SSW 41+1 , keine Anzeichen, Einleitung, Erfahrung KH Mödling?

Hallo ihr Lieben😊,

Erstgebärende ssw 41+1, gar keine Anzeichen.

Laut KH Ctg, Fruchtwasser + Plazenta sind in Ordnung. Habe gehört, dass ab Et+12 eingeleitet werden MUSS. Hat jemand Erfahrung mit einer Einleitung im Kh Mödling? Kann man sich auch nach ET+12 dagegen entscheiden, wenn es Mutter + Kind gut geht?

Lg😊

Kommentare

  • Natürlich MUSS nicht eingeleitet werden. Die Ärzte müssen dich informieren, damit DU eine informierte Entscheidung für dich und dein Kind treffen kannst. Wenn dir jemand etwas anderes einreden will: Das stimmt nicht. Niemand kann dich zu irgendwas zwingen, selbst wenn du eine "dumme" Entscheidung triffst.

    Es ist allerdings tatsächlich so, dass dass das Risiko, dass mit zunehmender Schwangerschaftsdauer dem Baby etwas zustoßen kann, zunehmen.

    Hier findest du die Leitlinie "Geburtseinleitung": https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/015-088ladd_S2k_Geburtseinleitung_2021-04.pdf

    Infos daraus:

    [url]2.1 Terminüberschreitung, Übertragung
    [...]
    Ab 40+0 SSW sollten engmaschigere Verlaufskontrollen erfolgen, um Risiken frühzeitig zu erkennen.
    [...]
    Ab 41+0 SSW kann eine Geburtseinleitung angeboten werden.
    [....]
    Ab 41+3 SSW sollte eine Geburtseinleitung empfohlen werden.
    [...]
    Ab 42+0 SSW soll eine Geburtseinleitung dringend empfohlen werden.
    [...]
    Der Geburtstermin wird anhand anamnestischer Angaben (erster Tag der letzten Periodenblutung, Zykluslänge) festgelegt. Dieser Termin soll mit der Messung der Scheitel-Steiß-Länge in der Frühschwangerschaft überprüft werden, da dies verlässlichere Angaben liefert (1-3). Wenn das anamnestische Gestationsalter hiervon mindestens 7 Tage abweicht, soll – außer bei sicher feststehendem Konzeptionstermin (z. B. ICSI) – eine Korrektur des Gestationsalters erfolgen (4). In der Schweiz wird der Termin bereits ab einer Diskrepanz von 5 Tagen korrigiert.
    Im deutschen Sprachraum bezeichnet man den Zeitraum ab Überschreiten des Geburtstermins (40+1 SSW) bis 41+6 SSW als Terminüberschreitung. Als Übertragung ist der Zeitraum ab 42+0 SSW definiert.
    Mit steigendem Gestationsalter nehmen das absolut gesehen niedrige Risiko für Mortalität und Morbidität stetig zu (5-7). Die zugrundeliegenden Daten beruhen auf retrospektiven Untersuchungen und können nur schwer auf unseren klinischen Alltag übertragen werden. Die Untersuchungen sind teilweise sehr alt und wurden in anderen Gesundheitssystemen durchgeführt, weshalb diese Verhältnisse mitberücksichtigt werden müssen. Die fehlende Korrelation des errechneten Termins mit der sonographisch gemessenen Scheitel-Steiß-Länge und die teils nicht existente Überwachung mittels Kardiotokographie (CTG) und Sonographie ab Geburtstermin werfen erhebliche Zweifel auf, ob es sich bei den untersuchten Schwangerschaften wirklich um Niedrig-Risiko-Kollektive handelte. Tatsächlich wiesen retrospektive Daten der gesetzlichen Qualitätserhebung aus Deutschland im Vergleich deutlich geringere Mortalitäts-Raten nach (8, 9).
    International wird aufgrund der postulierten erhöhten Mortalität und Morbidität eine Beendigung der Schwangerschaft mittels Geburtseinleitung ab 41+0 SSW empfohlen, was zu einer Senkung dieser Risiken führen soll (10). Die Schlussfolgerung dieser Metaanalyse sind aufgrund der eingeschlossenen Studien bei genauer Prüfung der einzelnen Studien kritisch zu bewerten (11).
    Ungeachtet dessen zeigen randomisierte Studien zur Geburtseinleitung in den letzten Jahren, dass eine Geburtseinleitung ab 39+0 SSW mit einer erniedrigten Rate an Kaiserschnitten einhergeht (12-16). Zudem weisen neuere randomisiert-kontrollierte Studien (RCT) aus den Niederlanden und Schweden ebenso auf den Vorteil einer früheren Beendigung der Schwangerschaft hin (17, 18).
    Im Rahmen der Schwangerenbetreuung soll daher eine Aufklärung über die individuelle Risikosituation (z.B. mütterliches Alter, Nikotinabusus, Parität, Bishop-Score, Adipositas, kindliches Schätzgewicht) erfolgen und die jeweiligen individuellen Vor- und Nachteile einer Beendigung der Schwangerschaft dargestellt sowie gemeinsam mit der Schwangeren in einer umfassenden Beratung abgewogen werden (siehe 3.1.). Das niedrige absolute Risiko eines intrauterinen Fruchttodes kann in bestimmten Situationen (z. B. Alter über 40 Jahre) erhöht sein (19). Bei Fortführen der Schwangerschaft sollten ab 40+0 SSW engmaschigere Verlaufskontrollen (z. B. alle 3-5 Tage) erfolgen. Im deutschsprachigen Raum sind hierfür auch CTG- und Sonographie-Kontrollen üblich, um Risiken frühzeitig zu erkennen. Für dieses Vorgehen liegen jedoch keine prospektiven Daten vor, weshalb in manchen Ländern auf diese Kontrollen zwischen 40+0 – 41+0 SSW verzichtet wird (20). Bei Auffälligkeiten wie einem pathologischen CTG soll dann eine Beendigung der Schwangerschaft erfolgen. Wenn keine Auffälligkeiten vorliegen, kann ab 41+0 SSW eine Geburtseinleitung angeboten werden. Da die potenziellen Nachteile des exspektativen Managements im Verlauf zunehmen, sollte ab 41+3 SSW eine Geburtseinleitung empfohlen werden. Mit der Übertragung steigt das Mortalitätsrisiko signifikant (9), weshalb ab 42+0 SSW die Geburtseinleitung dringend empfohlen werden soll.[/quote]

    Was gar keine Anzeichen angeht ein Erfahrungsbericht von meiner ersten Geburt:

    Am Abend einen Teil vom Schleimpfropf verloren. 22.44 Uhr: Erstes Ziepen im Unterleib. 02:32 Uhr: Baby war auf der Welt.

    Es kann also auch ohne vorherige Anzeichen unter Umständen ganz flott gehen! [/url]
    MamaGlück20marijaana
  • Hallo, vielen Dank für Deine Antwort!!😊

    Es wurde noch nichts von einer Einleitung erwähnt, habe aber während der Kontrolle gehört wie sich 2 Hebammen unterhalten haben, dass bei Et + 12 "sowieso"eingeleitet werden MUSS. Morgen habe ich wieder einen Termin und nehme stark an, dass ich dann informiert werde 😅..

    Ich hoffe so sehr, dass es von "alleine" los geht, da ich glaube, dass mein ET falsch berechnet wurde und er 3 mal geändert wurde. Bei dem 1. Ultraschall (MukiPass Kontrolle) war er am 04.08.2022 beim 2. Ultraschall dann der 31.07.2022 und der "errechnete" ET (da ich den 1. Tag meiner Periode wusste) der 25.07.2022. Jedoch kann der errechnete Termin nicht stimmen, da ich keinen 28 Tage Zyklus habe meistens 35-40 Tage und auch unregelmäßig. Jedoch gehen die Ärzte im KH nur vom errechneten ET aus und ich würde ungern einleiten, wenn Fruchtwasser, Plazenta CTG, Blutbefunde etc in Ordnung sind... Denn die Einleitung wäre ja dann spätestens Freitag oder Samstag je nach dem wie sie sich entscheiden 🥺.
  • Wenn dein ET öfter geändert wurde, ist das natürlich blöd…

    Mein Sohn war im Bauch phasenweise auch eine Woche weiter, als tatsächlich. Da ich aber wusste wann die Empfängnis war, hat mein Gyn sich darauf eingelassen mich auf meinen Wunsch hin nicht umzudatieren.
    marijaana
  • Wegen Patientenrechten (die selbstverständlich auch für Schwangere und Gebärende gelten!) kannst du dich hier mal einlesen: https://www.gesundheit.gv.at/gesundheitsleistungen/patientenrechte/patientencharta.html
    marijaana
  • Ich wurde an ET +15 eingeleitet und habe dann auch zugestimmt weil ich einfach nicht mehr konnte und sie meinten die Fruchtwasser Menge ist schon gering und das Fruchtwasser tatsächlich auch schon grün war.

    „Vorteil“ bei meiner Einleitung, es kamen rasend schnell Wehen im 40-50 Sekunden! Takt ohne Pause. Ich musste mich vor Schmerzen übergeben und musste mit der Stauerstoffmaske atmen, ohne konnte ich nicht mehr. Baby war binnen 2 Stunden da! Wo andere etliche Stunden oder sogar Tage brauchen.
    marijaana
  • bearbeitet 2. August, 20:24
    Du musst gar nix. Du bist die Schwangere und es ist dein Körper! Darüber hat niemand zu entscheiden außer dir!

    Meine Tochter kam bei ET+8. Ich hätte niemals ohne Grund einleiten lassen. Nie! Hab einfach zu viele Horrorgeschichten über verfrühte Einleitungen gelesen, die dann nix gebracht haben. Versuchen, die Geburt mit natürlichen Mitteln in Ganz zu bringen, ja. Da gibt's einiges, was man probieren kann. Da wird dir eine Hebamme sicher einiges sagen können: Nelkenöl Tampons, Akkupunktur, viel spazieren gehen/Stiegen steigen, Sex, scharfes Essen, Himbeerblättertee, Massagen mit bestimmten Ölen, Wehencocktail und ich weiß Ned was noch alles. Kann man alles noch probieren bevor dann wirklich medizinisch eingeleitet wird. Wenn das Baby so weit ist, wird einer dieser Sachen was bringen. Wenn nicht, dann kommt das Baby wenn es so weit ist. 🤷
    Es ist noch keines drin geblieben 😉

    Also ruhig Blut.
    Und das zu keine Anzeichen hast muss auch nix heißen. Das kann die Ruhe vor dem Sturm sein.

    Alles Gute und eine schöne Geburt!
    marijaana
  • Meine erste Tochter kam bei 36+6 ganz spontan und schnell :) da hatte ich auch keine richtigen Anzeichen und hätte nie im Leben gedacht, dass sie schon kommt 😂😂mein Bub hat sich da mehr Zeit gelassen und als ich schon bei 39 war, hatte ich nicht mehr so richtig lust zu warten … viele Freundinnen haben mir geraten, es mit sex zu probieren 😂😂 wenn das Baby schon bereit ist wird es nach dem Sex sicher „gleich“ kommen …was soll ich sagen, es hat funktioniert, am nächsten morgen haben die Wehen eingesetzt und um 10.38 war er schon da 😂😂😂 also probieren kann man es auf jeden Fall mal 😄 wie aber schon @Kaffeelöffel gesagt hat, wenn das Baby noch nicht bereit ist, wird es auch noch nicht kommen :) alles Gute für deine Geburt und schöne Zeit mit deinem Baby 🥰 🥰
    marijaana
  • Mein Baby kam bei 39+2.
    Ich hatte schon Tampons und Massagen mit Nelkenöl, Akupunktur und Moxen.Habe dann um 19:00 Rizinusöl getrunken und am nächsten Morgen um 5:59 war sie da. Ich möchte aber betonen, dass das alles in Absprache und Unterstützung mit meiner Hebamme war.
    marijaana
  • Hallo, ich wurde im KH Mödling eingeleitet aus medizinischen Gründen, ein Tag nach ET.
    Die Einleitung beginnt bei ihnen abends um 8 meistens mit Bändchen, die Wehen haben bei mir dann am nächsten Tag um 15 Uhr begonnen. Hatte sehr starke Wehen, aber CTG hat selten angezeigt. Blasensprung war dann in der Nacht und morgens war sie da. Wünsch dir alles Gute.
    marijaana
  • Kathyxox schrieb: »
    Hallo, ich wurde im KH Mödling eingeleitet aus medizinischen Gründen, ein Tag nach ET.
    Die Einleitung beginnt bei ihnen abends um 8 meistens mit Bändchen, die Wehen haben bei mir dann am nächsten Tag um 15 Uhr begonnen. Hatte sehr starke Wehen, aber CTG hat selten angezeigt. Blasensprung war dann in der Nacht und morgens war sie da. Wünsch dir alles Gute.


    Hallo, Danke! Hast du auch Schmerzmittel oder eine Pda bekommen? Habe so Angst vor den Wehen🙈 mir wurde heute Abend das Gel gelegt und morgen geht es weiter...
  • Ich hab einen Kreuzstich bekommen, davor hatte ich fast mehr Angst als vor der Geburt, aber das war nur eine Sekunde Schmerzen.
    Denke bei dir geht schon bald richtig los, hoffe es geht dir soweit gut und alles Gute 🌺
    marijaana
  • Achja hab davor ne Spritze bekommen damit ich schlafen kann, wurde zu jeder Wehe wach und musste veratmen und die 2-4 Minuten dazwischen bin ich eingeschlafen. Hat aber nur eine Stunde gewirkt xD
    marijaana

  • Kathyxox schrieb: »
    Ich hab einen Kreuzstich bekommen, davor hatte ich fast mehr Angst als vor der Geburt, aber das war nur eine Sekunde Schmerzen.
    Denke bei dir geht schon bald richtig los, hoffe es geht dir soweit gut und alles Gute 🌺

    Danke dir! Soweit geht es mir gut, hab nur totale Angst und Panik🙈 um 9:00 wurde eine Tablette in den MuMu gelegt. Habe schon seit 3-4 Tagen unregelmäßige Wehen, die mir jetzt schon weh tun, möchte nicht wissen wie schlimm es noch wird🥹 Später wird noch eine 2. Tablette gelegt..

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