Problem mit Schwiegereltern

Hallo,

nachdem das Forum hier sehr guten Input und Hilfe leistet hab ich noch eine Frage/Bitte an euch.
Ich hab mich mit den Schwiegereltern leider total verworfen.

Der Vater ist leider ein schwerer Neurotiker (sehr viele Regeln zb nachts mit offenen Türen schlafen, keine Klospülung nachts erlaubt, kann Enkel nicht anfassen,...) und die Mutter eine frankophile Frau die gern über Österreich und die Welt schimpft (wobei ich manchmal mit ihr schon auch anregende Diskussionen hatte) aber Fürsorge oder Support und Feingefühl ist für beide eher fremd. Die beiden streiten auch oft über Kleinigkeiten, es schwebt immer viel Unsicherheit umher und generell ist eine eher nervöse Stimmung. Wenn wir bei Ihnen zu Besuch sind kochen wir für alle und kaufen auch teilweise ein, überlegen uns was es gibt...in einer fremden Küche vor allem anfangs sehr mühsam. Sie lassen sich dann bedienen und genießen die Gesellschaft. Ohne Kind war das noch ok/ertragbar. Aber seit wir unseren Kleinen haben bekomme ich zunehmend Grant bei dem Verhalten vor allem weil der Hund ständig nur um mich herumwedelt und wenn ich dann quasi um meinen Kleinen und ihren Hund schaue und dann in der Küche stehe und sehe was zu tun ist werde ich grantig. Und letztens als er meinte "komm mir nicht zu nah!" (er wollte von mir etwas wissen wie man es am smartphone macht und ich wollte es ihm zeigen) ist mir der Kragen (innerlich) geplatzt. Wir sind dann einen Tag später abgereist und meine Freundin meinte ich soll wegen der übereilten Abreise eine Mail an ihre Mutter schreiben.
Hab ich gemacht und meinen Unmut breit getan - geschildert was sie aus "Betriebsblindheit" ergo mangelnde Selbstreflexion nicht sehen. Das mit den Ticks, dass wir sie bekochen müssen, dass er noch nie seinen Enkel in der Hand oder berührt hat der "komm mir nicht zu nah" Sager, usw. und dass ich jederzeit zu einem Gespräch bereit sei.
Zurück kam "auf eine auseinandersetzung auf diesem niveau lasse ich mich nicht ein".
Es sei noch erwähnt dass bei meinen Eltern das komplette Gegenteil vorherrscht. Sie kümmern sich um ihren Enkel und sorgen dafür dass wir uns sehr wohl als Gäste fühlen.

Was würdet ihr da machen? Danke schon mal und sry für den vielen Text.

Kommentare

  • Aus Erfahrung sind persönliche Gespräch immer besser, als Nachrichten oder Briefe.
    Das was du meinst, kommt beim anderen vielleicht ganz falsch/gemein rüber.

    Eure Situation bei den Schwiegereltern hört sich echt anstrengend an. Könnten sie nicht zu euch kommen? Dann müsst ihr da zumindest nicht hinfahren.
    Was sagt dein Mann/Freund dazu?

    Gegen die psychische Erkrankung kannst du nichts machen, da braucht es viel Feingefühl.
  • delphia680delphia680

    13,965

    bearbeitet 7. Januar, 10:00
    Ist die Mutter vielleicht zugänglicher als der Vater? Vielleicht kam deine Frau organisieren dasd ihr euch mal zu dritt zusammen setzt, Sohnemann bei deinen Eltern, ihr Vater mal außen vor.
    Das du mal ganz wertfrei (da muss man sich halt kurz ganz viel auf die Zunge beißen um keine Vorwürfe zu machen, nix aufzuwärmen...) sahen kannst das dir ein gutes miteinander sehr am Herzen liegt und es einem Weg braucht wie alle damit gut auskommen. Mal nachfragen wie ihre Sicht ist. Auch bezüglich dem Vater. Und weitere sieht deine Partnerin das alles?

    Edit: und da hat @Stefanie93 schreiben ist bei sowas meist der "falsche" weg. Man kann Wörter nach Belieben falsch interpretieren. Und wenn der andere schon mit Missgunst liest, dann sicher ganz falsch.
  • @stefanie93 Ich bin der Mann :)

    Das Gespräch hab ich mehrmals angeboten und wirklich nur Fakten und keine Emotionen geschrieben. Außer dass sie willkommen sind und mir ein Miteinander wichtig ist aber halt nicht unter den jetzigen Umständen.
    Es ist keine Einsicht sondern nur Verachtung zurückgekommen. Trotzige Einzeiler.

    Meine Freundin steht dazwischen versteht aber meinen Standpunkt und ist auf meiner Seite. Ich möchte halt nicht dass sie deswegen (noch mehr) leidet. Ihre Eltern waren in der Vergangenheit schon öfter ein Streitpunkt zwischen uns, aber sie merkt auch dass das nicht ok ist.

    Zur Situation ist noch zu sagen, meine Eltern sind ca 250km entfernt ihre 100km.

    Ich sehe eigentlich nur den Weg komplett meiden und ruhen lassen und sie treffen sich nur ohne mich, da ein Reden verweigert wird und wenn dann sind sie so stur (und zu alt) dass sie sich ändern würden. Patt würde ich sagen, oder?
  • Ich denke, ich würde dann sagen das sie gern kommen können, aber ich den Schritt nicht mehr tue. Schade für deine Frau, aber wenn sie es möchte muss sie dann eben allein mit den kleinen hingehen. Ist ja auch okay. Aber bevor es nur mehr schlimmer wird..
  • Ja es ist halt wirklich zum Verzweifeln...und einfach eine große Belastung. Auch für unsere Beziehung. Was denkt ihr von dem Verhalten der Schwiegereltern, findet ihr das okay oder ist das zu erdulden?
  • Bei hin und wieder mal nehm Besuch..ok, dass beißt man die Zähne zusammen. Aber das musst du seine Schmerzgrenze selbst legen, wie oft du das willst. Die anderen Besuche fährt sie halt ohne dich.
    Was das angeht, das ihre für sie auch einkauft- finde ich etwas seltsam. Mal so weil man sagt "He, ich koche ich für uns alle und bringe die Sachen mit.." okay, aber so das es schon vorausgesetzt ist 🤷🏼‍♀️ würdet ich ansprechen inwieweit das für euch wirklich okay ist und sonst klipp und klar sagen- sorry aber das drehen wir zurück. Oder geht es Ihnen finanziell so schlecht?
  • Nein im Gegenteil, denen geht es finanziell prima, beide in Pension, also auch viel Zeit. Aber die Splens und Ticks, das Chaos und die Selbstverständlichkeit dass sie bedient werden finde ich einfach nicht hinnehmbar.
    Im Moment sehe ich halt keine Chance dass sich das glättet und ich jemals wieder hinfahren kann/will. Und ich werde mich auch nicht zum Affen machen angesichts der Tatsachen dass sie Zeit, Geld und einen einzigen Enkel haben wo etwas Support nicht zu viel verlangt wäre.
    Anfangs war das für mich auch ok wo ich gesagt habe man kauft mal ein und kocht was schönes aber wenn das vorausgesetzt und verlangt wird ist das eine gaaanz andere geschichte.

    Danke jedenfalls für deine Hilfe! Eine andere Sicht ist da wirklich(!) hilfreich.
  • Mohnblume88Mohnblume88

    2,057

    bearbeitet 7. Januar, 11:43
    Ob etwas ok und ertragbar ist, entscheidet jeder selber. Vertrau auf dein Gefühl, wenn du dich innerlich streubst und wenn es dir bei dem Gedanken ab die Schwiegis alle Haare aufstellt, dann kennst du dich eig aus.
    Grundsätzlich bin ich immer für offene Kommunikation (ich weiß, das ist manchmal sauschwer). Und ich bin der Meinung, dass sich prinzipiell mal die Eheleut einig sein sollten und dann der jeweilige Part mit den eigenen Eltern redet.
    Erwartungen mitteilen! Vergleiche von den beiden Großeltern-Paaren find ich nicht ideal, jeder ist anders und darf auch so sein. Die Frage ist, wie man damit jeweils umgeht.

    Sich nicht wie ein Kind behandeln zu lassen, ist bei vielen eine der größten Herausforderungen. Passiert auch mir immer wieder, ärgerlich ist das.

    Meine Schwiegis haben uns gestern etwas geschenkt, dient zur Reflexion in Paarbeziehungen. Zufällig passt unsere aktuelle Aufgabe ein bissl zu deinem Thema, ich kopiers mal rein:


    mo6c5kgekwd0.jpeg
    BillytheKid
  • Danke für den Input...ja ich bin auch für offene ehrliche Kommunikation, aber das stößt komplett auf taube Ohren bei den Schwiegereltern.
    Da ist das Credo nur keinen ernsthaften Konflikt innerhalb der Familie. Alles ist gut. Gestritten wird zwar viel und laut aber das ist Theater wo es darum geht wer wo sitzt, wann und was sie im Fernsehen schauen und wer sich wie um den Hund kümmert etc. Und es wird wahnsinnig viel schwadroniert über was gemacht werden soll und was gut und schlecht ist aber dem folgen nie Taten. Nur heiße Luft. Sie haben auch in der Nachbarschaft keinen guten Ruf (Gerichtsverhandlungen, Streitigkeiten) und keine sozialen Kontakte mehr.

    Und ja, mir stellt es mittlerweile alle Haare auf wenn ich nur an sie denke. Mittlerweile wenn ich bei meiner Freundin ähnliche Tendenzen sehe werde ich grantig. Hab das vielleicht zu lange aufgeschoben.

    Und du hast noch einen guten Punkt angesprochen...sie sind beide Lehrer gewesen und verhalten sich auch irgendwie so. Behandeln uns wie Kinder. Es gab einen Gruppenchat der hieß "die Kinder". Also sehr treffend.

    Okay, vielen Dank nochmals. Mein Fazit ist die Sache einfach ruhen lassen, sie treffen sich ohne mich und Weihnachten müssen wir uns etwas überlegen. Mir tut es leid um unseren Kleinen...aber muss man halt akzeptieren.
  • Oh wie unangenehm ein Klinsch mit den Schwiegereltern sein kann spür ich grad auch sehr stark.
    Eine Schwiegermutter, die denkt, dass sie benachteiligt wird weil sich eher ihr Sohn bei ihr meldet als die Schwiegertochter.
    Auf mehrmaliges Drängen hin suchen wir demnächst auch das Gespräch, bin schon gespannt wie das laufen wird. Wollte damit eigentlich noch warten, haben nur noch 3 Wochen bis zur Geburt und Stress mag ich grad garnicht. Aber bitte 🙄

    Für mich steht vor allem im Vordergrund, dass die Beziehung zwischen meinem Mann und mir nicht zu leiden beginnt nur weils mit den Schwiegereltern schwierig ist.
    Von mir aus würde ich kein Gespräch mit der Schwiegermutter suchen, aber es belastet ihn, also von mir aus.

    Vielleicht besprichst du mal mit deiner Frau gemeinsam was sie sich vorstellen kann im Bezug auf ihre Eltern.
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