Kontroverse

Ich habe anscheinend ein kontroverses Thema angeschnitten. Wie viel ist man Mutter, wie viel eigenständige Person?
Der Tenor hier im Forum ist großteils, dass man sein Leben nun hintanstellen muss und das Kind das Leben dominiert.
Sicher muss man zurückstecken- aber lasse ich meinen Tagesablauf komplett vom Kind bestimmen?

Ich habe auch in anderen Foren geschrieben. Da herrscht großteils eine andere Meinung, nämlich die, dass ich mich zu sehr nach dem Kind richte. Dass ich anfangen muss, meinen Sohn mehr zu leiten und einen Rahmen vorzugeben.
Damit kann ich mehr anfangen.

Ich spiele mit meinem Sohn, ich beschäftige mich gern mit ihm. Aber ich brauche Pausen dazwischen. Und die funktionieren jetzt tatsächlich langsam besser, wenn ich sie vorgebe, das heißt, ihm sage, dass ich jetzt lese, schreibe, Kaffee trinke etc. und dann mit ihm spiele. Natürlich passt ihm das nicht. Er zerrt an mir, aber ich wiederhole das Gesagte immer wieder, bis er aufhört.
Wenn ich fertig bin, beschäftige ich mich mit ihm.
Das ist ein Lernprozess für ihn und auch für mich, weil mir das auch nicht leichtfällt. Aber es lohnt sich, glaube ich, wenn ich den Tagesablauf diktiere.

Ich finde es eben so interessant, dass das hier zum Großteil nicht gutgeheißen wird, an anderer Stelle aber schon.
Hängt vielleicht mit dem Frauenbild zusammen. Männer, zumindest die, die ich kenne, würden sich von einem Kind nicht von ihren Pausen, ihrem Rhythmus abbringen lassen oder gar aufopfern. Warum sollten Frauen das also tun? Kommt mir vor wie in den 50er-Jahren.
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Kommentare

  • Wie alt ist dein Sohn denn?
    Also das erste Jahr konnte ich überhaupt nichts ohne meinem Sohn oder er hat geweint.
    Umso mehr genieße ich es Jetzt, wo er schon voll brav alleine spielt. Er ist 3.
    Ich brauche auch mal Zeit für mich (vl umso mehr, weil das erste Jahr sehr zach war, er hat auch fast nie mehr als 1st geschlafen usw)

    War sollte man als Mama denn keine Zeit für sich brauchen und sich auch nehmen?
    Klar hat man sich für ein Kind entschieden, aber wir sind alle nur Menschen und dürfen uns auch Pausen gönnen.
    Die einen brauchen mehr, die anderen weniger.
    Ist ja nicht so, dass man sich dann zwei Stunden in die Badewanne legt und das Kind muss alleine zurechtkommen 😅
  • Er ist 2 Jahre alt.
    Das weiß ich nicht, warum man sich keine Zeit nehmen sollte. Ich hab hier einen Beitrag gestartet und um Tipps gebeten, was ich tun könnte, damit mein Sohn sich mehr allein beschäftigt, damit ich mehr Spaß an unserer gemeinsamen Zeit habe.
    Auch wenn er mal bei den Großeltern ist, er kommt ja auch wieder zurück. Ich bin immer unter Anspannung, wenn ich z. B. weiß, er geht erst in 5 Stunden schlafen und ich muss ihn jetzt durchgehend beschäftigen. Also ich kann das nicht, mich so lange auf ihn ohne Pause zu konzentrieren.

    Ich war sehr überrascht, weil die meisten über mich hergefallen sind, dass ich so egoistisch bin.
    Hm, ich suche eigentlich nach Möglichkeiten, wie ich vieles unter einen Hut bringen kann: Kind, Nebenberuf, Hobbys, Pausen. Und nein, das alles aufgeben ist für mich keine Option. Ich finde das auch erschreckend, dass das offenbar von Frauen immer noch so erwartet wird. Wie gesagt, Männer machen sich da wenig Gedanken drüber, für die ist klar, dass sie wenig bis nicht zurückstecken. Ich verstehe nicht, wieso Frauen da so ganz anders denken.
  • Das ist ein Statement und keine Frage, oder? ;)
    mydreamcametruesunha13
  • Hm ich kenne Niemanden der befürwortet, dass man sich komplett fürs Kind aufgibt.
    Klar steckt man zurück, weil man nicht immer sofort machen kann was man will, aber mich stört das nicht. Ich mache auch gerne Sport Tagsüber und da macht mein Sohn 2 Jahre alt gerne mit. 😂
  • Es liest sich wie "ihr altmodischen Deppen lebts alle wie in den 50ern." Wenn es tatsächlich eine Frage ist dann ist die Antwort: so wie es für dich und dein Kind passt ist es gut. Finde deinen Erziehungsstil ohne in zig Foren zu fragen was richtig und was falsch ist.
    riczTalia56wölfinCoffeeloverKaffeelöffelarti000StieglitzmydreamcametrueCookie1985Wunschkäferund 1 anderer.
  • Also ich selbst habe ja noch kein Kind, bin aktuell mit dem ersten schwanger, aber ich kann deine Einstellung schon gut nachvollziehen. Natürlich ändert sich alles mit Kind und natürlich steckt man da auch zurück in einigen Dingen. Aber ich denke, ich möchte mich und mein Leben nicht aufgeben wegen einem Kind. Ganz im Gegenteil - das Kind bereichert ja uns als Familie und dominiert uns jetzt nicht.

    Ich lese viele auf FB in diversen Gruppen mit oder unter Eltern-Beiträgen und da stelle ich aber schon auch immer wieder fest, dass im allgemeinen diese Haltung herrscht, dass Frau sich vollends für ein Kind aufgibt.

    Mag sein, das ich damit anecke, aber für mich wäre die Vorstellung eines "Familienbettes" zB der totale Horror. Zwergi kann gerne jederzeit kuscheln kommen oder auch nachts, wenn er/sie einen Alptraum hatte (das hab ich damals auch gemacht, als ich klein war), aber mein Bett gehört mir und meinem Mann - ich könnte mein "Privatleben" nicht so sehr zurückschrauben deswegen.

    Selbiges gilt für Frauen, die ihre Kinder mit aufs Klo nehmen, weil Junior nicht 2 Minuten verkraften kann, während Mama am sch**** ist - für mich wäre das nichts.

    Schlussendlich glaube ich aber, dass das jeder sein Familienleben so gestalten muss, wie er das für richtig hält. Und wenn du sagst, du brauchst diese Pausen und es kann sich nicht immer alles nur um Junior drehen, dann ist das auch gut so. Und du bist ihm so auch glaub ich die bessere Mutter. Besser als du gibst dich komplett auf.

    Meine Meinung zu dem Thema :)
  • saai schrieb: »
    Es liest sich wie "ihr altmodischen Deppen lebts alle wie in den 50ern." Wenn es tatsächlich eine Frage ist dann ist die Antwort: so wie es für dich und dein Kind passt ist es gut. Finde deinen Erziehungsstil ohne in zig Foren zu fragen was richtig und was falsch ist.

    Es wirkt so, wenn ich nach Möglichkeiten frage, wie sich das Kind selbst beschäftigen kann, und die Antworten sind zum Großteil: Gar nicht. Gibt es nicht. Du bist die Mutter, es ist egoistisch, wenn du nicht ständig mit deinem Kind spielen willst etc.
  • @Kampfkeks , ich sag das ur ungern aber: wart mal bis du ein Kind hast. Dann sitzt du am Klo während hinten einer in die Muschel schaut etc.... :D
    faraday123EmmaTalia56fanny85CorniminzeStieglitzkawaii_kiwiwhataboutmesosound 8 andere.
  • Kampfkeks schrieb: »
    Also ich selbst habe ja noch kein Kind, bin aktuell mit dem ersten schwanger, aber ich kann deine Einstellung schon gut nachvollziehen. Natürlich ändert sich alles mit Kind und natürlich steckt man da auch zurück in einigen Dingen. Aber ich denke, ich möchte mich und mein Leben nicht aufgeben wegen einem Kind. Ganz im Gegenteil - das Kind bereichert ja uns als Familie und dominiert uns jetzt nicht.

    Ich lese viele auf FB in diversen Gruppen mit oder unter Eltern-Beiträgen und da stelle ich aber schon auch immer wieder fest, dass im allgemeinen diese Haltung herrscht, dass Frau sich vollends für ein Kind aufgibt.

    Mag sein, das ich damit anecke, aber für mich wäre die Vorstellung eines "Familienbettes" zB der totale Horror. Zwergi kann gerne jederzeit kuscheln kommen oder auch nachts, wenn er/sie einen Alptraum hatte (das hab ich damals auch gemacht, als ich klein war), aber mein Bett gehört mir und meinem Mann - ich könnte mein "Privatleben" nicht so sehr zurückschrauben deswegen.

    Selbiges gilt für Frauen, die ihre Kinder mit aufs Klo nehmen, weil Junior nicht 2 Minuten verkraften kann, während Mama am sch**** ist - für mich wäre das nichts.

    Schlussendlich glaube ich aber, dass das jeder sein Familienleben so gestalten muss, wie er das für richtig hält. Und wenn du sagst, du brauchst diese Pausen und es kann sich nicht immer alles nur um Junior drehen, dann ist das auch gut so. Und du bist ihm so auch glaub ich die bessere Mutter. Besser als du gibst dich komplett auf.

    Meine Meinung zu dem Thema :)



    Ein Familienbett haben wir auch keines. Er schläft bei uns im Zimmer - noch, aber im eigenen Bett. Er hat aber, muss ich sagen, auch kein Bedürfnis bei uns im Bett zu schlafen.

    Klogehen ist so eine Sache. Manchmal schaffe ich es nicht anders und er kommt mit, aber immer öfter gelingt es mir, ihn draußen zu lassen.
  • Sandra1284 schrieb: »
    saai schrieb: »
    Es liest sich wie "ihr altmodischen Deppen lebts alle wie in den 50ern." Wenn es tatsächlich eine Frage ist dann ist die Antwort: so wie es für dich und dein Kind passt ist es gut. Finde deinen Erziehungsstil ohne in zig Foren zu fragen was richtig und was falsch ist.

    Es wirkt so, wenn ich nach Möglichkeiten frage, wie sich das Kind selbst beschäftigen kann, und die Antworten sind zum Großteil: Gar nicht. Gibt es nicht. Du bist die Mutter, es ist egoistisch, wenn du nicht ständig mit deinem Kind spielen willst etc.

    OK also ist es nur ein Statement wie du über das denkst. Denn Tipps hast du ja im anderen Thread bekommen.
  • Sandra1284 schrieb: »
    saai schrieb: »
    Es liest sich wie "ihr altmodischen Deppen lebts alle wie in den 50ern." Wenn es tatsächlich eine Frage ist dann ist die Antwort: so wie es für dich und dein Kind passt ist es gut. Finde deinen Erziehungsstil ohne in zig Foren zu fragen was richtig und was falsch ist.

    Es wirkt so, wenn ich nach Möglichkeiten frage, wie sich das Kind selbst beschäftigen kann, und die Antworten sind zum Großteil: Gar nicht. Gibt es nicht. Du bist die Mutter, es ist egoistisch, wenn du nicht ständig mit deinem Kind spielen willst etc.

    Ich glaube du solltest die Tipps die dir in deinem anderen Thread gegeben wurden noch einmal sinnerfassend lesen.
    Generell wirken deine Fragen auf mich (und ws noch andere) provokant...
    zuckerpuppericzfaradayTalia56Coffeeloverarti000
  • @Sandra1284 Mit der Entscheidung ein Kind zu bekommen, entscheidest du dich automatisch für Verantwortung und dafür, das Kind Teil deines Lebens werden zu lassen (weil du explizit Kind ODER Leben schreibst). Diese Verantwortung ist nun einmal da und nicht wegzudiskutieren. Du kannst sie zeitweise deinem Partner/Großeltern/Babysitter... übertragen aber am Ende des Tages bleibt sie bei dir. Das hat nichts mit Aufopfern zu tun.
    riczCoffeeloverarti000
  • Was habt ihr dagegen wenn das Kind mit aufs Klo kommt? Mein Sohn reicht mir das Klopapier und drückt dann die Klospülung. 😂
    basiaarti000whataboutmesososunha13minxBiKaZeroHase_89
  • @Sandra1284 ich glaube prinzipiell würde dir jede hier zustimmen. Konnte deine Posts auch nachvollziehen weil ich in meinem Beruf auch ruhig und konzentriert arbeiten kann und es das mit Kindern nicht mehr gibt. Zum Beispiel eine Alleinerziehende die den ganzen Tag alleine mit dem Kind ist muss sich Auszeiten nehmen. Aber du hast ja gesagt dein Kind ist in der Krippe, am Wochenende öfters mal mit Papa oder dem Großeltern unterwegs und schläft relativ viel und da stellte sich dann die Frage wann hat das Kind seine Mamazeit wo es nicht funktionieren muss? Fremdbetreuung ist für so Kleine meistens anstrengend, sie müssen viel kooperieren und dann hat er doch auch das Bedürfnis nach ungezwungener Freizeit zu Hause mit seiner Lieblingsperson.
    Wir sind beide in Elternteilzeit und der Papa sieht das nicht anders. 🤔 Der nimmt sich eher noch weniger freie Zeit bei uns wenn die Kinder da sind.
    riczTalia56fanny85CoffeeloverKaffeelöffel
  • Versteh gar nicht warum man sich zw Kind ODER Leben entscheiden muss?
    Sorry aber man kann erstens auch mit Kind super leben, da ändern sich die Urlsube usw halt mal für gewisse Zeit u genau so kann man auch wenn man Mutter ist, mal nur mit dem Partner was essen oder trinken gehen. Natürlich ändert sich was mit Kind, aber im Normalfall weiß man das vorher 😅
    Genieß die Zeit, sie sind so schnell groß u dann hat man sooooo viel Zeit für sich selbst :)
    ricz
  • Hä, wenn hier um ein anderes Thema geht, wieso wird nicht im alten Thread geschrieben? 🤔 Bin jetzt zu faul alles herauszusuchen und verstehe deswegen vermutlich nur die halbe Thematik...
    Aber kurz dazusenfen möchte ich trotzdem.

    1. Einem Kind beizubringen, sich alleine zu beschäftigen, sehe ich auch als schwer möglich an. Das machen sie schon von selbst, manche früher, manche später.
    Ich hab auch immer gesagt, meine Tochter muss ein bisschen warten, weil ich gerade dies und das mache. Aber ich lasse sie natürlich auch nicht extra zappeln, nur "damit sie das lernt". Und es kommt dabei auch auf das Alter des Kindes an. Mit ein paar Monaten versteht es sowas noch nicht und fühlt sich dann einfach hilflos und allein gelassen.

    2. Klar braucht eine Mutter auch Pausen. Nimm ich mir auch regelmäßig. Kind ist im KiGa während ich arbeiten bin, oder Papa geht mit ihr schlafen, ca 1-2 mal pro Woche ist sie bei Oma und Opa. In dieser Zeit mach ich aber auch selten "nichts".
    Aber es hört sich an, als hätte das Kind sich dem vorherigen Tagesablauf (mit Hobbys, Beruf/en, Haushalt, Ruhezeiten,...) komplett zu fügen?!
    In den ersten Jahren ist es halt am stärksten, dass Kinder viel Aufmerksamkeit brauchen 🙄 sowas weiß man doch eigentlich vorher.

    Aber egal, ich will keine Tipps geben, die sind ja scheinbar unerwünscht 😅 jeder soll es sich so richten, wie er mag.
    Mich stört es nicht wenn meine Tochter am WC dabei ist. Wenn's so ein schreckliches No-Go ist, dann muss man das halt anders lösen. Aber ich war in einem gewissen Alter auch froh, dass sie bei mir war, so konnte ich sicher sein, dass inzwischen nix passiert. Achja, einmal ist sie mir tatsächlich aus dem Bett gefallen, als ich grad am WC war. Danach ist man froh, wenn man das Kind während dem Sch***** im Auge haben kann ☝🏻
    Coffeeloverwölfin
  • Ich muss schon so schmunzeln. Sag mal, verwendest du das für's Schreiben? Schon die Inhalte und deine
    "Steuerung" der beiden anderen Threads klingen für mich ein wenig so. Du befeuerst das gleiche Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln immer wieder, warum? Ich mein, ich bin in so gut wie allen Punkten eigentlich deiner Meinung, aber es amüsiert mich, was und wie sehr du das Thema den Mädls hier abverlangst. Übrigens ein Tipp am Rande von einer Schreibenden mit wenig Zeit zur anderen. Mark Levy und seine genialen Freewritings brauchen nur paar min und feuern unglaublich Ideen an, es müssen nicht immer ganze Stunden "für sich" sein. Ich hab durch die Kinder sogar viel mehr zum Schreiben und Lesen zurückgefunden, das wird schon, wirst sehen :-) tatsächlich ob du es glauben kannst oder nicht, man befreit sich jedes einzelne Jahr immer mehr aus dieser so festen Umarmung eines vorbestimmten Tagesablaufs.
    Talia56Coffeelover
  • Klar braucht ein Kind anfangs mehr Aufmerksamkeit, aber deswegen muss man sein Leben nicht aufgeben.... ein Kind stellt vieles auf den Kopf und das muss einem vorher schon klar sein... aber irgendwann kann man mehr mit dem Kind unternehmen und es wird ja auch selbstständiger :)
  • saai schrieb: »
    @Kampfkeks , ich sag das ur ungern aber: wart mal bis du ein Kind hast. Dann sitzt du am Klo während hinten einer in die Muschel schaut etc.... :D

    Natürlich kann sich das ändern, wenn zwergi dann mal da ist.. Aktuell ist das aber mein standpunkt 😊
    Mal gucken 😉
    saai
  • @kampfkeks weil du das mit dem klogehen geschrieben hast. Ich will jetzt nicht über gescheit klingen aber warte es mal ab. Klar kann man schon machen aber oft sagt man ok gehst halt mit bevor du ein tobendes kind vor der Tür hast. Meine Tochter hat sich an die Tür gehängt und gebrüllt wir als würde einer sie ab schlachten. Und noch viel früher Kind schläft in der trage ein du mußt mal. Was ist einem lieber mit Baby auf Klo oder riskieren dass es wieder munter wird.
    Kaffeelöffelricz
  • Das ist alles einfach total individuell und es gibt, wie so oft rund ums Thema Familienleben viele richtige Antworten.
    Ich finde am Besten man hört auf sein Bauchgefühl und macht es so, wie es für einen selbst und seine Familie am besten funktioniert. Der eine geht total auf, in der 24h Mama (Papa) Rolle, der andere kann genau so eine gute Mama (Papa) sein, aber sich selbst dabei nicht vergessen und seinen Hobbys nachgehen, vielleicht muss man es nur anders organisieren um sich Zeit frei zu schaufeln.
    Ich gebe meinem Kind gerne viel Zeit und richte mich auch nach ihm, damit es ihm gut geht, aber ich geb es auch mal ab (später alleine spielen im möglichen Rahmen) und gehe einer Tätigkeit für mich nach.
    Mein Kind braucht mich, aber es ist sicher glücklicher mit mir, wenn ich ausgeglichen bin, weil ich auch etwas für mich tue. Andere brauchen das vielleicht garnicht.
    Jeder der glaubt da die allgemein gültige Lösung zu haben liegt falsch.
    KampfkeksAngelika89honeybee1989
  • Wenn man mal nachliest...

    Du hast im anderen Thread geschrieben, du fühlst dich nicht mehr wohl zuhause, wenn dein Kind da ist. Harte Aussage.

    Dass du nur 1h am Tag mit ihm willst und den Rest soll er dich in Ruhe lassen. Auch sehr hart.

    Dass du schon viel Zeit ohne ihn hast: Krippe, Mittagsschlaf, Papa, Großeltern sogar mit Übernachtungen. Da hast du sehr viel mehr als viele andere und eigentlich sollte das reichen, wenn man es sich einteilt.

    Und und und...

    Du hast halt einige Aussagen geschoben, die gar nicht gehen. Das kommt schon unsympathisch in einem Babyforum. Du irrst dich, wenn du glaubst, dass alle mit einer anderen Meinung kein eigenes Leben mehr haben oder sich opfern. Ganz im Gegenteil. Die anderen schaffen es eben, es unter einen Hut zu bekommen, und du bist ganz einfach vollkommen überfordert.
    riczStieglitz
  • Ich muss auch schmunzeln. Meine Schwiegermutter meint ich „opfere“ mich zur sehr auf. Sie hat das damals auch getan und bereut es. Ich halt nicht. Ich opfere mich gerne auf. Ich wollte ein Kind und ich liebes es total den ganzen Tag mit ihm zu verbringen. Der Gedanke an die Tagesmutter in einem halben Jahr macht mich total verrückt. Auch wenn es anstrengend ist und ich sicher nicht immer 100% motiviert bin jetzt gerade das zu tun was er will - im nächsten Moment wenn er lacht oder lustig ist bin ich schon wieder gut drauf 🤷🏻‍♀️ Ich habe alle Hobbys aufgegeben - mir fehlt schlichtweg auch die Energie da er alles an Energie frisst. Aber ich war mir dessen bewusst bevor ich ein Kind bekommen habe und ich glaube viele sind es leider nicht. Ich freue mich für die die beides unter einen Hut bekommen. Ich habe leider keine Unterstützung im Sinne von jemand könnte aufpassen und mein Freund arbeitet sehr viel. Daher finde ich es umso toller für alle die die so ein Netzwerk haben. Ich denke so ein Netzwerk musst du dir eben aufbauen und dann ist sicher beides möglich.

    Und weil es so lustig ist: mich stört es auch nicht wenn er mit aufs WC geht - mich stört nur das er die Würstchen raus fischen mag 😂😂😂🤷🏻‍♀️
  • Was ich absolut nicht verstehen kann und nie verstehen werde ist, warum man den Vätern ihre "Freiheit' lässt und es einfach hinnimmt, dass sie sich kaum bis nicht einschränken müssen für das Kind (Zitat!) und selbst verlangt man aber von sich das man ständig funktioniert. Also sorry aber ich hab das Kind doch nicht allein in die Welt gesetzt. Bei meiner Tochter hat mein Mann noch 40 Stunden gearbeitet und war von 6:30 Uhr bis 18/19Uhr von zu Hause weg. In dem Moment wo er durch die Tür kam hat er sich um UNSER Kind gekümmert und zwar oft, bis sie ins Bett gegangen ist eben damit ich Mal in Ruhe Duschen, was essen, lesen, TV kucken oder am Häusel sitzen konnte. Hätte er das nicht von sich aus gemacht hätte ich ihm das Kind einfach in die Hand gedrückt und mich verdünnisiert. Klar, nicht jeden Tag aber ich sag mal so 3 von 7 Tagen muss das drin sein.
    Also ich sehe das überhaupt nicht so, dass ICH die Hauptverantwortung fürs Kind habe sondern das ich 50% der Verantwortung habe, es aber genauso meine Verantwortung ist sicher zu stellen das es mir gut geht. Immer zu funktionieren, funktioniert nicht!

    Insofern finde ich es aber auch extrem wichtig, die verbleibende Zeit meinen Kindern zu widmen. und ich breche mir ja nix, wenn ich meinen Tag nach meinem Kindern ausrichte. Es ist für so kleine Kinder unheimlich anstrengend, sich ständig den Erwachsenen zu fügem und zu kooperieren
    Das heißt, je mehr ICH auch kooperiere, desto harmonischer ist unser Alltag. Man muss ja nicht immer alles machen was das Kind will aber ich sag's Mal so: wenn ich die Möglichkeit habe diktiert meine Tochter unseren Tag zu 95%. Dafür hab ich ein ausgeglichenes, fröhliches Kind. Läuft für mich unter: man kann sich das Leben auch unnötig schwer machen denn wenn ich ständig nein sage wird mein Kind irgendwann nicht mehr kooperieren können und dann sind Trotzanfälle vorprogrammiert!

    Und ganz ehrlich: die Zeit in der sie uns so intensiv brauchen sind doch nur ein paar Jahre. Ich will nicht, wenn meine Kinder 20 sind, zurück blicken und mir denken "hätte ich die Momente doch nur intensiver genossen und genutzt".

    Mir scheint im allgemeinen, dass du sehr wenig Verständnis für die unausgereiften Gehirne von Kleinkindern hast und einfach nicht weißt, wie Gehirne von Kindern funktionieren.
    CoffeeloverriczfaradayMaggieminzeSnoopyTalia56Mohnblume88wiziAnnika_Marieund 4 andere.
  • Zitat aus dem letzten Thread:
    „Sieht so aus.
    Leider großteils Übermamis ohne eigene Interessen hier. Wie traurig 😟“

    Wenn andere Foren deine Meinung teilen (was ich nicht glaube), warum fragst du denn dann wieder hier nach?

    Dein Kind ist laut deinen Angaben 2 Jahre alt und ist am Vormittag in der Kinderkrippe, manchmal bei Oma, Papa kümmert sich auch gut um ihn und am Wochenende holst du dir einen Babysitter damit er jemanden zu spielen und du jemanden zum Reden hast...

    Ich hab es im letzten Thread geschrieben und sag es dir gerne hier nocheinmal:

    Für dich wäre ein Hund die bessere Entscheidung gewesen. Ich empfinde wahnsinniges Mitleid für dein Kind und als jemand der sehr hart für sein Wunder gekämpft hat, kann ich dir nur nocheinmal sagen, das ich stark hoffe das du nur ein Troll bist.
    CoffeeloverriczKKzFroschkoenigin
  • Ich glaube nicht allen liegt die Mutterrolle so zu 100%. Das ist ok und jeder gibt sein Bestes.
    Vielen hier, aber schon und diese Frauen als Übermuttis zu bezeichnen finde ich unangebracht.

    Ich fühle mich nicht so, als hätte ich etwas aufgeben und schon gar nicht mich.
    Ich fühle mich als hätte ich etwas gewonnen und mich neu entdeckt. Vor ca 3 Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich es so lieben werde Mutter zu sein..
    Ich wurde ungeplant schwanger, erziehe bedürfnissorientiert, also ich richte mich sehr nach meinen Sohn, aber deswegen bin ich trotzdem noch ich!

    Und er schläft seit seiner Geburt bis jetzt bei mir im Bett. Na und? Wenn er dann schläft lese ich mein Buch und genieße das auch.

    Ist doch bei jeder Mutter unterschiedlich wie sehr sie sich nach ihrem Kind richten möchte..
    Leben und Leben lassen!
  • hafmeyjahafmeyja

    1,630

    bearbeitet 16. 12. 2020, 18:48
    @Kaffeelöffel Falls die Verantwortungs-Thematik auf meinen Post bezogen war: Ich/wir sehen die Verantwortung für unser Kind gleichermaßen bei beiden Elternteilen. Bei uns bin ich mit unserer Tochter zuhause, aus finanziellen Gründen bzw wäre es durch die Pandemie gar nicht anders möglich (mein Mann arbeitet in einem Labor im ÖD).

    Vor der Schwangerschaft war ich in einem Beruf mit mindestens 50% Außendiensten und hoher Eigenverantwortlichkeit tätig. Ich werde diesen nach der Karenz wiederaufnehmen, wenn auch anfangs in Teilzeit, mehr Büroarbeit und nur Projekte im näheren Umfeld betreuen. Ich brauche die Arbeit um geistig ausgelastet zu sein (und natürlich für das Finanzielle 😉)

    Ich habe mich auch nie mit dem Gedanken, "nur" Hausfrau und Mutter zu sein, anfreunden können (es gibt auch genug Tage an denen ich deswegen aktuell nicht sehr glücklich bin), aber empfinde es als wahnsinnig wichtig besonders in den ersten Jahren den Hauptteil meiner Zeit in meine Tochter zu "investieren" (denn das ist Investition in die Zukunft) 😊

    Bei aller partnerschaftlichen Teilung - rein emotional werde ich mich aber definitiv immer verantwortlich fühlen, seit dem Moment wo ich gewusst habe schwanger zu sein 🥰

    Bei @Sandra1284 scheint es ja so zu sein dass sie aktuell die Hauptbetreuung ihres Sohnes übernimmt. Wäre es eine Option dass der Vater bei eurem Sohn zuhause bleibt?

    Den Einwand von @Snoopy finde ich interessant...hab mich das auch schon gefragt 😆
    Snoopy
  • @Kaffeelö;ffel

    Es gibt aber auch Männer die leider keine geregelten Arbeitszeiten haben u um 18 Uhr zu Hause sind. Mein Mann ist selten vor 23 Uhr von der Firma daheim. Da schläft die Kleine natürlich schon :)
  • @Biancaa_ du hast dir das so ausgesucht. Ich wäre nicht mit so einem Mann zusammen. Und wenn dann hätte ich mit ihm keine Kinder gekriegt.

    Das soll jetzt keine Kritik an dir sein. Wenn es für euch passt, super. Für mich wäre das einfach keine Option gewesen mit einem Mann Kinder zu kriegen der so wenig anwesend ist.
  • @Biancaa_ Wenn er Schichtdienst arbeitet ist er vielleicht dafür am Vormittag zu Hause und kann sich ums Kind kümmern. Oder arbeitet er täglich von 8 bis 23 Uhr? Falls ja: armer Mann!
    Ich glaube mich erinnern zu können, das er selbstständig ist (bitte korrigiere mich wenn ich falsch liege) also liegt es ja in seinem eigenen Ermessen wie viel er seine Familie sieht...
  • @kea

    Nein wir haben uns ganz einfach heuer selbständig gemacht u nicht gedacht, dass es gleich so boomt 🤷🏼‍♀️ als wir unsere Tochter bekamen war er zwar auch selbständig, aber das Unternehmen gabs schon Jahre und da musste er selber nicht mehr so viel selber machen ;)
    Ich unterstütze ihn natürlich so gut es geht und wenn wir jetzt bald Angestellte haben, wirds sicher auch wieder besser :)
    Erschwerend kommt hinzu dass wir vor Corona einfach viele Urlaube gemacht haben, das fällt jetzt ja leider aus. Wenn man selbständig ist, muss man halt leider ständig arbeiten, aber ich geb ihm da jetzt keinen Arschtritt u sag jetzt will ich ihn nicht mehr 😂
  • @Kaffeelö;ffel

    Wenn man alleine ist, dann kann man nicht einfach alles liegen u stehen lassen. Er möchte natürlich keine Kundschaften verlieren, was ich auch verstehe.
    Ich möchte keinen Tag mit ihm tauschen, da betreu ich lieber noch 15 Kinder alleine 😂 hab mir auch immer gedacht, die Selbständigen haben das beste Leben 😂 die Arbeit dahinter sehen aber leider viele nicht.
  • @Biancaa_ doch ich weiß wieviel Arbeit es ist selbstständig zu sein. Aber jeder lebt sein Leben und muss seine Entscheidungen treffen wieviel Zeit er mit seinen Kindern und seiner Arbeit (oder anderen Dingen) verbringt. Rechtfertigen muss man das nur vor sich selbst, dem Partner und den Kindern.
  • bearbeitet 16. 12. 2020, 19:51
    Ich hab einen sehr fleißigen und sich mit seinem Kind beschäftigenden Mann, der gewöhnlich jeder 2. Woche von 7-19:00 in der Arbeit ist sieben Tage die Woche, das haben wir uns nicht „ausgesucht“ das hat sich so ergeben. Aber ich würde ihm das Kind nach so einem Arbeitstag sicher nicht in die Hand drücken, er nimmt es aber weil er es vermisst hat, falls er nicht gleich ins Bett geht. Ich habe mir allerdings ausgesucht in Karenz zu gehen und daher ist es jetzt mein „Job“ mich zumindest in der Hauptzeit um das Baby zu kümmern. Mein Mann und ich geben uns gegenseitig Freizeit die wir nur für einen selbst benutzen dürfen, alles eine Frage der Kommunikation. Ich wäre wahrscheinlich weder mit einem „Kinder und Haushalt gehören der Frau“-Mann, noch mit einem „ich will alles mindestens 50/50 oder mehr“- Mann glücklich geworden.
    suse
  • @sandraPaulOlah

    So ist das bei uns auch, Sonntags ist bei uns Papa-Tochter Zeit bzw unternehmen wir gemeinsam was. Wenn ich sage ich möchte aber ein wenig Zeit für mich, dann spielt er wirklich fast den ganzen Sonntag mit ihr, weil er sie auch vermisst u ich ihm ansehe, wie weh es ihm tut, dass er so wenig Zeit hat, obwohl er ja auch für uns so viel arbeitet.
  • saaisaai

    1,321

    bearbeitet 16. 12. 2020, 20:03
    Ich würde das Kind auf jeden Fall "nach so einem Arbeitstag" meinem Mann in die Hand drücken. Insbesondere wenn mein eigener Arbeitstag (=Kind betreuen) auch lang und hart war. Karenz heißt nicht 24h jeden Tag zu leisten.
    Aber die Frage stellt sich glücklicherweise auch bei uns nicht. Der Mann und das Kind lieben sich und freuen sich aufeinander. Außerdem achtet der Mann sehr auf die work-life-balance. <3
    Coffeelover
  • @saai

    Ja aber findest du einen Tag mit Kind wirklich soooo anstrengend? Also ich bin lieber bei meiner Tochter zu Hause als in der Arbeit. Könnte aber auch daran liegen, dass meine Patienten meistens eher härtere Fälle sind 😅Ich war öfter mit meinem Mann mit (er ist ja Europaweit unterwegs) und das find ich wirklich 100x anstrengender.
  • Ich finde es befremdlich ein Wunschkind in die Welt zu setzen mit dem Ziel es so schnell wie möglich gegen me-Time ‚loszuwerden‘.

    Mir macht es wirklich viel Freude für mein Kind da zu sein und es bei allen Schritten zu begleiten.

    Zeit für mich ergibt sich durch Schläfchen (natürlich unterbrochen), einmal pro Woche Badewanne und einmal im Monat ein Mädelsabend.

    Ansonsten genieße ich es Zeit mit meiner kleinen Familie zu verbringen und gehe meinen Interessen so nach, dass ich es mir meinem Kind vereinen kann:

    - ich mache jeden Tag 45 min Sport mit Pamela Reif Videos. Ich tue das morgens direkt nach Flasche & anziehen meines Sohnes, weil er es am besten drauf ist; ich mach es im Wohnzimmer per Handy (gibt kein Tv vor ihm) und er krabbelt um mich rum bzw spielt; klar raunzt er manchmal und es klappt nicht immer aber zu 95% schon
    - Ich koche & backe während er im Hochstuhl zusieht
    - Unser großes Hobby ist wandern, er ist in der Trage dabei
    - Spazieren gehen macht mir Freude, auch mit Kinderwagen
    - Mein Mann und ich wechseln uns am WE mit ausschlafen ab; jeder darf einmal liegen bleiben


    Natürlich wird sich das ändern je älter er wird, aber er wird sich auch mehr und mehr selbst beschäftigen und somit ergibt sich dann mehr und mehr Zeit für mich.

    Auch wenn es für dich absurd klingt: ich war nie glücklicher.
    Kaffeelöffelricz
  • Bei uns ist das so. Mein Mann geht mit dem Kleinen schon mal raus, aber als diejenige, die zu Hause die Verantwortung hat, sieht er mich.
    Ich bin diejenige, die den Tagesablauf vorgeben muss. Wenn es ihm passt, dann fügt er sich ein, wenn nicht, wenn er andere Dinge machen muss/will, dann nicht.
    Die Verantwortung liegt also bei mir. Er kennt auch die Essenszeiten des Sohnes nicht, nicht wenn er schlafen geht.
    Er macht die Dinge, die er machen will, ändert sie nicht ab wegen des Kleinen.
    Daher frage ich mich: Was, wenn ich das auch machen würde?
    Hab das Gefühl, Männer lassen sich von Kindern nicht so leiden einschränken wie Frauen. Manchmal denke ich, ich müsste mich mehr an Männern orientieren.
  • Ich finde es befremdlich ein Wunschkind in die Welt zu setzen mit dem Ziel es so schnell wie möglich gegen me-Time ‚loszuwerden‘.

    Mir macht es wirklich viel Freude für mein Kind da zu sein und es bei allen Schritten zu begleiten.

    Zeit für mich ergibt sich durch Schläfchen (natürlich unterbrochen), einmal pro Woche Badewanne und einmal im Monat ein Mädelsabend.

    Ansonsten genieße ich es Zeit mit meiner kleinen Familie zu verbringen und gehe meinen Interessen so nach, dass ich es mir meinem Kind vereinen kann:

    - ich mache jeden Tag 45 min Sport mit Pamela Reif Videos. Ich tue das morgens direkt nach Flasche & anziehen meines Sohnes, weil er es am besten drauf ist; ich mach es im Wohnzimmer per Handy (gibt kein Tv vor ihm) und er krabbelt um mich rum bzw spielt; klar raunzt er manchmal und es klappt nicht immer aber zu 95% schon
    - Ich koche & backe während er im Hochstuhl zusieht
    - Unser großes Hobby ist wandern, er ist in der Trage dabei
    - Spazieren gehen macht mir Freude, auch mit Kinderwagen
    - Mein Mann und ich wechseln uns am WE mit ausschlafen ab; jeder darf einmal liegen bleiben


    Natürlich wird sich das ändern je älter er wird, aber er wird sich auch mehr und mehr selbst beschäftigen und somit ergibt sich dann mehr und mehr Zeit für mich.

    Auch wenn es für dich absurd klingt: ich war nie glücklicher.

    Das klingt gut! Wie alt ist dein Kind? Ich kann diese Dinge nur machen, wenn mein Sohn nicht da ist. Ansonsten gibt es kein Ausschlafen, keinen Sport, kein Schreiben etc, keinen Mädelsabend.
    Mein Mann würde mich nicht ausschlafen lassen, schon gar nicht am Abend mit Mädels treffen. Das kann ich nur machen, wenn der Kleine fremdbetreut wird.
    Sport neben ihm geht nicht, backen geht nicht.
    Spazieren gehen mache ich, macht mir aber leider keinen Spaß. Ohne Kind würde ich nie spazieren gehen.
  • Sandra1284 schrieb: »
    Bei uns ist das so. Mein Mann geht mit dem Kleinen schon mal raus, aber als diejenige, die zu Hause die Verantwortung hat, sieht er mich.
    Ich bin diejenige, die den Tagesablauf vorgeben muss. Wenn es ihm passt, dann fügt er sich ein, wenn nicht, wenn er andere Dinge machen muss/will, dann nicht.
    Die Verantwortung liegt also bei mir. Er kennt auch die Essenszeiten des Sohnes nicht, nicht wenn er schlafen geht.
    Er macht die Dinge, die er machen will, ändert sie nicht ab wegen des Kleinen.
    Daher frage ich mich: Was, wenn ich das auch machen würde?
    Hab das Gefühl, Männer lassen sich von Kindern nicht so leiden einschränken wie Frauen. Manchmal denke ich, ich müsste mich mehr an Männern orientieren.

    Aber ganz ehrlich, warum lässt du dir das so von deinem Mann gefallen, wenn es dir ja offensichtlich nicht passt?
    Coffeelover
  • bearbeitet 16. 12. 2020, 20:30
    Kaffeelöffel schrieb: »
    Was ich absolut nicht verstehen kann und nie verstehen werde ist, warum man den Vätern ihre "Freiheit' lässt und es einfach hinnimmt, dass sie sich kaum bis nicht einschränken müssen für das Kind (Zitat!) und selbst verlangt man aber von sich das man ständig funktioniert. Also sorry aber ich hab das Kind doch nicht allein in die Welt gesetzt. Bei meiner Tochter hat mein Mann noch 40 Stunden gearbeitet und war von 6:30 Uhr bis 18/19Uhr von zu Hause weg. In dem Moment wo er durch die Tür kam hat er sich um UNSER Kind gekümmert und zwar oft, bis sie ins Bett gegangen ist eben damit ich Mal in Ruhe Duschen, was essen, lesen, TV kucken oder am Häusel sitzen konnte. Hätte er das nicht von sich aus gemacht hätte ich ihm das Kind einfach in die Hand gedrückt und mich verdünnisiert. Klar, nicht jeden Tag aber ich sag mal so 3 von 7 Tagen muss das drin sein.
    Also ich sehe das überhaupt nicht so, dass ICH die Hauptverantwortung fürs Kind habe sondern das ich 50% der Verantwortung habe, es aber genauso meine Verantwortung ist sicher zu stellen das es mir gut geht. Immer zu funktionieren, funktioniert nicht!

    Also, mein Mann ist auch total engagiert und freut sich auf sein Kind wenn er heim kommt.

    Er arbeitet aber im Schichtdienst in einem - geistig und psychisch - extrem fordernden Job. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich Nächte übernehme bevor er Dienst hat bzw ich ihm nach einem langen Dienst nicht direkt sein Kind in die Hände drücke und mich ‚verdünnisiere‘. Dank ihm leben wir sehr gut und ohne finanzielle Sorgen, das sollte man auch wertschätzen.

    Dafür schätzt er, dass Haushalt und Kind erledigt bzw. versorgt sind, und wenn er heimkommt und merkt, dass ich echt fertig bin, schickt er mich auch mal in die Wanne 😅

    Ich habe mich für Karenz bzw in Zukunft Teilzeit Job entschieden und bin dankbar, dass er es unserer Familie ermöglicht. Möchte unser Kind nicht großteils in Fremdbetreuung haben.

    Im Übrigen weiß ich gar nicht wann er das letzte mal Männerabend oder so hatte. Seine ‚me-time‘ ist das Fitnessstudio, welches er früh morgens oder direkt nach seinem Dienstende (wenn er 14/15 Uhr aufhört) paar mal die Woche aufsucht. Also, vor Corona Lockdown. Ist ein guter Ausgleich zu seinem Job und verbuche ich unter Gesundheit.
    Auch sonst packt er - wenn er zuhause ist - mit an (egal ob putzen, Wäsche, kochen... er sieht wenn etwas zu tun ist und tut es wortlos). Zum Glück haben wir es beide gern ordentlich und sauber.

  • @Sandra1284 ja aber dann liegt das problem doch an deinem mann🤔
    und all die dinge, die du machen willst, kannst du doch machen wenn dein kind im kindergarten ist, bei den großeltern oder mit dem papa draussen. ich seh das problem noch immer nicht.
    riczCoffeeloversunha13
  • faraday schrieb: »
    @Sandra1284 ja aber dann liegt das problem doch an deinem mann🤔
    und all die dinge, die du machen willst, kannst du doch machen wenn dein kind im kindergarten ist, bei den großeltern oder mit dem papa draussen. ich seh das problem noch immer nicht.

    Sehe ich auch so.
  • Was würde er sagen wenn du sagst ich geh morgen mit einer Freundin essen /was trinken? Oder ich geh jede Woche Mittwoch zum sportkurs?
  • Sandra1284 schrieb: »
    Ich finde es befremdlich ein Wunschkind in die Welt zu setzen mit dem Ziel es so schnell wie möglich gegen me-Time ‚loszuwerden‘.

    Mir macht es wirklich viel Freude für mein Kind da zu sein und es bei allen Schritten zu begleiten.

    Zeit für mich ergibt sich durch Schläfchen (natürlich unterbrochen), einmal pro Woche Badewanne und einmal im Monat ein Mädelsabend.

    Ansonsten genieße ich es Zeit mit meiner kleinen Familie zu verbringen und gehe meinen Interessen so nach, dass ich es mir meinem Kind vereinen kann:

    - ich mache jeden Tag 45 min Sport mit Pamela Reif Videos. Ich tue das morgens direkt nach Flasche & anziehen meines Sohnes, weil er es am besten drauf ist; ich mach es im Wohnzimmer per Handy (gibt kein Tv vor ihm) und er krabbelt um mich rum bzw spielt; klar raunzt er manchmal und es klappt nicht immer aber zu 95% schon
    - Ich koche & backe während er im Hochstuhl zusieht
    - Unser großes Hobby ist wandern, er ist in der Trage dabei
    - Spazieren gehen macht mir Freude, auch mit Kinderwagen
    - Mein Mann und ich wechseln uns am WE mit ausschlafen ab; jeder darf einmal liegen bleiben


    Natürlich wird sich das ändern je älter er wird, aber er wird sich auch mehr und mehr selbst beschäftigen und somit ergibt sich dann mehr und mehr Zeit für mich.

    Auch wenn es für dich absurd klingt: ich war nie glücklicher.

    Das klingt gut! Wie alt ist dein Kind? Ich kann diese Dinge nur machen, wenn mein Sohn nicht da ist. Ansonsten gibt es kein Ausschlafen, keinen Sport, kein Schreiben etc, keinen Mädelsabend.
    Mein Mann würde mich nicht ausschlafen lassen, schon gar nicht am Abend mit Mädels treffen. Das kann ich nur machen, wenn der Kleine fremdbetreut wird.
    Sport neben ihm geht nicht, backen geht nicht.
    Spazieren gehen mache ich, macht mir aber leider keinen Spaß. Ohne Kind würde ich nie spazieren gehen.

    Er wird in 2 Wochen 1 Jahr. Sport mache ich in der Form jetzt etwa 4 Monate.

    Schläft dein Sohn mittags nicht mehr? Bzw wann geht er schlafen?
    Hier ist um 18:00/18:30 Feierabend 😅 und vor 21:30 Uhr gehen wir selten schlafen. Genug Zeit zum lesen/schreiben/etc.

    Wenn dein Mann dich nicht ausschlafen bzw mal weggehen lässt sehe ich dringenden Redebedarf. Das ist ein Eheproblem und kein Problem des Kindes.

    Wegen backen: wie wäre es mit learning Tower? Und natürlich ist das alles mit Abstrichen. Ich kann jetzt keine 4 Stunden backen und kochen 😅
    Coffeelover
  • fraudachs schrieb: »
    Was würde er sagen wenn du sagst ich geh morgen mit einer Freundin essen /was trinken? Oder ich geh jede Woche Mittwoch zum sportkurs?

    Er würde sagen, ich kann das gern machen, wenn ich eine Betreuung fürs Kind arrangiere.
  • Dann würde ich ihm sagen, dass er als Vater die Betreuung ist und einfach weggehen am jeweiligen Tag!
    riczMaggieCoffeelover
  • Sandra1284 schrieb: »
    fraudachs schrieb: »
    Was würde er sagen wenn du sagst ich geh morgen mit einer Freundin essen /was trinken? Oder ich geh jede Woche Mittwoch zum sportkurs?

    Er würde sagen, ich kann das gern machen, wenn ich eine Betreuung fürs Kind arrangiere.

    Sorry, aber spinnt der?
    Coffeelover
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