Mein Sohn liebt rosa

chilly03chilly03

1,481

bearbeitet 13. Juli, 20:07 in Entwicklung & Erziehung
Hallo

Es ist leider noch immer mehr oder weniger ein "Tabu-Thema" aber ich wäre gespannt was ihr dazu meint.

Mein Sohn ist 4,5 Jahre alt und hat seit ca einem Jahr eine große Vorliebe für alles was rosa/pink/lila ist, Er liebt es auch, sich zu verkleiden und er liebt Schmuck und Haarspangen etc. Er spielt gerne mit My little Pony und Barbies immer mal wieder, wobei es ihn hauptsächlich interessiert diese zu frisieren und ihnen Kleidung auszuwählen.
Daneben mag er aber auch Autos und spielt genauso mit Zügen/Autos/Dinos.

Bisher haben wir ihm so gut es ging freie Hand dabei gelassen, viele seiner rosa Wünsche erfüllt aber eben auch gedacht, dass sich das wieder von selbst legen wird.
Hat es aber bisher nicht - nun ist mein "Problem" eher folgendes. Er möchte auch immer wieder rosa Sachen zum anziehen und Schuhe/Kappen etc. Gleichzeitig weiß er jedoch, dass er im Kindergarten damit ausgelacht wird.... :/

Ich versuche daher Kompromisse zu finden und ihm Farben zu kaufen, die bunt sind und nicht nur rein pink. Das ist jedoch für Jungs sehr schwer, ich komme damit langsam echt an meine Grenzen.

Dadurch dass er weiß, dass er mit den pinken Sachen u Schmuck u Haarspangen ausgelacht wird im Kindergarten, lässt er es auch daheim aber er sagt nun immer wieder mal er möchte ein Mädchen sein.
Ich denke, es ist deswegen weil er die Mädchen im Kindergarten mit genau diesen Dingen sieht die er auch so gerne tragen möchte.

Jetzt weiß ich echt nicht wie ich mich verhalten soll....natürlich sage ich ihm, ich bin sehr froh dass er ein Bub ist und dass ich sehr stolz auf ihn bin. Auch sage ich ihm immer wieder, dass Farben für alle da sind und es total ok ist wenn ihm rosa /pink gefällt.
Jedoch bemerke auch ich immer wieder, wie er von Bekannten /Verwandten/ Freunden öfter belächelt wird und ich auch öfter gefragt werde "ob ich mir denn ein Mädchen zu stark gewünscht hätte". Es kommen auch von Erwachsenen immer wieder mal komische Bemerkungen, obwohl mein Sohn weder Röcke noch Kleider trägt (er würde schon gern glaub ich, aber er traut sich nicht aus Angst ausgelacht zu werden).

Mir als Mutter tut das natürlich schon weh, denn ich möchte natürlich dass mein Kind glücklich ist. Aber oft einmal weiß ich echt nicht was ich ihm sagen soll. Man muss dazu sagen, er ist ein sensibles Kind dass nicht so extrovertiert ist aber normalerweise mit allen gut zurecht kommt. Es tut mir sehr leid zu sehen, dass selbst 4 - 6 jährige Kinder sehr stereotyp denken und sehr intolerant und gemein sein können.

Was würdet ihr mir raten? Ich habe schon von einigen Müttern gehört, dass ihre Söhne auch so Phasen hatten und es vollkommen normal wäre. Bei Mädchen, die nur mit Autos spielen und kein rosa tragen wollen, ist die Gesellschaft ja auch nicht so "streng".
Aber wenn ein Bub sagt, er wäre gerne ein Mädchen - sollte man dann vielleicht mal mit einem Entwicklungspsychologen reden oder nehme ich das einfach zu "ernst"?

LG, Brigitte
getaggt:

Kommentare

  • saaisaai

    874

    bearbeitet 13. Juli, 20:07
    Ja schwierig dass schon keine Kinder in Stereotypen denken. Das liegt leider daran dass neunzig Prozent der Eltern Mädchen rosa anziehen und Buben blau etc.

    Wir haben in der Verwandtschaft einen Buben, der ist/war genauso wie du beschreibst. Mittlerweile ist er ein Jugendlicher und mag immer noch gern Dinge, die eher Mädchen zugesprochen werden.

    Er hatte auch immer weibliche Freunde und durfte seine Vorlieben, wie deiner, ausleben.

    Ich würde einfach mal abwarten...
  • Hmm schwer zu sagen daher dein Bub noch so jung ist.
    Ich kann dir nur von meinen Erfahrungen erzählen.. Der Sohn von meinen LG ist jetzt 12 und seitdem er 9 ist liebt er rosa. Lackiert sich die Fingernägel, hat sein ganzes zimmer in rosa, alle Sachen wie Handy Hülle, Laptop usw müssen rosa sein. Er trägt rosa nur in seiner Freizeit. In der schule nicht weil er eben nicht verarscht werden möchte. Noch dazu hat er lange Haare.
    Meiner Meinung nach müsste man sich mit ihm psychologische hilfe holen weil bei ihm läuft noch mehr verkehrt wie keine! Freunde usw.. Seine Mutter, Vater usw sagen alle es ist eine Phase.. Aber eine Phase dauert keine 3 Jahre an und wird immer schlimmer. Versteh mich nicht falsch mit ist es egal ob er rosa liebt aber ich habe einfach das gefühl das da was nicht stimmt und mir wurde das als Mutter echt sorgen machen..
  • @chilly03 Schau mal, vielleicht findest du hier Anregungen: https://www.babyforum.at/discussion/21745/nicht-maedchenhaft-jungenhaft-genug-oder-wieviel-genderneutral-ist-okay/p1

    Und dann verlinke ich mal @Vaju , die hat damit auch Erfahrungen wenn ich das richtig im Kopf habe.
    chilly03
  • ich kann dir da aus Erfahrung leider gar nichts dazu sagen.... aber ich würde zuerst herausfinden, warum er sagt, dass er ein Mädchen sein möchte.... ist es wirklich, so wie du denkst, nur wegen der Farben und Kleidung oder steckt mehr dahinter?
    Ich habe mal eine Reportage gesehen, da war ein Junge mit 3 schon davon überzeugt, im falschen Körper zu leben. Vielleicht wäre es nicht verkehrt, mal mit einem Kinderpsychologen Kontakt aufzunehmen. Nicht dass er sich als Junge nicht wohl fühlt und das nicht wahrgenommen wird.... Ich wünsche euch alles Gute!

  • Mohnblume88Mohnblume88

    1,907

    bearbeitet 13. Juli, 14:19
    Die phallische Phase nach Sigmund Freud ist im 4.&5. Lebensjahr, also genau in dem Alter deines Sohnes. In dieser Phase entwickelt sich die Identifizierung mit dem eigenen Geschlecht durch den gleichgeschlechtlichen Elternteil. Wie steht er denn zu seinem Papa? Gibt es da einen Konflikt? Eine Trennung? Irgendwelche Vorkommnisse?
    Störungen in dieser Phase können durchaus dazu führen, dass sich jemand mit dem eigenen Geschlecht nicht identifizieren können.
    Das ist allerdings meist erst Thema, wenn es um den Erwachsenen geht.

    Grundsätzlich würde ich ihm Mut zusprechen, dass er zu seinen Vorlieben stehen darf. Er muss sich wohl eine dicke Haut wachsen lassen, wenn andere Kinder da gemein sind - das liegt wiederum an den Eltern der anderen Kinder, die übernehmen ja deren Meinung.
    Also ich würd versuchen ihn so zu unterstützen, dass er gestärkt sein Pink trägt und wenn er will auch Kleider. Ich denk mir, im Innersten wird es sich nicht ändern, was er mag. So zu tun, als wär das „weg“, würde er dieses Thema also verdrängen, könnts wirklich zu nem Problem führen.

    Mit einen Fachmann mal darüber sprechen kann vielleicht bisschen Licht ins Dunkel bringen.
    melly210
  • @Lisi87: Danke!

    @Nadine_ : das frage ich ihn jedes Mal wenn er sagt er möchte ein Mädchen sein. Die Antworten sind nie sehr aussagekräftig, meistens sagt er nur er möchte auch wie seine Freundinnen im Kindergarten rosa Sachen tragen und Haarreifen etc.
    Aber ich denke auch daran, mal mit einem Kinderpsychologen in Kontakt zu treten, eben weil ich auch vieles über Transgender Kinder gelesen habe.

    @Mohnblume88 : bezüglich Verhältnis zu seinem Vater : mein Mann hat seit der Geburt meines Sohnes ein absolut gutes Verhältnis zu ihm, sogar sehr innig. Er bringt ihn ins Bett, er bringt ihn in den Kindergarten, er spielt stundenlang mit ihm egal was er will (auch mit Ponys u Barbies) und mein Mann urteilt in keiner Weise über die pinken Vorlieben unseres Sohnes. Er sieht das sogar gelassener als ich, er meint es wird wieder vorbei gehen irgendwann und ich soll mir darüber keine Sorgen machen.

    Danke für eure Meinungen, ich glaube ich werde mir wirklich mal einen Termin bei einem Spezialisten geben lassen.
  • Mein Sohn ist Ende März 3 geworden und mag auch gern rosa und so.. seine Schwester ist 5.. er liebt es mit ihr Anna und elsa zu "spielen". Er hat das Anna Kostüm an und sie ihr Elsakleid. Er möchte auch seine Fingernägel lackiert haben mit dem Kindernagellack wie seine Schwester. Er hat gola Gigi Ohrringe (das sind seine Unsichtbaren Freunde).

    Er spielt auch gern mit ihr Barbie oder Puppen. Hat auch längere Haare. Liebt Glitzertattoos und singen und tanzen

    Aber trotzdem ist er ein "typischer" Bub... liebt seine Autos und Spiderman.

    Wenn du dir Sorgen machst, sprich doch mal mit einem Entwicklungspsychologen. Schaden kann es bestimmt nicht und ist auch nichts "schlimmes".
    Er kann dir am besten sagen ob es tatsächlich nur eine Phase ist oder mehr dahinter steckt.

    Ich kann dich gut verstehen das du dir Sorgen machst und nicht möchtest das es deinem Kind schlecht geht.
    Umso mehr wünsche ich euch das ihr eine Lösung für euch findet wie ihr am besten zurecht kommt.
    chilly03melly210
  • Würde das vielleicht auch mal im Kindergarten ansprechen.
    Also wäre ich in der Situation, würde ich der Gruppenleiterin davon erzählen, dass er gerne "rosa" in den Kindergarten gehen würde, aber sich wegen der anderen Kinder nicht traut. Dann können sie da ein Auge drauf haben, es im Bedarfsfall vielleicht generell zum Thema im Morgenkreis machen o.ä.
    Ich wage auch zu behaupten, dass der Großteil der Kinder ihn nicht hänseln würde. Es reicht zwar eh, wenn es ein paar wenige machen, aber ich habe die (hoffentlich nicht ganz unrealistische) Vorstellung, dass die meisten Kinder doch noch wertfrei sind...
  • Auch hier ein Exemplar dessen Lieblingsfarbe rosa ist. Seid Alter. Er mag rosa schon immer. All seine männlichen Vorbilder tragen rosa. Papa hat rosa Hemden, Opa rosa Hemden und Shirts. Für ihn ist es also ganz normal, dass Buben rosa tragen.
    Er trägt auch viel Gewand von seiner Schwester auf. Die Kleider und Röcke sortiere ich gleich Mai weg (an denen hat er kein ernsthaftes Interesse) und dann darf er bei Hosen und Shirts durch schauen, was ihm gefällt und was nicht. Wenn was fehlt, wird es ergänzt. Da darf er dann auch selbst in der Stoffkiste aussuchen, was ihm gefällt.
    Soweit ich weiß, gab es im Kindergarten bisher keine Probleme. Einmal war ich dabei, als ein Mädchen in der Garderobe fragte, warum er was rosarotes an hat. Er meinte dann Recht nüchtern, dass rosa seine Lieblingsfarbe ist und damit war das Thema wieder vom Tisch.
    Wenn er sich hübsch macht, dann natürlich auch mit Haarspangen und Haarreifen. Somit kommt es durchaus vor, dass er mit Glitzer Einhorn Haarreif unterwegs ist. Who Cares. 🤷
    Nagellack mögen alle drei Kinder. Das ist noch nicht zu den Jungs durch gekommen, dass das unüblich ist.
    Zu Hause ziehen sie auch gerne die Kleider aus der Verkleidungsliste an. Der kleine wollte dann unbedingt einmal mit dem Tüllungeheuer einkaufen gehen. Nachdem er über jede Gehsteigkante gefallen ist, weil er nichts sah, war das Thema vom Tisch.

    Ich denke, es ist wichtig, dass man als Mama dem Kind den Rücken stärkt. Ich bin deine Mama und ich finde dich so toll, wir du bist. Wenn es Probleme gibt, dann muss man gemeinsam eine Lösung finden. Die Kinder im Kindergarten lachen dich aus, weil du rosa trägst. Wie findest du das? Warum lachen sie dich aus? Stört es dich, was können wir ändern? Kann die Pädagogin helfen, wäre es vielleicht eine Option ganz tolle rosa Pyjama zu kaufen und im Kindergarten vielleicht war in der Zeit liebsten Farbe zu tragen. Die rosa Shirts können ja am Spielplatz getragen werden, da ist dann Mama in der Nähe..

    Zu guter Letzt, wenn du denkst, du brauchst psychologische Unterstützung, dann hole sie dir. Manchmal hilft eine andere Sichtweise.
    Für mich klingt aber in deiner Schilderung nicht alarmierend.
    Kaffeelöffelmelly210
  • Das die Pädagogin im Kindergarten das Thema aufgreifen kann finde ich persönlich eine sehr gute Idee. Es gibt viele Bücher und Materialien zu solchen Themen und man könnte einen kleinen Schwerpunkt setzen, den Kindern zeigen das es ganz normal ist, wenn auch Jungs Mädchensachen tragen.
    Auch ist es von Vorteil wenn die Pädagogen Bescheid weiß und ihn in gewissen Situationen unterstützen kann.
    Kaffeelöffelmelly210
  • @chilly03
    Das wichtigste ist das ihr für ihn da seid und ihn bei seiner Entwicklungphase begleitet. Wenn du dich überfordert fühlst hol dir und deinen kleinen Unterstützung.
    Es kann nicht schaden, auch wenn es vielleicht nur ne Phase ist.

    Leider gibt es in der heutigen Zeit noch immer viele Erwachsene die das belächeln, runter spielen, verurteilen oder schlimmeres... aber aus Erfahrung kann ich dir sagen das die meisten Kinder kein Problem damit.

    Mein Sohn war damals auch so, er hat dadurch sehr an Selbstvertrauen gewonnen, auch wenns bestimmt nicht immer einfach war. Die rosa glitzernde Phase war dann in der Volksschule zwar vorbei, aber er hat sich immer mehr verändert und zurück gezogen. Mit 13/14 hat er sich dann geoutet und plötzlich war er wieder der glückliche, aufgeschlossene Junge den ich kannte. In seinem Umfeld, Familie, Schule, Freunde... war das eigentlich nie Thema. Denke die junge Generation sind mit wenigen Ausnahmen viel aufgeschlossener wo sich manch Erwachsener eine Scheibe abschneiden könnte.
    Heute ist er erwachsen und dankbar dass ich ihn in seiner Findungsphase einfach machen lassen habe.

    Meine Tochter hat bis ins Gymnasium nie mit typischen Mädchensachen gespielt, fast nur Jungs als Freunde, heute mit 18 ist sie die volle Prinzessin. Die mittlere war von Anfang an eine Prinzessin und wenn meine Jungs mal so alt sind, dann schaut das bestimmt auch wieder anders aus. Wie bei allen anderen auch, entwickelt sich jedes Kind anders und das ist auch gut so.
    Hauptsache man begleitet sie bestmöglich durchs Leben! Lg
    melly210
  • Mein kleiner Bruder hat es geliebt mit mir Barbie zu spielen, bis seine Freunde ihm mit 4 erklärten, dass Buben das ja nicht machen. Er war darüber sehr traurig u spielte dann „heimlich“ mit mir Barbie u wir habens keinem erzählt 😂Heute ist er 25 u hat seit 9 Jahren eine ganz liebe Freundin u ist ab u zu sogar ein richtiger Macho 😂😂😂
    bellissimaweißröckchenmelly210
  • @Mohnblume88 ich dachte Freuds frühkindliche Phasen sind mittlerweile umstritten oder gar lwiderlegt?

    @chilly03 ich finds toll dass ihr ihn unterstützt. 🙂 Ich persönlich würd auch im Kindergarten fragen ob sie da was machen können zu der Thematik, dass alle alles tragen können.
  • @itchify wenn ich eins in meinem Kurs gelernt hab, dann, dass es zu jeder Theorie eine Gegen-Theorie gibt. Freuds Theorien wurden (zu Recht) vor allem von Frauen kritisiert, da er sie defizitär betrachtet (Männer - Penis, Frauen - keinen Penis).
    Denke aber schon, dass sie bei gewissen Krankheitsbildern ihre Berechtigung haben. Was hier natürlich gar nicht der Fall sein muss, es geht ja hier nur um eine Diskussion.
  • Danke für eure Kommentare.
    Ich werde mal wirklich mit der Pädagogin reden, es ist sicher eine gute Idee vielleicht mal für alle Kinder das Thema aufzugreifen.
    Es gibt in seiner Gruppe ein paar 6jährige Jungs, die halt schon sehr genau wissen was cool zu sein hat und den jüngeren eben auch erzählen was nicht cool ist und sie dann verspotten.
    Die Mädchen sind da interessanterweise viel toleranter in dem Alter.
    Auch werde ich mir mal einen Termin ausmachen bei einem Experten, vielleicht hilft es auch mir damit besser umzugehen.
  • Vielleicht müsste diese Jungs mal gesagt bekommen, dass in der Renaissance Rosa das kleine Rot war als Signalfarbe für alles Männliche. Juventus Turin hat anfangs in rosa Trikots gespielt....

    Der Jungfrau Maria war nebenbei erwähnt blau zugeordnet....😉
  • @schnoggele , das Problem sind ja nicht die Kinder, die das denken sondern die Erwachsenen, die ihnen das von Geburt an eintrichtern ;) Ich kenn kaum ein Mädchen das nicht schon als Baby rosa Rüschensachen angezogen bekommen hat. Die Gesellschaft will es leider so, Mädchen sind Prinzessinnen, Buben die Helden. Mir graust jedes Mal wenn ich Mädchen-Lego, Mädchen-Überraschungseier etc seh.
    riczwölfin
  • CassiCassi

    1,880

    bearbeitet 13. Juli, 21:57
    Ich glaube, Du musst Dir da keine allzugroßen Sorgen machen. 🙂 Mein Sohn ist 5 1/2. Seine Lieblingsfarbe ist - natürlich! - rosa. Er bewundert immer meinen Schmuck, will dann auch Armband/Ketten/Ohrringe tragen. Nagellack will er auch haben. Glitzer liebt er ebenfalls. Eine zeitlang wollte er lange Haare wie ein Mädchen. Auf der anderen Seite steht er auf Dinos, Monster, Autos etc. Wie Dein Sohn auch.

    Ich denke, dieser Hang zu Mädchendingen hat unter anderem auch etwas mit „Hübschseinwollen“ zu tun. Hört er doch bei mir und seiner Schwester und auch anderen Mädchen die Komplimente, die da immer kommen („Oh, wie hübsch/süß/entzückend Du bist mit den Haaren/dem Schmuck/dem Kleid“ etc.) Ist doch eigentlich logisch, dass er dann auch will 🤷‍♀️ In dem Alter haben die Kinder ja noch nicht das Bewusstsein dafür, dass es „geschlechtsspezifische“ Accessoires gibt 😏 Er möchte schlichtweg auch hübsch sein 😅

    Ich bemühe mich deshalb in letzter Zeit bewusst, ihm auch Komplimente zu machen („Wow, mit der Frisur/Hose/dem T-Shirt bist Du aber hübsch“). Umgekehrt versuche ich, bei meiner Tochter nicht so oft ihr Äusseres anzusprechen („Ach bist Du entzückend mit dem Kleid/den Glitzerspangerln/den Zöpfen“).

    Mir fällt in letzter Zeit auf, wie oft Mädchen für ihr Erscheinungsbild gelobt werden, wie stark unterschiedlich Buben und Mädchen schon als Kleinkinder behandelt werden. Das ist wirklich krass! Und da nehme ich mich nicht aus - man macht das echt unbewusst 😬

    Ich muss echt sagen, Mädchen habens diesbezüglich um Einiges leichter - die können alles tragen, da gibts keine Einschränkungen. 🙄 Ob Prinzessinnenkrone oder Spiderman - bei Mädels alles im Rahmen. Aber ein Bub wird schief angeschaut, wenn er Nagellack draufhat 🤷‍♀️
    arti000
  • Ich finde es auch dahingehend spannend... wenn Mädchen sich blau kleiden/burschikos geben, ist das nicht annähernd so „schlimm“... ich wurde selbst bis ich ca 12 war für einen Buben gehalten und bin heute durchschnittlich weiblich. „Normal“ ist der falsche Ausdruck, wer ist das schon. 😁

    Würde ihn auch bestärken und mal ein Gespräch mit der Pädagogin suchen, er soll sich nicht genieren müssen.

    Wenn du den Eindruck hast, es bleibt, ist eine Psychologin sicher ein guter nächster Schritt 😊
    melly210
  • chilly03 schrieb: »
    ...natürlich sage ich ihm, ich bin sehr froh dass er ein Bub ist und dass ich sehr stolz auf ihn bin.

    Möglicherweise kannst du deinem Sohn gegenüber die Eigenschaften benennen, die du an ihm toll findest? "Du bist so mutig/hilfsbereit/tapfer/geduldig/fleißig/ausdauernd/freundlich/..." Dann gibt es noch etwas anderes als die Komplimente für Äußeres, die er bei den Mädchen mitbekommt. Das lenkt den Fokus auf andere Dinge, in denen er toll ist. Stolz sein ist für Kinder oft zu abstrakt.

  • @Lisi87 : ich werde in nächster Zeit mehr darauf achten. Natürlich lobe ich oft auch konkret und er ist wirklich so vielseitig, dass er ganz vieles sehr gut macht und mich immer wieder erstaunt. Aber ich werde versuchen weniger auf Äußerlichkeiten zu achten. Danke für den Tipp

    @Cassi : ja Mädels haben es da um einiges leichter. Es gibt mittlerweile alles für Mädchen, sogar Spiderman Kostüme in Form von Kleidern etc. Es ist alles darauf ausgerichtet, dass Mädchen alles sein können was sie wollen. Aber Jungs sollen gefälligst in ihre Schublade passen und fertig.
    Leider hat unsere Generation da noch immer sehr viel Nachholbedarf.
  • @Lisi87 danke für die verlinkung. Mein heimliches Lieblingsthema ;)

    @chilly03 So wie du das schilderst, würde ich stark davon ausgehen, dass er ein Mädchen sein mag, damit er dann rosa tragen kann, ohne ausgelacht zu werden.

    Ich würde ihn versuchen zu bestärken und stark zu machen. Wissen ist Macht > ich hab meinen Älteren "zugepumpt" mit Infos zu dem hellblau-rosa Thema. Er trägt gerne Rock seit er 3 Jahre alt ist (wobei die letzte Rockphase sicher 3 Monate her ist - im Sommer, wo Rock so gscheid wäre will er komischerweise nie :D)
    Welche Figuren tragen/ trugen Röcke? Wer hat glitzernd, gold und silber an auf verschiedenen Darstellungen? Früher Männer > rot, Frauen > blau, etcetc.
    Bin in einer Gruppe auf fb "hellblau-rosa Falle" da gibt es auch einen guten Austausch!

    Und dann würde ich dringend mit den Pädagoginnen reden, wenn er da im Kindergarten ausgelacht wird bzw sein "ich" nicht ausleben kann wegen irgendwelchen Gruppenzwängen. Das geht für mich gar nicht und er muss dahingehend unbedingt bestärkt werden. Für mich ist das ganz essentiell, dass da heutzutage im Kindergarten Bildungsarbeit dazu geleistet wird. Vor allem, wenn sich da ein Thema auftut. Also unbedingt ansprechen, wahrscheinlich hat das nichtmal wer mit bekommen, dass er da blöd ausgelacht wird... Bei uns im Kindergarten war das mal Thema im Morgenkreis und das tat der ganzen Gruppe gut. NAtürlich gibt es danach immer noch Kinder, die aufgrund ihrer Eltern nicht "aus können" und das nicht verstehen bzw komisch finden, aber dann ev. nicht mehr ansprechen.

    BEi uns sind es eher die älteren Mädls im Kindergarten die da sehr intolerant erzogen wurden. Witzigerweise hatte mein Sohn mit "Rock tragen" immer weniger Probleme als mit seinen Glitzerschuhen. Die sind scheinbar, weil sie silber glitzernd mit einer Blume drauf sind eindeutig "Mädchenschuhe".

    Ich finde auch, dass es da Buben weitaus schwerer haben...
    So, und jz Schlafenszeit > hab heute gaaaanz lang an einem Kleid für meinen Zwegrenbub genäht. (weil Kleider im Sommerviel praktischer sind, vor allem mit Windelfrei Kind)
    felicitas1980
  • Ich hab eine Tochter und hab ihr von Anfang an eigentlich kaum rosa Sachen angezogen weil ich eben genau dieses Mädchen=Rosa un dalle anderen Farben inkl. Grau haben Buben gepachtet, nicht mag. Ihr glaubt icht wie oft ich gehört hab,dass ER ja so süß ist. Also das "in eine Geschlrchterrolle" gezwängt werden geht leider schon auch in dieandere Richtung. Es wird übrigens, je größer sie wird, immer schwieriger sie nicht Mädchenhaft anzuziehen. Das Kleidungsthema nervt einfach nur. Es gibt dich sooo viel schöne Farben,warum wird den Mädels immer nur dieses (Tschuldigung) hässliche Rosa zugeschrieben.

    Ich wollte damit nur sagen,dass Mädchen Mamas mit der (Aus)Wahl der Kleidung auch nicht immer zufrieden sind.
  • Mein Sohn liebt Anna und Elsa. Er wurde wegen seiner Jausenbox gehänselt, weil rosa und lila ja nur Mädchenfarben sind. (Mehr kann im schon verlinkten Thema gelesen werden bei Interesse)

    Seit er mit folgenden Bildern im Kindergarten war gab es bei uns keine Probleme mehr.
    rs8ngn0dxf3f.jpg
    chilly03felicitas1980
  • @Kaffeelöffel : naja, bei den Mädels kann man sich ja auch mit Bubenkleidung helfen, ich sehe da eher nicht so ein "Problem". Sicher sind viele Sachen rosa, aber es gibt viel mehr Optionen. Du kannst ihr genausogut bei (Beispiel) H&M ein Buben Tshirt mit Palmenmotiv anziehen oder mit einem Hai drauf.
    Umgekehrt ist es auffälliger wenn ich meinem Buben ein Tshirt mit Glitzerschmetterling anziehe....
    Aber ich verstehe dich, dieses allgegenwärtige Rosa nervt glaub ich einige Mädcheneltern.

    Was mich abseits von den Farben auch an gängiger Bubenkleidung so stört, sind die immer gleichen Motive....Autos, Dinos, Haie (im besten Fall) und Superhelden. Mehr gibts nicht. Mein Sohn ist so gelangweilt von diesen ewig gleichen Motiven. Er hatte eine Zeit, da fand er Tiger und generell Katzen so toll. Finde mal etwas mit Katzen für Jungs....unmöglich! :/ Wir waren so glücklich, als wir dann zumindest 2 Shirts mit Tiger drauf gefunden haben.
    Ich kaufe generell online sehr gerne in englischen Shops, dort sind die Farben generell etwas bunter und auch die Mode etwas vielfältiger für Kinder finde ich. Da finden wir oft auch für Jungs bunte Sachen die uns gefallen.

    @Vaju : Ich bzw wir stärken ihm in allem was er tut den Rücken und wir versuchen ihn zu einem selbstbewussten Menschen zu machen, Es gibt aber eben solche und solche Kinder - manche gehen durch die Welt und geben wenig darauf was andere sagen und manche sind eben sensibler und trotz Rückendeckung der Eltern möchten sie sich nicht mit dem Spott oder den Konflikten mit anderen aussetzen. Ich kann die Natur meines Kindes nicht ändern, selbst wenn sie nicht meiner entspricht.
    Ich glaube, es wird immer in seinem Leben Kinder und später Erwachsene geben die versuchen werden, etwas schlecht zu machen was einem selbst vielleicht gut gefällt. Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass er lernt diese Kommentare zwar zu hören aber nicht an sich ran zu lassen und drüber zu stehen selbst wenn er nicht bereit ist dagegen zu reden. Eine eigene Meinung haben und einen eigenen Weg gehen, egal was andere sagen.


    Seine Pädagogin ist sehr lieb, aber sie hat 25 Kinder in einer Gruppe und da geht eben das eine oder andere (vor allem wenn es stillere Kinder sind) manchmal unter. Mein Sohn ist auch keiner, der dann zur Pädagogin geht und sich beschwert wenn er ausgelacht wird oder verspottet. Obwohl wir und auch sie ihm das oft gesagt haben, er macht es einfach nicht. Jedoch bin ich froh, wenn er es zumindest mir sagt und mit mir darüber spricht.
    Jedenfalls werde ich aber die Idee mit dem Morgenkreis aufgreifen und mit ihr demnächst darüber sprechen.
  • @Sorakisu : danke für den Tipp, das werde ich auch testen :D
  • Meiner liebt auch Anna (Elsa nicht, komischerweise) und er liebt Arielle :)
  • Gibt ja auch ein rosa Formel 1 Auto ;)
    Generell gibt es im Sport durchaus öfter viele Farben.
    Finde die Idee damit zu kontern echt nicht schlecht.

    chilly03
  • @chilly03 eine Möglichkeit wäre auch, dass du nähen lernst, da könnt ihr euch Farben und Motive dann selbst aussuchen ;)
  • @Yorda : haha, das wird nie im Leben was ! Ich bin absolut untalentiert was Handarbeit betrifft leider.
  • @Kaffeelöffel das Thema, dass meine Tochter als bursch bezeichnet wurde hatten wir auch oft, obwohl ich rosa nicht komplett ausgeschlossen hab. Nicht nur einmal, dass sie im rosa Overall oder mit rosa leiber oder Hose ein bursch war. Fand ich aber nicht so schlimm, wenn wir uns ehrlich sind sieht man Babys und kleinen Kindern nicht wirklich an ob Bub oder Mädel und Bub ist ja keine beleidigung... Meine hat mit über 2 noch keine langen Haare und spangerl oder so mag sie zwar manchmal, aber nur 2 min 😅. Ich finds eher blöd, wenn mir wer sagt ich solle ihr doch ohrlöcher stechen lassen, damit man sieht dass sie ein Mädchen ist 🤦‍♀️.

    Ich finds eigentlich arg, dass das heutzutage immer noch so ein Thema ist. Der Sohn meiner Freundin hatte im Kindergarten auch eine rosa und hello kitty Phase (schon ein paar Jahre her, das war vor Elsa ). Das war im Kindergarten nie ein Problem und hatten auch mehrere Burschen dort zu unterschiedlichen Zeiten. Gleichzeitig mochte er auch Star wars.

    Wäre schon gut, wenn die kiga Pädagogen das Thema aufgreifen. Muss ja nicht auf deinen Sohn bezogen sein @chili. Es gibt ja genug Beispiele wie die genannten Fußballer, Röcke als traditionelle Kleidung bei Männern (zb Schotten, aber es gibt glaub ich auch irgendwo in Kärnten eine Tracht mit Männerröcken), Geschichte, rosa herrenhemden in der Mode, hipster mit manbun und Handtasche, etc.

    @chilly03 babauba hat auch einiges mit Tieren und so Muster, die man nicht eindeutig Burschen oder Mädchen zuordnet. Vielleicht gefällt deinem Sohn da etwas, was er auch im Kindergarten tragen mag? Oder du fragst hier https://www.babyforum.at/discussion/19795/tolle-sachen-die-wir-machen-diy-2#latest ob jemand was für deinen Sohn nähen kann.
  • @wölfin : danke für den Tipp, die Babauba Phase hatten wir schon und seit 1 Jahr verweigert mein Sohn alles was mit babauba zu tun hat weil es ihm zu "babyhaft" ist.
    Aber bei dem Nähthread schau ich gern mal rein, danke! :)
  • Hallo,
    mir ging es als Kind/Jugendliche ebenfalls so, dass ich alles rosafarbene "verweigert" habe und blau bevorzugt. Bin mir 2 Brüdern aufgewachsen und wollte, wenn ich groß bin, ein Bub werden und mich der Elektrotechnik zuwenden. :) Ab 10 hat es mich unglaublich gestört, für einen Buben gehalten zu werden (trug sehr kurze Haare und burschikose Kleidung) - Warum kann ein Mädchen nicht "so" aussehen?
    Wenn ich heute darüber reflektiere, habe ich unbewusst schon sehr früh Rollenklischees mitbekommen (Anfang der 80er) und hatte wohl die Intuition entwickelt, als Bub mehr Freiheiten zu haben und ein "angenehmeres" Leben, was sicher viel mit meiner konservativen Erziehung zu tun hatte. Auch später habe ich mich lange mit Männern besser verstanden.
    Vielleicht ist es bei deinem Sohn umgekehrt und er sieht im Moment mehr Freiheiten als Mädchen und probiert eben diese Rolle aus. Kinder sehen Geschlecht erst ab 5-6 als Konstante an und das verfestigt sich in den ersten beiden Volksschuljahren. Gerade in dieser Entwicklungsphase kommt es vor, dass Kinder äußern, später mal das andere Geschlecht werden zu wollen.
    Ich denke wenn man offen bleibt und das Selbstbewusstsein des Kindes unabhängig von Rollenbildern stärkt, kann man nichts falsch machen. Also genau dein Weg :)
    Was das Umfeld an Vorurteilen bezüglich der Farbwahl ablässt, muss egal sein. Die haben offenbar ein Problem bzw. sind unsicher und irritiert, das hat nichts mit den Präferenzen bzw der Persönlichkeit deines Sohns zu tun.
    Alles Liebe
    melly210chilly03
  • bearbeitet 21. Juli, 07:52
    Da wir wohl fast alle weitgehend mit den Stereotypen aufgewachsen sind, dürfte es vielen unbewusst schwer fallen, solche Phasen zu akzeptieren. Unsere Tochter trägt viel Rosa, sucht es auch selbst aus, hatte aber von Anfang an auch viele neutrale Sachen, Blau war auch dabei. In Blau wurde sie früher auch öfter für einen Burschen gehalten, aber das passiert automatisch und Babies sehen nunmal neutral aus, da kann man nun wirklich keinem böse sein, wenn ein Baby in Fußballbody für einen Jungen oder ein Baby in rosa Tütü für einen Mädchen gehalten wird.

    Ich finde übrigens auch dieses zwanghaft gegensteuern (zb "oh Gott, mein Mädchen soll nicht Rosa, Glitzer, Prinzessin sein") nicht besser. Das ist ja im Endeffekt auch nur eine Schublade, in die man sein Kind stecken will ("Mein Kind ist kein Stereotyp, sondern tolerant" oder was auch immer in solchen Köpfen vorgeht).

    Die Kinder wissen selber, was sie mögen und möchten. Man kann es ohnehin nicht beeinflussen und sie zu irgendwas zwingen, weil man sich selber einbilden, etwas hat so und so zu sein, ist kontraproduktiv.
    sanxtaymelly210chilly03
  • Milla26Milla26

    1,293

    bearbeitet 21. Juli, 08:32
    @chilly03 ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ich hab meine Mutter mit 4 oder 5 damit schockiert, dass ich ihr gesagt habe, ich möchte mich „umoperieren“ lassen, um ein Junge zu sein 🙈ich hab zwar auch mit Mädchensachen gespielt, aber ALLES andere was mädchenhaft war, war verpöhnt...alle meine Stofftiere mussten Jungs sein. Meine Kleidung durfte auf keinen Fall mädchenhaft sein, kein rosa, kein Glitzer, keine Rüschen...zur Erstkommunion wollte ich unbedingt einen Anzug tragen. (Durfte ich natürlich nicht) Ich wollte auch kurze Haare (was mir nie erlaubt wurde), drum hab ich oft meine Haare unter einer Kappe versteckt. Ich hab mit Vorliebe die Klamotten meines Cousins aufgetragen. Mädchenhafter wurde ich erst mit meinem ersten Freund mit 15/16 oder so, aber noch heute bin ich eher immer lässig unterwegs und selten übermäßig feminin, obwohl ich heute froh bin, kein Junge/Mann zu sein 🙈Als Mädchen hat man es natürlich viel einfacher, jungenhaft zu sein als umgekehrt.
    Mein bester Freund war damals genau das Gegenteil von mir. Der mochte alles, was mädchenhaft war, hat schon in der Volksschule mit Vorliebe gestrickt, gestickt, genäht...nur Sachen gemacht, die man eher als „mädchenhaft“ beschreibt. Manchmal hat er sogar Haarspangen getragen und so.
    Also es muss nicht immer Richtung trans oder homosexuell laufen, es kann auch einfach nur eine Phase sein.
    Alles Gute euch!
  • Danke für eure Kommentare.

    Ich glaube auch nicht, dass diese Themen zwangsläufig immer mit der eigenen sexuellen Orientierung zu tun haben - und selbst wenn, dann wäre es eben so und ich würde mein Kind ganz genauso lieben wenn es homosexuell bzw transgender wäre.
    Mir ist es nur wichtig, ihn bestmöglich zu unterstützen und dazu hätte ich gerne mal eine Meinung eines Experten gehört.
    Wir haben nun am 29.7. einen Termin beim Verein Courage in Wien, die auf Themen wie transgender spezialisiert sind. Ich bin gespannt und offen, was wir dort hören werden.

    @TinaSt : natürlich kannst du damit recht haben, dass mein Sohn für sich "mehr Freiheit" als Mädchen sieht, die Dinge tun zu können die er gerne möchte....Klamottentechnisch und Farben etc. Ich persönlich glaube auch, dass es um diese Themen geht.
    Ich habe in letzter Zeit auch vermehrt versucht ihm aufzuzeigen (wenn es mir aufgefallen ist), dass es auch viele Männer auf der Straße gibt die z.B. rosa Hemden tragen und auch einige Männer lange Haare haben. Und wenn man wirklich darauf achtet, dann sieht man genug Beispiele. Meiner Ansicht nach hat das bei ihm auch schon Eindruck gemacht und als mein Mann sich dann letzte Woche auch ein rosa Hemd gekauft hat (er mag die Farbe persönlich nicht so besonders, aber er hat unserem Sohn versprochen, sie gehen im Partnerlook in den Kindergarten :) ), da war er total happy.

    melly210ricz
  • Ob sich das Kind nun langfristig als Junge oder Mädchen identifizieren wird, kann man jetzt doch unmöglich schon absehen. Und irgendwie ist es ja auch egal...

    Wenn er gerne Rosa mag, würde ich ihm das lassen und ihm erklären, dass Farben für alle da sind. Trägt man Farben mit dem Penis oder der Vagina? Nein? Also kann man unabhängig vom eigenen Geschlechtsorgan alle Farben tragen, die man mag. Was nun eine "Mädchen-" und was eine "Buben-Farbe" ist, hat sich im Laufe der Geschichte eh auch immer mal wieder geändert.

    Ich würde ihn darin bestärken er selbst zu sein. Gleichzeitig würde ich aber auch Alternativen anbieten, damit er zum Beispiel die Haarklammer wechseln kann, wenn er im Kindergarten ausgelacht wird. Ist zwar scheiße, dass sowas passiert. Aber keiner von uns lebt im luftleeren Raum und jeder muss (auch durch Reibung und Anecken) lernen seinen eigenen Standpunkt zu finden, der sich in Ordnung anfühlt.

    Dass das oft Kompromisse beinhaltet, ist so. Aber auch bei uns Erwachsenen. Ich sitze gerade mit einer zerknitterten Haremshose und ungekämmten Haaren im Homeoffice und fühle mich wohl so. Zu einem Kundentermin würde ich in dem Aufzug aber nicht erscheinen. Alles hat seine Zeit und seinen Raum. Das gilt (in kleinerem Maßstab) auch schon für Kinder.

    Ich finde es schön, dass ihr ihm die Möglichkeit gebt für sich selbst auszuprobieren, womit er sich wohl fühlt! Wann kann man sich jemals wieder so frei entfalten, wie als Kind?
    chilly03
  • @weißröckchen : Stimmt, Farben sind auch für alle da, das sage ich ihm immer wieder und auch seine Pädagogin im Kindergarten erklärt den Kindern das immer wieder. Dennoch gibt es eben leider viele Kinder und auch Erwachsene, die das trotzdem anders sehen und diese Sichtweise ist leider immer noch weiter verbreitet als man das gerne möchte bzw. als man vielleicht glaubt.
    Ich sehe es auch so, man kann nicht die ganze Welt bekehren und glauben, dass alle Menschen tolerant sein werden und keiner dumme Kommentare abgeben wird. Aber man kann eben lernen, damit umzugehen und Kompromisse zu finden, damit man sich persönlich wohl fühlt.
  • Meiner Kleinen hat die alte! Kindergarten Betreuerin gesagt , sie soll mir , sagen dass ich für sie Mädchen Unterwäsche kaufen soll nur weil die blau sind (Elsa ihr wisst schon) und ja sie hat noch eine dunkelblaue mit Sternen drauf...🤷🏼‍♀️🙄 Es war ja keine Boxershorts.....naja aufjedenfall das ist auch ein Grund für den Kindergarten Wechsel gewesen...
    Ein Spielfreund von meiner Tochter trägt auch rosa Einhorn Gummistiefel weil er die schön findet einfach und meine Kleine findet das keine Rede wert🥰🤗
    chilly03
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