Stillen oder Abpumpen...brauche Rat!

Ich stehe vor einem kleinen Dilemma.

Seit der Geburt vor etwa zwei Wochen pumpe ich ab für meine Kleine. Ich hab sie erst ein einziges Mal angelegt (am Tag der Geburt) da ich sie nicht unnötig quälen wollte und den KH Aufenthalt nicht hinauszögern wollte.

Sie trinkt mittlerweile ganz gut, nimmt zu und auch mit dem Abpumpen habe ich jetzt einen Rythmus (insgesamt 3x in 24h). Milch ist genug (wenn nicht sogar zu viel) da.

Ich tendiere es so zu belassen, frage mich dennoch ob es nicht besser wäre das Stillen zu probieren.

Leider hatte ich mit Stillen nie richtig gute Erfahrungen. Ständig Milchstau, zu viel Milch, zu starker Milchspendereflex, Schlupfwarze, wahnsinnig sensible Brustwarzen die egal mit welcher Anlegetechnik schmerzen; obwohl sie nicht wund sind. Dann der ständige Gedanke ob mein Kind denn auch genug getrunken hat.

Heute meinte die Kinderärztin wenn ich stillen möchte, hätte ich sie seit der Geburt mindestens 2x am Tag anlegen müssen. Und dass, wenn ich stillen will, jetzt die letzte Möglichkeit besteht, sonst gewöhnt sie sich zu sehr an die Flasche.

Ich weiß grad gar nicht was ich tun soll :(
Ich würd gerne Stillen, habe aber gleichzeitig Angst dass es wieder nur stressig wird und alles eintrifft was ich bei den anderen Kindern auch hatte..

Was meint ihr?

Kommentare

  • Wenn du stillen willst, probiers doch einfach aus!

    Ich hab meine Tochter auch erst nach 5 Tagen so richtig angelegt und ca. 10 Tage später haben wir voll gestillt. Also es kann definitiv auch klappen wenn nicht ab Geburt angelegt wird.

    Es ist wohl von Baby zu Baby unterschiedlich wie sehr sie sich sn die Flasche gewöhnen und diese bevorzugen, meiner Maus war bald eindeutig der Busen lieber. Aber ohne probieren wirst dus nicht rausfinden wies bei euch ist.
    Probiers einfach raus und mach dir keinen Druck dass es klappen muss, du hast ja den Vorteil, dass du weißt dass es mit abpumpen gut klappt, und du ihr so auf jedem Fall Muttermilch geben kannst auch wenn das stillen nicht so funktioniert wie du dir das wünscht.

    Alles Gute!
  • Wieso quälst du dein Kind beim stillen? Was meinst du da?
    Ich höre auch irgendwie heraus dass du nicht stillen willst wegen der Probleme die auftreten könnten oder liege ich da falsch?
  • @stolze_mami ich würds einfach ausprobieren...zum Abpumpen kannst ja immer wieder zurück. ICH finde Stillen einfach viel praktischer als Abzupumpen, aber das musst du dann eh selbst herausfinden wie es für euch passt.
  • @stolze_mami Hast du mal hütchen probiert? Ich hab die von Anfang an, bald sechs Wochen. Und sie nerven etwas, aber Schmerz technisch geht's einfach viel besser 😊
  • @saai quälen tu ich sie nicht, sie war nur wegen des Gewichts und der Schwangerschaftswoche auf der Frühchenstation, und da hats geheißen wenn sie nicht zunimmt legt man ihr die Sonde. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keinen Milcheinschuss und wollte auf keinen Fall dass sie die Sonde bekommt sonst hätte sie noch länger im Krankenhaus gelegen.

    Stillen will ich schon, aber ich habe Angst dass es wieder nur in Frust endet, wie bei den anderen Kindern.

    @winnie Stillhütchen hätte ich bei meinen anderen Kindern probiert, leider schoss da sofort das Blut aus der Brustwarze.

  • @stolze_mami sobald es dich frustriert, kannst ja wieder zum Abpumpen wechseln...😉
  • Schließe mich @Talia56 an, was spricht denn gegens Probieren? Wenns nicht passt kannst du es ja jederzeit sein lassen, du weißt ja, dass es mit Abpumpen gut klappt! Bessere Voraussetzungen das Stillen ohne Druck zu probieren gibt es ja fast nicht!
  • @stolze_mami , verstehe! Ich glaub am besten wäre es, im Zuge einer Stillberatung zu beginnen, mit erfahrener Hebamme und Stillberaterin.
  • Das ist es ja was mir Sorgen macht. Probieren kann ich es ja aber ob es nicht den kompletten Rhythmus zusammenschmeisst? Sie trinkt so alle 3-4h
    Und abpumpen tu ich auch einmal in der Früh, ein mal zu Mittag, ein mal am Abend. Wenn ich jetzt stille wie mach ich dass dann mit dem abpumpen? Also wenn ich gerade abgepumpt habe und zufällig hat sie da Hunger? Und ich sie stillen will. Oder wenn sie nicht genug trinkt beim stillen, soll ich dann noch was nachfüttern? Oder auf die nächste Mahlzeit warten? Waaaah das macht mich jetzt schon so wahnsinnig.
  • @stolze_mami ich würde einfach nach Bedarf stillen und nach dem Stillen mal abpumpen...also nicht jedes Mal. Und dann einfach schauen, wie es sich entwickelt...ganz ohne Druck und Zwang. 🙂
    An22
  • Ich würds lassen, Du stresst Dich ja jetzt schon deswegen :) Wenn es doch eh so gut klappt, es für Dich ok ist und Ihr beide schon einen guten Rhythmus gefunden habt, wozu was anderes ausprobieren. Ich denke halt, wenn Du schon mit Angst und Sorgen da rangehst, wird das schwierig und wahrscheinlich wieder in Frust enden. Dann lieber bei dem bleiben, was funktioniert. Alles Liebe!
  • Bitte wende dich an eine Stillberaterin. Ich habe auch gepumpt wie irre. Alle drei Stunden. Mit der Stillberaterin habe ich es dann nach und nach mehr geschafft zu stillen, sodass meine kleine mit fünf Monaten dann so viel gestillt hat, als hätte sie nie was anderes gemacht.
    Toitoi!
  • Ich bin ganz bei @Cassi bleib bei deinem Rythmus.

    Anlegen kannst du sie trotzdem. Meine Tochter war wegen op und Tiefschlaf nach der Geburt sondiert. Hab also nur pumpen können.
    Von sonde wurde im kh auf flasche umgestellt, auch weil sie zu wenig kraft zum saugen hatte.

    Aber abends wollte sie trotz Flasche noch ein bissl nuckeln. War kein echtes trinken, aber es hat für uns beide so gepasst.

  • Wie wir von Flasche auf Stillen gewechselt haben hab ich immer erst angelegt, dann Flasche gegeben, dann abgepumpt.
    Sie hat dann je besser das stillen geklappt hat immer weniger aus der Flasche getrunken, dann hab ich auch dementsprechend seltener abgepumpt.

    Aber wenn dich der Gedanke wirklich so stresst: es ist auch ok bei der Flasche zu bleiben. Aber wenn du wirklich gern stillen möchtest würd ich den Versuch wagen.
  • Bei uns war es mit Nuckeln, Flaschi, Pumpe ähnlich wie bei @JohannaA - plötzlich hat es mit Vollstillen funktioniert weil es musste und jetzt mit bald 3 nuckelt sie noch immer zum Einschlafen 🤭 - hätte mir nie gedacht so lange zu stillen.

    Ich sag es ganz ehrlich: mich hat es sehr viel Kraft und Zeit gekostet so viel zu stillen (unsere Tochter war zwar "fertig" also zu Termin aber sehr schwach und klein und faul) und ich kam sehr oft an meine Grenzen, ABER: ich würde es jederzeit wieder so machen und ich fand es so super praktisch unterwegs und eigentlich immer. (In der Nacht nicht aufstehen, immer alles Essen mit haben und das richtig temperiert, usw.)

    Wichtig ist: bleib dir selber treu, mach das was für dich und deine Familie passt und sich gut anfühlt, du kannst es ja versuchen mit einer Stillberaterin gemeinsam und vielleicht wird es auch eine wunderbare Stillbeziehung wie bei vielen anderen und wenn nicht, dann hast du es versucht und das ist auch toll ❤

    Ihr werdet euren Weg finden!
  • Also ich habs heute mal probiert. Es war eine Katastrophe. Sie hat zwar getrunken, aber nach einer Stunde hatte sie wieder Hunger, dazwischen nur gequengelt, nur Luft geschluckt, meine Brustwarze konnte sie überhaupt nicht fassen, hab also ein wenig abgepumpt damit meine Brust nicht so voll ist, aber selbst da konnte sie die Brustwarze nicht richtig packen. Saugen kann sie ja, aber meine Brust bietet jetzt nicht den optimalen Start für eine Stillbeziehung.
    Und gestresst hab ich mich nach der Stillmahlzeit wie eine Irre.
    Ich denke ich probiers morgen nochmal. Mal sehn....
    Normalerweise schläft sie immer nach dem Fläschchen; seit der Stillmahlzeit ist sie aber nur noch am quengeln. Irgendwas scheint sie nicht so toll gefunden zu haben 🤔
  • @stolze_mami Mein Sohn war ein Frühchen und die werden Anfangs mit abgepumpter Muttermilch, bis zum errechnet Geburtstermin gefüttert. Da das Stillen ihnen zu viel Energie abverlangt.

    Ich wollte unbedingt danach Stillen. Hab mir eine private Hebamme organisiert und die hat mir auch dann super geholfen.

    Mein Sohn hat bis zu seinem 2 Lebensmonat abgepumpte Milch bekommen. Ich hab ihn immer wieder angelegt und es war Anfangs wirklich nicht leicht.

    Dieses natürliche Anlegen und stillen nach der Geburt war ja bei uns nicht gewesen.
    Er mußte auch lernen das man sich ein wenig anstrengen muß beim Stillen und nicht die Brust wie ein Fläschchen ist.

    Schlußendlich hab ich ihn bis zum 10 Monat vollgestillt. Er hat sich dann selbst abgestillt.

    Bezüglich stressig.
    Also ich kann nur von mir und meinem Umfeld sprechen. Ein wenig Stress in der Stillzeit hatten wir alle.

    Meiner wollte alle 2 -3 Stunden ( auch nachts) bis zum Beginn mit der Beikost angelegt werden. In der Öffentlichkeit wollte er nicht trinken und es mußte absolute Ruhe sein.
    ;-)
  • @stolze_mami Hast du ihr danach die Flasche angeboten? Bei uns hat sie anfangs immer noch fast ihre „normale“ Menge aus der Flasche getrunken und das ist dann immer weniger geworden je besser das Stillen wurde.
  • @stolze_mami naja, sie muss es ja erst lernen an deiner Brust zu trinken...das dauert ein bisschen. Ich würds einfach immer wieder probieren. Und stressig wars bei meiner Großen auch, obwohl sie kein Frühchen war. Da sind wir die erste Zeit auch nur mit Stillen und Zufüttern beschäftigt gewesen. Ich glaube, es gehört einfach ein bisschen dazu. So eine ganz einfache Stillbeziehung von Anfang an ohne Probleme gibt es ganz selten, zumindest was ich so im Umfeld mitgekriegt gab. 😌
  • @Talia56 ich glaube da hast du allgemein recht. Wir Frauen denken halt immer nur, dass das so zack gehen muss.

    Bei uns war es auch sehr sehr mühsam. Sie kam gleich nach der Geburt weg von mir (hab sie gar nicht gesehen) und mir ging es nach dem Kaiserschnitt sehr schlecht körperlich und psychisch. Icb wusste ja nicht was los ist.

    Wir haben dann halt 2 Wochen gebraucht bis das Vollstillen geklappt hat und da wollt ich dann auch fast nimma, weil es so anstrengend war mit jeder Mahlzeit.... aber es hat sich ausgezahlt🤪🤪🤪
  • Ich habe 6monate nur mit abgepumpter milch gestillt - sie hatte so wenig zugenommen, dass der arzt gesagt hat pre zufüttern, abpumpen und immer wieder anlegen. Ich hab sie immer wieder angelegt (hatte nen ks und am 3ten tag schon milcheinschuss weils so brav an der Brust gehängt ist 😂), aber wir waren beide gebadet in milch, sie war ne Dreiviertelstunde am saugen nuckeln und hat trotzdem noch ne ganze portion gebraucht... nach einigen tagen hab ich es beim abpumpen gelassen weil es mich zusehr gestresst hat und ich so nicht weitermachen wollte. Nachteil war, man ist nicht so flexibel wg der muttermilch transportieren....

    Es kann nur jeder für sich selbst entscheiden!!!! 💜💜💜
  • @stolze_mami Leider kann ich dir keinen Tipp geben, weil ich auch abgepumpt habe und dann auf Flasche gewechselt habe (obwohl ich unbedingt stillen wollte).
    Aber ich weiß wie mühsam das ist und wünsch dir einfach viel Kraft.
  • CorniCorni

    3,652

    bearbeitet 16. Oktober, 22:24
    @stolze_mami Egal, wie du dich entscheidest - es muss für dich bzw euch passen.
    Du kannst genug Milch abpumpen und deine Kleine hat einen guten Trinkrythmus? Dann ist es ja eigentlich gut.
    Mit dem Stillen kann es durchaus sein, dass sie öfter trinken will, weil es einfach anstrengender ist als Fläschchen.
    Dafür bist du mit dem Stillen flexibler und musst dich nicht nach Abpump-Zeiten richten bzw überlegen, wie du jetzt am besten die abgepumpte Milch mitnimmst und dort dann aufwärmst, etc

    Dass Stillen nur von "Anfang an" funktioniert, ist Schwachsinn!
    Meine Große war ein Frühchen, ich "durfte" ihr nur Flascherl mit abgepumpter Milch geben, weil das Stillen sie zu sehr anstrengen würde. Zuhause hab ich dann mit Hilfe einer Stillberaterin mit dem Stillen begonnen und nach und nach ihre Fläschchen ersetzt bis ich nach 6 Wochen (zum eigentlichen ET) voll gestillt hab.
    Ich muss aber dazu sagen, dass mich das Abpumpen extrem gestresst hat. Alle drei Stunden und die Milch ist nicht mehr geworden, obwohl der Hunger immer größer wurde.
    Aber hey, wenn du mit 3x abpumpen die benötigte Milchmenge zusammen bekommst, ist das ja super und vielleicht weniger stressig, wie das Stillen vielleicht für euch wäre.
    Probier es aus, und wenn es nicht klappt, bleib beim Abpumpen, wenn es dich nicht stört.
    Meine Schwägerin hat 6 Monate abgepumpt (sie musste auch nur 3x am Tag) und ist mit der eingefrorenen Milch noch lange ausgekommen.
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