Schlechtes Mama-Gewissen beim zweiten Kind

Hallo ihr Lieben,

meine Tochter (zweites Kind) ist nun 3 Monate alt und ich kämpfe immer noch mit dem schlechten Gewissen ihr gegenüber.
Es geht vorrangig darum, dass sie hald so "nebenher" läuft und ich mich meistens auf meinen Sohn (wird bald 2) konzentriere, mit ihm spiele oder auch gemeinsam Haushalt mache.
Die Kleine liegt meistens brav daneben im Gitterbett, am Hochstuhl oder unterm Spielebogen. Schaut vor sich hin oder spielt.
Dennoch denk ich mir oft, ich sollte mich mehr mit ihr beschäftigen.

Kennt das noch jemand von euch? Kann ich was dagegen tun?
Wenn mein Sohn schläft, spiel ich auch eine Weile mit ihr, oder lese vor. Allerdings ist das auch die Zeit, wo ich mal kurz ein paar Minuten für mich habe und sie dann doch wieder unter den Spielebogen lege (wo sie vor lauter Spaß herumjuchzt).

Vermutlich muss ich das Gewissen einfach abschütteln ^^

Ich freue mich aber über eure Erfahrungen :)

Kommentare

  • Hallo missstefanie,

    Mach dir deswegen keine Vorwürfe. Mein grosser ist 4.5 und mein kleiner auch 3 Monate. Ich spiele auch mit dem grossen Tag täglich und der kleine liegt dann eben bei uns oder er schläft oder isst. Aber deswegen brauchst kein schlechtes Gewissen haben den wenn die kleine dich braucht Dan bist du genauso da wie für deinen 1sten. Anfangs ist das aber normal den ich hab mich selber erkundigt.

    Viel Freude mit deine 2 Kids:)

    Wann ist den deine kleine gekommen? Meiner im dez :)

    Glg
    missstefanie
  • bearbeitet 15. 03. 2023, 12:21
    Ich kenn das gut. Meine haben auch nur 20 Monate Abstand. Ich hatte aber eher anders herum ein schlechtes Gewissen, die Kleine war sehr anspruchsvoll und der Große musste lernen zu warten. Im Wochenbett hab ich täglich geheult…

    Mittlerweile sehe ich es so: fair ist nicht immer 50:50. Jedes Kind hat andere Bedürfnisse und einmal braucht der eine mehr und dann der andere. Ich versuche alle Bedürfnisse zu erfüllen und vertraue darauf, dass es unter dem Strich fair ist.

    Die Babyzeit mlt dem 2. ist halt anders, aber das Kind kennt das auch nur so. Man hat halt nur einmal ein erstes Kind! Dafür hat das 2. gleich ein Geschwisterchen als zusätzliche Bezugsperson und diese Liebe wachsen zu sehen ist so schön 🥹🥰 meine Tochter hat ihre ersten Schritte in die Arme ihres großen Bruders gemacht. Sowas hatte der Große halt nicht.
    missstefanieweihnachtswunderMamaLamaFilounielliellimami20u23
  • Ich les da mal mit. Im Sommer kommt Kind 2 und da sind ziemlich genau 2 Jahre Unterschied, mach mir halt auch schon Gedanken wegen Aufmerksamkeitsteilung so das für beide Kids passt. Hoffe für den großen Bruder, dass das Geschwisterchen so pflegeleicht wird wie er damit er noch viel Zeit von mir bekommt.
  • Würde mir da kein schlechtes Gewissen machen. Ich hab Respekt vor allen Mamas, die so einen geringen Altersunterschied haben bei den Kindern, frag mich immer wie ihr das macht ohne Burnout zu bekommen😅
    mami20u23
  • Antonia_Lea schrieb: »
    Würde mir da kein schlechtes Gewissen machen. Ich hab Respekt vor allen Mamas, die so einen geringen Altersunterschied haben bei den Kindern, frag mich immer wie ihr das macht ohne Burnout zu bekommen😅

    Ich tänzle am Abgrund eines Mama Burnouts 🙈 das 1. Jahr ist echt heftig, dann wird’s schrittweise besser.
    Außer man macht es wie ich und gibt nach 1 Jahr den großen in den KiGa und ist dann ständig krank… durchgehend. Seit September 🙈
  • Ich hatte das genauso wie du bzw. habe es ganz selten jetzt auch noch manchmal. Ich glaube, dass ist ganz normal, wenn wir als Mamas so empfinden. Man kann dem 2. Kind nicht alles so geben wie dem ersten. Gleichzeitig muss das erste Kind plötzlich lernen, dass auch andere Kinder-Bedürfnisse erfüllt werden müssen. Mir ist das am Anfang sehr sehr schwer gefallen. Jetzt sind meine Kinder bald 6 und 2 und es ist schon alles viel einfacher. Die Kleine hat ihren großen Bruder und liebt ihn über alles. Gleichzeitig haben wir auch viel mehr Spielzeug zu Hause oder mal Kinderbesuch. Das ist alles toll für die Kleine und hatte der Große nicht. Meistens versuche ich trotzdem erst mal seine Bedürfnisse abzudecken. Er ist schnell mit Kleinigkeiten zufrieden und kann dann auch schon gut alleine spielen oder auf seine Schwester "aufpassen" (wenn ich auf der Toilette bin zB).
    Mach dich nicht verrückt. Alleine dass du diese Gefühle hast, zeigt ja schon, wie sehr du dich um deine Kinder bemühst. Und solange deine Kleine glücklich ist passt alles :D Sie wird sich schon lautstark melden wenn es ihr nicht mehr gefällt. Ein Sprichwort sagt: Toddlers first. Genau so ist es. Irgendwann ist deine Tochter 2 Jahre alt und der größere muss dann mal warten. Lg
    Kaffeelöffelmydreamcametruemami20u23
  • Ich denke auch, dass es Phasen geben wird wo das jüngere Kind dich mehr braucht oder beansprucht und dann wird sich das wieder ausgleichen.
    Ich finde es grundsätzlich toll, dass du dir da so viel Gedanken machst. Und ich denke auch, dass das Baby sich melden wird wenn etwas nicht passt.

    Mein Sohn ist jetzt 2 und meine Tochter 4 (sie haben 27 Monate Abstand). Der Kleine war von Anfang an sehr entspannt und meine Tochter, zu dem Zeitpunkt als der Kleine zur Welt kam, sehr fordernd (was sicher auch an der Entthronung lag). Jetzt hat sich das ein wenig verändert. Die Große ist Phasenweise anstrengend. Genau wie der kleine. Er ist halt jetzt auch in der Autonomie-Phase und das zeigt er uns ganz deutlich.
    Ich kann aber auch sehen, wie toll die Kinder sich entwickeln und auch schon sehr viel miteinander spielen. Wie die Große den Kleinen mit einbezieht und ihre (geklaute) Schoki mit ihm teilt. Die zweiten sind ganz oft entspannter.

    Du bist eine tolle Mama und du darfst dir auf die Schulter klopfen und dir jeden Tag sagen, wir großartig du das mit deinen beiden kleinen machst!
  • Mir geht es genauso. Meine Kleine ist jetzt 4 Monate und der Große 2 Jahre und 4 Monate und ich finde es auch gerade sehr schwer. Mein Großer braucht viel und fordert es auch ein, aber wenn er (wie vor ein paar Minuten) heulend im Bett liegt weil er mit mit kuscheln will und nicht schlafen kann und ich aber zum zahnenden fiebrigen weinenden Still-Baby muss dann bricht mir auch das Herz. Auch wenn mein Mann zu ihm gegangen ist, fallt es mir trotzdem unglaublich schwer wenn er sich festklammert und nein schreit mich dann loszureißen.
    Noch dazu hatten wir vorgestern einen Unfall bei dem so viel hätte passieren hätte können und der mir nicht aus dem Kopf geht - is eh nix passiert aber ich hatte halt die Kleine in der Trage und konnte viel zu langsam reagieren. Mir kommen jedes Mal die Tränen wenn ich nur dran denke.
    Und dann die kleine süße Maus die so pflegeleicht ist und wie bei dir eben auch so „neben her läuft“. Also ich kann mich gar nicht entscheiden wem gegenüber ich das schlechtere Gewissen hab 😰
    Ich hoffe noch darauf dass das auch bei mir wieder nur so be Phase ist 😉
    mami20u23
  • Ich bekomme auch im Sommer mein 2. Baby - der Abstand sind dann 18/19 Monate (je nachdem wann der Zwerg kommt). Ich mach mir auch schon Gedanken, wie es sein wird und wie ich es anstelle, beiden Kindern gerecht zu werden. Der „Große“ geht dann mit 1,5 Jahren vormittags in den Kindergarten - da kann er sich auspowern und ich hab etwas Zeit für den kleinen. Ich hoffe, dass das die Situation entspannt. Das zu Bett bringen macht mir auch schon Sorgen, da mein Mann viel und lange arbeitet, dh ich muss es irgendwie hinbekommen, beide Kinder ins Bett zu bringen 😬 Mal sehen, wie das läuft. Sonst werden wir wohl zu viert im Elternbett landen nehme ich an 😅

    Irgendwie wird es schon klappen - muss es ja.
    mami20u23
  • Mich würde - nur aus Interesse - interessieren warum ihr so einen kurzen Abstand gewählt habt wenn es euch so zereißt. Also jetzt gar nicht vorwurfsvoll sondern rein aus Interesse weil ich hier immer wieder von dieser Thematik lese würd ich’s spannend finden warum man sich so entscheidet 🧐 Muss auch keiner sagen - wirklich nur Interesse weil ich mit lese.
  • bearbeitet 17. 03. 2023, 20:09
    @YvonneH weil man vorher nie weiß wie es wirklich ist bevor man es erlebt. Keiner weiß wie das Kind wird, meine 2. war sehr fordernd und mein 1. mega chillig - da hätte ich auch Drillinge geschafft, wenn die alle so entspannt gewesen wären.
    Und weil die Vorteile in meinen Augen überwiegen. Die Kinder stehen sich wahnsinnig nahe und haben dieselben Interessen.

    Ich selber hab 3 Geschwister - 1,5 Jahre, 5 Jahre und 10 Jahre unterschied, ich fand den kleinsten Abstand am besten. Rückblickend würde ich eher 3 Jahre statt 2 Jahre Abstand wählen aber mehr auch nicht, da sind die Interessen schon zu verschieden und man hat Themen wie zB Spielzeug mit verschluckbaren Kleinteilen vom Großkind etc. Sehe es bei Freunden wo der kleine ständig die Barbie Schuhe verschluckt und so… das wäre mir zu stressig.
    Bei uns war 2,5 Jahre Abstand geplant, wir haben aber früher die Verhütung abgesetzt und es hat halt gleich eingeschlagen. Kann man nicht immer so planen.
    Außerdem muss ich sagen, wir wollten alles in einem Aufwasch bevor wir uns wieder zu sehr an Freiheiten und durchschlafen gewöhnt haben 😅 Jetzt schlafen beide Kinder durch und wir haben das härteste hinter uns, einige Freunde planen jetzt erst das zweite, weiß nicht ob wir nochmal von vorne anfangen würden.
    TamaraNMamaGlück20weihnachtswunder
  • @YvonneH ja, es zerreißt einen manchmal öfters, wobei man sich auch denkt wie leicht es eigentlich mit 1 Kind war. Gleichzeitig weiß ich zB, dass beide quasi auf einmal einfacher zu handhaben sein werden und wir dann diese Kleinkind Phase geschafft haben 😉.

    Bei uns war es Schicksal - Kind 1 4. Versuch Picsi kurz vor dem 40er. Kind 2 natürliche Schwangerschaft und tatsächlich die riesengroße Überraschung.

    Abstand von 14 Monaten, da sie 8 Wochen früher zur Welt kam (sie musste ihren Bruder mit 6 Wochen schlagen).
  • @YvonneH bei uns 22 Monate dazwischen, das ist mega hart am Anfang. Die ersten 8
    Monate waren am schlimmsten. Aber seit der kleinere ca 2 ist ist es super! Die Kinder spielen durchgehend miteinander, haben ähnliche Interessen… ich würde es immer wieder so machen.

    Wir haben ja noch einen dritten, mit 4 bzw 6 Jahren Abstand. Und das ist was ganz anderes. Der hat ganz andere Interessen, Bedürfnisse, wir teilen uns als Eltern dauernd auf. Einer macht was mit den großen, einer mit dem kleinen. Find ich nicht so toll.

    Ich find die harte Phase am Anfang zahlt sich die nächsten Jahre voll aus.
  • sara2709sara2709

    4,521

    bearbeitet 17. 03. 2023, 20:28
    @YvonneH bei uns war das zweite Kind quasi auch auf Anhieb. Ich kenne ausserdem einige in meinem Alter wo Geschwister auch ca 2 Jahre entfernt sind manche auch weniger.
    Ob ein Kind pflegeleicht ist oder nicht weiß man vorher nie. Wenn Kind 2 ein Schreibaby oder ein High Need ist, ist glaub ich der Unterschied eher zweitrangig. Ein Kigazwerg oder ein Kind in der vs ist von so einem Geschwisterchen vl sogar genervter als mit weniger Abstand, weil ja der Schlaf ganz anders benötigt wird.

    @krümel05 hatten die da schon Wettbewerbsgedanken von wegen schneller sein?? 🤔😅😉
  • Ich kenn das gut. Meine haben auch nur 20 Monate Abstand. Ich hatte aber eher anders herum ein schlechtes Gewissen, die Kleine war sehr anspruchsvoll und der Große musste lernen zu warten. Im Wochenbett hab ich täglich geheult…

    Mittlerweile sehe ich es so: fair ist nicht immer 50:50. Jedes Kind hat andere Bedürfnisse und einmal braucht der eine mehr und dann der andere. Ich versuche alle Bedürfnisse zu erfüllen und vertraue darauf, dass es unter dem Strich fair ist.

    Die Babyzeit mlt dem 2. ist halt anders, aber das Kind kennt das auch nur so. Man hat halt nur einmal ein erstes Kind! Dafür hat das 2. gleich ein Geschwisterchen als zusätzliche Bezugsperson und diese Liebe wachsen zu sehen ist so schön 🥹🥰 meine Tochter hat ihre ersten Schritte in die Arme ihres großen Bruders gemacht. Sowas hatte der Große halt nicht.

    Das ist eine tolle Sichtweise - so hab ich das noch gar nicht gesehen. Stimmt aber völlig.

    Ich habe zwar nur ein Kind bis jetzt, Versuche mich so viel wie möglich abzugeben mit ihr, aber oft liegt sie auch einfach unter dem spielebogen, weil ich zb Haushalt machen muss oder mich Mal herzurichten habe.

    Ich habe dann auch oft ein schlechtes Gewissen. Aber auf der anderen Seite denke ich mir: solange sie fröhlich ist, vermisst sie ja nichts. Wenn sie schreit, komme ich dann eh zu ihr und leiste ihr Gesellschaft. Nachmittags gehen wir dann spazieren.

    Wie ihr das mit 2 Kindern macht, ist mir wirklich ein Rätsel U ihr habt meinen vollsten Respekt 😅

    Mamas sind aber eben auch nur Menschen und es ist auch wichtig U gut dass man auf seine eigenen Bedürfnisse achtet. Weil wenn's einem selbst auch gut geht, kann man für wen anderen gut da sein. 🤗
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