war und nie genutzt wurde, weils dann einfach anders kam als gedacht und das Baby schlief nur bei ihnen im Bett, obwohl sie es anfangs auch anders dachten.
    Dementsprechend kann dir vermutlich hier niemand den Richtigen Tipp geben, weils halt dann sehr individuell je nach Baby und eurer Situation dann sein kann 😅.

    Nachdem aber bei euch die Wiege und das Bett ein Geschenk war, evtl. bekommt ihr noch Gebrauch günstig ein Beistellbett zB. Ich kann nur von mir sagen, dass mein Sohn es geliebt hat, weil der nie so viel kuscheln wollte nachts und auch ich viel besser geschlafen hab, wenn er in seinem Bett war. Und es einfach praktisch war auch fürs Stillen mit rausnehmen und dann auch wieder reinlegen, ohne aufstehen zu müssen. Also ich fand das Beistellbett sehr sehr praktisch. Mein Sohn hat aber eben auch die Wiege geliebt. Also alles kann, nichts muss 😂🤭
    effi333
  • @Johanna_Moritz danke für deine schnelle und ausführliche Antwort! Hat mir schon sehr geholfen. Ich habe auch schon öfter gehört, dass einige Babys einfach mit im Elternbett schlafen (ggf. mit Babynest zwischen den Eltern). Auch meine Hebamme meinte im Geburtsvorbereitungskurs, dass das eine Option wäre und sogar das Risiko des plötzlichen Kindstods reduzieren könnte, weil das Baby so nahe an den Eltern ist und deren Atmung hört bzw. auch die Eltern schneller merken, wenn was nicht stimmt. Außerdem stelle ich mir das auch sehr praktisch mit dem Stillen etc. vor. Allerdings habe ich da doch irgendwie etwas Sorge, dass einer von uns beiden sich im Schlaf auf das Baby drehen könnte. Vor allem mein Mann dreht sich im Schlaf viel, manchmal wache ich mitten in der Nacht auf weil er halb auf mir drauf liegt :D Vielleicht finden wir ja noch ein günstiges gebrauchtes Beistellbett, dann sind wir auf alle Eventualitäten vorbereitet.
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