Aussortieren/Minimalismus neben Kleinkindern?

Hallo :)

Mich würd interessieren, ob und wie ihr mit dem Start in den Minimalismus bzw. in größere Aussortier-Aktionen startet und die aufrecht erhaltet neben euren Butzis?
Ich würd so gerne einen größeren Teil von unserem Zeug loswerden, weil ich merke, dass mich die Menge an Dingen im Haus erdrückt. Es ist niemas ordentlich genug, dass ich abschalten kann, es haben viele Dinge keinen fixen Platz, was dann alles auch schnell sehr unordentlich werden lässt und generell haben wir einfach zu viel Klumpert. Ich will nicht in Richtung arger Minimalismus, aber schon ordentlich viel Zeug loswerden, damit Haus, Alltag und Kopf wieder ordentlicher sind.

Nur neben zwei sehr aktiven und fordernden Kleinkindern hab ich das Gefühl, ich dreh mich im Kreis, wurscht wo ich anfang. Hab auch schon auf Insta ein bisserl in die Minimalismus- und Ordentlichkeitsprofile reingeluchst, aber so richtig hab ich nichts gefunden, was mir in unserem Alltag machbar erscheint.

Erzählt mal, wie seid ihr das Thema angegangen? Hattet ihr da Erfolg? Wie gehts euch da?

Schönen Samstag euch allen :blush:
Lulu98Thessi

Kommentare

  • Bei mit passiert das immer in Schüben. Ich fang einfach bei einen Bereich an der mich gerade nervt z.b ein Kasten wo alles einfach reingekommen ist ohne System. Dann sortier ich, in behalten und passt dort wo es war, behalten aber anderer Ort, kann weg und ist Müll, kann weg aber kann man weitergeben. Alles was weitergegeben wird kommt in eine Kiste und wird dann wenn mehr zusammengekommen ist erledigt. Zumindest in der Theorie 🤣 in der Praxis steht die Box schon echt oft lang herum ( aber an einem Ort wos mie ned so stört bis uns der Rappel überkommt)

    Achja und vllt Sachen kommen auch meist in die Box zum Weitergebe. Da sie ja eine zeit lang steht seh ich dann ob ich es vllt doch brauche

    Mir selbst fällt es schwer Ordnung zu halten. Aber was mir wirklich hilft ist wenn etwas einen fixen Platz hat. Wie z.b alles zum Basteln in diese Box, alle Scheren in diese Lade usw. . Vor allem minimiert es die Zeit die man zum Suchen verwendet 😅
    sulmtalerLulu98
  • Schau mal bei tietjenhome auf insta - ich finde die basket method ganz interessant. Damit kriegt man zumindest schnell wieder Ordnung hin, auch wenn keine perfekte Grundordnung da ist, wo alles seinen Platz hat.
    Ich würde auch gern extrem ausmisten. Das Dauerchaos mit Kleinkind finde ich auch echt belastend. Gestern hab ich meinen Kleiderschrank massiv aussortiert. Ich glaub, man nimmt sich am besten immer nur einen sehr kleinen Bereich pro Tag vor (zB eine Schublade). Und wichtig ist auch, mit der Kauferei aufzuhören. 🫣🥲 Also beim Spielzeug lieber auf Sachen setzen, die lang und vielseitig nutzbar sind.
    sulmtalerLulu98
  • Oh, das Thema beschäftigt mich auch grad sehr. 😄

    Bei mir ist es z.B. die ganze Kinderkleidung 😖 Ich heb alles von der Großen für die Kleine auf und auch wenn kein 3. Kind geplant ist, kann ich die Sachen der Kleinen noch nicht weggeben 😅.

    Wenn ich mich aber dazu entschieden habe, verschenke ich die meisten Sachen. Ich hab dann keine Nerven für ein paar Euro alles noch länger aufzubewahren. Ich mach dann auch Pakete mit mehreren Sachen auf einmal - so geht das auf Willhaben gut zu verschenken.

    Und wichtig finde ich auch das Kaufverhalten zu überdenken. Damit nicht wieder mehr ins Haus kommt.

    Ich bin leider in einem sehr sparsamen Haushalt aufgewachsen, wo nix weggeschmissen wurde, weil man ja noch alles einmal brauchen könnte. Da fällt mir das Weggeben/Aussortieren oft sehr schwer... 😖
  • sulmtalersulmtaler

    860

    bearbeitet 7. Februar, 12:41
    Und dieser Leitsatz hilft mir - ich folge so einem Haushaltsaccount auf Instagram - es muss nicht perfekt sein, sondern besser als zuvor.

    Ich mag so große Aktionen nicht, bei denen z.B. der ganze Kleiderschrank ausgemistet wird. Das funktioniert bei mir neben den Kindern nicht und kostet einfach so viel Energie und ich starte dann gar nicht.

    In kleinen Kategorien mit 15 Minuten geht es viel besser. Manchmal setz ich mir auch einen Timer 😆.
  • sulmtaler schrieb: »
    Ich bin leider in einem sehr sparsamen Haushalt aufgewachsen, wo nix weggeschmissen wurde, weil man ja noch alles einmal brauchen könnte. Da fällt mir das Weggeben/Aussortieren oft sehr schwer... 😖

    Jaaa, genauso gehts mir auch. Es fühlt sich find ich auch bei manchen Sachen wie ein Sakrileg an, sie wegzuwerfen, auch wenn ich mir 100% sicher bin, dass ich sie realistisch eh nie wieder verwenden werde.
    Und ich kann mit so großen Aktionen auch nicht wirklich gut umgehen, wo der Kasten ausgemistet wird im Ganzen, oder die ganze Küche, Keller usw.

    @BirteF werd ich mir anschauen :blush: machst du selber die basket method daheim?

    @Leni91 ja das mit den Schüben kenn ich :D bin dann kurz immer SEHR motiviert, aber scheitere dann echt an der Zeit und dann steht alles so ewig lang halb fertig rum bis der Motivationsschub wieder vorbei ist. Finds auch schwer, Sachen wegzuwerfen und hab letztens auch auf Insta einen Account gefunden, die das mit der "Erlaubnis, Dinge wegzuwerfen" thematisiert hat, damit sie halt dann nicht im Haus bleiben, nur weil man sie nicht wegwerfen möcht.
    Weil alle Sachen auf Willhaben usw. zu verkaufen, das dauert ja auch ewig, wenn sie denn wer kauft.

  • Ich verkaufe wenig, Gewand tausch ich mit meiner Schwester oder Mama gern bzw war ich ein paar mal zu einer Kleidertausch „party“ eingeladen und hab jtzt entdeckt dass es bei uns in der Nähe regelmäßig einen Kleidertausch gibt, kaputtes wird als Fetzen verwendet oder recycelt und beim Kindergewand geben wirs weiter in der Verwandtschaft (Lieblingsstücke werden aufgehoben)

    Ich schau aber auch, dass ich nicht zu viel kaufe, fällt mir beim Gewand oft gar nicht so schwer weil ich das anprobieren lästig finde 😅

    Wenn ich einen „Schub“ hab fällt es mir auch oft leichter los zu lassen. Aber vor ein paar Jahren hab ich z.b mich noch viel Schwerer getan vor allem bei Geschenken. Das fällt mir jtzt viel leichter.
    Bei uns gab es lange bei der Kirche einen Kasten wo man allen möglichen Kleinkram zum tauschen hinstellen konnte. Da viels mir dann auch leichter. Aber der wurde leider aufgelassen weil zuviel Müll abgestellt wurde

    Mein Kryptonit sind Bücher… die verborg ich jtzt ganz gern, dann sind sie im Umlauf, gehören aber offiziell mir 🤣 oder ich bringe sie zu meine Eltern, dort ist viel Platz 😅
  • Ich kenn das auch gut. Ich hatte schon vor meinem Kind immer wieder den Drang auszumisten, aber vielleicht 2x im Jahr.
    Seitdem wir für den Kleinen unser Arbeits-/Sportzimmer/Rumpelkammer aufgeben mussten und es nach und nach zu einem netten Kinderzimmer gemacht haben, will ich ständig ausmisten. Das ganze Zeug aus diesem Zimmer musste ja dann in andere Zimmer und so groß ist die Wohnung auch wieder nicht. In der Karenz hatte ich noch mehr Zeit dafür, v.a. im letzten Monat als er dann schon im Kindergarten den Mittagsschlaf gemacht hat.
    Jetzt seh ich ständig irgendwas und denk mir, das will ich woanders hingeben, das könnte ich in einer Box zusammenlegen, welche Sachen könnte man vom Abstellraum ins Kellerabteil geben, dass dort wieder mehr Platz ist, eigentlich gehört der Keller auch ausgemistet, dass wieder mehr Stauraum da ist 🙈.
    Seit ich wieder arbeiten gehe, hätt ich einen freien halben Tag in der Woche, wo ich ausmisten/umräumen könnte, aber die Zeit geht dann oft für andere Erledigungen drauf oder ich will dann doch ein wenig Me-Time genießen

    Aber die Idee, mal 15min oder vielleicht auch 30min was zu machen, werde ich mal versuchen.

    Letztens wollt ich die Kommode mit dem Kindergewand durchschauen, während der Kleine zu Hause war. Ich hab nach 5min aufgehört, weil er das Gewand teilweise im Zimmer verstreut hat oder in irgendeine andere Lade rein 😅

  • Das Gefühl von Zeug das man nicht braucht erdrückt zu werden kenn ich gut 😵‍💫

    Komm auch aus einem Elternhaus wo gefühlt ALLES aufgehoben wird, mein Papa verteilt sein Zeug mittlerweile auf 3,4,5 Häuser/Garagen etc.
    Eines davon das Haus/Schuppen in dem ich und meine Familie jetzt wohnen…
    Da haben wirs letztes Jahr wenigstens mal geschafft radikal wegzuschmeißen was kein Mensch jemals wieder brauchen wird (mit seiner Erlaubnis).
    Ich hab noch einen kleinen Bruder mit 10 Jahren, der fängt auch schon so an, kann nix von seinem Spielzeug weggeben und will am liebsten sogar Babyspielzeug aufheben (für seine Kinder mal ^^)

    Wir haben extra wenig Stauraum in unserem Wohnraum, führt leider dazu das die Küchenkastln zugemüllt sind mit Zeug das sonst keinen Platz hat und gerne Sachen, nach dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn“ in Keller, Garage und Schuppen verstaut werden.

    Der Gedanke einen ganzen Raum auf einmal zu entmüllen lähmt mich komplett also bin ich dazu übergegangen ein Regalfach/eine Schublade auszumisten und echt radikal wegzuwerfen.
    Ich verkauf auch nix (außer echt hochwertiges Zeug, aber wenns unter 5€ bringen würd kommts weg), maximal wirds zu verschenken eingestellt oder an einen Sozialmarkt gespendet.
    Mit jedem Teil das wegkommt merk ich wie mir leichter wird 😅

    Minimalistisch wirds bei mir sicher nie werden, aber so das jedes Teil seinen Platz hat wär schon fein 🙌🏻
    Marle
  • @DieZwetschke ich habe zumindest auf einer Kommode, die oben immer zugestellt wurde, einen Korb eingerichtet und allein dadurch wirkt es ordentlicher 😅
    Lulu98
  • Ich habe mir vorgenommen jeden Tag 30 min im Keller irgendwas zu sortieren. Das ist Grad noch die Zeit die nicht nervt und langsam aber stetig merkt man ein bisschen die Ordnung.
  • Mein Kind hat fast nur gebrauchtes Gewand und gebrauchte Spielsachen, wofür wir nicht viel ausgeben. Ich bin jedes Mal froh darüber, wenn ich was aussortiere. Das weggeben fällt so viel leichter, wenn man nichts oder nicht viel für die Sachen ausgegeben hat. Ich schenke die Sachen im Bekanntenkreis weiter oder lege sie zur freien Entnahme raus oder bringe sie zum 48er Tandler (da kann man in Wien Sachen hinbringen, die zu schade zum wegwerfen sind und die verkaufen sie günstig).
    Wenn das Kind neue Spielsachen bekommt, versuche ich wieder etwas altes wegzugeben.
    Eine Zwischenstation finde ich auch nicht schlecht, also Sachen vorerst nur wegräumen und dann schauen, ob man sie vermisst. Wenn etwas jahrelang nicht genutzt wird, wird man es auch in Zukunft nicht brauchen.
    Thessi
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