[Expertenchat] - Rückbildung & Beckenboden mit Cornelia Frischauf

AdminAdmin

5,070

bearbeitet 28. März, 19:13 in Gesundheit & Pflege
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Hallo alle,

Ich freue mich, dass wir wieder einen sehr interessanten Expertenchat im Forum haben. 💪

In diesem Expertenchat diskutieren wir mit der Hebamme Cornelia Frischauf. Cornelia bindet in Ihre Arbeit mit Frauen und Familien Yoga als wesentliches Element mit ein.

So bietet Sie Yoga in der Geburtsvorbereitung, aber insbesondere auch in der Rückbildung mit ein. Gerade hier spielt das Spüren, Hinfühlen, das Anspannen und Entspannen eine wesentliche Rolle in der Rückbildung. Mit Mama-Baby-Yoga unterrichtet Sie Mütter darin, die Eltern-Kind–Bindung bewusst zu erleben und die Gegenwärtigkeit des Augenblicks einzufangen. Das all das zu mehr Energie und Freude in den oft anstrengenden letzten Schwangerschaftswochen oder im Wochenbett führt, liegt auf der Hand.

Neben Yoga für Schwangere und die Rückbildung bietet Cornelia Frischauf zudem Hatha Yoga, K-Taping, ihre W"i"rkshops aber auch spezielle "Bald Eltern"-Wochenende in Kirchberg am Wechsel an. Als zertifizierte Beckenbodenkursleiterin steht Sie Eltern auch mit Ihrem Online-Kurs-Angebot bei. Ein Wer mehr über Sie, Ihr Angebot und Ihre Ausbildungen erfahren möchte, besucht am besten die Website:

www.yogahebamme.com/

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Vorneweg würde ich die Diskussion selber gerne mit einer Frage an Cornelia beginnen:

• Warum spielt der Beckenboden in der Rückbildung so eine entscheidende Rolle?
• Ab wann nach der Geburt, empfiehlt sich es sich Übungen dafür zu beginnen?

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Welche Fragen habt ihr rund um die Rückbildung?

Ich freue mich auf diesen #expertenchat!

Liebe Grüße,
Admin
ricz
getaggt:

Kommentare

  • Hallo an alle in der Runde,

    Danke für die Teilnahme an diese Expert:innen-Chat. Ich freu mich schon mein Wissen oder einfach ein paar Inputs rund um die Rückbildung an euch weiterzugeben.

    Zu den ersten zwei Fragen von dir @admin:


    1. Frage: Warum spielt der Beckenboden in der Rückbildung eine so entscheidende Rolle?

    Der Beckenboden ist eine der wichtigsten Körperregionen bei uns Frauen. (Männer haben übrigens auch einen BB!). Er BB hat verschiedene Aufgaben:
    • Loslassen und Öffnen (bei jeder Körperausscheidung, beim Geschlechtsverkehr, und eben bei der Geburt)
    • Wach sein und reflektorisch Gegenhalten: Auf dem BB ruhen die Organe des kleinen Beckens, und diese bewahrt der BB vor einem Verlagern nach unten (Senkung). Bei Druckveränderungen im Bauchraum (zB bei Husten, Niesen Springen,…) muss der BB sich selbst anspannen können und Gegenhalten.
    • das Tragen , Stützen und Verschliessen ist aber ebenso wichtig, wie das Öffnen
    • er hat eine stabilisierende Funktion ( Bauch-, Beckenboden, Rückenmuskulatur = Beckenboden-Gurt)
    • er ist ein ganz wichtiger Wirbelsäulenstabilisator; Ein aktiver BB ist die Basis für eine stabile Wirbelsäule;
    • der BB ist ein „Lustmuskel“: er wirkt bei einem Orgasmus mit, und beschert eine lustvolle und erfüllte Sexualität

    Der Beckenboden wird durch die Schwangerschaft und das einhergehende zusätzliche Gewicht durch das Kind, das Fruchtwasser, Plazenta,… zusätzlich belastet, und erfährt dann durch eine vaginale Geburt seine größte Öffnung (wofür er ja durchaus in der Lage ist!).

    Nach der Geburt ist die Rumpfmuskulatur noch instabil, die Bänder sind gedehnt und die Lage der Beckenorgane noch verändert, die Beckenbodenmuskulatur ist gedehnt und event. verletzt. Deshalb ist eine Schonzeit (Wochenbett) unbedingt erforderlich!
    Der BB hat eben schon in der Schwangerschaft eine wahre Hochleistung erbracht. Wichtig ist hier auch zu erwähnen, dass auch nach einer Kaisergeburt ein Rückbildungskurs unbedingt zu empfehlen ist!


    2. Frage: Ab wann nach der Geburt, empfiehlt sich es Übungen dafür zu beginnen?

    Das Wochenbett ist die direkte Zeit nach der Geburt bis 8 Wochen danach. Diese Zeit ist wird in ein Frühwochenbett (bis zum 10. Tag) und ein Spätwochenbett (bis zur 8. Woche) unterteilt. In dieser Zeit werden Geburtswunden geheilt, es kommt zur Milchbildung, hormonelle Umstellungen geschehen, Anpassungsprozesse an das Leben mit Kind stehen im Vordergrund , das Bonding (die besondere Bindung zwischen Mutter und Kind) uvm.

    Nach einer bestandenen Prüfung gibt es eine feierliche Ehrung, nach einer Hochzeit fahren wir auf Flitterwochen und nach einer Geburt sollten wir das Wochenbett zelebrieren!

    In dieser Zeit sind folgende Übungen angesagt: Entspannungsübungen, Atemübungen (Atem und Beckenboden spielen zusammen!), Beckenbodenwahrnehmungsübungen, Übungen zur Thromboseprophylaxe;

    Mit Übungen für den Beckenboden beginnen sollte Frau erst nach ca. 6-8 Wochen, und hier wirklich Schritt für Schritt, und am Besten in einem Kurs mit einer Fachperson. (Hebammen und Physiotherapeutinnen). Es geht nicht nur um Kräftigungsübungen sondern auch darum, zu erlernen, den Beckenboden auch zu entspannen. Um das Erlernen und Etablieren eines beckenbodenschonenden Alltags (wie stehe ich beckenbodenschonenend auf, wie hebe ich, trage ich, huste ich,…)

    Was mir noch äußerst wichtig ist, zu erwähnen: Rückbildung ist ein ganzheitlicher Prozess (es geht nicht nur um den Beckenboden!) und dieser Prozess kann bei manchen Frauen sogar 2-3 Jahre dauern! Bitte nicht mit einem rigorosen Training sofort nach der Geburt beginnen - zuerst steht die Heilung im Vordergrund.

    Glücklicherweise muss nicht jede Frau gleich nach ihrer Geburt wieder ihren „perfekten After-baby-Body“ aufweisen, wie uns die Medien nur allzu oft vermitteln. Der weibliche Körper hat in dieser Zeit so Wundervolles vollbracht, dass frau ihm nun genügend Zeit und Erholung zur Rückbildung und Stärkung gewähren sollte.


    Hoffe das gibt gute Einblicke und ich freue mich schon auf eure Fragen.

    Connie
    riczAdminTikashaLeni220619miKkiitweety85
  • Hallo Cornelia!

    Um die angesprochene Senkung der Organe zu verhindern und weil eben alles sehr gedehnt bzw. womöglich verletzt ist - wann kann, darf, soll man nach der Geburt mit leichter Bewegung (zum Beispiel erste kurze Spaziergänge oder längeres Stehen, vl beim Kochen, usw.) beginnen?

    Und vl nochmal umgekehrt gefragt - was kann man dem BB und Gewebe Gutes zur ersten, natürlichen Rückbildung und Heilung im Wochenbett tun?

    LG,
    Tikasha
  • Hallo Cornelia,

    Ich bin gerade zum 3. Mal schwanger und habe die Rückbildung nach den ersten beiden Schwangerschaften sehr vernachlässigt, wenn nicht zu sagen, ausgelassen. Kann ich jetzt bereits in der Schwangerschaft (wen auch schon fast im 3. Trimester) schon etwas tun, um den Beckenboden zu stärken? Mir ist bewusst, dass es nicht ganz ideal war, nichts zu tun. Kann ich nach der 3. Entbindung dauerhafte "Schäden" bzw. Dehnung des Beckenbodens verhindern bzw. mit Training 'aufholen' was ich bereits versäumt habe?

    Danke im Voraus & LG!
  • Liebe @Tikasha ,

    Da gibt es keine pauschalen Regeln, aber wenn du dich wieder bereit dazu fühlst, kannst du mal vorsichtig einen ersten Spaziergang unternehmen. Aber bitte vorsichtig, am besten in Begleitung einer 2. Person, da auch dein Kreislauf noch schwach sein kann. Ich würde auch empfehlen, dass die Begleitperson zB das Baby trägt, oder ihr mit Kinderwagen rausgeht.

    Du kannst deinem Körper Gutes tun, indem du mind. 1x täglich eine Umkehrposition einnimmst, wie zB die Knie-Ellbogen-Lage. Hier "rutschen" die Organe wieder weg vom Beckenboden, und dieser kann sich während der Übung erholen.
    Wie du deinem Gewebe Gutes tun kannst? ZB mindestens 2 L frisches Wasser trinken - regenerierendes Muskelgewebe braucht Wasser! Eine gute Eiweißversorgung wäre auch gut (zB Spinat, Amaranth, Haferflocken, Soja, Mandeln, Mandelmilch, Linsen, Erbsen,...
    Und wirklich entspannen und möglichst wenig Stress haben - denn Cortisol ist schlecht für die Wundheilung und Gewebeheilung.

    Ich hoffe, diese Antwort hat dir deine Fragen beantwortet.

    ich sende dir liebe Grüße,
    Cornelia.
    Tikasha
  • Liebe @Snoopy,

    Zuerst gratuliere ich dir zu deiner 3. Schwangerschaft - so wundervoll!

    Du kannst jetzt auf jeden Fall Beckenbodenübungen machen, und zumindest mal mit Wahrnehmungsübungen beginnen, um ein Gefühl für deinen Beckenboden zu bekommen, dann wirst du auch nach der 3. Geburt schneller wieder in Kontakt mit Selbigen kommen.

    Ich würde dir sehr ans Herz legen nach dieser Geburt einen Kurs zu besuchen. (Es gibt derzeit auch viele Onlineangebote, bei denen du dann zeitlich flexibel bist, was dann bei 3 Kindern sicher sinnvoll erscheint.)
    Vielleicht kannst du dir sogar mal Einzeltraining gönnen. Mit konsequentem Beckenbodentraining (was nicht bedeutet, nur zu kräftigen!), kannst du deinem Beckenboden und deinem ganzen Körper Gutes tun, und bestimmt viel "aufholen".
    Es ist nie zu spät mit Training zu beginnen!

    Ich wünsche dir noch eine beglückende Schwangerschaft!

    Liebe Grüße,
    Cornelia.
  • Danke dir für die Antworten auf meine Fragen Cornelia. 👍
    CorneliaFrischauf
  • @CorneliaFrischauf

    Vielen Dank, das hat meine Fragen beantwortet 👍

    Liebe Grüße
    CorneliaFrischauf
  • Hallo Cornelia,

    mein Baby ist nun 8 Wochen alt und ich möchte mit meiner Rückbildung beginnen und habe auch schon mit einem Kurs begonnen. Ich hab in der Schwangerschaft gerne Yoga gemacht. Welche Übeungen würdest du empfehlen, die man mal immer wieder zusätzlich zwischendurch machen kann?

    Danke :)
  • bearbeitet 31. März, 11:31
    Liebe @flippo88 !

    Einen wunderschönen Guten Morgen!☀️

    Zuerst gratuliere ich dir zu deinem "frischen" Mama-Sein💝.

    Ich würde dir raten, den Rückbildungskurs mit den Übungen zu absolvieren, und auch zuhause täglich ein paar Übungen daraus zu machen (Der Alltag ist dein Übungsfeld!)
    Klassische Yogaübungen sind für die erste Phase der Rückbildung meiner Meinung nach nicht geeignet, auch nicht die tiefe Yogaatmung.

    Was du aber auf jeden Fall machen kannst, sind Umkehrpositionen (Knie-Ellbogen-Lage), oder mal die Schulterbrücke mit ein/zwei Kissen unter dem Po, damit dein Beckenboden regenerieren und sich erholen kann. (Das wird oft als "fad" angesehen, ist aber soooo wichtig.)

    Jetzt geht es mal um das Ansteuern der Muskulatur, und wieder ein Gefühl für den Körper zu bekommen.

    Vielleicht gingen auch schon andere Übungen. Das ist natürlich sehr individuell. (Rektusdiastase, Beckenbodenverletzungen, davor sehr sportlich, gutes Körpergefühl,...).

    In der Schwangerschaft hast du ja den Beckenboden mit der Ausatmung entspannt, dies solltest du nun ja anders herum machen (wie es auch physiologisch ist). Einatmen-Entspannen, Ausatmen- Anspannen; All das braucht ein wenig Zeit, bis frau es wieder "intus" hat.

    Ich hoffe, ich konnte dir helfen,
    und sende dir sonnige Grüße🌷,
    Connie.
    flippo88
  • Liebe Conni,

    Kurz zu mir: mein Sohn kam Ende Oktober per Kaiserschnitt und 6 Wochen zu früh zur Welt. Die Wunde ist super verheilt und ich habe auch bis Ende Jänner wöchentlich an einer Rückbildungsgymnastik mit Physiotherapeuten über Zoom teilgenommen. Seit mein Sohn jedoch aktiver ist, war es schwer möglich teilzunehmen.

    Generell hatte ich immer ein gutes Beckenbodengefühl, da dieser eben im Endeffekt auch nicht so belastet war. Auch hatte ich 6 Tage nach der Geburt mein Ausgangsgewicht vor Geburt wieder.

    Da Schwimmen ja derzeit auch nicht möglich ist und Joggen ja doch noch nicht geht, wollte ich fragen was ich als Ausdauer Training machen könnte? Ich hätte auch einen Crosstrainer daheim- kann ich den schon nutzen?

    Muss dazu auch erwähnen, dass ich nicht stille, daher fehlt mir vielleicht ein gewisses Kalorien Verbrennen mehr bzw. wäre dahingehend problemlos.

    Ich war immer recht sportlich, muss aber gestehen, dass bei so Gymnastik Übungen alleine daheim die Motivation der Gruppe zu sehr fehlt...
  • Liebe @krümel05 ,

    Wunderschönen Guten Morgen☀️,

    Auch dir möchte ich zuerst herzlichst zu deinem Sohn gratulieren. 💝

    Super, dass du einen Kurs "besucht" hast, und ja, das fehlt gerade vielen frischgebackenen Mamis - die Gruppenmotivation und auch der Austausch. 😣

    So wie es sich für mich liest, bist du auch sehr "spürig", und hast schon wieder guten Kontakt zu deinem Beckenboden aufgenommen. Ich würde sagen, du kannst mal ausprobieren, wie es dir auf dem Crosstrainer geht. Und danach entspannst du in einer Umkehrposition (Knie-Ellbogen-Lage), damit der Beckenboden wieder entlastet wird. Hier dann auch wirklich entspannen und bewußt loslassen.

    Ich wünsch dir einen schönen Tag und bleib achtsam,
    Connie. 🌷
  • Liebe Cornelia,

    ich bin erst im 1. Trimester und noch weit weg von der Frage nach der Rückbildung. Ich bin jedoch eine sehr sportliche Person (trainiere mit meinem Mann als gemeinsames Hobbie abends zuhause - HIIT, Gewichte etc.)
    Gibt es Möglichkeiten, wie ich schon jetzt (bevor der Bauch zu groß ist für umfangreiche und schwere Übungen) gezielt mein Beckenboden vorbereiten und in mein Sportprogramm integrieren kann?
  • Hallo! Ich hab immer wieder mit Hämorrhoiden zu tun. Im Moment bin ich in der 38 SSW und sie treten nun wieder etwas hervor. Gibt es da einen Tipp - außer die Salbe Hädensa? Was man vor der Geburt noch machen kann, damit es nicht schlechter wird, oder wird es das nach der Geburt sowieso und dauert einfach? Zudem kämpfe ich seit der 18 SSW mit den Vulvavarizen. Besten Dank für jegliche Antwort und schönen Abend Riti
  • Guten Morgen, liebe @Selina1234,

    Zuerst gratuliere ich auch dir zu diesen "besonderen" Umständen. 💝

    Auf jeden Fall solltest du den Beckenboden einbeziehen in dein Training!
    Bevor du hebst zB solltest du den BB aktivieren und bei der Anstrengung ausatmen (aber das machst du bestimmt!) Auch solltest du Entspannungsübungen für den Beckenboden einbauen.
    Ich würde dir sogar zu einem individuelles Gespräch/Sitzung mit einer Spezialistin auf diesem Gebiet raten, da ja diese Art von Training speziell ist (ich kenn mich hier leider zugegeben zu wenig aus). Eine Anpassung an die besondere Zeit der Schwangerschaft ist sicher angebracht, aber wenn dein Körper dies schon gut kennt, kannst du sicher weitermachen (wenn auch später sicher wesentlich sanfter).

    Hab eine wunderbare Zeit,
    Connie.
  • Liebe @riti,

    Wow, du bist ja wirklich schon im Endspurt💝!

    Also, in dieser Schwangerschaftswoche ist das aufgrund des Gewichts und der damit verbundenen vermehrten Last ein häufigeres Problem.
    Zu den Hämorrhoiden: Hädensa ist schon mal gut; Ich bin ein Fan von "Noreia -Hämorrhoiden-Zäpfchen"; Gut auf die Ernährung achten (damit der Stuhl nicht zu hart ist), richtiges WC-Verhalten (nicht pressen, und etwas rund werden im unteren Rücken); Und, bitte nicht mehr zu viel stehen, sitzen); Immer wieder mal hinlegen (Seitlage), und mal entlasten in der Knie-Ellbogen-Lage;
    Vulvavarizen sind auch sehr lästig, ABER sie gehen meist nach der Geburt ganz flott weg!
    Ich empfehle dir zudem nach der Geburt unbedingt einen Rückbildungskurs, und dann das Beckenbodentraining beizubehalten.

    Denk daran: du hast nicht mehr so lange, und alles wird gut!

    Hab einen wunderbaren Tag!
    Liebe Grüße,
    Connie.
  • Liebe Cornelia!
    Herzlichen Dank für die rasche und sehr wertvolle Antwort!! Gibt es von Ihrer Seite her in Zeiten der Pandemie eventuell noch eine Empfehlung bzgl. Rückbildungskurs? Herzlichen Dank und liebe Grüße Riti
  • bearbeitet 8. April, 14:49
    Liebe @riti ,
    sehr gerne!

    Wenn ich mich selbst empfehlen darf;) ? Meine Kurse findest du unter www.yogahebamme.com.

    Liebe Grüße,
    Connie.
  • SorakisuSorakisu

    2,319

    bearbeitet 8. April, 23:33
    Hallo liebe Connie,

    Ich hätte eine Frage rein weil mich deine Meinung interessiert. Es gibt ja aktuell einen regelrechten HulaHoopHype und immer wieder wird die gute Wirkung auf den BB beschrieben. Ist HulaHoop deiner Meinung nach wirklich für den BB gut (durch das permanente Anspannen zb) oder durch die fehlende Anleitung vielleicht sogar schädlich?

    LG Sorakisu
  • Liebe @Sorakisu,

    Der Hula Hoop :): Es ist so, dass es seit einiger Zeit ein Trend ist, und es auch immer wieder so beschrieben wird, als ob es bewiesen sei, dass das Trainieren mit dem HulaHoop den Beckenboden trainieren würde. Bisher habe ich aber keine einzigen Beleg (Studie) dazu gefunden.

    Ich habe mir dann selbst einen gekauft, und mein Eindruck ist, dass ein "fitter" Beckenboden natürlich mitarbeitet, aber es bei einem geschwächten oder nicht reaktivem Beckenboden es eher zu einem Druck/Schub nach unten kommt.
    Also sollte eine Frau, die eher Probleme mit dem Beckenboden hat, in "Behandlung" sein und eventuell danach eventuell auch mit einem HulaHoop trainieren.

    Es ist also für mich so, dass wenn eine Frau gut das Zusammenspiel von Rumpf-und Beckenbodenmuskulatur gut beherrscht, sicher positiv ist, aber wenn dies nicht funktioniert, eher kontraproduktiv ist. (Ist ja auch bei allen Belastungen so (z.B. Heben).

    Grundsätzlich sehe ich es kritisch, wenn frau über längere Zeit die Grundspannung halten muss (wie beim Hullern). Irgendwann ist frau dann übermüdet, und das kann wiederum Bauchdruck aufbauen. (Nach einer Geburt also nicht unbedingt optimal).

    Du siehst schon, es ist keine Frage, die leicht zu beantworten ist. Wieder ist es individuell zu betrachten, und wie bei Allem im Leben: es kommt auf das Mittelmaß an.


    Ich hoffe, ich konnte deine Frage gut beantworten,
    und sende dir liebe Grüße,
    Connie.
    wölfin
  • Liebe Connie,

    Vielen lieben Dank für diese Ausführliche Antwort. Du bestätigst mein Bauchgefühl, wie immer macht wohl die Menge das Gift 😅

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Sorakisu
  • bearbeitet 9. April, 12:33
    Liebe @Sorakisu,

    Genau so ist es! Und das Bauchgefühl halte ich für die wichtigste Ratgeberin!

    Sei lieb gegrüßt,
    Connie. 🌷
  • Hallo liebe Connie,

    ich habe bereits einen 3 jährigen Sohn und bin gerade in der 16. SSW schwanger. Bei mir dürfte sich gestern die Harnblase gesenkt haben. Ich habe zu Mittag recht schwer gehoben 😕 ich hatte das noch nie, vermute aber das es die Blase war. Hast du vielleicht Tipps? Im Krankenhaus meinten sie, man könne da nicht viel tun 🤷‍♀️ aber es wird ja mit Fortschritt der Schwangerschaft nicht besser und ich möchte das gerne zukünftig vermeiden.

    Ganz liebe Grüße & danke
    Judith
  • Hallo, liebe @JudithM!

    Du schreibst, dass du im Krankenhaus warst? (wegen dem Gefühl der Senkung?)
    Ich würde zu einer Spezialistin auf dem Uro-gynäkologischen Bereich gehen (gibt auch urogynäkologische Ambulanzen), und es abklären lassen. Es ist so, dass du nach der Geburt wirklich unbedingt Beckenbodentraining machen solltest - so kann sich eine Senkung auch wieder verbessern.
    In der Schwangerschaft bitte unbedingt schweres Heben vermeiden, und auch wenn du etwas Leichteres hebst, vorher den Beckenboden aktivieren. Auch beim Husten, Niesen und Lachen vorher den BB aktivieren und schön aufrecht bleiben in der Wirbelsäule (beim Niesen und Husten den Kopf zur Seite drehen.
    Beim WC-Gang nicht pressen, und als "Regel" kannst du dir auch merken: alles , was gut für den Rücken ist, schützt auch den Beckenboden (aufrechte Haltung, "richtig" heben, bücken, usw.)

    Ich wünsch dir alles Gute, und schick dir liebe Grüße,
    Connie.
  • Liebe @CorneliaFrischauf

    Bin aktuell wieder Schwanger (4 Woche, also noch sehr sehr früh) 🥰

    Meinen Beckenboden hab ich nach der 1. schwangerschaft wieder gestärkt, jedoch merke ich momentan wieder so ein Gefühl von „mir fallt unten alles raus“ 😅Kann dies durch die erneute Schwangerschaft sein ?

    Bin auch wieder aktiv sportlich (HIIT, Gewichte)
    Und letztens hatte ich Lust auf ein Tanzworkout und da hab ich dies extrem gemerkt.
    Ich hoffe es ist kein Zeichen für eine Senkung 😰

    Liebe Grüße
  • Liebe @Dixi_x1 ,

    Ui, wie schöne Nachrichten🤗.

    Natürlich kommt es mit der Schwangerschaft zu einer Umstellung der Hormone auch.
    Bitte sei vorsichtig mit dem Gewichttraining und mit HIIT. - Gerade hierbei kommt es zu einem erhöhten Bauchdruck, und dies kann den Beckenboden belasten.

    Es gibt diverse Symptome für eine Senkung: Harnsymptome wie Inkontinenz, unvollständige Blasenentleerung, Drangbeschwerden; Es gibt Darmsymptome, wie Schmerzen bei der Defäkation, Gefühl einer unvollständigen Entleerung.
    Es gibt Vaginalsymptome: Druck und Schmerzgefühl in der Scheide, ein Fremdkörpergefühl in der Scheide; Schmerzen beim Sex;

    Zur Vorbeugung ist es wichtig, dass du Belastungen unbedingt milderst (Achtung: Gewichttraining), Beckenbodentraining machst und Umkehrpositionen einnimmst ;

    Wenn du den Verdacht auf eine Senkung hast, lass dies bitte abklären. (Urogynäkologin, Gynäkologin). Auch bei Schmerzen aller Art.

    Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen, und sende dir sonnige Grüße,
    Connie. 🌷

  • Dixi_x1Dixi_x1

    385

    bearbeitet 12. April, 11:13
    Liebe @CorneliaFrischauf,

    Vielen Dank für deine rasche Antwort ☺️Werde mein Gewichttraining bzw HIIT anpassen auf mein Gefühl, weniger intensiv bzw weniger Gewicht. Hauptsächlich möcht ich einfach fit bleiben in der SS und so viel Bewegung wie möglich.

    Ok danke für diese Symptome, davon hab ich gott sei danke keine Beschwerde ☺️

    Werde aber beim Ultraschalltermin definitiv mit meinem Frauenarzt darüber reden und abklären lassen 🤗

    Danke nochmal, liebe Grüße Sarah ☺️
  • Liebe @Dixi_x1 ,

    Sehr gerne hab ich dir geantwortet.
    Genau, bitte immer angemessen trainieren und bewegen. Jeden Tag Beckenbodenübungen werden auch Schwangeren empfohlen. Und, dein Gyn kann dir sicher auch weiterhelfen.

    Hab eine wunderbare Zeit!

    Liebe Grüße,
    Connie.
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