Baby für Fortgeschrittene?

bearbeitet 16. März, 21:34 in Steiermark
Hallo :)

ich lieg gerade neben meinen Sohn nachdem wir wirklich einen harten und langen Tag zu zweit hatten.. das kennt auch jeder Elternteil, das weiß ich.. jedoch hat der kleine (3 1/2 Monate alt) tage wo man ihn einfach nichts beruhigen kann.. und ich versuch nunmal ALLES.. wirklich alles.. hab mir jeden tipp geholt, jedes buch oder jeden online bericht gelesen denns gibt.. ich schenk ihm so viel nähe und kuscheln.. mein kinderarzt und meine hebamme meinten er sei ein high-need-baby ..und ich versuch akzeptanz mit der situation zu finden dass nunmal das leben als mama eine karussellfahrt ist und es echt schöne UPs gibt aber auch heftige DOWNs.. jedoch gibt es tage wo ich frustriert bin.. wo sich das negative so endlos anfühlt..

Meine Frage, falls jemand auch eine schwierige Zeit mit seinem Engel hatte.. was hat euch geholfen? und wann wurde es besser 🥺

Kommentare

  • Mei ich würde so gern was hilfreiches schreiben… ich habe das gefühl, andere haben phasen, wo es anstrengender ist, wir haben phasen, wo es leichter ist 😇 und manchmal denke ich, alle kinder, die soviel Zuwendung bekommen, würden sie annehmen, meist bin ich ratlos… er ist jetzt knapp über 2 und es ist immer noch sehr schwer, ich darf quasi nicht von seiner seite weichen und den papa lehnt er fast immer ab. Selbst wenn ich weg bin gibt es oft langen protest… freu mich aber über tipps 😊
    AuroraKhai
  • Interessantes Thema , spannend. Leider kann ich dazu gar nichts sagen. Aber guckt mal bei Instagram gib’s eine Dame sie schreibt super Sachen vllt sind Tipps dabei :)? Aber bin trotzdem
    Hier gern mitleser, Baby 2 ist auf’n Weg.

    Einmal sie

    https://instagram.com/liebevoll.aufwachsen?utm_medium=copy_link

    Und sie ( aber ihr hab ich viele Tipps gelesen bzgl schlafen 😅 das war unser Problem)

    https://instagram.com/bindungsherz.schlafberatung?utm_medium=copy_link

    Mommy_of_a_GirlAuroraKhai
  • hi!
    ich weiß nicht, ob meine kleine ein high-need baby ist, aber bei uns wurde es nach ruhigen ersten 4 monaten immer schlimmer - kein schlaf, dauerstillen, fremdeln bis zum umfallen … jetz is die kleine 12 monate, schläft halbwegs gut, fremdelt noch immer extrem und will nur bei mir sein - lautstark ….
    meine lösung war immer die trage … da war das schreien leiser, das kuscheln leichter und ich machte etwas bewegung… und ich machte mir den alltag so leicht wie möglich… traf nur leute, die die situation kannten und mich ned noch weiter stressten. und ruhte, so oft und so lang es ging… und noch etwas hilft mir immer: wenn meine kleine wieder schreit, was das zeugs hält und ich nicht mehr weiter weiß, setz ich mich gemütlich hin, nimm sie ganz nah und flüster ihr ins ohr: erzähl mir alles, mein schatz… ich bin da, ich halt es aus! lass es raus, erzähl mir alles…“ und dann werden wir beide früher oder später ruhig…

    zusätzlich hilft: chamomilla globuli und lavendel-fußmassage (1:10 verdünnen, da es sonst zu stark riecht)

    ich wünsch dir von herzen alles gute, du bist eine tolle mama, die sich um ihren engel sorgt - ihr schafft das -
    JolinaPeachAuroraKhai
  • Hallo!

    Bei unserem ersten Baby war es genauso. Viel Weinen, viel Schreien, mit nichts zu beruhigen. Laut Kinderarzt Regulationsstörung, das ist relativ häufig und kommt oft in Zusammenhang mit traumatischen Geburten vor. Bei uns war die Geburt zwar nicht traumatisch und auch nicht problematisch, jedoch mit Einleitung und dadurch sehr schnell und heftig schmerzhaft. Aber es gab nie Komplikationen und es ging uns beiden zu jeder Zeit gut, was Vitalparameter oder Stress anbelangt. Eventuell ging es einfach zu rasant. Es muss aber auch gar nicht mit der Geburt zu tun haben.

    Akzeptanz ist wirklich wichtig, da es kein Rezept dagegen gibt. Die Situationen sind einfach gemeinsam durchzustehen. Kein Buch, kein Gespräch und kein Versuch hat bei uns auch nur irgendwie geholfen. Das Ziel sollte es sein, mit Nähe und Liebe für das Baby da zu sein. Aber wir Mütter haben immer das Ziel, dass das Baby aufhört zu weinen, aufhört zu schreien, endlich zu schlafen. Das klappt nur leider bei solchen Kindern nicht gut. Darum konzentriere dich darauf, der Anker für dein Baby zu sein, bei dem es sich ausweinen und trotzdem geborgen fühlen kann.

    Wichtig: Baby regelmäßig abgeben. An den Papa, an die Oma, an die Tante. Du stehst das sonst nicht durch. Es wird dir sehr schlecht gehen, das ist für dich nicht gut und überträgt sich auf das Baby. Damit du wieder Luft schnappen kannst und es nervlich aushältst, musst du dir hier unbedingt regelmäßig, am besten täglich ein bisschen Raum verschaffen und sei es nur eine Stunde.

    Dagegen hilft nur die Zeit, also Geduld, Geduld und nochmal Geduld. Bei uns gab es ab 5 Monaten dann wirklich gute Fortschritte und wurde von da an stetig besser. Seit dem 1. Geburtstag wird durchgeschlafen und heute ist dieses Kind fröhlich, selbstbewusst, empathisch, neugierig und offen. :)
    AuroraKhai
  • Meine zweite war auch so.
    Uns hat dann cranio sacral wirklich gut geholfen.
    Ich bin jetzt nicht unbedingt der Mensch, der von solchen eher „alternativen“ Sachen voll überzeugt ist, aber ich denke mir da immer „hilfts nichts, schadets nicht“.
    Vielleicht ist das ja auch etwas, was ihr noch probieren könnt. Bei uns war es nach den ersten 2 Sitzungen schon viel besser. Natürlich war nicht alles verschwunden, aber die Tage waren ab da zumindest alleine machbar mit beiden Kids.
    Wirklich besser wurde es bei uns, als sie mobil wurde. Mit jedem Schritt in Richtung laufen wurde sie auch zufriedener. 😊 mittlerweile ist sie 1 1/2 und (meist) ein sehr zufriedenes Kleinkind mit einem riesigen Dickschädel. 😄
    AuroraKhai
  • Mein Baby war kein High-Need-Baby dafür ein extremes "Schreibaby"
    Im Schnitt schrie sie 8 Stunden am Tag, an extrem Tagen bis zu 14 Stunden

    Ganz ehrlich, ich hab noch nix härteres in meinem Leben durch gemacht, im Gegenzug dazu war die Geburt so entspannend wie ein Tag in der Therme, ist zwar ein schlechter Vergleich, aber vom Gefühl her wars so

    Wenn da zu mir wer gsagt hät, ich solls einfach annehmen, dann wär mir die Person gscheid am Ar*** gegangen, aber blöderweise kann man manchmal echt nix machen, dass es leichter wird
    Annehmen würd ich bei einem zweiten Kind vermutlich schaffen, wenns wieder ein Schreibaby ist, aber bei einem dem ersten Mal in der Situation ists so gut wie nicht möglich

    Bei meiner Kleinen ists mit 8-9 Monaten dann besser geworden
    Aber es gibt nach wie vor Phasen, wo es nur anstrengend ist
    AuroraKhaiApplepie
  • Ich schicke Dir einen Drücker und viel Kraft☀️mein erster Sohn war genauso und jetzt im Nachhinein kann ich sagen, dass ich viel mehr Unterstützung gebraucht hätte! Ich war so beschäftigt mit seinem Bedürfnissen (weil sie nicht zu stillen waren) das ich auf meine nicht gut genug geachtet habe und das war eine Spirale nach unten.
    Mein Tipp: nimm Dir so viel Auszeit wie möglich und finde jemanden zum reden (der emphatisch auf deine Situation eingehen kann)
    Und ich drücke Dir die Daumen 😊es wird besser
    diamond_dustAuroraKhai
  • Und ich finde Name des threads so super - so haben wir unseren auch immer genannt (Profi Kind und Anfänger Eltern)
    AuroraKhaiNa_mo123
  • Hallo!
    Erstmals, fühl dich gedrückt, du bist nicht alleine🙏
    Ich fühle so sehr mit dir! Hab einen 1 1/2 jährigen Sohn und kann vieles was hier geschrieben wird 1:1 nachvollziehen..
    Wenn ich mich in meinem Freundes und Bekanntenkreis umsehe dann komme ich mir oft wie eine "Aussetzige" vor, weil wir scheinbar bei allem "hier" gerufen haben..
    Es hat lange gebraucht bis ich erkennen konnte, dass er ein "high need" baby ist, ich dachte davor immer es stimmt etwas mit MIR und meinem handeln nicht, ich kann ihm nicht genug "geben" oder mache etwas falsch.

    Er ist jetzt 1 1/2 und es wurde naja.. Nicht besser sondern anders würde ich sagen. Er ist ein extrem schlechter Schläfer, das sorgt natürlich mittlerweile bei mir zu einem dünnen Nervenkostüm und ich sehe einige Dinge vermutlich kritischer oder reagiere über, welche mich sonst gar nicht triggern würden.
    Seit er gehen kann bzw sich fortbewegen kann, ist vieles " leichter" und anders geworden. Ich kann mich noch so gut an die ersten Monate erinnern, die mir schier unendlich lange vorkamen. Ich wollte nur, dass die Zeit so schnell wie möglich vergeht und er "größer" wird, ich weiß das klingt gerade hart aber so war es. Jeder Tag hat mich an meine äußersten Grenzen gebracht.

    Tipps habe ich leider keine außer: such dir Hilfe und Entlastung, so oft wie möglich! Und lass die anderen reden, nimm dir nichts zu Herzen.

    Entferne dich von Menschen die dir nicht gut tun oder die dich kritisieren á la "er kennt es ja nicht ander's, wenn er weint bist du immer gleich da".

    DU machst das super, DU bist eine tolle Mama! 💛

    AuroraKhai
  • Ich hab zwar schon einige Artikel und Definitionen über high need Babys gelesen, bin mir aber nach wie vor nicht zu 100% sicher ob mein kleiner eines ist🤔 kann mir Mal jemand Beispiele aus dem Alltag geben damit ich das auf uns betrachtet vergleichen kann ...
    AuroraKhai
  • erstmal, vielen dank für eure Antworten, und vorallem für die Motivation!

    ich weiß nicht ob es daran liegt dass vorallem auf social media mama sein so leicht scheint.. oder weil ich nunmal nur eine freundin hab die auch ein baby hat ( alle andere sind noch single) und ihr baby ist sooo ruhig und entspannt .. aber ich fühl mich oft genau wie auch von manchen von euch hier beschrieben, als aussetzige als stimmt was nicht.. man gibt ja alles von sich, opfert schon beinahe die selbstpflege oder die soziale beziehungen.. und wenn dann eben dein kleiner schatz den ganzen tag durchweint denkt man eben.. man ist nicht genug..

    und ja tatsächlich merk ich dass umso mehr er an motorik aneignet desto entspannter wird es.. er lässt sich ab und zu beschäftigen.. aber auch wir haben leider oft tage wo er 8 std durchschreit 🤯

    es tut gut hier auch mal zu lesen dass man nicht allein ist, nicht eine „versargermami“ ist, das eben nicht alles so schön und rosig ist im mutterleben..


    mein kleiner zeigt sich als high need baby indem er mich wirklich täglich fordert.. er braucht gaaanz viel nähe und auch beim spielen ganz viel aufmerksamkeit..also theoretisch gesehen ist er wie an mir angebunden, und es wird einfach gleich einmal mit tränen geweint.. er wurde schon so oft blau im gesicht.. einfach weil er nicht runterkommen kann aus seinem frust.. das einschlafen tagsüber ist ein wahrer kampf und auch nachts schaffen wir es nicht den kleinen mal das durchschlafen zu ermöglichen (zurzeit schläft er meist auf meine brust ein..) und naja, ob er tatsächlich ein high need baby ist ist eventuell trotzdem noch zu früh zu sagen.. ich seh ihn eben als ein baby für fortgeschrittene eltern, und die sind wir nunmal (noch) nicht 🙈


    ich danke euch fürs mut machen und auch für die ehrlichkeit.. es ist schön zu hören dass man nicht alleien ist, und dass ihr das überstanden habt, gibt mir die positive einstellung dass es auch bei mir .. auch wenn nicut leichter.. wenigstens anders wird.. anders ist nämlich viel besser als das jetzt 🙈
  • Beide Kinder Schreibabies, Sohn High need.

    Er ist nun 5 und ein total feinfühlig, extrem intelligenter, geduldiger Kerl.

    Ich weiß also, dass aus so "argen Babies" wundervolle Kinder werden können.
    Das gibt mir Kraft für meine Tochter, die auch sehr sehr sehr fordernd ist.
  • Meine Tochter ist zwar kein high - Need Baby aber hatte eine echt arge Regulationsstörung.
    Kam durch frühzeitigen Blasensprung in der 36 SSW auf die Welt.

    Die ersten 2,5 Monate waren richtig heftig und fordernd. Sie hat manchmal nur 2-3 Stunden in 24h geschlafen. Ich bin psychisch wie physisch total an meine Grenzen gekommen.
    Und ja man vergisst sich selbst manchmal
    komplett. Es gab Tage wo ich am Abend auf dem Sofa saß und gemerkt habe „hey ich war ja schon zwei Tage nicht mehr duschen“

    Wir haben auch sehr viel probiert.
    Aber ich muss sagen am meisten hat uns die Ostéopathin geholfen.
    Wir waren einmal da und es hat sich schlagartig gebessert.

    Wir haben auch dann vermehrt unsere Tochter daheim im Tuch getragen.
    Das hat auch sehr viel geholfen.

    Fühl dich umarmt.
    Social Media spiegelt nicht die Realität wieder, erhöht aber durch diese vorgespielte perfekte Welt teilweise extrem den Druck auch so sein zu müssen.
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