24 Monate alten Kind ist durchgehend langweilig

Hallo ihr Lieben, ich brauche wieder euren Rat/Erfahrungen.

Mein Sohn 14 Monate war schon immer ein forderndes Kind ( Schreibaby,Clusterfeeding über 8 h täglich sonst nur Gebrüll, kein ablegen, Extrem schlechter Schlaf, Dauerquengel)

Es war kurze Zeit mal etwas besser als er nur auf dem Bauch war aber trotzdem war er fordernder als andere.

Seit er krabbeln kann & mittlerweile laufen wurde es wieder richtig schlimm mit ihm, kaum auszuhalten.

Als Baby hat er beim wickeln durchgehend geschrien ( trotz Wärme Lampe, weißen Rauschen ectr manchmal half der Föhn).
Jetzt ist wickeln und anziehen einfach nur ein Kampf, sodass ich den Fernseher anmache, weil es anders einfach eskaliert.

Autoschale und Kiwagen waren immer schon ein Problem. Als Baby nur geschrien. Mittlerweile locke ich ihn mit essen oder Flasche hinein ansonsten auch wieder Eskalation.

Egal was wir tuen, ich MUSS quasi immer irgendwie tricksen um ihn zu beruhigen. Lulli nimmt er keinen.
Ich bin sowieso froh, dass ich so über die Runden komme ansonsten ging’s eh nicht.

Schlafen nur mit wiegen (Federwiege und Flasche und zusätzlich braucht er noch singen/ Musik )

Um es noch besser zu veranschaulichen. Er war schon immer Wild. Als Baby hat er doppelt oder dreifach so schnell gestrampelt wie die anderen Babys.

Gedreht mit 2,5 mon, gerobbt aber Full Speed mit 4 mon, gekrabbelt full speed mit 6 & gelaufen auch wieder extrem schnell mit 11 Monaten.

Er ist kaum zu bändigen mittlerweile « rennt » er hauptsächlich herum. Und wirft alles durch die Gegend.

Nun zum großen Thema Langeweile. Ihm ist durchgehend langweilig Zuhause. Ich versuche schon immer wieder Spielsachen auszutauschen ectr ihn zu beschäftigen mit anderen Dingen aus dem Haushalt ectr.
Ihm ist wirklich IMMER ausgesprochen langweilig sodass er dann anfängt durch zu quengeln & alles rum zu werfen aus Zorn. Er beißt sogar manchmal weil er nicht weis wohin mit seinen Gefühlen :-(

Wir sind in 4 verschiedenen Spielgruppen weil mir daheim mit ihm echt die Decke auf den Kopf fliegt. Ihm ist durchgehen langweilig und ich versuche ihn halt bei Laune zu halten.
Ich gehe ständig raus mit ihm und versuche ihn immer zu beschäftigen dann geht’s halbwegs ABER ich kann einfach nicht JEDEN Tag sofort nach dem aufstehen los…

Es ist ein Problem nur wenn wir 1-2h daheim sind…

Es gibt auch mal Tage da muss man zuhause bleiben und das sollte er auch « lernen » aber es ist eine reine Katastrophe & nicht auszuhalten. Wir haben ein großes Haus & er hat wirrklich viel Raum sich zu bewegen usw.

Naja auch wenn wir in unseren Spielgruppen sind ist er einfach auffallend, ich weiß leider nicht wie ich es anders sagen soll :-((
Er ist IMMER der wildeste und haut mit den Sachen nur rum. Er kann/will nicht « normal » damit spielen.
Er ist immer wie « aufgescheucht » und immer total überdreht. Und ich muss natürlich immer hinterher sprinten ansonsten schlägt er sich den Kopf ein. Er ist wahnsinnig übermütig.
Ich habe noch kein Kind kennengelernt, dass annähernd so fordernd ist wie er & ich habe so viele Freundinnen mit Kindern in dem Alter welche wir wirklich regelmäßig sehen sodass ich einen guten Einblick habe.

Einige « gutgemeinte“ Sprüche hör ich mir immer wieder an: es wird besser, wilde Kinder sind angeblich später ruhiger (was ich nicht glaube) es ist nur eine Phase (seit Geburt ??) und und und.

Es ist manchmal wie ein Stich ins Herz wenn ich „entspanntere“ Kinder sehe & natürlich sind die Mütter auch dem entsprechend entspannter natürlich hat jeder sein Päckchen zu tragen & die Kinder bringen einen alle Iwo an die Grenzen aber meiner treibt es auf die Spitze….
Meiner ist immer irgendwie so außer Rand und Band.

Viele Freundinnen was mich näher kennen und auch Kinder in dem Alter haben, haben auch schon gesagt, wie gut ich das angeblich mache & sie könnten da nicht so ruhig bleiben. Sie wüssten gar nicht wie sie damit klar kämen.

Ganz ehrlich ich frage mich auch oft was tue ich da eigentlich….jeder Tag fühlt sich an wie ein Kampf ums überleben…& ich würde es so gerne einfach geniesen können. Die kleinen wachsen doch so schnell….

3 Jahre haben wir auf unser Wunschkind gewartet & ich fühle mich als würde ich versagen…Ich gebe immer mein bestes, mehr wie 100%. Nachts wiege ich ihn oftmals bis zu 2-3 Stunden mit Ruhe und gedlud. solch eine Ausdauer habe ich aber oft denke ich egal was ich tue ich werde diesem Kind nicht gerecht.

Ich habe ganze Ratgeber verschlungen & informiere mich wo ich kann. Habe mir auch schon Hilfe geholt ( Erste Hilfen). Aber ich werde einfach nicht schlau daraus, manchmal frage ich mich ob ich in der Schwangerschaft was falsches gegessen habe ( rauchen trinken tu ich sowieso nicht und meine Vitamine habe ich immer brav eingenommen, liegt es daran, dass ich in der Arbeit oft Stress hatte…)

Ich sage als Mutter kennt man sein Kind ja meist am besten & tatsächlich bin ich im Grunde überzeugt, dass er einfach nun mal so ist, es ist sein Temperament 🙈 Ich versuche es immer wieder einfach zu akzeptieren und hinzunehmen aber es fällt mir so schwer es ist so hart. Ich muss quasi mein „Wunschkind“ verabschieden und es tut so weh.

Ich liebe meinen Sohn über alles & es ist ja auch eine gute Eigenschaft extrem willensstark zu sein, und durch seine Wildheit ist er ja auch Körperlich sehr sportlich und fit auch in der Motorik & er ist so ein süßer aufgeweckter Kerl. Aber dieser Terror ist echt heftig. Hatte jemand schon mal so ein Kind und wie ist es weiter gegangen mit ihm ?

Kommentare

  • AnnaSBAnnaSB

    22

    bearbeitet 3. 12. 2023, 11:26
    Oh ganz wichtig noch was ich vergessen hatte zu schreiben. In einer unserer Spielgruppen meinte die Erzieherin so aus dem nichts zu mir ob ich schon einen Kita Platz habe … Ich bejahte das & sie meinte daraufhin, dass man für Kinder wie meinen Sohn eine einzelbetreuung beim Staat anfordern könnte…..
    Ich habe dann nur vorsichtig nachgefragt wie sie nun darauf käme & sie meinte nach den Beobachtungen der letzten Male wäre ihr sein Verhalten augefallen & er bräuchte eine dann eine Einzelbetreuung.
    Das hat mich richtig traurig gemacht :-(( und ich bin wieder so am grübeln….

    Viele Leute/Mütte welche nicht so ein Kind haben, denken auch oft das Kind wäre « Hausgemacht » aber ich kann nur versichern, dass mein Mann und ich so bemüht mit dem kleinen sind, wir versuchen ihm so viel Sicherheit, Liebe und Ruhe zu geben & tuen alles für den kleinen Mann… wir verstehen einfach nicht woher es kommen kann. Wir sind 2 junge Elternteile Mitte 30 und echt auf Zack also wir handeln die Lage eh Gut würde ich behaupten aber das kann’s doch nicht sein, woher kommt das nur ..
  • @AnnaSB

    Erstmal Respekt, kann mir nur annähernd vorstellen wie hart deine Tage sind!

    Ich habe direkt keine selben Erfahrungen und bin auch kein Profi in Sachen Tipps etc., aber der Sohn meiner Schwägerin war als Kleinkind IMMER auf Achse! Der war unglaublich aktiv, konnte nie ruhig sitzen und wollte 24h Beschäftigung! Sobald der in der Früh auf war, wollte er Action! Sie war damals echt fertig!

    Sie hat dann Zucker zu fast 100% weggelassen und ihn körperlich gefordert. Der war mit 3 mehrmals wtl. beim Fußball und davor tagtäglich mit Laufrad unterwegs etc. So, dass er soooo ausgepowert war und somit zufrieden!
    Als er 3-4 war und sie in ein Haus gezogen sind mit Garten, hat sie ihn oft um 7 Uhr früh in den Garten lassen. Dort is er wirklich gefühlt 100 Runden gelaufen und dann wieder rein zum Frühstück! Wie ein Hund quasi 🙈 aber der brauchte das und wurde durch all diese körperliche Auslastung entspannter.

    Das war echt ne verrückte Zeit und ich kenne bis dato kein Kind das so extrem energiegeladen war wie er damals.
    AnnaSB
  • @AnnaSB womit spielt er zuhause bzw wenn ihr draußen seid?

    Was für Spielgruppen? Musik, Bewegung?

    Bezüglich Kindergarten.
    Ich glaub jedem Kind tut der Kindergarten gut. Interaktion mit anderen Kindern und als Elternteil merkt man oft, dass das eigene Kind nicht viel anders ist und alle das selbe durchmachen.

    Meiner ist auch sehr aktiv, jetzt mit ca 5 Jahren wird er ruhiger.

    Die Spieleküche hat uns als er jünger war oft gerettet. Er hat da stundenlang gespielt. Mir dem Puki/Roller hat er sich draußen ausgepowert.

    Außerdem haben wir Kuschelstunden eingeführt. Da saßen wir eingekuschelt am Sofa und haben Buch geschaut. Tiptoi Bücher mit Stift waren da auch beliebt.


  • Ist jetzt nur so ne Idee, aber könnte es sein dass dein Kind Hochbegabt ist? Er hat ja scheinbar ein enormes Entwicklungstempo. Evtl Mal zu einer Kinderpsychologin schauen? Vielleicht wenn es so sein sollte gibt es Tipps wie euer Alltag leichter wird
    Klingt sehr anstrengend, Hut ab, aber ich bin sicher euer Sohn ist trotzdem ein ganz liebes Kind, nur halt Anders, und die anstrengende Baby und Kleinkind Zeit wird vorrüber gehen und eure Hingabe wird sich auszahlen. :)
  • Du bist eine tolle Mutter und bewältigst deine herausfordernde Aufgabe hervorragend!!!
    Mir würde spontan einfallen Mal zu einer Osteopathie bzw Cranio-sacral-Therapie zu gehen. Ev. "fehlt" ihm etwas um sich zu entspannen? Lässt er sich zb nach dem Baden eine beruhigende Massage geben bzw einfach ein bisschen Streicheleinheiten mit oder ohne Öl zum Runterkommen? Ist ja für ihn auch ein wahnsinnig aufregender und anstrengender Tag, da braucht es ein Cool-Down vor dem Schlafengehen.
    Ich wünsche euch alles Gute!
  • Hut ab du hast ja einen langen Geduldsfaden! Mir fällt noch Ergotherapie ein! Ich arbeite in einer Schule und hab schon einige besondere Kids unterrichtet. Bei vielen "unruhigen Geistern" sag ich mal hats eher an der Rückmeldung der Umwelt gescheitert. Die Kids haben da oft Probleme mit dem "sich spüren". Google mal sensorische Integration vl hilft dir das weiter.
    Ansonsten kann ich dir eine tolle Entspannungsübung empfehlen: Kind auf den Bauch und etwas schweres wie Tastsackerl (kann auch ein Beutel mit Reis sein oder so - etwas mit ein bisschen Gewicht) rauflegen und dazusprechen wo das Sackerl liegt und gragen ob es schwer ist oder leicht etc. Mehrere Sackerl braucht man da schon und es ist vl ein bisschen Arbeit aber das lieben eigentlich alle Kids😊
  • bearbeitet 3. 12. 2023, 20:17
    Anfangs musste ich kurz mal nach oben scrollen und mich vergewissern, dass ich den Beitrag nicht selbst mal verfasst hab 🙈

    Also ich kenne das auch sehr gut, haben auch so ein „anstrengendes“ Kind. Als Baby schon extrem fordernd (höllisch) und auch mit 3 jetzt noch immer nicht so leicht. War auch immer ganz ungläubig wie unfassbar leichter andere Kinder waren. Mir Freundinnen Kaffee trinken ging eigtl bei mir nie. Er hat sofort Terz gemacht. Immer.

    Wegen Einzelbetreung im kiga würd ich mir mal keine Gedanken machen. Mal abwarten k und schauen, wir er sich in der Gruppe gibt. Da verhalten sie sich oft anders.
    Wir haben jetzt auch bereits ein erstes Gespräch gehabt weil er sehr anstrengend ist für die Pädagogen, nicht hört und bei Gruppenaktivitäten stört, sich auf ruhige Tätigkeiten nicht konzentrieren kann und einfach aufsteht und wegrennt und zb ins bällebad hüpft etc. die Pädagogin hat uns zur Ergotherapie geraten. Ich hatte aber selbst eh auch bereits einen Termin vereinbart. Das würde ich dir auch ans Herz legen. Auch wegen den einschlafproblemen etc. (einfach mal googeln) ich bereue es dass wir es erst jetzt angehen und nicht schon vor 1 Jahr.

    Generell glaube ich ist dein Kind vielleicht überreizt und muss erst mal lernen klar zu kommen mit weniger reizen. Es gibt einige beruhigende Dinge die man gut machen kann. Bei meinem hilft Schaukeln gut und so sensorikwannen und kinetic sand und knete… versuche ihn zuerst auszupowern, dann zu beruhigen damit.

    Ahja es liegt bestimmt nicht an euch beiden Eltern. Unser 2. ist so entspannt wie die anderen Kinder bei denen ich immer ungläubig zugeschaut hab
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