Euer Tagesablauf mit Kind

VaianaVaiana

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bearbeitet 6. August, 14:32 in Entwicklung & Erziehung
guten Morgen,

ich bin die Sophie aus Wien 22, Mama von zwei Kindern und glücklich verheiratet aber es gibt ein großes Problem: bei mir und meinen Töchtern herrscht das Chaos und ich will es unbedingt ändern. meine Töchter sind geboren *Dezember 2018 und *März 2022. Mit meiner großen Tochter habe ich viele Probleme gehabt, sie mochte den Kinderwagen nicht, hat viel geweint und geschriehn, ich war am Ende. vorallem, weil ich Bekannte mit Kindern im selben Alter gehabt hab, bei denen es einfach viel besser gelaufen ist und ich musste zuschauen und mich fragen, was ich falsch gemacht hab :(
manche freundschaften sind dadurch sogar in die Brüche gegangen, weil mein immer schreiendes Kind jedes Spatzieren und jedes Zusammenkommen gestört hat. Daneben war es nicht möglich zwei Sätze zu wechseln und davon war irgendwann jeder angepisst. Aus Frust habe ich auch mit Kommentaren zu den anderen Kindern nicht hinter dem Zaun gehalten und wenn die anderen auch ein mal nervig waren, habe ich das gleich kommentiert. auch das hat dazu geführt, dass wir mittler Zeit vermieden worden. das sehe ich heute ein, aber lange Zeit war das nicht so.

ich habe es wirklich bereut Mutter geworden zu sein und wollte nie ein zweites kind. aber mein Mann hat sich immer ein zweites gewünscht und als meine große Tochter dann über 2 Jahre war und schon im Kindergarten war, haben wir es noch einmal gewagt. Jetzt ist die zweite Maus da und ich liebe sie beide, aber trotzdem fühle ich mich wieder sehr überfordert wie schon damals. ich versuche ehrlich gestanden über insta und Co einen Schein zu waren, aber zuhause sieht es schlimm aus. Ich komm mit dem Haushalt nicht hinterher, komm mit beiden nicht richtig zurecht und werde ihnen auch nicht gerecht, mit meinem Mann hängt auch der Haussegen schief weil er meint, ich bin die mutter und Frau zuhause und muss das hinbekommen , weil er nicht nach 40 Stunden noch das chaos beseitigen will. Ich verstehe ihn da auch voll aber ich habe keine Idee, wie ich es ändern kann.

vielleicht könnt ihr, die in einer ähnlichen Konnstellation leben mir schildern, wie euer Alltag ausschaut, welche Rituale ihr habt, wie ihr es mit dem Haushalt hin bekommt und wie ich es schaffen kann , dass es alles glatter läuft. ich will auch wissen wie ich die negativen gedanken aus meinem Kopf bekomme. Es sind immer wieder die Gedanken "Ich bereue die Mutterschafft, ich bin neidisch auf die anderen Mütter, meine Kinder sind schlimm".

ich hoffe dass ich etwas Hilfe bekommen kann! :(

Kommentare

  • bearbeitet 6. August, 09:06
    Hallo,

    meine Kinder sind ein wenig älter als deine. Ich Versuche mich Mal daran zu erinnern wie es war, als mein Sohn so klein war wie dein jüngeres Kind. Meine Große war damals knapp 3.

    Wir sind gegen 7:30 Uhr aufgestanden, dann hab ich Mal alle gewaschen und umgezogen. Danach gab's Frühstück.

    Wenn wir mit dem Frühstück fertig waren hab ich den Tisch abgeräumt, abgewischt und die Küche gesaugt. Meine Große war entweder neben mir oder hat im Wohnzimmer gespielt. Das Baby war auf meinem Arm oder in seiner Wippe. Waren die Kids gut drauf, hab ich auch gleich noch den Geschirrspüler aus- und eingeräumt. Gab es gequengel hab ich das auf später verschoben und mit den Kids gespielt.

    Die Vormittage verbringen wir eigentlich größtenteils zu Hause. 1x die Woche muss ich mit beiden einkaufen. Das erledige dann am Vormittag nach dem Frühstück weil da die Stimmung meist noch am besten ist. An allen anderen Tagen mach ich eben etwas Haushalt oder Wäsche und wir spielen einfach zu Hause.
    Die Große war meist neben mir und hat sich mit irgendwas beschäftigt oder ich hab so nebenbei mitgespielt. Das Baby lag auf einer Decke und hat durch die Gegend geschaut oder war bei mir Inder Trage (manchmal wach, manchmal schlafend).

    Gegen 11 hab ich angefangen Mittagessen zu kochen. Da hab ich versucht die Große helfen zu lassen wenn es ging oder sie war halt neben mir. Baby ebenfalls wieder in der Wille oder auf meinem Arm.
    Ich hab eher einfache Gerichte gekocht, die nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen.
    Gegessen haben wir um 12 Uhr.
    Meist hab ich danach noch kurz die Küche aufgeräumt (Geschirr gleich in den Geschirrspüler) und dann war Ruhe-Stunde. Da hat sich die Große ein Hörbuch angehört oder wir haben maximal Bücher gelesen aber ich hatte etwas Pause.

    Und danach gab's meist irgendein Programm. Hauptsache Raus. Zu Freunden, spazieren, auf einen Spielplatz,...
    Ich hab halt geschaut, dass ich mit den Kids nachmittags an die frische Luft komme weil mir das auch gut tut. Mir wär wichtig,das ich so um 17 Uhr mit ihnen zu Hause bin weil die Kooperationsbereitschaft von Kindern danach merklich singt und die Wutanfälle und das Gequengel mehr wird. Daher hab ich eben geschaut, dass wir um 17 Uhr schon daheim sind und dann war eh bald schon Abendprogramm.

    Bei uns ist es eigentlich so, dass ich natürlich den Hauptanteil an Kinderbetreuung und Haushalt mache, mein Partner sicher aber genauso beteiligen muss. Er bringt abends mindestens ein Kind ins Bett zu.B. also ja,ich verstehe das die Männer abends müde sind aber das sind wir Mamas auch. Ich kenne es eigentlich in allem Familien rund um mich so, dass die Männer abends entweder Haushalt oder Kinder übernehmen wenn sie heim kommen und bis die Kids halt schlafen gehen.

    Was ich mich gefragt habe:
    1. Geht deine Tochter nicht in den Kindergarten aktuell? Wenn nein, wann geht sie wieder?
    2. Könntet ihr euch eventuell eine Haushaltshilfe nehmen die zumindest alle 2 Wochen Mal das Gröbste macht?
    3. Deine Tochter ist ja schon 3,5 Jahre alt. Spielt sie denn nie allein? Wie machst du denn den Haushalt aktuell bzw. was hält dich davon ab?

    Meiner Erfahrung Nacht sind die meisten Baby in dem Alter (so 5-6 Monate) ja eh total zufrieden wenn sie einfach rumliegen und die Geschehnisse rund um sich beobachten können. Wie ist denn das bei euch?

    Deine Kinder sind mit großer Sicherheit NICHT schlimm!!! Du brauchst einfach nur ein paar hacks, wir du gut durch den Alltag kommst. Zwei Kinder sind viel! Ihr schafft das schon!

    Ach so ja, noch was: wenn dich die Instagram-mums mit ihren pseudo-perfekten Leben runterziehen dann lösch Instagram am besten. Schau stattdessen deine Kinder an und sieh, wie fantastisch sie sind.

    Und eines wollte ich dir auch noch mitgeben: ich fand das erste Jahr mit zwei Kindern ganz furchtbar anstrengend. Aber ich finde es wird besser je älter das kleinere Kind wird. Mittlerweile sind meine Kinder fast 4 und 1,5 und jetzt läuft es echt wie am Schnürchen. Aber das hat halt gedauert. Vieles löst die Zeit allein. Halte durch!
  • @Vaiana

    Hallo.

    Ich würd dir mal empfehlen diese ganzen Kanäle wie Insta und Co zu meiden! Wie du ja an dir selber siehst ist da alles viel Schein und sehr oberflächlich und setzt dich nur unter Druck!
    Du schreibst ja selber, dass du dort einen Schein warst. Was meinst du, tun die meisten anderen dort? Ich verstehe auch nicht wozu das gut sein soll. Für deine Kinder bist du perfekt und da ist es doch egal was andere denken. Und bei niemandem ist es so perfekt zu Hause und gerade das erste Jahr mit Bsby kommt man doch sowieso zu rein gar nichts. Du weißt ja auch nicht die Umstände. Wenn ich eine Putzfraue hab und die Kinder in der Ganztsgsbetruung (übertriebenes Beispiel) dann ist es klar, dass es klinisch sauber sein kann. Bist du die meiste Zeit alleine und machst auch den Haushalt selber wird es immer irgendwie chaotisch sein und ein Zeichen dafür, dass deine Kinder Kinder sein können. Ich kenn das auch zu gut.
    Ich immer das Chaos beseitigt wenn alle im bett waren. Aufräumen neben Kindern ist echt nicht lustig. Klar können sie mithelfen wenn möglich. In der Küche haben wir einen learning tower, usw. Aber richtig putzen geht erst wenn ich NICHT nebenbei auf die Kinder noch aufpassen muss.




    honeybee1989
  • Bei uns ist ähnlich wie bei @Kaffeelöffel

    Meine zwei Zwergis sind 2 und 1 😊



    Wir stehen morgens zwischen 7.00 und 7.30 auf.. dann wird gewaschen, gewickelt und angezogen. Danach frühstücken wir gemeinsam. Ich steh meistens eine halbe Stunde vorher auf, und bereite für den Tagesstart schon alles vor. Lege das Gewand raus.. Koche Tee für den Tag.. richte die Trinkbecher, befülle schon 1 - 2 Flaschis mit Pulver somit hab ich dann mehr Zeit mit den Kids.. danach spielen sie zusammen ... um 11 herum beginne ich zu kochen.. seit einiger Zeit habe ich den Cookit und der ist mir sowas von eine Erleichterung.. gibts auch günstige Alternativen.. um nach dem Essen machen die Kinder ihren Mittagsschlaf. In der Zeit.. hänge ich die Wäsche auf, lass den Saug/Wischroboter laufen.. packe die Wickeltasche .. und dann sind wir unterwegs.. bzw. draußen.. egal ob Garten oder Zoo.. bei Schlechtwetter mal einen Indoorspielplatz oder eben zhaus.. um 18.00 gibts Abendessen.. meist Jausnen wir dann, oder es gibt noch was kleines warmes..

    Danach wird gebadet und um 19.00 bringt mein Mann dann die Kinder ins Bett.. in der Zeit erledige ich den restlichen Haushalt.. und wenn das erledigt ist, dann fall ich auf die Couch und schlafe nach 10 Minuten netflixen ein 🤣


    Tina_MKa48SunshineGirl
  • LamettaLametta

    15

    bearbeitet 7. August, 06:36
    Hallo,

    du scheinst ja gerade in einer sehr verzwickten Lage zu sein, das tut mir Leid. Wenn man einmal die Linie überschritten hat, ist es gar nicht so leicht, wieder raus zu kommen. Wie die anderen empfehle ich dir als Erstes, Social Media abzuschaffen. Es stiehlt Zeit und zeigt zu 90% nur Fake oder zumindest nur die positiven Ausschnitte aus ganz normalen Leben. Das heißt jetzt nicht, dass bei allen das Chaos regiert, aber einem Ideal hinterher zu jagen, das man nicht erreichen kann, ist Zeitverschwendung. Viele Insta Moms und auch die Nicht-Moms sind doch immer top gestylt, top gekleidet, top eingerichtet, in perfekten Beziehungen und haben perfekte Freunde und super Hobbies und super viel Geld. Das trifft auf die wenigsten wirklich zu, also lass das.

    Unser Alltag war auch lange Zeit völlig planlos. Ganz so chaotisch wie du es beschreibst, war es zwar nicht, aber wir haben früher auch mehr in den Tag hinein gelebt. Wir haben einfach viel unternommen, mal morgens, mal nachmittags, mal abends. Aber es gab halt keinen Plan. Das hat gut für uns gepasst. Durch die fehlende Struktur blieb dann aber auch viel Haushalt liegen. Irgendwann hat mich dieses lockere Leben aber genervt, da ich eigentlich immer ein strukturierter und ordentlicher Mensch war. Mittlerweile habe ich ein System für mich gefunden, das uns ohne Stress durch den Alltag begleitet. Ich schildere dir einfach wie die anderen, wie es bei uns abläuft:

    Also, meine Kinder sind 3 und 2 Jahre alt. Ein Sternenkind haben wir auch <3 Ich habe für den Haushalt einen Tagesplan, das heißt ich habe Dinge, die ich täglich mache, und dann mache ich an bestimmten Tagen bestimmte Räume komplett. Montag/Dienstag mache ich zum Beispiel Wohnzimmer, Küche, das Vorzimmer und den Wäscheraum. Mittwoch und Freitag mache ich Schlafzimmer, Kinderzimmer und Gang. Einen Raum machen heißt: alles gründlich putzen und aufräumen, auch Bett überziehen, Fronten, Oberflächen und Boden wischen gehört da dazu. In der zweiten Woche kommen dann Badezimmer, Toiletten, Büroräume und Wintergarten, Garten, Terrassen, Garage. Donnerstag ist nichts eingeteilt außer die alltäglichen Dinge. Da kommt Papa mittags heim und wir unternehmen meistens was. Einmal im Monat sonntags mache ich Dinge wie Kleiderkasten aussortieren, Speisekammer aussortieren, Fenster putzen usw.<br>
    So sehen die Tage im Allgemeinen aus:

    6 Uhr: Wecker läutet, ich stehe auf, gehe ins Badezimmer, Waschen, Schminke, Duschen, Anziehen. Ich wische einmal über Waschbecken und Toiletten. Dann gehe ich in die Waschküche und werfe eine Ladung Wäsche rein. Falls noch was im Trockner ist oder hängt, räume ich es in die Kästen. Um die Zeit ist mein Partner schon außer Haus, der fährt meist kurz vorher weg.

    6:30 Uhr: Die Kinder stehen auf. Meistens wachen sie um die Zeit von selber auf, sonst wecke ich sie. Sie sind gute Schläfer, das ist mein großes Glück. Sie waschen sich kurz Gesicht und Hände, dann gehen wir in die Küche. Ich mache mir Kaffee und den Kindern Frühstück. Ich kann morgens nicht wirklich essen. Aber ich sitze mit ihnen am Tisch, wir hören Radio, ich lese die News oder checke die Emails.

    7:00 Uhr: Zähne putzen, Kinder ziehen sich noch an, dann dürfen sie noch kurz lesen oder spielen. Morgens sind sie meist noch recht ruhig und räumen nicht viel her. Währenddessen mache ich der 3-Jährigen die Jause für den Kindergarten, ich räume den Geschirrspüler aus und ein. Dabei helfen sie gerne. Ich wische einmal über den Tisch und die Küche und sauge einmal grob über den Boden.

    7:30 Uhr: Ich bringe die 3-Jährige in den Kindergarten. Wenn ich etwas besorgen oder erledigen muss, dann direkt im Anschluss. Ich gehe also dann mit dem 2-Jährigen einkaufen, zum Arzt oder zum Amt. Wieder zuhause spielen wir zusammen und ich mache Haushalt laut Tagesplan und Gartenarbeit bis ungefähr 11:30.

    11:30 Uhr: Der 2-Jährige geht schlafen, das Einschlafen geht super schnell und er schläft dann meist bis ca. 13:30. In der Zeit räume ich den Geschirrspüler aus, koche, räume wieder ein, putze die Küche, hänge die Wäsche auf und werfe noch eine Ladung rein. Meist bleibt dann noch ein bisschen Zeit zum Sitzen, kurz entspannen, lesen, fernschauen. Wenn der Kleine aufwacht, essen wir.

    15:00 Uhr: Jetzt holen wir die 3-Jährige ab. Gehen erst einmal nach Hause, das sind wenige Minuten. Sie isst nichts, weil sie im Kindergarten gegessen hat. Manchmal gehen wir dann raus, Freunde treffen oder auf den Spielplatz, jetzt auch gerne an den See oder ins Bad. Manchmal ist die Große aber so müde oder wir haben einfach keine Lust oder das Wetter ist nicht gut, dann bleiben wir zuhause. Da wir einen großen Garten haben, müssen wir nicht unbedingt aktiv raus gehen, sondern ich schicke die beiden dann eben raus. Das heißt, nachmittags habe ich normalerweise auch wieder Zeit für Haushalt. Da mache ich die eingeteilten Räume weiter oder was mir so unterkommt.

    17:00 Uhr: Langsam läuten wir den Abend ein, im Sommer eher mehr gegen 18:00 Uhr. Wir spielen noch ein bisschen, dann kochen wir und essen gemeinsam. Auch beim Kochen helfen sie sehr gerne. Danach wische ich wieder alles ab, sauge wieder grob durch, wir räumen gemeinsam auf. Irgendwann während dieser Zeit kommt der Papa heim.

    18:30/19:00: Wir gehen ins Badezimmer, machen uns bettfertig. Ich wische nochmals Waschbecken und Toiletten. Im Kinderzimmer lesen wir noch gemeinsam, sie schlafen bis um 20:00 Uhr. Sie schlafen noch gemeinsam, das zweite Kinderzimmer ist mehr Spielzimmer. So braucht es nur eine Person zum Schlafenlegen und die andere kann noch aufräumen, falls was liegen geblieben ist.

    20:00 Uhr: Ich hole noch Wäsche vom Mittag aus der Maschine, falls ich es nachmittags noch nicht gemacht habe. Lege die trockene Wäsche vom Morgen in die Kästen. Wenn nötig, werfe ich eine Ladung über Nacht rein. Wir haben ein Haus, also keine direkten Nachbarn, und aus der Waschküche hört man nichts, darum geht das. Ich aktiviere auch den Geschirrspüler für Mitternacht.

    20:30 Uhr: Wenn es etwas zu erledigen gibt wie Rechnungen bezahlen, Formulare bearbeiten, Dinge bestellen, dann mache ich es jetzt. Aber das ist ja nicht ständig der Fall. Ansonsten entspanne ich und mache einfach, was mir gefällt. Genieße die Zeit mit dem Partner. Schlafen gehe ich meistens gegen 23:00 Uhr.

    Samstags machen wir, was uns gefällt. Ab und zu gehen wir einkaufen, aber meistens bestellen wir online die Wocheneinkäufe, die kommen dann meistens mittwochs, das passt uns am besten rein. Auch Sonntag ist Familientag. Montag Abend und Donnerstag Abend gehe ich zum Sport, da übernimmt Papa eben alles, was sonst ich mache.

    Bald arbeite ich wieder und viel wird sich nicht ändern am Haushalt. Ich bin bis 14:00 in der Arbeit und am jetzigen freien Donnerstag habe ich dann langen Dienst. Ich bekomme also alles unter außer den Vormittag, wo ich die Räume mache. Da ich diese aber auch nachmittags mache, ist das nicht so schlimm. Es geht sich sowieso auch alles nachmittags aus, ich bin vormittags oft eh ein wenig faul.

    Man muss es nicht genau so machen und es sieht so aus, als wäre es sehr stressig mit so einem Plan. Das ist es aber gar nicht. Man muss sich den Plan so machen, wie er am besten zur Familie passt. Für mich geht das ganz automatisch und mühelos von der Hand. Es passiert einfach nebenbei und es sieht tatsächlich immer sauber und schön aus bei uns. Ich hätte es selber nie geglaubt, dass das wirklich geht mit zwei kleinen Kindern.

    Was ich noch empfehlen kann: Das monatliche Aussortieren. Die meisten Leute haben das Problem, zu viel zu besitzen. Das fördert Unordnung und Chaos nur. Ich hasse zum Beispiel auch Rumsteh-Deko. Manche haben ja jedes Fensterbrett, jede Oberfläche, jeden Tisch voller Zeug wie Bilder, Kerzen, Vasen, Blümchen, Figürchen. Sogar extra Wandregale nur für solche Deko. Das finde ich persönlich extrem furchtbar, es sieht so angeräumt aus. Wir haben mit dem Hausbau alle Möbel neu gekauft, das sind schöne Vollholzmöbel, die an sich schon ein heimeliges und gemütliches Flair ausstrahlen. Ein schöner Holztisch, in der Mitte eine einzige große Kerze oder ein schöner Obstteller. Reicht. Auf der Schlafzimmerkommode steht nur die Bluetooth Box, auch in Holz Optik. Reicht. An freien Wänden haben wir entweder mit Wandfarben Akzente gesetzt oder eben ein schönes großes Bild oder einen Spiegel. Aber keine Million Dinge, die einfach nur dumm dastehen und die man jedesmal abräumen muss, wenn man mal wischen will. Es vereinfacht es nochmal enorm, das Haus ordentlich und sauber zu halten.

    Entschuldige meinen ewig langen Kommentar, aber ich liebe mein Haus und kann mich da ein bisschen reinsteigern. Jetzt habe ich total Lust auf Putzen und Aufräumen bekommen. :D Lustigerweise habe ich mit meinem System oft gar nichts zu tun, weil es so einfach permanent sauber ist. Abends frage ich mich oft, was muss ich noch machen, aber ich finde nichts. Das ist unglaublich befreiend.

    Und nein, perfekt ist es hier trotzdem nicht. Denn natürlich muss man diszipliniert dran bleiben, faul sein darf man jetzt nicht. Und top gestylt bin ich auch nicht immer. Ich schminke mich zwar und ziehe mich schick an, aber die Haare locken oder glätten? Das mache ich manchmal abends, wenn Papa da ist, aber nicht so oft. Irgendwo im Haus ist es immer nicht sooo schön, vor allem in den Zimmern, die nicht am Wochenplan stehen. Aber im Gesamten sieht es immer ordentlich aus und das genügt für das Wohlbefinden, glaube ich.

    Jetzt werde ich den Computer wieder ausschalten. Mein Partner ist mit den Kindern über das Wochenende weg und ich habe eine seltene, aber wunderbare Auszeit. Ausgerechnet heute bin ich aber um 4 Uhr aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen, sonst wäre ich jetzt nicht online :D

    @Kaffeelöffel Ehrlich? Ich fand das erste Jahr mit den beiden sehr einfach und je älter der Kleine wird, desto schwieriger. Also genau umgekehrt. Er war als Baby zwar hilfloser, aber sooo genügsam und jetzt will er immer mehr, das empfinde ich als viel mühevoller.
  • Dorli85Dorli85

    3,462

    bearbeitet 7. August, 08:28
    @Lametta ich empfand auch das 1. Jahr als "erhohlsam"😅

    Mein Grosser ist mittlerweile 8 und die Kleine 2. Meine sind zwar 6 Jahre auseinander, was es auch nicht unbedingt einfacher machte.

    Wir stehen immer schon zwischen 05:15 und spätestens 06:00 auf.

    Da gibt's dann Kakao oder Honigmilch und für mich nen Kaffee, da sind dann unsere Katzen auch gleich da zum füttern und ich räum gleichmal den Geschirrspüler aus bzw. räum dann des händisch abgewaschene noch weg.

    Meist start ich gleich auch noch ne Wäsche (hab hier Wäsche oben, die beschriftet sind welche Farbe bzw. wieviel Grad, das auch mein Grosser schon perfekt macht), die ich nicht mehr vorsortieren muss.

    Staubsaugertechnisch hab ich mir einen Dyson gekauft (also Akku betrieben), was es für mich auf jedenfall erleichtert, da ich mir die Zeit mit Kabel ausrollen, aufwickeln umstecken erspare). Ich saug echt meist 3x am Tag (mit 2 Kindern und den Katzen sonst a wahnsinn) allerdings auch nur den Vorraum, Küche und Wohnzimmer. Den Rest saug ich 1x die Woche, meist Samstags (wohnen in nem Haus mit 120m2).

    Bei uns ist es so, dass mein Mann kaum daheim ist, der kommt fast immer erst heim, wenn die Kinder schlafen und ist in der Früh auch bevor wir aufstehen schon weg, heisst er hilft nirgends mit, weder bei den Kinder (kein Baden, keine Hausaufgaben, kein Lernen, kein Anziehen, etc..)

    Wir haben aber einen Garten (1400m2) wo es natürlich ebensoviel Arbeit gibt. Rasenmähen tut er, ums Pool kümmere ich mich.
    Müll macht er.

    Putzen ist bei mir eher Freitag Vormittag (wenn die Kinder Schule oder Kindergarten sind) oder Samstags. Mittlerweile kann ich meine 2 Kinder zwar schon alleine in den Garten lassen und dabei drinnen putzen oder kochen...aber nicht so, dass ich nicht trotzdem ständig rausschauen, schimpfen oder trösten muss, weil sie streiten oder vlt. auch mal was passiert.

    Wie meine Kleine noch kleiner war, hab ich immer geschaut, die Zeit wo sie schläft zu nutzen. Egal, ob mal mit dem Grossen alleine zu spielen oder eben Haushalt zu machen.

    Und ich denke man muss echt selber mehr mit dem zufrieden sein, was man schafft.
    Ich nehm mir jeden Tag vor (Haupträume Staubsaugen, evtl. wischen, wäsche waschen/zsamlegen und zusätzlich noch 1 Kasterl wischen/ausmisten oder 1 Fenster putzen).

    Wir haben noch 1 Hasengehege und 1 grosses Aquarium, da nehm ich meine Kinder auch schon in die Pflicht (meiner 2,5 Jährigen macht das ganz viel spass). Auch laufen sie irrsinnig gern eine Runde mit dem Swiffer, den Spass nehm ich ihnen natürlich auch nicht😅

    Vlt. schaffst du es mit deiner Grossen auch, sie etwa einzubinden. Auch Geschirrspüler ausräumen mag meine Kleine schon gern.

    Warmes Essen gibt's bei uns Abends (da läuft während dem Kochen dann schonmal der Fernseher). Oft mach ich dann gleich eine Suppe für den nächsten Tag zum Mittagessen mit.

    Sachen, die dann doch länger dauern, mach ich oft Samstags, da kümmert sich dann mein Mann zumindest um die Kinder. Sag ihm aber ganz klar in der Früh gleich, dass ich das heut machen will und er sich um die Kinder kümmern muss, wenn er schon Haushaltstechnisch gar nichts macht.

    Mein Tipp mit 2 Kindern, die eigenen Ansprüche runterstellen (sind halt die Wäscheberge mal grösser oder die Fenster nicht so sauber), deine Grosse evtl. bisschen miteinbinden, dein Baby wirklich mal etwas liegen lassen bzw. die Schlafenszeiten nutzen.

    Ich bin eigentlich ein sseeeehhhrrr strukturierter Mensch und mein Grosser auch. Mit ihm alleine, hat alles immer wunderbar geklappt. Aber seit meine Kleine Chaotin auf der Welt ist, klappt das lang nicht mehr so wie früher😅
    Nervt mich sehr oft und auch ich leide trotzdem oft wieder darunter.

    War schon viel am Überlegen, ob ich mit den Kindern nicht in eine kleine Wohnung ziehe, um so dem ganzen "das muss, du musst,..." aus dem Weg zu gehen ( kein Aquarium, keine Hasen, keine Katzen, keine Gartenarbeiten, kein Poolputzen, keine 120m2, etc.. mehr), aber sinn machts wsl. auch keinen.....

    Was mir trotzdem auch hilft ist ein Putzplan und ein Kochplan (somit weiss ich schon täglich was ich zu tun hab).
  • bearbeitet 7. August, 08:45
    @Lametta und @Dorli85 ja. Ich sag das auch immer wieder: egal was noch kommt, ich glaub nicht das je wieder etwas so anstrengend wird wie das erste Jahr mit 2 Kindern. Mein Sohn war ein mieser Schläfer. Ich war permanent übermüdet. Tagsüber hat er immer nur 30min geschlafen und nur in der Trage in Bewegung. Und ich bin auch nicht so die "baby-mama". Ich halt dieses permanente, extreme gebraucht werden (unter anderem auch durchs stillen) nicht gut aus und brauche einfach meine Auszeiten die es halt mit sehr kleinen Babys nicht wirklich gibt. Das hab ich erst erkennen müssen und das ist ok. Ich bin trotzdem eine gute Mama (ich hab mir selbst oft so viel Druck gemacht, jede Sekunde mit meinen Kids genießen zu müssen weil "es geht ja so schnell vorbei" und hatte ein schlechtes Gewissen weil mir das oft so schwer gefallen ist). Und ich bin so froh, dass die Kids jetzt in ein Alter kommen wo sie jeden Tag selbstständiger werden.
    schorsch07
  • Ich hab bis jetzt nur ein Kind, aber eine ganz allgemeine Sache hab ich im letzten Jahr gelernt. Ich braucht kleine Routinen in der früh. Für mich heißt das als erstes in der früh, Zähne putzen, Haare machen, Spf aufs Gesicht und Frühstück für mich! richten (das ich erst später esse) und mir was einigermaßen passables anziehen mit dem ich das Haus verlassen kann, wenns schnell gehen muss.
    UND das Bett machen! Dann hab ich gleich Mal was geschafft in der früh auch wenn's noch do belanglos sein mag.
    Das könntest noch machen, wenn dei Mann am morgen noch da ist.
    Mir hilft bzw. hat das immer sehr geholfen, danach läuft alles angenehmer.
  • Also erstmal tut es mir leid, dass du dich so überfordert fühlst - und gleichzeitig hast du echt genug Grund dafür. Zwei Kinder SIND extrem anstrengend und davon darf man auch völlig geschafft sein. Und sie sind ein Vollzeitjob, auch ohne Haushalt! Deine Große klingt mit dem vielen Schreiben auch wirklich fordernd.
    Wir haben zwei Buben (Juli 2020 und April 2022). Seit etwa einem Jahr haben wir eine Haushaltshilfe, die 1x wöchentlich kommt. Das ist eine ENORME Entlastung. Damit fällt diese ganze Grundreinigung weg und ich habe unter der Woche eigentlich "nur noch" die Küche, die Wäsche, den Einkauf und das ganze Aufräumen zu tun. Sie bringt sogar das Altglas weg!
    Also dazu kann ich dir echt raten. Selbst wenn sie nur 1x monatluch käme und dann Bad, Klo, Boden und Küche grundreinigen würde, wäre es sicher schon eine große Entlastung. Wir haben allerdings keine Haustiere, dadurch muss ich auch nicht täglich staubsaugen.

    Abgesehen davon musste ich auch erst lernen, den Haushalt Haushalt sein zu lassen. Auch im Chaos kann man mit seinen Kindern spielen und später erinnern sich deine Kinder an die gemeinsamen Aktivitäten, nicht daran, ob der Boden gewischt war.
    Beim Kochen muss ich sagen, dass der "Große" (er ist ja auch gerade erst 2 geworden) von Anfang an mit dabei war. Er hat einen Lernturm in der Wohnküche und direkt daneben seine Spielküche stehen. Dadurch kann er mir zuschauen und bei manchen Dingen mithelfen, aber auch einfach neben mir spielen. Ich rede auch ganz viel mit ihm, während ich koche, dadurch wird ihm eigentlich nicht schnell langweilig. Er ist aber absolut ein Kind, das viel Aufmerksamkeit braucht! Also teilhaben lassen ist sicher eine gute Idee, vor allem, weil deine Große ja echt schon viel mitmachen kann.

    Zu unserem Alltag muss ich sagen: Ich bin extrem gesellig. Dass wir einen ganzen Tag zuhause sind, gibt's bei uns nicht, da müssten wir eingeschneit sein und das ist im 15. Bezirk Wiens unwahrscheinlich. ;)
    Ich bin gern und viel mit den Kindern unterwegs und weil mein Sohn nach wie vor zu mir schaut und ich mich die ganze Zeit mit ihm unterhalte, sitzt er auch gern (auch lang) im Kinderwagen. Der Kleine liegt zum Glück auch ganz gern drin und ich hab Ketten drüberhängen, damit er was zu schauen hat.

    Und jetzt kurz ein Beispieltag:

    8:00 Der Große steht auf und kommt zu mir ins Schlafzimmer. Wir gehen so schnell wie möglich wieder raus, bevor der Kleine aufwacht.

    8-10 Uhr Wickeln, Anziehen vom Großen, dann mache ich erst mal die Küche (Geschirrspüler ausräumen, den ich immer noch am Abend einschalte).
    Meistens hat er erst nach einer Stunde wirklich Hunger, dann mache ich Frühstück, wir essen, dann räume ich alles wieder weg, Tisch putzen etc., er düst in der Zwischenzeit durch die Wohnküche und macht Chaos. ;)

    10:00 Jetzt wacht der Kleine auf und wird gewickelt. Ich nutze das meist für ein paar Lieder oder Spiele, die dann sowieso der Große auch haben will, weil er mordseifersüchtig ist. xD Ich stille dann am Sofa und lese währenddessen dem Großen ein Pixi-Buch vor (die kann ich mit einer Hand gut halten).

    10:30-12:30 Jetzt kommt's aufs Wetter an. Entweder sind wir irgendwo mit irgendwem verabredet oder wir gehen auf den Spielplatz, in den Tiergarten oder in Museum, in ein Babycafé oder irgendwas besorgen. Falls wir zuhause bleiben, kommt der Kleine auf seine Krabbeldecke und ich spiele in der Zwischenzeit mit dem Großen, damit er seinen Bruder nicht mit dem Bobbycar überfährt. Sobald der Kleine wieder müde wird, nutze ich die Chance und gehe mit beiden raus. Wir haben einen Doppelkinderwagen, da ist das relativ easy. Erst den Großen rein, dann mich fertig machen (meistens komm ich jetzt erst zum Haarebürsten und Zähneputzen :D ) und dann kommt der schlafende Kleine in die Wanne daneben.

    12:30-13:00 Der Große jausnet unterwegs und schläft dann hoffentlich im Kinderwagen ein. Wir fahren wieder heim, wo wir zum Glück einen Lift haben. Ich stelle den Kinderwagen ins Kinderzimmer, nehme den Kleinen raus, der mittlerweile wieder Hunger hat und habe im besten Fall mal eine Stunde nur mit dem Kleinen und im allerbesten Fall eine Stunde nur für mich, weil tatsächlich beide schlafen.

    15:00 Der Große wacht auf. Meistens koche ich jetzt Mittagessen. Ich koche sehr selten, während mein Kind schläft, da ruhe ich mich lieber aus oder tue was für mich. Beim Kochen tut sich viel, da kann er genauso gut zuschauen.

    16:00 - 18:00 Oft kriegen wir Besuch oder sind (noch mal) irgendwo verabredet. Früher, mit nur einem Kind, war ich standardmäßig 2x täglich draußen bzw. hatte 2x Programm, 1x vormittags und 1x nachmittags. Jetzt mit beiden hab ich auf 1x täglich reduziert, weil es schon viel anstrengender ist, zwei Kinder fertig zu machen und glücklich zu halten als eins. Am Nachmittag macht der Kleine auch noch mal ein Schläfchen, aber da er einfach mal nebenbei einschläft, kann ich da keine großen Tipps geben - die meisten Kinder sind leider weniger unkompliziert.

    Gegen 17:30/18:00 kommt mein Mann nach Hause und je nachdem, wer den Großen ins Bett bringt (ist oft kein Spaß und dauert 1,5-2h), haben wir jetzt noch eine Stunde Allein-Zeit. Also einer von uns. ;) Und in meinem Fall hab ich das Baby dabei, aber das ist zum Glück bisher sehr unkompliziert.

    19:00 Abendessen: Seit wir zwei Kinder haben, bestellen wir öfter oder essen was sehr Einfaches. Aufwendig kochen ist einfach nicht mehr so oft drin. Das mache ich eher, wenn es sich gerade ergibt, der Große also gut drauf ist und der Kleine gerade schläft.

    19:30-20:00 Aufräumen. Ehrlicherweise mehr wir als das große Kind. Aber: Seit die meisten Dinge einen fixen Platz haben (oder jedenfalls viele), geht es viel leichter und schneller! Und wir haben ein "Krimskrams-Regal" in der Wohnküche stehen, wo die meisten Spielsachen sind, da kann man auch mal reingeben, was noch so rumliegt, wenn man es nicht auseinander dividieren will. Das macht sich echt bezahlt! Ansonsten räume ich immer wieder mal Spielzeug weg. Es steht halt dann im Schlafzimmer rum oder stellt irgendeinen Kasten voll (und unser Abstellraum ist zum Bersten voll!), aber wenigstens kann der Große es nicht STÄNDIG. WIEDER. AUSRÄUMEN. ;)

    20:00-22:00 Einschlafbegleitung von jeweils einem Kind. Manchmal dauert es nur bis halb 10...



    Sorry, dass es so lang geworden ist. Falls du nicht alles lesen wolltest, ich rate zu:

    - Haushaltshilfe.
    - Spielzeug einen Platz geben, damit das Aufräumen leichter geht.
    - Öfter mal Essen bestellen oder was Einfaches essen.
    - Auch mal über das Chaos hinwegsehen. (Oder mal den Mann mit beiden Kindern oder zumindest der Großen wegschicken, damit du mit etwas mehr Ruhe aufräumen kannst bzw. umgekehrt, sodass er mal saubermachen kann.)
    - Pläne für kurzfristige Unternehmungen im Kopf haben (auch 30min am Spielplatz, wenn die Kleine gerade schläft, können super sein!)
    - Die Kinder beim Kochen dabei sein lassen, damit sie sich dran gewöhnen und nebenbei auch mal spielen, während du Essen machst oder die Küche aufräumst.
    - Ganz viel vorlesen. Kinder, die Bücher mögen, können sich auch später super und leise und lang beschäftigen. Das ist eine Investition in die Zukunft deiner Nerven! :)

    Und: Mir geht's manchmal genau wie dir, dass ich das Chaos nicht mehr aushalte und mich einfach nur schrecklich fühle.
    Ich hab aber so eine Tagebuch-App (Daylio), bei der ich mir jetzt extra Unterpunkte eingerichtet habe, was ich mit den Kindern bzw. als Mama alles gemacht und geschafft habe. Jeden Abend um 21:30 poppt diese App auf und fragt mich, wie mein Tag war. Dann kann ich Emojis auswählen und anklicken, was ich gemacht habe. Und da merke ich dann, wie viel ich eigentlich geleistet habe! Mir hilft das total.
    Diese Dinge habe ich mir zum Auswählen hingeschrieben:
    Frisch gekocht, Singen, Spielen im Freien, Backen, Gute Zeit mit E gehabt, Gute Zeit mit N gehabt, Was im Haushalt geschafft (und wenn es nur eine Winzigkeit war!), Malen/Basteln, Kind(er) baden und Ausflug.

    Ich kann dann abends einfach mal in mich gehen und merken: Ich habe gekocht UND mit dem Großen gebastelt UND war mit ihnen im Freien am Spielplatz. Oder habe die Wäsche aufgehängt UND eines der Kinder gebadet. Es tut einfach gut, mal die eigene Leistung genauer anzuschauen, weil sie von außen eh oft nicht gesehen wird. Vielleicht wäre das auch was für dich. :)

    Alles Liebe!
    pelalinamiramiWaugi777
  • Vaiana schrieb: »
    Mit meiner großen Tochter habe ich viele Probleme gehabt, sie mochte den Kinderwagen nicht, hat viel geweint und geschriehn, ich war am Ende. vorallem, weil ich Bekannte mit Kindern im selben Alter gehabt hab, bei denen es einfach viel besser gelaufen ist und ich musste zuschauen und mich fragen, was ich falsch gemacht hab :(

    Ziemlich wahrscheinlich... nichts. Es gibt sehr intensive Kinder; solche, die nicht damit zufrieden sind, ihre eigenen süßen Knubbelfüße anzuschauen, solche, die keinen Kinderwagen mögen, ständig getragen werden wollen, ein riesen Bedürfnis nach Aufmerksamkeit haben, super genervt sind, weil sie nur am Rücken rumliegen müssen wie lätschertes Gemüse, obwohl sie sich schon viel lieber bewegen würden,...

    Das meinen sie nicht böse, das macht sie nicht schlimm... aber das kann einem als Mutter wirklich die allerletzte Kraft kosten. Und dann kann man sein Leben nicht vergleichen mit anderen Familien, natürlich schaffen die mehr im Haushalt etc. wenn nicht 120% ihrer Zeit und Kraft in die Kinder fließt.

    Als Denkanstoß - Das Konzept "Ich arbeite, du machst Haushalt und Kinder" sollte eigentlich nicht heißen "Ich arbeite 40 Stunden du machst Haushalt und Kinder 168 Stunden", sondern "Während ich 40 Stunden arbeite, machst du Haushalt und Kinder und in der übrigen Zeit teilen wir 50:50." ;)
    tweety85
  • bearbeitet 10. August, 15:53
    Also bei uns wirbelt zwar nur einer (grade 1 geworden) rum aber grade im ersten halben Jahr hatte ich auch oft den Gedanken ob ich ihm als Mama reiche.
    Jetzt haben wir (momentan) so halbwegs Struktur im Tag.

    Meistens wird er zwischen 6:30-7:30 wach.
    Dann wickeln, frühstücken, spielen.
    Je früher er wach wird desto früher will er wieder schlafen.
    Da kann es sein, dass ich mich nochmal mit hinlege, mit Glück kann ich dann sogar 1h extra schlafen. ;)
    Oder ich räum Geschirrspüler ein/aus, Waschmaschine, streame eine Folge meiner Serien (eine Folge bis 45min ist meistens unterbrechungsfrei möglich), fad ist mir in der Stunde nie.
    Mittag isst meistens nur der Kleine deswegen geht es relativ schnell.
    Ich habe (im Moment) das Glück, dass er viel alleine spielt und forscht und ich nebenbei ein paar Kleinigkeiten erledigen kann. Nachmittag kann aber auch passieren, dass ich fünfe grad sein lasse und wir nach dem Essen gleich rausgehen bis vor dem Abendessen.
    Am Abend bekommt er zwischen 18 und 18:30 Abendessen je nach Mittagessen halt Milchbrei oder normal. Danach geht er mit dem Papa umziehen fürs Bett und ich richte währenddessen das Abendflaschi (zum Einschlafen mag er das noch) und mach das Schlafzimmer "ready to sleep" ( abdunkeln, Geschichtenbuch zurechtlegen,...) dann geht abwechselnd Papa oder ich mit ihm ins Bett. Mit einer extra Portion Glück dauert es nur geringfügig länger als die Geschichte mit Pech bis zu 1,5h.

    Wenn der Papa mit ihm ins Bett geht habe ich Zeit frisch und aufwendiger zu kochen bzw wenn der Kleine mich lässt kann ich ein bisschen preppen am Nachmittag.
    Ansonsten nutzen wir es noch aus, dass er am Abend nur selten mitisst und essen Fertiggedöns oder bestellen (meistens ersteres).
    Danach nur noch Geschirrspüler ein/aus oder Wäsche aufhängen bzw das Chaos vom Wirbelwind aufräumen.

    Wenn ich wirklich was in Ruhe machen will lege ich das aufs Wochenende und schicke meine Männer allein auf Tour und sei es nur in Ruhe aufräumen ohne, dass mir wer zwischen die Füße krabbelt oder ich leise dabei sein muss.

    Ansonsten machen wir am Wochenende Ausflüge und an einem Ausflugtag darf er dann auch mal länger aufbleiben, falls er am späten Nachmittag schläft.

    Einkaufen gehen wir immer gemeinsam, dann kann sich einer um den Kleinen kümmern falls er quängelt. Kleinigkeiten holt der Papa nach der Arbeit oder ich mit dem Knirps.

    Wenn der Kleine alleine spielt und ich was mache rede ich daneben viel mit ihm.
    Wenn wir daheim sind läuft seit neuesten (meistens) "mein Kinderradio" da kann es schon passieren, dass ich daneben mal mitsinge oder den Kleinen auf den Arm nehme und mit ihm durchs Zimmer tanze.

    Er darf auch schon Sachen "selber machen" und sei es nur an der Hand selber ins Bad gehen gür Wickeln/Umziehen oder den Qietschie oder so aussuchen den er haben will oder aus 2 Leiberl aussuchen welches er anziehen will. Klar wird von uns vorselektiert aber es macht ihm Spaß und uns tuts nicht weh.

    Wurde etwas lang aber bei mir ist bei weitem nicht alles perfekt aber Jauptsache der Kleine ist glücklich und Gesund. Und im unteren Abschnitt sind halt so Minihacks die es für mich/uns einfacher machen. Auch wenn es "nur" ein Kind ist aber vl kannst du ja was für dich adaptieren.
    XTeufelchen32X
  • @VaianaHallo.
    Ich finde das Thema sehr spannend und schaffe mit meinem zweijährigen erst seit kurzem, was ihr hier mit zwei Kindern schafft.
    Ich habe gelernt, dass es extrem wichtig ist das ich auf mich schaue, damit ich mich wohl fühle und ruhiger durch den Tag komme.
    Mehrere Strategien zurechtlegen kann auch extrem helfen. Und auch mal etwas umdenken, nicht immer im Kopf haben, so machen es ja alle, anders wäre es nicht richtig.
    ZB Mein kleiner ist morgens sofort am verhungern. Er darf er erstmal auf einer kleinen Decke am Schlafzimmerboden was naschen (gesundes). Dadurch kann ich noch im OG bleiben, mich fertig machen und ihn anziehen und die Zähneputzen.
    Es kann oft anders kommen, als man es sich vorstellt, also Strategie zwei, er ist nicht sofort hungrig, dann schicke ich ihn ins Kinderzimmer spielen. Man kann sich zu einem Weg mehrere Strategien überlegen, wo man je nach Situation die richtige anwendet.
    Verbindung aufbauen ist super wichtig. Zb einfach mal am Boden hockeln, wenn dein Kind um die Ecke zu dir in den Raum läuft und die Arme ausbreiten. Mein kleiner freut sich immer riesig, wenn er merkt, dass ich ihm meine volle Aufmerksamkeit gebe.

    Ich verfolge seit einiger Zeit „Dagmar Gericke“ im Internet.
    Ich weiß, dazu soll man auch noch die Zeit finden sich Videos anzusehen 🙈. Ich schaffe es immer wieder mal, und wenn es 3 Uhr morgens ist mit Kopfhörern. Weil ich gerade aufgewacht bin und dann schlafe ich wieder weiter. Am besten natürlich mal unter Tags, wenn man sich besser konzentrieren kann und nicht gleich einschläft 😅.
    Es geht nicht alles von heute auf morgen. Bei mir hat es Wochen gedauert, dass ich jetzt eine Veränderung merke.
    Sie stellt oft kostenlose Videos online wo es ua um Erziehung geht. Ich weiß nicht ob das für dich interessant ist und dir weiterhilft bei dem was dich beschäftigt. Was mich dazu bewegt hat dir das zu schreiben ist, dass die ein hochsensibles Kind hat und sie ihren Weg finden musste damit umzugehen. Und sie hat ihn gefunden. Vl nimmt deine große ihre Welt auch intensiver wahr als die meisten. Da ist, denke ich Empathie ganz wichtig. Wenn Kinder verstanden werden, wollen sie viel lieber kooperieren.
    Ich kann dir nur empfehlen mal zuschauen, ob du ein Thema findest, dass dich interessiert. Auch bezogen auf deine Gedanken. Die Frau hat mir mein Leben in letzter Zeit sehr viel einfacher gemacht, auch wenn ich noch einen langen Weg vor mir habe.

    Bei uns ist es auch ganz klar, dass mein Mann Abends bei allem mithilft. Vl hilft es euch auch, wenn jeder den anderen mal für 20min die Kids abnimmt und der andere mal kurz MeTime hat um Energie zu tanken.

    Ich wünsche dir, dass du einen guten Weg findest mit dir und deiner Familie Glücklich zu sein. Und dann auch wieder Freundschaften aufbauen kannst.

    @puffin Super Tipp, dass man mit dem Kind viel reden kann, während man etwas im Haushalt macht. Des muss ich gleich mal ausprobieren.
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